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Suchmaschinen: Die Google-Alternativen

Wer im Internet etwas sucht, verwendet meist Google. Die weltweit beliebteste Suchmaschine bietet die vielseitigsten und umfassendsten Ergebnisse. In manchen Fällen kann der Benutzer allerdings viel Zeit sparen, indem er spezialisierte Suchmaschinen nutzt. stern.de hat sie ausprobiert.

von Annina Loets

Es ist kein Zufall, dass heute im Netz "gegoogelt" und nicht mehr gesucht wird: Google ist die Königin der Suchmaschinen. Mit einem Anteil von 65,1 Prozent an allen Suchanfragen liegt sie weit vor Yahoo und MSN. Sie hat den umfangreichsten Suchkatalog, ist übersichtlich aufgebaut und ist für alle Themenbereiche eine gute Adresse.

Der schiere Umfang der Google-Datenbank sorgt allerdings für Probleme: Bei vielen Anfragen geht die Trefferzahl ins Zigfache. Alle Ergebnisse durchzugehen, kostet zu viel Zeit.

Für spezielle Anfragen lohnt es sich daher, spezialisierte Suchmaschinen, Kataloge und Datenbanken zu benutzen. Ob kindgerechte Informationen, ökologische Produkte oder naturwissenschaftliche Themen: Kleinere Seiten wollen oft präzisere Ergebnisse liefern. stern.de hat sich die Web-Kataloge von acht Anbietern genauer angeschaut.

Inhalte für Kinder

Was kann sie?

Die Seite blinde-kuh.de richet sich an Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren. Sie spuckt nur Treffer aus, die für diese Zielgruppe zumutbar und brauchbar sind.

Wie gut ist die Suche?

Die Suchmaschine ruft vielseitige Ergebnisse auf. Die Anfrage "Tiere" stellt beispielsweise Links zu Zecken, eine Übersicht über verschiedene Affenarten und eine Kinder-Rezension über den Film "Kung-Fu Panda" vor. Aber auch Anfragen wie Irak-Krieg, Hitler und Aids bringen Treffer. Die verlinkten Texte sind in kindertauglicher Sprache geschrieben.

Wie wird der Inhalt erstellt?

Die Seite wird von neun Redakteuren und fünf Technikern betrieben. Die Redakteure sammeln kindgerechte Links. Finden sie im Internet keinen kindertauglichen Link, erstellen sie selbst eine angemessene Seite zu dem Schlagwort.

Optik

Die Seite ist auch optisch auf ihre junge Zielgruppe zugeschnitten. Jedes Ergebnis ist mit einer Linie umrahmt und wird mit einem erklärenden Bild und Einleitungstext vorgestellt. Die Treffer sind durch grüne Reiter in der Kopfzeile in Kategorien eingeordnet. Um die Seriösität der Ergebnisse zu unterstreichen, steht auf der linken Siete die Quelle, z.B. WDR, "Was ist was" oder "Bärenblatt". Auf Werbung wird verzichtet.

Was müsste verbessert werden?

Zu einigen Themen finden sich erst wenige Links und teilweise ist die Zusammenstellung nicht neutral. Die Anfrage "Linkspartei" ergibt nur ein Ergebnis: Die Homepage der Partei. Angela Merkels offizielle Homepage wird dagegen selbst bei der Anfrage "CDU" präsentiert.

Fazit

Wer seinen Kindern die Internetsuche näher bringen will, kann sicher sein, dass sie von blinde-kuh.de an die Hand genommen werden.

Günstige Medikamente

Was kann sie?

Diese Suchmaschine findet günstige Medikamente. Ob es sich um Sonderangebote oder den Preisunterschied zwischen verschiedenen Herstellern handelt, der "Medizinfuchs" entlastet den Geldbeutel.

Wie funktioniert die Suche?

Der Suchende kann nach Medikamenten, Wirkstoffen, Herstellern oder Krankheiten suchen. Braucht er beispielsweise das günstigste Paracetamol, wählt er die Suchoption Wirkstoff, und bekommt mehrere Seiten mit verschiedenen Herstellern, Mengen und Preisen ausgespuckt. Die Preisspannen sind dabei interessant, sie variieren von wenigen Cent bis zu vielen Euro, je nach Dosierung, Menge und Hersteller. Wer ein Produkt gefunden hat, erhält weitere Produkt-Informationen sowie eine Liste mit Sonderangeboten zu seinem Medikament. User, die sich registrieren, können ihre Medikamente auch online kaufen.

Wie wird der Inhalt erstellt?

Versand-Apotheken stellen eigenständig ihre Preis- und Produktangebote auf die Seite. So wird die Übersicht von mehr als 350.000 Apothekenprodukten regelmäßig aktualisiert. Die Suchmaske hilft, die Preise zu vergleichen.

Optik

Die Seite ist übersichtlich und benutzerfreundlich aufgebaut. Vier vorgefertigte Schlagworte beschleunigen die Suche. Ein kleines Bild neben der Produktbeschreibung erleichtert die Übersicht.

Was müsste verbessert werden?

Es wäre sinnvoll die Produkte nach Preisen und Stückzahl zu sortieren. So könnte der Benutzer noch schneller die Angebote durchgehen.

Fazit

Mit dem Medizinfuchs können Sie selber entscheiden, welchen Hersteller sie wählen. Sie finden dadurch nicht nur Alternativen zu etablierten Medikamenten, sondern sparen auch Zeit und Geld.

Internet-Fernsehen

Was kann sie?

Ob "Germanys Next Topmodel", "Scheibenwischer" oder "Sportschau": Diese Suchmaschine findet Web-Austrahlungen aktueller Fernsehsendungen.

Wie funktioniert die Suche?

Der Suchende hat verschiedene Möglichkeiten, Fernsehsendungen im Internet zu finden. Er kann nach Sendungen, Sendern und Genres suchen - oder manuell die Seite durchstöbern. Wer sich treiben lässt, stößt auch auf Sendungen, die er vorher nicht kannte. Selbst internationale Programme sind zu finden.

Wie wird der Inhalt erstellt?

Fernsehsender können beantragen, dass ihre Netz-Ausstrahlungen in den Web-TV-Guide übernommen werden. Die Online-Redaktion von "TV Today" ergänzt den Katalog, den die Suchmaschine durchforstet.

Optik

Die Seite ist schlicht und übersichtlich gestaltet. Die Suchergebnisse werden in einer Liste dargestellt. Auf Anfrage erscheint eine Liste der gefundenen Sendungen. Die Ergebnisse sind direkt mit der Homepage verlinkt, auf der die Sendung gestreamt wird. Dort ist der Videostream sowie weitere Information zur Sendung zu finden.

Was müsste verbessert werden?

Teilweise sind nicht die einzelnen Sendungen verzeichnet, sondern, wie im Fall von arte-Inhalten, bloß die Plattform arte +7, auf der alle Web-Ausstrahlungen des Senders gebündelt sind. Wer also die Sendung "Tracks" sucht, findet sie nicht. ProSieben-Sendungen sind dagegen einzeln verzeichnet.

Fazit

Wer seine Lieblingssendungen im Fernsehen immer verpasst, oder die Sportschau lieber morgens im Bett gucken will, kann sich mit dem Web-Tv-Guide sein eigenes Programm zusammenstellen. Nischenprogramme benachteiligt die Seite allerdings.

Für Wissenschaftler

Was kann sie?

Scirus.com ist eine Suchmaschine für naturwissenschaftliche Themen. Ob Physik, Chemie oder Medizin: Mit dieser Suchmaschine finden Sie schnell fundierte Informationen.

Wie funktioniert die Suche?

Wie bei Google: eintippen und Links durchgehen. Allerdings: Anders als bei Google tauchen Foren und Wikipedia nicht in den oberen Links auf. Stattdessen: medizinische Publikationen, physikalische Doktorarbeiten und wissenschaftliche Presseberichte. Besonders praktisch: Neben jedem Link steht eine Box, die man ankreuzen kann. Die ausgewählten Links können so gespeichert oder per E-Mail versand werden. Außerdem hilft ein kleiner Kasten auf der linken Seite, präzisere Worte für die Suchanfrage zu finden. Eine Detailsuche ermöglichte die Anwednung zahlreicher Filter.

Wie wird der Inhalt erstellt?

Die Betreiber sammeln Informationen aus Zeitungen wie Science Direct und spezialisierten Homepages. Zu jeder Suchanfrage wird auf der linken Seite aufgeschlüsselt, wie viele Resultate aus welcher Quelle stammen.

Optik

Die Seite ist übersichtlich gestaltet, die Suchmaske kleingehalten, sodass der Bereich der Treffer luftig bleibt. Wie bei Google heben sich die Links farblich ab, die Quelle steht unterhalb der Ergebnisse. Die Treffer können nach Datum oder Relevanz für die Suchanfrage geordnet werden. Das schützt vor veralteten Seiten.

Was müsste verbessert werden?

Die Seite speist sich vor allem aus englischsprachigen Quellen. Deutschsprachige Einträge sind in der Unterzahl.

Fazit

Scirus.com ist eine hervorragende Suchmaschine, um fundierte wissenschaftliche Information zu bekommen.

Für ökologische Themen

Was kann sie?

Die Öko-Suchmaschine hat sich darauf spezialisiert Anbieter von ökologischen Produkten im Netz ausfindig zu machen. Ob Islandwolle, Entenschuhe oder soziales Engagement, die Suchmaschine hilft beim Einkaufen für den Öko-Lifestyle.

Wie funktioniert die Suche?

Gesucht werden kann entweder im alphabetisch geordneten Branchenbuch oder in der allgemeinen Suchmaske. Die Seite findet ein gutes Dutzend Treffer pro Anfrage. Präsentiert werden nicht etwa Links zu ökologischen Themen, sondern eine Liste von Produzenten und Anbietern ökologischer Produkte. Die "Ökosuchmaschine" ist eher Kleinanzeigenregister, als Suchmaschine.

Wie wird der Inhalt erstellt?

Wer inserieren möchte, kann auf der Seite ein Formular ausfüllen. Die Betreiber überprüfen die Angaben und stellen die Anzeige dann kostenlos auf die Seite. Direkte Kaufangebote sind dagegen kostenpflichtig.

Optik

Die Seite ist äußerst unübersichtlich gestaltet. Die hellgrüne und viel zu kleine Schrift auf weißem Hintergrund ist schwer lesbar. Zusätzliche Informationen ober- und unterhalb der Treffer erschweren den Überblick.

Was müsste verbessert werden?

Die Seite wird ihrem Namen als Suchmaschine nicht gerecht. Sie ist eine Sammlung von Öko-Kleinanzeigen. Zudem ist es problematisch, dass viele der gefundenen Händler in Dörfern wie Tagernsee oder Mömbris-Strötzbach sitzen. Außerdem ist die Seite unvollständig: Großanbieter wie "All Natura" tauchen gar nicht auf.

Fazit

Die Ökosuchmaschine ist ein sinnvolles Hilfsmittel für die Suche nach ökolgogischen Produkten. Die Betreiber müsste aber einen ausführlicheren Suchkatalog anlegen und auch Themenseiten verlinken.

Für Gamer

Was kann sie?

Videospiele machen mehr Spaß, wenn man gegen eine andere Person spielt. Mit der Suchmaschine "Netzocker" kann jeder für sein Lieblingsspiel Mitspieler finden.

Wie funktioniert die Suche?

Die Direktsuche der "Netzocker" ist eine Liste mit den verbreitesten onlinefähigen Videospielen. Klickt man zum Beispiel auf "Grand Theft Auto" finden sich 27 Spieler, die einen Mitspieler suchen. Sie sind mit E-Mail-Adressen verzeichnet. Außerdem geben sie an, zu welchen Uhrzeiten sie spielen und welche Internetverbindung sie benutzen. Der Kontakt kann ohne weiteres hergestellt werden. Die Auswahl der Spiele ist relativ groß und deckt von Autorennen über Fußball bis hin zum Ballerspiel verschiedene Geschmäcker ab.

Wie wird der Inhalt erstellt?

Menschen, die Mitspieler suchen, können sich registrieren und eine Anzeige schalten. So wird die Liste an Spielen regelmäßig vervollständigt und Spieler im gesamten deutschsprachigen Raum vernetzt. Wer einen Mitspieler gefunden hat, kann seine Annonce herausnehmen. Der Service wird kostenlos angeboten.

Optik

Die Seite ist einfach gehalten, die Liste der Spiele in sechs Reihen nebeneinander dargestellt, sodass nerviges Scrollen entfällt. Weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund erleichtert den Überblick.

Was müsste verbessert werden?

Die Auswahl ist doch sehr Ballerspiel-lastig. Sowohl Strategie- als auch Simulationspiele wie "Die Sims" sind deutlich unterrepräsentiert.

Fazit

Netzocker ist eine nützliche Suchmaschine, die hilft Mitspieler zu finden, ohne Foren und ähnlich anstrengende Orte besuchen zu müssen.

Für Theater-Freunde

Was kann sie?

Wo gehe ich in einer fremden Stadt ins Theater? Und was läuft überhaupt? Anstatt sich mühsam durch den Kulturkalender Münsters oder Bayreuths zu googlen, können sich Theaterfreude mit der Suchmaschine Theaterportal schnell einen Überblick verschaffen.

Wie funktioniert die Suche?

Theaterportal.de ermöglicht zunächst die grobe Suche nach Stadt und Uhrzeit. Im zweiten Schritt lassen sich dann verschiedene Filter anwenden. Die Suche bringt eine Übersicht mit Datum, Urzeit, Stück und Theater. Karten lassen sich direkt online bestellen und die Übersicht kann man als PDF speichern und ausdrucken.

Wie wird der Inhalt erstellt?

Theaterportal.de ist ein kommerzielles Unternehmen, dass als Dienstleistung die kulturellen Termine Deutschlands in einer Datenbank sammelt. Der Benutzer kann mit einer Suchmaske für ihn interessante Veranstaltungen finden.

Optik

Die Seite ist zu konfus gestaltet. Neben der Suchmaske bietet die Redaktion noch andere Zugänge zu den Theaterveranstaltungen, wie z.B. die Highlights der Saison. Das Hauptmenü veschwindet zwischen Werbeanzeigen.

Was müsste verbessert werden?

Die Optik der Seite ist noch nicht zufriedenstellend. Außerdem gibt es keine Verlinkungen zu den Theatern. Auch Rezensionen wären interessant für diese Seite.

Fazit

Das Theaterportal ist trotz einiger Schwächen eine gute Anlaufstelle, um sich schnell einen Überblick über die deutsche Theaterlandschaft zu verschaffen und die Suche funktioniert gut, wenn man direkt die Suchmaske benutzt.

Für Jetsetter

Was kann sie?

Fast jeder kennt Ryanair, Easyjet und Air Berlin. Aber für jede Reise die Seiten der Fluggesellschaften zu überprüfen, kostet Zeit. Mit der Billigflug-Suchmaschine kann man sich schnell einen Überblick über Anbieter, Preise und Destinationen verschaffen.

Wie funktioniert die Suche?

Zunächst wählt der Suchende ein Zielland. Danach werden die verschieden Billigfluggesellschaften aufgelistet, die dorthin fliegen. Für jede Fluggesellschaft gibt es zwei Tabellen, die Abflugs- und Zielorte in Verbindung setzen: Wählt man mit dem Mauszeiger einen Abflugsort, färben sich in der gegenüberliegenden Tabelle die Orte rot, welche die Fluggesellschaft von der Abflugsstadt aus anfliegt. Ein weiterer Link leitet dann direkt zur Buchung weiter. Das Gute: Reiselustige brauchen sich nur eine Liste der Billigflieger zu machen, die ihre Strecke fliegen. Danach können sie direkt die Preise abfragen und buchen.

Wie wird der Inhalt erstellt?

Der Betreiber durchforstet die Angebote der Fluglinien und präsentiert sie auf seiner Seite. Auf dieser Basis kann der Nutzer Flüge suchen und finden.

Optik

Der Erfolg der Seite ist ihre Optik. Die Angebote der verschiedenen Billigairlines werden äußerst anschaulich und übersichtlich aufbereitet.

Was müsste verbessert werden?

Leider arbeitet die Seite mit veralteten Daten: Nicht alle möglichen Start- und Zielflughäfen werden genannt. Auch die Namen der Reiseanbieter sind veraltet: Die DBA wurde von AirBerlin gekauft und Hapag-Lloyd Express heißt jetzt TUI-Fly. Ein Update währe dringend notwendig.

Fazit

Ohne regelmäßige Überarbeitung ist diese Seite leider nutzlos. Schade, denn das Konzept ist gut.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.