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Gegen Bodyshaming Pinterest verbietet Abnehm-Werbung auf seiner Plattform – um die Nutzer zu schützen

Eine Frau sitzt am Schreibtisch und durchsucht die Plattform Pinterest
Unternehmensangaben zufolge hat die visuelle Suchmaschine Pinterest rund 478 Millionen aktive Nutzer:innen im Monat
© Kirchner-Media / Imago Images
Mode, Wohnen und Rezepte gehören wohl zu den am häufigsten gesuchten Begriffen auf der Bilderplattform Pinterest. Als erstes großes soziales Netzwerk verbietet Pinterest jetzt Abnehm-Werbung, um die mentale Gesundheit seiner Community zu schützen.

Im Kampf gegen Bodyshaming hat das Online-Netzwerk Pinterest Werbung zum Thema Gewichtsverlust auf seiner Plattform verboten. Der Dienst, eine Art virtuelle Pinnwand zum Teilen von Bildern, erklärte am Donnerstag, er werde keine Anzeigen, in denen Berichte zu Gewichtsverlust oder Verweise auf den Body-Mass-Index vorkommen, mehr erlauben. Bestimmte Körpertypen sollen nicht mehr "idealisiert oder verunglimpft" werden. Als Bodyshaming wird die Diskriminierung oder Beleidigung von Menschen aufgrund ihres Körpers bezeichnet.

Gerade im Sommer setzen sich viele Menschen wegen ihrer Körper unter Druck

Pinterest ist nach eigenen Angaben die erste Online-Plattform, die ein solches Werbeverbot umsetzt. Menschen aller Altersgruppen stünden "vor Herausforderungen in Bezug auf das Körperbild und die psychische Gesundheit, insbesondere jetzt, wo wir die Corona-Pandemie hinter uns lassen und die Sommersaison einläuten", heißt es von Pinterest. Laut einer Studie des Else Kröner Fresenius Zentrums für Ernährungsmedizin (EKFZ) nahmen 40 Prozent der Deutschen in der Corona-Zeit zu, im Schnitt etwa 5,6 Kilogramm. Jetzt im Sommer, besonders seitdem persönliche Treffen wieder möglich sind, setzen sich viele Menschen psychisch noch mehr unter Druck als sonst. Der Schritt solle deshalb dem Schutz der psychischen Gesundheit in Online-Netzwerken dienen. Anzeigen zu Fitness oder einer gesunden Lebensweise seien allerdings weiterhin erlaubt.

Der Verband zur Hilfe bei Essstörungen (NEDA) in den USA lobte die Entscheidung der Plattform. "Wir hoffen, dieses weltweite Konzept ermuntert andere Organisationen und Unternehmen dazu, über möglicherweise schädliche Werbebotschaften nachzudenken", erklärte Neda-Chefin Elizabeth Thompson.

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Pinterest wurde 2010 als virtuelle Pinnwand ins Leben gerufen. Nutzer können Bilder in verschiedenen Kategorien teilen. Die Plattform kann auch als Suchmaschine für Produkte genutzt werden. Das Geschäftsmodell beruht auf dem Verkauf von Werbung. Außerdem spielt die Seite auch eine Rolle für den Online-Handel, denn viele Marken nutzen das Netzwerk, um Kunden auf ihre Produkte aufmerksam zu machen. Das in San Francisco sitzende Unternehmen berichtete im April, mehr als 478 Millionen Nutzer weltweit zu haben.

Quellen:  Pinterest / "Apotheken Umschau" / AFP

mkb AFP

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