VG-Wort Pixel

Nexus 6p, Nexus 5x, Chromecast 2 und mehr Googles langweilige Nexus-Show


Googles Nexus-Smartphones sind der Gegenentwurf zum iPhone: Schlicht, günstig und mit purem Android. Jetzt hat Google seine beiden Modelle für dieses Jahr vorgestellt - und jede Menge mehr.

Eigentlich ist Google ein Software-Unternehmen. Von der Suchmaschine, Google Maps über den Chrome-Browser bis zum mobilen Betriebssystem Android: Google bietet verschiedene Software-Dienste an, sammelt mit ihnen Daten und optimiert damit seine Werbeanzeigen. Wenn der Konzern auch Hardware anbietet, soll die eigentlich nur die Software glänzen lassen. Trotzdem sind die günstigen, schlicht gestalteten Smartphones, Tablets und Co. meist extrem gelungen. Heute kamen in einer Stakkato-Präsentation innerhalb einer knappen Stunde gleich eine ganze Reihe neuer Geräte dazu. Die wirken alle sehr solide, richtig spannend war es dann aber doch nicht.

Nexus 6p und Nexus 5x

Statt wie bisher ein neues Smartphone pro Jahr hat Google heute gleich zwei vorgestellt. Das von Huawei gefertigte Nexus 6p und das von LG stammende Nexus 5x sind die neuen Referenz-Geräte für das kommende Betriebssystem Android 6.0 mit dem Codenamen Marshmallow. Beide unterscheiden sich in der Display- und Gehäusegröße. Das Nexus 6p besitzt ein 5,7-Zoll-Display, das 5x kommt auf 5,2 Zoll. Beide besitzen einen 64-Bit-Prozessor, wie schnell der ist und ob sie den gleichen oder unterschiedliche Chips besitzen, ist noch nicht bekannt.

Beim Akku liegt das 6p vorne: Es kommt auf "beinahe" 3500 Milliamperestunden, das 5x muss sich mit 2700 zufrieden geben. Das dürfte vor allem am kleineren Gehäuse liegen. Beide besitzen den neuen USB-C-Anschluss und lassen sich dank Quick Charge extrem schnell aufladen.

Die übrige Ausstattung scheint bei beiden Geräten weitgehend gleich zu sein. Die Kamera knipst mit 12,3 Megapixeln, Google lobt besonders die starke Performance bei schlechtem Licht. In einem Beispielbild sieht das Nexus-Bild nach Sonnenuntergang tatsächlich besser aus als das eines iPhone 6s. Ob das auch Alltag so ist, muss ein Test zeigen. Die Frontkamera bietet 8 Megapixel und dürfte damit super für Selfies geeignet sein.

Vorerst nicht in Deutschland

Sowohl Nexus 6p als auch Nexus 5x sind ab heute im Google Store vorbestellbar - aber nicht in Deutschland. Wann genau es auch hierzulande angeboten wird, ist noch nicht bekannt. Auch Euro-Preise gibt es noch keine, immerhin aber den Dollar-Preis als Richtwert: Das Nexus 5x kommt es in Weiß, Schwarz und Eisblau ab 379 US-Dollar, das Nexus 6p in Weiß, Silber und Grafit ab 499 US-Dollar.

Android Marshmallow

Wie immer geht es Google weniger um Hardware als um die dahinter steckende Software. Nexus 6p und Nexus 5x müssen keine Verkaufsschlager werden. Sie dienen vor allem als neue Referenz-Geräte für das kommende Betriebssystem Android 6.0 mit dem Codenamen Marshmallow. Und auch zu dem hatte Google einige Neuerungen zu zeigen. So lassen sich nun die vorinstallierten Apps endlich deinstallieren. Mit "Now On Tap" erhalten der Google-Assistent Google Now eine kontextabhängige Suche und erkennt etwa Inhalte aus Nachrichten und bietet auf Knopfdruck die passenden Informationen an.

Der bisher nur angekündigte Bezahldienst Android Pay bekommt mit den neuen Nexus-Smartphones Unterstützung für Fingerabdrucksensoren. Google scheint mit dem im Sommer angekündigten Apple-Pay-Konkurrenten also bald an den Start gehen zu wollen. Ein Datum gibt es aber immer noch nicht.

Chromecast 2

Mit dem überarbeiteten Chromecast kommt auch ein neues Design. Der ehemalige Stick sieht nun aus wie ein Hardware gewordenes Chrome-Logo. Warum das hinter dem Fernseher steckende Dongle nun in den Google-Farben Grellgelb, Grün und Rot angeboten wird, bleibt aber wohl Googles Geheimnis. Technisch scheint sich beim Chromecast 2 wenig getan zu haben. Lediglich der Wlan-Empfang ist deutlich besser als früher. Er unterstützt nun die moderne 5-Gigahertz-Frequenz. Der Preis bleibt bei 39 Euro.

Ein neues Feature der Chromecast-App namens "Content discovery" wertet die App ordentlich auf. Sie zeigt gesammelte Inhalte aus verschiedenen Apps, je nachdem, welche installiert sind. So landen etwa Videos aus Netflix, Youtube und anderen direkt in derselben App. Vor allem wer mehrere Streamingdienste nutzt, kann nun schnell schauen, wo sich die gesuchten Filme ansehen  lassen.

Chromecast Audio

Ein komplett neues Produkt ist der Chromecast Audio. Der lässt sich per Klinkenstecker in Boxen oder Verstärker einstöpseln und streamt Musik direkt vom Handy auf den Lautsprecher. Sogar Spotify unterstützt die Musik-Frisbee.

Neue Chromebooks

Das neue Chromebook kommt im extrem kantigen Design daher und wirkt wie zwei zusammengeschweisste Schneidebretter aus Metall. Zum Innenleben schweigt Google sich noch aus. Mit dem Pixel C (C für Convertible) gibt es ein Tablet mit Tastatur, darauf läuft ebenfalls ChromeOS. Richtig neu ist daran wenig, interessant ist allerdings die Idee, dass das Tablet im zugeklappten Zustand die Tastatur per Induktion lädt.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker