HOME

Technikmesse CES: Huawei-Chef Richard Yu: Emotionaler Ausbruch auf der Bühne - das ist der Grund

Huawei-Chef Richard Yu wollte auf der CES in Las Vegas sein neues Smartphone vorstellen. Am Ende hielt er eine improvisierte Wutrede - und wird dafür nun gefeiert.

Huawei-Chef Richard Yu bei der Präsentation des Mate 10 Pro auf der CES in Las Vegas

Huawei-Chef Richard Yu bei der Präsentation des Mate 10 Pro auf der CES in Las Vegas

Wenn Apple, Samsung oder andere Konzerne neue Produkte präsentieren, ist alles bis ins letzte Detail geplant. Über jede Folie wurde geschaut, jeder Gag ist einstudiert, die Moderationstexte laufen auf kleinen Telepromptern. Nichts wird dem Zufall überlassen. Umso bemerkenswerter war daher der Auftritt von Huaweis Smartphone-Chef : Auf der Technikmesse CES, die derzeit in Las Vegas stattfindet, präsentierte Yu das Mate 10 Pro, das hierzulande bereits seit November verkauft wird. Es sollte der Aufschlag für die Eroberung der USA werden, dem letzten bedeutenden Markt, in dem Huawei noch nicht präsent ist. Doch nach der Keynote redete kaum noch jemand über das Smartphone, sondern nur noch über Richard Yu.

Spitzelvorwürfe gegen Huawei

Die Präsentation beginnt wie jede andere auch. Ausführlich stellt Yu die Neuerungen seines vor. Und wie immer scheut er keinen Vergleich mit der Konkurrenz. Ständig weist er daraufhin, dass sein Gerät schneller, dünner oder schlauer ist als die von Apple oder Samsung. Auch wenn die Vergleiche manchmal arg bemüht sind, das gehört zur typischen Huawei-Show.

+++ Lesen Sie hier: Richard Yu im exklusiven Gespräch über das neue Mate 10 Pro - und warum er Apples Gesichtsentsperrung für keine gute Idee hält +++

Nach einer Stunde gehen die Teleprompter plötzlich aus, und hinter Richard Yu ist eine Folie zu sehen, auf der nur fünf Wörter stehen: "Something I Want To Share". Auf Deutsch "Darüber würde ich gerne reden". Es folgt ein fünfminütiger, impulsiver Vortrag. Yu, der zwar gerne gegen die Mitbewerber stichelt, aber immer seine Contenance bewahrt, wird lauter und fahriger: "Ihr habt sicherlich die Meldungen gelesen", beginnt er. Natürlich kannte das Publikum die Berichte, dass AT&T, einer der größten US-Mobilfunkanbieter, in letzter Minute die Reißleine zog und bekanntgab, das Mate 10 Pro nicht mit Verträgen anzubieten. Angeblich gab es Druck seitens der Politik und Befürchtungen, die chinesischen Smartphones könnten für Spionagezwecke missbraucht werden.

"Es ist ein großer Verlust für uns"

Für Huawei ist das ein herber Rückschlag. Nach jahrelangen Verhandlungen sollte das eigentlich der große Moment im Rampenlicht sein. Trotzdem rechnete niemand damit, dass Yu diese Entscheidung auf der großen Bühne thematisieren würde. "Jeder weiß, dass in den mehr als 90 Prozent der Smartphones über die Mobilfunkbetreiber verkauft werden", sagte er. "Es ist ein großer Verlust für uns, auch für die Mobilfunkanbieter, der größte Verlust entsteht aber für die Kunden, denn sie haben nicht mehr die beste Wahl."

Yu zeigt sich verärgert über das Misstrauen in seine Firma. Denn in der 25-jährigen Unternehmensgeschichte sei es nicht nur gelungen, das Vertrauen der Mobilfunkanbieter in China zu gewinnen - auch hier war man ein Newcomer -, sondern auch von denen in Schwellenländern und in Europa. "Wir haben weltweit 70 Millionen Kunden. Wir liefern Qualität und haben gezeigt, dass wir Privatsphäre und Sicherheit schützen können." Man habe in dieser Sache die höchsten Standards, sagt Yu mit lauter Stimme.

Unterstützung einer Superheldin

Immer wieder brandete Applaus auf, und auch große Tech-Medien lobten die emotionale Rede des Huawei-Chefs: "Ein seltener Moment aufrichtiger Emotionen", schreibt "The Verge"-Autor Vlad Savov. Er kommt am Ende zum Schluss, dass er gerne häufiger solche Reden im Technik-Bereich hören würde. Auch "Techcrunch"-Redakteur Brian Heater war begeistert. Über Richard Yu sagt er, er sei der "800-Pfund-Gorilla für die Dauer einer Keynote gewesen".

Nach dem plötzlichen Rückzieher von AT&T versucht Huawei nun, sein Smartphone über die übrigen Vertriebskanäle (etwa Internet-Shops) zu verkaufen. Um den Smartphone-Launch zu befeuern heuerte man Gal Gadot ("Wonder Woman") als Testimonial an. Sie trägt den kuriosen Titel "Chief Experience Officer". Doch ohne die Unterstützung der Mobilfunkbetreiber können vermutlich nicht einmal Superhelden die Verkaufszahlen ankurbeln, merkt "Techcrunch" an. 

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.