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US-Wahlen: "Hacker, knackt die Wahlmaschinen!"

Die Erkenntnis "Jedes System kann gehackt werden" gilt auch für elektronische Wahlmaschinen - fürchten Kritiker. Die Prominenteste unter ihnen hat Hacker aufgefordert, sich die US-Automaten vorzuknöpfen.

Eine der führenden Kritikerinnen der elektronischen Wahlmaschinen in den USA hat Hacker aufgerufen, Manipulationsmöglichkeiten zu testen. Die Forscherin Rebecca Mercuri rief die Hacker auf ihrer Jahreskonferenz Black Hat in Las Vegas auf, die Software zu untersuchen, die die Herstellerfirma VoteHere im Internet veröffentlicht hat.

Expertenstreit

Sie sei es leid, von den Wahlkommissionen immer nur zu hören, es habe keine Probleme gegeben, wenn die Zeitungen nach jeder Wahl voll seien von Meldungen über Störungen, sagte Mercuri. Ihre Aufforderung sei auch eine Antwort auf einen ähnlichen Aufruf des Forschers Michael Shamos von der Carnegie-Mellon-Universität, der sich auf elektronischen Wahlen spezialisiert hat. Shamos hat jedem Hacker, der es schafft, unentdeckt in eine Wahlmaschine zu kommen, 10.000 Dollar versprochen.

Mercuri hatte dies als unmöglich zurückgewiesen, weil es rechtlich schon eine Straftat sei, diese Geräte zu untersuchen, auch wenn sie gar nicht bei einer Wahl eingesetzt würden. Shamos will dies nicht gelten lassen. Die Frage sei doch, ob man unentdeckt in eine Wahlmaschine komme. "Jeder kann in alles einbrechen", sagte Shamos. "Ich kann auch in eine Bank einbrechen. Die Frage ist doch nur, ob sie hinterher merken, dass Geld fehlt." Und es sei nicht möglich, eine Wahl zu manipulieren, ohne dass dies bemerkt werde.

Bei der Wahl am 2. November können rund 50 Millionen US-Bürger an elektronischen Wahlmaschinen ihre Stimme abgeben. Auf Papierbögen oder Lochkarten werden es 55 Millionen sein.

Auch ein Computerspiel beschäftigt sich damit

Mit der Möglichkeit, sich in eine Wahlmaschine zu hacken, beschäftigt sich auch das Buch "The Mezonic Agenda: Hacking the Precidency", zu dem es auch ein Computerspiel gibt, das auf der Black-Hat-Konferenz vorgestellt wurde. Es steht im Internet zum kostenlosen Download bereit. Andrew Williams von Syngress Publishing erklärte, das Buch wolle das Interesse auf die Sicherheit von Wahlmaschinen lenken. "Jedes System kann gehackt werden", sagte Williams. "Es gibt keinen Grund anzunehmen, warum es bei diesem System nicht der Fall sein sollte."

Christina Almeida, AP / AP / DPA
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