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Neues Smartphone: Google Pixel 3a im Test: eine der besten Kameras auf dem Markt - und das für 400 Euro

Mit dem Pixel 3 stellte Google letztes Jahr eine der besten Smartphone-Kameras vor. Sie war vielen nur zu teuer. Jetzt kommt mit dem Pixel 3a das Sparmodel - und bringt die gleiche Knipse mit. Aber was taugt das Smartphone sonst? Wir haben es getestet.

Der Star des Google Pixel 3a ist klar die Kamera

Der Star des Google Pixel 3a ist klar die Kamera

stern.de

Schicke Highend-Hardware, starke Software - und eine super Kamera. Das sind Googles Pixel-Smartphones. Mit dem letzten Herbst vorgestellten Pixel 3 legte der Konzern die Latte mächtig hoch, wie unser Test zeigte. Das einzige echte Manko: der recht hohe Preis. Mit dem Pixel 3a hat Google nun ein Spar-Modell vorgestellt. Das Besondere: Trotz kleinem Preis bringt es sogar die Spitzenknipse des großen Modells mit.

Starke Knipse

Und die kann sich trotz des Sparpreises wirklich sehen lassen. Obwohl Google wie beim teuren Modell nur eine Linse verbaut - bei den Konkurrenten haben sich längst drei bis vier Linsen durchgesetzt -, kann die Kamera sehr weit vorne mitspielen. Das liegt an der cleveren Künstlichen Intelligenz: Das Pixel schießt mehrere Fotos, die dann mit ausgefeilten Algorithmen nachberechnet werden. Und das funktioniert in der Praxis sehr gut.

Ob klassische Fotos, Bilder mit Tiefenunschärfe ("Bokeh"-Effekt), leichter Zoom, schlechte Belichtung oder Selfies: Das Pixel 3a macht in der Regel eine gute bis sehr gute Figur. Die Bilder sind scharf, fangen Farben und Lichtstimmung gut und kontrastreich ein. Der Unschärfe-Effekt ist bei Haaren teilweise aber etwas ungenau. Eine echte Einschränkung ist der fehlende Zoom durch eine zweite Linse. Bei einer zweifachen Vergrößerung ist das nachberechnete Ergebnis noch in Ordnung, so gut wie der Hybrid-Fokus der Konkurrenten mit mehr Linsen ist es aber nicht. Schade: Anders als das Pixel 3 hat Google bei der Frontkamera auf die zweite Linse verzichtet, die Weitwinkelselfies ermöglichte. 

Trotzdem: Im Vergleich mit einem iPhone XS konnte sich das getestete Pixel 3a XL hervorragend schlagen, je nach Situation sahen die Bilder mal bei dem einen, mal bei dem anderen besser aus. Betrachtet man die Preisdifferenz ist das ein starkes Ergebnis. Zumal das iPhone ebenfalls per KI nachhilft und mit einer zweiten Kamera hinten und einem 3D-Sensor vorne weitere Hardware-Hilfen hat. Damit spielt das Pixel in der aktuellen Kamera-Generation sehr weit vorne mit. Eine Auswahl an Vergleichsfotos finden Sie in der Fotostrecke.

Google Pixel 3a XL: So schlägt sich die Kamera im Vergleich mit dem iPhone XS

Bei Tageslicht geben sich das Pixel 3a XL (links) und das iPhone XS wenig. Das iPhone fängt aber etwas besser die leichte Wärme des Lichtes aus der sich senkenden Sonne im Hintergrund ein. 

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Spar-Maßnahmen

Leider bemerkt man bei der Berechnung der Bilder einen der Schwachpunkte des Pixel: den etwas zu schwachen Prozessor. Die Nachberechnung der Bilder dauert merkbar länger als bei den teureren Konkurrenten, die quasi sofort das finale Bild zeigen. Auch wenn es sich letztlich um wenige Sekunden pro Bild handelt: Der Unterschied fällt auf. Für andere Alltagsaufgaben und auch Spiele ist der verbaute Mittelklasse-Chip Snapdragon 670 aber meist schnell genug. Auf längere Sicht ist hier aber ein Flaschenhals zu befürchten.

Das ist vor allem deswegen ärgerlich, weil sich das Pixel 3a wie andere Modelle der Reihe mit besonders langen Update-Zyklen schmücken kann. Ganze drei Jahre will Google das Gerät mit System- und Sicherheitsupdates für das hauseigene Android-System versorgen. Bedenkt man, dass selbst bessere Smartphones mit veralteten System auf den Markt kommen, ist das ein starkes Angebot. Sämtliche von Googles Software-Tricks wie die Objekt-Erkennung Lens, der Google Assistant und sogar die neue Navigation mit Augmented-Reality-Unterstützung sind selbstverständlich auch dabei.

Trotz der Ränder oben und unten lässt sich das Google Pixel 3a XL mit seinen 6 Zoll Bildschirm-Diagonale bequem nutzen

Trotz der Ränder oben und unten lässt sich das Google Pixel 3a XL mit seinen 6 Zoll Bildschirm-Diagonale bequem nutzen

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Das Pixel 3a gibt es in zwei Größen, sie unterscheidet nur das größere Display sowie der üppigere Akku. Das OLED-Display in Full-HD (5,6 Zoll beim kleinen 3a, 6 Zoll bei der XL-Variante) sieht für den Preis hervorragend aus. Beim Akku bringt das Kleine 3000 mAh mit, das große Modell bringt es auf 3400 mAh. In der Praxis hielt das XL-Modell so auch einen zweiten Tag durch. Gut: Durch den mitgelieferten Schnelllade-Adapter ist das Gerät bereits nach einer Viertelstunde gut 25 Prozent befüllt. Trotz Plastikgehäuse lassen sich die Pixel 3a leider nicht kabellos laden. 

Die übrige Ausstattung ist für den Preis in Ordnung. Anders als beim teuren Modell gibt es kein Metall- sondern ein Plastikgehäuse, das Gerät ist dadurch selbst in der XL-Version auffällig leicht. Der Datenspeicher liegt bei 64 GB, als Arbeitsspeicher gibt es 4 GB. Der Sound der verbauten Stereo-Lautsprecher kann sich wirklich hören lassen. Ein weiterer Pluspunkt: Anders als beim teuren Pixel 3 verbaut Google wieder eine Klinkenbuchse, entsprechende Kopfhörer liegen bei.

Die schlichte Plastikrückseite liegt gut in der Hand. Leider unterstützt das Pixel 3a trotzdem kein kabelloses Laden

Die schlichte Plastikrückseite liegt gut in der Hand. Leider unterstützt das Pixel 3a trotzdem kein kabelloses Laden

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Fazit: Ein starkes Sparmodel

Das Pixel 3a ist klar ein Sparmodell - aber eines mit wirklich starken Features. Im Vergleich zum großen Pixel 3 muss sich der Nutzer nur bei den verwendeten Materialen, der fehlenden Doppelkamera vorne sowie dem etwas langsameren Prozessor einschränken. Das, was die Pixel-Smartphones so gut macht - die extrem smarte Kamera, die Software-Tricks und sehr lange Updates - ist alles an Bord. Ein starkes Paket.

Das Google Pixel 3a gibt es ab 399 Euro, das Pixel 3a XL kostet 479 Euro. Alternativen in einer ähnlichen Preisklasse sind das Galaxy S9 sowie das Huawei Mate 20. Beide haben allerdings etwas schwächere Kameras.

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Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.