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Nexus Player im Test: Android auf dem TV: Müssen Apple und Amazon jetzt zittern?

Der Kampf ums Sofa ist entbrannt: Neben Amazon mischt nun auch Google im Streaming-Geschäft um Netflix und Co. mit. Der neue Nexus-Player kostet 100 Euro - lohnt sich das? Wir haben ihn getestet.

Von Christoph Fröhlich

Dezenter Look: der neue Nexus Player

Dezenter Look: der neue Nexus Player

Mit seiner Suche hat Google das Internet erobert, mit Android mehr als eine Milliarde Smartphones. Doch das reicht dem kalifornischen Konzern nicht, längst peilt es auch weitere Bereiche unseres Lebens an. Neben Android Car (Auto) und Wear (Smartwatches) gibt es auch Android-TV, eine speziell für große Fernseher entwickelte Software-Oberfläche des beliebten Betriebssystems.

Mit dem Nexus Player gibt es nun auch die dazu passende Set-Top-Box in Deutschland zu kaufen, die vor allem für das Streaming von Filmen und Fernsehserien und das Abspielen von Youtube-Videos entwickelt wurde. Wir haben die Box getestet und sagen, was sie kann und für wen sich ein Kauf lohnt.

Nexus Player ohne 4K

Optisch ist der Nexus Player äußert unauffällig: Er ist kreisrund, etwa so groß wie eine DVD und tiefschwarz. Die Einrichtung ist kinderleicht: Netzteil in die Steckdose, HDMI-Kabel vom Fernseher in den Player - und los geht's. Neben dem Anschluss für das Netzteil und dem HDMI-Ausgang gibt es noch eine Ethernetbuchse. Die ist praktisch, wenn das Wlan nicht bis zum Fernseher reicht oder sehr langsam ist. Zusätzliche Audio-Ausgäng (etwa Toslink) gibt es leider nicht.

Toll: Der Nexus Player unterstützt Wlan in allen Standards (802.11 a/b/g/n/ac), der Fire TV dagegen erkennt den modernen, deutlich schnelleren ac-Standard nicht. Allerdings unterstützen derzeit nur die wenigsten Router das flinke Wlan, die meisten Nutzer dürften den Unterschied also gar nicht bemerken. Keine der beiden Boxen beherrscht das hochauflösende 4K, wie beim Fire TV ist auch beim Nexus Player bei 1920 x 1080 Bildpunkten Schluss. Das Menü des Nexus Player ist sehr übersichtlich, der Startbildschirm ist unterteilt in die Hauptkategorien der installierten Apps und Spiele.

Im Inneren des Nexus Player steckt ein pfeilschneller Quad-Core-Prozessor mit einer Taktrate von 1,8 Gigahertz, dem ein Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite steht. Damit ist der Prozessor etwas schneller als bei Amazons Fire TV, Googles Player hat aber nur halb so viel Arbeitsspeicher. Große Geschwindigkeitsunterschiede bemerkt man dennoch nicht, die Navigation klappt ohne störende Ruckler.

Das Menü des Nexus Player ist sehr übersichtlich

Das Menü des Nexus Player ist sehr übersichtlich

Fire TV hat die bessere Fernbedienung

Beide Geräte haben eine Bluetooth-Fernbedienung mit Sprachsuche, allerdings wirkt die Fernbedienung des Fire TV im direkten Vergleich hochwertiger und logischer aufgebaut. Beim Nexus Player fehlen etwa die Spul- und Menü-Tasten. Lautstärke-Tasten gibt es bei beiden Fernbedienungen nicht.

Anders als beim Chromecast können Nutzer Apps direkt auf dem Player installieren. Dabei haben sie auch Zugriff auf den Play Store. Dort ist die App-Auswahl deutlich größer als im Amazon-Shop. Um ein optimales Nutzererlebnis zu garantieren, müssen Apps aber auf Android TV angepasst werden - und das ist beim Großteil nicht der Fall.

Wirbt Amazon auf dem Fire TV prominent für sein eigenes Streaming-Angebot Prime Instant Video, stellt Google seinen eigenen Film-Dienst Google Movies in den Vordergrund. Dort kann man Filme allerdings nur im Einzel-Abruf kaufen. Eine Flatrate wie bei Amazon gibt es nicht, ein Zugriff auf Amazon Instant Video ist auf dem Nexus Player ohne Umwege leider nicht möglich.

Auch das sonstige Medien-Angebot war zu unserem Testzeitpunkt noch vergleichsweise mickrig, von den großen Streaming-Diensten wird nur Netflix angeboten. Hoffentlich wird sich das in den nächsten Wochen und Monaten noch ändern. Ein Alleinstellungsmerkmal: Mit Googles Cast-Funktion kann man Bildschirminhalte aber vom Smartphone oder Tablet bequem auf den Fernseher übertragen.

Gamer können einen 49 Euro teuren Zusatz-Controller kaufen, mit dem der Nexus Player zur Spielkonsole wird. Besonders viele angepasste Games gibt es bislang aber noch nicht.

Fazit: Amazon liegt eine Nasenspitze vorn

Googles Nexus Player überzeugt im Test mit einem durchdachten Bedienkonzept, einer schnellen Performance und einem dezenten Äußeren. Toll ist die technische Ausstattung und die Möglichkeit, Inhalte dank Google Cast direkt vom Smartphone auf den Fernseher zu übertragen. Die App-Auswahl ist derzeit leider noch stark eingeschränkt.

Wer gelegentlich Filme in Googles Play Stores kauft und noch keinen Streaming-Player besitzt, sollte sich den Nexus Player näher anschauen. Apple-Fans und iTunes-Kunden sind nach wie vor mit dem Apple TV am besten bedient, Nutzer von Amazon Prime Instant Video kommen am Fire TV nicht vorbei. Wer sowieso nur Netflix schaut, dürfte am Fire TV Stick Gefallen finden - mit 39 Euro ist der kleine Streaming-Stick deutlich günstiger als die Konkurrenz, obwohl er fast die gleichen Funktionen bietet. Einen ausführlichen Test des Fire TV Stick finden Sie hier.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.