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H. Hell: Was ich über Sex gelernt habe: Nur dreimal Sex im Jahr? Keine Sorge, das ist normal!

Die Deutsche Bahn will mehr Sex und durch den Bahn-Sparpreis sollen Fernbeziehungen häufiger mal zusammen ins Bett kommen. Ist gar nicht nötig, findet meine Freundin Bea.

Von Henriette Hell

Schwierige Frage der Zweisamkeit: Per Telefon oder mit dem Sparpreis der Bahn.

Schwierige Frage der Zweisamkeit: Per Telefon oder mit dem Sparpreis der Bahn.

Na, Lust auf Nachwuchs? Dann solltet ihr "Schatzi" unbedingt am morgigen Montagabend verführen. Der 8. Januar ist nämlich statistisch gesehen der furchtbarste, äh, fruchtbarste Tag des Jahres, weil da die meisten Babys gezeugt werden! 

Die Deutsche Bahn forderte diese Woche deshalb in einem mittlerweile wieder gelöschten (Skandal-)Werbeclip alle Leute in "Fernbeziehungen, Nahbeziehungen, Ab-und-zu-Beziehungen" dazu auf, mal wieder "zusammen zu kommen". Uhh-jaaa! Gezeigt wurden überdimensionale Spermien und Eizellen von einem "Trainer" auf den großen Showdown vorbereitet werden. "Das ist unser Tag! Schwimmt schneller als je zuvor!"

Eher weniger als zuviel

Das Motto lautet also: Mehr Sex für ganz Deutschland. Das ist super, weil ich jede Menge Leute kenne, die total untervögelt sind. Meine Freundin Bea zum Beispiel hatte letztes Jahr nur Pech mit Männern:

Der eine wollte, aber konnte nicht.

Der andere konnte, aber wollte nicht.

Und ihr letzter wollte und konnte zwar, aber nur via Skype, weil er blöderweise in Uruguay lebt. "Ich hatte letztes Jahr höchstens dreimal Sex", jammerte Bea gestern am Telefon. "Allmählich habe ich das Gefühl vor lauter sexueller Energie zu platzen!" Dreimal Sex im Jahr – damit liegt Bea wohl echt krass unterm Durchschnitt. Aber was ist das eigentlich, dieser ominöse "Durchschnitt"?!

Laut einer Studie des Kondomherstellers Durex haben Deutsche durchschnittlich 97 Mal Sex im Jahr. Paare, die zusammenleben, vereinigen sich angeblich 131 Mal jährlich. Verheiratete tun’s 85 Mal und Singles haben immer noch 64 Mal im Jahr Sex.

OMG - ein ONS pro Woche?

Okaaay … Ich weiß ja nicht, wen die da interviewt haben – aber ich kenne keinen Single, der MEHR als einen One-Night-Stand pro Woche hat! Nur so käme man auf 64 Mal Sex im Jahr. Mit ständig wechselnden Partnern?! Das braucht doch nun echt kein Mensch.

Stellt sich die Frage, wieviel Sex denn überhaupt "normal" ist. In einer Umfrage des "Focus" plädierte fast jeder Zweite für ein- bis zweimal in der Woche. Die meisten Leute würden außerdem glauben, dass ihre Kollegen, Nachbarn, Freunde alle viel mehr Sex hätten als sie selbst. Das erhöht natürlich den Druck. Ist aber Unsinn, denn am Ende geht es doch um die Qualität.

9 Fakten über Sex: In welchen Punkten sich Frauen und Männer wirklich unterscheiden


"Wenn ich mich entscheiden müsste, ob ich nur noch einmal im Jahr richtig guten Sex – oder jede Woche eine 08/15-Nummer haben dürfte – ich würde das eine Mal nehmen", sagte Bea neulich zur mir. Während ich noch überlegte, ob das wirklich die bessere Wahl war, fuhr sie fort: "Überhaupt finde ich Fernbeziehungen gar nicht so übel. Man sieht sich ein- oder zweimal im Monat – und fällt jedes Mal leidenschaftlich übereinander her, weil man sich so vermisst hat. Und den Rest der Zeit hat man seine Ruhe. Was willst du mehr?"

Dann doch lieber mit der Bahn

"Dass mich nachts jemand im Arm hält", überlegte ich laut. Aber Bea schüttelte energisch den Kopf. "In der Liebe geht es doch nicht darum, dass dir nachts jemand die Füße wärmt – sondern darum, den EINEN besonderen Menschen zu finden, der dich derart flasht, dass du für ein einziges kurzes Treffen mit ihm durch die Hölle gehen würdest."

"Achso. Äh, ja", stotterte ich. "Stimmt." Aber dann wenigstens mit dem günstigen Sparpreis der Deutschen Bahn. Dann geht das nämlich auch öfter als bloß einmal im Jahr.  

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.