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Langzeitarbeitslose: Dänen haben's besser

Laut einer OECD-Studie geht es deutschen Langzeitarbeitslosen immer noch deutlich besser als in vergleichbaren anderen Ländern - selbst mit Hartz-IV. Die höchste Unterstützung erhalten Arbeitslose in Dänemark und Finnland.

Wer hätte das gedacht? Trotz der Hartz-Reformen sind deutsche Langzeitarbeitslose weiterhin besser gestellt als in den meisten anderen europäischen Ländern. Dies zeigt eine am Donnerstag in Berlin und Paris veröffentlichte Statistik der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Nach wie vor lohnt es sich demnach hier zu Lande im Vergleich zu anderen OECD-Ländern für einen erst seit kurzem Arbeitslosen kaum, eine etwas schlechter bezahlte Arbeit anzunehmen.

Laut der neuen Studie erhält in Deutschland ein Alleinstehender, der zuletzt durchschnittlich verdient hat, nach fünf Jahren Arbeitslosigkeit noch 36 Prozent seines letzten Nettoverdienstes als Transferzahlung. Das ist deutlich weniger als 2001. Damals wurden einem alleinstehenden Langzeitarbeitslosen mit ehemals Durchschnittsgehalt 54 Prozent seines letzten Nettoverdienstes ersetzt. Jedoch liegen auch nach der Reform die Transfers in dieser Konstellation über dem OECD-Schnitt von 32 Prozent. Die höchsten Transfers in der OECD erhält mit 59 Prozent des letzten Nettos ein Langzeitarbeitsloser in Dänemark.

Ein verheirateter Durchschnittsverdiener mit zwei Kindern erhält auch nach den Hartz-Reformen nach fünf Jahren Arbeitslosigkeit noch 62 Prozent des letzten Nettos und damit fast so viel wie 2001, als es 63 Prozent waren. Im OECD-Schnitt liegt die Nettoersatzrate dagegen nur bei 53 Prozent. Auch hier liegen die Transfers mit 77 Prozent des letzten Nettos in Dänemark am höchsten, in Finnland ist es ähnlich.

Lange Wartezeit als Gefahr

Trotz der Hartz-Reformen ist es in Deutschland für jemanden, der seinen Job verliert, vergleichsweise unattraktiv, schnell eine neue Arbeit mit einem etwas geringeren Gehalt anzunehmen. So bleiben im OECD-Mittel einem Verheirateten mit zwei Kindern, der zuvor durchschnittlich verdient hat und nach kurzer Arbeitslosigkeit einen Job mit zwei Dritteln des Durchschnittsverdienstes annimmt, nach Abzug von Steuern, Abgaben und entgangenen Transferzahlungen noch 28 Prozent seines neuen Bruttoverdienstes. In Deutschland sind es dagegen nur sieben Prozent.

Wenn der Ehepartner auch arbeitet, dann verliert das Paar finanziell, wenn der Arbeitslose den schlechter bezahlten Job annimmt. Wäre ein Durchschnittsverdiener in Deutschland bereit, nach Verlust seines Jobs für die Hälfte des alten Lohns zu arbeiten, dann stellt er sich gar in allen sechs untersuchten Haushaltskonstellationen finanziell schlechter, als wenn er nicht arbeitet. Innerhalb der OECD sind in dieser Konstellation die Arbeitsanreize nur in Italien und Tschechien vergleichbar gering. Dazu erklärte der OECD-Experte Michael Förster: "Es kann für Arbeitslose durchaus sinnvoll sein, zunächst schlechter bezahlte Angebote abzulehnen."

Andere locken mit Kombilohnmodellen

Dass sich Arbeit auch lohnen kann, ohne dass die soziale Absicherung reduziert wird, zeige etwa das Beispiel der nordischen Länder, aber auch das der Schweiz. Obwohl hier das Arbeitslosengeld wie auch die Unterstützung von Langzeitarbeitslosen vergleichsweise großzügig sind, stellen sich Arbeitslose in jedem Fall besser, wenn sie eine Arbeit aufnehmen. Grund dafür ist, dass in diesen Ländern in den unteren Einkommensgruppen entweder die Belastung des Faktors Arbeit mit Steuern und Sozialabgaben gering ist, oder für Arbeitslose das Einkommen durch Kombilohnmodelle aufgestockt wird.

AP / AP

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.