Handball
Magdeburg froh über Gruppenphase - wenig Zeit für Training

SCM-Trainer Bennet Wiegert steht vor einer anstrengenden Woche mit zwei Auswärtsspielen. (Archivbild) Foto: Ronny Hartmann/dpa-Z
SCM-Trainer Bennet Wiegert steht vor einer anstrengenden Woche mit zwei Auswärtsspielen. (Archivbild) Foto
© Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa
Der SC Magdeburg will die Gruppenphase der Champions League mit einem Sieg abschließen. Auch die Zukunftsplanungen schreiten voran.

Das vorzeitige Erreichen des Viertelfinales in der Champions League sorgt bei Handball-Trainer Bennet Wiegert für ein wenig Entspannung. "Wir fahren mit einem guten Gefühl nach Paris, seit klar ist, dass wir das Achtelfinale überspringen und Heimrecht im Rückspiel des Viertelfinales haben", sagte der 44-Jährige vor den Auswärtsspielen bei Paris Saint-Germain am Mittwoch (20.45 Uhr/Dyn) sowie in der Bundesliga beim Bergischen HC am Sonntag (16.30 Uhr/Dyn).

In der Königsklasse deutet nach der Heimniederlage gegen den FC Barcelona in der vergangenen Woche alles auf den zweiten Platz hinter den Katalanen hin, die sich die Tabellenführung im letzten Gruppenspiel gegen den abgeschlagenen HC Pellister aus Nordmazedonien nicht mehr nehmen lassen werden. 

Zu viele Konstellationen für Gegner-Ermittlung

Trotzdem setzt Wiegert in der französischen Hauptstadt voll auf Sieg, um auch die rund 200 mitgereisten Fans glücklich zu machen. "Die Verantwortung spüren wir", sagte Wiegert, der auf zwei oder drei Spieler verzichten muss. Um welche es sich handelt, sagte er nicht.

Den Gegner im Viertelfinale nimmt der Trainer des Titelverteidigers, wie er kommt. Wiegert hatte schon vor zwei Spieltagen einige Kombinationen durchgespielt, doch "die Konstellationen waren so unübersichtlich, dass ich es gelassen habe". 

Nur wenige Trainingsstunden für Belastungssteuerung

Um so fokussierter geht Wiegert die darauffolgende Bundesliga-Begegnung im Bergischen Land gegen den abstiegsbedrohten BHC an. "Für uns ist das Spiel vor der dann anstehenden Länderspielpause ganz wichtig, um unsere Ausgangsposition zu stärken", sagt Wiegert.

Zu den bisher absolvierten 45 Vereinsspielen kommen für die meisten Profis noch die Partien in den jeweiligen Auswahlmannschaften hinzu. "Das kann im März und April zu etwas führen, dass wir jetzt noch nicht sehen können", sagt Wiegert, der die Belastung deshalb im Training steuern möchte, aber vor der Zwickmühle steht: "Denn so viele Trainings haben wir gar nicht."

Zeitgleich bereitet Wiegert die Zukunft der Mannschaft vor. Verlängerungen wie mit Oscar Bergendahl, Lukas Mertens und Matthias Musche oder Neuzugänge wie mit Dominik Kuzmanovic wurden bereits getätigt. Gespräche mit Chris O'Sullivan laufen, zu denen Wiegert keine Wasserstandsmeldungen machen möchte - ebenso nicht zu weiteren möglichen Neuzugängen, mit denen Gespräche geführt werden.

dpa