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Ebola-Epidemie: Japan stellt Test-Medikament zur Verfügung

Hoffnung im Kampf gegen Ebola: Japan bietet an, ein noch nicht freigegebenes Medikament zur Verfügung zu stellen. Zuletzt gab es neue Fälle im Kongo; ein infizierter Brite wird in London behandelt.

In der liberianischen Hauptstadt Monrovia bereiten Mitarbeiter der "Ärzte ohne Grenzen" ein Isolationscamp vor

In der liberianischen Hauptstadt Monrovia bereiten Mitarbeiter der "Ärzte ohne Grenzen" ein Isolationscamp vor

Japans Regierung hat angeboten, ein noch nicht genehmigtes Medikament gegen die Ebola-Seuche zur Verfügung zu stellen. Dies sei unter bestimmten Bedingungen möglich, auch wenn die Weltgesundheitsorganisation WHO noch keine entsprechende Anfrage gestellt habe, sagte ein Regierungssprecher in Tokio am Montag. Japan sei bereit zur Zusammenarbeit mit der WHO und wolle einen internationalen Beitrag leisten. Im Notfall könnten Ärzte das unter der Bezeichnung T-705 geführte Medikament anfordern, selbst wenn die WHO noch keine Entscheidung gefällt habe, sagte der Sprecher.

Bei T-705 handelt es sich um das Grippemittel favipiravir. Der japanische Konzern Fujifilm Holdings und sein US-Partner MediVector verhandeln mit der US-Medikamentenaufsicht darüber, die Arznei auch zur Anwendung gegen Ebola zuzulassen.

Nach WHO-Angaben sind seit März in Westafrika mindestens 1427 Menschen an Ebola gestorben. Am stärksten betroffen sind Sierra Leone, Liberia und Guinea. Auch in der Demokratischen Republik Kongo wurden Ebola-Fälle bestätigt. Tests hätten eindeutig bestätigt, dass es in der Provinz Equateur Ebola gebe, sagte Gesundheitsminister Félix Kabange Numbi. Zuvor hatten die Behörden von 13 Toten berichtet, die binnen zehn Tagen an einer unbekannten Fiebererkrankung gestorben waren.

Ebola-Informationsgrafik der Weltgesundheitsorganisation

Ebola-Informationsgrafik der Weltgesundheitsorganisation

Britischer Patient wird in London behandelt

Unterdessen wird der erste britische Ebola-Patient seit Montagmorgen in einer Klinik in London behandelt. Der 29-jährige Gesundheitshelfer hatte sich bei einem Einsatz in dem westafrikanischen Land Sierra Leone infiziert. Er wurde in der Nacht zum Montag mit einer speziell für Seuchenfälle ausgestatteten Maschine der britischen Luftwaffe nach London gebracht, wie der Sender BBC berichtet. Der Krankentransport zum Royal Free Hospital im Londoner Viertel Hampstead wurde von einer Polizeieskorte begleitet.

Der stellvertretende Chef des medizinischen Dienstes für England, John Watson, sagte, das Risiko einer Verbreitung von Ebola in Großbritannien sei sehr niedrig. Dies entspricht der Auffassung der WHO, die mit einem Statement via Twitter erneut zu beruhigen versuchte. Die Weltgesundheitsorganisation hatte zuvor bekanntgegeben, dass sich einer ihrer Helfer in Westafrika mit dem lebensgefährlichen Virus infiziert hat.

dho/tis/DPA / DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.