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"Bares für Rares" Für 50 Mark gekauft: Gemälde bringt sagenhafte 7200 Prozent Gewinn

Helena Schall steht im Studio von Bares für Rares in Pulheim und lacht in die Kamera
Helena Schall aus Hamburg kommt mit einem Gemälde zu "Bares für Rares". Das war ein Glücksgriff.
© ZDF
Bei "Bares für Rares" entpuppt sich ein Gemälde als Glücksgriff. Für 50 D-Mark gekauft, ist es heute das Vielfache wert.

Dieses Kunstwerk hing jahrelang im Wohnzimmer: Helena Schall aus Hamburg kommt mit einem Gemälde zu "Bares für Rares". "Das hat meine Mutter unserer Nachbarin vor 20 Jahren für 50 D-Mark abgekauft", sagt die 33-Jährige in der ZDF-Trödelshow zu Horst Lichter. Der Moderator guckt ungläubig. Denn Lichter ahnt bereits: Dieses Gemälde ist viel, viel mehr wert.

"Bares für Rares"-Experte Albert Maier kennt die Geschichte zu dem Kunstwerk sehr genau. In Auftrag geben habe es der Hamburger Unternehmer Herbert Thörl, der von den Nazis verfolgt und ins KZ gesteckt wurde. Dargestellt sei seine Tochter Anneliese, die ebenfalls im KZ war. Gemalt wurde das Auftragswerk 1943 von Albert Aereboe, einem Vertreter der neuen Sachlichkeit. "Er stand Otto Dix in nichts nach", sagt Maier. "Er war gut, sogar sehr gut."

"Bares für Rares"-Experte übertrifft Erwartungen

Stolze 2000 Euro hätte Besitzerin Schall gerne für das Gemälde. Und damit das 80-fache des ursprünglichen Kaufpreises. Doch Experte Maier liegt sogar darüber. Da selbst der Rahmen original sei und Aereboe ein gefragter Maler, liegt sein Schätzpreis bei 3000 bis 3500 Euro. Eine große Überraschung. "Ich denke, die Händler haben ordentlich Kohle dabei", glaubt Horst Lichter. Doch sind sie bereit, so viel Geld zu bezahlen?

"Sehr tolles Gemälde", sagt Christian Vechtel. Doch David Suppes kommt ihm mit einem Startgebot von 500 Euro zuvor. Der Preis steigt, wenn auch nur langsam. Bei 700 Euro wähnt sich Walter "Waldi" Lehnertz schon am Ziel. "Da hast du doch gut Geld verdient", meint er zur Verkäuferin, die den Kaufpreis von 50 Mark verraten hatte. Doch sie pokert. "Unter 1800 Euro gebe ich es nicht her", verhandelt sie knallhart. Suppes legt nach und ist bereit, 1800 Euro zu zahlen.

Ein guter Deal für beide Seiten. Stolze 7200 Prozent hat Schall an dem Gemälde verdient. "Das Geld werde ich in Urlaub stecken, sobald es wieder geht."

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Quelle: "Bares für Rares" vom 10. August 2021. Neue Folgen der Trödelshow mit Horst Lichter gibt es von Montag bis Freitag um 15.05 Uhr im ZDF und vorab in der Mediathek zu sehen.

mai

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