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einkaufen im supermarkt Griechenland führt "Haushaltskorb" ein – wie teure Lebensmittel günstiger werden sollen

Eine Frau steht vor einem Supermarktregal in Griechenland
Eine Frau steht vor einem Supermarktregal in Griechenland (Symbolbild)
© Xinhua / Imago Images
Die teuren Lebensmittelpreise stellen viele Menschen vor eine zunehmende Herausforderung. Griechenland hat deshalb einen "Haushaltskorb" eingeführt, der die Preise im Supermarkt deckeln soll. Bürgerinnen und Bürger sollen regelmäßig variierende Produkte zum reduzierten Preis einkaufen können.

Wie in Deutschland haben sich auch in anderen Ländern, etwa in Griechenland, sämtliche Preise wegen der hohen Inflationsrate verteuert. Nach den Energiepreisen haben sich Lebensmittel, Alkohol und Tabakwaren im Vergleich zum Vorjahresmonat am stärksten verteuert (13,1 Prozent), wie das Statistikamt Eurostat am Montag mitteilte.

Dem will die griechische Regierung nun entgegenwirken. Seit dem heutigen Mittwoch (2. November) senken die großen Supermarktketten im Land die Preise ausgewählter Produkte. In Abstimmung mit dem Ministerium für Entwicklung und Investitionen sollen Bürgerinnen und Bürger wöchentlich wechselnde Grundnahrungsmittel sowie Hygieneartikel zu reduzierten Preisen einkaufen können. Konkret geht es um gut 50 Produktkategorien, darunter Grundnahrungsmittel wie Reis, Nudeln und Brot, aber auch Toilettenpapier und Hygieneartikel. Das Angebot wechselt wöchentlich, sodass durchaus regelmäßig andere Produkte günstiger erhältlich sein sollen.

Die 13 teilnehmenden Supermarktketten entscheiden jeweils selbst über die Auswahl der Produkte und deren Preisgestaltung. Die reduzierten Preise sowie die konkreten Produkte der einzelnen Supermärkte können sich daher durchaus von einander unterscheiden.

Griechenland: Supermarkt-Preise lassen sich online vergleichen

Die Preisreduzierung muss sowohl an den Verkaufsregalen wie auch in den Werbeprospekten der Supermarktfilialen mit einem speziellen Label kenntlich gemacht werden. Außerdem lassen sich die "Haushaltskörbe" der jeweiligen Supermärkte auf einer eingerichteten Webseite aufrufen. Zu sehen ist dabei der aktuelle Preis bestimmter Produkte, der für eine Woche gilt. So lassen sich diverse Produkte aufrufen und gezielt die zu dem Zeitpunkt geltenden Preise bei den einzelnen Supermärkten untereinander vergleichen. Auch die Preisentwicklung von Produkten in der vergangenen Woche ist ersichtlich.

Der Minister für Entwicklung und Investitionen Adonis Georgiadis erklärte: "Der Haushaltskorb wurde für den Mitbürger gemacht, der nicht über den Monat kommt. Wir wenden uns ihm mit Respekt, Sorgfalt und Einfühlungsvermögen zu und sagen ihm: 'Der Staat arbeitet daran, eine Lösung für deine Probleme zu finden'."

Die Inflation in der Eurozone stieg zuletzt im Oktober mit 10,7 Prozent auf einen Rekordwert – von 9,9 Prozent im September. Dabei lag die Inflationsrate in Griechenland im vergangenen Monat bei 9,8 Prozent. In Deutschland betrug sie zuletzt 11,6 Prozent.

Quellen: APE MPE, e-katanalotisEurostat

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