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Vergnügungspark San Diego: Sea-World-Orca "Kasatka" stirbt nach fast 40 Jahren Gefangenschaft

Mit zwei Jahren wurde Kasatka vor Island gefangen und in den Sea-World-Park nach Kalifornien gebracht. Nun wurde der berühmte Orca-Wal eingeschläfert. Das lässt erneut auf die umstrittenen Lebensbedingungen in den Freizeitparks blicken. 

Der Orca-Wal "Kasatka" während einer Show im SeaWorld-Park in San Diego, Kalifornien

Sechs Kälber brachte Orca "Kasatka" im Rahmen eines Zuchtprogramms im SeaWorld-Park in San Diego, Kalifornien, zur Welt

Mit 41 Jahren ist der berühmte Orca Kasatka im kalifornischen SeaWorld-Park in San Diego gestorben, nachdem er fast sein ganzes Leben in Gefangenschaft verbrachte. Wie die Betreiber des Freizeitparks am Mittwoch mitteilten, litt das Tier seit langem an einer bakteriellen Lungen-Infektion. Der Schwertwal sei am Dienstagabend eingeschläfert worden.

Der Orca war 1978 vor Island gefangen und nach Kalifornien gebracht worden. Dort brachte das Tier sechs Kälber zur Welt. Nach Angaben von SeaWorld befinden sich jetzt noch 21 Orcas in den drei Anlagen in San Diego, Orlando (Florida) und San Antonio (Texas).

Tierschützer setzen SeaWorld unter Druck

Im vergangenen Monat war in San Antonio ein drei Monate altes Kalb an einer Lungenentzündung gestorben. Es war der letzte Orca, der im Rahmen von SeaWorlds umstrittenen Zuchtprogramm geboren wurde. Im Januar 2017 starb Orca Tilikum an einer bakteriellen Infektion in Orlando. 2010 hatte er seine Trainerin bei einer Vorführung tödlich verletzt.

Tierschützer kritisieren seit Jahren die schlechten Lebensbedingungen der Schwertwale in den SeaWorld-Parks. Besondere Aufmerksamkeit erfuhr das Thema durch die Dokumentation "Blackfish" (2013). SeaWorld kündigte im vergangenen Jahr an, sein Zuchtprogramm zu beenden. Der aktuell in den Parks gehaltenen Schwertwal-Generation soll keine weitere mehr folgen.

sve / DPA