Schüsse
Attentatsversuch bei Trump-Dinner: Angeklagter weist Schuld von sich

Der mutmaßliche Schütze wurde von Sicherheitskräften überwältigt
Der mutmaßliche Schütze wurde von Sicherheitskräften überwältigt
© official/UPI Photo / Imago Images

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Nach dem Angriff auf das Gala-Dinner mit US-Präsident Trump droht dem Verdächtigen eine jahrzehntelange Haftstrafe. Jetzt haben seine Verteidiger vor Gericht Stellung bezogen.

Gut zwei Wochen nach den Schüssen am Rande des Korrespondenten-Dinners mit US-Präsident Donald Trump hat der mutmaßliche Täter die Schuld von sich gewiesen. Ein Verteidiger des 31-jährigen Cole Tomas A. habe vor einem Bundesgericht in allen Anklagepunkten auf nicht schuldig plädiert, berichteten mehrere US-Medien übereinstimmend. Nähere Angaben zur Begründung gab es zunächst nicht. Allen wird unter anderem die versuchte Ermordung des Präsidenten zur Last gelegt. Dem Verdächtigen aus Kalifornien droht eine lebenslange Haftstrafe.

Nach Angaben der Ermittler soll der Tatverdächtige am 25. April in das Hilton-Hotel in der Hauptstadt Washington eingedrungen sein, als dort Trump, Regierungsmitglieder und zahlreiche Journalisten beim jährlichen Abendessen der Korrespondentenvereinigung des Weißen Hauses versammelt waren. Der schwer bewaffnete Mann erreichte den Ballsaal des Dinners allerdings nicht. Ein Beamter der Sicherheitsbehörden wurde dabei angeschossen, wegen seiner Schutzweste aber nicht schwerer verletzt. Die Sicherheitsbeamten nahmen den Mann nach einem Schusswechsel fest.

Mutmaßlicher Trump-Attentäter: mehrere Anklagepunkte

Trump und seine Frau Melania waren während des Vorfalls von Sicherheitskräften abgeschirmt und in Sicherheit gebracht worden. Auch Vizepräsident J. D. Vance und alle anderen Gäste der Veranstaltung blieben unversehrt.

Neben dem versuchten Attentat auf den Präsidenten wird dem Angeklagten vorgeworfen, einen Bundesbeamten mit einer tödlichen Waffe angegriffen zu haben, der Transport von Schusswaffen und Munition mit dem Ziel, eine Straftat zu begehen, sowie das Benutzen, Tragen, Zeigen und Abfeuern einer Schusswaffe während eines Gewaltverbrechens. A. hat sich nach Angaben der Justiz bislang nicht selbst zu den Vorwürfen geäußert. Er soll am 29. Juni erneut zu einer Anhörung vor Gericht erscheinen.

Trump war in den vergangenen zwei Jahren zwei Attentatsversuchen entgangen: Im Juli 2024 schoss ein Mann während einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Pennsylvania auf ihn, die Kugel streifte den damaligen Präsidentschaftskandidaten am Ohr. Im September 2024 wollte ein Mann Trump in Florida beim Golfspielen erschießen. Er wurde gefasst und Anfang Februar zu lebenslanger Haft verurteilt.

AFP · DPA
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