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Mode-Fauxpas bei Mango Ups, ein Nazi-Symbol!


Blitz oder Rune? Die Modekette Mango verkauft ein Hemd, dessen Aufdruck erschreckend an ein Zeichen der Nazis erinnert. Mango ist nicht der erste Modehersteller, der sich so einen Fauxpas erlaubt.

Ein misslungener Druck auf einem weißen Hemd beschert der Modekette Mango gerade viel Kritik, Spott und Hohn bei Twitter und Facebook. "Hemd mit Blitzmuster", heißt der Artikel im Online-Shop. Aber die schwarzen Striche erinnern viele an die Siegrune, ein unter Hitler von den Nazis verwendetes Zeichen, das rechtsextreme Gruppen weltweit nutzen. Martin Sonneborn, Satiriker und Vorsitzender der Partei "Die Partei", hat ein Bild des Hemds auf seiner #Link;https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10205101169599321&set=a.1680919553280.2090142.1546310408&type=1;Facebook-Seite kommentiert#: "Wieso hat Mango dieses Modell eigentlich nur für Damen - es gibt doch auch männliche Nazis…?" Die Kommentare darunter sind voller Spott über die Unachtsamkeit des Unternehmens.

Zwei scharfkantig gezeichnete, an den Buchstaben "S" angelehnte Siegrunen waren das Zeichen der SS, der bewaffneten "Schutzstaffel" der Hitler-Partei NSDAP. Sie zählen zu den durch Paragraph 86a des Strafgesetzbuchs in Deutschland verbotenen Zeichen. Auch eine einzelne Rune wurde von den Nationalsozialisten verwendet. Das Deutsche Jugendvolk, eine Untergruppe der Hitlerjugend für zehn bis 14 Jahre alte Jungen, trug sie als Erkennungszeichen. Auch die schon seit 1983 verbotene "Aktionsfront Nationaler Sozialisten/Nationale Aktivisten (ANS/NA)" nutze die Siegrune in leicht veränderter Form.

Bei Twitter und Facebook äußern sich Nutzer teils hämisch, teils angewidert über das Hemd von Mango. Einige diskutieren darüber, wie stark die Ähnlichkeit zum Nazi-Symobol ist, andere machen ihrer Wut mit hämischen Kommentaren Luft und fordern das Unternehmen auf, den Aufdruck zu überdenken.

Im vergangenen Jahr hatte Mango in Frankreich schon ein Mal heftige Reaktionen ausgelöst, als das Unternehmen Armschmuck in der Artikelbeschreibung als "Sklavenarmreif" beschrieb.

Auch Zara lag mehrfach daneben

Andere Modehäuser wecken ebenfalls immer wieder mit unglücklich gewählten Designs Rassismus- und Antisemitismusvorwürfe. In den vergangenen Monaten hatten mehrmals Kleidungsstücke des spanischen Label Zara heftige Kritik ausgelöst. Im August bot die Kette kurzzeitig ein Kinder-T-Shirt dass an die Kleidung von KZ-Häftlingen erinnert an und im September eine Handtasche mit einem Hakenkreuz darauf.

Beide Artikel hatte der Konzern erst nach Nutzerbeschwerden aus dem Sortiment genommen und sich mit der Begründung entschuldigt, die Ähnlichkeit sei unabsichtlich und ein bedauerliches Versehen.

haw

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