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News von heute Durchsuchungen bei 73 Beschuldigten wegen Kinderpornografie in NRW

Nordrhein-Westfalen: Ein Polizist steht im Rahmen einer Razzia an einem Polizeifahrzeug
Nordrhein-Westfalen: Ein Polizist steht im Rahmen einer Razzia an einem Polizeifahrzeug
© Markus Klümper / DPA
Sicherheitslücke bei Microsoft: offenbar Zehntausende E-Mail-Server gehackt +++ Studie: Frauenanteil in Führungspositionen geht zurück +++ Demonstrationen in Myanmar nach Aufruf zum Generalstreik +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Durchsuchungen bei 73 Beschuldigten wegen Kinderpornografie in NRW

Nach Hinweisen aus den USA hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen wegen Kinderpornografieverdachts landesweit Durchsuchungsbeschlüsse gegen 73 Beschuldigte vollstreckt. Dabei wurde in den vergangenen eineinhalb Wochen 54 Objekte in 40 Städten durchsucht, wie die Staatsanwaltschaft Köln mitteilte. Die Beschuldigten sollen demnach sich beziehungsweise anderen kinderpornografische Inhalte vor allem über soziale Netzwerke verschafft haben. Haftbefehle wurden nicht vollstreckt.

Die aktuellen Ermittlungen stehen nicht im Zusammenhang mit den Missbrauchskomplexen Bergisch Gladbach und Münster, wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte. Sie beruhen vielmehr überwiegend auf Mitteilungen des National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC) – einer Organisation aus den USA, die Hinweise im Zusammenhang mit Straftaten an Kindern entgegennimmt und zuständigen Behörden in den USA und im Ausland weiterleitet. Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Beamten bis zum Montag 440 Datenträger. Einzelne Beschuldigte legten nach Angaben der Strafverfolger bereits Geständnisse ab. 

+++ Die aktuellen Meldungen zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier. +++

Die News von heute im stern-Ticker:

+++ 21.28 Uhr: Mindestens 98 Tote bei Explosionen in Äquatorialguinea +++

Mindestens 98 Menschen sind bei schweren Explosionen in einer Militärkaserne im westafrikanischen Staat Äquatorialguinea ums Leben gekommen. Dies teilten die Gesundheitsbehörden in einer neuen Bilanz mit. Zuvor war von mindestens 31 Todesopfern die Rede gewesen. Bei dem Unglück, das sich am Sonntagnachmittag in der Stadt Bata ereignete, habe es außerdem 615 Verletzte gegeben. Davon würden noch 299 in Kliniken behandelt, hieß es. Als Ursache hatte der Staatspräsident Teodoro Obiang bereits am Sonntag "Fahrlässigkeit und Unachtsamkeit" genannt. Zum Hergang teilte Obiang mit, Dynamit- und Sprengstoffdepots seien in Brand geraten, "als Nachbarn in nahe gelegenen Farmen Feuer zündeten".

Unter den Opfern waren nach Medienberichten sowohl Soldaten als auch Zivilisten. Auf Bildern und Videos, die auf Twitter verbreitet wurden, waren am Sonntag nach den Explosionen eine hohe Rauchsäule und fliehende Menschen zu sehen. Das Online-Portal Real Equatorial Guinea berichtete von schweren Zerstörungen und Panik. Die Druckwellen seien auch in vielen weit entlegenen Gebäuden gespürt worden. 

+++ 20.31 Uhr: Oberstes Gericht hebt Urteile gegen Brasiliens Ex-Staatschef Lula auf +++

Brasiliens Oberstes Gericht hat die Korruptions-Urteile gegen den ehemaligen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva aufgehoben. Richter Edson Fachin kassierte alle vier Verurteilungen gegen den 75-Jährigen, der damit möglicherweise bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr antreten könnte. Die Fälle müssen nun von einem Bundesgericht neu aufgerollt werden.

+++ 19.48 Uhr: Ken Follet spendet Tantiemen aus seinem Buch "Notre-Dame" für Wiederaufbau einer Kathedrale +++

Der britische Bestsellerautor Ken Follett wird die Tantiemen aus seinem Buch "Notre-Dame" für die Restaurierung einer gotischen Kathedrale in Frankreich spenden. Da es für den Teil-Wiederaufbau der bei einem Brand schwer beschädigten Pariser Kathedrale genügend Geld gebe, sollen die rund 150.000 Euro in die Restaurierung der Kathedrale Saint-Samson in Dol-de-Bretagne fließen, teilte die Kulturerbe-Stiftung Fondation du Patrimoine, die das Geld verwaltet, mit. In dem kurzen Buch "Notre-Dame" erzählt der 71-jährige Schriftsteller die Geschichte der berühmten Pariser Kathedrale und beschreibt seine eigenen Gefühle, als sie vor bald zwei Jahren in Flammen stand.

+++ 19.38 Uhr: Auswahl der Geschworenen im George-Floyd-Prozess verzögert sich +++

Im US-Prozess gegen einen weißen Ex-Polizisten wegen des gewaltsamen Todes von George Floyd hat sich die Auswahl der Geschworenen verzögert. Vor dem Gericht in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota sorgte zunächst die Frage eines möglichen dritten Anklagepunktes gegen den entlassenen Polizisten Derek Chauvin für Verwirrung. Die Auswahl der zwölfköpfigen Jury dürfte deswegen frühestens am Dienstag beginnen.

+++ 16.23 Uhr: Drei junge Männer sollen Elfjährige im Landkreis Göppingen vergewaltigt haben +++

Drei junge Männer sollen in einer Gemeinde im baden-württembergischen Landkreis Göppingen ein elfjähriges Mädchen vergewaltigt haben. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Ulm mitteilten, wurde das Kind am späten Donnerstagnachmittag in eine Wohnung gelockt. Dort sollen sich die drei Männer im Alter von 18 und 19 Jahren am dem Mädchen vergangen haben.

Den Ermittlungen zufolge soll die Elfjährige nach der Tat geflohen sein. Sie wandte sich an vorbeifahrende Streifenbeamte, die sofort Ermittlungen aufnahmen. Der 19-jährige Tatverdächtige wurde kurz danach in der Nähe der Wohnung festgenommen, die beiden 18-jährigen mutmaßlichen Täter in der Wohnung. Alle drei wurden am Freitag einer Haftrichterin vorgeführt und sitzen nun in Untersuchungshaft.

+++ 15.50 Uhr: Polizei ermittelt nach Tod von drei Monate altem Baby in Niedersachsen +++

In Niedersachsen ermittelt die Polizei nach dem Tod eines schwer verletzten Säuglings. Wie die Polizei in Cloppenburg mitteilte, wurde das drei Monate alte Mädchen bereits am vergangenen Mittwoch in ein Krankenhaus eingeliefert. Dort starb es am Samstag. Die Beamten prüfen, ob ein Verbrechen vorliegt. Dem Obduktionsergebnis zufolge könne nicht ausgeschlossen werden, das der Tod des Säuglings aus der Gemeinde Emstek "schuldhaft herbeigeführt" worden sei, hieß es. Die Ermittlungen konzentrierten sich "derzeit auf das nähere familiäre Umfeld". Die Polizei hatte ihre Arbeit bereits nach der Einlieferung des verletzten Babys in die Klinik aufgenommen. Weitere Details nannten die Beamten nicht.

+++ 15.08 Uhr: Löbel tritt wegen Maskenaffäre aus CDU aus +++

Der wegen Geschäften mit Corona-Masken in die Kritik geratene Politiker Nikolas Löbel ist aus der CDU ausgetreten. Das berichtete die Rhein-Neckar-Zeitung unter Berufung auf Parteikreise. Claudius Kranz, der Fraktionschef der CDU im Mannheimer Gemeinderat, sowie Löbels Wahlkreisbüro bestätigten der Deutschen Presse-Agentur den Parteiaustritt. Zuvor hatte Löbel erklärt, wegen der Maskenaffäre sein Bundestagsmandat sofort niederzulegen.

+++ 14.53 Uhr: Linke wirft Union Unglaubwürdigkeit beim Umgang mit Korruptionsaffären vor +++

Die Linke hat der Union Unglaubwürdigkeit beim Umgang mit Korruption in den eigenen Reihen vorgeworfen. Die Entrüstung über die Vorgänge um die Abgeordneten Georg Nüßlein und Nikolas Löbel sei "scheinheilig", sagte Parteichefin Janine Wissler in Berlin. Sie verwies drauf, dass der wegen einer Lobby-Affäre in die Kritik geratene CDU-Abgeordnete Phillip Amthor zum Spitzenkandidaten der CDU in Mecklenburg-Vorpommern für die Bundestagswahl gewählt worden sei.

Dies mache das Eintreten der Unionsspitze gegen Korruption "vollkommen unglaubwürdig", kritisierte Wissler. Sie erinnerte auch daran, dass die Union im Bundestag sich lange gegen das Lobbyregister gewehrt habe, auf das sich Union und SPD kürzlich geeinigt haben. "An den Taten wird man sie erkennen", sagte Wissler. "Es reicht nicht, Krokodilstränen zu vergießen." Löbel hat wegen der Annahme einer Provision für die Vermittlung von Geschäften mit Corona-Schutzmasken inzwischen sein Mandat niedergelegt.

+++ 14.46 Uhr: Landesweite Razzien in NRW nach Hinweisen aus den USA auf Kinderpornografie +++

Nach Hinweisen aus den USA hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen wegen Kinderpornografieverdachts landesweit Durchsuchungsbeschlüsse gegen 73 Beschuldigte vollstreckt. Dabei wurde in den vergangenen eineinhalb Wochen 54 Objekte in 40 Städten durchsucht, wie die Staatsanwaltschaft Köln mitteilte. Die Beschuldigten sollen demnach sich beziehungsweise anderen kinderpornografische Inhalte vor allem über soziale Netzwerke verschafft haben. Haftbefehle wurden nicht vollstreckt.

Die aktuellen Ermittlungen stehen nicht im Zusammenhang mit den Missbrauchskomplexen Bergisch Gladbach und Münster, wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte. Sie beruhen vielmehr überwiegend auf Mitteilungen des National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC) – einer Organisation aus den USA, die Hinweise im Zusammenhang mit Straftaten an Kindern entgegennimmt und zuständigen Behörden in den USA und im Ausland weiterleitet. Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Beamten bis zum Montag 440 Datenträger. Einzelne Beschuldigte legten nach Angaben der Strafverfolger bereits Geständnisse ab. 

+++ 14.40 Uhr: Gewerkschaften begrüßen Plan für Zwölf-Euro-Mindestlohn +++

Die Absicht von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz und Arbeitsminister Hubertus Heil, den Mindestlohn schon bis 2022 auf zwölf Euro je Stunde anzuheben, trifft bei den Gewerkschaften auf Zuspruch. "Wir fordern seit langem einen armutsfesten Mindestlohn von zwölf Euro je Zeitstunde als unterste Haltelinie. Darunter darf in Deutschland nichts gehen", sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). Der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Michael Vassiliadis, nannte die Forderungen von Scholz und Heil "überfällig". "Zu lange hat die Politik dabei zugesehen, wie tariffreie Zonen ausgeufert und Heerscharen von Arbeitgebern aus der gesellschaftlichen Verantwortung geflüchtet sind", erklärte der Gewerkschafter. Aktuell liegt der Mindestlohn bei 9,50 Euro. Zum 1. Juli steigt er auf 9,60 Euro, zum 1. Januar 2022 auf 9,82 Euro und zum 1. Juli 2022 auf 10,45 Euro.

+++ 14.14 Uhr: Weltstrafgericht – 30 Millionen Entschädigung für Opfer im Kongo +++

Das Weltstrafgericht hat Opfern schwerer Kriegsverbrechen im Kongo Entschädigungen in Höhe von 30 Millionen US-Dollar zugesprochen. Ehemalige Kindersoldaten und Opfer sexueller Gewalt des verurteilten ehemaligen Milizenführers Bosco Ntaganda, 47, hätten Recht auf Schadenersatz, entschied der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag. Es ist die bisher höchste Summe, die das Gericht Opfern zugesprochen hatte. Ntaganda sei aber mittellos, stellte das Gericht fest. Daher soll die Entschädigung aufgebracht werden vom Trust-Fund für Opfer. Der Fonds war von den Vertragsstaaten des Gerichts eingerichtet worden, um Opfer von Kriegsverbrechen zu unterstützen.

+++ 13.25 Uhr: Onkel von George Floyd glaubt nicht an ein gerechtes Urteil +++

Zum Prozessauftakt um den Tod von George Floyd hat dessen Onkel Zweifel an der "Gerechtigkeit" in dem Verfahren geäußert. "Natürlich möchte ich, dass er schuldig gesprochen wird", sagte Selwyn Jones mit Blick auf den weißen Ex-Polizisten Derek Chauvin, der dem Afroamerikaner Floyd minutenlang das Knie auf den Nacken gedrückt hatte. Doch "mit technischen Fragen" könne das System manipuliert werden. "Das haben wir in der Vergangenheit schon oft gesehen", sagte der 55-Jährige der Nachrichtenagentur AFP. Chauvin hatte dem 46-jährigen Floyd im vergangenen Mai in Minneapolis rund neun Minuten lang das Knie in den Nacken gedrückt, obwohl dieser mehr als 20 Mal klagte, er bekomme keine Luft. Ihm wird in dem in Minneapolis stattfindenden Verfahren unter anderem "Mord zweiten Grades" zur Last gelegt. Das entspricht einem Totschlag in einem besonders schwerem Fall und kann mit bis zu 40 Jahren Gefängnis bestraft werden. Floyds Tod Ende Mai 2020 hatte schwere Proteste gegen Polizeigewalt gegen Schwarze ausgelöst.

+++ 12.46 Uhr: Kind mit nach Syrien genommen - Frau zu Gefängnis verurteilt +++

Einem Bericht des schwedischen Fernsehens SVT zufolge hatte sie dem Vater des Kindes gesagt, sie wolle in der Türkei Urlaub machen. Tatsächlich aber reiste sie laut Anklage 2014 nach Syrien, um sich der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) anzuschließen. Der Vater sah sein Kind erst nach sechs Jahren wieder.

+++ 12.08 Uhr: Neu entstehendes jüdisches Museum mit Pyramide gekrönt +++

Ein Meilenstein für den Bau des jüdischen Museums MiQua in Köln: Am Montag wurde dem Stahltragwerk die erste von 15 Dach-Pyramiden aufgesetzt - damit ist der erste Bauabschnitt abgeschlossen. Vertreter der Stadt Köln sprachen von „einer der derzeit spannendsten Baustellen bundesweit“. Im Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ könne das Interesse an dem Projekt kaum größer sein.

+++ 11.31 Uhr: Nach Greta Thunberg benannte Spinne - 25 neue Arten beschrieben

Eine nach der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg benannte Spinnengruppe ist vielfältiger als zunächst angenommen. Über inzwischen 25 nachgewiesene Thunberga-Arten berichtet der Frankfurter Arachnologe Peter Jäger im Fachjournal „Arachnology“. Er hatte vor etwa einem halben Jahr die auf Madagaskar heimische Spinnengattung nach der jungen Aktivistin benannt.

+++ 10.29 Uhr: Mutmaßlicher Unterstützer der Pariser Attentäter in Italien festgenommen +++

Mehr als fünf Jahre nach den Anschlägen von Paris hat die italienische Polizei einen weiteren mutmaßlichen Unterstützer der Attentäter festgenommen. Gegen den Verdächtigen, einen 36-jährigen Algerier, sei ein Verfahren eingeleitet worden, teilte die Polizei in der Stadt Bari mit. Der mutmaßliche Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) habe die Attentäter mit "gefälschten Dokumenten" versorgt.

+++ 10.10 Uhr: Wieder Tote bei Massenprotesten in Myanmar +++

In Myanmar haben Sicherheitskräfte am Montag wieder mit scharfer Munition auf Demonstranten geschossen. In Myitkyina im nördlichen Bundesstaat Kachin seien mindestens zwei Männer getötet worden, mindestens drei weitere seien schwer verletzt worden, sagte ein Augenzeuge der Deutschen Presse-Agentur. Auf Fotos in sozialen Netzwerken war der leblose Körper eines Opfers zu sehen. "Wir waren etwa 400 Leute, als das Militär plötzlich geschossen hat", erklärte der Aktivist Kyaw Zin Oo. Die Opfer seien vor einer katholischen Kirche ums Leben gekommen.

+++ 09.58 Uhr: Sieben Menschen sterben bei Autounfall in Russland +++

Beim Unfall eines überfüllten Autos sind im Süden Russlands sieben Menschen ums Leben gekommen. Der Wagen kam nahe der Stadt Samara an der Wolga auf die Gegenfahrbahn und stieß dort mit einem Lastwagen zusammen, wie die Behörden mitteilten. Alle sieben Insassen in dem Auto seien an ihren schweren Verletzungen gestorben. Dabei soll es sich Medienberichten zufolge um junge Menschen gehandelt haben. Weshalb der Fahrer auf die andere Fahrbahn fuhr, war zunächst unklar. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt.

+++ 9.56 Uhr: Giffey fordert mehr Anstrengungen für Gleichberechtigung +++

Bundesfrauenministerin Franziska Giffey (SPD) hat anlässlich des Weltfrauentags gefordert, die Anstrengungen für Gleichberechtigung zu verstärken. Die Corona-Pandemie habe bereits bestehende Ungleichheiten noch einmal verstärkt, gerade im Beruf, sagte Giffey im Bayerischen Rundfunk. "Wenn einer zuhause bleiben muss, wägt die Familie ab - dann tritt eher der mit dem geringeren Einkommen zurück." Das seien meistens die Frauen, "das ist das Problem".

+++ 9.44 Uhr: Herzogin Meghan - Haben kein Geld für Interview erhalten ++++

Herzogin Meghan (39) und Prinz Harry haben eigenen Angaben zufolge kein Geld für das Interview erhalten, das sie der US-Talkmasterin Oprah Winfrey gegeben haben. In dem Gespräch, das am Sonntag (Ortszeit) im US-Sender CBS ausgestrahlt wurde, erhob das Paar schwere Vorwürfe gegen die britische Königsfamilie. Der Herzog und die Herzogin von Sussex hatten sich vor etwas mehr als einem Jahr aus dem engeren Kreis des Königshauses verabschiedet, um finanziell unabhängig zu werden. Seitdem haben sie verschiedene Verträge, unter anderem mit den Streamingdiensten Netflix und Spotify geschlossen. Er erhalte seitdem kein Geld vom Palast mehr, so Harry. Er habe aber noch Mittel aus dem Vermächtnis seiner Mutter, Prinzessin Diana, zu Verfügung.

+++ 09.15 Uhr: Lindner will Sonderermittler Maskenaffäre aufklären lassen +++

FDP-Chef Christian Lindner hat die Einrichtung eines Sonderermittlers ins Gespräch gebracht, um die Affäre um Provisionen von Bundestagsabgeordneten bei der Beschaffung von Corona-Schutzmasken aufzuklären. Man müsse auch schauen, was "auf der anderen Seite des Beschaffungsprozesses, also in den Ministerien passiert ist“, sagte Lindner am Montag in der Sendung „Frühstart“ von RTL/n-tv. "Sicherlich wäre die CDU/CSU gut beraten, einen Sonderermittler zu fordern, der mit besonderen Befugnissen und Akteneinsicht als unabhängige Persönlichkeit hier Transparenz und Klarheit schafft“, betonte Lindner. Ein Sonderermittler könne ganz ohne Vorverurteilung „Licht ins Dunkel“ bringen. Der Vorgang könnte laut Lindner noch „deutlich“ vor der Bundestagswahl abgeschlossen werden. 

+++ 8.50 Uhr: Fünf Tote und fünf Verletzte bei Massaker im Nordosten Kolumbiens +++

Bei einem Massaker im Nordosten Kolumbiens sind fünf Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Das teilte Verteidigungsminister Diego Molano am Sonntag auf Twitter mit. Nach Angaben aus Polizeikreisen ereignete sich der Überfall in der Nacht zum Samstag in einem ländlichen Gebiet der Kommune Ábrego nahe der Grenze zu Venezuela. Die Beweggründe der Täter waren zunächst nicht bekannt.

+++ 8.35 Uhr: Taylor Swift, Billie Eilish und Cardi B treten bei Grammys auf +++

Taylor Swift, Billie Eilish und Cardi B sollen bei der diesjährigen Grammy-Gala auftreten. Die Macher des Musikpreises gaben am Sonntag (Ortszeit) das gesamte Line-Up für die 63. Preisverleihung am 14. März bekannt. Neben den drei Musikerinnen sollen auch die südkoreanischen Chartstürmer BTS, Sänger Post Malone und Rapperin Megan Thee Stallion auftreten. Die Künstlerinnen und Künstler würden bei der Show zusammenkommen und dabei genug Abstand halten, hieß es in der Mitteilung. Die Preisverleihung soll demnach live im Internet zu sehen sein. Im Vorprogramm spielt Pianist Igor Levit (ab 18.00 Uhr).

Die Grammys zählen zu den begehrtesten Musikpreisen der Welt. Im November waren die Nominierungen verkündet worden. Ursprünglich sollte die Verleihung Ende Januar stattfinden – wegen der zugespitzten Corona-Lage in Los Angeles wurde sie in den März geschoben.

+++ 8.21 Uhr: Medien – Zehntausende E-Mail-Server wegen Microsoft-Lücke gehackt +++

Wegen einer vor wenigen Tagen bekanntgewordenen Sicherheitslücke sind laut US-Medienberichten weltweit Zehntausende E-Mail-Server von Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen Opfer von Hacker-Attacken geworden. Für die Schwachstelle in Microsofts Software Exchange Server gibt es seit vergangenem Mittwoch zwar ein Sicherheitsupdate. Es muss aber erst von den Kunden selbst installiert werden. Am Freitag ermahnte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Tausende deutsche Unternehmen, die Lücke schnell zu stopfen.

Die Angaben zur Zahl der Betroffenen gingen in den Berichten weit auseinander. Weltweit könne es mehr als 250.000 Opfer geben, schrieb das "Wall Street Journal" am Wochenende unter Berufung auf eine informierte Person. Dem Finanzdienst Bloomberg sagte ein mit den Ermittlungen vertrauter ehemaliger US-Beamter, man wisse von mindestens 60.000 betroffenen E-Mail-Servern. Der gut vernetzte IT-Sicherheitsspezialist Brian Krebs und das Computermagazin "Wired" berichteten von 30.000 gehackten E-Mail-Systemen allein in den USA.

+++ 7.58 Uhr: Mindestens acht Tote bei Feuer in Unterkunft für Migranten im Jemen +++

Bei einem Brand in einer Unterkunft für Migranten im Jemen sind mindestens acht Menschen getötet worden. Unter den Toten in dem Lager in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa seien sowohl Migranten als auch Wächter, erklärte Carmela Godeau, Direktorin der Internationalen Organisation für Migration (IOM) im Nahen Osten und Nordafrika, am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Zudem seien mehr als 170 Menschen verletzt worden, mehr als 90 von ihnen schwer. Es sei zu erwarten, dass die Zahl der Toten steigen werde. Wie es zu dem Feuer kam, war laut Godeau zunächst unklar.

+++ 7.53 Uhr: Rückkehr nach Rom – Papst Franziskus beendet Irak-Reise +++

Nach fast vier Tagen hat Papst Franziskus seine historische Reise in den Irak beendet. Am Montagmorgen (Ortszeit) stieg das Oberhaupt der katholischen Kirche in den Flieger zurück nach Rom. Dort wurde er am frühen Nachmittag erwartet. Franziskus ist der erste Papst, der in den Irak gereist war – ein Besuch, den sich vor allem die Christen im Norden des Landes lange gewünscht hatten.

+++ 7.16 Uhr: Demonstrationen in Myanmar nach Aufruf zum Generalstreik +++

Nach einem Aufruf der Gewerkschaften zum Generalstreik sind in Myanmar die Proteste gegen den Militärputsch fortgesetzt worden. Demonstranten kamen in der Handelsmetropole Yangon und weiteren Städten des Landes zusammen. Anwohner berichteten von massiver Polizei- und Armeepräsenz in den Straßen Yangons. Die Sicherheitskräfte setzten demnach Blendgranaten ein, um die Protestierenden zu zerstreuen. Zuvor hatten 18 Gewerkschaften zum Generalstreik aufgerufen. "Jetzt ist die Zeit, um unsere Demokratie zu verteidigen", hieß es in dem Aufruf. Am Wochenende war in den staatlichen Medien öffentlich Bediensteten mit sofortiger Entlassung gedroht worden, sollten sie nicht an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. Zahlreiche öffentlich Bedienstete boykottieren derzeit aus Protest gegen die Junta die Arbeit. 

News von heute: Durchsuchungen bei 73 Beschuldigten wegen Kinderpornografie in NRW

+++ 6.16 Uhr: USA und Südkorea erzielen Einigung über Verteidigungskosten +++

Nach langen Querelen um den neuen Anteil Südkoreas an den Kosten für die US-Truppenpräsenz im ostasiatischen Land haben beide Seiten eine Grundsatzvereinbarung erzielt. Das teilten beide Länder nach einem Durchbruch mit, der am Sonntag (Ortszeit) in Washington in den Verhandlungen über die Kostenaufteilung erzielt worden war. Südkoreas Regierung werde durch eine rasche Unterzeichnung eines Abkommens "die Lücke schließen, die seit mehr als einem Jahr existierte", kündigte das Außenministerium in Seoul an. Nähere Details wurden zunächst nicht genannt.

+++ 5.35 Uhr: Fall von Polizeigewalt löst in Athen wütende Proteste aus +++

Ein Fall von Polizeigewalt hat in Athen wütende Proteste von Demonstranten ausgelöst. Polizisten und Demonstranten lieferten sich am Sonntagabend in einem südlichen Vorort der griechischen Hauptstadt gewaltsame Auseinandersetzungen, wie die Polizei mitteilte und griechische Medien berichteten. Die Beamten setzten Tränengas ein, um rund 500 Menschen zu vertreiben, die sich aus Protest gegen Polizeigewalt am Platz von Nea Smyrni versammelt hatten.

Am Nachmittag hatte sich ein Video verbreitet, das am selben Ort aufgenommen wurde und einen Polizisten zeigt, wie er mit einem Schlagstock ohne Unterlass auf einen jungen Mann einschlägt. Während die Schreie des Mannes zu hören sind, empören sich Passanten über das Vorgehen des Polizisten.

+++ 5.25 Uhr: Nato-Generalsekretär droht womöglich Niederlage in Kampf um Abschreckungsbudget +++

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg droht mit seinen Bemühungen um eine deutliche Steigerung der Gemeinschaftsausgaben für Abschreckung und Verteidigung zu scheitern. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur haben etliche Alliierte in bündnisinternen Beratungen deutlich gemacht, dass sie nicht bereit sind, weitreichende Vorschläge zu unterstützen. Da die Nato Entscheidungen grundsätzlich nach dem Konsensprinzip trifft, dürfte es demnach keine grundlegende Reform der Finanzierung von Abschreckung und Verteidigung geben. Stoltenberg hatte Mitte Februar im Rahmen seiner Reforminitiative "Nato 2030" vorgeschlagen, die Kosten für Maßnahmen innerhalb des Bündnisgebiets wesentlich stärker zu vergemeinschaften. 

+++ 5 Uhr: Neue E-Patientenakten starten meist noch verhalten +++

Die neuen elektronischen Patientenakten (ePA) stoßen unter den Versicherten großer Krankenkassen meist noch auf eher verhaltenes Interesse. Seit dem Start zu Jahresbeginn wurde die dafür angebotene App bei den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) 4500 Mal aktiviert, wie der AOK-Bundesverband der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mitteilte. Bei der Barmer wurden nach Unternehmensangaben 6800 Apps heruntergeladen und mehr als 2600 aktiviert, bei der DAK-Gesundheit meldeten sich mehrere hundert Versicherte zur Nutzung an. Bei der Techniker Krankenkasse (TK) luden demnach in den ersten zwei Monaten fast 80.000 Nutzer die App herunter und verwendeten sie. Die E-Akte als freiwilliges Angebot für die 73 Millionen gesetzlich Versicherten war am 1. Januar mit einer Testphase gestartet und soll schrittweise mehr Funktionen bekommen.

+++ 4.55 Uhr: Neuer Vorstoß zur Abschaffung der Vorkasse bei Reisen +++

Urlauber sollen künftig beim Buchen von Flügen oder Reisen nicht mehr vorab zu Kasse gebeten werden: Darüber sollen die Verbraucherschutzminister der Länder nach einem Vorstoß des saarländischen Ressortchefs Reinhold Jost (SPD) bei ihrem nächsten Treffen beraten. "100 Prozent Vorkasse geht gar nicht", sagte Jost der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. Er setzt sich für eine deutliche Verringerung der Vorab-Zahlungen ein - und für eine automatische Rückerstattung, wenn die Reise nicht stattfindet. Gerade in der Corona-Pandemie sei das für Verbraucher wichtig. Josts Vorschlag stieß bei Verbraucherschützern auf offenen Ohren. "Das Beste wäre: Das Geld wird genau in dem Moment abgebucht, wenn ich die Reise antrete", sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv),

+++ 4.30 Uhr: Studie – Frauenanteil in Führungspositionen geht leicht zurück +++

Der Anteil von Frauen in den Führungspositionen deutscher Unternehmen hat sich zuletzt etwas verringert. Die Quote liegt derzeit bei 24,6 Prozent, wie aus einer Datenbank-Auswertung hervorgeht, die die Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel veröffentlichte. Im vergangenen Oktober waren es 24,9 Prozent. Für die Analyse aus Anlass des Weltfrauentages am 8. März wertete Crifbürgel 2,5 Millionen Führungspositionen in 1,2 Millionen Unternehmen aus (Stand 5. März). Bei den Positionen handelt es sich um Geschäftsführer, Aufsichtsratsmitglieder und -vorsitzende, geschäftsführende Gesellschafter sowie um Vorstandsmitglieder und –vorsitzende.

+++ 4.30 Uhr: Masken-Affäre – Unionsfraktion prüft weitere Fälle +++

Die Affäre um Profite von Bundestagsabgeordneten bei der Beschaffung von Corona-Schutzmasken setzt die Union kurz vor wichtigen Landtagswahlen schwer unter Druck. Die Abgeordneten Georg Nüßlein (CSU) und Nikolas Löbel (CDU) haben ihren Austritt aus der Unionsfraktion erklärt, wollen ihr Mandat aber behalten, obwohl Partei- und Fraktionsführung den Rückzug verlangen. Beide sollen Provisionen in sechsstelliger Höhe für die Vermittlung von Masken-Geschäften kassiert haben. Fraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) schließt nicht aus, dass es noch mehr solcher Fälle in den eigenen Reihen gibt. "Wir werden die nächsten Tage dazu nutzen, auch alle Zweifelsfälle entsprechend zu klären, weil wir auch glauben, dass wir das schuldig sind", sagte Brinkhaus am Sonntagabend in der ARD. Es könne nicht sein, dass sich Abgeordnete in der schwersten Krise des Landes bereicherten. "Wir führen nicht nur Gespräche, sondern wir verlangen auch entsprechende Auskünfte."

+++ 4.13 Uhr: Prozess gegen weißen Ex-US-Polizisten wegen Todes von George Floyd beginnt +++

Knapp zehn Monate nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd beginnt heute (08.00 Uhr Ortszeit; 15.00 Uhr MEZ) in Minneapolis der Prozess gegen den weißen Ex-Polizisten Derek Chauvin. Zunächst müssen die Geschworenen für den Prozess ausgewählt werden, wofür drei Wochen veranschlagt sind. Chauvin wird unter anderem "Mord zweiten Grades" zur Last gelegt. Das entspricht einem Totschlag in einem besonders schwerem Fall und kann mit bis zu 40 Jahren Gefängnis bestraft werden.

Floyds auf einem Handyvideo festgehaltener Tod am 25. Mai 2020 hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt und beispiellose Proteste gegen Polizeigewalt gegen Schwarze ausgelöst. Chauvin hatte dem wegen Falschgeld-Vorwürfen festgenommenen 46-Jährigen rund neun Minuten lang das Knie in den Nacken gedrückt, obwohl Floyd mehr als 20 Mal klagte, er bekomme keine Luft.

"Black Lives Matter"-Demonstration in Minneapolis

+++ 2.41 Uhr: Herzogin Meghan berichtet von Rassismus bei Schwangerschaft +++

In einem mit Spannung erwarteten Interview hat Herzogin Meghan von rassistischem Verhalten während ihrer Schwangerschaft mit Sohn Archie gesprochen. Es habe Bedenken und Gespräche darüber gegeben, "wie dunkel seine Haut sein könnte, wenn er geboren wird", sagte Meghan in dem Gespräch mit Moderatorin Oprah Winfrey.

Das am Sonntagabend (Ortszeit) vom Sender CBS ausgestrahlte Gespräch ist das erste Interview von Meghan und Prinz Harry, seitdem das Paar vor einem Jahr seine royalen Pflichten aufgegeben hatte. Unterstützer Meghans hatten den Medien und auch dem Königshaus seither immer wieder eine Kampagne insbesondere gegen die Herzogin vorgeworfen. Dabei ging es auch um Anschuldigungen, die Ehefrau des Queen-Enkels Harry sei Rassismus ausgesetzt. Die Mutter der 39-Jährigen Amerikanerin ist schwarz.

+++ 2 Uhr: Günther hält Kanzlerkandidatur in Union für offen +++

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hält das Rennen in der Union um die Kanzlerkandidatur für offen, erwartet hier aber eine einvernehmliche Lösung. "Am Ende steht in der Union natürlich die Frage, wem man am ehesten zutraut, eine Wahl zu gewinnen", sagte er der "Rheinischen Post".

Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder seien Teamplayer und würden sich gewiss verständigen. Ein gemeinsamer Vorschlag von beiden würde nach Günthers Einschätzung "breit getragen". Aus seiner Sicht gibt es keine Eile, den Kanzlerkandidaten möglichst schnell zu bestimmen – der Fahrplan zwischen Ostern und Pfingsten sei sinnvoll. 

nik / fs / wue DPA AFP

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