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News von heute: Millionenbeute bei dreistem Raub auf dem Flughafen von Santiago de Chile

Max von Sydow gestorben +++ Einbruch ins Grüne Gewölbe: Ermittlungen gegen Wachleute +++ Ölpreise mit stärkstem Einbruch seit 1991 +++ GroKo einigt sich über Aufnahme von Flüchtlingskindern +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Wagen einer Sicherheitsfirma auf dem Flughafen von Santiago de Chile

Aus diesem Fahrzeug einer Sicherheitsfirma hat eine Räuberbande im Frachtbereich des Flughafens von Santiago de Chile mehr als 15 Millionen Dollar gestohlen

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Syrien: Erdogan fordert mehr Nato-Unterstützung (18.30 Uhr)
  • Rechter Verein "Wir für Deutschland" aufgelöst (17.27 Uhr)
  • Kurssturz an der Wall Street (14.49 Uhr)
  • Hollywoodstar Max von Sydow gestorben (13.10 Uhr)
  • Ölpreise mit stärkstem Einbruch seit 1991 (7.15 Uhr)
  • GroKo einigt sich über Kurzarbeit und Aufnahme von Flüchtlingskindern (3.04 Uhr)

Die wichtigsten Nachrichten zum Coronavirus lesen Sie hier.

Die News von Heute im stern-Ticker:

+++ 18.52 Uhr: Millionenraub am Flughafen von Santiago de Chile +++

Am Flughafen der chilenischen Hauptstadt Santiago haben Räuber knapp 15 Millionen US-Dollar in bar erbeutet. Zwischen sieben und zehn Tätern seien in zwei Fahrzeugen in den Frachtbereich des Airports eingedrungen und stahlen das Geld aus einem Transporter einer Sicherheitsfirma, wie die Polizei mitteilte. Bei der Beute handelte es sich demnach um 14 Millionen Dollar und eine Million Euro. Zwei Wachmänner wurden bei dem Überfall verletzt. Die bewaffneten Täter flohen nach der Tat mit ihrer Beute. Die Polizei nahm die Verfolgung auf. Bei einem ähnlichen Überfall am Flughafen von Santiago de Chile hatten Räuber 2014 umgerechnet rund sieben Millionen Dollar erbeutet.

+++ 18.30 Uhr: Erdogan fordert in Brüssel mehr Nato-Unterstützung +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat angesichts der Eskalation im Bürgerkriegsland Syrien mehr Hilfe von der Nato gefordert. Man erwarte "klare Unterstützung" von den Verbündeten, sagte Erdogan nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg in Brüssel. Die Grenze der Türkei zu Syrien sei gleichzeitig die südöstliche Grenze der Nato zu der Konfliktregion. Europa habe "nicht den Luxus", die Situation im Bürgerkriegsland zu ignorieren. Erdogan betonte, dass die Türkei bereits rund 3,6 Millionen Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen haben. Diplomaten zufolge hatte die Türkei jüngst eine Liste mit zehn Forderungen bei der Nato hinterlegt. Darunter ist der Ruf nach mehr Luftverteidigung an der türkischen Grenze zu Syrien, mehr Aufklärungsflugzeugen und mehr Schiffen im östlichen Mittelmeer. Zudem fordert Ankara zur Überwachung auch den Einsatz von Drohnen. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg betonte am Montag, das Bündnis unterstütze die Türkei schon jetzt stark und werde sich der Sicherheit der Türkei auch weiterhin verpflichtet fühlen. 

+++ 17.44 Uhr: Türkisches Gericht verurteilt kurdischen Ex-Bürgermeister zu neun Jahren Haft +++

Ein türkisches Gericht hat den früheren Bürgermeister der kurdischen Großstadt Diyarbakir zu mehr als neun Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht sprach Adnan Selcuk Mizrakli von der prokurdischen Demokratischen Partei der Völker (HDP) wegen "Mitgliedschaft in einer bewaffneten Terrororganisation" schuldig und verurteilte ihn zu neun Jahren, vier Monaten und 15 Tagen Haft, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Die Staatsanwaltschaft legte Mizrakli zur Last, an Beerdigungen von Kämpfern der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und an Propagandatreffen für die PKK teilgenommen zu haben. Mizrakli hatte aus Protest nicht am letzten Prozesstag teilgenommen.

+++ 17.41 Uhr: Bauarbeiten zum Ausbau des Grenzzauns in Griechenland begonnen +++

In Griechenland haben Bauarbeiten zum Ausbau des Zauns an der Grenze zur Türkei begonnen. Etwa ein Dutzend Baufahrzeuge begannen am Montag damit, den Stacheldrahtzaun am Grenzübergang Kastanies "zu reparieren und zu verstärken", wie aus Regierungskreisen in Athen verlautete. In den vergangenen Tagen hätten immer wieder Migranten auf der türkischen Seite der Grenze versucht, den Zaun einzureißen, um nach Griechenland zu gelangen, sagte ein Regierungsvertreter zur Begründung. Seit der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan Ende Februar nach der Eskalation des militärischen Konflikts in der nordsyrischen Provinz Idlib die Grenzen für Flüchtlinge öffnete, hat der Flüchtlingsandrang in Richtung Griechenland stark zugenommen. Zehntausende Migranten versuchten, nach Griechenland und damit in die EU zu gelangen.

+++ 17.27 Uhr: Berliner Senat: Rechter Verein "Wir für Deutschland" aufgelöst +++

Der rechte Verein "Wir für Deutschland", der in den vergangenen Jahren mehrere umstrittene große Demonstrationen organisierte, hat sich offenbar bereits Ende 2019 aufgelöst. Entsprechende Erkenntnisse lägen dem Berliner Senat vor, antwortete die Senatsinnenverwaltung auf eine Anfrage der Grünen. Die Initiative "Wir für Deutschland" hatte seit 2016 im Berliner Regierungsviertel Demonstrationen mit dem Motto "Merkel muss weg" veranstaltet. Unter den einigen Tausend Teilnehmern waren immer wieder deutlich erkennbare Neonazis, die entsprechende Symbole und Plakate zeigten. Am 3. Oktober 2018 hatten einzelne Teilnehmer den Hitlergruß gezeigt. In den vergangenen Jahren war der Zulauf immer geringer geworden.

+++ 16.03 Uhr: Hamburger SPD hält nach Sondierung Koalition mit CDU für "denkbar" +++

Zwei Wochen nach der Bürgerschaftswahl in Hamburg hat die dortige SPD ihre Sondierungen zu möglichen künftigen Koalitionen fortgesetzt. Die Spitze um Bürgermeister Peter Tschentscher traf am Mittag zu einem Gespräch mit der Führung der Hamburger CDU. Am Nachmittag kam sie anschließend zu einem weiteren Treffen mit der Grünen-Spitze zusammen. Nach dem Gespräch mit der CDU-Spitze bezeichnete Tschentscher ein Bündnis mit den Christdemokraten nach Parteiangaben als "denkbar". Rot-Grün sei aber nach wie vor die "naheliegende Option". SPD und Grüne regieren in Hamburg seit 2015. Beide führten vor etwa eineinhalb Wochen bereits ein Sondierungsgespräch.

+++ 14.49 Uhr: Kurssturz an der Wall Street – Handel zeitweise unterbrochen +++

An der Wall Street in New York ist der Aktienhandel für 15 Minuten ausgesetzt worden. Grund sind die stark fallenden Aktienkurse. Der Index S&P 500 der 500 größten börsennotierten US-Unternehmen war zuvor um sieben Prozent abgestürzt. Der Leitindex Dow Jones war nach Handelsbeginn um fast sechs Prozent gefallen, der Technologie-Index Nasdaq büßte über sieben Prozent ein. Die Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus hat Börsen weltweit auf Talfahrt geschickt. Dazu kam ein starker Sturz des Ölpreises. In Europa sprachen Händler von einem schwarzen Montag. Anleger befürchten schwere Auswirkungen des Virus auf das Wirtschaftswachstum.

+++ 14.04 Uhr: EU-Kommissionschef von der Leyen verteidigt ihre 100-Tage-Bilanz im Amt +++

Ursula von der Leyen hat die Bilanz ihrer ersten 100 Tage als EU-Kommissionspräsidentin verteidigt. Ihre ersten Monate im Amt seien von "unvorhergesehenen Herausforderungen" wie zuletzt dem Flüchtlingsandrang an der griechisch-türkischen Grenze und der Corona-Epidemie geprägt gewesen, sagte die CDU-Politikerin in Brüssel. Dennoch habe sie wichtige Punkte wie ihre umfassende Klimaschutzstrategie "Green Deal" auf den Weg gebracht. Bei Amtsantritt sei ihr Plan, die EU bis spätestens 2050 klimaneutral zu machen, noch auf viel Skepsis gestoßen, sagte von der Leyen. "Heute ist die Frage nicht mehr, ob wir klimaneutral werden wollen, sondern wie wir dahin kommen." Der sogenannte Green Deal soll mit milliardenschweren Investitionen den Wandel hin zu einer Wirtschaft im Sinne des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015 ermöglichen.

+++ 13.58 Uhr: SPD-Chef Walter-Borjans kritisiert Absage an vorgezogene Soli-Abschaffung durch Union +++

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans hat die Absage der Union an eine frühere Soli-Abschaffung scharf kritisiert. Dies sei ein "Armutszeugnis für CDU/CSU, die gern mit der Entlastung der 'Mitte' prahlen", schrieb Walter-Borjans im Kurzbotschaftendienst Twitter. Der Koalitionspartner habe eine vorgezogene Abschaffung des Soli für 90 Prozent und damit fünf Milliarden Euro mehr Kaufkraft 2020 "schroff abgelehnt". Das sei ein "Minuspunkt der gestrigen Nacht" gewesen, fügte Walter-Borjans mit Blick auf das Treffen des Koalitionsausschusses hinzu.

+++ 13.50 Uhr: Früherer schottischer Regierungschef wegen sexueller Übergriffe angeklagt +++

Schottlands Ex-Regierungschef Alexander Salmond muss sich in den kommenden Wochen vor Gericht verantworten, weil ihm zehn Frauen sexuelle Übergriffe vorwerfen. Er soll die Taten während seiner Amtszeit zwischen Juni 2008 und November 2014 begangen haben. Salmond bezeichnete sich bislang als unschuldig. Bei den Opfern soll es sich um Mitarbeiterinnen handeln. Der 65-Jährige muss sich gegen insgesamt 14 Anklagepunkte verteidigen, darunter eine versuchte Vergewaltigung in seinem offiziellen Amtssitz in Edinburgh. Salmond soll mehrfach Frauen auch gegen ihren Willen begrapscht und geküsst haben. Es wird damit gerechnet, dass der Prozess etwa vier Wochen dauert. 

+++ 13.10 Uhr: Hollywood-Star Max von Sydow stirbt im Alter von 90 Jahren +++

Der schwedische Hollywood-Star Max von Sydow ist am Sonntag im Alter von 90 Jahren gestorben. Das meldete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Witwe des Schauspielers, die französische Dokumentarfilmerin Catherine Brelet. Diese hat den Tod ihres Mannes der "Paris Match" bestätigt. Von Sydow, der 2002 die französische Staatsbürgerschaft annahm, galt als einer der profiliertesten internationalen Charakterdarsteller. Seine Karriere begann er 1949. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen Ingmar Bergmans "Das siebente Siegel" (1957), "Der Exorzist" (1973), "Die drei Tage des Condor" (1975), "Conan, der Barbar" (1982), "Der Wüstenplanet" (1984), "Pelle, der Eroberer" (1987), "Schnee, der auf Zedern fällt" (1999), "Minority Report" (2002), "Robin Hood" in der Version mit Russell Crowe (2010) oder "Star Wars: Das Erwachen der Macht" (2015). Zudem wirkte er auch in Erfolgsserien mit, darunter in drei Episoden von "Games of Thrones" (2016). Als Nebendarsteller war der Wahl-Franzose zweimal für einen Oscar nominiert, die Auszeichnung blieb ihm aber bis zum Ende verwehrt. In Hollywood arbeitete von Sydow mit Regisseuren wie Woody Allen, David Lynch, Martin Scorsese und Steven Spielberg zusammen. Dabei spielte er an der Seite von Stars wie Tom Hanks, Leonardo DiCaprio, Michael Caine und Robert De Niro.

Max von Sydow ist tot

Galt als einer der profiliertesten internationalen Charakterdarsteller: Max von Sydow ist im Alter von 90 Jahren gestorben.

AFP

+++ 12.08 Uhr: Aschraf Ghani und sein Widersacher lassen sich als afghanischer Präsident vereidigen +++

Der amtierende afghanische Präsident Aschraf Ghani ist für eine zweite Amtszeit vereidigt worden. Gleichzeitig ließ sich auch sein Konkurrent im Wahlkampf, der bisherige Regierungsgeschäftsführer Abdullah Abdullah, in einer eigenen Zeremonie in Kabul als Präsident vereidigen. Ghani war Mitte Februar, fünf Monate nach der von Betrugsvorwürfen überschatteten Präsidentenwahl im September, zum Sieger erklärt worden. Sein unterlegener Rivale erkennt das Wahlergebnis nicht an. Er hatte nach der Verkündung des Ergebnisses eine Gegenregierung ausgerufen. Der Wahlkommission zufolge kam Ghani auf 50,64 Prozent der Stimmen, während Abdullah nur 39,52 Prozent der Stimmen erhielt. Die Wahlergebnisse hatten eigentlich bereits am 19. Oktober veröffentlicht werden sollen. Wegen technischer Probleme und Betrugsvorwürfen wurde dies aber wiederholt verschoben und dann erst im Februar nachgeholt.

+++ 11.35 Uhr: Nach Einbruch ins Grüne Gewölbe: Ermittlungen gegen vier Wachleute +++

Nach dem spektakulären Juwelendiebstahl im Dresdner Grünen Gewölbe sind mehrere Wachmänner ins Visier der Untersuchungen geraten. "Es werden Ermittlungen gegen vier Wachschutzbedienstete geführt", erklärte Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt am Montag. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet. Zwei Sicherheitsleuten, die am Morgen des Einbruchs Dienst hatten, wird vorgeworfen, nicht angemessen reagiert und den Diebstahl nicht verhindert zu haben. Den Angaben zufolge hatte eine Privatperson Anzeige erstattet.

Auch gegen zwei weitere Wachbedienstete laufen Ermittlungen. Einer wurde laut Staatsanwaltschaft am 29. November - vier Tage nach dem spektakulären Diebstahl - vorläufig festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, die Täter unterstützt zu haben, indem er ihnen "Unterlagen zu den Räumlichkeiten des Grünen Gewölbes und zu den Sicherheitssystemen übergeben haben soll", wie es hieß. Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurde jedoch nichts Verdächtiges gefunden, so dass der Mann wieder frei kam. Bei beiden Wachleuten geht es zudem um "Handlungen in Bezug auf die Alarmanlage", durch die der Diebstahl begünstigt worden sein könnte. Details nannte die Staatsanwaltschaft nicht.

Zwei Unbekannte waren am 25. November 2019 im Schutz der Dunkelheit über eines der vergitterten Fenster in das Grüne Gewölbe eingedrungen und hatten mit einer Axt eine Vitrine im Juwelenzimmer eingeschlagen. Nach kurzer Zeit konnten sie mit Diamanten und Brillanten von unschätzbarem Wert flüchten. Für Hinweise zur Ergreifung der Täter ist eine Belohnung von einer halben Million Euro ausgesetzt.

+++ 11.12 Uhr: Netanjahu beantragt Verschiebung von Beginn seines Korruptionsprozesses +++

Der wegen Korruption angeklagte israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Verschiebung seines Prozesses beantragt. In einem Brief vom Montag an das zuständige Gericht in Jerusalem, den die Nachrichtenagentur AFP einsehen konnte, argumentieren Netanjahus Anwälte, sie hätten "noch nicht alle Dokumente im Zusammenhang mit den Ermittlungen" erhalten. Sie forderten eine Verschiebung des für den 17. März angesetzten Prozessbeginns um 45 Tage.     Netanjahu steht wegen Bestechlichkeit, Betrugs und Untreue unter Anklage. Er streitet alle Vorwürfe der Staatsanwaltschaft ab. Aus der Parlamentswahl vor einer Woche war Netanjahus rechtsgerichtete Likud-Partei als stärkste Kraft hervorgegangen. Erwartet wurde deshalb, dass Netanjahu mit der Regierungsbildung beauftragt wird, während er sich vor Gericht wegen Korruption verantworten muss.

+++ 11.07 Uhr: Korruptionsverdacht gegen Mitarbeiter der Bundeswehr +++

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und Vorteilsnahme gegen Bedienstete der Wehrtechnischen Dienststelle in Eckernförde. Der Anfangsverdacht gründe auf Durchsuchungsmaßnahmen bei der Elsflether Werft AG, die Ermittlungen stünden aber nicht unmittelbar im Zusammenhang mit dem Segelschulschiff "Gorch Fock", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag. Zuvor hatte die "Welt am Sonntag" über die Ermittlungen berichtet. 

Gegen wie viele Mitarbeiter ermittelt wird, sagte der Sprecher nicht. "Es handelt sich jedoch nur um einige wenige Bedienstete, die auch keine hervorgehobene Führungsposition innehaben." Die Elsflether Werft AG hatte den Auftrag, das Schulschiff der Marine zu sanieren. Allerdings ging die Werft im Februar 2019 in Insolvenz. Ihre zwei Vorstände hatten Millionen Euro in zweifelhafte Nebengeschäfte gesteckt. Gegen sie wird ermittelt. Bekannt waren auch Ermittlungen gegen einen Mitarbeiter des Marinearsenals wegen Korruption.

+++ 10.43 Uhr: Mädchen stürzt in Spanien beim Selfie-Machen in den Tod +++

Eine 14-Jährige ist in Spanien beim Selfie-Machen vom Dach eines zehnstöckigen Gebäudes in die Tiefe gestürzt und kurze Zeit später an ihren schweren Verletzungen gestorben. Das Unglück habe sich am frühen Samstagabend in Madrid ereignet, zitierte die Nachrichtenagentur Europa Press am Montag einen Sprecher der Polizei. Demnach befand sich die Schülerin zusammen mit einigen Freundinnen auf dem Dach des Hauses, in dem ihre Großmutter lebte, um mit dem Smartphone Selfies zu schießen.

Sie habe auf einer Dachluke aus Plastik gestanden, als diese plötzlich unter ihr nachgegeben habe. Von dort sei die Jugendliche ins Treppenhaus ins Leere gestürzt. Als die Notärzte eintrafen, habe die Schülerin noch gelebt. Sie sei aber wenige Stunden später im Krankenhaus gestorben, so die Zeitung "El Mundo" unter Berufung auf die Behörden.

+++ 10.26 Uhr: Fall Lübcke: Stephan E. weiter "hochwahrscheinlicher" Todesschütze +++

Im Mordfall Lübcke halten die Ermittler den Hauptverdächtigen Stephan E. auch nach dessen geänderter Aussage für den Todesschützen. In einem Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 3. März, der am Montag in Karlsruhe veröffentlicht wurde, wird das als "nach wie vor hochwahrscheinlich" bezeichnet. Sein früheres Geständnis füge sich "in die Spurenlage am Tatort ein". So sei an der Tatwaffe und der Munition ausschließlich DNA des 46-Jährigen gefunden worden. Auch der bei der Obduktion festgestellte Verlauf des Schusskanals weise auf eine gezielte Tat hin. 

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke war Anfang Juni 2019 nachts auf seiner Terrasse erschossen worden. Die Bundesanwaltschaft geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. E. hatte zunächst gestanden, dann sein Geständnis widerrufen und schließlich in einer neuen Aussage seinen mutmaßlichen Komplizen Markus H. (43) beschuldigt, den tödlichen Schuss versehentlich abgegeben zu haben. Das halten die Ermittler dem Beschluss zufolge nicht für glaubhaft. H. ist aber nach wie vor der Beihilfe zum Mord dringend verdächtig und bleibt deshalb in Untersuchungshaft, wie es darin heißt.

+++ 10.06 Uhr: Nach Explosion in Bäckerei in Gaza: Zahl der Toten steigt auf 13 +++

Nach einer verheerenden Explosion in einer Bäckerei im Gazastreifen ist die Zahl der Toten auf 13 gestiegen. Das Gesundheitsministerium in Gaza teilte am Montag mit, ein 50-Jähriger sei seinen Verletzungen erlegen. Mehr als 50 weitere Menschen waren bei dem Unfall im Flüchtlingslager Nuseirat im Zentrum des Palästinensergebiets zum Teil schwer verletzt worden. Nach Polizeiangaben waren Gasflaschen explodiert, daraufhin kam es zu einem Brand.

Das Golfemirat Katar, das regelmäßig große Summen für das Küstengebiet zur Verfügung stellt, kündigte eine Soforthilfe für die Betroffenen von umgerechnet rund 1,8 Millionen Euro an. Die im Gazastreifen herrschende islamistische Hamas teilte mit, man zahle den Familien umgerechnet insgesamt rund 270.000 Euro Unterstützung.

+++ 10.05 Uhr: Strafprozess zum Abschuss von Flug MH17 begonnen +++

Der mit Spannung erwartete Strafprozess um den Abschuss der malaysischen Passagiermaschine MH17 hat vor einem niederländischen Gericht begonnen. Schauplatz ist ein Hochsicherheitsgebäude am Rande des Amsterdamer Flughafens. Von dort aus war der Flug der Malaysia Airlines im Juli 2014 gestartet; alle 298 Menschen an Bord kamen bei dem Unglück über dem Kriegsgebiet der Ostukraine ums Leben. Die meisten Opfer waren Niederländer. Es war eine der schlimmsten Flugzeug-Katastrophen der letzten Jahrzehnte.

Am Montag standen zunächst Verfahrensfragen im Vordergrund. Der Prozess in Badhoevedorp bei Amsterdam dürfte sich bis zum kommenden Jahr hinziehen. Die Akte MH17 hat mittlerweile 36.000 Seiten. Angeklagt sind drei Russen und ein Ukrainer. Ihnen wird 298-facher Mord vorgeworfen. Die Verdächtigen wurden nicht bei Gericht erwartet, wie es am Rande hieß. Russland weist jede Verantwortung zurück.

+++ 9.12 Uhr: Dax fällt zur Eröffnung um mehr als 7 Prozent +++

Die Coronavirus-Krise und der Ölpreiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland lösen Panikverkäufe an der Börse aus. Der deutsche Aktienindex Dax ist zum Handelsauftakt am Montag um 7,36 Prozent eingebrochen. Das Börsenbarometer sackte auf 10 692,29 Punkte.Zuvor waren die Börsen in Asien eingebrochen. Der japanische Leitindex Nikkei verlor gut 5 Prozent.

Als Folge der Krise fiel auch der Rohölpreis um etwa 30 Prozent. Auslöser dafür war die Nachricht, dass sich das Ölkartell Opec und seine Kooperationspartner nicht auf eine weitere Beschränkung der Rohölproduktion einigen konnten. Der MDax der 60 nachfolgenden Unternehmen öffnete mit 23.404,15 Punkten, ein Minus von 5,4 Prozent. Die Ausbreitung des Coronavirus und die wirtschaftlichen Folgen halten die Börsen weltweit seit Tagen in Atem. Dem Erreger werden bislang mehr als 110.000 Infizierte und 3800 Todesfälle in über 100 Ländern zugeordnet.

+++ 8.57 Uhr: Mindestens 21 Menschen sterben bei Busunfall in Kaschmir +++

Mindestens 21 Menschen sind bei einem Busunfall in Kaschmir ums Leben gekommen. Die Reisenden waren am Montag laut einem Behördenvertreter auf dem Weg von Rawalpindi im Norden Pakistans nach Skardu, einem beliebten Touristenziel im Himalaya-Gebiet Kaschmir. In der Region Gilgit-Baltistan sei der Bus dann aus ungeklärten Gründen von der Straße abgekommen und in einen Fluss gestürzt. Von den 25 Reisenden starben 21, darunter drei Frauen, vier Menschen wurden verletzt, sagte Faisullah Faragh, ein Sprecher der Lokalregierung.

+++ 7.15 Uhr: Ölpreise mit stärkstem Einbruch seit 1991 +++

Am Ölmarkt sind die Preise zum Wochenauftakt abgestürzt. Am Montagmorgen fielen die Notierungen für Rohöl aus der Nordsee und für US-Öl um jeweils etwa 30 Prozent - der stärkste prozentuale Einbruch seit fast 30 Jahren. Als Ursache für den Ölpreis-Crash gelten die gescheiterten Verhandlungen des Ölkartells Opec mit den in der sogenannten Opec+ zusammengefassten Förderländern wie Russland. Außerdem belastet die Sorge vor den wirtschaftlichen Folge der Coronavirus-Krise.  Die Ölpreise sind somit auf den tiefsten Stand seit Anfang 2016 zurückgefallen. 

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 32,83 US-Dollar. Damit lag der Preis 12,44 Dollar niedriger als am Freitag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI sackte um 12,44 Dollar auf 28,84 Dollar. Marktbeobachter sprachen vom stärksten prozentualen Einbruch am Ölmarkt seit dem Golfkrieg 1991.

+++ 6.07 Uhr: Umfrage: Mehrheit der Deutschen für CO2-Steuer auf Flüge +++

Die Mehrheit der Deutschen (71 Prozent) ist einer Umfrage zufolge für eine CO2-Steuer auf Flüge. 67 Prozent sagten in der Befragung im Auftrag der Europäischen Investitionsbank (EIB) sogar, sie seien für ein Verbot von Kurzstreckenflügen. Damit liegen die Deutschen fünf Prozentpunkte über dem EU-Durchschnitt, wie die EIB am Montag hervorhob. Der Umfrage zufolge befürworten die Menschen in Deutschland Maßnahmen für den Klimaschutz - auch dann, wenn sie selbst davon betroffen sein könnten. So befürworteten 61 Prozent der Befragten höhere Preise für Produkte mit schlechter CO2-Bilanz wie rotes Fleisch oder Mobiltelefone. Die Zustimmung zu CO2-Steuern auf Flugreisen ist laut EIB-Umfrage überall hoch. In Europa befürworten dies demnach 72 Prozent, in China sogar 93 Prozent. In den USA stimmten hingegen nur 60 Prozent zu.

+++ 5.13 Uhr: Asiens Börsen tendieren in Verlustzone - Nikkei-Index bricht ein +++

Die Börsen in Asien haben zum Wochenauftakt angesichts des Ölpreisverfalls tief in der Verlustzone tendiert. An der Leitbörse in Tokio stürzte der Nikkei-Index für 225 führende Werte am Montag um mehr als 1000 Punkte unter die psychologisch wichtige Marke von 20.000 Punkten. Zur Handelsmitte notierte das Börsenbarometer einen massiven Abschlag von 1276,68 Punkten oder 6,15 Prozent beim Zwischenstand von 19 473,07 Zählern. Auslöser für den Ölpreisrutsch war die Nachricht, dass sich das Ölkartell Opec und seine Kooperationspartner nicht auf eine weitere Beschränkung der Rohölproduktion einigen konnten. Hinzu kommen die wachsenden Sorgen über die Folgen des Coronavirus auf die globale Wirtschaft. 

+++ 5.04 Uhr: Deutsche Pendler verlieren teils mehrere Tage pro Jahr im Stau +++

Pendler in großen deutschen Städten verlieren durch Staus und zähflüssigen Verkehr teils mehrere Tage pro Jahr. Am schlimmsten trifft es Arbeitnehmer, die in München mit dem Auto zum Job fahren: Sie verloren dabei vergangenes Jahr 87 Stunden, wie aus einer am Montag veröffentlichten Analyse des Verkehrsdatenanbieters Inrix hervorgeht. Das sind mehr als dreineinhalb Tage. Dahinter folgen Berlin mit 66 und Düsseldorf mit 50 Stunden Zeitverlust im Vergleich zu freien Straßen. Im Durchschnitt ergab sich ein Zeitverlust von 46 Stunden für die Pendler in den 74 untersuchten deutschen Städten.

Weitere stark betroffene Orte in Deutschland sind unter anderem Hamburg mit 48 Stunden Zeitverlust, Stuttgart und Nürnberg mit je 42, Köln mit 41, Hannover mit 40 sowie Bremen mit 37 und Frankfurt mit 36 Stunden.

+++ 3.31 Uhr: Koalition legt Scholz-Plan für kommunale Altschulden erstmal auf Eis +++

Die große Koalition kann sich vorerst nicht auf die Übernahme von kommunalen Altschulden durch den Bund einigen. "Die Bundesregierung prüft, ob es einen nationalen politischen Konsens zum Thema kommunale Altschulden gibt", heißt es im Beschlusspapier des Koalitionsausschusses, das in der Nacht zu Montag veröffentlicht wurde. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte sich zuvor dafür ausgesprochen, rund 2500 hoch verschuldete Kommunen zu entlasten, indem er deren Schulden in die Bundesschuld überträgt. Dafür hätte jedoch zeitweise die in der Verfassung verankerte Schuldenbremse ausgesetzt werden müssen. Für eine Änderung im Grundgesetz ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit in Bundestag und Bundesrat nötig. 

Die Kommunen sollten so wieder mehr Spielräume für Investitionen etwa in Schulen, Straßen und Krankenhäuser bekommen. Damit die Umbuchung verfassungskonform ist, soll es eine Art Ausnahmegenehmigung für die Schuldenbremse geben, die dem Bund bei der Aufnahme neuer Kredite enge Grenzen setzt. Der Plan war jedoch sowohl bei der Union als auch bei der FDP auf massive Kritik gestoßen.

+++ 3.23 Uhr: Mit Messern bewaffneter Mann in London von Polizisten erschossen +++

Die Londoner Polizei hat am späten Sonntagabend im Regierungsviertel der britischen Hauptstadt einen mit zwei Messern bewaffneten Mann erschossen. Das teilte Scotland Yard am frühen Montagmorgen auf Twitter mit. "Dies wird NICHT als terroristischer Vorfall behandelt", hieß es weiter. Beamte hätten den Mann auf einem Streifengang in Westminster bemerkt, weil er sich verdächtig benommen habe. Bei dem Vorfall habe es keine Verletzten gegeben. Die Polizisten blieben am Tatort. Darüber hinaus waren die Straßen in der Umgebung gesperrt.

+++ 3.04 Uhr: GroKo einigt sich über Kurzarbeit und Aufnahme von Flüchtlingskindern +++

Angesichts der Corona-Epidemie haben sich die Spitzen der großen Koalition auf Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld geeinigt. Zunächst befristet bis Ende 2021 sollen etwa die Sozialversicherungsbeiträge vollständig von der Bundesagentur für Arbeit erstattet werden, wie der Koalitionsausschuss in der Nacht zum Montag beschloss. Zu der Flüchtlingskrise in Griechenland erklärten die Koalitionsspitzen, Deutschland sei bereit, im Rahmen einer europäischen Lösung einen "angemessenen Teil" von bis zu 1500 besonders bedürftigen Flüchtlingskindern zu übernehmen.

+++ 1.42 Uhr: Gewalttätige Konfrontationen in Chile bei Protesten zum Frauentag +++

Bei Demonstrationen zum Internationalen Frauentag ist es in Chile zu gewalttätigen Konfrontationen mit der Polizei gekommen. Demonstranten in der Hauptstadt Santiago versuchten am Sonntag, Barrieren rund um den Präsidentenpalast zu überwinden. Die Polizei trieb sie mit Tränengas und Wasserwerfern zurück. Teilnehmer der Demonstrationen forderten den Rücktritt von Präsident Sebastián Piñera. An den Demonstrationen zum Frauentag in Santiago nahmen nach Schätzungen der Polizei mehr als 125.000 Menschen teil. Die Organisatoren nannten hingegen die Zahl von rund 500.000 Teilnehmern. Die Demonstranten protestierten vor allem gegen die Gewalt gegen Frauen. Sie forderten auch eine Liberalisierung des Abtreibungsrechts. In Chile gibt es seit Monaten immer wieder Massenproteste gegen die Regierung. 

+++ 0.06 Uhr: Waffenexporte weltweit um mehr als fünf Prozent gestiegen +++

Die Waffenexporte sind einem Bericht zufolge von 2015 bis 2019 weltweit um 5,5 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Zeitraum 2010 bis 2014 werde der Markt nun noch deutlicher von den USA dominiert, teilte das schwedische Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag in Stockholm mit. Die größten Waffenexporteure waren nach den USA Russland, Frankreich, Deutschland und China. Der Anteil der USA an den weltweiten Waffenexporten beträgt dem Bericht zufolge 36 Prozent. Während die US-Exporte im Rüstungsbereich um 23 Prozent anstiegen, gingen die russischen Waffenexporte um 18 Prozent zurück. Russland lag mit einem Anteil von 21 Prozent an den weltweiten Waffenexporten auf Platz zwei, gefolgt von Frankreich, Deutschland und China.    

Der Gesamtanteil Deutschlands an den weltweiten Waffenexporten betrug 5,8 Prozent, dies entspricht einem Anstieg von 17 Prozent im Vergleich zum Zeitraum 2010 bis 2014. Der Export von U-Booten machte 39 Prozent der deutschen Waffenexporte von 2015 bis 2019 aus. Die Hälfte der US-Waffenexporte gingen in den Nahen Osten und die Hälfte davon wiederum nach Saudi-Arabien. 

+++ 0.05 Uhr: Südkorea: Nordkorea feuert drei Projektile ab +++

Nordkorea hat erneut mehrere Projektile abgefeuert. Wie der Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte mitteilte, wurden am Montag von der Gegend der nordkoreanischen Stadt Sondok aus drei Geschosse aus in östlicher Richtung über das Japanische Meer abgefeuert. Die Art der Projektile blieb zunächst unklar. Es war das zweite Mal innerhalb einer Woche, dass Nordkorea Geschosse über das Meer abfeuerte. Es waren die ersten nordkoreanischen Waffentests seit Monaten. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte zu Jahresbeginn angekündigt, sich nicht mehr an das Moratorium für Atomversuche und Tests von Interkontinentalraketen zu halten. Er drohte auch, dass Nordkorea bald eine "neue strategische Waffe" vorführen werde.

rw / DPA / AFP