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News des Tages "Eines der zehn Hauptziele weltweit": Spezialeinheit fasst einen der meistgesuchten Kinderschänder

News - Kinderschänder in Frankreich festgenommen
Eine Spezialeinheit habe den Mann gefasst und festgenommen, teilte die Staatsanwaltschaft in Bordeaux mit (Symbolbild)
© VIGNOLA François / Picture Alliance
Corona-Immunität könnte laut Studie nicht dauerhaft sein +++ US-Behörde genehmigt beschleunigtes Verfahren für Corona-Impfstoff +++ Suche nach vermisstem Mädchen auf Ameland +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Corona-Immunität könnte laut Studie nicht dauerhaft sein (16.57 Uhr)
  • Französische Spezialeinheit nimmt weltweit gesuchten Kinderschänder fest (15.24 Uhr)
  • Mallorca erlässt Maskenpflicht auch im Freien (14.20 Uhr)
  • US-Behörde genehmigt beschleunigtes Verfahren für Corona-Impfstoff (13.27 Uhr)
  • Spahn zu Corona in Urlaubszeiten: "Die Bilder aus Mallorca besorgen mich" (10.08 Uhr)
  • Polens Präsident Duda wiedergewählt (11.36 Uhr)
  • Texaner stirbt nach "Corona-Party" an Covid-19 (8.24 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:  

+++ 22.00 Uhr: Steigende Kriminalität in New York: Einjähriger stirbt bei Schüssen +++

Nach Schüssen in New York ist ein einjähriges Kleinkind ums Leben gekommen. Der kleine Junge sei in der Nacht zum Sonntag während einer Grillparty in einem Park im Stadtteil Brooklyn in seinem Kinderwagen gewesen, als zwei Männer aus bislang ungeklärter Ursache zu schießen anfingen, teilte die Polizei mit. Drei Männer wurden verletzt, das Kleinkind wurde in den Bauch getroffen und starb kurz danach im Krankenhaus. "Das ist so schmerzhaft", sagte Bürgermeister Bill de Blasio bei einer Pressekonferenz. "Es ist nichts, wo wir jemals wegschauen können."

Die Zahl der Schießereien in der Millionenmetropole ist in den vergangenen Wochen stark gestiegen. In den ersten rund sechs Monaten des Jahres gab es laut New Yorker Polizei 585 Vorfälle mit Schüssen, im vergangenen Jahr waren es 381 gewesen. Dabei starben 181 Menschen im Vergleich zu 147 im Vorjahr.

+++ 20.48 Uhr: StVO-Chaos: Alle Länder prüfen Rückgabe eingezogener Führerscheine +++

Angesichts des Formfehlers bei den härteren Strafen über Fahrverbote für Raser wollen nun alle Länder rechtlich prüfen, ob bereits eingezogene Führerscheine bald zurückgegeben werden. Darauf verständigten sich die Länder nach Beratungen mit dem Bundesverkehrsministerium auf Arbeitsebene, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Länderkreisen erfuhr. 

Wegen der Schwere des Eingriffs wollten die Länder eine solche Entscheidung trotz bereits entstandener Rechtskraft einer landesrechtlichen "Billigkeitsprüfung" unterziehen, wenn nach dem alten Bußgeldkatalog kein Fahrverbot verhängt worden wäre, hieß es in den Kreisen. Im Saarland oder in Bayern etwa werden eingezogene Führerscheine bereits zurückgegeben. 

Noch schwebende Verfahren wollen die Länderbehörden nach dem alten Bußgeldkatalog entscheiden, wie er vor dem 28. April gültig war. Die Billigkeitsüberprüfung betreffe aber nur die Regeln zu den Fahrverboten. 

+++ 19.27 Uhr: Leiche bei Suche nach "Glee"-Schauspielerin Naya Rivera entdeckt +++

Bei der Suche nach der vermissten Schauspielerin Naya Rivera haben die Einsatzkräfte eine Leiche entdeckt. Der Leichnam werde derzeit aus einem See in Kalifornien geborgen, teilte der zuständige Sheriff per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Dass es sich um die Leiche der seit vergangenen Mittwoch als vermisst geltenden "Glee"-Schauspielerin handelt, wurde zunächst nicht bestätigt. Die 33-Jährige hatte nach Angaben der Polizei am Mittwoch ein Boot gemietet, um mit ihrem kleinen Sohn im Lake Piru nordwestlich von Los Angeles schwimmen zu gehen. Stunden später fanden Insassen eines anderen Bootes den Vierjährigen alleine schlafend an Bord, von der Mutter fehlte jede Spur. Seither läuft die Suche.

+++ 18.37 Uhr: Seehofer ist gegen neue Grenzkontrollen wegen Coronavirus +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat sich für den Fall ansteigender Covid-19-Zahlen gegen neue Grenzkontrollen zu den Nachbarländern ausgesprochen. Man habe mit den im Frühjahr zeitweise eingeführten Grenzkontrollen "nicht die besten Erfahrungen gemacht", sagte der CSU-Politiker im Innenausschuss des Europaparlaments. Es habe sich gezeigt, dass Europa sich in den vergangenen Jahrzehnten vor allem in den Grenzregionen positiv entwickelt habe, etwa was den Austausch im Bildungssystem, im wirtschaftlichen oder menschlichen Bereich angehe. Er sei dafür, dass man in einer Region mit zunehmenden Infektionen künftig dafür sorge, "dass die Menschen sich vernünftig verhalten, also Kontaktsperren, Mundschutz und ähnliches". Als Beispiel nannte Seehofer das Elsass. 

+++ 18.25 Uhr: Steinmeier gratuliert polnischen Präsidenten Duda zu seiner Wiederwahl +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda zur Wiederwahl gratuliert und ihm ein Engagement für die Einheit des gespaltenen Landes ans Herz gelegt. "Ich wünsche Ihnen den Mut und die Kraft, zum Zusammenhalt des polnischen Volkes beizutragen", schrieb er in seinem Glückwunschschreiben nach Angaben des Präsidialamts. "Ebenso hoffe ich, dass wir gemeinsam auch künftig einen Beitrag leisten können zu einer guten Nachbarschaft zwischen Polen und Deutschen in einem einigen, starken Europa", schrieb Steinmeier weiter. "Ich wünsche Ihnen stets eine glückliche Hand in Ihrem verantwortungsvollen Amt."

+++ 18.19 Uhr: Hongkong führt erneut Corona-Beschränkungen ein +++

Nach einem Wiederanstieg der Corona-Infektionen hat Hongkong erneut Beschränkungen eingeführt. Wie die Hongkonger Regierungschefin Carrie Lam mitteilte, werden öffentliche Versammlungen von mehr als vier Menschen verboten. Geschäfte müssen teilweise schließen und Restaurants dürfen zwischen 18 Uhr und 5 Uhr nur noch Essen zum Mitnehmen anbieten. Bars, Nachtclubs, Schönheitssalons, Fitnessstudios und Karaoke-Bars dürfen gar nicht öffnen. Gesichtsmasken sind ab Montag Pflicht im öffentlichen Personennahverkehr, Zuwiderhandlungen werden mit bis zu 570 Euro bestraft. Lam kündigte an, die Maßnahmen in sieben Tagen überprüfen zu wollen. 

+++ 18.12 Uhr: Merkel fordert europäische Zusammenarbeit gegen Corona-Krise +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht nach Gesprächen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte grundsätzliche Übereinstimmung für die Grundstruktur des EU-Wiederaufbaufonds. Nach Gesprächen auf Schloss Meseberg nördlich von Berlin forderte Merkel gemeinsame Anstrengungen in der EU, um aus dem humanitären Desaster und der großen wirtschaftlichen Schwäche in Folge der Corona-Pandemie gut herauszukommen. An die Adresse der Bundesbürger sagte sie, Deutschland habe wie andere Staaten ein Interesse an einem gut funktionierenden Binnenmarkt in der Union. 

Italien hat die Corona-Krise mit rund 35.000 Toten besonders hart getroffen, wie Spanien ist das Land möglicher Hauptempfänger der geplanten EU-Hilfen. Die Niederlande, Österreich, Dänemark und Schweden lehnen dabei nicht rückzahlbare Milliardenzuwendungen ablehnen. Von den 750 Milliarden Euro des schuldenfinanzierten Wiederaufbauplans sollen nach den Vorstellungen der EU-Kommission 500 Milliarden als Zuschüsse und 250 Milliarden als Kredite vergeben werden.

+++ 17.58 Uhr: Ein Kind und zwei Jugendliche sterben nach Auto-Manövern in New York +++

Ein elf Jahre alter Junge und zwei Teenager sind bei Stunt-Manövern in New York ums Leben gekommen. Zwei mit Kindern und Jugendlichen besetzte Autos hätten am Wochenende auf einem früheren Flughafen im Stadtteil Brooklyn wilde Kreise gedreht, berichtete die "New York Times" am Montag unter Berufung auf Polizeikreise. Schließlich stießen die beiden Autos zusammen. Der 11-Jährige, seine 18 Jahre alte Schwester und ein 16 Jahre alter Junge starben, vier weitere Teenager wurden verletzt. Auf dem früheren Flughafen dürfen Autos fahren, allerdings nur tagsüber und mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 Kilometer pro Stunde.

+++ 17.45 Uhr: EU droht Türkei neue Sanktionen an – Dialog soll aber weitergehen +++

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat die Vorbereitung weiterer Strafmaßnahmen gegen die Türkei angekündigt. Diese könnten beschlossen werden, wenn Ankara seine als illegal erachteten Erdgas-Erkundungen im östlichen Mittelmeer noch einmal ausweite. Gleichzeitig wolle er aber weiter versuchen, die Spannungen über Verhandlungen zu reduzieren, sagte Borrell nach einem EU-Außenministertreffen in Brüssel. Die Türkei sei für die EU noch immer ein wichtiges Land.

Auch Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) betonte "die strategische Bedeutung der Türkei in außen- und sicherheitspolitischen Fragen". Man wolle, dass die Gespräche mit der Türkei fortgesetzt würden, und habe deswegen Borrell dafür den Rücken gestärkt. Von der Türkei müsse es aber positive Signale beim Thema der Bohrungen im östlichen Mittelmeer geben.

+++ 17.19 Uhr: Gesunkenes Boot in Osttürkei – bisher 32 tote Migranten geborgen +++

Nach dem Untergang eines mit Migranten besetzten Bootes in der Osttürkei haben Hilfskräfte Berichten zufolge erneut Tote geborgen. Seit dem Vorfall Ende Juni auf dem Van-See seien insgesamt 32 Leichen gefunden worden, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu.

Auf dem Boot waren nach Angaben des türkischen Innenministers Süleyman Soylu von Anfang Juli etwa "55 bis 60 illegale Migranten" gewesen. Drei Menschen sitzen laut Anadolu in Untersuchungshaft. Wieso das Boot gesunken ist, wurde nicht mitgeteilt.

+++ 17.11 Uhr: 159 registrierte Coronavirus-Neuinfektionen in Deutschland +++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 159 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 198.963 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Morgen meldete (Datenstand 13.7., 0.00 Uhr). 

In Deutschland starben den RKI-Angaben zufolge bislang 9064 mit dem Virus infizierte Menschen - das bedeutet ein Plus von 1 im Vergleich zum Vortag. Bis Montagmorgen hatten 185.100 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 13.7., 0.00 Uhr, bei 1,00 (Vortag: 1,04). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. 

+++ 16.57 Uhr: Corona-Immunität könnte laut Studie nicht dauerhaft sein +++

Genesene Corona-Patienten könnten ihre Immunität gegen eine erneute Infektion mit dem Virus laut einer britischen Studie schon nach wenigen Monaten wieder verlieren. Für die vom Londoner King's College veröffentlichte Studie haben die Forscher mehr als 90 bestätigte Fälle auf Antikörper untersucht. Demnach nahm die Antikörperkonzentration im Blut der untersuchten Patienten mitunter schnell wieder ab.

Nach einer überstandenen Infektion konnten die Wissenschaftler nach eigenen Angaben zwar auch nach leichten Verläufen Antikörper feststellen. 60 Prozent der Untersuchten zeigten demnach sogar eine "starke Reaktion" auf die Infektion. Nach drei Monaten hätten aber nur noch 16,7 Prozent der Blutproben hohe Konzentrationen von Antikörpern gegen das Coronavirus aufgewiesen, berichteten die Forscher. Bei mehreren Patienten fanden sie nach drei Monaten überhaupt keine Antikörper mehr.

+++ 16.55 Uhr: Mehr als 60 Tote bei Erdrutschen und Überflutungen in Nepal +++

Mindestens 66 Menschen sind während der vergangenen Tage in Nepal nach Erdrutschen und Überflutungen gestorben. Diese wurden durch den starken Monsunregen ausgelöst, der seit Mitte der vergangenen Woche anhält. Mindestens 40 weitere Menschen würden noch vermisst, hieß es vom nationalen Katastrophenschutz. Die starken Regenfälle sollten laut Wetterdienst noch mindestens bis Dienstag dauern. Die Monsunzeit dauert in Südasien gewöhnlich von Juni bis September. Zwar ist der Regen für die Landwirtschaft lebenswichtig, er richtet aber auch immer wieder große Schäden an.

+++ 16.39 Uhr: Iran: Weiterer Abgeordneter stirbt an Corona-Virus +++

Ein weiterer iranischer Abgeordneter ist an den Folgen des Coronavirus gestorben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA wurde am Montag der Tod von Issa Dschafari bestätigt. Der 59-jährige konservative Politiker ist bereits der dritte iranische Abgeordnete, der nach dem Ausbruch der Pandemie Ende Februar an Covid-19 gestorben ist.

+++ 16.21 Uhr: Krebshilfe: 50.000 Krebsoperationen wegen Corona ausgefallen +++

Wegen der Corona-Pandemie haben nach Angaben der Deutschen Krebshilfe rund 50.000 Krebsoperationen nicht stattgefunden. Das sei fast ein Viertel aller Krebsoperationen im Zeitfenster der Pandemie bis Mitte Juni, sagte Krebshilfe-Präsident Gerd Nettekoven der "Augsburger Allgemeinen". "Auch unterstützende Maßnahmen für Krebspatienten, von der psychosozialen Betreuung bis zur Palliativmedizin wurden in den Kliniken teilweise extrem nach unten gefahren." Die Kliniken und Arztpraxen schöben zudem "eine große Bugwelle von verschobenen therapeutischen und diagnostischen Maßnahmen vor sich her. "Das kann irgendwann zu lebensbedrohlichen Situationen für Krebspatienten führen", warnte er.

+++ 16.11 Uhr: Hunger in der Welt nimmt laut UNO weiter zu +++

Die Zahl der Menschen, die unter Hunger und Unterernährung leiden, nimmt weiter zu. "Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass fast 690 Millionen Menschen oder 8,9 Prozent der Weltbevölkerung hungrig sind", teilten mehrere UN-Organisationen in ihrem jährlichen Bericht zur Ernährungslage mit. Das entspreche einem Anstieg um zehn Millionen chronisch Unterernährten im Vergleich zum Vorjahr.

+++ 16.09 Uhr: Mordprozess im Fall der in Paris getöteten Jüdin Knoll angeordnet +++

Im schockierenden Fall der 2018 in Paris getöteten Jüdin Mireille Knoll soll zwei mutmaßlichen Tätern wegen religiös motivierten Mordes der Prozess gemacht werden. Die Untersuchungsrichter ordneten an, dass die Verdächtigen des Mordes an einer schutzbedürftigen Person angeklagt werden. Sie gehen davon aus, dass die Religion des Opfers ein Motiv der Täter war, hieß es aus Kreisen der Pariser Staatsanwaltschaft. Dem Dachverband der jüdischen Institutionen in Frankreich war es immer wichtig, dass die Tat als antisemitisch eingestuft wird. 

Der Fall hatte damals ganz Frankreich erschüttert, weltweit Aufsehen erregt und eine Antisemitismus-Debatte ausgelöst. Die 85-jährige Frau war mit Stichwunden tot in ihrer ausgebrannten Wohnung im Pariser Osten aufgefunden worden. Zwei Verdächtige waren damals in Untersuchungshaft genommen worden. Ein dritter Verdächtiger wird angeklagt, weil er Beweise vernichtet haben soll.

+++ 15.41 Uhr: Spahn: In diesem Jahr so viel Impfstoff gegen Grippe wie nie +++

Deutschland wappnet sich in diesem Jahr nach Aussage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit einer Rekordmenge an Impfstoff für die Grippesaison. Mit rund 25 Millionen Impfdosen werde es so viele Impfdosen wie noch nie geben, sagte Spahn in Berlin. Die Grippesaison beginnt in der Regel Anfang Oktober, dann fangen die Influenzaviren an zu zirkulieren. Dann ist auch die beste Zeit für die Schutzimpfung. Die Grippewelle mit höheren Erkrankungszahlen beginnt meist im Januar und dauert drei bis vier Monate.

+++ 15.33 Uhr: Bundesinnenministerium verteidigt Ermittlungen der Stuttgarter Polizei +++

Das Bundesinnenministerium hat die als "Stammbaumforschung" kritisierten Ermittlungen der Polizei nach den Stuttgarter Krawallen gegen Kritik verteidigt. Es sei ein "polizeiliches Standardvorgehen", dass auch das soziologische Umfeld von Tätern miteinbezogen werde, sagte Ministeriumssprecher Steve Alter in Berlin. "Das schließt selbstverständlich auch die Eltern mit ein" -  und auch den "Aspekt des Migrationshintergrunds". Zurückhaltender äußerte sich das Bundesjustizministerium. Es seien keine wissenschaftlichen Studien bekannt, "die einen Zusammenhang der Nationalität der Eltern zu irgendwelchen Taten von Kindern nahelegen", sagte eine Sprecherin. 

+++ 15.28 Uhr: Russland: Festnahmen bei Demonstration für festgenommenen Ex-Reporter +++

In Russland hat es bei einer Demonstration für die Freilassung des ehemaligen Journalisten Iwan Safronow mehrere Festnahmen gegeben. Mindestens vier Menschen wurden bei einer Protestaktion vor der Moskauer Lefortowo-Haftanstalt festgenommen, wie ein AFP-Reporter berichtete. Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation OVD-info sind unter den Festgenommenen mehrere Journalisten verschiedener russischer Medien, darunter der Wirtschaftszeitung "Kommersant".

+++ 15.24 Uhr: Französische Spezialeinheit nimmt weltweit gesuchten Kinderschänder fest +++

Der französischen Polizei ist einer der meistgesuchten Kinderschänder der Welt ins Netz gegangen: Sie nahm einen 40-Jährigen fest, der tausenden Pädophilen Fotos und Videos zur Verfügung gestellt haben soll, wie die Staatsanwaltschaft in Bordeaux mitteilte. Der Franzose gestand demnach, das Material im sogenannten Darknet hochgeladen zu haben, einem verschlüsselten Teil des Internets. Der Mann gelte als "eines der zehn Hauptziele weltweit", erklärte Staatsanwältin Frédérique Porterie. Er wurde demnach von einer französischen Spezialeinheit gefasst, die zusammen mit der EU-Polizeibehörde Europol Pädophilie bekämpft. 

Gegen den Mann wurde ein Verfahren wegen bandenmäßigen Vertriebs von kinderpornographischem Material eröffnet. Zudem wird ihm der sexuelle Missbrauch mindestens eines Kindes oder Jugendlichen in seiner eigenen Verwandtschaft zur Last gelegt. Er war vor knapp einer Woche bei Bordeaux in Westfrankreich festgenommen worden, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

+++ 15.18 Uhr: Dax nähert sich seinem Hoch seit dem Corona-Ausbruch +++

Am deutschen Aktienmarkt ist es am Montag dank ermutigender Anzeichen für die anlaufende Berichtssaison weiter nach oben gegangen. Am Nachmittag stieg der Leitindex Dax um 1,02 Prozent auf 12.762,67 Punkte. Er näherte sich damit wieder ein Stück weit seiner bisherigen Bestmarke nach dem Corona-Ausbruch, die er Anfang Juni bei 12.913 Punkten gesetzt hatte.

+++ 15.14 Uhr: Putin und Erdogan für gemeinsame Anstrengungen in Syrien +++

Nach der Einigung im UN-Sicherheitsrat über eine eingeschränkte Hilfe für das syrische Rebellengebiet Idlib hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin telefoniert. Beide Seiten hätten dabei ihre gemeinsamen Bestrebungen für Frieden in dem Kriegsland betont, teilte der Kreml in Moskau mit. Diese Anstrengungen müssten intensiviert werden. Erdogan und Putin verwiesen zugleich auf die Bedeutung des Astana-Formats, das den früheren Namen der kasachischen Hauptstadt trägt, die inzwischen Nursultan heißt. Im Astana-Prozess verhandeln Russland, die Türkei und der Iran seit 2017 über Lösungen für den Syrienkrieg.

+++ 14.53 Uhr: Polizei identifiziert mutmaßlichen Sexualstraftäter in Berlin +++

Die Polizei in Berlin hat einen mutmaßlichen Sexualstraftäter identifiziert, der seit Juni sieben Vergewaltigungen in Berlin und Brandenburg begangen beziehungsweise versucht haben soll. Der Aufenthaltsort des 30-Jährigen sei jedoch unbekannt, teilten die Beamten mit. Die Ermittlungen würden andauern. Dem Mann werden fünf Vergewaltigungen oder versuchte Vergewaltigungen im Bereich des Forstes Grunewald seit dem 12. Juni vorgeworfen. Zwei weitere Taten in einem Waldgebiet bei Kleinmachnow und in Bernau nordöstlich von Berlin konnten demselben Täter zugeordnet werden. Am 25. Juni meldete ein Zeuge, dass er eine mutmaßliche Vergewaltigung auf einem Waldweg nahe des Teufelsbergs im Grunewald beobachtet habe. Vor Ort konnten die Beamten weder Täter noch Opfer feststellen. Die mutmaßlich angegriffene Frau ist der Polizei unbekannt. Aufgrund der gefundenen Spuren sowie von Zeugenaussagen gehen die Ermittler nach eigenen Angaben von einem Serientäter aus.

+++ 14:48 Uhr: Google will 10 Milliarden Dollar in Indien investieren +++

Google will in den kommenden fünf bis sieben Jahren zehn Milliarden Dollar in Indien investieren. Indien ist als zweitbevölkerungsreichstes Land der Welt einer der größten Wachstumsmärkte des Konzerns. Google geht davon aus, dass dieses Jahr rund die Hälfte der Menschen im Land Zugang zum Internet haben werden. Das Geld soll unter anderem in den bezahlbaren Zugang zu Informationen, in Unterstützung von Firmen bei der digitalen Transformation sowie in künstliche Intelligenz in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Landwirtschaft fließen, wie aus einer Stellungnahme der Firma hervorgeht.

Neben Google interessieren sich auch andere amerikanische Technologie-Giganten für den indischen Markt. Dieses Jahr hatte sich Facebook für 5,7 Milliarden Dollar mit knapp 10 Prozent bei Jio Platforms eingekauft, der Tochterfirma eines führenden Mobilfunk-Anbieters. Ebenfalls in diesem Jahr hatte Amazon-Chef Jeff Bezos angekündigt, eine weitere Milliarde Dollar in Indien zu investieren, um kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung zu unterstützen.

+++ 14:28 Uhr: Wohl erster Tag ohne Corona-Toten in New York seit März +++

Im von der Corona-Pandemie stark betroffenen New York hat es vorläufigen Daten zufolge erstmals seit dem Ausbruch einen Tag ohne bestätigten oder wahrscheinlichen Todesfall nach einer Infektion mit dem Virus gegeben. Für Sonntag meldete die New Yorker Gesundheitsbehörde zunächst keinen auf das Virus zurückzuführenden Toten. Es wäre der erste solche Tag seit dem ersten gemeldeten Todesfall in der Stadt am 11. März. New York war einst das Epizentrum der Coronavirus-Pandemie in den USA. Im April starben in der Metropole an manchen Tagen mehr als 500 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus. Insgesamt steckten sich den städtischen Daten zufolge von den rund 8,5 Millionen Einwohnern bislang rund 215.000 an, rund 25.000 starben wahrscheinlich oder bestätigt nach einer Infektion mit dem Virus. Zuletzt waren die Neuinfektionszahlen in New York stark gesunken - in vielen anderen Teilen der USA allerdings stark gestiegen, weshalb auch die Millionenstadt einen erneuten Anstieg befürchtet.

+++ 14.25 Uhr: Bruder von Tottenhams Serge Aurier offenbar erschossen +++

Der jüngere Bruder von Tottenham-Verteidiger Serge Aurier ist Medienberichten zufolge in Südfrankreich erschossen worden. Der Londoner Premier-League-Club Tottenham Hotspur bestätigte den Tod von Auriers Bruder - dieser sei in den frühen Morgenstunden gestorben. Zur Todesursache machte der englische Fußballverein keine Angaben. Französische Medien berichten übereinstimmend, dass Aurier in der südfranzösischen Stadt Toulouse in einem Nachtclub angeschossen worden und schließlich gestorben sei. Der Verdächtige war demnach geflüchtet. Die Hintergründe des Vorfalls seien unklar. 

Serge Auriers jüngerer Bruder hat den Berichten zufolge ebenfalls Fußball gespielt - allerdings auf Amateurniveau. Der 27-jährige Serge Aurier von der Elfenbeinküste spielt seit 2017 für Tottenham, vorher war er unter anderem bei Paris Saint-Germain unter Vertrag.

+++ 14.20 Uhr: Mallorca erlässt weitreichende Maskenpflicht auch im Freien +++

Auf Mallorca und den anderen Baleareninseln ist heute wegen der Corona-Pandemie eine weitgehende Maskenpflicht in Kraft getreten. Ein entsprechendes Dekret wurde im Amtsblatt veröffentlicht. Wer es missachtet, riskiert ein Bußgeld von 100 Euro. In den ersten Tagen soll es jedoch nur Ermahnungen geben. Die Behörden hatten einige Ausnahmen angekündigt: Am Strand, am Pool, beim Essen und Trinken, beim Sport und in der Natur außerhalb von Ortschaften dürfe die Maske abgenommen werden, hieß es.

Die Gesundheit der Urlauber und der Einheimischen habe Priorität, begründete die Präsidentin der Balearen-Regionalregierung, Francina Armengol, die Maskenpflicht. Das Coronavirus sei immer noch da. Mit der Maßnahme folgen die Balearen dem Beispiel Kataloniens und der Extremadura. Dort ist das Tragen einer Mund-Nase-Maske praktisch überall außerhalb der eigenen vier Wände bereits Pflicht, selbst, wenn der Sicherheitsabstand zu anderen gewahrt werden kann. Auch andere spanische Regionen bereiten eine solche Maskenpflicht vor.

+++ 14.11 Uhr: Bundesregierung will sich für deutsche Studierende in USA einsetzen +++

Die Bundesregierung will sich gegenüber den USA für deutsche Studierende einsetzen, denen wegen der Corona-Pandemie die Ausweisung droht. Der von der US-Regierung angekündigte Visa-Entzug bringe "die deutschen Studierenden in eine sehr belastende und schwierige Situation", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin. Die Bundesregierung spreche im Rahmen der laufenden Verhandlungen über die Lockerung von Reisebeschränkungen mit den USA über dieses Thema. Nach Angaben der Bundesregierung befinden sich derzeit etwa 9200 deutsche Studenten in den USA. Der Außenamtssprecher in Berlin sagte, dass die deutschen Vertretungen in den USA als Ansprechpartner für die Beratung der Betroffenen zur Verfügung stünden. Die US-Regierung hatte angekündigt, Studenten das Visum zu entziehen, die wegen der Corona-Krise vorerst an ihren Universitäten nur noch an Online-Kursen teilnehmen.

+++ 13.27 Uhr: US-Behörde genehmigt beschleunigtes Verfahren zu Corona-Impfstoff +++

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem amerikanischen Konzern Pfizer und der Mainzer Firma Biontech ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für zwei mögliche Impfstoffkandidaten gegen das Coronavirus genehmigt. Das teilten beide Unternehmen mit. Es handele sich um die am weitesten entwickelten Varianten eines möglichen RNA-Impfstoffs mit Namen "BNT 162b1" und "BNTb2". Insgesamt laufen in den USA und in Deutschland Studien der Phase I und II zu vier Kandidaten. 

Für die USA hatten Biontech und Pfizer zuletzt schon erste Ergebnisse zu einem Wirkstoffkandidaten vorgelegt, konkret zu "BNT 162b1". Diese nannten die Unternehmen "ermutigend", auch mehrere Experten hatten von positiven Ergebnissen gesprochen. Probanden hatten Antikörper gegen den Erreger Sars-CoV-2 entwickelt. Unklar ist aber noch, ob diese Antikörper tatsächlich vor einer Infektion mit Sars-CoV-2 schützen. Das sollen Tests mit bis zu 30.000 Probanden zeigen. Erste Ergebnisse zu Tests in Deutschland werden laut Biontech noch im Juli erwartet.

+++ 13.27 Uhr: Stuttgarter Krawalle: Bundesregierung weist Begriff "Stammbaumforschung" zurück +++

Die Bundesregierung lehnt es ab, im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu den Tatverdächtigen der Krawallnacht in Stuttgart von "Stammbaumforschung" zu sprechen. Auf die Frage eines Journalisten, ob "Stammbaumforschung" auch zu den Aufgaben der Bundespolizei gehöre, antwortete Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin: "Wer immer den jetzt auch in die Arena geworfen hat, dieser Begriff verbietet sich in diesem Zusammenhang, das ist ein historisch belastetes und nicht angebrachtes Wort." Die Bundesregierung gehe davon aus, dass die baden-württembergischen Behörden die nötigen Ermittlungsarbeiten nach Recht und Gesetz durchführen. Seibert betonte: "In der Tat gibt es erhebliche Straftaten aufzuklären in Stuttgart." Daran seien auch die Stuttgarter Bürger interessiert. Nach eigenen Angaben hat die Stuttgarter Polizei in elf Fällen den Migrationshintergrund von Verdächtigen der Stuttgarter Krawallnacht bei Standesämtern abgefragt. Diese Personen hätten sich in Vernehmungen nicht zu ihrer Herkunft äußern wollen, so die Polizei.

+++ 13.14 Uhr: Angeblich Corona-freies Turkmenistan empfiehlt Einwohnern Masken "gegen den Staub" +++

Die Behörden in Turkmenistan haben die Bevölkerung erstmals zum Tragen von Schutzmasken aufgerufen - wegen der "hohen Staub-Konzentration in der Luft". Das zentralasiatische Land beteuert bis heute, keinen einzigen Corona-Infektionsfall zu haben. Dennoch hält sich eine Delegation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit vergangener Woche im Land auf, um die Reaktion der Behörden auf die Pandemie zu prüfen. Noch vergangenen Monat hatte das turkmenische Außenministerium eine Corona-Warnung der US-Botschaft an seine Bürger als "Falschmeldung" abgetan. Auch nach ausländischen Medienberichten über eine sich ausbreitende Lungenentzündung in der abgeschotteten ehemaligen Sowjetrepublik blieb die Regierung bei ihren Beteuerungen. Nun aber empfahl das Gesundheitsministerium allen Bürgern zusätzlich neben den Masken wenigstens einen Meter voneinander Abstand zu halten und nicht zu nah an Klimanlagen zu stehen. Gründe für die Empfehlungen wurden nicht genannt. In den vergangenen Monaten hatte die Polizei immer wieder Bürger vom Tragen der Schutzmasken abgehalten. Bei Großveranstaltungen der Regierung war niemand mit Maske anzutreffen. 

+++ 13.01 Uhr: Alleinerziehende Frauen besonders von finanziellen Folgen der Coronakrise betroffen +++

Alleinerziehende Frauen sind besonders von den finanziellen und wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise betroffen. In Deutschland treffen die Folgen vor allem die unteren sozialen Schichten und die Selbstständigen - und dabei besonders alleinerziehende Frauen, geht aus einer bundesweiten Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa hervor, deren erste Ergebnisse wurden in Berlin vorgestellt wurden. Laut Forsa-Chef Manfred Güllner haben sich bei den abhängig Beschäftigten, also den Arbeitern, Angestellten und Beamten, 19 Prozent derjenigen mit Kindern im Haushalt beurlauben oder freistellen lassen, um ihre Kinder zu betreuen. Bei den alleinerziehenden Frauen waren dies 30 Prozent. Besonders gravierend waren die Auswirkungen der Corona-Krise für die Selbstständigen insgesamt, von denen 22 Prozent ihre Arbeit ganz einstellen mussten. Von den weiblichen Selbstständigen konnten nur 32 Prozent und von den alleinerziehenden Frauen unter den Selbstständigen sogar nur 15 Prozent ihre Arbeit unverändert fortführen.

+++ 12.50 Uhr: AfD-Schiedsgericht lädt Kalbitz zur mündlichen Verhandlung +++

Im Streit um die Parteimitgliedschaft des Brandenburger AfD-Fraktionsvorsitzenden Andreas Kalbitz hat das Bundesschiedsgericht der AfD den Politiker zu einer mündlichen Verhandlung geladen. Die Verhandlung am 27. Juli in Stuttgart soll ohne die Parteiöffentlichkeit stattfinden, "weil bedingt durch die Corona-Pandemie kein ausreichend großer Sitzungssaal zur Verfügung steht", heißt es im Beschluss des Schiedsgerichts, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Im Mai hatte der AfD-Bundesvorstand Kalbitz aus der Partei geworfen. Als Grund gab er an, Kalbitz habe bei Parteieintritt eine frühere Mitgliedschaft in der inzwischen verbotenen rechtsextremen "Heimattreuen Deutschen Jugend" (HDJ) und bei den Republikanern nicht angegeben. Kalbitz bestreitet die Mitgliedschaft in der HDJ.

+++ 12.38 Uhr: Lateinamerika bei der Zahl der Corona-Toten an zweiter Stelle nach Europa +++

Lateinamerika hat bei der Zahl der Corona-Toten die USA und Kanada überrundet und steht nun an zweiter Stelle hinter Europa. Nach einer AFP-Zählung verzeichnete die Region offiziell 144.758 Todesopfer der Pandemie, die USA und Kanada haben demnach 144.023 Todesfälle registriert. In Europa lag die Zahl der gestorbenen Covid-19-Patienten den Behördenangaben zufolge bei 202.505. Am schwersten betroffen ist Brasilien mit 72.100 Corona-Toten - das entspricht fast der Hälfte aller Opfer in Lateinamerika. Es folgen Mexiko, das mit 35.006 Toten inzwischen Italien überrundet hat, Peru mit 11.870 und Chile mit 6979 Todesfällen. Insgesamt 3,37 Millionen Menschen in Lateinamerika haben sich nach Angaben der Behörden mit dem Virus angesteckt. Experten glauben, dass sowohl die Zahl der Corona-Toten wie auch der Infizierten in Lateinamerika in Wirklichkeit deutlich höher ist.  

+++ 12.20 Uhr: Saarland startet repräsentative Antikörper-Studie +++

Im Saarland sollen in einer repräsentativen Studie in den kommenden Wochen rund 2300 Menschen auf Antikörper gegen das Coronavirus getestet werden. Erstmals wollen Forscher am Beispiel eines Flächenbundeslandes zeigen, wie stark sich das Virus verbreitet hat, wie die Universität des Saarlandes mitteilte. Auch soll es darum gehen, wie hoch die Rate der bislang unentdeckten Infektionen ohne oder mit nur leichten Krankheitssymptomen ist. Ab der kommenden Woche werden 5000 zufällig ausgewählte volljährige Saarländer angeschrieben, wie die Universität weiter erklärte. Diese sollen sich dann Blut abnehmen lassen und einen Fragebogen ausfüllen. Die Auswertung der Testreihen der Stichprobe soll unter anderem mittels verschiedener Antikörper-Tests bis in den Herbst erfolgen.

+++ 12.15 Uhr: Mehr als 140 Tote und Vermisste bei schweren Überschwemmungen in China +++

Bei schweren Überschwemmungen und Erdrutschen in China sind mehr als 140 Menschen ums Leben gekommen oder vermisst gemeldet worden. Betroffen sind vor allem Städte und Gemeinden entlang des Jangtse-Flusses, darunter auch die Metropole Wuhan. Mehr als 30 Flüsse im Zentrum und Osten Chinas führen inzwischen Rekord-Hochwasser mit sich, für mehr als 430 weitere Flüsse gelten Warnungen, wie das Ministerium für Wasserwirtschaft mitteilte. Heftiger Regen und Überschwemmungen begleiten jeden Sommer die Menschen in den betroffenen Regionen - vor allem im dicht besiedelten Jangtse-Becken. Seit Ende Juni regnet es aber praktisch ununterbrochen, und in der vergangenen Woche wurde der Regen so heftig, dass die Behörden ihre Warnstufen weiter erhöhten. Mehr als 28.000 Häuser sind demnach bereits zerstört und fast 38 Millionen Menschen betroffen.

+++ 12.06 Uhr: Alpengletscher legt mögliche Absturz-Überreste frei +++ 

Ein Alpengletscher am Mont Blanc hat mögliche Überreste eines Flugzeugabsturzes von vor fast 55 Jahren freigelegt. Im Schmelzeis gefundene Zeitungen aus Indien befanden sich vermutlich an Bord einer Air-India-Maschine, die am 24. Januar 1966 in dem französischen Bergmassiv zerschellte. Bei dem Absturz kamen 177 Menschen ums Leben. Der Betreiber eines Snack-Restaurants auf gut 1300 Meter Höhe bei Chamonix fand die Zeitungen, die den Aufstieg Indira Gandhis zur ersten indischen Ministerpräsidentin verkünden.    

Vor drei Jahren hatte der Gletscher auch menschliche Überreste freigelegt. Unklar ist aber, ob es sich um Passagiere des Air-India-Flugs handelt oder um Insassen einer anderen indischen Maschine, die bereits 1950 am Mont Blanc abgestürzt war. Im Jahr 2013 fand ein Skiwanderer zudem eine Kiste mit Edelsteinen, deren Wert auf bis zu 246.000 Euro geschätzt wird. Auch die Smaragde und Saphire stammen wahrscheinlich aus dem Air-India-Flug.

+++ 11.44 Uhr: China reagiert auf Sanktionen wegen Uiguren mit Strafmaßnahmen gegen US-Bürger +++ 

China hat seinerseits mit Strafmaßnahmen gegen ranghohe US-Vertreter auf Sanktionen aus Washington wegen des chinesischen Vorgehens gegen die muslimische Minderheit der Uiguren reagiert. Der Schritt sei die "Antwort auf die falschen Aktionen der USA", sagte eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums. Die bislang nicht weiter definierten Sanktionen richten sich demnach gegen vier Mitglider der republikanischen Partei, unter ihnen die Senatoren Marco Rubio und Ted Cruz. US-Außenminister Mike Pompeo hatte am Donnerstag "furchtbare und systematische" Menschenrechtsverletzungen in der chinesischen Provinz Xinjiang angeprangert. Als Strafmaßnahme verhängte er Einreiseverbote gegen drei Parteimitglieder und deren Familien und kündigte das Einfrieren von Vermögen in den USA an.

+++ 11.37 Uhr: Suche nach deutschem Mädchen auf Ameland – vermutlich ertrunken +++

Rettungskräfte haben die Suche nach einem vermissten deutschen Mädchen auf der Wattenmeerinsel Ameland fortgesetzt. Die 14-Jährige sei sehr wahrscheinlich ertrunken, teilte ein Sprecher der Behörden in Nes auf der niederländischen Insel mit. Es gebe keine Hoffnung mehr, dass sie überlebt habe. Das Mädchen war am späten Samstagabend vermutlich durch die heftige Strömung in der See mitgerissen worden. Die Einsatzkräfte wurden auch von rund 20 Krabbenfischern aus Friesland und Groningen bei der Suche unterstützt. Der Vater war den Berichten zufolge mit zwei Töchtern während des Sonnenuntergangs im Wasser. Die 14-Jährige war vermutlich abgetrieben und in der Dunkelheit schnell nicht mehr zu sehen. Der Vater und die jüngere Schwester retteten sich an den Strand und alarmierten die Rettungskräfte alarmiert. 

+++ 11.36 Uhr: Wahlkommission: Polnischer Präsident Duda wiedergewählt +++

Polens Präsident Andrzej Duda ist für eine weitere Amtszeit wiedergewählt worden. Wie die Wahlkommission am Montag nach Auszählung von mehr als 99,9 Prozent der Stimmen bekannt gab, kam Duda bei der Stichwahl am Montag auf 51,2 Prozent der Stimmen, sein liberalkonservativer Rivale Rafal Trzaskowski erzielte demnach 48,8 Prozent. 

+++ 11.34 Uhr: Ermittler nehmen zwei mutmaßliche Kriegsverbrecher aus Syrien fest +++

Der Generalbundesanwalt hat zwei Syrer festnehmen lassen, die 2012 an der Hinrichtung eines Oberstleutnants der Regierungstruppen beteiligt gewesen sein sollen. Die Männer stünden unter dem dringenden Verdacht, ein Kriegsverbrechen begangen zu haben, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Die Beschuldigten wurden demnach am Morgen in Naumburg in Sachsen-Anhalt und Essen gefasst, auch ihre Wohnungen dort wurden durchsucht. Die Ermittler bringen beide Festgenommene mit der Terrormiliz Al-Nusra-Front in Verbindung. Beide Männer sollten am Montag am Bundesgerichtshof (BGH) einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. 

+++ 11.31 Uhr: Zahl der Geburten in Deutschland im vergangenen Jahr leicht gesunken +++

Die Zahl der Geburten in Deutschland ist im vorigen Jahr leicht gesunken. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, ging sie im Vergleich zu 2018 um rund 9400 auf etwa 778.100 zurück. Insgesamt stieg die Zahl der Geburten in der Bundesrepublik in den vergangenen zehn Jahren in der Tendenz an. Insgesamt starben in Deutschland im vergangenen Jahr mehr Menschen als neu geboren wurden, die Differenz betrug 161.400. Es gab rund 939.500 Sterbefälle. Das war ein Rückgang um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2018, als nach Angaben der Statistiker eine besonders starke Grippewelle die Sterbezahlen erhöhte. 

+++ 11.10 Uhr: Spahn optimistisch bei Corona-Impfstoff +++ 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) äußerte sich positiv dazu, dass es viele in Deutschland und international Impfstoff-Kandidaten gebe, die die Stufen zwei und drei erreicht hätten. Man sei zuversichtlich und optimistisch, aber eine Garantie gebe es mit dem Start der Studien nicht. "Stand heute ist Anlass für Optimismus da", so Spahn.

+++ 10.36 Uhr: Spahn mahnt zu Masken in Flugzeugen, Wieler sieht Risiko an Flughäfen +++

Viele reisen mit dem Flugzeug in den Urlaub. Bundesgesundheitsminister Spahn appellierte, dass die Maskenpflicht in Flugzeugen einzuhalten sei. RKI-Präsident Wieler sieht hingegen die größere Gefahr an Flughäfen beziehungsweise auf dem Weg dorthin. Beim Check-In oder Boarding könnten Menschen auch dicht beieinander stehen. Spahn mahnte erneut, auch in Urlaubszeiten wachsam zu bleiben: "Wir dürfen das Erreichte nicht gefährden."

+++ 10.25 Uhr: Wieler präsentiert Zwischenergebnis von Antikörper-Studie +++

1,3 Prozent der Proben bei Blutuntersuchungen zu Antikörpern hätten eben diese Corona-Antikörper enthalten. Dies zeige, dass ein Großteil der Menschen in Deutschland keinen Kontakt mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 hatte, so RKI-Präsident Wieler. Am häufigsten gab es Antikörper bei Männern und Personen zwischen 25 und 29 Jahren. Es sei ein Zwischenergebnis, die Untersuchung laufe bis September weiter. Die Ergebnisse seien nicht repräsentativ, so Wieler. 

+++ 10.18 Uhr: RKI-Präsident Wieler: Testkapazität in Deutschland auf "guter Basis"

Der Präsident der Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, gibt einen Lagebericht zur Corona-Lage in der Welt. Die Zahlen hätten stark zugenommen, mehr als zwölf Millionen Infektionen wurden gemeldet. Er ging auch auf Lockerungsmaßnahmen in verschiedenen Ländern ein, die teilweise wegen des Infektionsgeschehens zurückgenommen wurden. In Deutschland gebe es 198.963 gemeldete Fälle, 9064 Menschen seien an den Folgen von Covid-19 gestorben. Die Behandlungskapazitäten seien aber gut, sagte Wieler. Die Testkapazität in Deutschland liege bei mehr als einer Millionen pro Woche. Das sei eine "gute Basis".

Bei der Corona-Warn-App seien 500 "Tele-TANs" ausgegeben worden. Das bedeutet, dass 500 Menschen die Möglichkeit hatten, über ihre Infektion andere Nutzerinnen und Nutzer zu informieren.

+++ 10.15 Uhr: Spahn will Europa in Corona-Zeiten stärken +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will sich in der Ratspräsidentschaft für mehr Unabhängigkeit der EU bei der Versorgung mit Arzneimitteln und Schutzausrüstung einsetzen. "Es sollte sich nicht in China entscheiden, ob wir ausreichend Schutzmasken oder Medikamente haben", sagte Spahn am Montag in Berlin. "In dieser Krise haben wir Europäer erneut erfahren, dass wir zusammenstehen müssen, um Gefahren abzuwehren".     

Es habe sich gezeigt, "dass wir souveräner werden müssen, um uns zu schützen". Außerdem will Spahn im Rahmen der Ratspräsidentschaft die EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde (ECDC) stärken. Der Minister kündigte zudem an, dass er die Rolle Europas in der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stärken wolle. Der angekündigte Austritt der USA sei ein "herber Rückschlag" für die Organisation. Es gehe aber auch darum, bei der Organisation notwendige Reformprozesse voranzutreiben.

+++ 10.08 Uhr: Spahn zu Corona in Urlaubszeiten: "Die Bilder aus Mallorca besorgen mich" 

Urlaubszeiten seien auch Zeiten von Begegnungen, so Spahn. "Die Bilder aus Mallorca besorgen mich", sagte der Gesundheitsminister. "Wir müssen sehr aufpassen, dass der Ballermann nicht ein zweites Ischgl wird". Am Wochenende hatten Bilder aus Mallorcas Partyhochburgen für Schlagzeilen gesorgt, die hunderte auch deutsche Touristen beim Feiern zeigen sollen. Kaum einer trug eine Maske oder hielt sich an Abstandsregeln. Umarmungen oder Partys solle man meiden, mahnt Spahn an. Es bestehe die Gefahr, dass Corona-Fälle aus dem Urlaub zurück nach Deutschland kämen. Es bedeute aber nicht, dass man automatisch mit einer zweiten Welle im Herbst rechne. Es könne gelingen, dies zu verhindern. Spahn mahnte daher zu Vernunft. Es gelte Regeln zu beachten. "Wo miteinander gefeiert wird, ist das Infektionsrisiko besonders hoch", warnte Spahn.

+++ 10.03 Uhr: Spahn: "Gefahr einer zweiten Welle ist real"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dankte bei einer Pressekonferenz der deutschen Bevölkerung für ihre Disziplin. Die Corona-Lage sei bisher gut gemeistert worden, das Infektionsgeschehen sei niedrig. Es gebe wenige lokale Ausbrüche, sagte er in der Bundespressekonferenz in Berlin. Dies sei erfreulich. "Wir dürfen uns aber nicht in falscher Sicherheit wiegen", mahnte er aber an. Die Pandemie sei nicht vorbei. "Die Gefahr einer zweiten Welle ist real." Spahn ermahnte erneut, Abstand zu halten, die Hygienemaßnahmen einzuhalten und Masken zu tragen. 

+++ 9.59 Uhr: Spahn äußert sich zur Corona-Lage in Urlaubszeiten +++ 

In den Sommerferien reisen Millionen Bundesbürger ins In- und Ausland – was bedeutet das für die weitere Eindämmung des Coronavirus? Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will um 10.00 Uhr in Berlin zur Situation in Urlaubszeiten Stellung nehmen. Auch der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, gibt dazu Einschätzungen ab. 

+++ 9.45 Uhr: Millionäre fordern höhere Steuern für Wiederaufbau nach Corona +++

Eine Gruppe von 83 Millionären aus sieben Ländern setzt sich für höhere Steuern für Superreiche ein, um den gesellschaftlichen Wiederaufbau nach der Corona-Pandemie zu finanzieren. Die durch die Pandemie verursachten Probleme "lassen sich nicht durch Wohltätigkeit lösen, egal wie generös sie auch sein mag", heißt es in einem am Montag von Oxfam und anderen Hilfsorganisationen verbreiteten offenen Brief. Erforderlich zur Finanzierung des Wiederaufbaus seien "dauerhaft höherer Steuern für die reichsten Menschen auf diesem Planeten, für Menschen wie uns". Der Brief erscheint im Vorfeld des Treffens der G20-Finanzminister und des EU-Gipfels, die Ende dieser Woche stattfinden. Prominente Unterzeichner des offenen Briefes sind die deutsche Start-up-Investorin und Philanthropin Dr. Mariana Bozesan, der britische Drehbuchautor und Regisseur Richard Curtis und der Mitgründer der US-Eismarke Ben & Jerry's, Jerry Greenfield. 

+++ 9.14 Uhr: Suche nach mutmaßlich hochgefährlichem 31-Jährigen im Schwarzwald dauert an +++

In Baden-Württemberg suchen zahlreichen Polizisten weiter nach einem mutmaßlich schwer bewaffneten Verdächtigen, der am  Sonntagmorgen mehrere Beamte bedroht und entwaffnet hat. An der Fahndung in den ausgedehnten Wäldern rund um den Ort Oppenau im Schwarzwald beteiligten sich unter anderem auch Spezialeinsatzkräfte, Hubschrauber mit Wärmebildkameras sowie Suchhunde, wie die Einsatzkräfte in Offenburg am Montag mitteilten. Die Polizei stufte den 31-Jährigen, der nach ihren Angaben ohne festen Wohnsitz in den Wäldern lebt und sich darin gut auskennt, als gefährlich ein. Die Menschen in der Region wurden aufgerufen, Waldgebiete zu meiden, sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten und keine Anhalter mitzunehmen.

Laut Polizei hatte der Mann am Sonntagmorgen bei einer Kontrolle im Bereich Oppenau vier Polizisten nach anfänglich kooperativem Verhalten massiv mit einer Schusswaffe bedroht. Er forderte die Beamten auf, ihre Dienstwaffen abzulegen und nahm diese an sich. Danach floh er vermutlich mit den erbeuteten Waffen in den Wald. Der 31-Jährige fiel nach Angaben der Ermittler in der Vergangenheit bereits unter anderem wegen Verstößen gegen Waffengesetze auf. Bereits am Sonntag hatten die Beamten erklärt, es sei unklar, ob er in einer "psychischen Ausnahmesituation" sei und welche Gefahr von ihm eventuell ausgehe.

+++ 8.59 Uhr: Nelson Mandelas Tochter Zindzi gestorben +++

Die jüngste Tochter des früheren südafrikanischen Präsidenten und Nationalhelden Nelson Mandela, Zindzi Mandela, ist tot. Wie der öffentlich-rechtliche Sender SABC berichtete, starb sie am frühen Montagmorgen in einem Krankenhaus in Johannesburg. Sie wurde 59 Jahre alt. Zum Zeitpunkt ihres Todes war Mandela Botschafterin ihres Landes für Dänemark. Woran sie starb, war zunächst unklar.

+++ 8.28 Uhr: Duda bei Präsidentschaftswahl in Polen laut offiziellen Teilergebnissen vorn +++

Bei der Präsidentschaftswahl in Polen liegt der konservative Amtsinhaber Andrzej Duda laut offiziellen Teilergebnissen vor seinem liberalkonservativen Herausforderer Rafal Trzaskowski. Wie die Wahlkommission am Montag mitteilte, kam Duda nach Auszählung von mehr als 99 Prozent der Stimmen bei der Stichwahl am Sonntag auf 51,2 Prozent, auf Trzaskowski entfielen demnach 48,8 Prozent. Ein Wahlsieg Dudas dürfte die Vormachtstellung der nationalkonservativen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) weiter festigen.

+++ 8.24 Uhr: 30-jähriger in Texas stirbt an Infektion nach "Covid-19-Party" +++

Im Bundesstaat Texas ist ein 30-Jähriger an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben, nachdem er an einer "Covid-19-Party" teilgenommen hatte. Der Gastgeber der Party sei selber mit dem neuartigen Virus infiziert gewesen, teilte die Chefmedizinerin am Methodisten-Krankenhaus in San Antonio, Jane Appleby, in einem von US-Medien verbreiteten Video mit.     

Bei der Party hätten die Teilnehmer herausfinden wollen, ob das Virus wirklich existiere und ob es gegebenenfalls besiegt werden könne, sagte die Ärztin. Der nun Verstorbene habe kurz vor seinem Tod über seinen Partybesuch gesagt: "Ich glaube, ich habe einen Fehler gemacht." Der Patient habe das Coronavirus für einen "Schwindel" und sich aufgrund seines jungen Alters ohnehin für "unbesiegbar" gehalten. Appleby beschrieb den Fall als Warnung an junge Leute. Mit dem Coronavirus infizierte junge Menschen würden oft nicht selber erkennen, wie krank sie tatsächlich seien. Bei Untersuchungen des Sauerstoffgehalts in ihrem Blut und Labortests werde oft festgestellt, dass sie "in Wahrheit kranker sind als sie scheinen". US-Präsident Donald Trump pocht unterdessen auf eine Rückkehr zum normalen Schulbetrieb nach den Sommerferien – obwohl die Infektionsraten in den Vereinigten Staaten seit einigen Wochen wieder deutlich steigen, vor allem im Süden und Westen des Landes. Texas gehört zu den Bundesstaaten, in denen sich das Coronavirus seit einiger Zeit rasant ausbreitet.

+++ 8.15 Uhr: Experte rechnet nicht mit Corona-Impfstoff bis kommendes Jahr +++

Der französische Epidemiologe Arnaud Fontanet geht nicht davon aus, dass die Entwicklung eines vollständig wirksamen Impfstoffes gegen das neuartige Coronavirus bis ins kommende Jahr gelingt. Die Entwicklung eines Impfstoffes dauere in der Regel mehrere Jahre, sagte Fontanet am Sonntag im Sender BFMTV. Der Berater der französischen Regierung in der Coronakrise rief die Menschen dazu auf, Abstandsregeln aufgrund der Pandemie ernst zu nehmen. Zwar gebe es "beispiellose Bemühungen zur Entwicklung eines Impfstoffs" gegen das Coronavirus, sagte Fontanet. "Ich wäre aber sehr überrascht, wenn wir 2021 einen effektiven (Impfstoff) hätten." Die Corona-Krise sei noch lange nicht vorbei, betonte der Epidemiologe. "Wir müssen mit dem Virus leben." Die Menschen müssten sich deshalb besser an die Einschränkungen aufgrund der Pandemie halten als bisher. "Lassen Sie uns diesen Sommer die Abstandsregeln einhalten - wenigstens das!", forderte Fontanet.

+++ 7.58 Uhr: Enkel von Elvis Presley mit 27 Jahren gestorben +++

Benjamin Keough, Enkel des "King of Rock'n'Roll" Elvis Presley und Sohn von US-Sängerin Lisa Marie Presley, ist im Alter von 27 Jahren gestorben. "Sie vergötterte diesen Jungen. Er war die Liebe ihres Lebens", zitierte das US-Portal "People.com" einen Sprecher von Lisa Marie Presley am Sonntagabend (Ortszeit). Sie sei mehr als am Boden zerstört. Das Promi-Portal "TMZ" berichtete, dass Keough in der Stadt Calabasas im US-Bundesstaat Kalifornien Suizid begangen habe.

Benjamin Keough stammte aus der ersten Ehe der 52 Jahre alten Sängerin mit dem Musiker Danny Keough. Mit ihm hat Presley auch eine gemeinsame Tochter - die Schauspielerin Riley Keough (31, "Mad Max: Fury Road"). Mit dem Gitarrist Michael Lockdown hat Presley zwei jüngere Töchter. Presley und Lockdown hatten im Juni 2016 nach zehnjähriger Ehe die Trennung bekanntgegeben. Die Musikerin war ebenfalls mit dem 2009 gestorbenen Popstar Michael Jackson und dem Schauspieler Nicolas Cage verheiratet.

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

Für Kinder und Jugendliche steht auch die Nummer gegen Kummer von Montag bis Samstag jeweils von 14 bis 20 Uhr zur Verfügung - die Nummer lautet 116 111

+++ 7.54 Uhr: Moschee-Attentäter in Neuseeland verzichtet bei Urteil auf Anwälte +++

Der Moschee-Attentäter von Christchurch verzichtet bei der bevorstehenden Urteilsverkündung auf Anwälte. Wie heute bekannt wurde, wolle der Mann von seinem Recht Gebrauch machen und sich selbst vertreten, gab Richter Cameron Mander bekannt. Das Urteil soll am 24. August verkündet werden.

Der angeklagte Rechtsextremist hatte sich im März in einer Videoschalte überraschend schuldig bekannt. Dem Australier werden 51 Morde, 40 versuchte Morde sowie Terrorismus zur Last gelegt. Ihm droht lebenslange Haft. Ein Anwalt werde für den Fall bereitstehen, dass sich der Angeklagte später doch noch entscheiden werde, sich rechtlich vertreten zu lassen, hieß es.

Das Attentat vom 15. März 2019 war das schwerste Gewaltverbrechen in der jüngeren Geschichte des Pazifikstaates. Der Täter hatte damals in zwei Moscheen in Christchurch auf muslimische Gläubige geschossen. Die Attacke übertrug er per Helmkamera live im Internet. 

+++ 7.51 Uhr: Mueller soll erneut vor US-Kongress befragt werden +++

Der frühere FBI-Sonderermittler Robert Mueller soll vor dem Justizausschuss des US-Senats befragt werden. Der republikanische Ausschussvorsitzende Lindsey Graham schrieb am Sonntag (Ortszeit) auf Twitter, einer entsprechenden Bitte der Demokraten werde entsprochen. Er reagierte damit auf einen Gastbeitrag Muellers in der "Washington Post" vom Samstag, in dem dieser seine Untersuchungen in der Russland-Affäre und die strafrechtliche Verfolgung des nun von der Haft verschonten Trump-Vertrauten Roger Stone verteidigt hatte.  

Mueller hatte geschrieben, er fühle sich gezwungen, auf Behauptungen zu reagieren, dass die Ermittlung unrechtmäßig und Stone ein Opfer seines Büros gewesen sei. US-Präsident Donald Trump hatte seinem in der Russland-Affäre verurteilten Vertrauten Stone wenige Tage vor dessen Haftantrittstermin am Freitag die Gefängnisstrafe erlassen. Stone sei strafrechtlich verfolgt und verurteilt worden, weil er Bundesverbrechen begangen habe, schrieb Mueller. Der frühere FBI-Chef äußerte sich damit erstmals seit einer Anhörung vor dem US-Kongress im Juli 2019 zu der Untersuchung. 

+++ 7.03 Uhr: Zehntausende Kunden der Deutschen Bank bedienen ihre Kredite nicht +++

Immer mehr Kunden der Deutschen Bank können wegen der Corona-Krise ihre Kredite nicht mehr bedienen. "Wir haben bislang insgesamt etwa 70.000 Stundungsanträge von Privatkunden der Deutschen Bank und der Postbank erhalten", sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Karl von Rohr der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Dabei handle es sich um einen einstelligen Prozentsatz des gesamten Kreditportfolios der Bank. Allerdings steige die Zahl der Stundungsanträge inzwischen deutlich langsamer als noch im Frühjahr.

Ein schärferes Sparprogramm oder weitere Filialschließungen hält von Rohr derzeit aber nicht für nötig. "Wir halten an dem geplanten Kostenziel fest, werden uns aber anstrengen, noch schneller unsere Ziele zu erreichen", so der Banker. Deutschlands größtes Kreditinstitut hatte sich im vergangenen Sommer einen radikalen Umbau verordnet, in dessen Zuge 18 000 Jobs wegfallen sollen. Die hauseigene Investmentbank wurde deutlich gestutzt, der Aktienhandel komplett eingestellt.

+++ 7 Uhr: Güterzug verliert weißes Pulver - Fernverkehr wird umgeleitet +++

Weil ein Güterzug einen Teil seiner Ladung verloren hat, wird der Fernverkehr zwischen Frankfurt und Kassel sowie zwischen Frankfurt und Erfurt umgeleitet. Reisende sollten mehr Zeit einplanen und sich vor der Fahrt über ihre Verbindung informieren, teilte die Deutsche Bahn am Montag mit. Wegen der Aufräumarbeiten entfallen demnach auch die Regionalzüge zwischen Neuhof und dem nahen Fulda. Es sei ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet worden. Wie lange die Strecke gesperrt bleibt, konnte ein Bahnsprecher am Morgen noch nicht abschätzen. 

Der Zug hat der Bundespolizei zufolge am Sonntagabend zwischen Bad Hersfeld und Neuhof ein weißes Pulver verloren. Es handle sich nicht um Gefahrgut, sei von der Feuerwehr aber als gesundheitsgefährdend eingestuft worden, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Das Pulver verteilte sich demnach auf einer Länge von etwa 50 Kilometern auf den Gleisen.

+++ 6.43 Uhr: Mexiko nun Land mit offiziell vierthöchster Zahl von Corona-Toten +++

Mexiko ist inzwischen das Land mit der weltweit vierthöchsten Zahl von verzeichneten Todesopfern der Corona-Pandemie. Wie das Gesundheitsministerium in Mexiko-Stadt am Sonntag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden weitere 276 Todesfälle gezählt, womit die Gesamtzahl der Corona-Toten auf 35.006 stieg. Mexiko setzte sich damit vor Italien, wo bis Sonntag 34.954 Todesopfer verzeichnet wurden. Noch mehr offiziell erfasste Todesopfer gibt es nur in den USA, Brasilien und Großbritannien. In den Vereinigten Staaten wurden bis Sonntag nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität rund 135.000 Todesfälle gezählt, in Brasilien etwa 72.000 und in Großbritannien knapp 45.000. Lateinamerika hat sich in den vergangenen Wochen zu einem neuen Brennpunkt der Pandemie entwickelt. Nach Brasilien und Mexiko sind dort Peru, Chile und Kolumbien die am stärksten betroffenen Länder.

+++ 6.24 Uhr: Dramatisches Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Präsidentenwahl in Polen +++

In den Prognosen nach Schließung der Wahllokale am Sonntagabend hat der Amtsinhaber Andrzej Duda knapp vor seinem Rivalen Rafal Trzaskowski gelegen. Sein Vorsprung war jedoch derart dünn, dass der Ausgang der Stichwahl zwischen dem rechtsgerichteten Staatschef und seinem liberalkonservativen Herausforderer in der Nacht offen blieb. Die drei Prognosen des Ipsos-Instituts beruhten auf Befragungen von Wählern bei Verlassen der Wahllokale. Die offiziellen Ergebnisse wurden erst für den Verlauf des Montags erwartet. (Hier mehr zum Thema)

+++ 5.53 Uhr: "Warenstau" Hemdenhersteller Olymp +++ 

Olymp fährt ein besonderes Geschäftsmodell: Der Hemdenhersteller erzielt die Hälfte seines Umsatzes mit Waren, die er vorproduziert und dann jederzeit abrufbereit für den Handel zur Verfügung stellt. Die andere Hälfte kommt vier Mal im Jahr als Kollektion für die jeweilige Jahreszeit auf den Markt. Die Folge in Zeiten von Corona ist ein "wahnsinniger Warenstau", sagt Inhaber Mark Bezner - durch den hohen "Never-Out-of-Stock"-Anteil mit sofort verfügbarer Lagerware sei man besonders stark von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. "Wir haben relativ lange Vorlaufzeiten. Aber alles, was ich bei meinen Partnern bestellt habe, haben wir auch nach Ausbruch der Pandemie wie vereinbart abgenommen", sagt Bezner. Der Grund: "Wir haben in Asien Partner, mit denen wir zum Teil über 30 Jahre zusammenarbeiten - die lassen wir nicht auf ihrer Ware sitzen." Im eigenen Lager sei nun wegen des mangelnden Absatzes kein Platz mehr, gleichzeitig rollten weiterhin Container auf den Hof. Deshalb habe

+++ 5.53 Uhr: Grüne fordern Aussetzung von deutschem Auslieferungsabkommen mit Hongkong +++

Die Grünen haben die Bundesregierung aufgefordert, als Reaktion auf das neue chinesische Sicherheitsgesetz das deutsche Auslieferungsabkommen mit Hongkong auf Eis zu legen. Deutschland müsse damit aufhören, "Menschen nach Hongkong auszuliefern", sagte der Grünen-Europaabgeordnete Reinhard Bütikofer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montagsausgaben). Deutschland habe bislang ein Auslieferungsabkommen mit Hongkong, "aber aus gutem Grund nicht mit China, weil wir dem chinesischen Rechtssystem nicht trauen", betonte Bütikofer, der die China-Delegation des Europaparlaments leitet. Nun aber stülpe Peking der Sonderverwaltungszone sein Rechtssystem über. "Wir können doch nicht allen Ernstes Menschen in ein solches Unrechtssystem ausliefern", warnte der Grünen-Politiker. Australien und Kanada haben ihre Auslieferungsabkommen mit Hongkong bereits ausgesetzt. 

+++ 5.33 Uhr: 159 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland +++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 159 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 198 963 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Montagmorgen meldete (Datenstand 13.7., 0.00 Uhr).  In Deutschland starben den RKI-Angaben zufolge bislang 9064 mit dem Virus infizierte Menschen - das bedeutet ein Plus von 1 im Vergleich zum Vortag. Bis Montagmorgen hatten 185 100 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

+++ 5.33 Uhr: Rekordzahl an Coronavirus-Neuinfektionen in Florida +++

In Florida ist innerhalb von 24 Stunden die Rekordzahl von mehr als 15.000 neuen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. 15.299 neue Ansteckungsfälle wurden gezählt, wie das Gesundheitsministerium des Bundesstaates im Südosten der USA am Sonntag mitteilte. Dies ist die bislang höchste Zahl von Neuinfektionen, die innerhalb eines Tages in einem US-Bundesstaat registriert wurde. Den bisherigen Rekord hielt Kalifornien mit 11.694 erfassten Ansteckungsfällen binnen 24 Stunden - diese Zahl von Neuinfektionen in dem Westküstenstaat war am vergangenen Mittwoch verzeichnet worden. Das Coronavirus breitet sich seit einigen Wochen in den USA wieder in deutlich beschleunigtem Tempo aus, besonders betroffen davon sind der Süden und Westen des Landes.

+++ 5.24 Uhr: Erneut tausende regierungskritische Demonstranten in Sofia auf der Straße +++

In Bulgarien haben am vierten Abend in Folge tausende Menschen gegen die Regierung demonstriert. In der Hauptstadt Sofia forderten mehr als 3000 vor dem Parlament versammelte Demonstranten am Sonntag den Rücktritt des konservativen Ministerpräsidenten Boiko Borissow. Nach Angaben des Innenministeriums verliefen die Proteste in Sofia friedlich. Auch in anderen bulgarischen Städten demonstrierten hunderte Menschen gegen die Regierung. Ausgelöst worden waren die Proteste durch Razzien am Amtssitz von Präsident Rumen Radew. Dabei wurden ein Anti-Korruptionsbeauftragter und ein Sicherheitsberater des Präsidenten vorläufig für Befragungen festgenommen. Ihre Büros wurden im Rahmen von zwei unterschiedlichen Ermittlungsverfahren wegen Korruption und wegen Verrats von Staatsgeheimnissen durchsucht.

+++ 5.19 Uhr: Zu Internet-Hetze im Fall Lübcke 64 Tatverdächtige identifiziert +++

Die hessischen Ermittler zur Internet-Hetze gegen den erschossenen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke haben bislang 64 Tatverdächtige identifiziert. Von diesen Ermittlungsverfahren richten sich neun gegen hessische Beschuldigte, wie das Justizministerium der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden mitteilte. Diese Verfahren werden von der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt (ZIT) geführt. Die übrigen 55 Ermittlungsverfahren seien an die örtlich zuständigen Staatsanwaltschaften in insgesamt 14 Bundesländern abgegeben worden.

+++ 5.04 Uhr: Stoltenberg für globalere Nato-Ausrichtung +++

In der Debatte über die westliche Politik gegenüber China fordert Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg einen globaleren Ansatz. So müsse das atlantische Bündnis etwa mit Partnern wie Australien, Neuseeland, Südkorea und Japan zusammenarbeiten, sagte Stoltenberg dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montagsausgaben und online). "Die globale Machtbalance verschiebt sich, und wir müssen sicherstellen, dass wir unseren technologischen Vorsprung beibehalten", betonte der norwegische Politiker. Bei der Haltung der Nato gegenüber China müsse man zwischen militärischer Präsenz und politischen Initiativen unterscheiden.

+++ 5.04 Uhr: Island hofft nach Corona-Einbruch auf wachsende Touristenzahlen +++

Die isländische Reisebranche hofft nach einem erheblichen Tourismus-Rückgang während der Corona-Krise auf eine wieder wachsende Zahl an Island-Urlaubern. "In den vergangenen Monaten sind wir auf quasi Null gefallen", sagte die Leiterin der Tourismusbehörde Visit Iceland, Sigrídur Dögg Gudmundsdóttir, der Deutschen Presse-Agentur. Bereits heute sei klar, dass die Verluste für den Sektor groß sein werden: 2019 hätten ausländische Touristen 383 Milliarden isländische Kronen - umgerechnet sind das knapp 2,5 Milliarden Euro - im Land ausgegeben. Für 2020 schätze man, dass nun 250 bis 300 Milliarden Kronen (1,6 bis 1,9 Mrd Euro) davon wegfallen werden.

+++ 4.33 Uhr: Steuerzahlerbund will im Wahlrechtsstreit parteiunabhängige Lösung +++

Bei der Reform des Wahlrechts für einen kleineren Bundestag darf sich das Parlament aus Sicht des Steuerzahlerbunds nicht von parteipolitischen Interessen leiten lassen. Wenn die Fraktionen nicht schnell einen Kompromiss finden könnten, solle eine unabhängige Expertenkommission einen Vorschlag vorlegen, sagte Verbandspräsident Reiner Holznagel der Deutschen Presse-Agentur. Dieser solle als unabhängiger Antrag in den Bundestag eingebracht werde.

+++ 4.08 Uhr: Busfahrer in China soll vor Unfall mit 21 Toten Alkohol getrunken haben +++

Der schwere Busunfall vor einigen Tagen in China mit 21 Toten ist mutmaßlich auf persönliche Probleme des Fahrers zurückzuführen. Der Mann sei frustriert über den Abriss seines Hauses gewesen und habe während der Arbeit Alkohol getrunken, berichtete am Sonntag die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Der Bus war am Dienstag in der Stadt Anshun in der südwestlichen Provinz Guizhou von der Fahrbahn abgekommen und in einen Stausee gestürzt. Neben den 21 Toten gab es 15 Verletzte. An Bord des Busses hatten sich nach Angaben des örtlichen Notfalldienstes Schüler auf dem Weg zu ihren Hochschulaufnahmeprüfungen befunden. Der 52-jährige Fahrer werde eines "extremen Verbrechens" verdächtigt, meldete Xinhua unter Berufung auf das Büro für öffentliche Sicherheit in Anshun.  Der Fahrer sei "unglücklich" über sein Leben gewesen, insbesondere über den Abriss des von ihm gemieteten Hauses, berichtete die Agentur. Laut Polizei habe er vor dem Unfall Alkohol getrunken, während Passagiere aus- und zugestiegen seien. Als er sich dem Stausee genähert habe, habe er andere Fahrzeuge passieren lassen, dann beschleunigt und sei durch die Leitplanke gefahren, woraufhin der Bus in den See stürzte.

rös / rw / wue DPA AFP

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