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Ukraine-Konflikt: Kiew meldet Truppenbewegung an russischer Grenze

Nach Angaben der Regierung in Kiew ist eine russische Panzerkolonne in die Ukraine eingedrungen. Auch Lastwagen mit Kämpfern sollen die Grenze überquert haben. Moskau weist die Vorwürfe zurück.

Eine Kolonne von 32 Panzern ist nach Angaben aus Kiew am Freitag von Russland aus in die Ukraine eingedrungen. Das erklärte der ukrainische Militärsprecher Andrej Lyssenko. Auch 30 Lastwagen mit Kämpfern, 16 Haubitzen sowie weiteres militärisches Material überquerten demnach die Grenze zu der von prorussischen Separatisten kontrollierten Region Lugansk. Die Kolonne bewege sich auf die Stadt Krasny Lutsch zu. An dem von den Rebellen kontrollierten Grenzübergang Iswarine in derselben Region sei zudem eine weitere Kolonne mit Lastwagen und drei mobilen Radarstationen eingedrungen.

Moskau dementierte die Vorwürfe einer Truppenbewegung. Solche Behauptungen würden in Kiew auf Grundlage irgendwelcher Gerüchte im Internet ohne jeden Beweis aufgestellt, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau der Agentur Interfax am Freitag. Er warnte davor, den ohnehin aufgeheizten Konflikt im "Südosten" der Ukraine weiter durch "provozierende Mitteilungen" zu befeuern.

Die Spannungen in den beiden abtrünnigen Regionen Lugansk und Donezk hatten sich zuletzt weiter verschärft. Fünf Menschen wurden laut ukrainischer Armee bei den jüngsten Kämpfen binnen 24 Stunden getötet und zahlreiche weitere verletzt.

In den umkämpften Regionen hatten die Separatisten am Sonntag Wahlen abgehalten, die die Lage weiter anheizten. Die Abstimmungen wurden außer von Russland international nicht anerkannt.

fin/AFP/DPA / DPA