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Atomkatastrophe in Japan: Vorbereitungen für Evakuierungen laufen an

Japans Ministerpräsident Naoto Kan hat die Evakuierung aller Menschen angeordnet, die in der Nachbarschaft der Katastrophenreaktoren von Fukushima wohnen. In den Präfekturen um den Katastrophenreaktor bereiten sich die Regierungen nun auf die Ankunft der Atomflüchtlinge vor.

In drei japanischen Präfekturen sind die Vorbereitungen für die Evakuierung von Atomflüchtlingen angelaufen. Die Regierung der Präfektur Yamagata erstellte dazu eine Liste mit Schutzräumen für die Flüchtenden, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag. "Wir arbeiten daran festzustellen, wie viele Evakuierte wir aufnehmen und welche Einrichtungen wir als Unterschlupf nutzen können", sagte eine Sprecher der Präfektur Tochigi.

Japans Ministerpräsident Naoto Kan hatte am frühen Morgen dazu aufgerufen, einen Umkreis von 20 Kilometern um das Atomkraftwerk Fukushima Eins und 10 Kilometer um Fukushima Zwei zu räumen. In einer Entfernung von 20 bis 30 Kilometern um Fukushima Eins sollten die Einwohner ihre Häuser nicht verlassen.

In einer Turnhalle in Tamura etwa 30 Kilometer westlich des Atomkraftwerks verfolgten Dutzende der rund 600 Evakuierten am Fernsehen die Ereignisse. "Wir alle würden gerne zurück in die Städte zurück, in denen wir geboren und aufgewachsen wurden, auch wenn es ein Jahr dauert, oder drei Jahre, bevor das geht", sagte ein 51-jähriger Mann.

jwi/DPA / DPA
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