HOME

Nachrichten des Tages: 1000-Kilo-Bombe am Stadtrand von Bremen gesprengt

Jugendliche spielen Amoklauf mit Spielzeugwaffen nach +++ Sechsjähriger ertrinkt in Badesee - Begleiter vermisst  +++ Funkenflug beim Unkrautbekämpfen - Haus in Flammen +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Bremen Bombe Explosion

Der Moment der Explosion: Die Weltkriegsbombe in der Nähe des Güterverkehrszentrums wurde erfolgreich gesprengt

+++ 19.41 Uhr: Froome gewinnt Tour de France +++

Der 31 Jahre alte britische Radprofi Chris Froome hat zum dritten Mal nach 2013 und 2015 die Tour de France gewonnen. Den Sieg auf der letzten Etappe am Sonntag auf den Champs-Élysées in Paris sicherte sich der Deutsche André Greipel. Der 34-Jährige setzte damit eine deutsche Erfolgsserie auf fort. 2013 und 2014 hatte Marcel Kittel das Finale gewonnen, vor einem Jahr siegte Greipel ebenfalls.

Im Klassement setzte sich Froome nach insgesamt 3535 Kilometern mit 4:05 Minuten Vorsprung vor dem Franzosen Romain Bardet durch. Dritter wurde der Kolumbianer Nairo Quintana mit 4:21 Minuten Rückstand.

Die Wertung des besten Sprinters gewann der Slowake Peter Sagan. Als bester Kletterer wurde der Pole Rafal Majka ausgezeichnet. Die Wertung des besten Jungprofis entschied der Brite Adam Yates für sich, der im Gesamtklassement Vierter wurde. 

+++ 18.32 Uhr: 1000-Kilo-Bombe am Stadtrand von Bremen gesprengt +++

Nach ihrem Abtransport aus der Innenstadt von Bremen ist die 1000 Kilo schwere Weltkriegsbombe in der Nähe des Güterverkehrszentrums erfolgreich gesprengt worden. Das teilte die Polizei am Sonntagabend mit.

Die amerikanische Bombe sollte ursprünglich an ihrem Fundort entschärft werden. Als dies am Sonntagmorgen nicht gelang, wurde eine Sprengung erwogen. Die Einsatzkräfte entschieden sich jedoch wegen einer in der Nähe verlaufenden Gashochdruckleitung dagegen.

Ein Fahrzeug des Kampfmittelräumdienstes brachte die Bombe schließlich auf die Freifläche am Stadtrand. Die Evakuierung von Gebäuden war hier vor der Sprengung nicht nötig. Lediglich ein Bauer musste fünf Kühe von der Weide holen. 

+++ 15.41 Uhr: Jugendliche spielen Amoklauf mit Spielzeugwaffen nach +++

Nur einen Tag nach dem Münchner Amoklauf haben drei Jugendliche in Königsbrunn bei Augsburg mit Spielzeugwaffen die Bluttat nachgestellt. Herbeigerufene Polizisten konnten Spiel von Ernst nicht sofort unterscheiden. Die "Augsburger Allgemeine" hatte zuerst über den Fall berichtet. Laut Polizeiangaben vom Sonntag hatten sich zwei 16- und ein 17-Jähriger am Samstag in einem Spielzeugladen mehrere Softairpistolen gekauft. Dunkel gekleidet taten sie vor dem Laden so, als würden sie schießen, und riefen: "Jetzt machen wir mal einen Amoklauf." Die von einer Verkäuferin gerufene Polizei fand die Jungen, als sie sich gegenseitig die Waffen an den Kopf hielten. Das Problem für die Beamten: Sie konnten zunächst nicht erkennen, ob die Schusswaffen echt waren.

+++ 14.42 Uhr: 1000-Kilo-Bombe in Bremen wurde abtransportiert +++

Die 1000 Kilo schwere Weltkriegsbombe im Bremer Stephani-Viertel ist zur Sprengung an einen unbewohnten Ort am Stadtrand abtransportiert worden. Sämtliche Evakuierungen und Sperrungen wurden aufgehoben, teilte die Polizei mit. Zunächst sollte die amerikanische Bombe entschärft werden. Als dies am Morgen nicht gelang, wurde eine Sprengung am Fundort erwogen. Nach einer Risikoabwägung hätten sich der Sprengmeister der Kampfmittelräumdienstes und der Einsatzleiter jedoch für den Abtransport entschieden, sagte nun ein Sprecher der Polizei. Die 1000 Kilo schwere Weltkriegsbombe im Bremer Stephani-Viertel ist zur Sprengung an einen unbewohnten Ort am Stadtrand abtransportiert worden. Sämtliche Evakuierungen und Sperrungen wurden aufgehoben, teilte die Polizei mit. Zunächst sollte die amerikanische Bombe entschärft werden. Als dies am Sonntagmorgen nicht gelang, wurde eine Sprengung am Fundort erwogen. Nach einer Risikoabwägung hätten sich der Sprengmeister der Kampfmittelräumdienstes und der Einsatzleiter jedoch für den Abtransport entschieden, sagte nun ein Sprecher der Polizei.

+++ 14.37 Uhr: Indisches Militärflugzeug mit 29 Insassen weiter vermisst +++

Von einem vor zwei Tagen verschwundenen indischen Militärflugzeug mit 29 Menschen an Bord fehlt weiter jede Spur. Auch am dritten Tag blieb die großangelegte Suche im Golf von Bengalen ergebnislos. Nach Angaben der Marine waren 18 Schiffe, ein U-Boot sowie acht Flugzeuge im Einsatz. Die schwierigen Wetterbedingungen des derzeitigen Monsuns, raue See sowie die Meerestiefe im Gebiet seien eine Herausforderung, sagte ein leitender Marinevertreter. Das Transportflugzeug der indischen Luftwaffe war am Freitagmorgen in der südostindischen Stadt Chennai gestartet und hätte nach Angaben der Luftwaffe um 11.30 Uhr in Port Blair auf der Inselgruppe der Andamanen und Nikobaren landen sollen. Nach eigenen Angaben stand die Luftwaffe zuletzt rund 15 Minuten nach dem Start mit der Maschine vom Typ AN-32 in Kontakt. Dann verschwand sie vom Radar. Bisher wurden keine Trümmer oder Wrackteile entdeckt.

10.12 Uhr: Sechsjähriger ertrinkt in Badesee - Begleiter vermisst +++

Ein kleiner Junge ist in einem Badesee in Halle ertrunken. Ein Besucher sah den Sechsjährigen leblos auf dem Heidesee treiben und holte ihn aus dem Wasser, wie ein Polizeisprecher am Sonntag sagte. Das Kind kam in ein Krankenhaus, wo es jedoch wenig später starb. Zudem wird der Begleiter des Jungen vermisst. Der Bekannte der Mutter habe dem Kind nach Zeugenaussagen Schwimmen beibringen wollen, sagte ein Polizeisprecher. Ob der vermisste Mann auch ertrunken sei oder sich vom Unfallort entfernt habe, sei unklar. Rettungstaucher und spezialisierte Spürhunde suchten bis tief in die Nacht hinein vergeblich nach dem Vermissten. Am Sonntag sollte die Suche fortgesetzt werden.

+++ 14.04 Uhr: Funkenflug beim Unkrautbekämpfen - Haus in Flammen +++

Beim Unkrautbekämpfen mit einem Gasbrenner hat ein Mann ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Sachsen-Anhalt ausgelöst. Nach ersten Erkenntnissen kam es in Beendorf durch Funkenflug zu einer folgenreichen Kettenreaktion. Wie die Polizei in Haldensleben mitteilte, breiteten sich die Flammen von einer nahen Hecke über einen Holzschuppen zum Wohnhaus aus. Die neun Bewohner, darunter der Mieter mit dem Gasbrenner, konnten sich zwar unverletzt in Sicherheit bringen. Das Gebäude ist jedoch zunächst unbewohnbar. Die Kommune werde Unterkünfte für die Mieter zur Verfügung stellen, hieß es von der Polizei. Der Sachschaden wurde auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt.

Weil er Unkraut entfernen wollte, hat ein Mann in Sachsen-Anhalt ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus ausgelöst

Weil er Unkraut entfernen wollte, hat ein Mann in Sachsen-Anhalt ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus ausgelöst (Symbolfoto)

+++ 13.53 Uhr: Fastfoodkette KFC will Zahl der Restaurants in Deutschland verdoppeln +++

Die US-Fastfoodkette KFC will die Zahl seiner Schnellrestaurants in Deutschland in den kommenden Jahren mehr als verdoppeln. "In den nächsten fünf Jahren soll unser Filialnetz auf über 300 Standorte wachsen", sagte Deutschland-Chefin Insa Klasing der "Welt am Sonntag". Derzeit betreibt KFC bundesweit 140 Filialen. Früher habe KFC in Deutschland nur große Drive-Ins in Metropolregionen gebaut. "Heute gehen wir auch mit kleinen Restaurants in den Markt." Der Fastfood-Markt in Deutschland ist hart umkämpft. Platzhirsch McDonald's hat in Deutschland eigenen Angaben zufolge knapp 1500 Restaurants, Nummer zwei ist Burger King.

+++ 1000-Kilo-Bombe in Bremen muss gesprengt werden +++

Die in Bremen gefundene 1000 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe muss gesprengt werden. Wie die Polizei mitteilte, ist es dem Sprengmeister des Kampfmittelräumdienstes nicht gelungen, die Bombe im Bremer Stephani-Viertel wie geplant zu entschärfen. Im Laufe des Nachmittags werde eine kontrollierte Sprengung erfolgen. Zunächst soll ein Unternehmen den Lageort ausbaggern. Ziel ist es, das Erdloch um die Bombe möglichst tief zu machen, um mögliche Beschädigungen durch die Druckwelle zu minimieren. Sämtliche Evakuierungs- und Sperrmaßnahmen bleiben bestehen. Polizei und Feuerwehr hatten bereits am Sonntagmorgen mit der Evakuierung der umliegenden Wohnhäuser begonnen. Rund 2500 Bewohner beidseitig der Weser im Radius von 600 Metern um den Fundort mussten ab 8.00 Uhr ihre Häuser verlassen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Mehrere Hotels, Firmen und auch das Funkhaus von Radio Bremen fielen in den Evakuierungsbereich. Die Polizei rechnet mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen - unter anderem auch, da mehrere zentrale Brücken, wie die Bürgermeister-Smidt-Brücke, die Stephanibrücke sowie die Wilhelm-Kaisen-Brücke gesperrt wurden.

In Bremen muss eine 1000-Kilo-Fliegerbombe gesprengt werden

In Bremen wurde bei Bauarbeiten eine 1000-Kilo-Fliegerbombe gefunden

+++ 13.31 Uhr: Unbekannter schießt mit Luftdruckwaffe auf Kind +++

Die Hamburger fahndet nach einem Täter, der vermutlich mit einer Luftdruckwaffe auf ein spielendes Kind (13) geschossen hat. Der Junge spielte zur Tatzeit auf einem Spielplatz, als er plötzlich zu weinen anfing, sich auf den Boden legte und andere Personen auf sich aufmerksam machte. Diese entdeckten dann eine blutende Verletzung an seinem Oberkörper und riefen sofort den Notarz. Dieser stellte eine Schussverletzung fest. Der 13-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht und dort behandelt. Lebensgefahr besteht nicht. Zeugenbefragungen am Tatort ergaben, dass niemand der dort anwesenden Personen eine Schussabgabe gehört oder mitbekommen hatte. Die Mordkommission ermittelt.

+++ 12.57 Uhr: Sechs Regierungssoldaten bei Kämpfen in der Ostukraine getötet +++

Bei neuer Gewalt im Konfliktgebiet Ostukraine sind sechs Regierungssoldaten im Kampf gegen prorussische Separatisten getötet worden. Das teilte Präsidialamtssprecher Alexander Motusjanik in Kiew mit. Trotz einer vereinbarten Waffenruhe seien bei Gefechten zudem 13 Armeeangehörige verletzt worden, teilte er mit. Damit wurden allein um Juli bereits mehr als 180 Regierungssoldaten in der Unruheregion getötet oder verletzt - ein Höchststand für 2016.Den Angaben zufolge stieg der Blutzoll im laufenden Jahr auf etwa 130 Tote und rund 560 Verletzte allein im Regierungslager. Die 2015 unter Vermittlung des Westens vereinbarte Feuerpause wird täglich gebrochen. Die Konfliktparteien werfen sich auch den Einsatz schwerer Waffen vor, die einer Vereinbarung gemäß abgezogen werden müssten.

+++ 11.40 Uhr: Diebe mit rund 1000 leeren Flaschen geschnappt +++

Sie schleppten mühsam an ihrer Beute und landeten am Ende auf der Wache: Drei Männer in Weiden in der Oberpfalz haben rund 1000 leere Pfandflaschen aus einem Supermarkt gestohlen und in mehreren großen Säcken abtransportiert. Wie die Beamten mitteilten, kamen die drei Fußgänger mit dem ausladenden Gepäck einer Streife am Freitagabend verdächtig vor. Nach einer kurzen Verfolgung konnten die Beamten einen der Diebe stellen; dieser verriet seine Komplizen. Das Leergut hatte einen Wert von 232 Euro. Gegen die Männer wird nun wegen Hausfriedensbruchs und Diebstahls ermittelt.

+++ 10.45 Uhr: Mehrere Tote und Verletzte nach Selbstmordanschlag in Bagdad +++

In der irakischen Hauptstadt Bagdad hat sich am Sonntag ein Attentäter in die Luft gesprengt und mindestens vier Menschen getötet. Nach Polizeiangaben zündete der Täter seinen Sprengstoff in einem überwiegend von Schiiten bewohnten Viertel Kadhimija. Mindestens 17 weitere Menschen wurden verletzt, wie die unabhängige Website Alsumaria News unter Berufung auf Sicherheitskräfte berichtete. Zunächst bekannte sich niemand zu denm Anschlag. Ähnliche Attacken im Irak hat in der Vergangenheit die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat verübt, die auch schiitische Muslime für Ketzer hält. Allein im Juli hat der IS mit einer Serie von Autobombenanschlägen in Bagdad bereits mehrere Hundert Menschen getötet.

+++ 10.22 Uhr: Tiger töten Frau in chinesischem Safaripark +++

Mehrere Tiger haben in einem chinesischen Safaripark eine Frau getötet und eine weitere verletzt. Eine der Frauen war nach einem Streit mit ihren Mitfahrern aus dem Auto ausgestiegen, wie die Nachrichtenwebsite Chinanews berichtete. Als ein Tiger die Frau angriff und fortzerrte, verließ eine zweite Frau den Wagen, um ihr zur Hilfe zu kommen. Sie wurde von einem zweiten Tiger angegriffen und totgebissen. Laut der Nachrichtenwebsite Sohu konnten Parkangestellte die zweite Frau retten, sie kam ins Krankenhaus. Chinanews berichtete, der Park in der Region Peking sei nach dem Vorfall für "Verbesserungen" geschlossen worden. In dem Park können Besucher wie bei einer Safari im eigenen Wagen zwischen frei lebenden Tieren herumfahren. Die Besucher werden ausdrücklich davor gewarnt, ihr Auto zu verlassen. Laut Sohu war in dem Park bereits vor zwei Jahren ein Wärter bei einem Tigerangriff getötet worden.

Zwischenfall im Krüger-Nationalpark: Elefantenkuh spießt Auto auf

+++ Entschärfung von 1000-Kilo-Bombe in Bremen - Evakuierung gestartet +++

Wegen der Entschärfung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Bremen haben Polizei und Feuerwehr mit der der umliegenden Wohnhäuser begonnen. Rund 2500 Bewohner beidseitig der Weser im Radius von 600 Metern um den Fundort mussten am Sonntagmorgen ab 8 Uhr ihre Häuser verlassen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Mehrere Hotels, Firmen und auch das Funkhaus von Radio Bremen fielen in den Evakuierungsbereich. Die Entschärfung soll planmäßig gegen 10 Uhr beginnen. Der Brandmeister rechnet den Angaben zufolge mit einer Entschärfungszeit von rund eineinhalb Stunden, um die 1000 Kilo schwere Bombe mit zwei Zündmechanismen unschädlich zu machen.

In Bremen wurde eine 100-Kilo-Fliegerbombe gefunden

Wegen der 100-Kili-Bombe müssen in Bremen rund 2500 Bewohner beidseitig der Weser ihre Häuser verlassen

+++ 8.40 Uhr: Abschlusskonzert nach Bombendrohung in Ludwigsburg abgebrochen +++

Das Abschlusskonzert der Schlossfestspiele in Ludwigsburg ist wegen einer Bombendrohung abgebrochen worden. Wie die Polizei in der Nacht zum Sonntag mitteilte, hatte eine Person am Rande der Veranstaltung gegenüber einem Feuerwehrmann die Drohung ausgesprochen. Der Veranstalter entschied sich daraufhin die Veranstaltung abzubrechen, Gäste und Angestellte in Sicherheit zu bringen und die Polizei zu alarmieren. Das Gelände wurde mehrere Stunden lang durchsucht. Die nahegelegene B27 sowie weitere Straßen in der Umgebung wurden für die Dauer des Einsatzes gesperrt. Kurz nach Mitternacht gab die Polizei Entwarnung. Man habe auf dem Gelände keine verdächtigen Gegenstände gefunden. Die Person, die die Bombendrohung gemacht hatte, war verschwunden.

Ein Polizeiwagen steht nach der Bombendrohung in Ludwigsburg vor dem Forum am Schlosspark in Ludwigsburg

Nach der Bombendrohung rückte die Polizei zum Forum am Schlosspark in Ludwigsburg aus

+++ 8.08 Uhr: Australien hetzt Hunde als lebende "Zeitbombe" auf Ziegen +++

Drastische Maßnahme für den Naturschutz: Australien setzt auf einer Insel Dingos zur Tötung von 300 Ziegen aus. Die gefräßigen Huftiere bedrohen das Ökosystem des vier Quadratmeter kleinen Eilands Pelorus im Great Barrier Reef (Queensland), indem sie dort wachsende seltene Regenwaldpflanzen fressen. Man müsse etwas unternehmen, sonst werde die Insel von den Ziegen zerstört, sagte der Bürgermeister des Hinchinbrook Shire, Ramon Jayo, dem Sender ABC. Die Wildhund-Rüden werden dem Sender zufolge mit Ortungshalsbändern ausgestattet und kastriert. Zudem werden ihnen Giftkapseln implantiert, welche die Tiere innerhalb von zwei Jahren töten sollen - eine Art eingebauter Selbstzerstörung, damit die nicht selbst zur Bedrohung für die Insel würden, wie Ben Allen, Wildtier-Ökologe an der Universität von Southern Queensland ausführt: Die Kapseln seien der Plan, falls es nicht gelinge, die Dingos nach getaner Arbeit zu finden und zu erschießen. "Dann gehen diese kleinen Zeitbomben hoch."

+++ 7.35 Uhr: Waldbrände und extreme Hitze in Südkalifornien +++

Waldbrände nördlich von Los Angeles haben am Wochenende eine Fläche von mehr als 8000 Hektar Land erfasst. Nach Angaben der Behörden kämpften über 900 Feuerwehrleute gegen die Flammen nahe Santa Clarita. Bei extremer Sommerhitze und heftigen Winden in dem trockenen Westküstenstaat breitete sich das Feuer rasch aus. Häuser wurden zunächst nicht zerstört. Hunderte Anwohner hatten aber vorsichtshalber bedrohte Wohngebiete verlassen. Das Feuer war am Samstag (Ortszeit) erst zu etwa zehn Prozent eingedämmt. Über weiten Teilen von Los Angeles hing eine Rauchwolke. Ende Juni hatten schwere Buschfeuer rund 175 Kilometer nördlich von Los Angeles mehr als 100 Gebäude vernichtet.

+++ 6.47 Uhr: Hunderte Mütter stillen aus Protest auf der Straße +++

Mit einem Massen-Stillen haben hunderte argentinische Mütter für das Recht demonstriert, ihrem Baby öffentlich die Brust geben zu dürfen. Bei der Aktion auf einem Platz der Hauptstadt Buenos Aires zeigten die Frauen ihren Unmut über die Festnahme einer jungen Mutter wegen öffentliche Stillens in der vergangenen Woche. Auch außerhalb der Hautstadt gingen argentinische Frauen wegen des Vorfalls auf die Straße. Auf Spruchbändern in Buenos Aires standen Slogans wie "Meine Brust, meine Rechte" oder "Stillen steht nicht zur Debatte". Unterstützung bekamen die Demonstrantinnen von dem Menschenrechtsaktivisten und Friedensnobelpreisträger Adolfo Pérez Esquivel. Die Proteste "werfen Licht auf ein Problem", erklärte er. "Die Polizei muss auf der Seite der Öffentlichkeit stehen und nicht gegen sie arbeiten."

In Buenos Aires haben Mütter aus Protest ihre Babys auf der Straße gestillt

Massenstillen in Buenos Aires

+++ 6.01 Uhr: Clinton und Kaine empfehlen sich als gemäßigte Alternative zu Trump +++

Kurz vor dem Nominierungsparteitag der US-Demokraten haben sich Hillary Clinton und als gemäßigte Alternative zu den als extrem kritisierten Positionen der Republikaner empfohlen. Erstmals zogen die Präsidentschaftsbewerberin und ihr frisch ernannter Vizekandidat gemeinsam in den Wahlkampf. Überschattet wurde der Auftritt in Miami von einer Affäre um interne E-Mails, die vor allem die Parteilinke kurz vor dem Parteitag massiv verärgert. Clinton und Kaine setzten bei ihrem umjubelten Auftritt vor Parteianhängern in Florida auf klare Abgrenzung zu dem Republikaner Donald Trump. Sie porträtierten Trump als unversöhnlichen und streitlustigen Politiker mit despotischen Tendenzen. "Wollt Ihr einen Präsidenten, der Müll redet, oder eine Präsidentin, die Brücken baut?", fragte Kaine in seiner Ansprache, die von den Teilnehmern begeistert aufgenommen wurde. Kaine verwies auf Trumps Behauptung, wonach nur er - Trump - die Probleme des Landes lösen könne. "Da sollten die Alarmglocken schrillen", sagte Kaine. "So geht das nicht in der Demokratie."

+++ 5.28 Uhr: Perus Ex-Präsident Fujimori bittet um Haftentlassung +++

Perus inhaftierter Ex-Präsident Alberto Fujimori hat zum zweiten Mal um seine vorzeitige Entlassung gebeten. Die Regierung in Lima sagte zu, sie werde das Ansuchen des 77-Jährigen nach geltenden gesetzlichen und verfassungsrechtlichen Maßstäben prüfen. Die endgültige Entscheidung obliegt dem amtierenden Präsidenten. Fujimori war in den vergangenen Monaten mehrfach wegen gesundheitlicher Probleme im Krankenhaus behandelt worden. Der Politiker, der Peru von 1990 bis 2000 mit harter Hand regierte, verbüßt wegen Korruption und Verbrechen gegen die Menschlichkeit eine 25-jährige Haftstrafe. Ein erstes Gnadengesuch war 2013 abgelehnt worden. Fujimoris Tochter Keiko Fujimori hatte vor wenigen Wochen die Präsidentenwahl in Peru nur knapp verloren. Die unterlag dem ehemaligen Wallstreet-Banker Pedro Pablo Kuczynski, der sein Amt am 28. Juli antreten soll.

+++ 5.23 Uhr: Sieben meldepflichtige Attacken nach IT-Sicherheitsgesetz +++

Ein Jahr nach Inkrafttreten des IT-Sicherheitsgesetzes sind bei der zuständigen Behörde sieben Meldungen wegen Cyberattacken eingegangen. Details zu den Angriffen veröffentlicht das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nicht - die gemeldeten Vorfälle werden wegen der erhöhten Schutzbedürftigkeit vertraulich behandelt, teilte ein Sprecher mit. Das Gesetz schreibt vor, dass bestimmte Unternehmen schwerwiegende Cyberattacken dem BSI melden müssen. Davon betroffen sind etwa Strom- und Wasserversorger, Telekom-Unternehmen oder Krankenhäuser. In diesen Branchen kann ein erfolgreicher Angriff auf die IT-Infrastruktur weitreichende Folgen haben.

+++ 5.19 Uhr: Neue Regeln für Schadenersatzklagen könnten Lkw-Kartell treffen +++

Für die Mitglieder des europaweiten Lkw-Kartells könnte neben den Rekordgeldbußen auch eine geplante Gesetzesänderung unangenehm werden. Bis Ende Dezember muss eine EU-Richtlinie umgesetzt werden, nach der Kartell-Geschädigte einfacher Schadenersatz bekommen könnten. Betroffenen Unternehmen soll etwa ein Recht auf Akteneinsicht gewährt werden. "Häufig können Unternehmen nur schwer beweisen, dass gerade sie Opfer eines Kartells sind und in welcher Höhe sie einen Schaden erlitten haben", sagt der Würzburger Kartellrechtler Florian Bien. Da helfe die Änderung. Daneben soll die gesetzliche Vermutung aufgestellt werden, dass Preisabsprachen einen Schaden verursacht haben. Die Mitglieder des Kartells müssen das Gegenteil beweisen, bisher war es andersherum.

+++ 4.49 Uhr: Neuer Sender will Bollywood nach Deutschland bringen +++

Bollywood kommt nach . Am 29. Juli startet der Sender Zee.One mit einem Programm ausschließlich aus der indischen Traumfabrik im Free-TV. "Wir wollen Bollywood aus der Nische rausholen", sagte Senderchefin Friederike Behrends im Interview der Deutschen Presse-Agentur in München. "Das, was wir hier kennen, ist ja auch nur ein ganz kleiner Teil von Bollywood. Bollywood ist nicht nur kitschig, es ist eine der größten Filmindustrien der Welt mit einem Wahnsinns-Spektrum."

+++ 4.34 Uhr: Daimler-Betriebsratschef will mehr Mitsprache bei Werkverträgen +++

Daimler-Betriebsratschef Michael Brecht will sich weiter für mehr Mitspracherecht und Transparenz bei der Vergabe von Werkverträgen einsetzen. "Ich verlasse mich in dieser Frage nicht mehr auf den Gesetzgeber", sagte Brecht der Deutschen Presse-Agentur. "Wir müssen uns jetzt erneut mit der Frage beschäftigten, inwieweit wir Einfluss nehmen können." Die Bundesregierung hatte im Juni einen Gesetzentwurf gegen den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen vorgestellt. Er sieht vor, dass Betriebsräte künftig über sämtliche Werkverträge informiert werden, ihnen wurde allerdings nicht - wie von einigen Gewerkschaften gefordert - ein Mitspracherecht eingeräumt.

+++ 3.37 Uhr: Yildirim: Präsidentengarde soll aufgelöst werden +++

Nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei soll die Präsidentengarde aufgelöst werden. Wie der türkische Regierungschef Binali Yildirim dem türkischen Sender A Haber sagte, gebe es zum jetzigen Zeitpunkt und auch in Zukunft keine Notwendigkeit mehr für die Einheit. Yildirim teilte weiter mit, dass inzwischen bereits rund 13 000 Verdächtige festgenommen worden seien. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Donnerstag als Reaktion auf den Putschversuch den Ausnahmezustand erklärt.

+++ 3.04 Uhr: Hallervorden hat auf der Bühne Selbstzweifel +++

Der Schauspieler Dieter Hallervorden hat eine Leidenschaft für seinen Beruf aber viele Selbstzweifel. Die Leidenschaft könne man nicht so einfach abschalten. "Solange die Beine mich auf die Bühne tragen, solange der Kopf noch mitmacht, solange mich Leute sehen wollen, würde ich weitermachen wollen", sagte der 80-Jährige der "Welt am Sonntag". Zugleich sei er besonders in seiner Theaterarbeit und auf der Bühne von "unheimlich vielen Selbstzweifeln" geleitet. "Ich mache das nicht absichtlich, es gehört zu meiner Art zu arbeiten dazu. Die Leute sehen mich vielleicht zum ersten Mal und nur einmal. Ich blamiere mich nicht gerne und schon gar nicht gegen Entgelt."

+++ 1.40 Uhr: Sonnenflieger zur letzte Etappe der Weltumrundung gestartet +++

Der Solarflieger "Solar Impulse 2" ist zur letzten Etappe der Weltumrundung gestartet. Der Abenteurer Bertrand Piccard machte sich am frühen Sonntagmorgen auf den Weg von Kairo Richtung Abu Dhabi, wie sein Team im Kurznachrichtendienst Twitter berichtete. Dort hatte die "Solar Impulse 2" vor mehr als einem Jahr abgehoben.Ein früher geplanter Aufbruch hatte wegen ungünstiger Wetterbedingungen in Kairo und einer Magenverstimmung Piccards verschoben werden müssen. Das Team bezeichnet den letzten Flug als schwierigsten der insgesamt 17 Etappen. Neben Flugverbotszonen seien es vor allem die Wetterbedingungen und Thermiken, die den Überflug des Nahen Ostens so schwierig machten. Der Flug von Kairo nach Abu Dhabi soll zwischen 48 und 72 Stunden dauern.

+++ 1.15 Uhr: Kauder sieht Flüchtlingsabkommen mit Türkei nicht in Frage gestellt +++

Unionsfraktionschef Volker Kauder sieht das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei wegen des scharfen Vorgehens von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan nach dem gescheiterten Putsch nicht in Gefahr. "Das Abkommen ist durch die innenpolitische Lage in der Türkei nicht infrage gestellt. Die war nicht Inhalt der Abmachung", sagte der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag". Wer jetzt das Abkommen vorschnell aufkündigen wolle, müsse auch sagen, dass dann die Flüchtlingszahlen und damit auch die Zahl der Toten im Mittelmeer wieder steigen werden. Kauder machte aber deutlich, dass Erdogan Europa nicht erpressen könne. "Unsere Haltung zur Einhaltung von Menschenrechten und Demokratie ist klar. Die EU wird da eindeutig bleiben - und muss es auch. Europa ist eine Wertegemeinschaft. Das Flüchtlingsabkommen wird diese Haltung nicht beeinflussen."

+++ 0.23 Uhr: Özdemir warnt vor "türkischer Pegida" in Deutschland +++

Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir hat vor radikalen türkischen Nationalisten in Deutschland gewarnt. "Es gibt leider auch eine Art türkische Pegida in Deutschland, die wir genauso behandeln müssen wie die uns bekannte", sagte er der "Bild am Sonntag". Özdemir warf der deutschen Politik vor, dieses Problem nicht ernst genug zu nehmen. "Es ist Konsens in Deutschland, dass AfD oder Pegida am Rande der Gesellschaft stehen, und sie nicht normale Gesprächspartner sind. Aber für radikale Türken gelten diese Maßstäbe nicht." Wenn Pegida-Chef Lutz Bachmann einlade, gehe ein anständiger Demokrat nicht hin - und wenn, dann spreche er Klartext. "Das muss inzwischen auch für die Erdogan-Statthalter in Deutschland gelten", verlangte Özdemir. Er kritisierte insbesondere den türkischen Moschee-Dachverband DITIB. Dieser müsse sich vom Einfluss aus der Türkei loslösen und dürfe "nicht zum verlängerten Arm der (türkischen Regierungspartei) AKP werden". Özdemir warnte: "Wenn wir unsere Schulen für muslimischen Religionsunterricht über DITIB öffnen, lassen wir zu, dass Erdogans Ideologie im Unterricht in unserem Land verbreitet wird. Das finde ich unerträglich."

+++ 0.13 Uhr: Rio erwartet 45 Staats- und Regierungschef bei Olympia-Auftakt +++

Zum Auftakt der in 13 Tagen beginnenden Olympischen Spiele in Rio de Janeiro wird der Besuch von 45 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt erwartet. Darunter seien Frankreichs Präsident François Hollande sowie der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi, bestätigte der brasilianische Außenminister José Serra laut örtlichen Medien am Samstag. Nach den jüngsten Terrorattacken in anderen Ländern würden die Sicherheitsmaßnahmen für die Feier im Zentrum Rios noch mal verschärft, hieß es. Im Moment sei Terrorismus eine globale Bedrohung, zitierte das Nachrichtenportal "Globo" den Außenminister. Brasilien hatte erst vor wenigen Tagen zehn Verdächtige festgenommen, die einen Anschlag auf Olympia geplant haben sollen. Laut Justizministerium hatten sie aber wohl keine direkte Verbindung zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und waren nicht professionell organisiert.

jek / DPA / AFP