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Eltern von Germanwings-Opfer: "Die Eltern des Copiloten tun mir sehr leid"

Robert Oliver Calvo aus Barcelona wollte mit dem Germanwings-Flug nach Düsseldorf, um dort einen Shop seiner Kette zu eröffnen. Die Eltern des 36-Jährigen finden seit der Katastrophe Trost bei den Zeugen Jehovas - und wollen nicht über Andreas Lubitz richten.

Von Barbara Platsch

Robert Tansill Oliver und Maribel Calvo, Eltern von Robert Oliver Calvo

"Wir fühlen keinen Hass", sagt Robert Tansill Oliver (l.), Vater von Robert Oliver Calvo (r.).

Maribel Calvo, 73, und Robert Tansill Oliver, 73, aus Barcelona, Spanien

Eltern von Robert Oliver Calvo, 36

Maribel: "Robby war auf Dienstreise, um einen Laden seiner Firma 'Desigual' in Düsseldorf zu eröffnen."

Robert: "Am Sonntag, zwei Tage vor dem Absturz, hatten wir Robert, seine Frau Racquel und die Enkelkinder bei uns zu Besuch. Wir aßen zusammen, und ich erinnere mich, dass wir ein neues Spiel gekauft hatten. Wir genossen das Zusammensein in der Familie sehr. Robert war kerngesund und schaute voller Zuversicht in die Zukunft."


Maribel: "Es war Dienstagmorgen, ich war zu Hause. Gegen elf Uhr rief meine Schwiegertochter an und sagte, Robert habe einen Unfall gehabt. Ich sagte zu ihr: 'Das kann nicht sein.' Und sie sagte: ' Doch, es ist der Flug von Barcelona nach Düsseldorf. Das ist ganz sicher sein Flug.'

Die Eltern und die Frau von Robert Oliver Calvo erkannten auf einer Webseite der Lufthansa mehrere Sachen, die ihm gehörten - etwa seine Schlüssel und seinen Ehering

Die Eltern und die Frau von Robert Oliver Calvo erkannten auf einer Webseite der Lufthansa mehrere Sachen, die ihm gehörten - etwa seine Schlüssel und seinen Ehering

Wir erhielten nach der Todesnachricht viele Anrufe und Whatsapp-Nachrichten vor allem von unserer Glaubensgemeinschaft. Wir sind schon seit Jahren bei den Zeugen Jehovas. Das hat mir wirklich sehr viel Trost gegeben. Roberts Sachen aus dem Wrack haben uns eher traurig gemacht. Aber unserer Schwiegertochter bedeuten sie viel: Sie beispielsweise hat seinen Ehering zurückbekommen. Wir versuchen, positiv zu denken, wollen uns nicht darauf fokussieren, was wir verloren haben, sondern was wir hatten und behalten - Robert war unser einziges Kind, und das bleibt er für immer. Manchmal denke ich, das alles ist keine Tragödie, das ist Mord. Aber ich weiß, dass ich nicht das Recht habe zu richten."

Robert: "Wir fühlen keinen Hass. Die Eltern des Copiloten tun mir sehr leid. Auf dass sie Mut schöpfen, es ist ja nicht ihre Schuld."


Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.