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News des Tages: Mit Entscheidung unzufrieden: Mann greift Richter mit Benzin an

Bayer kauft Monsanto für Rekordsumme +++ Schäuble tritt erneut an +++ Leihmutter-Baby darf Indien nicht verlassen +++ Ceferin ist neuer Uefa-Präsident +++ Die News des Tages im Überblick +++

Aus der Mündung eines Tankrüssels läuft ein dünner Strahl Benzin

Mit Benzin hat ein Mann in Freiburg einen Richter angegriffen (Symbolbild)

Die Nachrichten des Tages im -Ticker:

+++ 19.11 Uhr: Frau vor U-Bahn gestoßen - Beschuldigter kommt vor Gericht +++

Nach der tödlichen Attacke gegen eine 20 Jahre alte Frau einer Berliner U-Bahnstation muss sich der mutmaßliche Täter von Donnerstag (13.00 Uhr) an vor dem Landgericht verantworten. Der 29-Jährige soll die ihm unbekannte Frau im Januar 2016 unvermittelt mit Wucht vor einen einfahrenden Zug gestoßen haben. Das Opfer wurde überrollt und getötet.

Die Staatsanwaltschaft geht von Mord aus. Der offenbar psychisch kranke Mann, der kurz vor der Tat aus Hamburg nach Berlin gekommen war, wurde auf dem Bahnhof gefasst und in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Die Staatsanwaltschaft strebt seine dauerhafte Unterbringung in der Gerichtspsychiatrie an.

+++ 19.06 Uhr: Wiesn-Chef stellt Neuerungen vor +++

Zwei Tage vor dem Anstich stellt Wiesn-Chef Josef Schmid (CSU) am Donnerstag (10.00 Uhr) die Neuerungen auf dem Oktoberfest vor. Vor allem geht es dabei um schärfere Sicherheitsvorkehrungen. Das Festgelände ist erstmals nicht frei zugänglich: Ein Zaun schließt einen bisher offenen Bereich. An den Zugängen gibt es Kontrollen; Besucher dürfen keine großen Taschen und Rucksäcke mitbringen. Dafür gibt es extra Gepäckaufbewahrungsstellen.

Neue Fahrgeschäfte fehlen in diesem Jahr. Dagegen gibt es Neuerungen im Gastrobereich. So bieten immer mehr Gastronomen veganes Essen an.

Wirte und Schausteller teilen sich die Theresienwiese in diesem Jahr mit den Bauern, es gibt daher nur eine sogenannte kleine Wiesn. Im Südteil des Festgeländes findet in der ersten Wiesn-Woche das Zentral-Landwirtschaftsfest statt, bei dem sich die Bauern mit Tieren, Handwerk und Brauchtum präsentieren.

+++ 18.19 Uhr: Deutsche Botschaft in der Türkei erneut geschlossen +++

Die deutsche Botschaft und deutsche Schulen in der Türkei sind erneut geschlossen worden. In der Türkei verlautete am Mittwoch, es gebe Sicherheitsbedenken. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es zunächst nur, in der laufenden Woche, in der in der Türkei das islamische Opferfest gefeiert werde, seien die deutschen Auslandsvertretungen "eingeschränkt erreichbar und für den Publikumsverkehr geschlossen". Das solle noch bis Freitag so bleiben. Zunächst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Der Grund sind Hinweise auf geplante Anschläge gegen diplomatische und konsularische Vertretungen, die sich nicht abschließend überprüfen lassen.

+++ 17.41 Uhr: Mann schüttet Richter Benzin ins Gesicht +++

Offenbar aus Wut über eine Entscheidung eines Richters schüttet ein 42-Jähriger in Freiburg diesem einen Becher Benzin ins Gesicht. Der Richter erleidet durch die Attacke mitten in der Stadt eine Augenreizung. Der Angreifer wird festgenommen. Laut Staatsanwaltschaft war der Richter an einer Entscheidung beteiligt, die den Angreifer betraf. Worum es ging, teilt die Behörde nicht mit. Gegen den schon in der Vergangenheit mehrfach polizeilich aufgefallenen 42-Jährigen wird Haftbefehl wegen Körperverletzung und Verstoßes gegen das Gewaltschutzgesetz erlassen.

+++ 16.33 Uhr: Köln plant Zaun um Dom zu Silvester +++

Der Kölner Dom soll in der nächsten Silvesternacht mit Zäunen geschützt werden. In einem Umkreis von 80 Metern würden Zugangskontrollen eingerichtet, die jeder passieren dürfe, der keine Feuerwerkskörper bei sich habe, sagt Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Der Bahnhofsvorplatz solle aber nicht eingezäunt werden. Die Polizei werde in dem Bereich mit einem massiven Aufgebot an Einsatzkräften dafür sorgen, dass sich Vorkommnisse wie beim letzten Silvester nicht wiederholen könnten, sagt Polizeipräsident Jürgen Mathies. Damals war es vor dem Dom und dem Hauptbahnhof zu vielen Straftaten gekommen. Frauen waren massenhaft drangsaliert, ausgeraubt oder sexuell belästigt worden. Mehr als die Hälfte der Beschuldigten stammt aus Algerien oder Marokko.

+++ 16.20 Uhr: Polizei hebt Cannabis-Plantage in Amtsgericht aus +++

Im ehemaligen Magdeburger Amtsgericht entdeckt die Polizei eine Cannabis-Plantage. Im Keller fanden die Beamten am Dienstag etwa 2400 Pflanzen in unterschiedlichen Wachstumsstadien sowie technisches Zubehör, wie die Polizei in Magdeburg mitteilt. Zwei Männer im Alter von 29 und 55 Jahren aus Schönebeck wurden festgenommen. Bei der Durchsuchung ihrer Wohnungen fanden die Beamten eine Feinwaage, Bargeld sowie Schreckschusswaffen, Elektroschocker und Springmesser. Die Beschuldigten kamen in Untersuchungshaft. Sicherheitsbehörden nutzen das ehemalige Gerichtsgebäude immer wieder für Übungen. Zuletzt war die Bereitschaftspolizei zur Ausbildung in dem Objekt - und entdeckte die Cannabis-Pflanzen.

+++ 16.08 Uhr: Dortmunder Schüler bekommen "wasserfrei" +++

Ein Wasserschaden beschert den 830 Schülern des Heinrich-Heine-Gymnasiums in Dortmund unverhofft schulfrei. Ein undichtes Ventil in der Mädchentoilette im dritten Stock ist nach Angaben der Stadt Dortmund die Ursache für Wasser in Fluren und Räumen. "Die Schüler haben vorbildlich mit angepackt und Möbel nach draußen getragen", sagt Anke Widow von der Stadtverwaltung. Sie seien dann nach Hause geschickt worden. An manchen Schulen in Nordrhein-Westfalen gab es zuletzt hitzefrei, in Dortmund nun also "wasserfrei". Die fünften und sechsten Klassen sowie die Oberstufe werden von Donnerstag in den nicht betroffenen Räumen unterrichtet. Von Montag an geht der Unterricht für alle weiter.

+++ 15.27 Uhr: Einbrecherbande in Flüchtlingsheimen festgenommen +++

Die Polizei hat in Nordrhein-Westfalen sieben Mitglieder einer mutmaßlichen Einbrecher- und Autoknackerbande auffliegen lassen und dazu zwei Flüchtlingsunterkünfte durchsucht. 150 Beamte seien bei der Aktion im Einsatz gewesen, teilt die Polizei mit.
Sie hätten in Flüchtlingsunterkünften in Bonn und Wiehl fünf Menschen festgenommen, zwei weitere Verdächtige hätten schon in Abschiebehaft gesessen. Die 21 bis 45 Jahre alten Verdächtigen sollen für mindestens 19 Straftaten verantwortlich sein. "Wir gehen derzeit davon aus, dass die Täter noch für weitere Taten in Betracht kommen", sagte Ermittlungsgruppenleiter Mark Patrick Lück.

+++ 14.10 Uhr: Doberman verletzt 82-Jährige schwer +++

Bei einer Hunde-Attacke ist eine 82 Jahre alte Frau in Bayern schwer verletzt worden. Der angeleinte Dobermann hatte sich von seiner Halterin losgerissen und der Frau ins Bein gebissen, wie die Polizei mitteilt. Die 82-Jährige erlitt mehrere Bisswunden und einen Knöchelbruch. Die Hundehalterin brachte anschließend erst das Tier zurück in ihr Haus und begleitete die stark blutende Frau in deren Wohnung. Einen Notarzt rief sie nicht.

Der Vorfall in Pösing hatte sich bereits Ende Juli ereignet, wurde aber erst jetzt durch die Anzeige der Tochter des Opfers bekannt. Die Polizei ermittelt gegen die Hundehalterin wegen fahrlässiger Körperverletzung und des Verdacht der unterlassenen Hilfeleistung.

+++ 13.52 Uhr: Obdachloser-Eisenbahn-Reiner sorgt für Wirbel in Frankfurt +++

Ein als "Eisenbahn-Reiner" bekannter Obdachloser erregt in Frankfurt die Gemüter. Der 45-Jährige sitzt seit vielen Jahren am selben Platz in der Innenstadt und hat vor sich eine Spielzeugeisenbahn aufgebaut. Das Ordnungsamt beschlagnahmte die Eisenbahn vor wenigen Tagen mit dem Hinweis, dass dem Mann die dafür vorgeschriebene Sondernutzungserlaubnis fehle. Dies sorgt für Aufruhr in den sozialen Netzwerken, in der Stadt und für Streit in der Koalition. Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) verteidigte das Vorgehen der Stadtpolizei: "Universelle Regeln gelten für alle." Zugleich versprach er Unterstützung für "Eisenbahn-Reiner". Die Stadt werde ihm ganz in der Nähe bei der Kleinmarkthalle einen Platz anbieten.

+++ 13.28 Uhr: Bayer schluckt Monsanto für 66 Milliarden Dollar +++

Die Milliardenübernahme des US-Biotechnologiekonzerns Monsanto durch Bayer ist perfekt. Das teilt Bayer in Leverkusen nach einer Sitzung des Aufsichtsrats mit. Der Pharma- und Agrarchemiekonzern hatte das Angebot für Monsanto zuvor noch einmal erhöht. Vorausgegangen war ein monatelanges Ringen der beiden Konzerne. Bayer und Monsanto unterzeichneten eine bindende Fusionsvereinbarung, die Bayer die Übernahme von Monsanto für 128 US-Dollar je Aktie in bar ermöglicht. Das entspricht einem Kaufpreis von rund 66 Milliarden Dollar (knapp 59 Mrd Euro).

+++ 13.07 Uhr: 120.000 französische Haushalte nach Unwettern ohne Strom +++

Schwere Gewitter an der französischen Atlantikküste führen zu Stromausfällen in etwa 120.000 Haushalten. Das berichtete die französische Regionalzeitung "Sud-Ouest" unter Berufung auf den Stromnetz-Betreiber Enedis. Techniker arbeiten an einer Wiederherstellung der Stromversorgung. Die Feuerwehr musste häufig ausrücken, um Keller leerzupumpen, Brände zu löschen oder umgestürzte Bäume wegzuräumen. Bis auf einen Leichtverletzten, auf dessen Auto ein Baum gekracht war, seien Menschen nicht zu Schaden gekommen, berichtet die Zeitung.

+++ 12.41 Uhr: Maler rettet Einjährige aus brennender Wohnung +++

Ein Maler rettet in Thüringen eine Einjährige aus einer brennenden Wohnung. Der Mann sei am Morgen zu dem Haus in Nordhausen gerannt, habe sich eine Decke über den Kopf geworfen und das Mädchen aus dem Laufgitter in Sicherheit geholt, sagt ein Sprecher der Berufsfeuerwehr. Das Kind erlitt schwere Brandverletzungen und eine Rauchvergiftung. Die 40 Jahre alte Mutter und ihr zweijähriger Sohn kamen mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Zwei 18 und 20 Jahre alte Helfer sowie ein Polizist mussten ebenfalls von Ärzten behandelt werden, weil der Verdacht bestand, dass sie giftige Gase eingeatmet haben.

Polizisten hätten auch versucht, in die brennende Wohnung zu gelangen und das Mädchen zu retten. Wegen Hitze und Qualm sei ihnen das aber nicht gelungen, sagte eine Polizeisprecherin. Der Maler, der in der Nachbarschaft die Fassade eines Hauses strich, lief daraufhin in das Gebäude. Laut Polizei ist er in Bad Langensalza in der Feuerwehr. Das Mädchen war bewusstlos, als es aus dem Haus getragen wurde.

Weshalb das Feuer in einem Wohnzimmer des Hauses ausbrach, war zunächst unklar. Die anderen Bewohner des Gebäudes wurden nach dem Brand in einer Jugendherberge untergebracht. Die Polizei schätzt den Schaden auf 20.000 Euro.

+++ 12.41 Uhr: Wegen Wassermangel: Mallorca stellt Strandduschen ab +++

Die Wasserknappheit auf Mallorca bekommen nun auch Urlauber zu spüren: An den Stränden der Playa de Palma und der Großgemeinde Calvià im Südwesten werden die Strandduschen abgestellt, berichtet die "Mallorca Zeitung". Die Maßnahme sei Teil eines Notfallsplans. Zuvor waren bereits viele Springbrunnen trockengelegt worden, und für die Straßenreinigung und die Bewässerung der Grünflächen wird inzwischen gereinigtes Brauchwasser verwendet. Die Wassereserven auf Mallorca sind auf dem tiefsten Stand seit zehn Jahren, im vergangenen Winter hat es auf der Insel kaum geregnet. In 27 Gemeinden der Balearen gilt bereits eine Warnstufe.

+++ 12.03 Uhr: Schäuble tritt zur Bundestagswahl erneut an +++

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) tritt zur Bundestagswahl im nächsten Jahr wieder an. Schäuble wolle sich bei der CDU wieder für das Direktmandat im Wahlkreis Offenburg bewerben, teilt der Kreisverband Ortenau in Offenburg mit. Wann er offiziell zum Wahlkreiskandidaten gekürt wird, ist noch offen. Bei den vergangenen Bundestagswahlen war Schäuble auch Spitzenkandidat der CDU Baden-Württemberg.

+++ 11.57 Uhr: USA und Israel einigen sich auf milliardenschwere Militärhilfe +++

Israel und die USA einigen sich auf ein Militärhilfepaket in Rekordhöhe: 38 Milliarden Dollar soll Israel für den Zeitraum von einem Jahrzehnt bekommen. Die Zahlungen von umgerechnet 34 Milliarden Euro sollten 2019 beginnen und einen vorherigen Zehn-Jahres-Vertrag ablösen, berichtet der israelische Rundfunk. Die USA sind Israels wichtigster Verbündeter, Repräsentanten beider Staaten hatten monatelang über die Einzelheiten der Pakets verhandelt, das in Washington unterzeichnet werden sollte.

+++ 11.44 Uhr: Leihmutter-Baby darf nicht mit Eltern aus Indien ausreisen +++

Dem Baby eines britischen Paares - geboren von einer Leihmutter - droht die Einweisung in ein Waisenhaus in Indien. Das Mädchen wird nach Angaben der Eltern im Mai von einer Leihmutter in Mumbai zur Welt gebracht. Seitdem sei es ihnen nicht gelungen, einen britischen Pass für ihr Kind Lily zu bekommen, schreiben sie in einer Petition auf der Seite Change.org. Am 7. Oktober läuft demnach das Visum der Eltern aus und sie müssten das Land ohne ihr Kind verlassen, wenn diesem die passenden Dokumente fehlten.

Die indische Außenministerin Sushma Swaraj ergreift Partei für das Paar. "Sollte das Schicksal eines Leihmutter-Kindes das Waisenhaus sein?", fragt sie auf Twitter. 

Kommerzielle Leihmutterschaft ist in Indien sehr umstritten, aber bislang erlaubt. Das britische Paar gehört vermutlich zu den letzten, die ihr Kind legal von einer fremden Frau in Indien zur Welt bringen ließen. Im August segnete das indische Kabinett einen Gesetzentwurf ab, welcher der weit verbreiteten Praxis einen Riegel vorschieben würde, so er in Kraft tritt. Laut örtlichen Schätzungen kommen in Indien jedes Jahr bis zu 5000 Leihmutter-Babys zur Welt. Der Umsatz der Branche liegt demnach zwischen 1,3 und 2,0 Milliarden Euro.

+++ 11.13 Uhr: Ceferin ist neuer Uefa-Präsident +++

Aleksander Ceferin wird mit großer Mehrheit zum Nachfolger von Uefa-Präsident Michel Platini gekürt. Der neue starke Mann der Europäischen Fußball-Union setzt sich beim außerordentlichen Uefa-Kongress in Athen gegen Michael van Praag aus den Niederlanden mit 42:13-Stimmen durch. Der 48-Jährige krönt damit seine Blitzkarriere vom bislang nur Insidern bekannten slowenischen Verbandschef zu einer der einflussreichsten Figuren im internationalen Fußball-Geschäft. 

+++ 10.54 Uhr Katy Perry hilft bei Geburt +++

US-Sängerin Katy Perry (31) hilft ihrer großen Schwester nach eigenen Worten bei der Geburt des zweiten Kindes . "Habe meiner Schwester um 14 Uhr dabei geholfen, ihr Baby auf die Welt zu bringen, und bin um 20 Uhr wieder im Studio. Finde einmal ein Mädchen, das beides kann!", schreibt Perry auf Twitter. Dazu postet sie Emojis eines Babygesichts und eines Mikrofons. Schon bei der Geburt des ersten Kindes ihrer Schwester Angela Hudson hat die Sängerin, die gerade an einem neuen Album arbeitet, geholfen.

+++ 10.21 Uhr: Juncker verspricht freies Wlan in europäischen Großstädten bis 2020 +++

Bis 2020 soll es in den Zentren aller europäischen Großstädte freies WLAN geben. Dieses Ziel gibt EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker vor dem Europaparlament aus. Es ist Teil seines Plans für einen gemeinsamen digitalen Markt in der Europäischen Union. Damit soll auch der Ausbau des superschnellen mobilen Internets 5G vorangetrieben werden. 

+++ 10.03 Uhr: Wärmerekord in Grönland - großer Gletscherabbruch +++

Auch in Grönland ist es in diesem Sommer ungewöhnlich warm. Im Sommer sei es durchschnittlich 2,3 Grad wärmer gewesen als in den letzten 35 Jahren, teilt das dänische Meteorologische Institut (DMI) mit. An 14 Wetterstationen des Landes seien überdurchschnittliche Temperaturen gemessen worden. "Diese neuen Messungen beweisen uns, dass sich die Tendenz von höheren Temperaturen in der Arktis fortsetzt", sagt der Meteorologe John Cappelen. "Das bedeutet, dass das Gletschereis weiter schmilzt und nicht nur einen steigende Wasserstand, sondern auch kräftigere Stürme zur Folge haben wird." Der Forscher Jason Box sagt der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau, wegen der Wärme sei eine 95 Quadratkilometer großer Eisscholle von einem Gletscher abgebrochen.

+++ 9.02 Uhr: Festgenommene Syrer laut BKA-Präsident vermutlich in Anschlagsplanungen eingebunden +++

Der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, geht davon aus, dass die festgenommenen mutmaßlichen IS-Mitglieder in Anschlagsplanungen eingebunden waren. Es müsse aus seiner Sicht davon ausgegangen werden, dass sie "bei Anschlagsplanungen eine Rolle gespielt haben", sagt Münch im ZDF-"Morgenmagazin". Das Muster spreche dafür, dass sie sich hier aufgehalten hätten, "um möglicherweise mit anderen einen Anschlag zu begehen". Konkrete Anschlagspläne konnten die Ermittler aber nicht erkennen. 

+++ 8.33 Uhr: Asselborn nicht verwundert über Kritik an seinem "plumpen Aufschrei" +++

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn ist nach eigenen Worten nicht verwundert über die harsche Kritik an seinem Vorschlag, Ungarn aus der Europäischen Union auszuschließen. "Ich kann nicht verlangen, dass ich Beifall bekomme. Es ist etwas unkonventionell, was ich gemacht habe, für viele vielleicht schockierend", sagt Asselborn im Deutschlandfunk. Seine Äußerungen in einem Interview mit der "Welt" seien eine "plumper Aufschrei" gewesen. "Aber ich stehe zu dem, was ich gesagt habe", sagt er

+++ 7.21 Uhr: Zehntausende Quadratkilometer Wald im Harz abgebrannt +++

Eine große Fläche Wald ist im Harz abgebrannt. Seit dem späten Dienstagabend stehen bei Langenstein eine Fläche zwischen 40.000 und 70.000 Quadratmetern in Flammen, wie die Rettungsleitstelle in Halberstadt mitteilt. Die Nachlöscharbeiten sollen im Laufe des Morgens abgeschlossen werden. Ein Höhenunterschied von bis zu 100 Metern mache die Löscharbeiten besonders kompliziert. 22 Feuerwehrautos mit rund 150 Einsatzkräften sind im Einsatz. Verletzte wird niemand. 

+++ 7.12 Uhr: US-Armee räumt mögliche zivile Opfer bei Angriffen in Syrien ein +++

Die räumt ein, bei Angriffen in Syrien möglicherweise unbeteiligte Zivilisten getroffen zu haben. Bei Einsätzen gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) könnte es am 7., 10. und 12. September "auch zivile Opfer" gegeben haben, heißt es in einer verbreiteten Erklärung des US-Zentralkommandos. Es sei denkbar, dass dabei Zivilisten getötet wurden. Zahlen nannte das Zentralkommando nicht. 

+++ 6.18 Uhr: Schimon Peres erleidet schweren Schlaganfall +++

Nach einem schweren Schlaganfall liegt Israels Ex-Präsident Schimon Peres im Krankenhaus. "Er wird weiter beatmet, er ist weiter auf der Intensivstation, und sein Zustand wird weiter überwacht", sagt ein Sprecher von Peres am Mittwochmorgen. Der 93-jährige Friedensnobelpreisträger war am Dienstagabend in die Klinik in der Nähe von Tel Aviv eingeliefert worden. Die Nachrichtenseite "Ynetnews" berichtete anschließend von einem künstlichen Koma. 

+++ 5.43 Uhr: Knapp eine Million Einbürgerungen mit Doppelpass seit 2000 +++

In werden vom Jahr 2000 bis Ende 2015 fast eine Million Menschen eingebürgert, die ihre bisherige Staatsangehörigkeit behalten. In einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion, aus der die "Rheinische Post" zitiert, wird die Zahl dieser Doppelstaatler auf genau 958.701 beziffert. Die Antwort verweist auch auf den Mikrozensus 2015, dem zufolge insgesamt rund 1,7 Millionen Deutsche über eine zusätzliche Staatsangehörigkeit verfügten.

+++ 5.11 Uhr: 346.000 arbeitssuchende Flüchtlinge in Deutschland +++

Die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt dauert nach Erkenntnissen von Forschern in der Regel länger als bei anderen Migranten. Frühere Untersuchungen zeigen, dass rund die Hälfte der erst nach sechs Jahren einen Job findet. Erst nach 15 Jahren waren es 70 Prozent. "Es wird viel Geld kosten und lange dauern", sagt der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise.

+++ 4.29 Uhr: Ban drängt auf schnelle Ratifizierung von Klimaabkommen +++

Wohl auch mit Blick auf die mögliche Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten drängt UN-Generalsekretär Ban Ki Moon auf die rasche Ratifizierung des Klimaschutzabkommens von Paris. "Das Eisen muss geschmiedet werden, solange es heiß ist", sagt Bans Sprecher, Stéphane Dujarric, in New York. Ban hoffe auf ausreichend Ratifizierungen der einzelnen Länder bis Ende des Jahres.

+++ 3.47 Uhr: Termin für Verhör von Assange festgelegt +++

Wikileaks-Gründer Julian Assange soll am 17. Oktober in der Londoner Botschaft Ecuadors zu den gegen ihn in Schweden erhobenen Vergewaltigungsvorwürfe vernommen werden. Der ecuadorianische Außenminister Guillaume Long erklärt laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Andes, Schweden habe das Angebot seiner Regierung angenommen, Assange in dem Botschaftsgebäude zu befragen.

+++ 3.33 Uhr: Die Flexi-Rente kommt +++

Ältere Arbeitnehmer sollen beim Übergang in die Rente mehr Flexibilität bekommen. Ein entsprechender Gesetzentwurf soll an diesem Mittwoch im Bundeskabinett beschlossen werden. Das Gesetz bringe Arbeitnehmern eine bessere Kombinierbarkeit von Teilzeitarbeit und Teilrente zwischen dem 63. und 67. Lebensjahr, sagt der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der Unionsfraktion, Peter Weiß (CDU), der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. 

+++ 3.31 Uhr: Wikileaks-Informantin Manning beendet Hungerstreik +++

Die inhaftierte "Wikileaks"-Informantin Chelsea Manning beendet ihren mehrtägigen Hungerstreik , nachdem ihr das US-Militär bei einer wichtigen Forderung entgegengekommen ist. Die Armeeführung habe zugesagt, Manning als Transgender einen operativen Eingriff zur Geschlechtsumwandlung zu ermöglichen, sagte ihr Anwalt Chase Strangio mehreren US-Medien. Chelsea Manning hatte als Soldat Bradley Manning im Irak gedient und der Enthüllungsplattform Wikileaks Hunderttausende geheime Militärdokumente zugespielt. Die daraufhin verhängte 35-jährige Haftstrafe wegen Spionage und Verrats sitzt Manning im US-Militärgefängnis in Fort Leavenworth ab, in dem ausschließlich Männer inhaftiert sind. Vergangene Woche trat Manning aus Protest gegen die Haftumstände und die Verweigerung von Medikamenten, die sie als Transgender benötige, in den Hungerstreik.

+++ 3.16 Uhr: Wirtschaft will Flüchtlinge beschäftigen +++

Die deutsche Wirtschaft will im Grundsatz Flüchtlinge weiter auf dem Arbeitsmarkt integrieren. "Bei der Ausbildung und der Beschäftigung von Geflüchteten engagieren sich nicht zuletzt viele kleine und mittelständische Betriebe", sagt der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Laut DIHK gab es im Frühjahr fast 140.000 Beschäftigte aus Asylherkunftsländern, rund 30.000 mehr als ein Jahr zuvor. Zudem seien laut Hochrechnung bereits rund 10.000 junge Flüchtlinge in Ausbildung. Der Weg in die Ausbildung brauche aber Zeit. Schweitzer verweist auf Anstrengungen der IHKs für eine weitere Flüchtlingsintegration.

+++ 1.11 Uhr: UN sehen Fortschritte im Kampf gegen den IS in Libyen +++

Der Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Libyen kommt nach Einschätzung der Vereinten Nationen rasch voran. Die libyschen Truppen hätten "beeindruckende Fortschritte" gemacht, sagt Martin Kobler, der deutsche UN-Sonderbeauftragte für Libyen, vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. "Sehr bald wird der IS kein Territorium in Libyen mehr halten."

Besorgt zeigt sich Kobler allerdings angesichts der Kämpfe um mehrere Ölterminals an der libyschen Mittelmeerküste. Sie stellten einen "starken Dämpfer" für den Friedensprozess in dem Land dar. "Diese Entwicklung wird die Ölexporte weiter behindern, Libyen von seiner einzigen Einkommensquelle abschneiden und die Teilung des Landes verstärken", sagte Kobler. "Das muss aufhören."

+++ 1.03 Uhr: Bayerns Innenminister kritisiert Flüchtlingspolitik +++

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kritisiert nach den Anti-Terror-Razzien in Norddeutschland die deutsche Flüchtlingspolitik. "Die eklatanten Kontrolllücken beim immensen Flüchtlingsstrom vor allem im Herbst letzten Jahres rächen sich", sagt Herrmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Tausende Menschen seien ohne ausreichend geprüfte Identität nach Deutschland gekommen. "Wir wissen mittlerweile, dass auch der IS diese Sicherheitslücken gezielt genutzt hat, um Attentäter als Flüchtlinge getarnt nach Europa zu schleusen", so Herrmann. 

+++ 1.00 Uhr: Deutschland zieht die meisten Investoren an +++

Unter den Industrieländern ist Deutschland zum attraktivsten Standort für internationale Investoren aufgerückt. Die privaten Investitionen in Maschinen, Geräte, Ausrüstungen, Immobilien und andere Güter hätten im vergangenen Jahr knapp 18 Prozent des deutschen Bruttosozialprodukts ausgemacht, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf einen internen Bericht des Bundesfinanzministeriums. Damit rangiere die Bundesrepublik auf einer Rangliste internationaler Industriestaaten auf Platz eins.

tis/tim/tkr