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+++ Ticker +++

News des Tages: 18 Menschen verletzt: Video zeigt Explosion in Frankreich

Ermittlungen wegen möglicher Polizeigewalt in Thüringen +++ Großbrand hüllt Dubai in Rauch +++ Mehr als 200 Tote nach Schlammlawine in Kolumbien +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Explosion bei einer Karnevalsfeier

Bei der Explosion nahe Paris sind mehrere Menschen verletzt worden

Die Nachrichten des Tages:

+++ 17.12 Uhr: Thüringen: Ermittlungen wegen möglicher Polizeigewalt +++

Nach dem Einsatz von Pfefferspray gegen mehrere Teilnehmer einer Sitzblockade in Sonneberg in Thüringen hat die Polizei interne Ermittlungen aufgenommen. Der Vorfall werde überprüft, erklärte ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale.

Am Rande einer Demonstration des Pegida-Ablegers Thügida sei es am Freitagabend zu einer unangemeldeten Gegendemonstration sowie einer Sitzblockade gekommen. Statt die Demonstranten wegzutragen, griff die Polizei offensichtlich zu Pfefferspray. Deswegen sind den Angaben zufolge inzwischen mehrere Anzeigen gegen Polizisten eingegangen. Über den Fall hatte das Online-Portal Thüringen24 berichtet.

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) versprach via Twitter Aufklärung. 



+++ 16.08 Uhr: Tausende demonstrieren erneut für geeintes Europa +++

Tausende Menschen haben in Berlin und anderen deutschen Städten für ein geeintes Europa demonstriert. "Ich stehe hier, weil Europa eine Herzensangelegenheit für mich ist", sagte zum Beispiel der Schauspieler Jörg Hartmann ("Tatort") vor 300 Menschen in Potsdam. "Als Jugendlicher im Ruhrpott habe ich dank offener Grenzen mit einem Interrail-Ticket viele europäische Länder kennengelernt." Hartmann trug das Gedicht "Europa" von Kurt Tucholsky vor, in dem der Satiriker 1932 das damalige Europa mit abgeschotteten nationalen Grenzen beschrieb.

Seit Wochen versammeln sich EU-Anhänger jeweils am Sonntag in zahlreichen europäischen Städten, um für ein friedliches, geeintes Europa ohne Grenzen zu demonstrieren. In Hannover nahmen jetzt etwa 400 Menschen an der Kundgebung teil. In Frankfurt, wo die Bewegung für ein starkes demokratisches Europa gegründet wurde, kamen nach Polizeiangaben rund 1000 Menschen in der Innenstadt zusammen.

+++ 15.56 Uhr: Zwei Seeleute von vermisstem Frachter im Atlantik gerettet +++

Zwei Schiffbrüchige eines offenbar gesunkenen südkoreanischen Containerschiffs sind im Südatlantik gerettet worden. Die Seeleute wurden in einem Rettungsboot 3700 Kilometer vor der uruguayischen Küste entdeckt, sagte der Sprecher der uruguayischen Marine, Gastón Jaunsolo, der Zeitung "El Observador" zufolge.

Der 322 Meter lange Frachter "Stellar Daisy" wird seit Freitag vermisst. Die Besatzung hatte einen Notruf abgesetzt, das Schiff habe einen Wassereinbruch. Vier Frachter, die sich in der Nähe befanden, beteiligten sich an der Suchaktion. Ölflecken wiesen darauf hin, dass die "Stellar Daisy" gesunken sei, teilte die uruguayische Marine mit.


+++ 15.53 Uhr: Wieder Festnahmen nach Protesten in Moskau +++

Die russische Polizei hat bei einer Demonstration der Opposition in Moskau erneut dutzende Menschen festgenommen. 29 Menschen seien wegen "Verletzung der öffentlichen Ordnung" abgeführt worden, teilte die Polizei mit. Die Bürgerrechtsgruppe OVD-Info, die Festnahmen von Aktivisten in Russland dokumentiert, sprach von mindestens 32 Festnahmen. Unter den Festgenommenen waren demnach auch mindestens vier Minderjährige.

Vor einer Woche waren bei Massenprotesten gegen die Korruption in Russland, die der Kreml-Kritiker Alexej Nawalny organisiert hatte, hunderte Menschen festgenommen worden. Nawalny selbst wurde wegen Aufrufs zu einer ungenehmigten Kundgebung und Widerstands gegen die Staatsgewalt zu 15 Tagen Gefängnis und einer Geldstrafe verurteilt. 


+++15.30 Uhr: Nach Explosion in Dortmund: Mutmaßlicher Täter in Lebensgefahr +++

Nach der verheerenden Explosion in einem Dortmunder Mietshaus schwebt der mutmaßliche Täter in Lebensgefahr: Der 48-jährige Mieter in dem Haus habe sehr schwere Verbrennungen erlitten und sei in seinem Zustand weiter nicht vernehmungsfähig, sagte die Dortmunder Staatsanwältin Sandra Lücke. Das Haus wurde fast völlig zerstört und ist unbewohnbar. Eine 36 Jahre alte Mieterin kam bei der Explosion am Freitag ums Leben.

Die Behörden glauben, dass der Mann die Detonation absichtlich herbeigeführt hat - wie, ist noch unklar. Nach ersten Vermutungen könnte er Gas genutzt haben. Ein mögliches Motiv ist Verzweiflung über eine anstehende Kündigung: Der alleinstehende Mann habe zum 6. April ausziehen müssen, weil er mehrfach in dem Haus randaliert habe, berichtete die Staatsanwältin. Gegen den 48-Jährigen ist Hafebefehl erlassen worden.


+++ 14.34 Uhr: Mehrere Verletzte nach Explosion in Pariser Vorort +++

In einem Pariser Vorort sind bei einer Explosion auf einem Fest für Kinder mehrere Menschen verletzt worden. Bei dem Unfall in der Stadt Villepinte wurden Medienberichten zufolge am späten Samstagnachmittag mindestens 18 Menschen verletzt, darunter fünf schwer. Unter den Verletzten waren demnach auch drei Kinder sowie die Bürgermeisterin des Ortes.

Zu der Explosion kam es, als eine Holzfigur angezündet wurde, die traditionell am Ende des als Karnevalsumzug deklarierten Festes verbrannt wird. Auf einem Amateurvideo ist zu erkennen, wie die Figur aus der Ferne angezündet wurde. Wenige Sekunden später explodierte die Konstruktion und ging in Flammen auf. Unter den Zuschauern brach Panik aus, viele rannten schreiend davon.


Ein krimineller oder terroristischer Hintergrund wurde nach ersten Erkenntnissen ausgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach Angaben des Innenministeriums dennoch wegen fahrlässiger Körperverletzung und Gefährdung des Lebens anderer Personen. 

+++ 14.00 Uhr: Streit um Zustellung: Zeitungsausträger ersticht Kunden +++

Ein Zeitungsausträger hat in Lüneburg einen Mann erstochen, mit dem er laut Polizei mehrfach Streit über die pünktliche Zustellung des Anzeigenblattes gehabt hatte. Der 42-jährige Austräger habe den 51-Jährigen am Samstagnachmittag nach einer Auseinandersetzung vor seinem Haus mit einem Messer attackiert.

Er stach dem Opfer mehrfach in den Oberkörper. Der Mann starb später in einer Klinik an schweren Verletzungen. Ein 23-Jähriger hielt den Angreifer fest, bis die Polizei kam, teilte die Polizei am Sonntag in Niedersachsen mit. Der Austräger wurde festgenommen und kam in Untersuchungshaft.

+++ 13.45 Uhr: Kind zündelt: 250.000 Euro Schaden +++

Ein zündelndes Kind hat in Karlsruhe ein Feuer mit drei Verletzten ausgelöst. Nach ersten Ermittlungen hatte es den Brand mit einem Feuerzeug entfacht, wie die Polizei mitteilte. Nachbarn und Bewohner hatten das Feuer gemeldet. Den Angaben zufolge erlitten zwei Erwachsene und ein Kind eine Rauchgasvergiftung. Ob es sich dabei um das zündelnde Kind handelte, konnte ein Sprecher zunächst nicht sagen. Vier Bewohner brachten sich selbst in Sicherheit, zwei weitere wurden von der Feuerwehr von einem Vordach gerettet. Es entstand ein Schaden von 250 000 Euro. Das Haus ist unbewohnbar.

+++ 13.28 Uhr: Indien: 200 Polizisten vergiftet in Klinik +++

In Indien sind rund 200 Polizisten mit Verdacht auf eine Lebensmittelvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden. Auszubildende und Sicherheitskräfte der paramilitärischen Einheit CRPF hätten nach einem Abendessen in einem Ausbildungslager im südlichen Bundesstaat Kerala über Durchfall und Erbrechen geklagt, teilte die Polizei mit. Aufgetischt wurden demnach Reis und Fischcurry.

"Viele sind noch immer in Behandlung, aber es geht ihnen langsam besser", sagte der örtliche Polizeichef Ashok Kumar der Nachrichtenagentur AFP. Mehr als die Hälfte der Betroffenen habe das Krankenhaus wieder verlassen können. Die Behörden hätten eine Untersuchung zu dem Vorfall eingeleitet.

+++ 13.02 Uhr: 18 Verletzte nach Busunfall in Bayern +++ 

Bei einem Busunfall auf einer Autobahn in Bayern sind 18 Senioren verletzt worden. Der Bus kam aus dem sächsischen Bautzen und war am Samstagmorgen in Richtung Slowenien unterwegs. Nach einem Reifenplatzer fuhr der Bus bei Feucht in die Mittelleitplanke, wie die Polizei mitteilte. 18 der 44 Insassen wurden vor Ort behandelt.

Vier von ihnen kamen ins Krankenhaus. Warum einer der Reifen platzte, blieb zunächst unklar. Der Bus sei hochwertig und relativ neu, betonte ein Sprecher am Sonntag. Der Schaden an dem Fahrzeug wird auf 150 000 Euro geschätzt. Die an der Unfallstelle verbliebenen Fahrgäste der Seniorengruppe konnten ihre Reise mit einem Ersatzbus fortsetzen.

+++ 11.04 Uhr: Großbrand hüllt Dubai in Rauch +++

Ein Feuer auf einer Baustelle Dubais Innenstadt hat einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Der Brand nahe der "Dubai Mall", einer der größten Einkaufszentren der Welt, sei aber unter Kontrolle, teilten die Behörden über Twitter mit. Auf Fotos und Videos im Internet waren riesige, schwarze Rauchschwaden zu sehen, die sich über der Innenstadt Dubais erhoben und viele Hochhäuser einhüllten - darunter auch das berühmte Riesen-Hochhaus Burj Khalifa. Die Brandursache war zunächst nicht bekannt. Zahlreiche Straßen und Kreuzungen in Dubais Innenstadt wurden für die Löscharbeiten gesperrt. Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor.


+++ 9.03 Uhr: Berlin: Jüdischer Schüler wegen seiner Religion angegriffen +++

In einem offenen Brief hat sich die Leitung einer Berliner Gemeinschaftsschule entsetzt über einen antisemitischen Vorfall an ihrer Schule gezeigt. Ein 14-jähriger jüdischer Mitschüler hat die Gesamtschule Friedenau verlassen, nachdem ihn Mitschüler wegen seiner Religionszugehörigkeit mehrfach beleidigt und schließlich angegriffen haben sollen. Die Mutter des Jungen hatte der englischsprachigen Zeitung "The Jewish Chronicle" von dem Vorfall berichtet.

Die Schulleitung teilte auf ihrer Internetseite mit, dass sie gegen die mutmaßlichen Täter Strafanzeige erstattet habe. Außerdem wolle sie schulische Ordnungsmaßnahmen gegen die Jugendlichen einleiten. Laut "Tagesspiegel" haben an der Schule etwa 75 Prozent der Schüler eine andere Muttersprache als Deutsch, viele kommen aus türkischen oder arabischen Familien. 


+++ 8.54 Uhr: Fünf Kinder sterben bei Brand +++

Fünf Kinder im Alter zwischen sechs und neun Jahren sind bei einem Hausbrand in den USA ums Leben gekommen. Mehrere Erwachsene, die versucht hatten, die Kinder aus den Flammen in dem Haus in Spearfish im Bundesstaat South Dakota zu retten, wurden mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Polizei hatte eines der Kinder seine Freunde zum Übernachten eingeladen. Zur Brandursache gab es vorerst keine Erkenntnisse.

+++ 8.42 Uhr: Frachtschiff im Atlantik verschollen +++

Ein südkoreanisches Containerschiff mit 24 Menschen an Bord ist vermutlich vor der uruguayischen Küste gesunken. Ölflecken im Atlantischen Ozean 3700 Kilometer vor Uruguay wiesen darauf hin, dass die "Stellar Daisy" Schiffbruch erlitten habe, hieß es in einer Mitteilung der uruguayischen Marine. Das Schiff hatte am Freitag einen Notruf gesendet. Vier Frachter, die sich in der Nähe befanden, beteiligten sich an der Suchaktion. Die 322 Meter lange "Stellar Daisy" war von einem brasilianischen Hafen mit Ziel Südafrika ausgelaufen.


+++ 8.19 Uhr: Schweinsteiger-Treffer bei Debüt +++

Fußballprofi Bastian Schweinsteiger hat ein ganz starkes Debüt für seinen neuen US-Club Chicago Fire gegeben und gleich im ersten Spiel getroffen. Beim 2:2 (1:0) im Heimspiel gegen Montreal Impact erzielte der Weltmeister bereits in der 17. Minute das Führungstor für die Amerikaner - und wurde danach von all seinen Mitspielern bejubelt und umarmt.


Vor 15 103 Zuschauern im Toyota Park bot der 32 Jahre alte frühere deutsche Nationalspieler über die vollen 93 Minuten sowohl defensiv als auch offensiv eine engagierte Vorstellung. Sein Kopfballtreffer war spektakulär: Nach einer präzisen Flanke von David Accam flog Schweinsteiger heran und wuchtete den Ball aus rund vier Metern ins Tor. In der 81. Minute hatte der Legionär sogar noch eine gute Chance zum 2:1. Allerdings fehlten dem Mittelfeld-Mann im knallroten Fire-Trikot mit der Nummer 31 auch noch etwas Kondition und Fitness. 

+++ 8.12 Uhr: Vorwurf der sexuellen Belästigung: Sender und Moderator zahlen 13 Millionen Dollar +++

Peinliche Enthüllung für den konservativen US-Fernsehmoderator Bill O'Reilly: Sein Sender Fox News und er selbst hätten insgesamt 13 Millionen Dollar (12,2 Millionen Euro) an fünf Frauen gezahlt, die dem Starkommentator Belästigung vorgeworfen hätten, berichtete die "New York Times" am Samstag. O'Reilly ist eines der bekanntesten TV-Gesichter in den USA, seine allabendliche Talk-Sendung "The O'Reilly Factor" ist ein wichtiger Quotenbringer für Fox News.
Aus seinen rechtsgerichteten Überzeugungen macht der meinungsstarke Moderator in seinen Sendungen kaum einen Hehl. Auf die Enthüllung der "New York Times" reagierte er mit einem knappen schriftlichen Statement, in dem er die Vorwürfe nicht ausdrücklich bestritt. Wegen seiner Prominenz ziehe er "Klagen von Personen an, die von mir Geld wollen, um negative Berichterstattung zu vermeiden", erklärte O'Reilly.
Dem Zeitungsbericht zufolge zahlten Fox News und O'Reilly selbst den Frauen die 13 Millionen Dollar, damit sie ihre Vorwürfe nicht an die Öffentlichkeit bringen und keine Klagen einreichen. Es handle sich bei ihnen um Frauen, die entweder für O'Reillys Show arbeiteten oder dort regelmäßig zu Gast waren.


+++ 8.07 Uhr: Mehr als 200 Tote nach Schlammlawine +++

Bei der verheerenden Schlammlawine im Südwesten Kolumbiens sind mindestens 206 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 200 weitere Menschen seien verletzt worden, etwa 220 würden noch vermisst, teilte das Rote Kreuz mit. Rund 300 Familien seien von der Katastrophe betroffen, in 17 Vierteln der Stadt Mocoa habe es schwere Schäden gegeben, 25 Wohnhäuser seien zerstört worden.

Sintflutartige Regenfälle hatten die Erdrutsche ausgelöst. Betroffen war vor allem die 40.000-Einwohner-Stadt Mocoa: Die Schlamm-Massen wälzten sich durch die Straßen und rissen ganze Häuser, zwei Brücken, Autos und Bäume fort. Es handele sich um eine Tragödie von unvorstellbarem Ausmaß, sagte die Gouverneurin der Region Putumayo, Sorrel Aroca. "Ganze Wohnviertel" seien im Katastrophengebiet verschwunden. In der Region hatte es in den Tagen zuvor heftig geregnet. Die Regenmengen hatten am Freitagabend den Fluss Mocoa und drei Zuflüsse über die Ufer treten lassen und die Erde ins Rutschen gebracht. Eine Mischung aus Wasser, Schlamm und Treibgut ergoss sich über die Stadt.

wue / DPA / AFP