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+++ News des Tages +++: Historischer Schritt - 31 Staaten ratifizieren gleichzeitig UN-Klimaabkommen

Autofahrer saßen im Sommer 5,4 Jahre im Stau +++ US-Präsident lobt Deutschland für Umgang mit Flüchtlingen +++ Jeder vierte Deutsche zu dick +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Vereinte Nationen

Das UN-Klimaabkommen hat eine weitere wichtige Hürde genommen - 31 Staaten sind dem Abkommen gleichzeitig beigetreten

Die Nachrichten des Tages im -Newsticker:

+++ 22.21 Uhr: Facebook-Gründer Zuckerberg spendet drei Milliarden Dollar für Forschung +++

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und seine Ehefrau Priscilla Chan wollen innerhalb der kommenden zehn Jahre drei Milliarden Dollar für den Kampf gegen Krankheiten spenden. Das Projekt solle von der Neurowissenschaftlerin und Genetik-Expertin Cori Bargmann geleitet werden, kündigte das Ehepaar in San Francisco an. Zuckerberg und Chan hatten bereits im vergangenen Jahr zur Geburt ihrer Tochter angekündigt, im Laufe ihres Lebens 99 Prozent ihrer Facebook-Anteile für Wohltätigkeit auszugeben. Schon damals wurde der Kampf gegen Krankheiten neben der Bildung als ein Ziel genannt. Zuckerbergs Vermögen wird aktuell auf mehr als 56 Milliarden Dollar geschätzt, vor allem durch seine hohe Facebook-Beteiligung.

+++ 22.02 Uhr: Bayern wieder Tabellenführer - Schalke und Bremen verlieren erneut +++

Der FC Bayern München ist wieder Tabellenführer der Fußball-Bundesliga. Der Rekordmeister gewann das Spitzenspiel des vierten Spieltages mit 3:0 gegen Hertha BSC und bleibt ohne Verlustpunkte. Neuer Tabellenzweiter ist der 1. FC Köln, der sich beim FC Schalke 04 mit 3:1 durchsetzte und zwei Punkte Rückstand hat. Borussia Dortmund (9) rutschte auf Rang drei ab. Aufsteiger RB Leipzig kam gegen Borussia Mönchengladbach zu einem 1:1. Weiter auf die ersten Siege warten müssen Werder Bremen und der FC Schalke 04: Auch unter dem neuen Trainer Alexander Nouri unterlag Werder gegen den FSV Mainz mit 1:2. Schalke verlor klar gegen Köln und verschärfte damit seine Krise. Leverkusen kam gegen den FC Augsburg über ein 0:0 nicht hinaus.


+++ 19.45 Uhr: Französische Polizisten verhören belgische Kollegen +++

Belgische Polizisten haben Migranten auf französischem Staatsgebiet abgesetzt - und mussten sich daraufhin ein mehrstündiges Verhör gefallen lassen. Zwei belgische Grenzpolizisten seien in der Nacht zum Mittwoch von französischen Ordnungskräften vernommen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die belgische Polizei.

Am Dienstag hatten die Behörden in Belgien dem Bericht zufolge etwa fünfzehn Migranten aufgegriffen, die keine Ausweispapiere bei sich trugen. Sie befanden sich in einem Lastwagen, der beim Ort Poperinge, im Westen Belgiens und nahe der französischen Grenze, kontrolliert wurde. Die Migranten wurden aufgefordert, das belgische Staatsgebiet zu verlassen und auf eigenen Wunsch an die Landesgrenze gebracht. Ein erster Transport verlief laut Belga ohne Zwischenfälle. Die zweite Gruppe setzten die belgischen Beamten demnach aber aus Versehen fünfzig Meter jenseits der Grenze auf französischer Seite ab. 

+++ 18.02 Uhr: Waldbrand im peruanischen Amazonas seit Tagen außer Kontrolle +++

Ein Brand im tiefsten Amazonas-Gebiet ist nach Angaben der peruanischen Behörden seit Tagen außer Kontrolle. Mehr als 19.000 Hektar Regenwald sowie 200 Hektar Ackerland seien bereits zerstört, das Feuer bedrohe zudem Tiere und indigene Völker in dem Gebiet, teilte der peruanische Zivilschutz mit. Demnach war der Brand am 10. September in der Indigenen-Gemeinde Pitsiquia ausgebrochen und hatte sich rasch weiter ausgebreitet.

Das Brandgebiet liegt im schwer zugänglichen Herzen des peruanischen Amazonas, in dem vor allem Stämme der Asháninka leben. Die Behörden fürchten, der Brand könnte das Schutzgebiet der Asháninka und den angrenzenden Otishi Nationalpark zerstören.

+++ 17.34 Uhr: 31 Staaten ratifizieren gleichzeitig UN-Klimaabkommen +++

Am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York traten am Mittwoch 31 Staaten gleichzeitig dem Pariser Abkommen bei. Damit haben nun insgesamt 60 Staaten das Abkommen ratifiziert. 

Das Abkommen sieht unter anderem vor, die weltweite Erwärmung auf 1,5 bis höchstens zwei Grad zu begrenzen. Für ein Inkrafttreten müssen die Ratifizierungsurkunden von mindestens 55 Staaten vorliegen, die für mindestens 55 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Die 60 Staaten, die bis jetzt ratifiziert haben, decken nach UN-Angaben aber erst knapp 48 Prozent der Emissionen ab.

Die USA und China als größte Treibhausgasemittenten hatten das Klimaabkommen beide am 4. September ratifiziert, die USA durch eine Entscheidung von Präsident Barack Obama ohne Abstimmung im Parlament. Deutschland und die EU sind noch nicht dabei. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) erklärte, die Bundesregierung werde nun "alles dafür tun", um auch die zweite Bedingung für das Inkrafttreten des Abkommens schnell zu erfüllen. Der Bundestag soll den Gesetzentwurf zur Ratifikation am Donnerstag beschließen, am Freitag soll auch der Bundesrat zustimmen.

+++ 17.12 Uhr: Fast 30 Tote bei Untergang von Flüchtlingsboot vor ägyptischer Küste +++

Beim Untergang eines Flüchtlingsboots vor der ägyptischen Küste sind mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen. 150 Flüchtlinge seien nach dem Bootsunglück nahe der Hafenstadt Rosetta am Mittwoch lebend geborgen worden, teilte das Gesundheitsministerium in Kairo mit. Nach Polizeiangaben waren die Rettungskräfte noch auf der Suche nach weiteren möglichen Insassen des Bootes. Die Opfer kamen den Angaben zufolge aus Ägypten, dem Sudan und anderen afrikanischen Ländern.

Wegen des ruhigen Wetters machen sich in den Sommermonaten besonders viele Flüchtlinge auf die gefährliche Überfahrt nach Europa. Dabei gibt es immer wieder tödliche Bootsunglücke. Viele der von Schleppern eingesetzten Boote sind nicht seetauglich und völlig überladen. Seit 2014 starben nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR mehr als 10.000 Flüchtlinge bei der Überfahrt über das Mittelmeer, mehr als 2800 allein in diesem Jahr.

+++ 16.46 Uhr: Syrischer Kriegsflüchtling in Köln soll Anschlag geplant haben +++

Ein in Köln festgenommener syrischer Kriegsflüchtling plante nach Erkenntnissen der Polizei einen Sprengstoffanschlag. Der 16-Jährige habe in Internet-Chats seine "unmissverständliche Bereitschaft" geäußert, einen solchen Anschlag zu begehen, sagte Klaus-Stephan Becker von der Kölner Polizei bei einer Pressekonferenz.

Von einem Chatpartner im Ausland habe er "ganz konkrete Anweisungen"
zum Bau einer solchen Bombe erhalten, sagte Becker. Hinweise darauf, dass er sich bereits mit Materialien für den Bau eines solchen Sprengsatzes versorgt habe, gebe es dagegen nicht, sagte der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies. Ein konkretes Anschlagsziel sei nicht bekannt.

+++ 15.39 Uhr: Schmugglerin mit mehr als 30.000 Zigaretten am Flughafen aufgeflogen +++

Statt Urlaubsgepäck hat eine 29-Jährige aus Russland rund 31.000 Zigaretten in ihren Koffern verstaut und ist damit am Stuttgarter Flughafen in eine Zollkontrolle geraten. Die Frau war laut einer Mitteilung von Moskau über Frankfurt nach Stuttgart geflogen und hatte versucht, die Beamten dort auszutricksen. Dazu ließ sie am Dienstag ihre zwei Koffer auf dem Gepäckband, gab vor, sie verloren zu haben, und ging erst einmal ohne Gepäck durch die Zollkontrolle. Als es ihr später ausgehändigt wurde, musste sie dort allerdings noch einmal durch - und die Zöllner durchschauten das Spiel. Nun kommt ein Steuerstrafverfahren auf die Schmugglerin zu.

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+++ 15.12 Uhr: Caritasverband bezeichnet Hartz-IV-Erhöhung als "Hohn" +++

Der Deutsche Caritasverband (DCV) hat die Erhöhung der Hartz-IV-Sätze als viel zu gering kritisiert. "Das ist ein Hohn", sagte Präsident Peter Neher am Mittwoch in Fulda der Deutschen Presse-Agentur in Fulda. Allein wenn die Ausgaben nur für Strom nach dem tatsächlichen Bedarf berechnet würden, ergäbe sich für Alleinstehende eine Erhöhung des Regelbedarfs um etwa zehn Euro, erklärt er. Die Beträge seien insgesamt zu niedrig.

Neher forderte: "Der Regelbedarf für Alleinstehende müsste um rund 60 Euro pro Monat erhöht werden." Auch bei einer entsprechenden Anhebung wäre das Budget der Empfänger von Hartz IV und Grundsicherung im Alter weiterhin knapp. "Aber die Erhöhung würde ihnen ein wenig mehr Spielraum in ihrem Alltag verschaffen und den Stress mildern, der aus materiellem Mangel folgt." 

+++ 15.07 Uhr: Merkel verurteilt Angriff auf Hilfskonvoi in Syrien +++

Kanzlerin Angela Merkel hat den Angriff auf einen Hilfskonvoi in Syrien scharf verurteilt. "Offensichtlich besteht aufseiten des Regimes und seiner Verbündeten kaum Interesse an einer politischen Lösung des Konflikts", ließ Merkel die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin erklären. Deutschland unterstütze dennoch die Bemühungen, die Waffenruhe in dem Land wieder herzustellen.

"Wir sehen dabei neben Russland weiterhin Iran in der Pflicht, zu einer Deeskalation der Lage und einem Erhalt der Option einer politischen Lösung beizutragen", ergänzte Demmer. Die Bundesregierung habe keine eigenen gesicherten Erkenntnisse darüber, wer die Verantwortung für den Angriff trage. 

+++ 14.52 Uhr: Zahl der Bahn-Passagiere legt kräftig zu +++

Die Deutschen fahren immer öfter mit der Bahn. Im ersten Halbjahr steig die Zahl der Passagiere im Fernverkehr laut Statistischem Bundesamt um den Rekordwert von 10,6 Prozent auf 67 Millionen Reisende. Im Bahn-Nahverkehr ergab sich demnach im Vorjahresvergleich ein Plus von 3,4 Prozent auf 1,3 Milliarden Fahrgäste. Andere öffentliche Verkehrsmittel gewannen ebenfalls Kunden hinzu.

Insgesamt hatten Busse und Bahnen im Linienverkehr von Januar bis Juni dieses Jahres mehr als 5,7 Milliarden Fahrgäste, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Das waren 2,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Durchschnitt fuhr jeder Einwohner in den sechs Monaten 70 Mal mit Bus oder Bahn.

Gründe für das Rekordplus im Bahn-Fernverkehr waren den Angaben zufolge Streckenerweiterungen und Ticket-Sonderaktionen. Zudem hätten im ersten Halbjahr 2015 "Sondereffekte", nämlich Streiks und Unwetter, den Verkehr beeinträchtigt - das war in diesem Jahr nicht der Fall.

+++ 14.05 Uhr: Bayern bringt Anti-Burka-Gesetz in den Bundesrat ein +++

Bayern bringt mit baden-württembergischer Unterstützung die Forderung nach einem bundesweiten Burka-Verbot in Gerichtsprozessen in den Bundesrat ein. Bayerns Justizminister Winfried Bausback (CSU) will muslimische Frauen, die ihr Gesicht hinter einem Gesichtsschleier verbergen, per Gesetz dazu zwingen, bei Gerichtsverfahren ihr Antlitz zu enthüllen - zumindest, wenn sie "Verfahrensbeteiligte" sind.

+++ 13.51 Uhr: Heftige Luftangriffe auf Aleppo +++

Zwei Tage nach dem Ende der Waffenruhe in Syrien ist die umkämpfte Großstadt Aleppo erneut zum Ziel heftiger Luftangriffe geworden. Wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete, wurden vor allem in der Nacht zum Mittwoch dutzende Angriffe auf die Stadt und ihre Umgebung geflogen. Von Mitternacht und bis in die frühen Morgenstunden sei die Stadt von mehr als hundert Explosionen erschüttert worden.

+++ 13.43 Uhr: EuGH bestätigt Verkaufsverbot für Tierversuchs-Kosmetik +++

 Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat das weitreichende EU-Verkaufsverbot für Tierversuchs-Kosmetik bekräftigt. Wenn ein Produkt mit Tierversuchen darauf getestet wurde, ob es die europäischen Gesundheitsvorschriften für Kosmetik einhält, darf es in der EU nicht verkauft werden - so die Regel. Das gelte auch dann, wenn die Tierversuche ursprünglich mit Blick auf die Regeln von anderen Ländern durchgeführt wurden, entschieden die Richter am Mittwoch in Luxemburg (Rechtssache C-592/14).

+++ 13.41 Uhr: Erste Kommunalwahl in beiden Palästinensergebieten seit zehn Jahren geplatzt +++

Zum ersten Mal seit zehn Jahren sollten die Palästinenser im Westjordanland und im Gazastreifen an einer gemeinsamen Kommunalwahl teilnehmen - nun ist die Abstimmung geplatzt. Der Wahltermin am 8. Oktober sei angesichts einer ausstehenden Entscheidung des Obersten Gerichts in Ramallah nicht zu halten, teilte die Wahlkommission am Mittwoch mit. Ein neuer Termin wurde nicht festgelegt.

+++ 12.18 Uhr: Polizei findet in Hannover halbe Tonne Marihuana +++

Bei einer Durchsuchungsaktion hat die in Hannover eine halbe Tonne Marihuana beschlagnahmt. Das am Montag gefundene Rauschgift habe einen Straßenverkaufswert von etwa zwei Millionen Euro, teilte das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen in der Landeshauptstadt mit. Fünf mutmaßliche Täter wurden verhaftet. Die Beamten ertappten in einer als Autowerkstatt genutzten Halle vier Männer, die Marihuana aus großen 30 Kilogramm schweren Paketen in kleinere Verkaufseinheiten zu je einem Kilogramm umpackten. Die Täter nutzten dazu eine Verpackungsmaschine, um schneller arbeiten zu können.

Bei den Männern handelt sich um einen polizeibekannten 35-Jährigen aus Montenegro sowie drei Albaner im Alter von 33 bis 39 Jahren. Ein Bruder des aus Montenegro stammenden Manns konnte in seiner Wohnung in festgenommen werden. Ihm wird vorgeworfen, an der Beschaffung des Rauschgifts beteiligt gewesen zu sein.


+++ 12.10 Uhr: Wachmann stoppt Angreifer auf israelische Botschaft in Ankara +++

Ein Angriff auf die israelische Botschaft in ist nach Angaben des Außenministeriums in Jerusalem vereitelt worden. Der mit einem Messer bewaffnete Angreifer sei durch Schüsse eines örtlichen Wachmanns verletzt worden, teilte ein Ministeriumssprecher mit. Es sei dem Attentäter nicht gelungen, sich der Botschaft weiter zu nähern. Israelische Diplomaten seien nicht verletzt worden. Das Personal sei in Sicherheit.
Der Angreifer habe versucht, einen türkischen Wachmann anzugreifen, der für die Botschaft arbeite. CNN Türk berichtete, der Angreifer sei am Bein getroffen und verletzt worden. Der Sender berichtete weiter, die Polizei untersuche ein "verdächtiges Paket" vor der Botschaft. Die türkische Nachrichtenagentur DHA meldete, Sprengstoffexperten untersuchten eine Tasche, die vermutlich dem Angreifer gehöre.

+++ 12.01 Uhr: Angetrunkener schießt mit Platzpatronen in Supermarkt um sich +++

Mit einer Schreckschusswaffe hat ein Mann hat in einem Supermarkt im baden-württembergischen Biberach um sich geschossen und einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Der 49-Jährige bedrohte am Dienstagabend zunächst einen Mitarbeiter, wie die Polizei in Ulm mitteilt. Als der hinzugerufene Hausdetektiv versuchte, den Mann mithilfe eines Pfeffersprays zu überwältigen, schoss der Angetrunkene demnach um sich.
Dem Detektiv und einem beherzten Kunden gelang es schließlich, den 49-Jährigen zu überwältigen, noch bevor die Polizei mit mehreren Streifenwagen eintraf. Die Polizei zog überdies den Führerschein des Mannes ein und behielt ihn auf richterliche Anordnung über Nacht zur "Beruhigung" in einer Ausnüchterungszelle.

+++ 11.52 Uhr: Festgenommener 16-jähriger Flüchtling hatte IS-Kontakt +++

Ein in Köln von einer Spezialeinheit festgenommener syrischer Flüchtling hatte nach Erkenntnissen der Polizei Verbindungen zu . Die Auswertung seines Handys belege "Kontakte zu einer im Ausland lebenden Person mit IS-Bezügen, die den jungen Syrer für islamistische Aktivitäten gewinnen wollte", teilten die Kölner Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Die ersten Anhaltspunkte, wonach sich der 16-Jährige in kurzer Zeit radikalisiert habe, hätten sich damit bestätigt. Weitere Details wollten die Fahnder zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht nennen.

Der junge Mann war am Dienstag in einer Kölner Turnhalle festgenommen worden, die als Notaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge genutzt wird. Von dem 16-Jährigen ging nach Einschätzung der Polizei "eine ernstzunehmende Gefahr" aus.

+++ 11.06 Uhr: BKA warnt vor Gewaltwelle im Wahljahr +++

Nach den jüngsten Brandanschlägen auf Autos von Politikern befürchtet das Bundeskriminalamt (BKA) eine Gewaltwelle im Bundestagswahljahr 2017. Hasspostings aus dem rechten Bereich und die Reaktionen aus der linken Szene schaukelten sich derzeit gegenseitig hoch, sagte BKA-Chef Holger Münch der "Rheinischen Post". "Gerade mit Blick auf das Wahljahr beobachten wir den Aufschaukelungsprozess zwischen rechtem und linkem Spektrum mit Sorge." Das BKA gehe deshalb verstärkt gegen Hassbotschaften im Internet vor, "weil die Verrohung der Sprache vor der Tat erfolgt".

Am vergangenen Wochenende war in Leipzig ein Brandanschlag auf das Auto der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry verübt worden. Im vergangenen Jahr hatten Unbekannte in Berlin das Fahrzeug der stellvertretenden AfD-Chefin Beatrix von Storch angezündet.

+++ 10.59 Uhr: Mann wird 30 Jahre nach Mord im Vogtland angeklagt +++

Fast 30 Jahre nach dem Mord an einer jungen Frau im Vogtland hat die Staatsanwaltschaft Zwickau Anklage gegen einen 61-jährigen Tatverdächtigen erhoben. Sie wirft dem Mann vor, eine 18-Jährige am 9. April 1987 in einem Wald bei Plauen (Sachsen) vergewaltigt und danach erdrosselt zu haben. Er wurde Anfang April in Gera verhaftet, wo er seit einigen Jahren wohnte.

Auf seine Spur waren die Ermittler nach 29 Jahren durch erneute DNA-Untersuchungen gekommen. "Seine DNA war in der Datei", sagte eine Sprecherin der Anklagebehörde. Er sei wegen Gewalt- und Sexualdelikten vorbestraft. Die Akte im Fall war zwei Jahre nach der Tat zunächst geschlossen worden, die Polizei hatte sich danach aber immer wieder mit dem Fall beschäftigt.

+++ 10.53 Uhr: Prozess gegen Can Dündar beginnt in Türkei +++

In Abwesenheit von Can Dündar hat in der Türkei der Prozess gegen den Ex-Chefredakteur der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet" wegen angeblicher Terrorunterstützung begonnen. Gemeinsam mit Dündar ist "Cumhuriyet"-Hauptstadtbüroleiter Erdem Gül angeklagt, "eine bewaffnete Terrororganisation vorsätzlich und willentlich unterstützt" zu haben. Gül erschien zu dem Verfahren in Istanbul, von dem das Gericht die Öffentlichkeit ausschloss. Anwalt Bülent Utku sagte vor Prozessbeginn, die Anklage fordere bis zu zehn Jahre Haft für seine beiden Mandanten. Dündar hatte sich im Juli ins europäische Ausland abgesetzt. Der Prozess wurde von einem Verfahren abgetrennt, bei dem Dündar und Gül im Mai wegen Geheimnisverrats zu fünf Jahren und zehn Monaten beziehungsweise fünf Jahren Haft verurteilt worden waren.

Grundlage für beide Prozesse ist die Veröffentlichung geheimer Dokumente in der "Cumhuriyet", die türkische Waffenlieferungen an Islamisten in Syrien 2015 belegen sollten. Gegen das Urteil haben Dündar und Gül Berufung eingelegt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, gemeinsame Sache mit der Bewegung des Predigers Fethullah Gülen gemacht zu haben, den die Regierung für den Putschversuch in der Türkei Mitte Juli verantwortlich macht.

+++ 10.42 Uhr: Französische Justiz nimmt erneut zwei Terrorverdächtige in Haft +++

Die französische Justiz hat erneut zwei Terrorverdächtige in Untersuchungshaft genommen. Die beiden Franzosen im Alter von 30 und 39 Jahren sollen mit dem Dschihadisten Rachid Kassim über den Messenger-Dienst Telegram in Kontakt gewesen sein, berichtet die Nachrichtenagentur AFP mit Verweis auf die Staatsanwaltschaft. Den am vergangenen Freitag festgenommenen Männern wird die Teilnahme an einer verbrecherischen Vereinigung in Verbindung mit einem terroristischen Vorhaben vorgeworfen.

Kassim hatte im Internet dazu aufgerufen, Frankreich anzugreifen. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Polizei zwei Jugendliche festgenommen, die mit dem Dschihadisten in Kontakt gestanden haben sollen.

+++ 10.38 Uhr: Zweijährige Haftstrafe wegen Streits um Nutella-Gratisprobe +++

Wegen eines Streits um eine Nutella-Probe ist ein Mann in den USA zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der 25-jährige Derrick Gharabighi hatte wütend zugeschlagen, als ein 78-Jähriger eine der Gratisproben der Schoko-Nuss-Creme wollte, die ein Supermarkt in Burbank im US-Bundesstaat Kalifornien für seine Kunden ausgelegt hatte. Gharabighi wollte bei dem Vorfall in einem Supermarkt der Kette Costco im September 2015 selbst die Nutella-Probe haben, die sich der 78-jährige Sahak Sahakian gegriffen hatte. Weil er seit dem Vorfall vor einem Jahr schon in Untersuchungshaft saß, durfte er das Gefängnis nun verlassen.

Das Opfer hatte im vergangenen Jahr in Lokalmedien von dem Vorfall berichtet. "Er hat zwei, drei von den Proben genommen und nur eine übrig gelassen", sagte Sahakian. "Ich wollte sie mir nehmen, um Auge und "Schwellungen in einigen Bereichen seines Gesichts". Gratisproben sind in den Costco-Supermärkten in den USA gernd da hat er mich an der Hand gepackt." Dem Polizeibericht zufolge erlitt der 78-Jährige bei der folgenden Rangelei eine Platzwunde aadezu eine Attraktion. Oft drängeln sich vor den Ständen zahlreiche hungrige Kunden, die darauf hoffen, eine Probe zu ergattern.

+++ 10.34 Uhr: Hartz-IV-Bezieher erhalten mehr Geld +++

Millionen Hartz-IV-Bezieher sollen vom kommenden Jahr an etwas mehr Geld bekommen. Das Bundeskabinett hat beschlossen, den monatlichen Regelsatz für Alleinstehende von derzeit 404 Euro auf 409 Euro im Monat anzuheben, für Paare von 364 auf 368 Euro pro Partner. Die größte Steigerung gibt es mit 21 Euro mehr bei den 6- bis 13-Jährigen auf dann 291 Euro im Monat. Das Gesetz durchläuft nun das parlamentarische Verfahren. Der Paritätische Wohlfahrtsverband hatte eine Erhöhung auf 520 Euro verlangt. 

+++ 10.21 Uhr: Einwanderung macht einheimische Bevölkerung nicht ärmer +++

Das Armutsrisiko in Deutschland ist gestiegen - allerdings nur für Menschen mit Migrationshintergrund. Die Armutsquote für Menschen ohne Migrationshintergrund blieb konstant, wie die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung mitteilt. Demnach stieg die Quote für die Gesamtbevölkerung zwischen 2014 und 2015 um 0,3 Punkte auf 15,7 Prozent. "Die Armutsquote der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund ist hingegen bei 12,5 Prozent konstant geblieben", erklärte die Stiftung unter Berufung auf noch unveröffentlichte Daten des Statistischen Bundesamts. "Die Daten widersprechen der Vorstellung, dass die Einwanderung zu einer Verarmung der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund beitragen würde", sagte der Sozialforscher Eric Seils vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Stiftung.

Als armutsgefährdet gelten Menschen in Haushalten, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des bedarfsgewichteten mittleren Einkommens in Deutschland beträgt. Die Neuzuwanderer aus den vergangenen beiden Jahren tauchten zeitverzögert in der Statistik auf. "Da sie meist ein sehr niedriges Einkommen haben, schlägt sich das nun in der Armutsquote nieder", erklärte Seils.

+++ 10.18 Uhr: Autofahrer saßen im Sommer 5,4 Jahre im Stau +++

Auto sammelt Daten

Geduldsprobe auf der Autobahn: An den zwölf Ferienwochenenden gab es laut ADAC mehr als 70 000 Staus auf deutschen Straßen.

Wer in diesem Sommer auf dem Weg in die Ferien im Auto unterwegs war, brauchte noch mehr Geduld als im Vorjahr. Umgerechnet 5,4 Jahre saßen Urlauber auf deutschen Straßen fest, wie der ADAC mitteilt. An den zwölf Ferienwochenenden vom 24. Juni bis 11. September habe es mehr als 70.000 Staus gegeben. Das waren fast 16.000 mehr als 2015. Der ADAC addierte für seine Berechnung die Dauer aller Staus und kam dabei auf 47.445 Staustunden.

Dennoch sieht der Autoclub auch eine erfreuliche Entwicklung: Die Zahl der langen Staus mit mehr als zehn Kilometern habe spürbar abgenommen. Nach 932 solcher Staus im vergangenen Jahr waren es in diesem Sommer nur 858. Am schlimmsten war es freitags, an diesen Tagen gab es fast die Hälfte aller langen Staus.

Vor allem auf der A8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg gab es lange Schlangen: Rund 150 Staus hatten hier mehr als zehn Kilometer Länge. Generell war es in Bayern am schlimmsten: Jeder dritte lange Stau bildete sich auf den Fernstraßen des Freistaats. Niedersachsen und Baden-Württemberg folgten mit 18 bzw. 17 Prozent. Auf das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen entfielen nur 7 Prozent der langen Staus.

+++ 9.36 Uhr: Luftangriff tötet Mitarbeiter von Ärzte-Hilfsorganisation +++

Bei einem Luftangriff in Nordsyrien sind nach Angaben von Aktivisten auch vier Mitarbeiter einer medizinischen Hilfsorganisation getötet worden. Kampfjets hätten eine ärztliche Versorgungseinrichtung in dem Ort Chan Tuman südwestlich von Aleppo getroffen, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Zwei der Toten waren demnach für die Union of Medical Care and Relief Organizations (UOSSM) als Krankenpfleger im Einsatz, die beiden anderen als Fahrer von Rettungswagen. Ums Leben gekommen seien auch neun Anhänger islamistischer Milizen, hieß es weiter. 

UOSSM teilte mit, ein Krankenpfleger befinde sich wegen schwerer Verbrennungen noch in kritischem Zustand. Der Angriff am späten Dienstagabend habe die dreistöckige Versorgungseinrichtung völlig zerstört. Unter den Trümmern lägen noch Opfer. Unklar ist, wer für den Bombenangriff verantwortlich war. In der Region fliegen normalerweise nur Syrien und sein Verbündeter Russland Luftangriffe.

+++ 9.35 Uhr: Linker Regierungschef Ramelow verteidigt Rot-Rot-Grün +++

"Es gibt immer noch Bananen."

(Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow zum rot-rot-grünen Bündnis unter seiner Führung und einem möglichen Linksbündnis im Bund)

+++ 9.10 Uhr: BKA-Chef verlangt von WhatsApp und Co., sich überwachen zu lassen +++

Der Chef des Bundeskriminalamts, Holger Münch, hat eine gesetzliche Kooperationspflicht für WhatsApp und andere vergleichbare Angebote gefordert. "WhatsApp zu nutzen ist einfach, WhatsApp zu überwachen ist für uns eine besondere Herausforderung", sagte Münch der "Rheinischen Post". Es würde nach seiner Auffassung im nationalen Recht schon helfen, wenn die Anbieter von Telemediendiensten genauso wie in der klassischen Telekommunikation verpflichtet wären, Bestandsdaten vorzuhalten und auskunftspflichtig zu sein, sagte der BKA-Chef. Münch regte zudem eine Erweiterung der Befugnisse zur Online-Durchsuchung an. Diese sei zur Gefahrenabwehr ausdrücklich erlaubt, nicht jedoch zur Strafverfolgung.

+++ 8.33 Uhr: Deutsche fahren immer mehr Bahn +++

Im ersten Halbjahr legte die Zahl der Passagiere im Fernverkehr um den Rekordwert von 10,6 Prozent auf 67 Millionen Reisende zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Nahverkehr mit der Bahn einschließlich S-Bahnen ergab sich demnach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 3,4 Prozent auf 1,3 Milliarden Fahrgäste. Gründe für das Rekordplus im Fernverkehr waren den Angaben zufolge Streckenerweiterungen und Ticket-Sonderaktionen. Auch andere öffentliche Verkehrsmittel gewannen der Statistik zufolge im ersten Halbjahr 2016 an Beliebtheit: Die Zahl der Passagiere in Straßen-, Stadt- und U-Bahnen legte demnach um 2,5 Prozent auf zwei Milliarden zu.

+++ 8.20 Uhr: Guide Michelin gibt es jetzt auch für China +++

Der berühmte Feinschmecker-Führer Guide Michelin hat nun auch Festland-China im Programm. Am Mittwoch veröffentlichten die Herausgeber die erste Ausgabe, die sich der Wirtschaftsmetropole Shanghai widmet. Gewürdigt werden darin Luxusrestaurants ebenso wie kleine Imbissküchen. Insgesamt 26 Lokale werden mit Sternen bedacht. Darunter ist auch die weltweit günstigste Zwei-Sterne-Küche: "Canton 8" - ein beliebtes Mittagstischrestaurant, das auch Essen ausliefert. Michelin-Chef Michael Ellis lobte das "Canton 8", weil es für das stehe, was in Shanghai zu entdecken sei - "meisterhafte, köstliche und sehr gute Küche". 

+++ 8.02 Uhr: Protest in USA nach tödlichen Polizeischüssen +++

Nach dem Tod eines Afroamerikaners durch Polizeischüsse sind bei Protesten in der US-Stadt Charlotte (Bundesstaat North Carolina) rund zwölf Polizisten verletzt worden. Einer von ihnen sei von einem Stein im Gesicht getroffen worden, twitterte die Polizei in der Nacht zum Mittwoch. Zuvor hatten Polizisten am Dienstagnachmittag laut örtlichen Medienberichten in einem Wohngebiet einen Verdächtigen gesucht und dabei auf einem Parkplatz einen Mann erschossen. Dieser war nach Angaben der Polizei bewaffnet. Kurz darauf versammelten sich nach und nach mehrere Hundert Menschen, um dagegen zu protestieren. Den Berichten zufolge riefen sie den Namen der Schwarzenbewegung "Black Lives Matter". Auf einem Bild war zu sehen, wie Demonstranten auf ein Polizeiauto kletterten.

+++ 7.31 Uhr: Microsoft erhöht Dividende +++

Der Softwarekonzern Microsoft will seine Aktionäre mit einer Dividendenerhöhung und milliardenschweren Aktienrückkäufen bei Laune halten. Wie der Konzern am Dienstag nach Börsenschluss mitteilte, soll die Quartalsdividende im Vergleich zur Ausschüttung im Vorquartal um acht Prozent auf 39 US-Cent je Aktie klettern. Analysten hatten dies im Schnitt erwartet. Zudem kündigte der Konzern ein weiteres Aktienrückkaufprogramm an. Dieses habe ein Volumen von bis zu 40 Milliarden US-Dollar. Wie lange das Programm laufen wird, ließ Microsoft offen. Das derzeit noch laufende Rückkaufprogramm mit einem Volumen von 40 Milliarden Dollar will der Konzern wie geplant zum Jahresende 2016 abschließen.

+++ 7.27 Uhr: Grüne wollen Briten schneller einbürgern +++

Die Grünen wollen britischen Bürgern als Reaktion auf das Brexit-Votum den Erwerb eines deutschen Passes erleichtern. Die Bundesregierung solle gegenüber den Ländern darauf hinwirken, dass Briten auch bei einer Aufenthaltsdauer von weniger als den bislang üblichen sechs Jahren eingebürgert werden, wenn die sonstigen Voraussetzungen erfüllt seien, heißt es in einem Antrag der Grünen-Bundestagsfraktion, der der "Passauer Neuen Presse" vorliegt und der am Donnerstag im Bundestag beraten werden soll. Ziel sei es, dass britische Staatsbürger "rasch und unkompliziert" eingebürgert werden, wenn sie es beantragen, heißt es dem Bericht zufolge in dem Antrag. Ihre britische Staatsangehörigkeit könnten sie behalten. 

+++ 5.50 Uhr: L.A.-Confidential-Regisseur gestorben +++

Der US-Filmemacher Curtis Hanson ist mit 71 Jahren gestorben. Er wurde in seinem Zuhause in Hollywood tot vorgefunden, nachdem ein medizinischer Notfall gemeldet worden war, wie US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf einen Polizeisprecher berichteten. Der Regisseur von Filmen wie "L.A. Confidential" und "8 Mile" starb demnach eines natürlichen Todes.

+++ 5.06 Uhr: Fremdenhass in Ostdeutschland verfestigt sich +++

Die Bundesregierung befürchtet, dass wachsender Fremdenhass den gesellschaftlichen Frieden in Ostdeutschland gefährdet. Im vergangenen Jahr habe die Zahl der rechtsextremen und fremdenfeindlichen Übergriffe stark zugenommen, heißt es nach Informationen des "Handelsblatts" im aktuellen Jahresbericht zum Stand der Deutschen Einheit, den das Kabinett an diesem Mittwoch erörtern will und der danach vorgestellt wird. "Neben unzähligen Angriffen auf Flüchtlinge und ihre Unterkünfte sind gewalttätige Ausschreitungen wie in Heidenau und Freital zu Symbolen eines sich verfestigenden Fremdenhasses geworden", zitiert das "Handelsblatt" aus dem Bericht. Bei den Protesten gegen die Aufnahme von Flüchtlingen sei deutlich geworden, dass die Grenzen zwischen bürgerlichen Protesten und rechtsextremistischen Agitationsformen zunehmend verschwömmen.

Bombe testet Kriegsschiff


+++ 4.15 Uhr: Jeder vierte Erwachsene in Deutschland ist viel zu dick +++

In Deutschland ist dem "XXL-Report" der Krankenkasse DAK zufolge jeder vierte Erwachsene zwischen 18 und 79 übergewichtig. Der Anteil der Patienten mit extremer Adipositas habe sich zwischen 1999 und 2013 mehr als verdoppelt. Fettleibigkeit, so die Studie weiter, mache nicht nur krank, auch einsam. Nach der Analyse werden fettleibige Menschen in Deutschland häufig stigmatisiert und ausgegrenzt. 71 Prozent der Bevölkerung finden nach der Forsa-Untersuchung stark Übergewichtige unästhetisch. Die Mehrheit der Befragten glaubt demnach, dass Fettleibige zu faul zum Abnehmen.


+++ 1.56 Uhr: Attentäter von New York angeklagt +++

Der mutmaßliche New Yorker Attentäter Ahmad Khan Rahami ist wegen des Einsatzes von Massenvernichtungswaffen und eines Anschlags auf öffentliche Orte angeklagt worden. Die Explosion eines Sprengsatzes in Manhattan mit rund 31 Verletzten habe "bedeutende Verletzungen und Sachschäden in Höhe mehrerer Millionen Dollar" angerichtet, heißt es im Schreiben der Staatsanwaltschaft. Sie wirft Rahami zudem vor, auch die weiteren Sprengsätze in Manhattan sowie im Nachbarstaat New Jersey deponiert und bei seiner Festnahme auf Polizisten geschossen zu haben.

+++ 0.47 Uhr: Gefürchteter Richter will Brasiliens Ex-Präsident den Prozess machen +++

Ein Korruptionsprozess gegen Brasiliens früheren Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva rückt immer näher. Der leitende Richter in den Ermittlungen im "Lava Jato"-Komplex, Sérgio Moro, akzeptierte in Curitiba die vor einer Woche von der Generalstaatsanwaltschaft erhobene Anklage gegen den 70 Jährigen, der einen Komplott wittert. Das berichtete die Nachrichtenagentur Agência Brasil. Richter Moro ist gefürchtet dafür, dass er lange Haftstrafen verhängt - ohne Rücksicht auf Namen. In der Verhandlung wird es um jahrelange Schmiergeldzahlungen an Politiker bei öffentlichen Auftragsvergaben - im Fokus stehen das größte Unternehmen des Landes, der Ölkonzern Petrobras, und Bauunternehmen.

+++ 0.30 Uhr: Obama dankt Deutschland für Grenzöffnung +++

Barack Obama vor der UN

Sagt Ja zu Merkel und ihrer Flüchtlingspolitik: US-Präsident Barack Obama

Die am Flüchtlingsgipfel in New York teilnehmenden Staaten haben nach Angaben von US-Präsident Barack Obama Zusagen zur Aufnahme von mehr als 360.000 Flüchtlingen gemacht. Obama dankte zum Beginn des Staatentreffens zur Flüchtlingskrise ausdrücklich Deutschland sowie auch Kanada für die Öffnung der Grenzen für die Schutzsuchenden. Die Welt dürfe vor der "Krise epischen Ausmaßes" nicht die Augen verschließen, sagte er.

+++ 0.02 Uhr: USA machen Russland für Angriff auf UN-Hilfskonvoi verantwortlich +++

Die USA gehen laut einem Medienbericht davon aus, dass russische Kampflugzeuge den UN-Hilfskonvoi in Syrien angegriffen haben. "Alle unsere Informationen besagen eindeutig, dass dieses ein Luftangriff war, für den nur zwei Einheiten verantwortlich sein können: das syrische Regime oder die russische Regierung", sagte der stellvertretende Sicherheitsberater von US-Präsident Barack Obama, Ben Rhodes. Russland wies jede Verantwortung "mit Empörung" zurück, kündigte indes eine Untersuchung des Zwischenfalls an.


DPA/AFP