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News des Tages: Helfer finden 74 ertrunkene Flüchtlinge an Libyens Küste

Peugeot-Chef gibt Job-Garantien für Opel +++ Ex-CIA-Agentin in Portugal festgenommen +++ Fahrverbot für ältere Diesel in Stuttgart +++ Polizei in Barcelona stoppt Lkw durch Schüsse +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Eine Reihe weißer Leichensäcke liegt an einem Strand in Libyen. Helfer tragen eine Leiche an der Reihe entlang

Am Strand von Zawiyah bergen Freiwillige die Leichen von 74 ertrunkenen Flüchtlingen

Die Nachrichten des Tages im -Ticker:

+++ 23.52 Uhr: Italienische Küstenwache rettet 630 Flüchtlinge vor Libyen +++

Italiens Küstenwache hat erneut rund 630 Flüchtlinge vor der libyschen Küste aus dem Mittelmeer gerettet. Die Einsatzkräfte koordinierten nach eigenen Angaben in der Nacht zum Dienstag zwei verschiedene Rettungseinsätze, um die Schutzsuchenden in Sicherheit zu bringen. Die Flüchtlinge waren demnach auf untauglichen und überfüllten Booten unterwegs, um nach Europa zu gelangen.

+++ 23.04 Uhr: 66-jähriger Spanier von fünf Hunden totgebissen +++

Im Südosten von Spanien ist ein 66-jähriger Mann offenbar von den fünf Hunden seines Nachbarn totgebissen worden. Wie die Polizei mitteilte, muss sich der Nachbar wegen fahrlässiger Tötung verantworten, sollten die DNA-Proben der Hunde mit den Spuren auf der Leiche übereinstimmen. Der tragische Vorfall ereignete sich am Samstag in Beniarbeig in der südöstlichen Provinz Alicante.

Der 66-Jährige war in seinen Gemüsegarten gegangen, um dort zu arbeiten. Als er lange Zeit nicht zurückkehrte, machte sich sein Sohn auf die Suche nach ihm und fand ihn tot im Garten. Der Polizei zufolge bot sich ihm ein "entsetzliches Bild". Die Leiche war übersät mit Tierbissen, die Verletzungen an Armen und Beinen ließen darauf schließen, dass er sich heftig gegen den Angriff wehrte.

Da es in der Gegend keine wilden Tiere gibt, fiel der Verdacht auf die Hunde des Nachbarn, eine Kreuzung zwischen Pitbulls und Bullterriern, da es in der Vergangenheit bereits Probleme mit den Tieren gab. Die Polizei nahm DNA-Proben der Hunde, um den Fall aufzuklären. Die Tiere wurden zunächst in ein Heim gebracht.

+++ 22.43 Uhr: Milo Yiannopoulos verlässt rechtes Portal "Breitbart" +++

Der massiv in die Kritik geratene ultrarechte Blogger Milo Yiannopoulos hat das Portal "Breitbart" verlassen. Er lege "mit sofortiger Wirkung" seine Arbeit als Redakteur für "Breitbart" nieder, sagte der Blogger und bekennende Fan von US-Präsident Donald Trump vor Journalisten in New York. Yiannopoulos hatte zuvor mit Äußerungen zu Sex mit Kindern den Zorn konservativer Kreise auf sich gezogen.

In einem Video, das am Wochenende im Internet verbreitet wurde, hatte Yiannopoulos Sex von Männern mit 13-Jährigen verteidigt. Daraufhin widerrief die Amerikanische Konservative Union eine Einladung an den 32-Jährigen. Der Verlag Simon & Schuster sagte wegen des Videos die Veröffentlichung der Memoiren von Yiannopoulos ab.

+++ 22.18 Uhr: Niederländisches Unterhaus genehmigt mehr Cannabis-Anbau +++

Das Unterhaus des niederländischen Parlaments hat sich mit knapper Mehrheit für die Legalisierung eines umfangreicheren Anbaus von Cannabis-Pflanzen ausgesprochen. 77 Abgeordnete stimmten für die Vorlage und 72 dagegen, wie der Sender NOS berichtete. Die Initiative ging von der Abgeordneten Vera Bergkampf von der Partei D66 aus. Das Gesetz bedarf noch der Zustimmung des Oberhauses. Dort ist ein Votum vor den Neuwahlen am 15. März aber unwahrscheinlich.

Wissenschaft schnell erklärt : Cannabis legalisieren? Die Krux des freien Kiffens

+++ 21.06 Uhr: Neunjähriger baut Unfall auf Spritztour und legt sich schlafen +++

Mit dem Auto seiner Mutter hat ein Neunjähriger in Nordrhein-Westfalen bei einer nächtlichen Spritztour einen geparkten Wagen gerammt. Danach sei der Junge nach Hause gefahren und habe sich wieder schlafen gelegt, wie die Polizei im Kreis Siegen-Wittgenstein mitteilte.

Demnach hatte sich das Kind in der Nacht zum Dienstag die Autoschlüssel seiner Mutter genommen und war über die Straßen gefahren. Auf einem Hotelparkplatz fuhr er dann den Wagen an und verlor dabei das Nummernschild.

Als die Geschädigte später in der Nacht den Unfall bemerkte und die Polizei rief, kamen die Beamten dem Neunjährigen schnell auf die Schliche. Sie ermittelten dank des Nummernschilds die Halterin des gesuchten Wagens, die Mutter des Jungen.

Eine Streifenwagenbesatzung weckte Mutter und Kind zu Hause. Vor dem Haus stand das Auto - korrekt eingeparkt. Den Schaden bezifferte die Polizei mit rund 5000 Euro.

+++ 20.21 Uhr: 74 ertrunkene Flüchtlinge in Libyen angespült +++

Helfer des Roten Halbmondes haben an der Küste 74 ertrunkene Flüchtlingen entdeckt. Wie die Hilfsorganisationmitteilte, kamen die Menschen bei dem Versuch ums Leben, mit dem Boot über das Mittelmeer Richtung Europa zu gelangen. Der UN-Sondergesandte Martin Kobler bezeichnete die Zustände in den libyschen Flüchtlingslagern als "furchtbar, entsetzlich, grauenhaft".

Dorfbewohner entdeckten die Gestrandeten bei Zawiya, 45 Kilometer westlich der Hauptstadt Tripolis. Es wurde befürchtet, dass bei dem Unglück bis zu hundert Menschen ums Leben kamen. "Einige Leichen treiben noch im Wasser", erklärte der Rote Halbmond. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) teilte mit, das Boot sei vermutlich am Sonntag gekentert. Schlepper hätten den Motor gestohlen und das Boot im treiben lassen. Laut IOM kamen in diesem Jahr bereits mindestens 365 Menschen bei dem Versuch ums Leben, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.

+++ 20.16 Uhr: Nach 5 Tagen in 15 Metern Höhe: Katze aus Baum gerettet +++

Immerhin fünf Tage hat eine verängstigte Katze in Braunschweig auf einem Baum ausgehalten: Die rettete das hilflose Tier schließlich aus seiner Lage in 15 Metern Höhe. Mit Schiebleitern, speziell ausgebildeten Höhenrettern und sicherheitshalber einem Sprungtuch hätten sich die Helfer der Katze genähert, teilte die Feuerwehr in Braunschweig am Dienstag mit. Der Besitzer des Tieres habe zuvor gemeldet, dass seine Katze sich seit fünf Tagen nicht vom Baum herunter traue. Weil das Tier sich an einem dünnen Ast in der Baumkrone festkrallte, blieb nur die Rettung per Sprungtuch - und das "kontrollierte Hinabfallen der Katze", wie die Feuerwehr es beschrieb. Die Katze kam sicher am Boden an.

+++ 18.25 Uhr: Unfallflucht mit Kutsche - Pferdeäpfel verraten Kutscher +++

Hufspuren und Pferdeäpfel haben in Unterfranken einen Kutscher nach einer Unfallflucht überführt. Nach Angaben der Polizei hatte der 78-Jährige am Vortag mit seiner Kutsche in Grafenrheinfeld ein am Straßenrand geparktes Auto touchiert. Als der Mann das Weite suchte, alarmierte ein Augenzeuge die Polizei. Diese hatte leichtes Spiel: Anhand der Hufspuren und der vom Kutschpferd verteilten Pferdeäpfel wurden die Beamten zielsicher zum Stall des 78-Jährigen geführt. Dieser habe sich geständig gezeigt. Er muss sich nun wegen Unfallflucht verantworten. Der Schaden beträgt rund 2000 Euro.

+++ 17.39 Uhr: HDP-Chef Demirtas zu fünf Monaten Haft verurteilt +++

Knapp zwei Monate vor dem Referendum über ein Präsidialsystem in der Türkei ist der staatliche Druck auf die pro-kurdische Oppositionspartei HDP massiv erhöht worden. Ein Gericht in Dogubeyazit befand HDP-Chef Selahattin Demirta der "Herabwürdigung der türkischen Nation" schuldig und verurteilte ihn zu fünf Monaten Haft, wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Kurz zuvor hatte das Parlament mitgeteilt, dass seiner Ko-Vorsitzenden Figen Yüksekdag ihr Parlamentsmandat aberkannt worden sei.

Demirtas und Yüksekdag waren im November zusammen mit weiteren HDP-Abgeordneten unter dem Vorwurf festgenommen worden, Verbindungen zur verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) zu unterhalten. Gegen Demirtas laufen dutzende Verfahren. Insbesondere drohen ihm wegen der "Leitung einer Terrororganisation" und "Terrorpropaganda" 142 Jahre Haft. Auch Yüksekdag wurde wegen "Terrorpropaganda" verurteilt. Nachdem das oberste Verwaltungsgericht das Urteil bestätigte, wurde ihr nun ihr Mandat aberkannt. Die HDP hatte gestern den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wegen der "illegalen Inhaftierung" ihrer Vorsitzenden angerufen. Das Vorgehen gegen die Oppositionspartei stößt international auf Kritik.

+++ 17.06 Uhr: 76-jähriger Lkw-Fahrer saß 30 Stunden hinterm Steuer +++

Ein 76 Jahre alter Lastwagenfahrer hat innerhalb eines Monats 24 mal gegen die gesetzlichen Ruhezeiten verstoßen. Die Auswertung seines Fahrtenschreibers habe ergeben, dass er bis zu 30 Stunden mit nur kurzen Pausen hinterm Steuer seines Sattelzuges gesessen habe, teilte die Polizei mit. Zulässig sind neun Stunden. Bei der Kontrolle am Montag an der A1 auf dem Rastplatz Buddikate in Schleswig-Holstein begründete der Mann seine Touren mit Geldproblemen. Der Fahrer aus dem Landkreis Lippe in Nordrhein-Westfalen ist laut Polizei zugleich Eigentümer des Transportunternehmens. Ihm wurde die Weiterfahrt für neun Stunden untersagt. Außerdem droht ihm ein Bußgeld von bis zu 11.000 Euro.

+++ 16.42 Uhr: Aida setzt künftig auf Kreuzfahrtschiffe mit Gasantrieb +++

Zum ersten Mal setzt die Kreuzfahrtreederei Aida bei ihren neuen Schiffen ganz auf Gasantrieb. Heute begann bei der Meyer Werft in Papenburg der Bau eines von zwei Modellen, die komplett mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden. LNG gilt als umweltfreundlicherer Antrieb als Diesel oder Schweröl. Für Aida sei der Produktionsbeginn ein bedeutender Tag, sagte der Präsident der Reederei, Felix Eichhorn. Bereits mit der "Aidaprima" seien erste Erfahrungen mit dem LNG-Antrieb gesammelt worden, allerdings wird dieses Schiff nur bei Aufenthalten im Hafen mit Gas betrieben.

Die neuen Modelle des deutschen Kreuzfahrt-Marktführers mit je 2500 Kabinen sollen die Flotte auf dann 14 Schiffe verstärken. Das erste soll im Herbst 2018 fertiggestellt und im Dezember 2018 in Dienst genommen werden. Das zweite soll im Frühjahr 2021 fertig sein.

+++ 16.21 Uhr: Gericht klärt Streitfall mit kuriosem Stoßzahn-Test +++

Welcher ist der Richtige? Auf einfallsreiche Weise hat das Verwaltungsgericht Hannover einen Streit um einen beschlagnahmten Stoßzahn geklärt. Bei einer Wohnungsdurchsuchung waren Polizisten zufällig auf den Zahn gestoßen, den die Region Hannover unter Verweis auf den Artenschutz beschlagnahmen ließ. Der Wohnungsinhaber nämlich habe seine Berechtigung zum Besitz nicht nachweisen können. Der Mann gab jedoch an, der Stoßzahn sei ein Erbstück des Großvaters, das er von seinem Vater geschenkt bekommen habe. Zeugenerklärungen belegten dies - dennoch rückte die Region den Zahn nicht raus.

Das Gericht stellte die Familienangehörigen heute mit dem Stoßzahn-Test auf die Probe: Welcher der drei vorgelegten Zähne sei derjenige, den sie schon vor Jahren in Familienbesitz gesehen hatten? Nachdem zwei Familienmitglieder treffsicher den richtigen Stoßzahn anwiesen, gab die Region Hannover sich geschlagen und händigte den Stoßzahn wieder aus. Ein Urteil mussten die Richter nicht mehr sprechen.

+++ 16.13 Uhr: Forscher entdecken neue Mini-Nachtfrosch-Arten in Indien +++

Forscher haben in Südostindien vier neue Arten von Mini-Nachtfröschen entdeckt. Sie seien so klein, dass sie auf einen Fingernagel passten, erklärten sie in einem von der Online-Zeitschrift PeerJ veröffentlichten Artikel. Die Wissenschaftler entdeckten die Tiere demnach während ihrer fünfjähriger Erforschung der Fauna des Westghat-Gebirges. Die etwa 15 Millimeter großen Tiere seien in den Westghats "weitverbreitet", erklärte die Forscherin Sonali Garg. Bisher seien sie aber wahrscheinlich übersehen worden, "weil sie so extrem klein und scheu sind".

Die Forschergruppe entdeckte außerdem drei weitere Nachtfrosch-Spezies. Manche Arten der indischen Nachtfrösche gibt es bereits seit mehr als 70 Millionen Jahre. Forschungsleiter S. D. Biju vermutet, dass ein Drittel der Froscharten in dem indischen Gebirge bereits vom Aussterben bedroht ist.

+++ 16.11 Uhr: Peugeot-Chef Tavares gibt Job- und Standort-Garantien für Opel +++

Der Chef des französischen Autobauers PSA, , hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) versichert, dass die Franzosen bei einer Opel-Übernahme die laufenden Garantien für Standorte und Arbeitsplätze in Deutschland akzeptieren. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert nach einem Telefonat von Merkel und Tavares mit. Der Peugeot-Chef habe betont, dass beide Unternehmen sich einander gut ergänzten. Dabei habe Tavares bekräftigt, "dass PSA die Eigenständigkeit von Opel im Konzernverbund erhalten und die Standort-, Investitions- und Beschäftigungsgarantien übernehmen werde".

+++ 15.53 Uhr: Priester in Neapel muss wegen angeblicher Schwulenpartys gehen +++

Wegen angeblicher Schwulenpartys ist ein katholischer Pfarrer in Neapel vom Dienst suspendiert worden. Der Erzbischof der süditalienischen Stadt, Kardinal Crescenzio Sepe, enthob den Geistlichen des Amtes, bis die Vorwürfe untersucht seien. In einer Mitteilung hieß es laut italienischen Nachrichtenagenturen weiter, der Fall sei an das Kirchengericht weitergeleitet worden. Der Pfarrer soll nach Medienberichten Männer über das Internet zu Homosexuellen-Festen eingeladen haben. Bei den Festen sollen die Männer auch bezahlt worden sein. In der katholischen Kirche dürfen Priester weder homo- noch heterosexuelle Beziehungen haben.

+++ 15.18 Uhr: Bayern bringt Verschleierungsverbot auf den Weg +++

Die bayerische Staatsregierung hat einen Gesetzentwurf beschlossen, wonach die Verschleierung des Gesichtes mit Burka oder Nikab in bestimmten Bereichen des öffentlichen Lebens untersagt werden soll. "Die Gesichtsverhüllung wird in den Bereichen Öffentlicher Dienst, Hochschulen, Schulen, Kindergärten, im Bereich der allgemeinen Sicherheit und Ordnung sowie bei Wahlen verboten", teilte die Staatsregierung nach der Kabinettssitzung mit.

Wenn Musliminnen ihr Gesicht verhüllen, widerspreche dies der hiesigen Kommunikationskultur, betonte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). "Ein kommunikativer Austausch findet nicht nur durch Sprache, sondern auch durch Blicke, Mimik und Gestik statt. Er bildet die Grundlage unseres zwischenmenschlichen Miteinanders und ist Basis unserer Gesellschaft und freiheitlich-demokratischen Grundordnung."

+++ 15.16 Uhr: Bausparkassen dürfen gut verzinste Altverträge kündigen +++

 Bausparer haben keine Chance, sich gegen die Kündigung eines alten Bausparvertrags mit hohen Zinsen zu wehren. Einen solchen Vertrag über mehr als zehn Jahre als reine Sparanlage laufen zu lassen, widerspreche dem Sinn und Zweck des Bausparens, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Das Ansparen sei dazu gedacht, Anspruch auf ein Darlehen zu erlangen. Dieser Zweck sei mit Erlangen der Zuteilungsreife erreicht.

In der anhaltenden Niedrigzinsphase haben die Bausparkassen ihren Kunden seit 2015 schätzungsweise 250.000 Verträge gekündigt, die noch nicht vollständig bespart waren. Der einst festgeschriebene Zinssatz ist für sie inzwischen eine wirtschaftliche Belastung. Denn viele Bausparer verzichten darauf, ihr Darlehen in Anspruch zu nehmen. Stattdessen nutzen sie den Vertrag lieber als lukrative Sparanlage.

+++ 14.53 Uhr: Frühere CIA-Agentin in Portugal festgenommen +++

Eine ehemalige CIA-Agentin, die vor Jahren in Italien als Mittäterin bei einem spektakulären Entführungsfall verurteilt wurde, ist in Portugal festgenommen worden. Wie ihr Anwalt mitteilte, soll Sabrina de Sousa in den nächsten Tagen nach Italien ausgeliefert werden. Ein italienisches Gericht hatte die Mitarbeiterin des US-Geheimdienstes 2012 in Abwesenheit zu vier Jahren Haft verurteilt. 2003 soll sie den Entführern des ägyptischen Imams Abu Omar in Mailand als Dolmetscherin geholfen haben.

CIA-Agenten hatten den unter Terrorverdacht stehenden Osama Mustafa Hassan alias Abu Omar im Februar 2003 in Mailand verschleppt. Vom US-Luftwaffenstützpunkt Aviano in Norditalien wurde der frühere Imam einer Mailänder Moschee nach Ägypten gebracht und dort inhaftiert. Nach Angaben seines Anwaltes wurde Hassan in der Haft gefoltert.

Nach den Terroranschlägen vom 11. September hatten die US-Geheimdienste damit begonnen, außerhalb der USA Terrorverdächtige gefangen zu nehmen und in Länder zu bringen, von denen bekannt war, dass in ihren Haftanstalten gefoltert wird.

+++ 14.41 Uhr: Palästinenser über Strafmaß für israelischen Soldaten empört +++

Die palästinensische Autonomiebehörde hat empört auf die ihrer Ansicht nach zu milde Strafe für einen israelischen Soldaten wegen Tötung eines verletzt am Boden liegenden Palästinensers reagiert. Das Urteil bedeute "grünes Licht" für "Verbrechen" des israelischen Militärs, sagte der Sprecher Tarek Rischmawi. Das Militärgericht in Tel Aviv hatte zuvor gegen den im Januar schuldig gesprochenen Soldaten Elor Asaria eine 18-monatige Haftstrafe verhängt. Die Militärstaatsanwaltschaft hatte zwischen drei und fünf Jahren Gefängnis gefordert, Asarias Verteidigung hatte auf nicht schuldig plädiert. 

+++ 14.40 Uhr: Drei Männer in Frankreich wegen Terrorverdachts festgenommen +++

Französische Ermittler haben drei Männer wegen Terrorverdachts festgenommen. Hintergrund sei eine Untersuchung wegen des Verdachts eines geplanten Anschlags in Frankreich oder der Reise nach Syrien, hieß es aus Pariser Ermittlerkreisen. Im Januar seien Vorermittlungen aufgenommen worden, die nun zur Festnahme der Männer in Marseille, Clermont-Ferrand und der Region Paris führten.  

+++ 14.23 Uhr: Staatschef von Aserbaidschan ernennt Ehefrau zur Vizepräsidentin +++

 Der Staatschef von Aserbaidschan, Ilham Alijew, hat seine Ehefrau zur Vizepräsidentin ernannt. Ein entsprechendes Dekret wurde auf der Seite der Präsidentschaft der Kaukasusrepublik veröffentlicht. Die 52-jährige Mehriban Alijewa ist seit 2005 bereits Abgeordnete der Regierungspartei. Die gelernte Augenärztin und Mutter von drei Kindern ist zudem Vorsitzende der nach ihrem verstorbenen Schwiegervater benannten Heidar-Alijew-Stiftung

+++ 14.06 Uhr: Polizei stoppt 14-Jährigen in Papas Auto +++

Im Auto seines Vaters hat ein 14-Jähriger eine 15 Jahre alte Freundin nachts von Mannheim bis in die Nähe von Stuttgart chauffiert. Wie die Polizei mitteilte, war den Beamten bei Korntal-Münchingen ein Wagen mit Mannheimer Kennzeichen aufgefallen, der mit Standlicht und überhöhter Geschwindigkeit in eine Radarkontrolle fuhr. Bei der Kontrolle entdeckten sie den Jugendlichen am Steuer. Er hatte den Autoschlüssel seines Vaters gestohlen, hieß es. Die Polizei übergab die beiden Ausreißer am frühen Morgen ihren Eltern. Der 14-Jährige muss sich unter anderem wegen unbefugter Ingebrauchnahme eines Wagens und Fahrens ohne Führerschein verantworten.

+++ 13.28 Uhr: Bundeswehr soll auf knapp 200.000 Mann aufgestockt werden +++

Wegen wachsender Aufgaben für die Truppe will die Bundeswehr ihr Personal kräftig aufstocken. Bis 2024 sollen die Streitkräfte auf 198.000 Soldaten und mehr als 61.000 Zivilisten wachsen, teilt das Verteidigungsministerium mit. Derzeit zählt die Bundeswehr knapp 178.000 aktive Soldaten. "Die Bundeswehr ist gefordert wie selten zuvor", betont Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Seit Ende des Kalten Krieges wurde die Bundeswehr schrittweise verkleinert. Das Ministerium hatte 2016 das Ende des Schrumpfkurses eingeleitet. Nun soll weiter aufgestockt werden. Die Pläne bergen politischen Zündstoff. In Deutschland wird derzeit heftig über wachsende Verteidigungsausgaben diskutiert. Die neue US-Regierung unter Präsident Donald Trump fordert von den Nato-Partnern deutlich mehr Ausgaben für die Verteidigung - und droht, die USA könnten andernfalls ihr Engagement innerhalb der Nato zurückschrauben.

+++ 13.08 Uhr: Polizei in Barcelona stoppt Lkw-Fahrer durch Schüsse +++

Die Polizei in Barcelona hat einen mit Gasflaschen beladenen Lkw durch Schüsse gestoppt. Der Fahrer des Lasters wurde festgenommen. Der Wagen soll mit hoher Geschwindigkeit in falscher Richtung auf dem Autobahnring Ronda Litoral in Richtung Stadtzentrum unterwegs gewesen sein. Bei dem Verdächtigen handelt es sich angeblich um einen schwedischen Staatsbürger. Laut Lokalmedien, die sich auf die Polizei berufen, soll der Mann psychische Probleme haben. Was er mit seiner Aktion bezweckte, ist derzeit unklar.


+++ 12.47 Uhr: Stuttgart sperrt ab 2018 ältere Diesel-Fahrzeuge bei Feinstaubalarm aus +++

Zur Verbesserung der stark mit Schadstoffen belasteten Luft in Stuttgart gibt es ab 2018 Fahrverbote für viele Dieselfahrzeuge. Bei Feinstaub-Alarm werden ab dem kommenden Jahr besonders belastete Straßen für viele Diesel gesperrt, die nicht die Abgasnorm Euro 6 erfüllen. Dies hat die grün-schwarze Landesregierung beschlossen. Land und Stadt sind in der Pflicht, dem Verwaltungsgericht Stuttgart bis Ende Februar zu erklären, wie sie die Luft nachhaltig verbessern wollen. Die Feinstaubwerte sind in der Landeshauptstadt deutlich zu hoch. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) erneuerte seine Forderung zur Einführung der sogenanten blauen Plakette auf Bundesebene, um Dieselfahrzeuge aus den mit Stickoxiden und Feinstaub belasteten Innenstädten auszusperren. Dafür gibt es allerdings bislang im Bund keine Mehrheit. 

+++ 12.28 Uhr: Helfer entdecken 74 ertrunkene Flüchtlinge an Libyens Küste +++

Helfer des Roten Halbmondes haben an der Küste Libyens die Leichname von 74 ertrunkenen Flüchtlingen entdeckt. Wie die Hilfsorganisation Roter Halbmond mitteilte, ertranken sie bei dem Versuch, mit dem Boot über das Mittelmeer Richtung Europa zu gelangen. Anwohner hätten die Helfer alarmiert.

+++ 12.25 Uhr: Eineinhalb Jahre Haft für Soldaten wegen Tötung von Palästinenser +++

Der israelische Soldat Elor Asaria muss wegen Totschlags an einem verletzten palästinensischen Attentäter für eineinhalb Jahre ins Gefängnis. Ein Militärgericht in Tel Aviv verurteilte den 21-Jährigen außerdem zu einem weiteren Jahr Haft auf Bewährung. Der Dienstgrad des Unteroffiziers soll zudem auf die niedrigste Stufe herabgesetzt werden. Asaria war im vergangenen Monat schuldig gesprochen worden. Seine Rechtsanwälte wollen das Urteil anfechten. 

+++ 12.23 Uhr: Ancelotti spendet 5000 Euro an DFB-Stiftung nach Stinkefinger-Geste +++

Nach der Mittelfinger-Geste von Carlo Ancelotti wird der italienische Trainer des FC Bayern eine Spende in Höhe von 5000 Euro an die DFB-Stiftung leisten. Wie der Verein weiter mitteilt, werde der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) das Verfahren nach entsprechender Stellungnahme von Ancelotti einstellen. "Grundsätzlich halten wir die menschliche Reaktion mit der Geste von Carlo Ancelotti auf die üble Spuckattacke für emotional nachvollziehbar", schrieb der deutsche Rekordmeister weiter. Ancelotti hatte sich nach dem 1:1 bei Hertha BSC dazu hinreißen lassen, den Mittelfinger zu zeigen. Das hatte viel Wirbel verursacht.

+++ 12.03 Uhr: Jugendliche entführen Hund und werden bei Lösegeldübergabe geschnappt +++

Zwei Hamburger Jugendliche haben den Hund einer älteren Dame entführt und sind bei der Lösegeldübergabe geschnappt worden. Die 16- und 18-Jährigen hätten telefonisch 10.000 Euro von der 68-Jährigen verlangt, teilte die Polizei mit. Die Frau habe jedoch die Stimme des jüngeren Verdächtigen wiedererkannt, weil er ihr von früher bekannt gewesen sei. Sie vereinbarte demnach einen Übergabetermin in einem Park, verständigte aber zugleich die Polizei, die sich auf die Lauer legte. Beamte griffen die Täter samt Hund am vergangenen Mittwoch dann zum vereinbarten Zeitpunkt in der Grünanlage auf und nahmen das Duo vorläufig fest.

Die beiden Jugendlichen wurden nach den obligatorischen polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Gründe für eine Untersuchungshaft gab es nicht.

+++ 11.51 Uhr: Air-Berlin-Flugzeug mit Triebwerksdefekt in Stuttgart gelandet +++

Ein Propellerflugzeug von Air Berlin ist wegen eines Triebwerksdefekts außerplanmäßig in Stuttgart gelandet. Die Maschine vom Typ Bombardier Q400 mit 58 Passagieren an Bord befand sich am Morgen auf dem Flug von Düsseldorf nach Florenz. Im Cockpit sei ein Defekt angezeigt worden, der Pilot habe deshalb eines der beiden Triebwerke abgeschaltet, sagte eine Air-Berlin-Sprecherin. Das Flugzeug sei dann sicher in Stuttgart gelandet, teilten der dortige Flughafen und Air Berlin übereinstimmend mit. Die Fluggäste wurden auf andere Maschinen umgebucht.

+++ 11.39 Uhr: Hai tötet 26-Jährigen bei La Réunion +++

Ein Hai hat einen Surfer bei der französischen Insel La Réunion tödlich verletzt. Der 26-Jährige sei angegriffen worden, als er nahe einer Flussmündung bei dem Ort Saint-André mit einem sogenannten Bodyboard unterwegs war, teilte die Präfektur des französischen Übersee-Départements mit. Der junge Mann sei in einem Gebiet unterwegs gewesen, in dem Baden und Wassersport wegen der Hai-Gefahr verboten sind. Ein Bodyboard ist eine Art Surfbrett, auf dem man vorwiegend liegt. Vor der französischen Insel im Indischen Ozean kommt es immer wieder zu Hai-Attacken, der jüngste Fall war nach Angaben der Präfektur der achte tödliche Angriff seit 2011. Die Behörden haben deshalb 2013 Vorsichtsmaßnahmen ergriffen und Verbotszonen eingerichtet.

+++ 11.01 Uhr: Mord vor 22 Jahren -Iraker wieder vor Gericht +++

Rund 22 Jahre nach einem Mord in einem Waldstück bei Hannover hat das Landgericht einen dritten Anlauf zur Bestrafung des Verbrechens unternommen. Zum Prozessauftakt verweigerte der 59 Jahre alte Angeklagte die Aussage. Aus verletztem Ehrgefühl wegen eines vorangegangenen Familienstreits soll er laut Anklage mit zwei inzwischen gestorbenen Mittätern im Juli 1995 einen 24-Jährigen ermordet haben.

Dem angeklagten Iraker soll damals die Schwester des späteren Opfers als Ehefrau versprochen worden sein. Als die 17-jährige Frau aus ihrer Heimat in Niedersachsen eintraf, soll ihr Bruder verhindert haben, dass sie die Drittfrau des Mannes wird. Daraufhin soll es zu der tödlichen Abrechnung im Fuhrberger Holz gekommen sein. Erst im Oktober 1996 entdeckten Pilzsammler den Toten.

+++ 10.35 Uhr: CSU hält verstärkte Überprüfung von Flüchtlingshandys für"dringend erforderlich" +++

CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt unterstützt den Plan der Bundesregierung, die Handys von Asylbewerbern häufiger als bisher überprüfen zu können. "Wir müssen wissen, wer zu uns kommt", sagte Hasselfeldt der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Es sei "dringend erforderlich", dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) bei Entscheidungen über Abschiebungen auch ohne Einwilligung der Flüchtlinge deren Mobiltelefone auslesen könne. "Wir müssen verhindern, dass Flüchtlinge ihre Identität verschleiern, um nicht abgeschoben zu werden und dann in Deutschland Gesundheits- und Sozialleistungen zu kassieren", sagte die Vorsitzende der CSU-Abgeordneten im Bundestag.

+++ 9.46 Uhr: SPD: Auslesen der Handydaten von Flüchtlingen nur in Einzelfällen +++

Das Auslesen der Handydaten von Flüchtlingen zur Feststellung ihrer Identität kommt aus Sicht der SPD nur in Einzelfällen und als letztes Mittel in Betracht. "Flächendeckend Handys auslesen geht auf keinen Fall. Das ist völlig klar", sagte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Eva Högl, im ARD-"Morgenmagazin". Dies wäre auch nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. "Nur bei den Personen, die keine Pässe dabei haben und keine anderen Dokumente, die ihre Identität nachweisen, soll es möglich sein, auch das Handy auszulesen", sagte die SPD-Politikern.

+++ 9.03 Uhr: Gesundheitsausgaben 2015 um 4,5 Prozent gestiegen +++

Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind 2015 um 4,5 Prozent auf gut 344 Milliarden Euro gestiegen. Dies entspricht 4213 Euro pro Einwohner und einem Anteil von 11,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Mehr als jeder neunte Euro wurde somit für Gesundheit ausgegeben.

+++ 8.30 Uhr: Lufthansa storniert Flug nach Autounfall der Crew +++

Der Autounfall einer Lufthansa-Crew in Bahrain hat den pünktlichen Rückflug ihrer Maschine nach Frankfurt/Main verhindert. Die Lufthansa stornierte den Flug nach eigenen Angaben. Bei dem Unfall am Montag seien einige Besatzungsmitglieder verletzt worden, sagte ein Unternehmenssprecher. Zwar habe niemand schwere Verletzungen erlitten, einige Mitglieder der Crew seien aber nicht mehr einsatzfähig gewesen.

Die Passagiere seien auf andere Flüge umgebucht worden, sagte der Sprecher. Der Rückflug nach Deutschland hätte in der Nacht zum Dienstag stattfinden sollen. Die Crew selbst werde mit einer anderen Maschine ausgeflogen. Details zum Unfall und zur Zahl der Verletzten nannte der Sprecher nicht.

+++ 6.29 Uhr: Kleinflugzeug stürzt auf Einkaufszentrum +++

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs auf ein zu dieser Zeit noch geschlossenes Einkaufszentrum im australischen Melbourne sind alle fünf Insassen der Maschine ums Leben gekommen. Das Unglück sei wohl auf einen "verhängnisvollen Triebwerksausfall" zurückzuführen, sagte der stellvertretende Polizeikommissar des Bundesstaats Victoria, Stephen Leane. Angesichts des großen Feuerballs sei es ein unbeschreibliches Glück, dass niemand in den Geschäften oder auf dem Parkplatz gewesen und verletzt worden sei. 

Medienberichten zufolge sind unter den Opfern vier US-Touristen und der australische Pilot. Die US-Botschaft in Canberra und australische Behörden wollten die Nationalitäten zunächst jedoch nicht bestätigen.

+++ 6.05 Uhr: Keine Handhabe gegen Terrorverdächtige aus Göttingen +++

Die Generalstaatsanwaltschaft in Celle hat gegen zwei unter Terrorverdacht in Göttingen festgenommene Mitglieder der radikal-islamistischen Szene keine Handhabe. Ein Anfangsverdacht auf Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat könne nicht bejaht werden, sagte Oberstaatsanwalt Bernd Kolkmeier der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Der 22 Jahre alte Nigerianer und der 27-jährige Algerier waren am Donnerstag vergangener Woche bei einer Großrazzia in Göttingen festgenommen worden. Sie standen im Verdacht, einen Terroranschlag geplant zu haben.

+++ 5.33 Uhr: CDU liegt in Umfrage wieder vor SPD +++

Der SPD-Höhenflug in den Umfragen ist vorerst gestoppt: Wäre am Sonntag Bundestagswahl käme die SPD auf 30 Prozent, wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf den Insa-Meinungstrend schreibt. Das ist ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. Die Sozialdemokraten fallen damit nach zwei Wochen wieder hinter CDU/CSU zurück. Die Union gewinnt demnach 1,5 Punkte auf 31,5 Prozent hinzu.

+++ 05.27 Uhr: Unicef: Fast 1,4 Millionen Kindern in vier Ländern droht Hungertod +++

Wegen Mangelernährung droht knapp 1,4 Millionen Kindern in den Ländern Nigeria, Somalia, Südsudan und Jemen nach Unicef-Angaben der Hungertod. Im Jemen, in dem seit zwei Jahren Krieg herrscht, litten rund 462.000 Kinder unter akuter Mangelernährung - ein Anstieg von fast 200 Prozent seit 2014, teilte das Kinderhilfswerk mit. Im Nordosten Nigerias seien 450.000 Kinder betroffen. Im vom Bürgerkrieg zerrissenen Südsudan litten mehr als 270.000 Kinder unter schwerer Mangelernährung, in Somalia derzeit rund 185.000. Diese Zahl könne aber in den kommenden Monaten auf 270.000 steigen.

"Für mehr als eine Million Kinder läuft die Zeit ab", sagte Unicef-Geschäftsführer Anthony Lake. "Noch können wir Leben retten." Die schwere Mangelernährung und die sich abzeichnende Hungersnot seien von Menschen verschuldet. Die Menschlichkeit verlange schnellere Handlungen. Die Tragödie von 2011 mit der Hungersnot am Horn von Afrika dürfe sich nicht wiederholen. 

+++ 2.04 Uhr: Proteste in London gegen geplanten Besuch Trumps +++

Erneut haben in London mehrere tausend Menschen gegen einen für dieses Jahr geplanten Besuch des neuen US-Präsidenten Donald Trump in Großbritannien demonstriert. Die Menge versammelte sich auf dem Parliament Square gegenüber dem Parlament im Zentrum der britischen Hauptstadt. Auf Schildern war unter anderem zu lesen "Trump widerstehen" und "Migranten verteidigen, Trump festnehmen".

ivi / AFP / DPA