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News des Tages Auto der Mutter überrollt Einjährigen - tot

Für einen Einjährigen, der in der Hauseinfahrt seiner Eltern von einem Auto überrollt wurde, kam jede Hilfe zu spät (Symbolbild)
Für einen Einjährigen, der in der Hauseinfahrt seiner Eltern von einem Auto überrollt wurde, kam jede Hilfe zu spät (Symbolbild)
© Nicolas Armer / DPA
Psychiaterin soll Rentnerpaar gefangen gehalten haben +++ Chemieunfall in Langenfeld im Rheinland +++ Prozess gegen mutmaßlichen PKK-Funktionär +++ Brics-Staaten verurteilen Nordkoreas Atomtest +++ Die News des Tages im Ticker.

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 21.59 Uhr: London will Brexit-Verhandlungen beschleunigen +++

Die britische Regierung will die Verhandlungen über den geplanten EU-Austritt mit Brüssel intensivieren. Das sagte eine Sprecherin von Premierministerin Theresa May in London. Bisher wird jeweils eine Woche pro Monat verhandelt. Die Bilanz nach drei Runden sieht jedoch mager aus. Noch sei kein neuer Modus für die Brexit-Gespräche vereinbart, sagte die Sprecherin. Brüssel machte aber bereits deutlich, dass es zu häufigeren Treffen bereit ist.

London will so schnell wie möglich über die künftige Beziehung zwischen Großbritannien und der EU verhandeln. Vorher werde sich die britische Regierung nicht auf eine Summe festlegen, wie hoch die Verpflichtungen ihres Landes gegenüber der EU aus bereits gemachten Zusagen sind, sagte die Sprecherin.

+++ 21.58 Uhr: Syrien: Zwei russische Soldaten bei Deir Essor gefallen +++

Bei der Offensive gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Osten Syriens sind zwei russische Soldaten durch Artilleriefeuer getötet worden. Der Vorfall habe sich in der Nähe der umkämpften Stadt Deir Essor ereignet, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau laut Agenturberichten mit. Das Moskauer Ministerium machte "Terroristen" des IS für den Angriff verantwortlich.

Die russische Armee beteiligt sich an einer Offensive der syrischen Regierungstruppen, bei der Deir Essor zurückerobert werden soll. Parallel zu diesen Kämpfen versucht eine kurdisch-arabische Allianz mit Unterstützung der USA, die IS-Hochburg Raka zu erobern. Nach dem Fall der irakischen Stadt Mossul ist Raka die letzte Großstadt unter IS-Kontrolle.

+++ 21.32 Uhr: AfD: Weidel fordert Obergrenze für bestimmte Flüchtlinge +++

Die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel fordert für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus eine Obergrenze von 10.000. "Beim subsidiären Schutz, da müssen wir über eine Obergrenze nachdenken, die vielleicht bei einer Größenordnung von 10 000 anzudenken wäre", sagte sie am Abend in der ARD-Wahlsendung "Der Fünfkampf". Betroffen wären davon Flüchtlinge, die kein Asyl erhalten und keinen Schutzstatus nach der Genfer Flüchtlingskonvention haben, aber dennoch nicht heimgeschickt werden, weil ihnen dort zum Beispiel Folter oder die Todesstrafe drohen.

Generell hatte sich Weidel bisher für eine variable Obergrenze für Asylbewerber ausgesprochen, die sich an den Aufnahmekapazitäten Deutschlands ausrichtet. Mit einer Obergrenze für Flüchtlinge insgesamt wirbt die CDU schon lange, sie will die Aufnahme auf 200.000 Menschen im Jahr begrenzen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt dies aber ab.

+++ 20.51 Uhr: Nordkorea-Krise: Merkel appelliert an Trump für friedliche Lösung +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump für eine friedliche Lösung der Nordkorea-Krise geworben. Nordkorea hatte den Test einer Wasserstoffbombe verkündet, worauf die USA eine militärische Reaktion angedroht hatten. Merkel und Trump hätten in dem Gespräch am Abend die Auffassung vertreten, dass der UN-Sicherheitsrat rasch weitere und verschärfte Sanktionen beschließen müsse, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert anschließend in Berlin mit. Merkel sagte demnach zu, sich in der EU dafür einzusetzen. Ziel bleibe es, Nordkorea von seinem völkerrechtswidrigen Verhalten abzubringen und eine friedliche Lösung des Konflikts zu erreichen.

+++ 20.05 Uhr: NRW: Einjähriger von Auto überrollt - tot +++

Ein einjähriges Kind ist in Raesfeld in Nordrhein-Westfalen von einem Auto überrollt und tödlich verletzt worden. Der Junge sei am Nachmittag auf der abschüssigen Zufahrt eines Hauses überfahren worden, teilte die Polizei mit. In dem Auto, das zuvor auf der Einfahrt gestanden hatte und sich dann in Bewegung setzte, saß nach ersten Erkenntnissen nur der drei Jahre alte Sohn der Fahrzeugführerin. Diese war zuvor aus dem Wagen ausgestiegen. Die Polizei nannte zunächst keine weiteren Details zu dem Unfall. Die Ermittlungen dauerten am Abend an.

+++ 18.29 Uhr: USA wollen schärfere Sanktionen gegen Nordkorea +++

Die USA wollen nach Nordkoreas jüngstem Atomtest in nur einer Woche verschärfte UN-Sanktionen gegen die Regierung in Pjöngjang durchdrücken. Zum Abschluss einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheistrates sagte Washingtons UN-Botschafterin Nikki Haley in New York, sie werde dem Rat umgehend einen Katalog mit härteren Maßnahmen vorlegen. Die Abstimmung über den Resolutionsentwurf solle am kommenden Montag erfolgen. 

Angesichts von Berichten aus der Region, dass Nordkorea den Start einer weiteren Langstreckenrakete vorbereite, sei höchste Eile geboten, sagte Haley weiter. "Aus meiner Sicht hat Nordkorea jedem in der internationalen Gemeinschaft, der es zum Stopp aufgefordert hat, eine Ohrfeige erteilt."

+++ 17.48 Uhr: Brasiliens Polizei lässt großen Kokainschmuggler-Ring auffliegen +++

Mit einem Großaufgebot von mehr als 800 Beamten hat die brasilianische Polizei einen Kokainschmuggler-Ring gesprengt. Die Beamten griffen nach Polizeiangaben am Montagmorgen in fünf brasilianischen Bundesstaaten und in der Hauptstadt Brasília gleichzeitig zu. Ausgestattet waren sie mit 127 Haft- und 190 Durchsuchungsbefehlen. Die Ermittler vermuten, dass der Ring binnen eines Jahres sechs Tonnen Kokain nach Europa geschmuggelt hat. 

Schwerpunkt der Razzia war die Metropole São Paulo, die der Schmugglerring als Drehkreuz nutzte. Vom Hafen der Stadt sei das Rauschgift per Schiff zum Verkauf nach Europa gebracht worden. 

+++ 17.31 Uhr: Nordkoreas Machthaber "bettelt" nach Einschätzung der USA um Krieg +++

Nordkorea will nach Einschätzung der USA einen Krieg heraufbeschwören. Pjöngjangs Machthaber Kim Jong Un "bettelt um Krieg", sagte die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats in New York. 

Haleys japanischer Kollege Koro Bessho drängte das höchste Entscheidungsgremium der UN, den "höchstmöglichen Druck" auf Nordkorea auszuüben, damit Pjöngjang sein Nuklearprogramm reduziert. Japan befürworte weitere scharfe Sanktionen gegen Nordkorea.

+++ 16.52 Uhr: Air Berlin streicht in Berlin sämtliche Langstreckenflüge +++

Air Berlin streicht am Flughafen Berlin-Tegel sämtliche Langstreckenverbindungen. Das Ende von fünf Strecken hatte die insolvente Fluggesellschaft bereits vergangenen Woche angekündigt. Am Montag machte sie deutlich, dass zum 25. September auch die verbliebenen Flüge zwischen Berlin und New York beziehungsweise Miami wegfallen. "Air Berlin stabilisiert die operative Situation am Flughafen Berlin-Tegel weiter und streicht verlustreiche Strecken", hieß es zur Begründung. Der alte Flughafen gilt als für Umsteigeverbindungen nicht besonders gut geeignet.

Zum 17. September und zum 1. Oktober fallen die beiden täglichen Verbindungen von Berlin nach Abu Dhabi weg. Zum 30. September wird die Verbindung Berlin-Chicago aus dem Flugplan genommen, die Flüge nach Los Angeles und San Francisco zum 1. Oktober. Am Air-Berlin-Drehkreuz in Düsseldorf fallen die Verbindungen nach Orlando am 25. September weg, Boston entfällt am 1. Oktober. Düsseldorf hat dann aber noch elf Langstreckenverbindungen.

+++ 16 Uhr: Polens Außenminister spricht von Entschädigung in Billionen-Höhe +++

Die polnische Regierung hat Weltkriegs-Entschädigungsforderungen an Deutschland in einer Größenordnung von umgerechnet 840 Milliarden Euro ins Gespräch gebracht. Außenminister Witold Waszczykowski sagte im Privatradio RMF FM, die Reparationen könnten sich möglicherweise auf mehr als eine Billion Dollar belaufen. Diese Zahl hatte am Samstag Innenminister Mariusz Blaszczak genannt.

Der Außenminister unterstrich, dass es nicht an ihm allein liege, eine derartige Forderung aufzustellen. Notwendig sei ein "ernstes Gespräch mit den Deutschen", um gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Die deutsch-polnischen Beziehungen seien "überschattet von der deutschen Aggression 1939 und von Fragen, die nach dem Krieg nicht geregelt wurden".

+++ 15.26 Uhr: Fast 90.000 Menschen in wenigen Tagen von Myanmar nach Bangladesch geflohen +++

Die jüngste Eskalation der Gewalt in Myanmar hat binnen zehn Tagen rund 87.000 Menschen zur Flucht ins Nachbarland Bangladesch getrieben. Die meisten von ihnen gehörten zur muslimischen Rohingya-Minderheit, hieß es in einem UN-Bericht. Weitere 20.000 warteten an der Grenze auf Einlass nach Bangladesch. 

 Bei Kämpfen zwischen der Armee und Rohingya-Rebellen in Myanmars westlichem Bundesstaat Rakhine gab es seit Ende August hunderte Tote. Die Gewalt trieb zahlreiche Menschen in die Flucht. Dutzende ertranken beim Versuch, den Grenzfluss Naf nach Bangladesch mit behelfsmäßigen Booten zu überqueren.

+++ 14.45 Uhr: EU genehmigt Staatskredit für Air Berlin +++

Die EU-Kommission hat grünes Licht für den von der Bundesregierung gewährten Überbrückungskredit für die insolvente Air Berlin gegeben. Die Kommission habe das Vorhaben der Regierung "nach den EU-Beihilfevorschriften geprüft und genehmigt", teilte die EU-Behörde mit. Der Kredit im Umfang von 150 Millionen Euro soll den Flugbetrieb der insolventen Airline weiter aufrecht erhalten.

+++ 14.41 Uhr: Stadt Nürnberg will Redeverbot für AfD-Politiker Gauland +++

Nach den umstrittenen Äußerungen über die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), droht dem AfD-Spitzenkandidaten Alexander Gauland ein Redeverbot in Nürnberg. Der AfD-Ortsverband sei schriftlich aufgefordert worden, bis Dienstag, 12 Uhr, zu versichern, dass Gauland bei einer Parteiveranstaltung in der Meistersingerhalle am Samstag nicht reden werde, sagte der Zweite Bürgermeister Christian Vogel (SPD) der Nachrichtenagentur DPA. Sollte er dennoch das Wort ergreifen, werde die Stadt von ihrem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen. Dies sei gemäß der Mietsatzung möglich, wenn Nürnberg als Stadt des Friedens und der Menschenrechte Schaden nehmen könnte, sagte Vogel. Gauland hatte bei einer Wahlkampfveranstaltung im thüringischen Eichsfeld davon gesprochen, Özoguz in Anatolien zu "entsorgen". Der Nürnberger AfD-Chef Martin Sichert warf der Stadt vor, die geplante Wahlkampfveranstaltung unter "fadenscheinigen Gründen" zu verhindern und damit die "Demokratie zu beschädigen". Gauland selbst sagte auf die Frage, ob er trotz des drohenden Verbots auftreten wolle: "Das muss der Kreisverband entscheiden". 

+++ 14.41 Uhr: Zweijährige büxt in Freiburg auf Suche nach Süßigkeiten aus +++

Eine Zweijährige ist auf der Suche nach Süßigkeiten aus der elterlichen Wohnung in Freiburg ausgebüxt. Eine Kundin entdeckte die Kleine in einem Supermarkt mit einem bis zum Rand mit Naschereien beladenen Kindereinkaufswagen, wie die Polizei in Freiburg mitteilte. Sie brachte das Mädchen auf eine Polizeiwache. Eine Streife traf kurz darauf auf die große Schwester der Ausreißerin, die bereits nach der Vermissten suchte. Die Kleine hatte demnach wohl einen unbeobachteten Moment abgepasst, um aus der Wohnung zu entkommen. Ob die Zweijährige die Süßigkeiten behalten durfte, ist nicht bekannt.

+++ 14.30 Uhr: Inder zündet sich vor Abgeordnetenbüro an +++

In Indien hat sich ein junger Mann vor dem Büro eines Lokalabgeordneten angezündet. Zuvor hätten Beamte von ihm 20.000 Rupien Schmiergeld (etwa 260 Euro) für die Vergabe von Land gefordert, teilte der örtliche Polizeichef, K Karunakar Rao, mit. Der Mann kam in kritischem Zustand in ein Krankenhaus. Der 25-Jährige aus dem Bundesstaat Telangana ist den Angaben zufolge Bauer und hatte in dem Ort Thimmapur Land für sich beansprucht. Die Regierung von Telangana vergibt Land an bedürftige Bauern, die Beamten verlangten von ihm aber dafür aber Schmiergeld. Darüber wollte sich der Bauer bei dem Abgeordneten beschweren. Als der nicht mit ihm sprechen wollte, übergoss sich der 25-Jährige der Polizei zufolge mit Kerosin und zündete sich an. Ein Freund des Bauern erlitt beim Versuch, ihn zu retten, ebenfalls Brandverletzungen. Die Regierung von Telangana hatte das Programm der Landvergabe im Jahr 2014 angekündigt. Bisher haben laut Medienberichten aber nur wenige bedürftige Bauern Land bekommen. Indien ist laut einem Bericht des Wirtschaftsmagazins "Forbes" das korrupteste Land im asiatisch-pazifischen Raum.

+++ 14.30 Uhr: Elefantenbaby im Tierpark Hagenbeck zur Welt gekommen +++

Große Freude im Tierpark Hagenbeck: Die 21-jährige Elefantenkuh Salvana hat ein gesundes Baby zur Welt gebracht, wie der Tierpark in Hamburg mitteilte. Pfleger und Ärzte freuten sich besonders, dass diesmal alles gut gegangen sei, da Salvanas erstes Baby tot zur Welt gekommen war. Vater des am Sonntag geborenen jungen Elefantenmädchens ist der Münchner Bulle Gajendra. Das frischgeborene Elefantenbaby hat bereits einen Halbbruder im Tierpark, den Bullen Kanja. Er kam Anfang vergangenen Jahres zur Welt.

+++ 14.21 Uhr: Ende einer Ära: Richard Oetker scheidet als Manager aus +++

Ende Oktober 2017 gibt Richard Oetker die Führung der Lebensmittelsparte bei Dr. Oetker ab. Damit scheidet der 66-Jährige wie angekündigt aus dem operativen Geschäft aus, wie das Familienunternehmen in Bielefeld mitteilte. Bereits Ende 2016 hatte Richard Oetker die Führung der gesamten Oetker-Gruppe mit über 33.000 Mitarbeitern abgegeben. Dazu gehören neben der Lebensmittelsparte auch die Reederei-Tochter Hamburg-Süd, die Radeberger-Gruppe, eine Hotelkette und ein Bankhaus. Sollten die Kartellbehörden zustimmen, wird bis Ende 2017 der Verkauf der Reederei Hamburg-Süd an den dänischen Konkurrenten Maersk für 3,7 Milliarden Euro vollzogen. Nachfolger von Richard Oetker, der im Dezember 1976 Opfer einer Entführung wurde, die in die deutsche Kriminalgeschichte einging, wird Albert Christmann. Der familienfremde Manager, der damit an die Spitze der Lebensmittelsparte rückt, führt bereits seit Anfang 2017 die gesamte Oetker-Gruppe.

+++ 14.06 Uhr: Zweiter Castortransport auf dem Neckar steht offenbar kurz bevor +++

Gut zwei Monate nach dem ersten Atommülltransport per Schiff über den Neckar in Baden-Württemberg soll offenbar in den kommenden Tagen die zweite Castorladung vom Atomkraftwerk Obrigheim in das Zwischenlager Neckarwestheim gebracht werden. Die erforderlichen leeren Schiffe seien am Montagmorgen von Neckarwestheim nach Obrigheim gestartet, um Atommüll aufzunehmen, teilte das Bündnis Neckar Castorfrei mit. Der zweite von fünf Transporten werde für Dienstag oder Mittwoch erwartet. Der erste Transport Ende Juni rund 50 Kilometer weit über einen Fluss in Deutschland war eine Premiere und sorgte für Proteste. Aktivisten, die sich damals von einer Brücke abseilten, hielten den Transport rund eine Stunde lang auf. Auch für die zweite Fahrt wurden bereits wieder Proteste angekündigt. Die Gemeinde Neckarwestheim wehrt sich bereits seit Monaten vor Gericht gegen die Transporte. Ein Eilrechtsschutzantrag gegen die Transportgenehmigung beim Verwaltungsgericht Berlin scheiterte im Juni. In einem Beschwerdeverfahren beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg erwartet Neckarwestheim bald eine Entscheidung. Bürgermeister Jochen Winkler sagte der Nachrichtenagentur AFP am Montag, die Gemeinde habe im Vorfeld des zweiten Transports versucht, diesen bis auf Weiteres zu verhindern und "den Wunsch geäußert, das Urteil abzuwarten", was jedoch offensichtlich nicht gelang. Die Gerichtsentscheidung erwartet Winkler aber noch im September.

+++ 14.01 Uhr: Mobilitätsfonds wird auf eine Milliarde Euro aufgestockt +++

Der Mobilitätsfonds für die Kommunen wird auf eine Milliarde Euro aufgestockt. Dazu habe sich der Bund auf dem Gipfel mit Vertretern von Kommunen und Ländern bereit erklärt, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin. Mit dem Geld sollen Kommunen, die besonders stark von Stickoxid-Emissionen betroffen sind, etwa die Infrastruktur für E-Mobilität verbessern und öffentliche Nahverkehrsangebote attraktiver machen.

+++ 13.56 Uhr: Festgenommene Deutsche sind Ehepartner - Ehefrau frei +++

Bei den beiden im südtürkischen Antalya festgenommenen Deutschen, von denen einer wieder freigelassen wurde, handelte es sich Medienberichten zufolge um ein Ehepaar. Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete, beide Ehepartner hätten türkische Wurzeln. Die Ehefrau sei nach einem Verhör bei der Staatsanwaltschaft freigelassen worden. Gegen sie werde aber weiter ermittelt. Der Ehemann sei weiterhin in Polizeigewahrsam. Der WDR berichtete, es handele es sich um ein Unternehmer-Ehepaar aus Rheinland-Pfalz mit türkischen Wurzeln. Anadolu berichtete, bei den Vorwürfen gehe es um Verbindungen zur Gülen-Bewegung, die die türkische Regierung für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich macht. Die Staatsanwaltschaft sei nach einer entsprechenden Anzeige aktiv geworden. Die Nachrichtenagentur DHA hatte berichtet, die Deutschen seien nach Antalya gereist, um Urlaub zu machen. Am Flughafen waren sie am Donnerstag festgenommen worden.

+++ 13.44 Uhr: Erdogan-Sprecher wirft Merkel und Schulz "Populismus" vor +++

Der Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat Bundeskanzlerin Angela Merkel und Martin Schulz "Populismus" vorgeworfen. Die Äußerungen der beiden bei dem TV-Duell am Sonntagabend befeuerten "Diskriminierung und Rassismus", schrieb Ibrahim Kalin im Kurzbotschaftendienst Twitter. Zudem kritisierte er einen "Mangel an Visionen".

Der Auftritt habe gezeigt, dass es egal sei, wer die Bundestagswahl gewinne, schrieb Kalin weiter. Die "Mentalität", die gewinnen werde, sei "offensichtlich", wetterte er.

Merkel hatte am Sonntagabend angekündigt, auf EU-Ebene über ein Ende der EU-Beitrittsverhandlungen mit Ankara sprechen zu wollen. Schulz forderte einen Abbruch der Beitrittsgespräche.

+++ 13.43 Uhr: Islamistischer Gefährder aus Bremen nach Russland abgeschoben +++

Nach einem juristischen Tauziehen ist ein 18 Jahre alter islamistischer Gefährder aus Bremen nach Russland abgeschoben worden. Nach Angaben des Bremer Innenressorts wurde der junge Mann per Flugzeug von Frankfurt nach Moskau gebracht. "Trotz aller rechtlichen Schwierigkeiten in den vergangenen Monaten ist dieses Ergebnis ermutigend", sagte Innensenator Ulrich Mäurer.

Die Behörden hatten dem russischen Staatsbürger, der in Deutschland aufgewachsen ist, einen Terroranschlag zugetraut. "Die Gerichte hatten keine Zweifel daran, dass trotz seines noch jungen Alters seine Einstufung als Gefährder richtig ist", sagte die Sprecherin des Innenressorts, Rose Gerdts-Schiffler. Das Bundesverwaltungsgericht habe festgestellt, dass der Mann mit der Terrororganisation Islamischer Staat eng verbunden sei und die Anwendung von Gewalt bis hin zur Tötung von Menschen billige.  

+++ 13.12 Uhr: AfD will kostenlose Selbstverteidigungskurse für Mädchen +++

Die AfD hat vorgeschlagen, Mädchen und Frauen bundesweit kostenfreie Selbstverteidigungskurse anzubieten. Die Partei will außerdem, dass Broschüren verteilt werden, in denen Frauen umfassend über Sicherheitsvorkehrungen informiert werden, "die selbst ohne größeren Aufwand umgesetzt werden können". Finanziert werden sollten Broschüren und Kurse über eine teilweise Umwidmung des Bundesprogrammes "Demokratie leben", forderte die Spitzenkandidatin der Partei für die Bundestagswahl Alice Weidel.

Anlass für ihre Forderung war die Vergewaltigung einer Joggerin am helllichten Tag in einem Park in Leipzig in der vergangenen Woche. Die Frau musste nach der brutalen Attacke im Gesicht notoperiert werden. Die Polizei sucht nach einem etwa 25 bis 35 Jahre alten Mann "südländischen Typs" mit dunklen Haaren und kurzem ungepflegten Bart. Nach der Tat hatte die Polizei Joggerinnen geraten, den Blick zu schärfen und aufzupassen.

+++ 12.37 Uhr: Psychiaterin in Gera wegen Geiselnahme von Rentnern vor Gericht +++

Eine promovierte Psychiaterin und Psychotherapeutin soll in Thüringen ein Rentnerehepaar über Monate eingesperrt und vor allem den dementen Mann schwer drangsaliert haben. Die Staatsanwaltschaft warf der 59 Jahre alten Ärztin vor dem Landgericht Gera in ihrer Anklage Erpressung, Nötigung, gefährliche Körperverletzung und üble Nachrede vor. Demnach hatte das Ehepaar seine Tochter und zwei Enkelkinder in der Wohngemeinschaft der Ärztin in Remptendorf besucht. Weil er früher angeblich seine Tochter sexuell missbraucht haben soll, unterzog die Ärztin den Mann einer vermeintlichen Therapie, die ihn zu einem "neuen Menschen" machen sollte. Er wurde geschlagen und mit Filmaufnahmen von Missbrauchsfällen konfrontiert.

Außerdem soll die Ärztin mit Hilfe von Tochter und Enkeltochter des Mannes aus dessen Wohnung Bargeld und Edelmetall im Wert von 71.000 Euro entwendet haben. Für den Prozess sind Verhandlungstermine bis November angesetzt.

+++ 12.21 Uhr: Nach Aussagen zu Hitler: Gemeinderat fordert Bürgermeister-Rücktritt +++

Nach relativierenden Aussagen über Adolf Hitler und das NS-Regime wächst der Druck auf den Bürgermeister der pfälzischen Gemeinde Herxheim am Berg, Ronald Becker (Freie Wähler). Der Gemeinderat des Ortes fordert das ehrenamtliche Stadtoberhaupt zum Rücktritt auf, wie der Erste Beigeordnete Gero Kühner (SPD) am Montag sagte. "Es kann nicht sein, dass eine Zeit letztendlich fast schon verherrlicht wird, wo es einfach nichts zu verherrlichen gibt", erklärte Kühner. "Deshalb distanzieren wir uns da einhellig davon."

In einem Bericht des ARD-Magazins "Kontraste" über eine Glocke mit Hakenkreuz-Emblem und Hitler-Spruch im Herxheimer Kirchturm hatte Becker gesagt, man sei stolz, eine Glocke mit dieser Inschrift zu haben, es sei die einzige in Rheinland-Pfalz. Auf der 1934 aufgehängten Glocke steht: "Alles fuer's Vaterland Adolf Hitler".

Becker hatte außerdem gesagt, mit Hitlers Namen würden "immer gleich die Judenverfolgung und die Kriegszeiten" verbunden. Man solle aber umfangreich berichten - "dass man sagt, das waren die Gräueltaten und das waren auch Sachen, die er in die Wege geleitet hat und die wir heute noch benutzen".

+++ 11.58 Uhr: Einer der beiden zuletzt in Türkei festgenommenen Deutschen wieder frei  +++

Einer der in der vergangenen Woche in der Türkei festgenommenen Deutschen ist wieder freigelassen worden. Das habe dessen Rechtsanwalt mitgeteilt, erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin.

+++ 11.22 Uhr: Nordkorea soll weiteren Raketenstart vorbereiten +++

Wie das südkoreanische Verteidigungsministerium mitteilt, soll Nordkorea einen neuen Raketenstart vorbereiten. Womöglich plane Pjöngjang den Abschuss einer weiteren Interkontinentalrakete, erklärte das Ministerium.

Die Sprengkraft des vermuteten Atomwaffentests vom Sonntag schätzt Seoul demnach auf 50 Kilotonnen. Das wäre dreimal so stark wie die Atombombe, die die USA 1945 auf das japanische Hiroshima abwarfen. Keine Bestätigung gibt es bisher für nordkoreanische Angaben, es habe sich um eine Wasserstoffbombe gehandelt. Ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums in Seoul sagte aber, es sei "nukleares Material" zum Einsatz gekommen.

+++ 11.06 Uhr: Volkswagen ruft 1,8 Millionen Autos in China zurück +++

Volkswagen ruft in China 1,82 Millionen Autos in die Werkstätten. Grund seien möglicherweise defekte Einspritzpumpen, teilte die chinesische Verbraucherschutzbehörde am Montag mit. Demnach geht es um zwei Modelle, die VW zusammen mit dem chinesischen Partner FAW produziert, um Passat-Modelle aus den Jahren 2011 bis 2015, die VW zusammen mit dem Partner SAIC baut, sowie um 19.000 importierte Modelle. Die Einspritzpumpen in diesen Autos würden bis zum 25. Dezember für die Kunden kostenlos ausgetauscht.
China ist für Volkswagen ein wichtiger Markt. Im vergangenen Jahr verkaufte der Konzern dort rund vier Millionen Fahrzeuge, fast ebenso viele wie in Europa. Der Absatz in der Volksrepublik war um mehr als zwölf Prozent gestiegen.

+++ 11.05 Uhr: Psychisch auffälliger Mann schießt in Mannheimer Hinterhof mit Gaspistole +++

Ein offenbar psychisch labiler Mann hat in einem Hinterhof im baden-württembergischen Mannheim Schüsse aus einer Gaspistole abgefeuert und damit für einen SEK-Einsatz gesorgt. Wie die Polizei mitteilte, gab der 32-Jährige am Sonntagabend aus seiner Wohnung im ersten Stock mehrere Schüsse ab. Das Gas verursachte demnach bei einem im Hof spielenden siebenjährigen Mädchen Augenreizungen. Eine weitere Nachbarin erlitt einen Asthmaanfall und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Der wegen Waffenbesitzes polizeibekannte Mann verbarrikadierte sich nach Angaben der Beamten anschließend in seiner Wohnung, die von einem Spezialeinsatzkommando (SEK) geöffnet wurde. Er konnte demnach dort widerstandslos festgenommen werden. In der Wohnräumen fanden die Beamten laut Polizeibericht neben der Tatwaffe, bei der es sich um eine Schreckschusspistole handelte, auch mehrere Molotowcocktails und weitere Waffen. Der Mann wurde in die Psychiatrie eingeliefert.

+++ 10.30 Uhr: Macrons Beliebtheitswert sinkt in Umfrage auf 30 Prozent +++

Der Absturz von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in den Umfragen geht weiter. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov haben nur noch 30 Prozent der Franzosen eine gute Meinung von ihrem Staatschef. Das sind sechs Prozentpunkte weniger als noch vor einem Monat.

Bei konservativen Wählern konnte der sozialliberale Präsident dagegen wieder etwas Boden gut machen, hier stiegen seine Zustimmungswerte. Für die Umfrage für den Nachrichtensender CNews und die Internetzeitung "Huffington Post" wurden Ende August rund 1000 Franzosen befragt.

Macron hatte nach seinem Wahlsieg im Mai rasch an Popularität eingebüßt. Er will sich nun öfter an die Franzosen wenden, um ihnen seine Reformvorhaben zu erklären.

+++ 9.52 Uhr: Brics-Staaten verurteilen Nordkoreas Atomtest scharf +++

China, Russland und drei weitere Schwellenländer haben den jüngsten Atomtest Nordkoreas scharf verurteilt. Die sogenannten Brics-Staaten äußerten auf ihrem Gipfeltreffen im chinesischen Xiamen "tiefe Sorge" über den Test vom Sonntag. Die Krise könne aber "nur durch friedliche Mittel und den direkten Dialog aller beteiligten Seiten beigelegt werden", erklärten die Länder. Zu den Brics-Staaten zählen auch Brasilien, Indien und Südafrika.

China überreichte Nordkorea zudem eine offizielle Protestnote gegen den Atomtest, wie das Außenministerium in Peking mitteilte. Nordkorea hatte am Sonntag nach eigenen Angaben eine Wasserstoffbombe gezündet. US-Präsident Donald Trump drohte daraufhin erneut mit militärischer Härte und verwies auch auf das Atomwaffen-Arsenal der Vereinigten Staaten.

+++ 9.49 Uhr: Prozess gegen mutmaßlichen PKK-Funktionär in Berlin begonnen +++

Vor dem Berliner Kammergericht hat ein Prozess gegen einen mutmaßlichen Funktionär der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) begonnen. Der 48-jährige Hidir Y. soll in den Jahren 2013 und 2014 rund acht Monate lang das PKK-Gebiet "Sachsen" geleitet haben. Dabei soll er unter anderem Geld beschafft und Propagandaaktionen organisiert haben. Dem Angeklagten wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vorgeworfen. Er soll Nachwuchs rekrutiert und versucht haben, die öffentliche Meinung im PKK-Sinne zu beeinflussen. Für den Prozess sind zunächst Termine bis Mitte November angesetzt.

Die PKK kämpft im Südosten der Türkei seit Jahren gegen den Staat. Seit dem Zusammenbruch eines Waffenstillstands im Sommer 2015 eskaliert der bewaffnete Konflikt, in dem seit 1984 mehr als 40.000 Menschen getötet wurden, erneut.

+++ 8.57 Uhr: Chemikalien bei Unfall im Rheinland freigesetzt +++

Wegen eines Chemieunfalls in Langenfeld im Rheinland hat die Feuerwehr eine amtliche Gefahrenwarnung herausgegeben. Anwohner wurden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Klimaanlagen auszuschalten, wie die Feuerwehr mitteilte.

In einer Firma für Beschichtungen waren Chemikalien ausgelaufen. Dem WDR zufolge reagierten zwei chemische Flüssigkeiten miteinander und erzeugten einen Nebel.

Wie lange die amtliche Gefahrenwarnung noch gelten wird, konnte die Feuerwehr noch nicht sagen. Nähere Details waren zunächst nicht bekannt. Langenfeld liegt zwischen Düsseldorf und Köln.

ivi/wue DPA AFP

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