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+++ News des Tages +++: Bochumer Klinik-Brand könnte von Patientin gelegt worden sein

USA setzen offenbar Strafe für Deutsche Bank deutlich herab +++ Radfahrerin findet tote Kinder und toten Mann an Autobahnbrücke +++ 200 Häftlinge aus Gefängnis in Brasilien geflohen +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Feuerwehrleute stehen vor dem Gebäude der Klinik Bergmannsheil in Bochum

Feuerwehrleute stehen vor dem Gebäude der Klinik Bergmannsheil in Bochum. Bei dem Großbrand in dem Krankenhaus sind zwei Menschen ums Leben gekommen.

Die News des Tages im Überblick:

+++ 20.41 Uhr: Ferien-Airline Tuifly soll in neuer Dachgesellschaft aufgehen +++

An Deutschlands Himmel geht die Neuordnung der Fluggesellschaften weiter. Der deutsche Ferienflieger Tuifly soll in eine neue Dachholding mit einer anderen Airline integriert werden. Das geht aus einem Brief von Tuifly-Aufsichtsratschef Henrik Homann hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Nach Angaben des "Handelsblatts" soll Tuifly an der neuen Gemeinschaftsfirma 25 Prozent der Anteile halten. Bei der Fluggesellschaft handelt es sich nach dpa-Informationen aus Verhandlungskreisen um den Air-Berlin-Großaktionär Etihad. 

+++ 17.10 Uhr: USA setzen offenbar Strafe für Deutsche Bank deutlich herab +++

Die Strafzahlung für die Deutsche Bank in den USA soll deutlich auf 5,4 Milliarden Dollar reduziert werden. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf mit dem Dossier vertraute Kreise. Ursprünglich hatte das US-Justizministerium von der Deutschen Bank eine Strafe von 14 Milliarden Dollar (12,5 Milliarden Euro) wegen Geschäften mit faulen Hypothekenpapieren gefordert. 

+++ 16.64 Uhr: Bochumer Brand könnte von Patientin gelegt worden sein +++

Der verheerende Brand in einem Bochumer Klinikum könnte nach Angaben der Dortmunder Polizei von einer Patientin gelegt worden sein. "Suizidale Absichten sind nicht auszuschließen", teilte die Polizei mit. Im Zimmer der 69 Jahre alten Frau war das Feuer entfacht worden, sie war in den Flammen ums Leben gekommen. Bei dem zweiten Toten, einem Patienten aus dem Nachbarzimmer, handelt es sich um einen 41 Jahre alten Mann aus Marl. Das Feuer war am frühen Morgen ausgebrochen. Große Teile eines Klinikgebäudes wurden zerstört. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf mehrere Millionen Euro.

+++ 16.24 Uhr: Suche nach vermisstem Briten fördert antike Gräber zutage +++

Auf der Suche nach einem vor rund 25 Jahren in Griechenland verschwundenen britischen Kleinkind sind britische Sonderermittler auf antike Gräber gestoßen. "Wir haben vier Gräber entdeckt, die mindestens 1500 bis 2000 Jahre alt sind", berichtet Kommissar John Cousins von der Polizei von South Yorkshire in einem jetzt veröffentlichten Video. Während Archäologen die Gräber nun untersuchten, gehe die Suche nach dem vermissten Briten weiter.

Aufgrund neuer Zeugenaussagen fahndet ein britisches Expertenteam mit Unterstützung der einheimischen Polizei seit Montag in der Nähe eines Bauernhofes der Ägäis-Insel Kos wieder nach den sterblichen Überresten von Ben Needham. Der 21 Monate alte Junge war 1991 zum letzten Mal lebend gesehen worden. Die Suche konzentrierte sich zunächst auf ein großes Feld mit Oliven- und Feigenbäumen. Nach den Aussagen eines neuen Zeugen vermuten die Beamten nun, Ben könnte seinerzeit beim Spielen von einem Bagger erfasst worden sein.

+++ 14.13 Uhr: Medizinische Alterskontrolle bei Flüchtlingen nur in Ausnahmefällen +++

Die Bundesärztekammer (BÄK) will Alterskontrollen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nur in Ausnahmefällen erlauben. "Radiologische Untersuchungen und Blutentnahmen sind wie andere medizinische Maßnahmen Eingriffe in die körperliche Unversehrtheit", erklärt Ulrich Clever, Menschenrechtsbeauftragter der BÄK, bei der Vorstellung einer Stellungn. Medizinische Altersfeststellungen bei jungen Geflüchteten sollten daher "die absolute Ausnahme" bleiben. Wenn überhaupt, sollten sie nur auf Antrag des Flüchtlings selbst oder auf gerichtliche Anordnung vorgenommen werden. Clever warnte, dass die Betroffenen ohnehin häufig von Krieg und Flucht gezeichnet seien. "Die Untersuchungen könnten eine weitere Psychotraumatisierung zur Folge haben."

+++ 14.04 Uhr: Lebendes Baby und Säuglingsskelett in Koffer gefunden +++

Ein lebendes Baby und das Skelett eines toten Säuglings hat ein Mann nach Behördenangaben in einem Koffer in Hannover gefunden. Das kleine Mädchen kam den Angaben zufolge in eine Klinik, sein Zustand ist nach ersten Untersuchungen stabil. Ein 19-Jähriger hatte die Polizei alarmiert, nachdem er den grausigen Fund in seiner Wohnung gemacht hatte, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die 22 Jahre alte Lebensgefährtin und mutmaßliche Mutter der Kinder wurde an ihrem Arbeitsplatz festgenommen. Genauere Zusammenhänge waren zunächst unklar.

+++ 13.24 Uhr: Raumsonde Rosetta landet auf Komet Tschuri +++

Die historische Kometenmission Rosetta ist zu Ende: Zwölfeinhalb Jahre nach ihrem Start hat die europäische Forschungssonde in rund 720 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde planmäßig auf dem Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko aufgesetzt. Das zeigten Daten aus dem Raumfahrtkontrollzentrum der europäischen Weltraumagentur ESA in Darmstadt. Rosetta hatte den Schweifstern seit August 2014 aus einer Umlaufbahn erforscht und vor knapp zwei Jahren bereits ihr Landegrät Philae auf dem kurz Tschuri genannten Kometen abgesetzt. 

+++ 13.02 Uhr: 2015 kamen 890.000 Flüchtlinge nach Deutschland +++

Im vergangenen Jahr sind insgesamt 890.000 Flüchtlinge nach Deutschland gekommen und damit etwas weniger als bislang auf Grundlage vorläufiger Zahlen angenommen. Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) stellte die Bilanz in Berlin vor. Bislang war von 1,1 Millionen Neuankömmlingen ausgegangen worden; Grundlage waren die Registrierungen im so genannten Easy-Verfahren, das aber beispielsweise Doppelungen nicht ausschließt.

+++ 12.30 Uhr: Verdächtiger nach Steinwurf auf A7 in Untersuchungshaft +++

Ein mutmaßlicher Steinewerfer von der Autobahn 7 bei Heidenheim sitzt wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft nach der richterlichen Entscheidung mit. Der 36-Jährige war am Mittwoch festgenommen worden. Er soll einen rund zwölf Kilogramm schweren Betonpflasterstein von einer Brücke auf die A7 geworfen haben. In der Nacht zum Sonntag fuhr das Auto einer vierköpfigen Familie dagegen und überschlug sich. Alle Insassen wurden verletzt, die 25-jährige Mutter lebensgefährlich.

+++ 12.04 Uhr: Erstmals auch Vergewaltigungsvorwürfe im Mordfall Höxter +++

 Im Fall der in einem Haus in Höxter gefangen gehaltenen und gequälten Frauen gibt es erstmals auch Vergewaltigungsvorwürfe. Eine nach längerer Suche als weiteres Opfer ermittelte Frau habe ausgesagt, von Wilfried W. im Keller seines Hauses vergewaltigt worden zu sein, berichtet der "Spiegel". Damit sei erstmals auch von sexuellen Übergriffen die Rede. W. und seine frühere Ehefrau sind wegen gemeinschaftlichen Mordes durch Unterlassen angeklagt. Sie sollen in ihrem Haus zwei Frauen so schwer misshandelt haben, dass sie starben. Das nun vernommene Opfer fand sich nach einer Aussage der Exfrau, die angegeben hatte, 2011 hätten sie eine Frau namens Martina im Haus gehabt und durch Schläge und Tritte gequält. Nach drei Wochen hätten sie die Frau im Harz in Sachsen-Anhalt abgesetzt. Nach monatelanger Suche hätten die Ermittler die Frau über das Melderegister vor wenigen Tagen gefunden und vernehmen können, berichtet der "Spiegel".


+++ 11.17 Uhr: Bahn erhöht Preise im Fernverkehr um 1,3 Prozent +++

Die Deutsche Bahn erhöht die Fahrpreise im Fernverkehr am 11. Dezember um durchschnittlich 1,3 Prozent. Das teilte das Unternehmen am Freitag in Berlin mit.

+++ 11.05 Uhr: Nach Fund von Sprengsatzattrappe mehr Polizisten in Dresden unterwegs +++

Nach dem Fund einer Sprengsatzattrappe in Dresden hat die Polizei in der Nacht verschiedene Objekte in der Stadt "verstärkt bestreift". Bei den Kontrollen seien keine weiteren verdächtigen Gegenstände gefunden worden, sagte eine Polizeisprecher in Dresden. Kurz vor den Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit hatten Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdiensts am Donnerstag an der Marienbrücke eine Plastiktüte mit mehreren Gläsern entdeckt, aus denen Drähte ragten. Es handelte sich um eine Attrappe. Die zuständige Generalstaatsanwaltschaft Dresden prüft derweil, ob es sich um Trittbrettfahrer handelte oder ob es einen möglichen Zusammenhang mit den zwei Sprengstoffanschlägen vom Montag gibt. Am Montag waren in Dresden vor einer Moschee und einem Kongresszentrum zwei selbstgebaute Sprengsätze explodiert, Menschen kamen nicht zu Schaden.

+++ 10.44 Uhr: Aus Museum gestohlene Gemälde von Van Gogh gefunden +++

Zwei vor 14 Jahren in Amsterdam gestohlene Gemälde von Vincent van Gogh sind in Italien gefunden worden. Das bestätigte der Direktor des Amsterdamer Van Gogh-Museums, Axel Rüger. Die italienische Polizei hatte sie nach Angaben des Museums bei einer Großaktion gegen das organisierte Verbrechen in Neapel entdeckt. Die Gemälde "Zeegezicht bij Scheveningen" (Meer bei Scheveningen 1882) und "Hervormde Kerk te Nuenen" (Reformierte Kirche in Nuenen 1884/1885) seien leicht beschädigt, sollen aber in relativ gutem Zustand sein. Sie waren 2002 aus dem Amsterdamer Museum gestohlen worden.

+++ 10.38 Uhr: Umstrittenes Urteil: Amokfahrer von Graz muss lebenslang in Haft +++

Das Urteil zur Amokfahrt von Graz mit drei Toten hat in Österreich eine Diskussion über die Kompetenz von Laienrichtern ausgelöst. Die acht Geschworenen hatten den Amokfahrer im Gegensatz zu manchen Gutachtern für schuldfähig erklärt. Der 27-Jährige war daraufhin vom Grazer Landgericht wegen dreifachen Mordes und 108-fachen Mordversuchs zu lebenslanger Haft und zur Einweisung in die Psychiatrie verurteilt worden.

Spätestens jetzt sei zu hinterfragen, ob medizinische und juristische Laien über die Korrektheit der hier widersprüchlichen Gutachten von Psychologen und Psychiatern befinden sollten, sagte die Verteidigerin des 27-jährigen Angeklagten am Donnerstagabend. Auch andere Experten erklärten, das Rechtssystem habe einen kritischen Punkt erreicht. Der Angeklagte war am 20. Juni 2015 mit hoher Geschwindigkeit durch die Fußgängerzone der Grazer Innenstadt gerast. Unter den drei Toten war auch ein vierjähriger Junge. Mehr als 30 Menschen wurden verletzt, über 100 hatten sich im letzten Moment gerettet. Der Amokfahrer hatte sich nach eigenen Worten verfolgt gefühlt.

+++ 10.20 Uhr: Ermittler suchen nach Zugunglück nahe New York Datenschreiber +++

ach dem schweren Zugunglück in der Nähe von New York suchen die Ermittler nach dem Datenschreiber. Sie hoffe, dass der Rekorder bald gefunden werde, um Aufschluss über Geschwindigkeit und Bremsweg des Unglückszugs zu erhalten, sagte Bella Dinh-Zarr von der Verkehrssicherheitsbehörde NTSB. Die Spurensuche am Bahnhof in Hoboken werde sieben bis zehn Tage dauern. Der mit Pendlern vollbesetzte Zug hatte am Donnerstag bei seiner Einfahrt in den Sackbahnhof nicht gehalten und war gegen einen Prellbock gerast. Der Betonpuffer wurde durch den Aufprall in die Höhe geschleudert und brachte das Glasdach über den Gleisen zum Einsturz. 


+++ 10.13 Uhr: Unfall zu acht im Polo - Ermittlungen gegen 18-Jährige +++

Nach einem Unfall mit acht Menschen in einem Kleinwagen wird wegen fahrlässiger Tötung gegen die 18 Jahre alte Fahrerin ermittelt. Es werde überprüft, warum sie sieben weitere jungen Menschen in ihrem VW Polo mitnahm, teilte die Staatsanwaltschaft Stuttgart mit. Bei dem Unfall kamen zwei 18-Jährige ums Leben, die weiteren Mitfahrer wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Ein Polizeisprecher sagte, die 18-Jährige habe das Auto den Vernehmungen zufolge aus Gefälligkeit überladen. Obwohl ihr Auto bereits voll besetzt war, wollte sie demnach drei weitere Menschen mitnehmen, die in die gleiche Richtung mussten.

Die Gruppe der jungen Männer und Frauen im Alter von 17 Jahren und 18 Jahren war in der Nacht zum Mittwoch auf dem gemeinsamen Heimweg vom Stuttgarter Volksfest Wasen - zunächst mit der Bahn, dann bis Welzheim in zwei Autos. Da ein Fahrzeug von dort aus eine andere Richtung nahm, wechselten die übrigen drei Mitfahrer in den Polo. Zwei setzten sich in den Kofferraum, die anderen verteilten sich vorne. Kurze Zeit später verlor die Fahranfängerin die Kontrolle über den Wagen. Das Auto überschlug sich mehrmals.

+++ 10.03 Uhr: Radfahrerin findet zwei tote Kinder und toten Mann an Autobahnbrücke +++

Schrecklicher Fund in Unterfranken: Unter einer Autobahnbrücke südöstlich von Würzburg sind am Freitag die Leichen von zwei Kindern und einem Mann entdeckt worden. Die Hintergründe seien noch unklar, es deute aber vieles auf ein Familiendrama hin, teilte die Polizei mit. Zur Identität der Toten wurde zunächst nichts bekannt. Ein Passant hatte die drei Leichen gegen 7.30 Uhr unter der Brücke zwischen Ochsenfurt und Marktbreit entdeckt und Alarm geschlagen. Ein Großaufgebot der Kriminalpolizei war am Fundort im Einsatz. Die Polizei überprüfte auch ein Auto, das auf der Brücke gefunden wurde.

+++ 9.41 Uhr: Polizist nach rätselhaftem Tod eines Paares festgenommen +++

Nach dem Auffinden eines totes Paares ist in Luxemburg ein tatverdächtiger Polizist festgenommen worden. Der 26-jährige werde verdächtigt, den Tod seiner 29 Jahre alten Schwester und ihres 31 Jahre alten Freundes "herbeigeführt" zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft in Luxemburg mit. Nähere Angaben zur Todesursache machte die Behörde nicht. Die Ermittlungen dauerten an. Das Paar war am Sonntag tot in der Wohnung gefunden worden. Eine Obduktion sollte die Todesursache klären.

+++ 8.50 Uhr: Bahn will Preise an Nachfrage anpassen +++

Die Deutsche Bahn will ihr Preissystem stärker an der Nachfrage nach der jeweiligen Verbindung orientieren. "Das könnte die Tickets dann etwas teurer machen, wenn alle fahren wollen, und billiger, wenn viele Plätze frei bleiben", sagte Vorstandschef Rüdiger Grube dem "Handelsblatt". "Wir arbeiten daran, eine gleichmäßigere Auslastung der Züge zu erreichen." Zugleich versicherte Grube: "Die Zeit der großen Preiserhöhungen ist vorbei." Die Kunden seien heute "deutlich preissensibler" als früher. Der Manager verwies darauf, dass die Bahn die Preise im Fernverkehr seit drei Jahren "weitestgehend stabil" halte.

+++ 8.36 Uhr: Lady Gaga tritt bei Super Bowl-Halbzeitshow auf +++

Die Popdiva Lady Gaga wird beim US-Sportspektakel Super Bowl im kommenden Februar im texanischen Houston einen großen Auftritt haben. Auf Twitter teilte die Sängerin am in Anspielung auf ihre letzte Single "Perfect Illusion" mit: "Es ist keine Illusion. Die Gerüchte stimmen. Dieses Jahr wird der Super Bowl vollkommen Gaga!" Wenig später gab die Nationale Footballliga (NFL) bekannt, dass Lady Gaga die Halbzeit-Show bestreiten werde.

+++ 8.29 Uhr: Sprengstoff-Alarm auf Autobahn - Polizei findet Waffen in Auto +++

Ein Sprengstoff-Alarm an der deutsch-österreichischen Grenze hat einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Die Autobahn 93 bei Kiefersfelden blieb stundenlang gesperrt. Bei einer Einreisekontrolle waren vier Personen mit "sprengstoffähnlichen Gegenständen" entdeckt worden, teilte die Polizei mit. Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes und ein Großaufgebot an Sicherheitskräften waren im Einsatz. Am Donnerstagabend war das Auto bei einer Überprüfung am Grenzübergang Kiefersfelden aufgefallen. Die Beamten hätten in dem Wagen neben Hieb- und Stoßwaffen auch Dinge mit Sprengstoffverdacht sichergestellt, teilte ein Polizeisprecher mit. Daraufhin wurde ein Großaufgebot von Bundes- und Landespolizei herangezogen.

Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes (LKA) untersuchten die verdächtige Ladung, am Morgen gab es Entwarnung. "Es bestand keine Explosionsgefahr", sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Die vier Männer wurden vorläufig festgenommen. Der Fahrer des Autos hatte die drei anderen Männer nach Vermutung der Bundespolizei illegal nach Deutschland einschleusen wollen. Die Gegenstände, die von den Experten als Sprengvorrichtungen eingestuft wurden, sollen nun kriminaltechnisch untersucht werden. 

+++ 7.34 Uhr: UN: Drohnenangriff in Afghanistan tötet Zivilisten +++

In Afghanistan sind bei einem internationalen Drohnenangriff auf Extremisten nach UN-Angaben 15 Zivilisten getötet und weitere 13 verletzt worden. Das teilte die UNAMA-Mission mit. Der Luftangriff im Achin-Bezirk der ostafghanischen Provinz Nangarhar fand nach unterschiedlichen Angaben am frühen Dienstagmorgen oder Mittwochmorgen statt. Laut UN war er gegen Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gerichtet, traf aber Zivilisten in einem Privathaus. Die Menschen hätten sich dort zusammengefunden, um die Heimkehr eines Stammesälteren von der Pilgerfahrt nach Mekka zu feiern. Sie hätten offenbar geschlafen, als die Drohne ihre Raketen abfeuerte.

+++ 7.26 Uhr: Obama trifft zum Begräbnis von Peres in Israel ein +++

Die Welt nimmt an diesem Freitag Abschied vom israelischen Altpräsidenten Schimon Peres. Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen geben mehr als 3000 Trauergäste dem Friedensnobelpreisträger das letzte Geleit. Zu den internationalen Spitzenpolitikern gehört auch US-Präsident Barack Obama der am Morgen auf dem Flughafen Ben Gurion in der Nähe von Tel Aviv gelandet ist, wie das israelische Fernsehen berichtete. Obama wurde in einer stark gesicherten Fahrzeugkolonne nach Jerusalem gebracht, um bei dem Begräbnis eine Trauerrede zu halten. Direkt nach der Beisetzung fliegt der US-Präsident wieder zurück. Peres war am Mittwoch im Alter von 93 Jahren gestorben, zwei Wochen nach einem schweren Schlaganfall. Für das Begräbnis reisen nach israelischen Angaben mehr als 90 Delegationen aus rund 70 Ländern an.


+++ 6.30 Uhr: Mindestens 200 Häftlinge aus Gefängnis in Brasilien geflohen +++

Nach einem Aufstand in einem Gefängnis in Brasilien sind mindestens 200 Häftlinge geflohen. Wie brasilianische Medien melden, hatten die Gefangenen in Jardinópolis, einer Stadt etwa 330 Kilometer nördlich der Metropole São Paulo, einige Gebäude auf dem Gefängnisgelände in Brand gesetzt. Ein Häftling kam dabei ums Leben, berichtete die Zeitung "Folha de São Paulo". Mehrere Ausbrecher wurden bereits wieder gefasst, wie das Nachrichtenportal "O Globo" meldet. Nach Angaben von Verwandten von Häftlingen meuterten die Insassen wegen der Zustände im Gefängnis. Brasilien ist eines der Länder mit der höchsten Zahl von Gefängnisinsassen weltweit, die Haftanstalten sind meist überfüllt, die Zustände schlecht.

+++ 6.05 Uhr: Zwei Tote bei Feuer in Bochumer Krankenhaus +++

Bei einem Großbrand in einem Bochumer Krankenhaus sind in der Nacht mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach bisherigem Stand seien weitere 16 Menschen verletzt, sagte ein Sprecher der Feuerwehr, sechs Verletzte schweben dabei in Lebensgefahr. Mehr als 200 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Mindestens eines der oberen Stockwerke des Universitätsklinikums Bergmannsheil stand Stunden später immer noch in Flammen. Augenzeugen berichtet von einem völlig zerstörtem Dach. Durch die enorme Hitze des Feuers seien Fenster und Möbel geschmolzen. Die Brandursache war zunächst unklar. Das Universitätsklinikum Bergmannsheil ist eines der größten Krankenhäuser des Ruhrgebiets. Es hat rund 650 Betten.

+++ 5.40 Uhr: Rosberg fährt Bestzeit im ersten Malaysia-Training +++

Nico Rosberg ist im Auftakttraining der Formel 1 in Malaysia die Bestzeit gefahren. Der WM-Spitzenreiter verwies in Sepang seinen britischen Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton mit einer halben Sekunde Vorsprung auf den zweiten Platz. Vorjahressieger Sebastian Vettel belegte hinter seinem Ferrari-Stallrivalen Kimi Räikkönen den vierten Rang. 

+++ 5.35 Uhr: Einen Monat vor Parteitag: CSU zögert weiter mit Merkel-Einladung +++

Die CSU macht die Einladung von Kanzlerin Angela Merkel zum Parteitag weiter von einem Kurswechsel der CDU-Chefin in der Flüchtlingspolitik abhängig. Merkel müsse die Obergrenze von 200.000 Einwanderern im Jahr akzeptieren, sagte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Wir wollen eine bessere Ordnung, Steuerung und Begrenzung des Zustroms." Die Selbstkritik Merkels reiche noch nicht aus. "Wir haben die Worte der Bundeskanzlerin positiv bewertet, jetzt müssen Taten folgen", sagte Scheuer. Merkel hatte unter dem Eindruck der CDU-Schlappen bei den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern Fehler eingestanden. So sei der Flüchtlingszuzug 2015 vorübergehend außer Kontrolle geraten, sagte sie. Das dürfe sich nicht wiederholen. Es ist bei der Union eigentlich üblich, dass der Vorsitzende der Schwesterpartei zum Parteitag kommt. Der CSU-Parteitag ist am 4. und 5. November in München.

+++ 3.49 Uhr: Umfrage: Unterstützung für Todesstrafe in USA historisch niedrig +++

Die Unterstützung für die Todesstrafe ist in der amerikanischen Gesellschaft nach einer Umfrage so niedrig wie seit vier Jahrzehnten nicht mehr. In einer am Donnerstag veröffentlichten Erhebung des Pew-Instituts gaben 49 Prozent an, die Todesstrafe für verurteilte Mörder zu befürworten. 42 Prozent waren dagegen - so hoch war der Wert zuletzt 1972. Seit März 2015 schrumpfte die Zahl der Befürworter um sieben Prozentpunkte.

Die USA sind einer von weltweit 25 Staaten, in denen zuletzt noch die Todesstrafe vollstreckt wurde. In diesem Jahr gab es landesweit bislang 15 Hinrichtungen. Mitte der Neunziger war der Zuspruch für die Todesstrafe besonders hoch: 1994 waren acht von zehn Amerikanern dafür. 

jen/mad / DPA / AFP