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News des Tages: Deutscher stirbt bei Absturz mit Ultraleichtflugzeug

SPD und Union setzen Verhandlungen fort +++ Ehemann von Mesale Tolu wieder frei +++ "Glee"-Schauspieler Mark Salling ist tot +++ FDP will Jagd auf Wölfe in Deutschland erlauben +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Ultraleichtflugzeug

Ein Ultraleichtflugzeug (Symbolbild)

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • "Glee"-Schauspieler Mark Salling ist tot (19.44 Uhr)
  • Ehemann von Mesale Tolu wieder frei (19.41 Uhr) 
  • Als "Held von Manchester" gefeierter Obdachloser muss ins Gefängnis (16.31 Uhr)
  • VW beurlaubt Chef-Lobbyist Thomas Steg (13.12 Uhr)
  • SPD und Union einigen sich offenbar bei Familiennachzug (10.22 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im  -Ticker:

+++ 21.23 Uhr: Spitzenrunde von Union und SPD setzt GroKo-Verhandlungen fort +++

Die Spitzengruppe der 15 Unterhändler von CDU, CSU und SPD ist am Dienstagabend mit über einstündiger Verspätung zu ihrer zweiten Verhandlungsrunde zusammengekommen. Begründet wurde die Verzögerung mit Terminen - bei der SPD hatte eine Sitzung der Fraktion dem Vernehmen nach länger als geplant gedauert.

Bei dem Treffen am Abend in der SPD-Zentrale in Berlin dürfte es um den Kompromiss beim Familiennachzug für Flüchtlinge mit geringerem Schutzstatus gehen. Außerdem hieß es in Verhandlungskreisen, die Runde um die Parteivorsitzenden Angela Merkel (CDU), Martin Schulz (SPD) und Horst Seehofer (CSU) wolle sich auch mit der Forderung des SPD-Parteitags befassen, die Befristung von Jobs ohne sachlichen Grund abzuschaffen. Auch über Entlastungen für Familien und den Pflegebereich sollte demnach gesprochen werden.

Die Verhandlungen in den Arbeitsgruppen sollen bis Freitag abgeschlossen sein. Am darauf folgenden Wochenende (3. und 4. Februar) sollen dann die Ergebnisse durch die Parteiführungen gebilligt werden. Sollte dieser kurze Frist nicht ausreichen, sind zwei weitere Puffertage eingeplant. 

+++ 21.04 Uhr: Deutscher stirbt bei Absturz mit Ultraleichtflugzeug +++

Beim Absturz eines Ultraleichtflugzeuges im Süden Spaniens ist ein deutscher Flugschüler ums Leben gekommen. Der 55-Jährige sei nach dem Unfall nahe der Ortschaft Villamartín in der Provinz Cádiz auf der Stelle tot gewesen, berichteten Medien unter Berufung auf die zuständigen Behörden. Der Schüler habe die Maschine gesteuert, hieß es. Der Fluglehrer, ein ebenfalls aus Deutschland stammender 46-Jähriger, sei mit schweren Verbrennungen in ein Krankenhaus gebracht worden.

+++ 19.44 Uhr: "Glee"-Schauspieler Mark Salling ist tot +++

In der Fernsehserie "Glee" war er der wortkarge Footballspieler "Puck": US-Schauspieler Mark Salling (35), der zuletzt wegen des Besitzes von Kinderpornografie vor Gericht stand, ist tot. Salling sei am frühen Dienstagmorgen gestorben, teilte sein Anwalt Michael Proctor der US-Zeitschrift "People" und anderen US-Medien mit. Die TV-Serie "Glee" wurde in Deutschland unter anderem bei Super RTL ausgestrahlt.

Proctor beschrieb den Schauspieler als einen "liebevollen" Menschen, der darum bemüht gewesen sei, frühere schwere Fehler wieder gutzumachen. Zur Todesursache machte der Anwalt keine Angaben.

Salling hatte sich im Dezember wegen Besitzes von Kinderpornografie vor Gericht schuldig bekannt. Das Strafmaß gegen den Schauspieler sollte Anfang März verkündet werden. Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft drohten ihm vier bis sieben Jahre Haft.

+++ 19.41 Uhr: Ehemann von Mesale Tolu wieder frei +++

Der Ehemann der deutschen Journalistin Mesale Tolu ist wieder frei. Wie Mesale Tolus Vater, Ali Riza Tolu, sagte, wurde Suat Corlu in der vergangenen Woche wieder auf freien Fuß gesetzt. Auch ihr Bruder bestätigte das. Zuvor hatte die "Südwest Presse" darüber berichtet.

Corlu war Mitte Januar knapp acht Wochen nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft in der Türkei wieder festgenommen worden. Zuvor war er am 29. November bis zu einem Urteil in seinem Prozess auf freien Fuß gesetzt worden. Ihm wird Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vorgeworfen, er ist allerdings in einem anderen Verfahren als seine Ehefrau angeklagt.

+++ 19.34 Uhr: Ehemann gesteht Tötungsdelikt an junger Frau in Frankreich +++

Der Fall hatte in Frankreich viele Menschen bewegt - nun ist der gewaltsame Tod einer Frau im Osten des Landes nach drei Monaten aufgeklärt worden. Ihr Ehemann gestand gegenüber Ermittlern, die 29-Jährige getötet zu haben, wie sein Anwalt sagte.

Der am Montag festgenommene Mann habe die Bankangestellte erwürgt - es sei aber nicht seine Absicht gewesen, sie umzubringen. "Wir werden keinen Mörder verteidigen, sondern einen jungen Mann, der in einer Beziehungskrise versehentlich den Tod seiner Ehefrau verursacht hat", so der Verteidiger.

Die zum Teil verbrannte Leiche der 29-Jährigen war Ende Oktober in einem Wald bei Gray nordwestlich von Besançon gefunden worden. Laut französischen Medienberichten hatte ihr Mann zwei Tage zuvor die Polizei alarmiert und angegeben, dass seine Frau vom Joggen nicht zurückgekehrt sei. Der Täter versicherte nach Angaben seines Anwalts nun, dass er nicht versucht habe, die Leiche seiner Frau anzuzünden. "Wir haben keine Erklärung für diesen Punkt", sagte der Anwalt.  

+++ 19.26 Uhr: Hilfe für 48 Millionen Kinder: Unicef braucht 3,6 Milliarden Dollar +++

Das UN-Kinderhilfswerks Unicef benötigt für das laufende Jahr 3,6 Milliarden Dollar (2,9 Mrd Euro), um 48 Millionen Kindern in Konflikten, Naturkatastrophen und anderen Notfällen weltweit zu helfen. Der Appell bedeutet einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr, als Unicef zunächst um Hilfe in Höhe von 3,3 Milliarden Dollar bat. Diese Summe wurde bis zum Jahresende allerdings auf 3,8 Milliarden Dollar angehoben.

Kinder seien am stärksten gefährdet, wenn etwa die Gesundheits- und Wasserversorgung sowie der Zugang zu sanitären Einrichtungen eines Landes nicht mehr sichergestellt sei, sagte Manuel Fontaine, Unicef-Direktor für Nothilfe. Fast jedes vierte Kind lebt heutzutage in einem Land, das von Konflikten oder Katastrophen betroffen ist. In den derzeit rund 50 betroffenen Ländern haben Helfer unter anderem Latrinen aufgestellt, Hygiene-Sets verteilt und mit Lastwagen Tausende Liter Wasser in Flüchtlingslager geliefert.

+++ 19.08 Uhr: SPD schlägt Dagmar Freitag für den Sportausschuss-Vorsitz vor +++

Die SPD-Fraktion hat Dagmar Freitag offiziell für den Vorsitz des Sportausschusses im Deutschen Bundestag vorgeschlagen. Wie die aus Iserlohn stammende Politikerin mitteilte, wird der Ausschuss am Mittwoch zur konstituierende Sitzung unter der Leitung von Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth zusammenkommen. Die vorgeschriebene Abstimmung im Sportausschuss über die SPD-Kandidatin für den Vorsitz gilt als Formalie. Für Dagmar Freitag wäre es die dritte Legislaturperiode als Vorsitzende des Sportausschusses. Die Sozialdemokratin hat wesentlichen Anteil am Anti-Doping-Gesetz in Deutschland, das seit Ende 2015 in Kraft ist.

+++ 19.06 Uhr: Mehr als eine Tonne Bärentatzen in Russland sichergestellt +++

Eine für China bestimmte Lieferung von mehr als einer Tonne Bärentatzen ist im Fernen Osten Russlands sichergestellt worden. In drei Fahrzeugen mit russischen und chinesischen Fahrern seien am Wochenende zudem Überreste von mindestens vier Tigern, Frosch- und Hirschgenitalien sowie Waffen, Munition und Bernstein gefunden worden, teilte die russische Tierschutzorganisation Zentrum des Amur-Tigers mit.
Insgesamt seien rund 870 abgeschnittene Tatzen von Bären gefunden worden, denen in Südchina kräftigende Wirkung angedichtet wird. Die Schmuggler wollten den zugefrorenen Chanka-See überqueren, der im Grenzgebiet zwischen Sibirien und China liegt, um den Zoll zu umgehen. 

+++ 18.45 Uhr: Londoner Moschee-Attentäter plante angeblich Anschlag auf Labour-Chef +++

Über ein halbes Jahr nach dem Lieferwagen-Anschlag auf Muslime vor einer Londoner Moschee hat der mutmaßliche Attentäter ausgesagt, dass er eigentlich Labour-Chef Jeremy Corbyn töten wollte. Er habe den britischen Oppositionsführer während einer pro-palästinensischen Demonstration mit dem Fahrzeug angreifen wollen, behauptete der Angeklagte vor Gericht. Die mit zwei weiteren Männern geplante Attacke sei aber durch Straßensperren verhindert worden.

Stattdessen habe man sich dann auf die Moschee im Stadtteil Finsbury Park konzentriert. Während des Anschlags dort habe aber gar nicht er das Tatfahrzeug gefahren, sondern ein Mann namens Dave, sagte der Angeklagte weiter. Wo dieser sich nun aufhalte, wisse er nicht. Damit widersprach er einer früheren Aussage: Direkt nach der Attacke hatte der inzwischen 48-Jährige den Ermittlern gesagt, er habe allein gehandelt und die Kontrolle über den Lieferwagen verloren. Die Polizei geht von einer Terrorattacke aus. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten aus Cardiff vor, im vergangenen Juni absichtlich in die Gruppe von Muslimen gerast zu sein, die sich um einen kollabierten 51-jährigen Mann gebildet hatte.

+++ 18.12 Uhr: Anwaltverein: AfD-Brandner sollte Rechtsausschuss nicht leiten +++

Der Deutsche Anwaltverein und der Deutsche Juristinnenbund haben dem Rechtsausschuss des Bundestages dringend davon abgeraten, den AfD-Abgeordneten Stephan Brandner zum Vorsitzenden zu bestimmen. Die beiden Verbände erklärten, es sei "unangemessen, wenn Personen zum Vorsitzenden des Rechtsausschusses bestimmt werden, die durch unparlamentarisches Verhalten aufgefallen sind". Brandners Verhalten im Thüringer Landtag habe dort zu zahlreichen Ordnungsrufen und sogar zum Ausschluss von Sitzungen geführt. "Zum fortlaufenden Verhalten des Abgeordneten Brandner gehört es offenbar, den politischen Gegner persönlich zu beleidigen und zu diffamieren", hieß es in der Erklärung weiter.

+++ 17.51 Uhr: Seit Jahren Abgastests mit Menschen in den Niederlanden +++

In den Niederlanden wird die Wirkung von Abgasen bereits seit Jahren an Menschen und Tieren getestet. Anders als in Deutschland würden Testpersonen dort aber nicht konzentrierten Dieselgasen ausgesetzt, sagte die Staatssekretärin für Umweltfragen, Stientje van Veldhoven, in Den Haag. Das Reichsinstitut für Volksgesundheit und Umwelt (RIVM) teste verschiedene Arten von Straßenluft auf die Gesundheit.

"Wir untersuchen den Effekt der Luft, die Menschen einatmen auf dem Fahrrad, beim Einkaufen oder Laufen", sagte die Staatssekretärin. Die Versuche stünden unter strenger Kontrolle einer medizinisch-ethischen Kommission. Sie seien für die Testpersonen nicht gefährlich.

+++ 17.27 Uhr: Mordverdächtiger U-Boot-Bauer verzichtet auf Geschworene im Prozess +++

Der wegen Mordes angeklagte dänische U-Boot-Bauer Peter Madsen will keine Geschworenen in seinem Prozess. Er habe entschieden, dass so wenig Menschen wie möglich über sein Schicksal entscheiden sollten, berichtete die Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf Madsens Anwältin. Damit werde das Urteil allein von einem Richter und zwei Schöffen gefällt.

Ursprünglich war ein Geschworenenprozess mit drei Richtern und sechs Geschworenen geplant, was üblich ist, wenn die Staatsanwaltschaft mehr als vier Jahre Gefängnis fordert. Madsen hatte die Möglichkeit, einen gewöhnlichen Prozess zu verlangen und nutzte das. 

Das Gericht in Kopenhagen muss klären: Was geschah mit Kim Wall an Bord von Peter Madsens U-Boot "UC3 Nautilus"?

+++ 17.04 Uhr: Länder wollen Ausschluss der NPD von staatlicher Parteienfinanzierung +++

Die rechtsextreme NPD soll nach dem Willen der Bundesländer von der staatlichen Parteienfinanzierung ausgeschlossen werden. Einen entsprechenden Antrag will das Saarland, das den Vorsitz bei der Ministerpräsidentenkonferenz inne hat, am Freitag in den Bundesrat einbringen. "Wir fordern, dass ein entsprechendes Verfahren beim Bundesverfassungsgericht angeregt wird", kündigte die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) in Saarbrücken an.  

Im Zuge des NPD-Verbotsfahrens habe das Bundesverfassungsgericht die Möglichkeit eingeräumt, in einem gestuften Sanktionsverfahren die Finanzierung einzuschränken. Das Gesetz, gegen das die NPD derzeit klage, sei dementsprechend geändert worden.

+++ 16.56 Uhr: Merkel: Einigung beim Familiennachzug "gute Nachricht" +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die mit der SPD vereinbarte Einigung zum umstrittenen Familiennachzug von Flüchtlingen als gelungen bezeichnet. Sie nannte den Kompromiss in einer Sitzung der Unionsfraktion in Berlin nach Angaben aus Teilnehmerkreisen eine "gute Nachricht".

Bei dem Streitthema hatten Union und SPD zuvor eine Einigung gefunden. Ab August sollen auch Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus wieder Angehörige nach Deutschland nachholen dürfen - aber nur in eng begrenztem Umfang.

 

+++ 16.42 Uhr: Angeblich ältester Mann der Welt mit 113 Jahren in Spanien gestorben +++

Im Alter von 113 Jahren ist der angeblich älteste Mann der Welt in Spanien gestorben. Das südwestspanische Dorf Bienvenida trauerte um den am Vorabend verstorbenen Francisco Núñez Olivera. "Es ist ein sehr kalter und vor allem ein sehr trauriger Tag", sagte Bürgermeister Antonio Carmona.

Der am 13. Dezember 1904 geborene Olivera hatte erst vor sechs Wochen seinen 113. Geburtstag gefeiert. Die spanische Zeitung "El Mundo" schrieb im vergangenen August über den früheren Landwirt, dieser habe "den Ersten Weltkrieg, den Zweiten Weltkrieg, den (spanischen) Bürgerkrieg, drei Könige, zwei Republiken, eine Diktatur und eine Demokratie" erlebt.

+++ 16:31 Uhr: Als "Held von Manchester" gefeierter Obdachloser muss ins Gefängnis +++

Ein einst als Held vom Manchester-Anschlag gefeierter Obdachloser ist am Dienstag wegen Diebstahls und Betrugs zu mehr als vier Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der 33-Jährige hatte vor dem zuständigen Gericht in Manchester zugegeben, im Chaos nach dem Bombenattentat im Mai 2017 mehrere Opfer bestohlen zu haben. Bei dem Anschlag auf Konzertbesucher waren 22 Menschen und der Attentäter ums Leben gekommen.

Der Mann war zunächst als Held gefeiert worden, weil er behauptet hatte, den Opfern zu Hilfe geeilt zu sein. Er erfuhr daraufhin eine Welle der Solidarität. Umgerechnet knapp 60 000 Euro (52 500 Pfund) an Spenden gingen auf einer Fundraising-Webseite für ihn ein. Das Geld soll nun an die Spender zurückgegeben werden.

Aufnahmen von Überwachungskameras hatten Zweifel an der Selbstlosigkeit des Mannes aufkommen lassen. Vor Gericht gab er zu, einer 14-jährigen Verletzten das Handy und einer älteren Frau den Geldbeutel gestohlen und deren EC-Karte eingesetzt zu haben.

+++ 16.26 Uhr: Länder wollen NPD von staatlicher Parteienfinanzierung ausschließen +++

Mit einer gemeinsamen Initiative wollen die Bundesländer einen Ausschluss der rechtsextremistischen NPD von der staatlichen Parteienfinanzierung erreichen. Am Freitag wird das Saarland, das den Vorsitz bei der Ministerpräsidentenkonferenz inne hat, einen entsprechenden Antrag in den Bundesrat einbringen. "Wir fordern, dass ein entsprechendes Verfahren beim Bundesverfassungsgericht angeregt wird", kündigte die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) in Saarbrücken an.  

Im Zuge des NPD-Verbotsfahrens habe das Bundesverfassungsgericht die Möglichkeit eingeräumt, in einem gestuften Sanktionsverfahren die Finanzierung einzuschränken. Das Gesetz, gegen das die NPD derzeit klage, sei dementsprechend geändert worden. "Wir wollen als Länder ein deutliches Signal setzen, dass die Möglichkeiten, die uns das Gesetz einräumt, auch entsprechend greifen", betonte die CDU-Politikerin

+++ 16.24 Uhr: Türkische Fußballföderation sperrt Fußballer Deniz Naki lebenslang +++

Die türkische Fußballföderation (TFF) hat den deutsch-türkischen Spieler Deniz Naki lebenslang gesperrt. Das habe der Disziplinarrat bei seiner heutigen Versammlung beschlossen, teilte die TFF auf ihrer Website mit. Grund sei "Diskriminierung und ideologische Propaganda" vonseiten des Fußballers. Außerdem müsse Naki eine Geldstrafe von umgerechnet rund 58.000 Euro zahlen. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, Naki sei "lebenslang vom Fußball verbannt" worden.

+++ 15.34 Uhr: Zwei Deutsche sterben bei Streit in Amsterdamer Wohnung +++

Bei einem Streit in einer Wohnung in Amsterdam sind zwei Deutsche ums Leben gekommen. Das teilte die niederländische Polizei mit. Bereits am Wochenende war demnach in der Wohnung im Zentrum der Stadt ein heftiger Streit ausgebrochen. Die Nachbarn alarmierten die Polizei alarmiert.

Polizisten erschossen den Angaben zufolge einen 25-jährigen Mann, der zuvor seinen 56-jährigen Bekannten mit einem Messer schwer verletzt haben soll. Der Ältere erlag am Montag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Angaben zur Ursache des Streit sowie zur genauen Identität der Opfer wollte die Polizei nicht machen.

+++ 15.27 Uhr: Baby geschüttelt - Vater zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt +++

Das Landgericht Osnabrück hat einen jungen Vater zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt, weil er seine wenige Monate alte Tochter mit Schütteln schwer verletzt hat. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 26-Jährige die kleine Anna im März 2014 schüttelte, als er alleine mit ihr zu Hause war, teilte eine Gerichtssprecherin am Dienstag mit. Das Kind war mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus gekommen und ist seitdem mehrfach gelähmt und in höchstem Maße pflegebedürftig. Der Mann hatte die Vorwürfe zu Prozessbeginn zurückgewiesen. In das Urteil floss eine Verurteilung in einer anderen Sache mit anderthalb Jahren Haft ein.

+++ 15.08 Uhr: Union und SPD wollen Digitalpakt für deutsche Schulen umsetzen +++

Union und SPD wollen den auf Eis liegenden Digitalpakt für Deutschlands Schulen umsetzen. Dafür sollen in der laufenden Legislaturperiode voraussichtlich 3,5 Milliarden Euro fließen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Verhandlungskreisen erfuhr. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) sagte auf einer internen Bildungskonferenz in Berlin, dass der Pakt nun kommen solle, wie Teilnehmer berichteten. Bereits 2016 hatte Wanka angekündigt, dass mit rund fünf Milliarden Euro über fünf Jahre die rund 40 000 Grund-, weiterführenden und Berufsschulen mit Breitband, W-LAN und Computer versorgt werden sollen. Die nun geplante Summe soll dem Vernehmen nach bis zum Ende der Wahlperiode reichen.

+++ 15.02 Uhr: Postbote in Italien hortet halbe Tonne Briefe +++

Ein Postbote hat in Italien über die Jahre mehr als eine halbe Tonne Briefe gehortet statt sie auszutragen. Die Polizei entdeckte in der Nähe von Vicenza in Norditalien unter anderem Rechnungen, Steuerbescheide, Wahlwerbung und Bußgeldbescheide, die zum Teil aus dem Jahr 2010 stammten, teilte die Polizei mit. Der 56-Jährige wurde als "lustloser" Postbote bezeichnet. Es handle sich um den größten Fund nicht-zugestellter Post in Italien, so die Polizei. Die Briefe sollen nun endlich an ihre Adressaten verteilt werden.

 +++ 14.59 Uhr: Russen sehen Stalingrad als wichtigstes Weltkriegs-Ereignis +++

75 Jahre nach dem Ende der Schlacht von Stalingrad halten die meisten Russen den dortigen Sieg der Roten Armee einer Umfrage zufolge für das wichtigste Ereignis im Zweiten Weltkrieg. 55 Prozent der Befragten teilen diese Ansicht, wie das staatliche Meinungsforschungsinstitut WZIOM in Moskau mitteilte. Der Erfolg der Sowjetunion in Stalingrad (heute Wolgograd) habe nach Einschätzung der Teilnehmer den Ausgang des "Großen Vaterländischen Krieges" gegen Nazi-Deutschland mehr als alles andere beeinflusst. Die Truppen der deutschen Wehrmacht hatten sich am 31. Januar und am 2. Februar 1943 nach einer aufzehrenden Kesselschlacht in Stalingrad der Roten Armee ergeben.


+++ 14.57 Uhr: Apple kürzt Produktion des iPhone X um die Hälfte +++

Apple kürzt laut Medienberichten die Produktion des iPhone X um die Hälfte - wegen schwacher Nachfrage. Wie die japanische Zeitung "Nikkei" sowie das "Wall Street Journal" berichteten, sollen im ersten Quartal des Jahres nur noch 20 statt 40 Millionen dieser Smartphones hergestellt werden. Unter Berufung auf Insider berichtete das "Wall Street Journal" zudem, dass der US-Konzern die Bestellungen von Bauteilen für das iPhone X um 60 Prozent zusammengestrichen habe. Apple will am Donnerstag seine Geschäftszahlen für das letzte Quartal 2017 vorlegen. Dann wird sich das Unternehmen vermutlich auch erstmals zum Absatz seiner jüngsten iPhone-Version äußern. Apple hatte das iPhone X im September präsentiert, im November kam das neue Smartphone dann in die Läden. Neben Gesichtserkennung bietet das iPhone X einen größeren Bildschirm und eine höhere Leistungskraft als die Vorgängermodelle. Auch Bildauflösung und Grafik sind verbessert. Allerdings ist das iPhone X auch vom Preis her ein Luxusmodell. In der teuersten Variante kostet es 1319 Euro.

+++ 14.53 Uhr: Niedersachsen will Mutter von Nathalie Volk entlassen +++

Das Land Niedersachsen will die Mutter von RTL-Dschungelcamp-Teilnehmerin Nathalie Volk aus dem Beamtenverhältnis entlassen. Die mündliche Verhandlung über die Disziplinarklage gegen die Lehrerin wurde auf den 28. Juni terminiert, wie das Verwaltungsgericht Lüneburg mitteilte. Die Kammer entscheidet darüber, ob die Studienrätin als niedersächsische Beamtin entlassen wird, wie die Landesschulbehörde es vorhat. Möglich ist auch eine weniger harte Disziplinarmaßnahme wie die Kürzung der Dienstbezüge oder eine Geldbuße. Die Pädagogin war trotz einer Krankschreibung Anfang 2016 zu den Dschungelcamp-Dreharbeiten nach Australien gereist. Daraufhin leitete die Landesschulbehörde ein Disziplinarverfahren ein und stellte sie bei gekürzten Bezügen vom Unterricht frei. Sie arbeitet mittlerweile wieder, aber an einer anderen Schule als vorher. 

+++ 14.32 Uhr: Verbraucherpreise steigen um 1,6 Prozent +++

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind zu Beginn des Jahres um 1,6 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen. Überdurchschnittlich teurer wurden Nahrungsmittel, für sie stiegen die Preise im Januar um 3,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Berechnungen mitteilte. Die Teuerung für Haushaltsenergie und Kraftstoffe nahm dagegen nur um 0,9 Prozent zu. Damit bleibt die Inflationsrate im Januar im Rahmen der vergangenen Monate. Im Gesamtjahr 2017 kletterten die Preise um 1,8 Prozent - die Preissteigerung lag damit deutlich über der Entwicklung der vergangenen Jahre. 2017 waren die Energiepreise der wichtigste Preistreiber.

+++ 14.31 Uhr: UN-Vermittler sieht positive Signale im Streit um Mazedoniens Namen +++

Der Streit zwischen Athen und Skopje um den Namen des nördlichen Nachbarn Griechenlands, der früheren jugoslawischen Republik Mazedonien, könnte bald gelöst werden. Diese Ansicht vertrat der UN-Sondervermittler Matthew Nimetz nach einem Treffen mit dem griechischen Außenminister Nikos Kotzias in Athen. "Es ist die Stunde der Entscheidungen gekommen", sagte er. Der Namensstreit zwischen Athen und Skopje dauert seit 1991 an. Griechenland möchte nicht, dass das Nachbarland so heißt wie die eigene Nordprovinz Mazedonien. Diplomaten in Athen gingen davon aus, dass der UN-Vermittler die Namen "Neu-Mazedonien" in seiner slawischen und englischen Version ("Nova Makedonija" und "New Macedonia") sowie Ober- oder Nord-Mazedonien (slawisch: Severna- oder Gorna-Makedonija) vorgeschlagen habe. 


+++ 14 Uhr: USA veröffentlichen Liste Kreml-naher Russen - Putin reagiert erzürnt +++

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die von den USA veröffentlichte Liste Kreml-naher Russen als "unfreundlichen Akt" bezeichnet. "Dies erschwert die ohnehin komplizierten russisch-amerikanischen Beziehungen zusätzlich, und natürlich schadet die Liste den internationalen Beziehungen als Ganzes", sagte Putin der Agentur Interfax zufolge am Dienstag in Moskau. Das US-Finanzministerium hatte zuvor eine Liste veröffentlicht, in der mehr als 200 ranghohe russische Politiker und Geschäftsleute mit engen Verbindungen zum Kreml genannt werden. Moskau geht davon aus, dass das Dokument als Grundlage für weitere Sanktionen dienen könnte.

+++ 13.12 Uhr: VW beurlaubt Generalbevollmächtigten Steg wegen Abgastests an Affen +++

Nach Bekanntwerden von Abgasversuchen an Affen zieht der Volkswagen-Konzern nach eigenen Worten "erste Konsequenzen" und beurlaubt seinen Generalbevollmächtigten Thomas Steg. Steg habe erklärt, die volle Verantwortung für die "Vorgänge" zu übernehmen und angeboten, ihn zu beurlauben, teilte VW in Wolfsburg mit. Eine vom Konzern mitgegründete Forschungsvereinigung hatte die Versuche an Affen in den USA finanziert.

+++ 12.57 Uhr: Eurojackpot erreicht Obergrenze von 90 Millionen Euro +++

In der Lotterie Eurojackpot geht es bei der nächsten Ziehung am Freitag um 90 Millionen Euro. Neun Mal in Folge ist der Jackpot nicht mehr geknackt worden und hat nun seine gesetzlich festgelegte Obergrenze erreicht. Jeder weitere eingenommene Euro geht in die nächsten Gewinnklassen und bildet dort einen weiteren Jackpot. Bei dieser Ziehung sind das 15 Millionen Euro, wie die für Deutschland zuständige Landeslottogesellschaft Westlotto mitteilte.

+++ 12.54 Schaf wird aus Berliner Streichelzoo gestohlen und in Park geschlachtet +++

In Berlin haben Unbekannte zwei Schafe aus einem Streichelzoo gestohlen und im nahen Volkspark Hasenheide eines der Tiere geschlachtet. Die Tiere seien bereits in der Nacht zum vergangenen Freitag gestohlen worden, sagte ein Polizeisprecher. Das getötete Tier namens Rosé war nach Angaben des Tierparks Neukölln schwanger. Das zweite Schaf sei beim Auffinden verletzt und apathisch gewesen.

+++ 12.31 Uhr: Sanierung der "Gorch Fock" wird noch teurer +++

Die Reparatur des maroden Segelschulschiffs der Bundesmarine "Gorch Fock" wird teurer als geplant. Die Werft habe "für die weitere, zeitgerechte Instandsetzung einen finanziellen Mehrbedarf" angemeldet, sagte ein Sprecher des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr in Koblenz. Die Bundeswehr prüfe aktuell die Forderung. "Erst anschließend wird eine Entscheidung getroffen." Zuvor hatten die "Kieler Nachrichten" darüber berichtet. Das Schiff wird in der Bremerhavener Bredo Werft für rund 75 Millionen Euro komplett saniert. Vor allem die Rumpfbeplankung muss erneuert werden. Nach Informationen der Zeitung könnte die Summe auf mehr als 100 Millionen Euro steigen.

+++ 12.29 Uhr: Lebenslang für drei Morde – Angeklagte in Gießen erhält Höchststrafe +++

Für die Morde an drei Menschen in Hessen und Nordrhein-Westfalen ist eine 36-jährige Frau in Gießen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht sprach sie schuldig, im April 2016 in Gießen einen 79-Jährigen und wenige Wochen später in Düsseldorf eine 86-jährige Frau und deren 58 Jahre alte Tochter getötet zu haben. Das Gericht erkannte zudem die besondere Schwere der Schuld und ordnete Sicherungsverwahrung für die Angeklagte an. Sie soll aus Habgier gehandelt haben.

+++ 12.22 Uhr: Erster Spitzenkoch lässt sich aus Michelin-Führer streichen +++

Ungewöhnlicher Schritt eines Spitzenkochs: Der französische Küchenchef Sébastien Bras lässt sein Drei-Sterne-Restaurant aus dem renommierten Michelin-Führer streichen, wie der Verlag mitteilte. Dies sei "eine Premiere", sagte eine Mitarbeiterin von Michelin. Bras reagiere damit auf den "großen Druck" in seiner Branche.

Der 46-Jährige leitet seit zehn Jahren das Restaurant Le Suquet in Laguiole in Südfrankreich. Es hat seit 1999 drei Michelin-Sterne. Damit werden laut dem Verlag die besten Küchen der Welt ausgezeichnet.

+++ 12.14 Uhr: IG Metall in Berlin ruft zu 24-Stunden-Streiks bei BMW und Mercedes auf +++

Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall in Berlin am Dienstag die Unternehmen genannt, deren Beschäftigte sie zu 24-Stunden-Warnstreiks aufruft. BMW, Mercedes und das Logistikunternehmen Schnellecke müssen ab Freitagmorgen damit rechnen, dass bei ihnen die Arbeit bis Samstagmorgen ruht. Die Gewerkschaft ruft insgesamt mehrere tausend Beschäftige zu den Warnstreiks auf.

Bundesweit will die IG Metall ab Mittwoch zu 24-Stunden-Warnstreiks in mehr als 250 Betrieben aufrufen. Zugleich bereitet sie mögliche flächendeckende Streiks ab kommender Woche vor.

+++ 11.59 FDP will Jagd auf Wölfe in Deutschland erlauben +++

Die FDP will die Jagd auf Wölfe erlauben. Ihre Bundestagsfraktion plant einen Antrag, in dem die Regierung aufgefordert wird, Wölfe im Bundesjagdgesetz als "jagbare Tierart" auszuweisen. "Weil es mittlerweile zu viele Wölfe gibt, müssen sie bejagt werden", teilte FDP-Agrarexperte Karlheinz Busen mit. Der Antrag soll im Bundestagsplenum am Freitag beraten werden.

+++ 11.42 Uhr: Zahl der Studienanfänger im Alter von über 50 Jahren steigt +++

Die Zahl der Studienanfänger im Alter von über 50 Jahren an deutschen Hochschulen hat sich im vergangenen Studienjahr um sechs Prozent erhöht. Sie stieg im Zeitraum des Sommersemesters 2016 und des folgenden Wintersemesters auf 1407, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. In der Zählung wurden nur ordentliche Studenten berücksichtigt, keine Universitätsbesucher mit sogenanntem Gasthörerstatus.

+++ 11.26 Uhr: Adidas laut Zeitschriften-Ranking bester Arbeitgeber +++

Der Sportartikelhersteller Adidas, der Internetkonzern Google und der Chemieriese Bayer sind laut dem Magazin "Focus" die "besten Arbeitgeber 2018" in Deutschland. Dahinter folgen die Autohersteller BMW und Daimler, wie das Magazin mitteilte. Für das Ranking wertete das Marktforschungsinstitut Statista gemeinsam mit der Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu insgesamt rund 127.000 Beurteilungen aus.

+++ 11.24 Uhr: Bus stürzt von Brücke in Fluss - Mindestens 42 Tote in Indien +++

Bei einem Busunfall in Indien sind mindestens 42 Menschen ums Leben gekommen. Nachdem der Reisebus von einer Brücke im östlichen Bundesstaat Westbengalen gestürzt war, wurden bis in die Nacht hinein Leichen aus dem Fluss Bhairab geborgen, wie die örtliche Polizei am mitteilte. Zwölf Passagiere überlebten den Unfall. Es war zunächst unklar, wie viele Menschen an Bord des Busses gewesen waren - die Zahl wurde auf 56 geschätzt. Die Rettungsarbeiten dauerten an. Unter den Toten waren zwei Kinder.

+++ 11.16 Uhr: Nutella-Rabatt: Wirtschaftsministerium leitet Ermittlungen ein +++

Eine spektakuläre Rabattaktion auf Nutella hat in Frankreich die Betrugswächter auf den Plan gerufen: Wegen des Preisnachlasses von 70 Prozent kündigte die zuständige Abteilung des Wirtschaftsministeriums in Paris Ermittlungen gegen die Supermarktkette Intermarché an. Sie hatte das 950-Gramm-Glas der Nuss-Nougat-Creme für 1,41 Euro verkauft. Dies führte in vielen Läden zu tumultartigen Szenen, die Bilder verbreiteten sich im Internet.

+++ 11.07 Uhr: Krug und Fandel im Schiedsrichter-Streit offenbar entlastet +++

Die langjährigen Spitzenfunktionäre Herbert Fandel und Hellmut Krug sind im Schiedsrichter-Streit des deutschen Profifußballs offenbar entlastet worden. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung finden sich in dem Abschlussbericht eines eigens vom DFB eingeschalteten Rechtsanwalts keine Hinweise auf ein "systematisches Mobbing" oder sogar eine Einflussnahme auf den Video-Assistenten durch einen der beiden früheren FIFA-Referees.

Spitzen-Schiedsrichter Manuel Gräfe hatte Krug und Fandel unter anderem "Vetternwirtschaft" und Mobbing vorgeworfen. WM-Referee Felix Brych soll dies intern bestätigt haben. Diese Auseinandersetzung beschäftigt den Deutschen Fußball-Bund bereits seit Monaten.

+++ 11.04 Uhr: Bundesagentur: Zahl der offenen Stellen verharrt auf Rekordniveau +++

Deutschlands Unternehmen suchen weiterhin so viele Arbeitskräfte wie selten zuvor. Im Januar habe die Zahl der offenen Stellen nur knapp unter dem bisherigen Rekordniveau vom Dezember 2017 verharrt, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg. Ihr monatlich ermittelter Stellenindex BA-X lag mit 253 Zählern nur einen Punkt unter dem Vormonatsniveau, aber deutlich über dem Wert vom Januar 2017.  

+++ 10.36 Uhr: Katalanisches Parlament vertagt Wahl von Regionalpräsident +++

Das katalanische Regionalparlament hat seine für Dienstag geplante Sitzung zur Wahl des künftigen Regionalpräsidenten verschoben. Parlamentspräsident Roger Torrent bekräftigte bei der Ankündigung jedoch, dass "alle Rechte" des im Brüsseler Exil lebenden Separatistenführers Carles Puigdemont auf eine Kandidatur für den Spitzenposten gewahrt blieben. Puigdemont ist einziger Kandidat, Madrid will seine Wahl verhindern

+++ 10.22 Uhr: Union und SPD bei Familiennachzug von Flüchtlingen offenbar einig +++

Union und SPD haben eine Einigung beim Familiennachzug von Flüchtlingen erzielt. Bis zum 31. Juli soll der Nachzug ausgesetzt bleiben, anschließend soll er auf 1000 Menschen pro Monat begrenzt werden, ergänzt um eine bereits bestehende Härtefallregelung, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Verhandlungskreisen erfuhr.

+++ 10.09 Uhr: Ryanair erkennt erstmals offiziell Pilotengewerkschaft in Großbritannien an +++

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat in Großbritannien erstmals eine Pilotengewerkschaft offiziell anerkannt. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde eine entsprechende Vereinbarung zwischen Ryanair und der Gewerkschaft Balpa unterzeichnet. Eine Airline-Vertreterin sprach vom "ersten offiziellen Abkommen zur Anerkennung" einer Arbeitnehmervertretung seitens des Unternehmens überhaupt.

+++ 09.54 Uhr: Mütter in großen Geburtskliniken unzufriedener als in kleineren Kliniken +++

Die Größe einer Geburtsklinik hat einer Studie zufolge Auswirkungen auf die Zufriedenheit von Frauen mit einer Entbindung. Je größer eine Geburtsklinik sei, desto negativer seien die Erfahrungen im Kreißsaal und auf der Wöchnerinnenstation, ergab die am Dienstag von der "Süddeutschen Zeitung" veröffentlichte Untersuchung des Picker-Instituts.

Demnach sprachen neun Prozent der Mütter, die in einer Klinik mit mehr als 2000 Geburten pro Jahr entbunden hatten, von einer mittelmäßigen oder schlechten Erfahrung im Kreißsaal. In Kliniken mit weniger als tausend Geburten pro Jahr berichteten demnach dagegen nur gut fünf Prozent von einer mittelmäßigen oder schlechten Erfahrung.

+++ 9.52 Uhr: Philippinischer Vulkan spuckt wieder Asche und Lava +++

Auf den Philippinen hat der mehr als 2400 Meter hohe Vulkan Mayon aufs Neue große Mengen Asche und Lava ausgestoßen. Das Vulkan- und Erdbebeninstitut des südostasiatischen Inselstaats berichtete von weiteren Eruptionen. Aus Sorge vor einem baldigen Ausbruch haben mehr als 80.000 Menschen Unterschlupf in Notquartieren gesucht. Die Regierung stellte 20 Millionen Pesos (mehr als 350.000 Euro) für Nothilfe zur Verfügung. Das Geld soll auch dazu verwendet werden, den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern. Der Mayon - etwa 330 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila - ist der aktivste Vulkan der Philippinen.

+++ 9.45 Uhr: Acht Monate altes Mädchen in Indien vergewaltigt +++

In Indiens Hauptstadt Neu Delhi ist ein acht Monate altes Mädchen vergewaltigt worden. Die Eltern brachten ihre Tochter ins Krankenhaus, nachdem sie sie bei ihrer Rückkehr von der Arbeit blutüberströmt in ihrem Bett aufgefunden hatten, wie die Nachrichtenagentur Press Trust of India berichtete. Das Baby sei wegen seiner Verletzungen drei Stunden lang operiert worden. Der 27-jährige Cousin sei festgenommen worden. Der Verdächtige wurde dem Bericht zufolge nach dem Gesetz zum sexuellen Missbrauch von Kindern angeklagt und muss mit einer lebenslangen Haftstrafe rechnen. Vergewaltigungen sind in Indien weit verbreitet, und in vielen Fällen sind die Opfer Kinder. Nach Angaben des UN-Kinderrechtskomitees waren im Jahr 2014 ein Drittel der Vergewaltigungsopfer auf dem Subkontinent minderjährig.

+++ 9.34 Uhr: SPD-Generalsekretär zuversichtlich bei Regelung des Familiennachzugs +++

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat sich zuversichtlich gezeigt, in den Koalitionsverhandlungen mit der Union eine Einigung beim Familiennachzug von Flüchtlingen zu erzielen. "Ich bin guter Dinge, dass wir bis heute Abend eine gemeinsame Lösung finden. Aber man merkt schon, dass da Parteien am Tisch sitzen, die von sehr unterschiedlichen Positionen kommen", sagte er im Radiosender NDR-Info. In den Sondierungen hatten sich Union und SPD darauf geeinigt, den derzeit ausgesetzten Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus auf 1000 Menschen im Monat zu begrenzen.

+++ 9.15 Uhr: Argentiniens Regierungschef verbietet Vetternwirtschaft +++

Keine Jobs mehr für Ehefrauen, Brüder oder oder Neffen: Der argentinische Präsident Mauricio Macri hat ein Verbot von Vetternwirtschaft in hohen Regierungsämtern und Verwaltung angekündigt. Minister dürften in Zukunft keine engen Familienmitglieder mehr beschäftigen, teilte Macri mit. Derzeit angestellte Verwandte müssen ihre Arbeitsplätze räumen. "Kein Minister kann Verwandte in der Regierung haben", sagte Macri dem Radiosender Mitre. Die Opposition kritisierte die Maßnahme als Schummelei. "Sind sie blöd oder glauben Sie, dass wir es sind", schrieb die ehemalige Regierungschefin Cristina Fernández de Kirchner auf Twitter.

+++ 9.15 Uhr: "Influencer" ist Anglizismus des Jahres 2017 +++

Der Begriff "Influencer" ist zum Anglizismus des Jahres 2017 gekürt worden. Überzeugt habe die Jury die stark steigende Verwendung des Begriffs sowie die Tatsache, dass er eine Lücke im deutschen Wortschatz schließe, teilte der Sprachwissenschaftler und Jury-Vorsitzende Anatol Stefanowitsch mit. "Influencer" sind demnach Menschen, die wegen ihrer großen Reichweite in sozialen Medien die öffentliche Meinung stark mitgestalten. Im Englischen werde das Wort bereits seit dem 17. Jahrhundert verwendet, heißt es in der Mitteilung. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Begriffe "Blockchain" und "nice".  

+++ 8.20 Uhr: VW bleibt größter Autobauer vor Toyota +++

Die Krone als größter Autobauer der Welt hat Toyota erneut seinem Rivalen Volkswagen überlassen. Zwar konnten die Japaner den globalen Absatz im vergangenen Jahr um 2,1 Prozent auf 10,38 Millionen Autos erhöhen, wie Toyota mitteilte. Der Wolfsburger Rivale konnte jedoch 10,74 Millionen Fahrzeuge an Kunden in aller Welt verkaufen und damit so viele wie nie zuvor. Damit liegt VW das zweite Jahr in Folge vor dem japanischen Konkurrenten. Der deutsche Konzern hatte seinen globalen Absatz zum Vorjahr um 4,3 Prozent erhöht.


+++ 8.06 Uhr: US-Regierung: Vorerst keine neuen Sanktionen gegen Moskau +++

Die US-Regierung sieht derzeit keine Notwendigkeit für neue Sanktionen gegen Russland. Viele ausländische Regierungen hätten mögliche Geschäfte mit russischen Rüstungskonzernen im Umfang von Milliarden Dollar abgesagt, hieß es zu Begründung aus dem Außenministerium in Washington. Diese begännen jetzt erst langsam ihre Wirkung zu entfalten. Am Montag endete eine Frist für mögliche weitere Strafmaßnahmen unter dem im vergangenen Jahr in Kraft getretenen Countering America's Adversaries Through Sanctions Act (CAATSA). Dabei geht es vor allem um eine Liste mit russischen Geschäftsleute, die nach Ansicht der US-Behörden enge Beziehungen zu Russlands Staatschef Wladimir Putin unterhalten. Bis Montagabend gab es jedoch von Seiten des US-Finanzministeriums keine weiteren Angaben zu der Liste und möglichen Bestrebungen, gegen die dort verzeichneten Oligarchen Sanktionen einzuleiten.

+++ 7.56 Uhr: Neuseeland schwitzt: Hitzewelle mit Temperaturen über 37 Grad +++

Neuseeland leidet unter einer Hitzewelle. In dem Pazifikstaat auf der anderen Seite der Erdkugel, wo gerade Hochsommer ist, wurde eine Höchsttemperatur von 37,6 Grad Celsius gemessen. Nach Angaben des Nationalen Instituts für Studien über Wasser und Atmosphäre (NIWA) war dies der heißeste Januar-Tag seit anderthalb Jahrzehnten. Viele Neuseeländer flüchteten an Seen und an den Strand. In vielen Geschäften waren Ventilatoren ausverkauft. Normalerweise bewegen sich die Temperaturen auch im neuseeländischen Sommer eher zwischen 20 und 25 Grad. 

+++ 7.32 Uhr: Sieben Tote bei Explosion von Sprengfalle in Pakistan +++

Bei der Explosion einer Sprengfalle an einer Straße in Nordpakistan sind nach offiziellen Angaben sieben Menschen getötet worden, darunter vier Frauen. Das bestätigte ein Beamter aus dem Kurram-Bezirk in den Stammesgebieten unter Bundesverwaltung (Fata). Die Opfer seien alle Zivilisten gewesen. Sie seien nahe der afghanischen Grenze unterwegs gewesen, als ihr auf die am Straßenrand versteckte Bombe auffuhr, sagte Arbab Ali. Die Stammesgebiete sind eine notorisch unruhige Gegend, in der auch afghanische Extremisten Unterschlupf finden.

+++ 7.26 Uhr: Bundesweite Zoll-Razzia gegen organisierte Schwarzarbeit +++

Spezialeinheiten von Zoll und gehen seit Dienstagmorgen bundesweit gegen organisierte Schwarzarbeit vor. Wie ein Sprecher des Hauptzollamts Krefelds sagte, gab es Zugriffe in Nordrhein-Westfalen sowie in anderen Bundesländern. Genauere Angaben zu Städten oder Bundesländern machte er zunächst nicht. Die Beamten seien noch mitten in der Aktion. Zuvor hatte die "Rheinische Post" darüber berichtet.

+++ 6.39 Uhr: Zwei Kampfhunde verletzen Besitzer schwer +++

Zwei haben im nordrhein-westfälischen Heiligenhaus ihren 28 Jahre alten Besitzer gebissen und schwer verletzt. Der Mann musste notärztlich versorgt werden und kam zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus, wie ein Polizeisprecher  mitteilte. Es handele sich um zwei argentinische Doggen. Polizisten schossen schließlich während des Einsatzes auf die Tiere. Nach Angaben des Besitzers hatten die beiden Hunde miteinander gekämpft. Als er versuchte, sie zu trennen, sei er selbst angegriffen worden. Die Hunde seien "extrem gefährlich und aggressiv", zitiert die Polizei den Mann.

+++ 6.35 Uhr: "Game of Thrones" laut Umfrage beliebteste Serie +++

" " war 2017 die Serie, die Video-on-Demand-Nutzer in Deutschland laut einer Umfrage am besten fanden. Es folgten "The Big Bang Theory" und "The Walking Dead". Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Online-Befragung des Beratungsunternehmens Goldmedia. Dabei konnten die Teilnehmer der Studie unter 394 Serien wählen. Auf den nächsten Plätzen folgten "Stranger Things" und "Vikings". Mit Blick auf das tatsächliche Zuschauerverhalten sieht es etwas anders aus: Dabei liegt "The Big Bang Theory" auf Platz eins, vor "The Walking Dead", "Game of Thrones", "Grey's Anatomy" und "House of Cards", zeigen die Ergebnisse der Goldmedia-Analyseplattform VoD-Ratings.

Neue Folgen von "Game of Thrones" will der Sender HBO möglichst lange geheim halten

+++ 5.49 Uhr: CIA-Chef rechnet mit Einmischung Russlands in US-Wahlkampf +++

CIA-Chef Mike Pompeo rechnet anlässlich der Kongresswahlen am 6.November mit weiteren Versuchen Russlands, Einfluss auf eine US-Wahl zu nehmen. Er habe keinen bedeutenden Rückgang der russischen Aktivitäten feststellen können, sagte der Geheimdienstchef dem Rundfunksender BBC. Er gehe fest davon aus, "dass sie es weiter versuchen werden, aber ich bin zuversichtlich, dass Amerika freie und faire Wahlen haben wird". Die USA würden derart reagieren, "dass die Auswirkungen auf unsere Wahlen nicht groß sein werden". Die US-Geheimdienste werfen Russland vor, sich 2016 in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingemischt zu haben, um dem Republikaner Donald Trump zum Sieg über seine demokratische Rivalin Hillary Clinton zu verhelfen.

+++ 5.39 Uhr:  Hirnforscher lassen Bungee-Jumper 30 Mal springen +++

Zwei Bungee-Jumper haben sich im Namen der Hirnforschung insgesamt 30 Mal von der 192 Meter hohen Europabrücke bei Innsbruck gestürzt. Bei dem Experiment gelang es Wissenschaftlern um Surjo Soekadar vom Universitätsklinikum Tübingen erstmals, das sogenannte Bereitschaftspotenzial im menschlichen Gehirn außerhalb des Labors und unter Extrembedingungen zu messen, wie es in einer Mitteilung der Universität heißt. Kurz bevor der Mensch eine bewusste Handlung ausführt, kommt es den Forschern zufolge im Gehirn zu einer elektrischen Spannungsverschiebung - diese wird als Bereitschaftspotenzial bezeichnet. Es entsteht noch bevor sich der Handelnde bewusst ist, dass er eine Bewegung ausführen wird. Die Ergebnisse des Experiments seien vor allem für die Weiterentwicklung sogenannter Gehirn-Maschine-Schnittstellen wichtig, sagte Soekadar. Durch solche Systeme können Querschnittsgelähmte und  Schlaganfallpatienten Maschinen mit ihren Hirnsignalen steuern.

+++ 5.14 Uhr: Indonesische Polizei lässt Transgender nach Sonderbehandlung frei +++

Nach einer rabiaten Sonderbehandlung hat die Polizei in der indonesischen Provinz Aceh zwölf Transgender wieder auf freien Fuß gesetzt. Zuvor mussten sie nach Angaben eines Polizeisprechers allerdings versprechen, sich künftig wieder wie Männer anzuziehen und auch zu verhalten. Sie wurden in Männerkleider gesteckt. Zudem schnitt ihnen ein Friseur die langen Haare ab. Polizeichef Ahmad Untung Suriana sagte: "Wir haben ihnen geholfen, zu ihrer wahren Natur als Männer zurückzukehren. Dabei hat sich herausgestellt, dass sie in Wahrheit Machos sind. Zuvor waren sie in einer falschen Identität verloren. Jetzt sind sie glücklich." Die Transgender waren am Wochenende bei einer Razzia in verschiedenen Kosmetiksalons aufgegriffen worden.

+++ 4.34 Uhr: Singapur lässt keine zusätzlichen Autos mehr zu +++

Aus Sorge vor einem Verkehrsinfarkt lässt der Stadtstaat Singapur von Donnerstag an keine zusätzlichen Privatautos mehr zu. Auf diese Weise sollen die Einwohner der südostasiatischen Millionenmetropole dazu gebracht werden, auf andere Fortbewegungsmittel umzusteigen. Künftig gibt es vom Staat nur noch dann die Erlaubnis für ein neues Auto, wenn zuvor ein anderer Wagen verschwindet. Der Preis für diese Zertifikate wird jeden Monat durch eine Versteigerung ermittelt. Derzeit kommen in Singapur auf 5,6 Millionen Einwohner etwa 575.000 private Fahrzeuge. Im Vergleich zu anderen Ländern ist das noch verhältnismäßig wenig - aber der Stadtstaat hat auch deutlich weniger Platz. In Singapur muss beim Neuwagen-Kauf immer auch eine amtliche Berechtigung vorgelegt werden muss. Die sind nicht billig. Sie können so viel kosten wie das Auto selbst, zuletzt lag ihr Preis bei umgerechnet rund 33.000 Euro.

+++ 4.14 Uhr: Mehr als 200 Neumitglieder seit Parteitag der Grünen +++

Nach der Wahl ihrer neuen Doppelspitze Robert Habeck und Annalena Baerbock verzeichnen die Grünen einen überdurchschnittlich starken Mitgliederzuwachs. Seit dem Wochenende habe es mehr als 200 Neueintritte gegeben und mehr als 300 Menschen hätten Infomaterial angefordert, sagte der Politische Bundesgeschäftsführer Michael Kellner der Nachrichtenagentur DPA. Die Grünen haben mehr als 65.000 Mitglieder. Mit der Wahl der neuen Parteichefs waren die Grünen stärker in den Medien präsent als gewöhnlich.

+++ 4.11 Uhr: Jahrtausende alte Grabstätte in Mexiko-Stadt entdeckt +++

Im Süden der Millionenmetropole Mexiko-Stadt haben Archäologen eine etwa 2400 Jahre alte Grabstätte entdeckt. Die Forscher legten im Stadtteil Tlalpan zehn Skelette in etwa eineinhalb Metern Tiefe frei, wie das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte (Inah) mitteilte. Es war das erste Mal, dass Archäologen so viele Skelette aus der präklassischen Phase im Großraum Mexiko-Stadt gefunden haben.  "Wir können noch nicht viel über die Todesursache oder die Beziehung zwischen den Toten sagen. Aber die Experten stimmen überein, dass ihre Anordnung auf eine rituelle Bestattung hindeutet", teilte das Inah mit. Bei den meisten Toten handelte es sich um junge Erwachsene, es waren aber auch ein Baby und ein zwischen drei und fünf Jahre altes Kind darunter. Einige der Toten hatten Keramikkugeln oder Steine in den Händen.

+++ 3.52 Uhr: Nordkorea sagt vor-olympische Kulturveranstaltung mit Südkorea ab +++

Nordkorea hat überraschend eine geplante gemeinsame Kulturveranstaltung mit Südkorea zur Feier der bevorstehenden Olympischen Winterspiele in Pyeongchang abgesagt. Die nordkoreanische Seite habe südkoreanischen Medien voreingenommene und "beleidigende" Berichterstattung über Nordkoreas Maßnahmen genannt, was die Winterspiele betreffe, sagte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums in Seoul. Auch habe Nordkorea an südkoreanischen Berichten über "interne Veranstaltungen" in dem Land Anstoß genommen. Details nannte Nordkorea demnach in seiner Mitteilung nicht.  Beide Länder hatten sich zuletzt nach langer Funkstille wieder angenähert. Als Teil ihrer Vereinbarungen sollte neben der Teilnahme nordkoreanischer Sportler an den Winterspielen in Südkorea unter anderem auch eine vor-olympische kulturelle Darbietung am 4. Februar im Kumgang-Gebirge an der Ostküste Nordkoreas stattfinden.

+++ 3.04 Uhr: Volkswagen will Tierversuche für die Zukunft ausschließen +++

Nach Bekanntwerden des umstrittenen Diesel-Abgastests mit Affen hat Volkswagen angekündigt, auf Tierversuche zu verzichten. "Wir wollen Tierversuche für die Zukunft absolut ausschließen. Damit so etwas nicht noch einmal passiert", sagte der VW-Generalbevollmächtigte Thomas Steg der "Bild"-Zeitung. VW lasse prüfen, was nach den Versuchen mit den Affen geschehen sei, in welchem Zustand sie übergeben wurden und wie es ihnen heute gehe. Zuvor hatte auch VW-Konzernchef Matthias Müller die Versuche als inakzeptabel bezeichnet.

+++ 2.59 Uhr: Demokraten verhindern Anti-Abtreibungsgesetz im US-Senat +++

 Der US-Senat hat mit den Stimmen der oppositionellen Demokraten ein Gesetz blockiert, das Abtreibungen in den USA deutlich hätte erschweren sollen. Der vom Republikaner Lindsey Graham eingebrachte Entwurf hatte vorgesehen, dass nach der 20. Schwangerschaftswoche kaum noch Abtreibungen möglich gewesen wären. Dies hatte die in den USA sehr starke und vor allem von evangelikalen Christen unterstützte Anti-Abtreibungslobby gefordert. Die Republikaner hatten die Abstimmung in dem Wissen angesetzt, sie wegen ihrer nur knappen Mehrheit nicht gewinnen zu können. Sie wollen damit demokratische Senatoren zwingen, sich für Abtreibung aussprechen zu müssen, um dies im bevorstehenden Wahlkampf gegebenenfalls gegen sie verwenden zu können.

+++ 2.34 Uhr: Chile vergrößert Fläche geschützter Parks in Patagonien +++

Die chilenische Regierung hat die Fläche geschützter Naturparks in Patagonien erheblich erweitert - auch dank der größten Landschenkungen in der Geschichte. Präsidentin Michelle Bachelet unterzeichnete ein Dekret, mit dem sich die Zahl der Naturparks um mehr als ein Drittel erhöht. Dazu gehören auch Parks und Schutzgebiete, die einst dem 2015 verstorbenen US-Millionär und Umweltschützer Douglas Tompkins und seiner Frau Kristine McDivitt gehörten. Chile müsse diesen entscheidenden Schritt machen, "um unsere biologische Vielfalt, unsere einzigartigen Landschaften, die Lebensräume gefährdeter heimischer Arten zu schützen und zu bewahren", sagte Bachelet vor Journalisten in der südchilenischen Stadt Cochrane.

++ 1.44 Uhr: Brand in Tiefgarage bei Parkplatzsuche - 22 Autos beschädigt +++

Ein in eine Tiefgarage fahrendes Auto hat in Braunschweig Feuer gefangen und durch den Brand 21 weitere Fahrzeuge beschädigt. Die beiden Insassen des Wagens bemerkten bei der Parkplatzsuche Flammen an ihrem Fahrzeug und riefen die Einsatzkräfte, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Polizei ging von einem Schaden in sechsstelliger Höhe aus. Die von dem Brand ausgehende Hitze führte zu massiven Schmelzschäden bei vier Autos, 17 weitere wurden durch Rauchgase und Asche kontaminiert. Keiner der Wagen war fahrbereit. Die Feuerwehr brauchte mehrere Stunden, um den Brand zu löschen. Die Ursache des Brandes war zunächst unklar, am Wagen entstand ein Totalschaden.

+++ 0.57 Uhr: Pentagon überprüft Nutzung von Fitness-Trackern durch US-Soldaten +++

Nach der Veröffentlichung einer Karte mit Bewegungsprofilen von US-Soldaten auch in Konfliktgebieten durch eine Fitness-App überprüft das US-Verteidigungsministerium die Nutzung sogenannter Fitness-Tracker durch Armeeangehörige. Die Veröffentlichung der Daten zeige die Notwendigkeit eines stärkeren Bewusstseins, sagte Pentagon-Sprecher Rob Manning. Mit einer umfassenden Untersuchung sollten die Sicherheit der Einsätze und der Schutz der Armeeangehörigen sichergestellt werden. Sie soll laut Manning auch die Nutzung anderer tragbarer elektronischer Geräte wie Smartwatches und Smartphones umfassen.  Die betreffende Karte der Firma Strava Labs zeigt die Bewegungen ihrer App-Nutzer auf der ganzen Welt. Zu sehen sind auch Laufrouten in Syrien, dem Irak und Afghanistan.

+++ 0.06 Uhr: Zahl der im Ausland inhaftierten Deutschen laut  Bundesregierung gestiegen +++

Die Zahl der in ausländischen Gefängnissen  inhaftierten deutschen Staatsbürger ist nach Angaben der  Bundesregierung in den vergangenen Jahren gestiegen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der AfD-Fraktion  hervor, die der "Rheinischen Post" vorliegt. "An den Auslandsvertretungen wurden im Jahr 2017 insgesamt 2867 Haftfälle betreut", heißt es in dem Papier.  2016 seien es dagegen mit 2694 Haftfällen im Ausland fast 200 weniger gewesen. "Zur Zahl der darunter befindlichen möglicherweise aus  politischen Gründen Inhaftierten weltweit kann die Bundesregierung  keine verlässliche Aussage treffen", schrieb das Außenministerium.  Denn nicht in allen Fällen kenne die Regierung den konkreten Tatvorwurf.

+++ 0.01 Uhr: Irland hält Ende Mai Referendum über Abtreibung ab +++

Die irische Bevölkerung wird Ende Mai über die restriktiven Abtreibungsgesetze in ihrem Land abstimmen. Das Kabinett habe die Abhaltung eines Referendums über Abtreibungen gebilligt, das Ende Mai stattfinden werde, sagte Premierminister Leo Varadkar vor Journalisten in Dublin. Das genaue Datum werde nach Beendigung der Parlamentsdebatten verkündet. 

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