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+++ Ticker +++

News des Tages: US-Schauspieler Sam Shepard ist tot

Donald Trump soll Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci gefeuert haben +++ Paris richtet angeblich Olympia 2014 aus +++ Keine Einigung auf Verhaltenskodex für Retter im Mittelmeer +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Sam Shepard ist gestorben

Sam Shepard ist gestorben. Auch seine Frau Jessica Lange ist eine bekante Schauspielerin.

Die News des Tages im Ticker.

+++ 21.53 Uhr : USA verhängen Sanktionen gegen Venezuela +++

Die USA verhängen Sanktionen gegen den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro. Dieser sei ein "Diktator" und missachte den Willen seines Volkes, erklärte das US-Finanzministerium am Montag nach der Wahl einer verfassunggebenden Versammlung in Venezuela. Dem Ministerium zufolge soll Maduros Vermögen in den USA eingefroren werden.

Die US-Regierung betrachtet die Wahl der Versammlung demnach als "rechtswidrig". Die Abstimmung vom Sonntag stößt international auf scharfe Kritik. Neben zahlreichen Ländern Lateinamerikas zweifelt auch die EU die Rechtmäßigkeit an. Die Versammlung soll nach dem Willen Maduros das Parlament ersetzen und eine neue Verfassung ausarbeiten.

+++ 20.48 Uhr: Trump soll Scaramucci gefeuert haben +++

Das ging schnell: US-Präsident Donald Trumps erst vor wenigen Tagen ernannter Kommunikationschef Anthony Scaramucci räumt diesen Posten im Weißen Haus wieder. Das berichteten unter anderem die "New York Times" und "Politico" am Montag. Es war zunächst unklar, ob Scaramucci (53) einen anderen Job in der Regierungszentrale erhalten solle.

Den Angaben zufolge entließ Trump Scaramucci auf Druck seines neuen Stabschefs John Kelly. Der Sender ABC News berichtete dagegen, Scaramucci habe seinen Rücktritt angeboten. Kelly war erst am Montag vereidigt worden. Die Ernennung des ehemaligen Vier-Sterne-Generals war allgemein so interpretiert worden, dass der Ex-Marine Ordnung im Weißen Haus schaffen soll.

Scaramucci, ein New Yorker Investor und Geldgeber der republikanischen Partei, hatte in der vergangenen Woche mit unflätigen Äußerungen von sich Reden gemacht. Er hatte Stabschef Reince Priebus beschimpft, der kurz darauf seinen Posten verließ. Auch Trumps Chefstrategen Steve Bannon hatte Scaramucci mit Schmutz beworfen.

Zuvor war Trump-Sprecher Sean Spicer zurückgetreten, als er von Scaramucci erfahren hatte. Er sagte, dieser werde nur für weitere Unruhe im Weißen Haus sorgen.

+++ 19.34 Uhr: Paris richtet Olympia 2024 aus +++ 

Paris soll 2024 die Olympischen Spiele ausrichten. Los Angeles ist dann als Gastgeber für die Sommerspiele 2028 vorgesehen, wie die "Los Angeles Times" unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtete. Ein entsprechende Erklärung wurde im Laufe des Abends auch vom Internationalen Olympischen Komitee erwartet. Ein Abkommen zwischen den Städten und dem IOC muss noch von der Vollversammlung der IOC-Mitglieder am 13. September in der peruanischen Hauptstadt Lima gebilligt werden. Der Beschluss gilt als Formsache.

+++ 19:03 Uhr: Anstieg von Suchanfragen zu Suizid nach Start von Netflix-Serie +++ 

Nach dem Start der umstrittenen Netflix-Serie "Tote Mädchen lügen nicht" haben Wissenschaftler in den USA einen starken Anstieg der Online-Suchanfragen zu Suizid und Suizidmethoden festgestellt. Nach der Veröffentlichung der Serie am 31. März sei bei Google Trends ein Anstieg der suizidbezogenen Suchanfragen um 19 Prozent verzeichnet worden, schrieben die Forscher in einem Beitrag für die Zeitschrift der American Medical Association. Ob die Serie, in der es um die Selbsttötung einer Schülerin geht, tatsächlich zu Nachahmungstaten führte, wurde in der Studie allerdings nicht untersucht. Trotzdem zeigten sich die Autoren von den Befunden alarmiert. 


+++ 18.59 Uhr: Keine Einigung auf Verhaltenskodex für Retter im Mittelmeer +++

Die meisten Hilfsorganisationen haben die Unterzeichnung des Verhaltenskodex für private Seenotretter auf dem Mittelmeer verweigert. Ärzte ohne Grenzen habe das Dokument nicht unterschrieben, erklärte Generaldirektor Gabriele Eminente nach einem Treffen im Innenministerium in Rom laut italienischer Nachrichtenagenturen. Auch die deutsche Organisation Jugend Rettet stimmte nicht zu. Mit dem Kodex will die italienische Regierung Rettungsaktionen für Migranten auf dem Meer besser regeln.

Seenotretter fühlten sich dadurch jedoch kriminalisiert. Ein Großteil der Rettungen von Flüchtlingen übernehmen mittlerweile die NGOs. Strittig war vor allem, dass nach dem Kodex bewaffnete Polizisten auf den Booten mitfahren sollen und Transfers von kleineren Rettungsbooten auf größere erschwert werden.

+++ 17.42 Uhr: US-Schauspieler Sam Shepard mit 73 Jahren gestorben +++

Der mit einem Pulitzer-Preis ausgezeichnete US-Dramatiker und Schauspieler Sam Shepard ist Medienberichten zufolge tot. Er starb im Alter von 73 Jahren an den Folgen der als ALS bekannten Erkrankung des Nervensystems in seinem Zuhause in Kentucky, wie die "New York Times" unter Berufung auf einen Sprecher der Familie am Montag berichtete.

Der Schauspieler, Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur galt als Multitalent. 1979 gewann er den Pulitzer-Preis für sein Theaterstück "Buried Child" ("Vergrabenes Kind"). Er spielte mit in Filmen wie "Magnolien aus Stahl", "Homo Faber", "Black Hawk Down" und "Wie ein einziger Tag". Für seine Rolle in "Der Stoff, aus dem die Helden sind" wurde er 1983 für einen Oscar nominiert. Mit dem Drehbuch für den Wim-Wenders-Film "Paris, Texas" holte er sich 1984 die Goldene Palme in Cannes. In der Netflix-Serie "Bloodline" spielte Shepard zuletzt den Patriarchen einer Familie, die ein Hotel in Florida betreibt.

+++ 17.32 Uhr: Eine Woche vor Kenia-Wahlen: Mitarbeiter von Wahlkommission tot +++

Eine Woche vor den mit Spannungen erwarteten Wahlen in Kenia ist der Leiter des elektronischen Wahlsystems tot aufgefunden worden. Es bestehe kein Zweifel, dass Christopher Msando gefoltert worden sei, sagte der Chef der Wahlkommission, Wafula Chebukati. Der Wahlkommission zufolge wurde der Mann seit Samstagfrüh vermisst. Wer für den Tod verantwortlich ist, war zunächst unklar. Am Montag wollte die Wahlkommission das digitale Wahlsystem testen. Vor den Wahlen am 8. August sind die Spannungen in dem ostafrikanischen Land hoch. Die Kenianer wählen unter anderem einen neuen Präsidenten und ein neues Parlament. Umfragen zeigen Präsident Uhuru Kenyatta und seinen Herausforderer Raila Odinga fast gleichauf. Beobachter befürchten, dass bei den Wahlen Spannungen zwischen den zumeist entlang ethnischer Gruppen organisierten Parteien erneut aufflammen könnten. Nach den Wahlen 2007 kam es zu einer Welle der Gewalt mit mehr als 1000 Toten, mehr als 150.000 Menschen flüchteten.

+++ 17.02 Uhr: Kleines Kind stürzt neun Meter tief - lebensgefährlich verletzt +++

Ein kleines Kind ist mit seinem älteren Bruder auf das Dach eines Mehrfamilienhauses geklettert und neun Meter tief abgestürzt. Nach Polizeiangaben wurde der 18 Monate alte Junge lebensgefährlich verletzt. Die Kinder waren nach ersten Erkenntnissen in Düren in Nordrhein-Westfalen durch ein Fenster der elterlichen Wohnung auf das Dach geklettert, nähere Angaben lagen zunächst nicht vor. Der kleine Junge stürzte von dort auf eine Terrasse. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn ins Krankenhaus. Der ein Jahr ältere Bruder konnte unverletzt in die Wohnung zurückklettern. Die 25 Jahre alte Mutter war zu dem Zeitpunkt in der Wohnung. Ein Seelsorger betreute sie. Die Polizei ermittelt, wie es zu dem Unfall kommen konnte.

+++ 16.11 Uhr: Airberlin ändert Check-in-Zeiten ab Dienstag +++

Für Passagiere von Airberlin gelten ab morgigem Dienstag neue Check-in-Zeiten: Für Kurz- und Mittelstreckenflüge schließt der Check-in künftig bereits 45 Minuten vor Abflug anstatt wie bislang 30 Minuten vorher, wie die Fluggesellschaft mitteilte. Für Langstreckenflüge, Flüge von und nach Nordafrika sowie von und nach Tel Aviv, ist der Check-in künftig noch bis 60 Minuten vor Abflug geöffnet. Bislang schlossen die Schalter auf der Langstrecke bereits 90 Minuten vor der geplanten Abflugzeit. Airberlin bat seine Passagiere um rechtzeitiges Erscheinen, um den Check-in-Prozess zu absolvieren und ihre Bordkarten abzuholen. Über das Internet eincheckende Reisende müssten die geänderten Zeiten für das Aufgeben ihres Gepäcks beachten, hieß es in einer Mitteilung des Konzerns.

+++ 16.05 Uhr: Kölner Seilbahn soll erst nach Gutachten wieder Betrieb aufnehmen +++

Die Gondeln der am Sonntag stehen gebliebenen Kölner Seilbahn sollen erst nach dem Abschluss der Untersuchungen wieder fahren. "Ich muss ja jedem Fahrgast erklären können: Was war die Ursache? Das haben wir abgestellt. Und wir sind sicher, dass dieser Fall nicht wieder auftritt", sagte Jörn Schwarze, Vorstand der Kölner Verkehrs-Betriebe. Wann die beliebte Touristenattraktion wieder in Betrieb genommen werde, sei noch nicht abzusehen. Eine Gondel der über dem Rhein schwebenden Kölner Seilbahn hatte sich am Sonntag verkeilt. 65 Menschen musste von Höhenrettern aus den stillstehenden Kabinen geholt werden. Ein sogenanntes Hilfsseil hatte sich um die Gondel gewickelt und dadurch den Notstopp ausgelöst. Wie das Seil dorthin schwingen konnte, ist noch nicht geklärt.

+++ 15.52 Uhr: Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen zu Messerattentat in Hamburg +++

Die Bundesanwaltschaft hat "wegen der besonderen Bedeutung des Falles" die Ermittlungen gegen den Messer-Attentäter von Hamburg übernommen. Ein radikal-islamischer Hintergrund liege nahe, der

26-jährige Angreifer habe sich aber wohl selbst radikalisiert, teilte die Karlsruher Behörde mit. Bei den Ermittlungen habe sich ergeben, dass ein islamistischer Hintergrund wahrscheinlich sei, sagte ein Polizeisprecher dem stern.


+++ 15.36 Uhr: Papst Franziskus empfängt Borussia Mönchengladbach +++

Den Fußballprofis von Borussia Mönchengladbach wird eine besondere Ehre zuteil. An diesem Mittwochvormittag wird der Tross des Bundesligisten von Papst Franziskus im Vatikan zu einer Privataudienz empfangen. Das gab der Verein bekannt. Der Papst gilt als Fußball-Fan und ist Mitglied des mehrfachen argentinischen Meisters Atletico San Lorenzo de Almagro. Der außergewöhnliche Empfang wird durch die guten Kontakte von Borussia-Vizepräsident Rainer Bonhof zur Rappresentativa Vaticana möglich. Die Auswahlmannschaft des Vatikans bestritt in der Vergangenheit bereits drei Freundschaftsspiele gegen Borussias Traditionsteam, die sogenannte Weisweiler-Elf. Mitte Oktober wird es die vierte Auflage geben. 

+++ 15.07 Uhr: Zwölfjährige stirbt nach schweren Unwettern in der Schweiz +++

Bei den schweren Unwettern in der Schweiz ist ein Mensch ums Leben gekommen. Eine zwölf Jahre alte Lettin wurde in einem Zelt von einem umstürzenden Baum erschlagen, wie die Polizei des Kantons Bern mitteilte. Der Unfall geschah in Bönigen bei Interlaken, eine weitere Frau wurde dabei verletzt. Der Osten der Schweiz kämpft weiter mit den Folgen des starken Regens. Das Tal Val S-charl bei Scuol an der Grenze zu Italien bleibt wegen Murenabgängen für etwa eine Woche komplett für den Verkehr gesperrt. Die Räumungsarbeiten der Talstraße liefen am Montag. Die gekappte Stromversorgung war zu Wochenbeginn provisorisch wieder hergestellt worden. Heftige Regenfälle hatten die Hänge des Tals in Graubünden ins Rutschen gebracht. Etwa 50 Menschen mussten nach Angaben der Behörden bislang mit einem Hubschrauber in Sicherheit gebracht und ausgeflogen werden.

Auch in anderen Gebieten in den Kantonen Graubünden und Tessin traten wetterbedingte Problemen auf. Am Flueelapass wurde die Mitfahrerin auf einem Motorrad von einem herunterfallenden Stein an der Schulter getroffen und leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Auf einer Länge von rund 50 Metern blockierten Schlamm und Gestein die Straße. Auf mehreren Bahnstrecken kam es wegen umgefallener Bäume auf den Schienen zu Behinderungen. Ein Kinder-Zeltlager musste am Wochenende in Engelberg abgebrochen werden. In Chur rückten die Einsatzkräfte wegen überfluteter Keller und Straßen aus.

+++ 14.57 Uhr: Jugendliche steckt in Kleinkindschaukel fest +++

Ein 14-jähriges Mädchen hat sich auf einem Spielplatz im nordrhein-westfälischen Bedburg-Hau in den Korb einer Kleinkindschaukel hineingezwängt - und damit einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Die Jugendliche steckte in dem Korb fest und konnte sich auch mit Hilfe ihrer Freundin nicht mehr befreien, wie die Feuerwehr mitteilte. Nach einstündigen vergeblichen Befreiungsversuchen alarmierte das Mädchen demnach über das Handy der Freundin die Feuerwehr. Die Rettungskräfte befreiten die 14-Jährige aus ihrer misslichen Lage, in dem sie den Korb der Schaukel behutsam zersägten. Das Mädchen wurde vor Ort vom Rettungsdienst betreut.

+++ 14.49 Uhr: Schulz will Kraftfahrt-Bundesamt Aufgaben entziehen +++

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will dem in der Diesel-Affäre in die Kritik geratenen Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) Aufgaben entziehen. Wie auch Umweltministerin Barbara Hedricks fordert Schulz, die Zuständigkeiten für Auto-Typgenehmigungen und Kontrollen zu trennen - bisher liegen beide bei der Flensburger Behörde, die dem Bundesverkehrsministerium von Alexander Dobrindt untersteht. "Die Kontrolle der Autoindustrie muss grundsätzlich neu strukturiert werden", sagte Schulz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland am Montag. Zwischen KBA und Autoindustrie herrsche eine "absurde Kumpanei". Hendricks hatte ihr Umweltministerium oder das Verbrauchschutzministerium dafür ins Gespräch gebracht, die Einhaltung von Abgasnormen zu kontrollieren. Schulz nannte es "unerträglich", dass Kanzlerin Angela Merkel "tatenlos" zuschaue.

+++ 14.18 Uhr: Farbanschlag auf Leipziger Polizeirevier - zehn zerstörte Scheiben +++

Unbekannte haben einen Farbanschlag auf ein Polizeirevier in Leipzig verübt. Auf die Fassade des Gebäudes im Stadtteil Plagwitz sei in der Nacht großflächig eine teerartige Substanz geworfen worden, sagte ein Sprecher. Ein Polizeischild und die Gegensprechanlage seien beschädigt worden. Zudem seien bei dem Angriff zehn Fensterscheiben aus Sicherheitsglas kaputt gegangen. Wie das geschah, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen. Zeugen hätten dazu unterschiedliche Aussagen gemacht. Laut Nachrichtenportal "Tag24" schossen die Täter mit einer Zwille auf die Fenster. Ob die Tat einen politischen Hintergrund hatte, war zunächst unklar. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte der Polizeisprecher. Der Sachschaden liege im fünfstelligen Bereich.

+++ 13.55 Uhr: Internetzugang stagniert weltweit +++

Der Anteil der Internet-Nutzer an der Gesamtbevölkerung weltweit stagniert nach einem Bericht der UN-Telekom-Organisation ITU. Wie im vergangenen Jahr gehen in diesem Jahr 47,1 Prozent der Menschen online, berichtete die ITU in Genf. Europa bleibt vorn, auch wenn der Anteil den Schätzungen zufolge nur unwesentlich von 79,1 auf 79,5 Prozent stieg. In Afrika ging er sogar zurück, von 25,1 auf 21,8 Prozent. Grund könnte sein, dass das Bevölkerungswachstum größer ist als die Zunahme an Internetzugängen, so die ITU.

+++ 12.47 Uhr: Nach Schießerei in Konstanzer Diskothek untersuchen Ermittler Herkunft der Waffe +++

Nach der tödlichen Schießerei vor einer Diskothek in Konstanz laufen die Ermittlungen zu den Hintergründen und vor allem zur Herkunft der vom Täter verwendeten Waffe auf Hochtouren. Es gebe noch keine Erkenntnisse zum genauen Motiv, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Johannes-Georg Roth in Konstanz. Derzeit würden noch Zeugen, die unter anderem über einen Streit berichtet hatten, vernommen. Unklar war zunächst auch noch, woher der Täter die illegale Waffe und die drei gefüllten Magazine mit jeweils bis zu 20 Schuss scharfer Munition hatte. Dabei handelte es sich um ein in der US-Armee übliches Sturmgewehr. "Allein der Besitz einer solchen Kriegswaffe ist mit einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht", sagte Roth. Oftmals stammten solche illegalen Waffen oder Waffenteile aus dem sogenannten Darknet, dem verborgenen und geschlossen Bereich im Internet.

Die Ermittler haben derweil den Bezug des Todesschützen zu dem Club konkretisiert. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, gehört die Diskothek "Grey" einer Gesellschaft, die den Schwager des Täters angestellt hat. Dieser Schwager leite den Club mit einer Stellvertreter-Konzession für die Gesellschaft vor Ort.


+++ 12.23 Uhr: Gericht gibt Klage von unzufriedenem Model wegen misslungener Haarfärbung statt +++

Eine misslungene Haarfärbung könnte einen Kölner Friseursalon teuer zu stehen kommen: Das Kölner Landgericht hat einem mit der Friseurleistung unzufriedenen Model grundsätzlich Schadenersatz zugesprochen, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Ob und in welchem Umfang der Frau tatsächlich konkret bezifferbare Schäden entstanden sind, muss die Klägerin nun allerdings in einem möglichen Folgeprozess nachweisen. Das Model hatte sich den Angaben zufolge nach zwei Beratungsterminen in dem Salon die Haare färben lassen. Die Frau brachte überdies Haarteile mit, die in gleicher Weise gefärbt werden sollten. Jedoch blieb das gewünschte Farbergebnis "braun-gold" aus - stattdessen wiesen die Haare einen deutlichen Rotstich auf. Auch zwei "Rettungsversuche" blieben ohne Erfolg und die Kundin unglücklich. Sie verlangte nun von dem Landgericht Köln die Feststellung, dass die Inhaberin des Friseursalons ihr sämtliche Schäden zu ersetzen habe, die ihr wegen der misslungenen Haarfärbung entstanden sind und noch entstehen werden. Ihre Haare seien durch die gesamte Prozedur dauerhaft geschädigt und auch nicht mehr fähig, eine andere Farbe aufzunehmen.

+++ 12.12 Uhr: Überfall auf Lkw in voller Fahrt - Bande in Niederlanden festgenommen +++

Die niederländische Polizei hat eine Bande ausgehoben, die auf spektakuläre Weise Lastwagen ausgeraubt haben soll. Von einem speziell dafür präparierten Auto aus sollen sie Lkw bei voller Fahrt auf der Autobahn aufgebrochen und Smartphones aus dem Laderaum gestohlen haben, wie die Polizei mitteilte. Fünf rumänische Männer wurden nach Angaben der Ermittler in einem Bungalowpark in Otterlo bei Apeldoorn festgenommen. Sie stellten auch iPhones im Wert von gut einer halben Million Euro sicher. Die Polizei hatte jahrelang gegen die Bande ermittelt. Sie soll für 17 Überfälle auf Lkw in Europa verantwortlich sein. Erst in der vergangenen Woche wurde aus einem Lkw in den Niederlanden eine Ladung iPhones gestohlen. "Dies geschah nach der sogenannten rumänischen Methode: Diebstahl in voller Fahrt auf der Autobahn", teilte die Polizei danach mit.

+++ 11.59 Uhr: Steuerbetrug: Cristiano Ronaldo von Richterin angehört +++

Weltfußballer Cristiano Ronaldo ist wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung in Höhe von 14,7 Millionen Euro unter riesiger öffentlicher Aufmerksamkeit von einer Richterin befragt worden. Die Anhörung des portugiesischen Torjägers von Real Madrid fand in Pozuelo de Alarcón nahe der spanischen Hauptstadt hinter verschlossenen Türen statt, wie das Gericht mitteilte. Nach dem Termin hat die Untersuchungsrichterin bis zu 18 Monate Zeit, um über die Eröffnung eines Strafprozesses gegen 32 Jahre alten Champions-League-Sieger und Europameister zu entscheiden. Vor dem Eingang des Gerichtsgebäudes warteten mehr als 200  Reporter und rund 40 Kameraleute aus aller Welt zunächst vergeblich auf den Profi. Kurz vor elf Uhr durfte Ronaldo mit seinem Wagen durch eine Hintereinfahrt direkt in die Garage fahren. Die gegen 11.30 Uhr aufgenommene Anhörung sollte nach amtlichen Angaben insgesamt eineinhalb bis zwei Stunden dauern.

+++ 11.36 Uhr: Festgenommene wollten Sprengsatz in Fleischwolf verstecken +++

Bei dem vereitelten Anschlag in Australien sollte Medienberichten zufolge womöglich ein in einem Fleischwolf versteckter Sprengsatz zum Einsatz kommen. Die vier festgenommenen Verdächtigen hätten mutmaßlich versucht, einen als Küchenutensil getarnten improvisierten Sprengsatz im Handgepäck an Bord eines Flugzeugs zu schmuggeln, berichtete der "Sydney Daily Telegraph". Auch der "Sydney Morning Herald" berichtete, im Zuge der Ermittlungen werde ein Fleischwolf untersucht. Die Zeitung "The Australian" berichtete unter Berufung auf mehrere Quellen, dass ein "nicht-konventioneller" Gegenstand untersucht werde, mit dem ein toxisches Gas auf Schwefelbasis hätte freigesetzt werden sollen. Das Gas hätte demnach alle Passagiere an Bord des Flugzeugs töten oder bewegungsunfähig machen können.

+++ 10.13 Uhr: Polizei in Mexiko befreit 17 minderjährige Opfer sexueller Ausbeutung +++

Die Polizei in Mexiko-Stadt hat bei Razzien in fünf Bars 17 Minderjährige befreit, die Opfer sexueller Ausbeutung geworden sein sollen. Fünf Männer und vier Frauen wurden bei der Aktion im Nordwesten der Hauptstadt festgenommen, wie die Behörde mitteilte. Demnach waren die potenziellen Opfer zwischen zwölf und 15 Jahren alt. Die Polizei hatte auf den Hinweis eines 15-jährigen Opfers reagiert. Nach Angaben der Jugendlichen sollen die Verdächtigen sie gezwungen haben, mit Kunden zu trinken, sich von ihnen anfassen zu lassen und in den Bars oder in Hotels Sex mit ihnen zu haben. Die zentrale Anklagebehörde habe Ermittlungen wegen Menschenhandels und sexueller Ausbeutung eingeleitet, erklärte die Polizei.

+++ 9.14 Uhr: Kölner Seilbahn bleibt außer Betrieb +++

Nach dem Gondelnotfall mit einer spektakulären Rettungsaktion in Köln bleibt die Seilbahn zunächst außer Betrieb. "Wir müssen nun die Ursache klären", sagte eine Sprecherin der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB). Ein Gutachter sei bestellt worden. Eine Gondel der über dem Rhein schwebenden Seilbahn hatte sich am Sonntag verkeilt. 65 Menschen mussten aus der stillstehenden Seilbahn befreit werden. Da ein Großteil der 32 Kabinen über dem Rhein festhing, mussten viele Fahrgäste aus großer Höhe auf ein Feuerwehrschiff abgeseilt werden. Verletzt wurde laut KVB niemand.

+++ 8.30 Uhr: Chester Bennington ist beigesetzt worden +++

Linkin-Park-Sänger Chester Bennington ist laut US-Medien am Samstag in der Nähe von Los Angeles beigesetzt worden. Hunderte Familienmitglieder und Freunde hätten bei der privaten Trauerfeier in einem Botanischen Garten Abschied genommen, berichtete das Promi-Portal "TMZ". Demnach erhielten alle Gäste ein gelbes Armband und eine Art VIP-Konzertpass mit einem Foto von Bennington bei einem Konzert.

Der frühere Sänger der Band Of Mice and Men, Austin Carlile, postete auf Instagram ein Foto mit den Erinnerungsstücken und schrieb: "Der Gottesdienst heute war wunderschön. Danke Linkin Park. Danke Chester. Für alles." Bennington war vor mehr als einer Woche tot in seinem Haus gefunden worden. Er wurde 41 Jahre alt.

+++ 8.20 Uhr: USA halten Zeit für Gespräche über Nordkorea für beendet +++

Im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm halten die USA die Zeit für Gespräche für beendet. Es ergebe "keinen Sinn", eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates abzuhalten, wenn dabei nichts Greifbares herauskomme, sagte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley. Eine weitere UN-Resolution, die den internationalen Druck auf Nordkorea nicht signifikant erhöhe, sei "wertlos". 

+++ 6.15 Uhr: Zypries nennt US-Sanktionen gegen Russland "völkerrechtswidrig" und droht Gegensanktionen an +++

Bundeswirtschaftsministerin (SPD) hat die geplanten US-Sanktionen gegen Russland erneut kritisiert und den Vereinigten Staaten mit Gegenmaßnahmen gedroht. Das US-Gesetz sehe auch Sanktionen gegenüber deutschen und europäischen Unternehmen vor. "Wir halten das schlicht und ergreifend für völkerrechtswidrig", sagte Zypries den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Amerikaner können nicht deutsche Unternehmen bestrafen, weil die sich in einem anderen Land wirtschaftlich betätigen."

Zypries bekräftigte erneut, man wolle keinen Handelskrieg. Daher habe man mehrfach dafür geworben, dass die Amerikaner die Linie der gemeinsamen nicht verlassen. "Leider tun sie es doch. Deshalb ist es richtig, wenn die EU-Kommission jetzt Gegenmaßnahmen prüft." Europa sei "bereit, auch kurzfristig Gegenmaßnahmen ergreifen - auch auf anderen Gebieten", sagte die Bundeswirtschaftsministerin.

+++ 5.58 Uhr: Mutmaßliche Islamisten gestehen Terrorpläne in Australien +++

In Australien haben drei mutmaßliche gestanden, vor drei Jahren einen Terrorangriff auf Regierungsgebäude geplant zu haben. Die drei Männer bekannten sich vor einem Gericht in Sydney schuldig. Ihnen droht lebenslange Haft. Einer war zum Zeitpunkt der Vorbereitungen noch minderjährig. An den Plänen, im Jahr 2014 mit Schusswaffen staatliche Gebäude zu überfallen, sollen insgesamt sechs Verdächtige beteiligt gewesen zu sein. Drei andere Männer hatten zuvor schon gestanden.

+++ 4.07 Uhr: Opposition in Venezuela ruft zu neuen Protesten am Montag auf +++

Die Opposition in hat für Montag zu neuen Protesten gegen die Einrichtung einer verfassunggebenden Versammlung aufgerufen. "Wir erkennen diesen betrügerischen Prozess nicht an, für uns ist er nichtig, er existiert nicht", erklärte Oppositionsführer Henrique Capriles in Caracas. Er rief für Montag und Mittwoch zu einem Protestmarsch und Kundgebungen in der Hauptstadt gegen das "Massaker" und den "Betrug" auf.

Die Regierungsgegner werfen Präsident Nicolás Maduro vor, er wolle sich durch die neue Verfassung "diktatorische Vollmachten" sichern. Die Opposition warb für einen Boykott der Abstimmung. Sie läuft seit Wochen Sturm gegen das Projekt, konnte Maduro mit ihren Massenprotesten und zwei Generalstreiks aber nicht zum Einlenken bewegen. Bei Protesten kamen bislang mehr als 120 Menschen ums Leben.

ivi / AFP / DPA