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Treffen in Berlin: Opel-Spitze bespricht mit Peugeot-Chef Tavares die Übernahme

Vor einem Monat wurde die Übernahme von Opel durch den französischen Autobauer Peugeot beschlossen. Bei einem Spitzentreffen mit Peugeot-Chef Carlos Tavares soll es nun über den Fahrplan der Übernahme gehen. 

Peugeot-Chef Carlos Tavares bei einer Präsentation in Paris. Der Konzern übernimmt Opel.

Peugeot-Chef Carlos Tavares reist für ein Treffen mit der Opel-Spitze nach Berlin

Der Eigentümerwechsel des Opel-Konzerns von General Motors (GM) zum französischen Autobauer PSA wirft viele Fragen auf - vor allem bei den Arbeitnehmern. Bund und Opel-Länder wollen bei einem Spitzentreffen mit Peugeot-Chef Carlos Tavares in Berlin mehr über den Fahrplan der Übernahme erfahren. 

Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Länderkreisen erfuhr, hat Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) für diesen Mittwoch neben Tavares auch die Ministerpräsidenten der Länder mit Opel-Werken, Volker Bouffier (Hessen/CDU), Bodo Ramelow (Thüringen/Linke) und Malu Dreyer (Rheinland-Pfalz/SPD) eingeladen. Zudem werden der Opel-Koordinator Matthias Machnig (SPD), Gewerkschaften, Betriebsräte und Opel-Management vertreten sein.

Strikte Tarifvereinbarungen für die Opel-Angestellten

Die Arbeitnehmervertreter wollen von PSA-Konzernchef Tavares hören, wie der angestrebte Eigentümerwechsel von General Motors zu den Franzosen über die Bühne gehen soll. So pochen Gewerkschaften und Betriebsräte darauf, dass Tarifvereinbarungen mit GM zu Kündigungsschutz und Investitionsplanungen in den Verträgen mit PSA sauber abgebildet sind.

GM und PSA hatten sich Anfang März auf den Opel-Verkauf geeinigt, der bis zum Jahresende juristisch abgeschlossen sein soll. Die Franzosen sollen für das GM-Europa-Geschäft samt der Finanzsparte rund 2,2 Milliarden Euro zahlen. Opel/Vauxhall beschäftigt rund 38.000 Mitarbeiter in sieben europäischen Ländern, die Hälfte davon in Deutschland.


sve / DPA