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News des Tages: Dreieinhalb Jahre Haft für Vergewaltigung einer 13-Jährigen

Urteil in Vergewaltigungsprozess +++ Laschet und Lindner besiegeln Koalition in NRW +++ Haie vor Mallorcas Küste "keine wirkliche Gefahr" +++ IS-Hackerangriff in USA +++ Nachrichten des Tages zum Nachlesen.

Im Prozess in Hamburg ist ein Urteil gefallen (Symbolbild)

Im Prozess in Hamburg ist ein Urteil gefallen (Symbolbild)

Die Nachrichten des Tages zum Nachlesen:

+++ 21.27 Uhr: Angela Merkel rückt vom klaren Nein der CDU für Ehe für alle ab +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist von dem klaren Nein ihrer CDU zur Ehe für alle abgerückt. Bei einer Veranstaltung mit der Zeitschrift "Brigitte" sagte Merkel am Montagabend in Berlin, sie wünsche sich eine Diskussion, die "eher in Richtung einer Gewissenentscheidung geht". Bei einer Abstimmung im Bundestag ohne Fraktionszwang gilt eine Mehrheit für die gleichgeschlechtliche Ehe als sicher. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hatte Merkel die Linie mit CSU-Chef Horst Seehofer abgesprochen.

SPD, Grüne und FDP haben die völlige Gleichstellung von Homosexuellen bei der Ehe zur Bedingung für eine Koalition gemacht. Auch die Linke fordert die Ehe für alle. Merkel sagte, sie habe natürlich zur Kenntnis genommen, wie jetzt alle Parteien außer der Union zu dem Thema stünden. Und die rechtspopulistische Alternative für Deutschland komme als Koalitionspartner nicht in Frage. Sie sei "bekümmert", sagte die Kanzlerin, dass diese sehr individuelle Frage Gegenstand von "Parteitagsbeschlüssen und plakativen Dingen" sei. Sie wolle mit der CDU und der CSU "anders darauf reagieren". Sie selbst und viele Mitglieder in der Union beschäftigten sich intensiv mit dem Thema. 

Hier können Sie das Gespräch noch einmal in voller Länge sehen:


+++ 19.42 Uhr: Al Kaida lässt Schweden nach sechs Jahren Gefangenschaft frei +++

Ein Schwede, der vor sechs Jahren von der Terrororganisation Al-Kaida in Mali gekidnappt wurde, ist wieder frei und zurück in seiner Heimat. Das bestätigte das schwedische Außenministerium. Der heute 42-Jährige landete am Abend in Stockholm.

Er war 2011 bei einer Motorradtour durch Afrika zusammen mit anderen Ausländern in Timbuktu gekidnappt worden. Ein Deutscher, der dabei Widerstand leistete, wurde damals getötet. Außerdem wurden ein Niederländer und ein Südafrikaner entführt. Der Niederländer ist bereits früher freigekommen, über den Südafrikaner ist nichts bekannt. 

+++ 17.45 Uhr: EU-Bürger sollen Bleiberecht in Großbritannien einzeln beantragen +++

Alle rund 3,2 Millionen EU-Bürger in Großbritannien sollen ihr Bleiberecht nach dem Brexit einzeln beantragen, allerdings nach einem vereinfachten Verfahren. Dies geht aus dem ausführlichen Angebot für die Austrittsverhandlungen mit der Europäischen Union hervor, das die britische Regierung vorlegte. Darin verspricht sie den Betroffenen rasche Rechtssicherheit und kommt einigen Forderungen der EU entgegen, allerdings nicht allen. Die EU reagierte denn auch unzufrieden. "Das Ziel der EU bei den Rechten der Bürger: Derselbe Schutz wie nach EU-Recht", twitterte Chefunterhändler Michel Barnier. "Nötig sind mehr Ehrgeiz, Klarheit und Garantien als in der heutigen Position des Vereinigten Königreichs."


+++ 17.35 Uhr: Dreieinhalb Jahre Haft für Vergewaltigung einer 13-Jährigen +++

Wegen Vergewaltigung einer 13-Jährigen hat das Landgericht Hamburg einen Mann zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Nach Angaben eines Gerichtssprechers kam die Strafkammer zu der Überzeugung, dass der aus dem Irak stammende 37-Jährige das Mädchen im S-Bahnhof Jungfernstieg von hinten gegriffen und in einen leeren Raum gezerrt hat. Dort habe er die 13-Jährige zu Boden gedrückt, ihr den Mund zugehalten und sich an ihr vergangen, bis sie ihn habe wegstoßen und flüchten können. Das Mädchen habe sich schon mehrfach vor der Tat am 6. November vergangenen Jahres am Jungfernstieg mit Freunden getroffen, sagte der Gerichtssprecher. Dabei habe es auch den Angeklagten kennen gelernt.

+++ 17.19 Uhr: Frau in Osnabrück bringt sechs Kilo schweres Baby zur Welt +++

Eine Osnabrückerin hat ein fast sechs Kilogramm schweres Baby zur Welt gebracht. Wie das Marienhospital mitteilte, wurde der genau 5935 Gramm schwere Junge bereits am Samstag geboren - ohne Kaiserschnitt und ohne Komplikationen. Mutter und Kind sind nach Angaben des Chefarztes der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Götz Menke, wohlauf. Das Durchschnittsgewicht eines neu geborenen Jungen liegt in Deutschland nach seinen Angaben bei 3500 Gramm. 2013 war in Leipzig ein Kind mit 6,1 Kilogramm Gewicht auf die Welt gekommen, 2014 ein 5750 Gramm schweres Kind in Königs Wusterhausen (Brandenburg).

+++ 16.55 Uhr: Schlangen-Schwemme in österreichischen Gärten +++

 In Österreich sind zurzeit jede Menge Schlangen in   und Hausfluren unterwegs. Aus einem einzigen Garten bei Steyr südlich von Linz an der Donau habe er seit April 18 Schlangen entfernt, sagte Hans Esterbauer vom Oberösterreichischen Verband für Vivaristik und Ökologie. "Es sind dieses Jahr auffallend viele", sagte auch die Leiterin der Reptilienauffangstelle in Kärnten, Helga Happ. "Wir hatten etwa doppelt so viele Einsätze wie sonst." Es handele sich vor allem Äskulap- und Ringelnattern, die oft über einen Meter lang werden. Schuld sei vermutlich das Wetter. "Im März hatten wir erst einen Wärme-, dann einen Kälteeinbruch", so Happ. Die wechselwarmen Schlangen seien früher als sonst aus der Winterstarre erwacht - doch dann kam die Kälte zurück. Dadurch haben sie ihre Reserven verbraucht. "Jetzt geht es ums Überleben." Deshalb suchten sie warme Orte auf - Terrassen, Gärten, Flure.

"Außerdem gibt es bei den Häusern reichlich Mäuse", erklärte Esterbauer. Er werde zur Zeit dreimal pro Tag alarmiert. Er fange die Tiere und entlasse sie in einer geeigneten Umgebung wieder in die Freiheit. "Manche Leute haben die Schlangen grausam zerhackt in ihrer Angst", kritisierte Happ. Die Tiere stünden aber unter Artenschutz. Und: "Man braucht sich überhaupt nicht zu fürchten."

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+++ 16.39 Uhr: Familie von getötetem Schwarzen erhält drei Millionen US-Dollar +++

Die Familie des von der Polizei erschossenen Afroamerikaners Philando Castile erhält knapp drei Millionen US-Dollar. Das geht aus einer Einigung der Familienanwälte mit der Stadt St. Anthony (US-Bundesstaat Minnesota) hervor. Der Polizist war kürzlich vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen worden. Nach Medienangaben wird er die Polizei verlassen.

Castile (32) war Anfang Juli 2016 mit seiner Freundin in Falcon Heights in einem Auto unterwegs, als ihn der Polizist anhielt und im Zuge eines lauten Wortwechsels erschoss. Der Beamte gab später an, er habe um sein Leben gefürchtet, weil Castile nach einer Waffe gegriffen habe. Castiles Freundin übertrug einen Teil des Geschehens live mit ihrem Smartphone auf Facebook. Sie bestritt die Darstellung. Das Video löste Demonstrationen gegen Polizeigewalt aus, die sich über Wochen hinzogen.

+++ 16.26 Uhr: Abgelehnte Lehrerin mit Kopftuch bekommt Entschädigung +++

Eine muslimische Lehrerin, die ein Kopftuch trägt und bei der Bewerbung in Berlin abgelehnt wurde, bekommt Geld vom Land. Vor dem Berliner Arbeitsgericht schlossen beide Parteien einen Vergleich, wie das Gericht mitteilte. Das Land Berlin habe sich zur Zahlung von zwei Monatsgehältern verpflichtet. In einem zweiten Fall soll es eine weitere mündliche Verhandlung geben. Die Frauen hatten sich auf eine Stelle an einer Berliner Schule beworben. Im Bewerbungsgespräch habe es Hinweise darauf gegeben, dass sie als Lehrerinnen an der Schule kein Kopftuch aus religiösen Gründen tragen dürften. Das schreibt das Berliner Neutralitätsgesetz vor.

Bereits Anfang Februar hatte das Arbeitsgericht einer abgelehnten muslimischen Lehrerin mit Kopftuch eine Entschädigung von 8680 Euro zugesprochen, weil sie benachteiligt worden sei. Die Frau hatte geltend gemacht, sie sei wegen des Kopftuchs abgelehnt und damit diskriminiert worden. Das Gericht hatte jedoch betont, es handele sich um eine Einzelfallentscheidung.

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+++ 16.25 Uhr: Zwölfjähriger geht mit Messer auf Jungen los +++

Mit einem Messer ist ein zwölf Jahre alter Junge auf einem Spielplatz in der Pfalz auf einen Gleichaltrigen losgegangen. Dieser flüchtete nach Hause und blieb unverletzt, wie die Polizei mitteilte. Die beiden Kinder waren am Sonntag in Otterbach-Otterberg bei Kaiserslautern aus ungeklärter Ursache in Streit geraten. Dabei zückte der eine Zwölfjährige ein sogenanntes Einhandmesser. Die alarmierte Polizei stellte die verbotene Waffe sicher. Konsequenzen hat die Attacke für den Jungen nicht, da er noch nicht strafmündig ist. "Aber vielleicht für die Eltern - das müssen wir jetzt mal schauen", sagte eine Sprecherin der Polizei. Woher der Junge das Messer hatte, ist bislang unklar.

+++ 16.06 Uhr: BMW investiert mehr als halbe Milliarde Dollar in US-Werk +++

Inmitten des schwelenden Streits mit US-Präsident Donald Trump um Auto-Arbeitsplätze in den USA hat BMW neue Investitionen in sein großes US-Werk angekündigt. "In den Jahren 2018 bis 2021 werden wir weitere 600 Millionen US-Dollar in die Fertigungsstrukturen für künftige Generationen der BMW-X-Modellreihe investieren", sagte Vorstandschef Harald Krüger im weltgrößten BMW-Produktionsstandort Spartanburg in South Carolina. "Bis 2021 werden wir weitere 1000 Arbeitsplätze schaffen." Derzeit arbeiten in der Fabrik gut 9000 Beschäftigte.

Trump hat sich bei seinen Ankündigungen, Industriejobs ins Land zurückzuholen, insbesondere auf die Autoindustrie eingeschossen. Neben General Motors, Ford und Fiat Chrysler hat er dabei auch BMW und Daimler ins Visier genommen. Trumps Ansicht nach bauen die Autohersteller zu viele Fahrzeuge billig im Nachbarland Mexiko, um sie dann in den USA zu verkaufen. Das koste Arbeitsplätze in der Branche in den USA, so der Präsident. BMW zieht derzeit ein Werk im mexikanischen San Luis Potosi hoch, in dem ab 2019 die 3er-Modellserie gebaut werden soll.

+++ 15.58 Uhr: Frauen spielen 90 Minuten Fußball auf Kilimandscharo - Weltrekord +++

Rund 30 Frauen aus mehr als 20 Nationen haben auf dem Kilimandscharo ein Fußballspiel über 90 Minuten bestritten. Die Heidelberger Fotografin Dana Rösiger, die das Projekt begleitete, postete die ersten Fotos vom 5895 Meter hohen Gipfel des höchsten Berges in Afrika in den sozialen Medien. Die Rekordpartie zwischen dem "Glacier FC" und "Volcano FC" fand in 5730 Metern Höhe auf sandigem Untergrund statt. Anschließend kletterten die Frauen, darunter auch aktuelle Nationalspielerinnen und die 55 Jahre alte Bochumer Ex-Europameisterin Petra Landers noch auf den Uhuru Peak, die höchste Stelle des Vulkans. Noch nie zuvor wurde ein Fußballspiel in so großer Höhe ausgetragen. "Auf dem Weg nach oben musste ich mich hinsetzen und habe darüber nachgedacht, ob ich weitermache. Ich habe kaum noch Luft bekommen", berichtete die jordanische Spielerin Haneen Al-Khateeb. Rösiger schwärmte auf ihrer Facebookseite: "Ein Traum ist in Erfüllung gegangen."

Initiiert wurde die Begegnung von Equal Playing Field (EPF), einer Organisation, die sich für Gleichberechtigung und Gleichstellung der Frauen im Sport, speziell im Fußball einsetzt. Nach ihrer Rückkehr wollen die Teilnehmerinnen in zahlreichen Ländern noch Trainingslager durchführen, um den Frauen- und Mädchenfußball in vielen benachteiligten Regionen der Welt zu fördern.

+++ 15.36 Uhr: S-Bahnfahrer in München zeigt Passagieren seinen Penis +++

Ein exhibitionistisch veranlagter S-Bahnfahrer hat in einen Mann und eine Frau sexuell belästigt. Der Mann habe in der Nacht zum Samstag zunächst im Führerhaus seiner S-Bahn seinen Penis entblößt, teilte die Bundespolizei in München mit. Anschließend habe der 40-Jährige den Vorhang zum Fahrgastabteil zur Seite geschoben und den Penis vor den Augen der 21-Jährigen und des 40-Jährigen gegen die Scheibe gedrückt.

Eine Streife habe den S-Bahnfahrer stellen können und ein Verfahren wegen eines Sexualdelikts eingeleitet. Die Bahn habe ihn angewiesen, das Fahrzeug abzustellen und seinen Dienst zu beenden.

+++ 15.18 Uhr: Poggenburg hält Rüge des AfD-Vorstands für ungerechtfertigt +++

Sachsen-Anhalts -Chef André Poggenburg hält die gegen ihn ausgesprochene Rüge des Bundesvorstands wegen nationalistischer Äußerungen für "rechtlich nicht gerechtfertigt". Er verstehe, dass sein Festhalten an der Aussage "Deutschland den Deutschen" auf Missfallen stoße, weil die rechtsextreme NPD den Slogan auch genutzt habe, sagte der 42-Jährige. Aber er habe den Ausspruch explizit nicht wie die NPD verwendet und stehe daher weiter dazu. Er überlege, ob er die Rüge anfechte. "Wenn ich darauf verzichte, dann um den Wahlkampf nicht weiter zu stören", so Poggenburg.

Der AfD-Bundesvorstand hatte Poggenburg heute in einer Telefonkonferenz im Zusammenhang mit den veröffentlichten internen Chat-Protokollen einstimmig gerügt. Der 42-Jährige habe "in Imitation eines NPD-Slogans: Deutschland den Deutschen" geschrieben, hieß es zu Begründung. Poggenburg wurde zudem dafür kritisiert, dass er bei Entgleisungen von Mitgliedern der Chat-Gruppe nicht eingeschritten sei. Er habe damit das öffentliche Ansehen der Partei "im Wahljahr massiv beschädigt". Poggenburg sitzt als Beisitzer im AfD-Bundesvorstand und gehört wie der Thüringer Landeschef Björn Höcke dem rechtsnationalen Flügel an.

+++ 15.12 Uhr: Zoo Neuwied präsentiert fünf extrem seltene Berberlöwen-Babys +++

Seltener Nachwuchs: Zwei Monate nach ihrer Geburt hat der Zoo Neuwied fünf Berberlöwen-Babys präsentiert. Ausrufe wie "wie süß!", "wie putzig!", "wie goldig!" waren immer wieder vom Publikum zu hören. Putzmunter balgten sich die Löwenbabys um Milch. Auf der ganzen Welt gibt es nach Angaben von Zoodirektor Mirko Thiel nur noch rund 100 wohl nicht mehr völlig reinrassige Berberlöwen, die in Zoos leben - elf davon im rheinland-pfälzischen Neuwied. In ihrer ursprünglichen Heimat Nordafrika sind die Großkatzen schon vor einem Jahrhundert ausgerottet worden.

+++ 15.07 Uhr: Laschet und Lindner besiegeln Koalition in NRW +++

Die Parteivorsitzenden von und FDP in Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet und Christian Lindner, haben in Düsseldorf den Koalitionsvertrag unterschrieben. Am Dienstag soll Laschet im Düsseldorfer Landtag zum Chef der einzigen schwarz-gelben Landesregierung Deutschlands gewählt werden.

+++ 15.00 Uhr: "Mini-Pompeji" mit Hund in Rom entdeckt +++

Bei den Arbeiten für eine neue Metro-Linie ist in Rom so etwas wie ein "Mini-Pompeji" entdeckt worden. Es handle sich um die Überreste einer Wohnung aus dem zweiten bis dritten Jahrhundert nach Christus, die vermutlich bei einem Brand zerstört wurde, teilte die Denkmalschutzbehörde mit. Es sei für Rom einmalig, dass ein verkohlter hölzerner Dachstuhl gefunden worden sei. Zu dem Fund in der Nähe der Lateranbasilika gehört auch das Skelett eines Hundes, der sich an eine Tür gekuschelt habe und bei dem Feuer wahrscheinlich eingesperrt wurde, so die Behörde. Zudem wurden ein Mosaik und Möbelteile entdeckt. "Das Feuer hat das Leben in diesem Raum zum Stillstand gebracht. Das erlaubt es, uns das Leben in genau diesem Moment vorzustellen", sagte der Chef der Denkmalschutzbehörde, Francesco Prosperetti.

Bei dem Bau der dritten U-Bahnlinie "C", die in den Osten der Stadt führen soll, stoßen Arbeiter immer wieder auf archäologische Überreste aus der Kaiserzeit. Die Arbeiten verzögern sich unter anderem auch deshalb seit Jahren.

+++ 14.59 Uhr: Leichnam von Salvador Dalí wird für Vaterschaftstest exhumiert +++

Fast drei Jahrzehnte nach dem Tod des spanischen Künstlers Salvador Dalí sollen für einen Vaterschaftstest seine sterblichen Überreste exhumiert werden. Eine Richterin in Madrid ordnete die Exhumierung an. Es soll überprüft werden, ob der weltbekannte Künstler der leibliche Vater einer Frau aus Katalonien ist. Die Frau aus Girona will erreichen, als Tochter Dalís anerkannt zu werden. Die Überprüfung der DNA des Leichnams sei nötig, weil es keine anderen biologischen Überreste des Malers gebe, so das Gericht. Die Anordnung könne allerdings angefochten werden. Zu der Frau machte das Gericht abgesehen von ihrem Namen Pilar Abel keine weiteren Angaben.

Dalí, der mit seinen surrealistischen Bildern weltberühmt wurde, stammte aus der Region im Nordosten Spaniens. Der Künstler starb am 24. Januar 1989 im Alter von 84 Jahren in einem Krankenhaus in seinem katalanischen Geburtsort Figueres.


+++ 14.55 Uhr: Haie vor Mallorcas Küste "keine wirkliche Gefahr" +++

Trotz der Haisichtungen vor Mallorca müssen sich Urlauber einem Experten zufolge keine großen Sorgen vor einem Angriff machen. "Solche Tiere stellen keine wirkliche Gefahr für die Menschen dar. Die gesunden Haie nähern sich ohnehin nicht der Küste", versicherte der Sprecher der regionalen Tier- und Umweltschutzgruppe GOB, Toni Muñóz, am Montag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Der Experte betonte, dass ein Blauhai, wie er am Wochenende drei Mal vor Mallorca gesichtet wurde, nur äußerst selten für erwähnenswerte Attacken auf Menschen sorgt. "In ganz Spanien wurden seit 1847 insgesamt nur sechs schwere Haiangriffe auf Menschen registriert", sagte Muñóz. Es gebe kleinere Beißattacken, die aber seltener und ungefährlicher seien "als etwa Stiche von Rochen, Spinnenfischen oder anderen Meeresbewohnern".


+++ 14.38 Uhr: Zu viele Missverständnisse - Taekwondo-Verband WTF ändert seinen Namen +++

"WTF" - diese Abkürzung verbinden Nutzer sozialer Netzwerke kaum mit der Internationalen Taekwondo-Föderation. Weil die meisten Menschen vielmehr an die Abkürzung des Ausrufs "What the Fuck" ("Was zum Teufel") denken, ändert der Kampfsport-Verband nun seinen Namen. Aus der World Taekwondo Federation werde World Taekwondo, kündigte der Verbandspräsient Chungwon Choue auf der Website des Verbandes an. "Im digitalen Zeitalter hat die Abkürzung unserer Föderation eine negative Konnotation bekommen, die in keiner Verbindung zu unserer Organisation steht. Es ist deshalb wichtig sie umzubenennen, um uns besser an unsere Fans wenden zu können", erklärte der Verbandschef. Der neue Name und das passende neue Logo reflektierten "den Willen zur Entwicklung und zur Anpassung, um heute auch beim jungen Publikum präsent zu bleiben." Die Umbenennung erfolgte wenige Tage vor der Taekwondo-Weltmeisterschaft, die am Samstag im südkoreanischen Muju beginnt. 

+++ 14.04 Uhr: Macron: Frankreich wird russische Annexion der Krim nicht anerkennen +++

Frankreich wird die russische Annexion der Krim-Halbinsel nicht anerkennen. Das versicherte Staatschef Emmanuel Macron bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko in Paris, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin mit einem Krim-Besuch heftigen Protest aus Kiew provoziert hatte. "Frankreich ist der Souveränität der Ukraine in ihren anerkannten Grenzen verbunden", sagte Macron. Putin hatte am Samstag auf der Krim unter anderem ein Ferienlager am Schwarzen Meer besucht. Kiew sprach von einer "Verletzung der Souveränität der Ukraine". Russland hatte die Krim zum Beginn des Ukraine-Konfliktes im Frühjahr 2014 annektiert.

+++ 13.45 Uhr: Schulz eckt mit Kritik an Merkel auch bei AfD an +++

Die AfD spricht SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz das Recht ab, Bundeskanzlerin Angela Merkel zu kritisieren. "Wenn ein Mafiaboss dem anderen gesetzwidriges Verhalten vorwirft, wird sich ein ähnliches Gefühl aufdrängen, wie nach der Rede von Martin Schulz am Wochenende", sagte der AfD-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Alexander Gauland. Wenn Schulz, der wie kein Zweiter für "eurokratische Demokratieferne" stehe, Merkel einen "Anschlag auf die Demokratie" vorwerfe, gelte das Sprichwort "Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen". Schulz hatte Kanzlerin Angela Merkel und der gesamten Union am Wochenende einen "Anschlag auf die Demokratie" vorgeworfen, indem sie sich vor inhaltlichen Aussagen drücke. CDU-Generalsekretär Peter Tauber sah darin eine Grenzüberschreitung. Gauland warf Union und SPD nun vor, sie hätten in den vergangenen Jahren gemeinsam Diskussionen über drängende Fragen verhindert und dadurch die Wahlbeteiligung immer weiter verringert. Dieser Trend sei erst durch die AfD umgekehrt worden.


+++ 12.41 Uhr: Bundesweite Trauerbeflaggung zu Kohl-Trauerfeierlichkeiten angeordnet +++

Anlässlich der Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen Altkanzler Helmut Kohl ist bundesweit Trauerbeflaggung angeordnet. Das teilte das Bundesinnenministerium bei Twitter mit. Zur Würdigung der politischen Verdienste Kohls ist am Samstag (1. Juli) zunächst ein europäischer Trauerakt im EU-Parlament in Straßburg geplant - unter anderem mit einer Rede von Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Anschließend wird Kohls Sarg im Hubschrauber und anschließend per Schiff nach Speyer gebracht. Dort soll Kohl am Abend im Familien- und Freundeskreis beigesetzt werden.

+++ 12.23 Uhr: May unterzeichnet Regierungsabkommen mit nordirischer DUP +++

Knapp drei Wochen nach der Parlamentswahl hat sich die britische Premierministerin Theresa May auf ein Regierungsabkommen mit der nordirischen DUP geeinigt. Der Deal sei bereits unterzeichnet worden, sagte ein Sprecher Mays der Nachrichtenagentur AFP. May ist nach den Verlusten ihrer Tories bei der Parlamentswahl auf die Unterstützung der erzkonservativen Regionalpartei DUP angewiesen.

+++ 12:02 Unbekannte entfernen "Trollpenis" in Norwegen +++

Unbekannte haben in Norwegen eine Felsspitze entfernt, deren Name "Trollpenis" die ungewöhnliche Form beschreibt. Spaziergänger bemerkten das Verschwinden der Spitze an einer Felswand in Egersund im Südwesten des Landes, den "Trollpikken" fanden sie auf der Erde. Bohrlöcher wiesen darauf hin, dass der phallusförmige Felsvorsprung mutwillig abgeschnitten wurde. Die Polizei leitete Ermittlungen ein.

Felsformation "Trollpenis" in Norwegen

Offenbar abgeschnitten: Die Felsformation mit dem schönen Namen "Trollpenis" 

Derweil spendeten fast tausend Norweger Geld, damit der "Trollpenis" wieder an seinen angestammten Platz kommt. Nach einem Crowdfunding-Aufruf eines örtlichen Unternehmers gingen bis Montagmorgen 160.000 Kronen (17.000 Euro) für die Restaurierung ein. 

+++ 12.00 Uhr: Flüchtlinge: CSU hält an Forderung nach Obergrenze fest +++

Trotz der deutlich gesunkenen Zuwanderungszahlen hält die CSU an ihrer Forderung nach einer Obergrenze für Flüchtlinge fest. Das machte CSU-Chef Horst Seehofer in München vor Beginn einer Sitzung des Parteivorstandes deutlich.

Er sei sehr froh darüber, dass die Zahlen aufgrund der verschiedenen Maßnahmen und Gesetze der Bundesregierung deutlich gesunken seien, derzeit auf rund 80.000 Zuwanderer im Halbjahr, sagte Seehofer. "Ich begrüße sehr die Aktivitäten unseres Ministers Gerd Müller und auch der Kanzlerin, was die Bekämpfung der Fluchtursachen angeht, und das alles unterstützen wir. Dann kommt aber als Auffanglinie, wenn sich die Situation mal ändert, aus unserer Sicht die Obergrenze", betonte Seehofer. "Kurs halten, heißt das Motto."

Die CDU lehnt die Einführung einer Obergrenze bislang kategorisch ab. Die CSU dürfte die Forderung daher nicht im Wahlprogramm der Union, sondern nur in ihrem eigenen Programm, dem sogenannten Bayernplan, verankern. Jedoch hatte Seehofer bereits angekündigt, dass er keinen Koalitionsvertrag unterschreiben werde, in dem keine Obergrenze verankert sei. Am kommenden Montag, 3. Juli, will die Union in Berlin ihr Wahlprogramm vorstellen.

+++ 11.02 Uhr: Bouffier im NSU-Ausschuss: Gab keine Behinderungen der Ermittlungen  +++

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hat bestritten, die Ermittlungen nach dem Mord an dem deutsch-türkischen Internetcafé-Betreiber Halit Yozgat 2006 in Kassel behindert zu haben. "Das ist Unsinn", sagte Bouffier in Wiesbaden vor einem Untersuchungsausschuss im Landtag zur NSU-Mordserie.

Der CDU-Politiker war Innenminister, als Yozgat erschossen wurde. Der hessische Verfassungsschutzmitarbeiter Andreas Temme war kurz vor oder während der Tat in dem Café, in dem sich der Mord ereignete. Er meldete sich jedoch nicht als Zeuge und wurde vorübergehend verdächtigt. Bouffier verhinderte danach, dass die Ermittler in dem Mordfall die Informanten von V-Mann-Führer Temme direkt befragen durften. Der Mord wird dem "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) zugeschrieben.

Er habe vor einem Interessenkonflikt bei seiner Entscheidung gestanden, Verfassungsschützer öffentlich zu befragen, sagte Bouffier. Wenn die Quellen offengelegt worden wären, hätte das erhebliche Auswirkungen auf die Beobachtung der islamistischen Szene in Nordhessen gehabt. Deshalb habe er sich dagegen entschieden. 

+++ 10.25 Uhr: Onkel muss für Missbrauch zweier Kinder fünf Jahre in Haft +++

Den schweren sexuellen Missbrauch zweier Kinder muss deren Onkel mit fünf Jahren Haft büßen. Zudem ordnete das Kieler Landgericht die Unterbringung des 32-Jährigen in der geschlossenen Psychiatrie an. Sechs Fälle wertete das Gericht als schwere Vergewaltigung. Es folgte mit seinem Urteil Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung.

Die Anklage hatte dem Mann zwischen 2006 und 2016 insgesamt 13 Fälle zur Last gelegt. Bei den Übergriffen soll der Mann aus Hamburg seine Nichte und seinen Neffen auch an Händen und Füßen gefesselt und ihnen die Augen verbunden haben, bevor er sie zu sexuellen Handlungen zwang. Der Anklage zufolge verging sich der Mann 2006 zunächst an seinem damals sechs- oder siebenjährigen Neffen. Dann zwang er laut Anklage seine anfangs fünfjährige Nichte zu sexuellen Handlungen.

+++ 10.02 Uhr: Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo in China freigelassen +++

Der chinesische Friedensnobelpreisträger und Dissident Liu Xiaobo ist aus der Haft entlassen worden. Bei Liu sei im Mai eine unheilbare Leberkrebserkrankung festgestellt worden, kurz darauf sei er aus medizinischen Gründen freigekommen, sagte sein Anwalt Mo Shaoping der Nachrichtenagentur AFP. Liu werde nun in einem Krankenhaus in Shenyang behandelt.

 +++ 9.50 Uhr: Harley-Davidson spricht mit VW über Kauf von Ducati +++

Der amerikanische Motorradhersteller Harley-Davidson ist einem Pressebericht zufolge an der VW-Tochter Ducati interessiert. Wie das "Wall Street Journal" (WSJ) berichtet, befinden sich die Gespräche aber in einem sehr frühen Stadium. Die Zeitung beruft sich dabei auf informierte Kreise. Beide Konzerne wollten sich auf Anfrage des Blattes nicht äußern. Gerüchte, dass VW die Motorrad-Tochter Ducati, die zur Premiumtochter Audi gehört, loswerden will, gibt es schon länger. Volkswagen hatte den italienischen Motorradhersteller 2012 übernommen. Spekuliert wurde damals über einen Preis in Höhe von 860 Millionen Euro. Audi hat laut "WSJ" nun die Investmentbank Evercore beauftragt, einen Verkauf auszuloten. Der Preis soll 1,5 Milliarden Euro betragen. Harley-Davidson sei ernsthaft interessiert und habe die US-Bank Goldman Sachs mit ins Boot geholt. Auch Ducati-Fabriken seien bereits besichtigt worden.

+++ 9.16 Uhr: Schleswig Holstein: Grüne stimmen "Jamaika"-Koalition mit CDU und FDP zu +++

Die Grünen in Schleswig-Holstein haben den mit CDU und FDP ausgehandelten Koalitionsvertrag gebilligt. Nach Parteiangaben vom Montag votierten 84,3 Prozent der Mitglieder für ein sogenanntes "Jamaika"-Bündnis. Damit haben die Grünen die schwierigste Hürde auf dem Weg zur Regierungsbildung in dem Bundesland beseitigt.

Bei der FDP muss am Abend zwar noch ein Kleiner Parteitag endgültig entscheiden. Dort wird aber eine klare Zustimmung erwartet, nachdem bereits eine Online-Befragung der Mitglieder positiv ausgegangen war. Ein CDU-Parteitag hatte die Koalition bereits gebilligt.

+++ 8.17 Uhr: Slowakische Volkswagen-Mitarbeiter beenden Streik +++

Nach sechs Tagen Streik haben die Beschäftigten von Volkswagen Slovakia ihre Arbeit wieder aufgenommen. Gewerkschafter und Firmenleitung hatten sich zuvor auf höhere Löhne für die über 12.000 Mitarbeiter geeinigt. Demnach sollen die Löhne in mehreren Schritten bis August 2019 um insgesamt 14,2 Prozent steigen. Die Gewerkschaftsvertreter hatten ursprünglich eine Erhöhung von 16 Prozent gefordert, feierten aber auch den Kompromiss als großen Erfolg. In der 25-jährigen Firmengeschichte von Volkswagen Slovakia war dies der erste Streik überhaupt.

+++ 8.05 Uhr: Oppermann verteidigt Schulz-Attacken auf Merkel +++

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann hat die scharfen Angriffe von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz auf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beim Parteitag verteidigt. "Ich finde, wenn man einfach gar kein Konzept vorlegt, ist das mit der Demokratie nicht vereinbar", sagte Oppermann im ARD-"Morgenmagazin". "Demokratie bedeutet doch einmischen, interessieren, mitmachen und Frau Merkel will die Leute einschläfern, das finde ich nicht richtig", sagte er weiter. In seiner Rede beim SPD-Parteitag in Dortmund hatte Schulz Merkel am Wochenende vorgeworfen, "systematisch die Debatte um die Zukunft des Landes zu verweigern". Dies sei "ein Anschlag auf die Demokratie". Der Vorwurf stieß bei der CDU auf heftige Kritik.

+++ 7.53 Uhr: Regierungswebseiten in Ohio von mutmaßlichen IS-Hackern angegriffen +++

Im US-Bundesstaat Ohio sind mehrere Regierungswebseiten von mutmaßlichen Anhängern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gehackt worden. Nach US-Medienberichten haben die Hacker auf den Seiten pro-islamistische Mitteilungen hinterlassen. Die Mitteilungen sollen mit dem Namen "System DZ" überschrieben worden sein. Die bisher unbekannte Gruppe soll unter anderem die Homepage des Gouverneurs John Kasich, sowie die Gefängnis- und Gesundheitsbehörde von Ohio gehackt haben. In ihren Mitteilungen hätten die Hacker mit Vergeltung für das Leid in muslimischen Ländern gedroht. Die betroffenen Seiten seien inzwischen offline, sagte ein Regierungssprecher auf CNN.

+++ 7.40 Uhr: Ölpreise legen zu +++

Die Ölpreise steigen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 46,09 US-Dollar und damit 55 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 51 Cent auf 43,51 Dollar. Händler sprachen von einer fortgesetzten Gegenbewegung nach jüngsten deutlichen Verlusten und warnten vor zu viel Optimismus. Obwohl das Ölkartell Opec und andere wichtige Förderländer wie Russland die Produktion gekürzt haben, herrscht am Markt nach wie vor ein zu hohes Angebot an Rohöl. Vor allem die steigende Fördermenge in den USA hatte zuletzt mehrfach die Preise stark belastet und am Mittwoch eine Talfahrt ausgelöst.

+++ 7.14 Uhr: Demokratie-Aktivisten protestieren vor Besuch von Xi in Hongkong +++

Vor einem geplanten Besuch von Chinas Staatschef Xi Jinping in Hongkong haben Demokratie-Aktivisten in der ehemaligen britischen Kronkolonie protestiert. Studentenführer Joshua Wong und ein Dutzend Demonstranten verhüllten eine Statue, welche die Rückgabe Hongkongs von Großbritannien an China symbolisiert, mit einer schwarzen Flagge. Sicherheitskräfte hinderten die Aktivisten daran, auf die berühmte Statue zu klettern. Die Polizei wurde alarmiert, um die Flagge herabzunehmen. Die Demonstranten riefen mit Blick auf den halbautonomen Status der Stadt: "Demokratische Selbstbestimmung für Hongkongs Zukunft" und "Ein Land, zwei Systeme ist seit 20 Jahren eine Lüge". Ein Wachmann rief den Demonstranten zu: "Ihr beleidigt unser Land, Ihr seid Chinesen!" Hongkong war am 1. Juli 1997 nach dem Prinzip "Ein Land, zwei Systeme" von Großbritannien an China übergeben worden. Dabei wurden Hongkong für 50 Jahre Freiheiten und Rechte garantiert, die es in der Volksrepublik nicht gibt. Die Opposition in Hongkong wirft Peking jedoch vor, sich zunehmend in die Angelegenheiten der Sonderverwaltungszone einzumischen und damit die Autonomievereinbarungen zu verletzen. Xi wird am Donnerstag zu einem dreitägigen Besuch zum 20. Jahrestag der Übergabe in Hongkong erwartet.

+++ 7.05 Uhr: Das Great Barrier Reef ist 38 Milliarden Euro wert +++

Der Wert des australischen Great Barrier Reefs ist auf 56 Milliarden australische Dollar (38 Milliarden Euro) geschätzt worden. In einer neuen Studie warnen die Forscher vor den enormen wirtschaftlichen Konsequenzen im Fall einer Zerstörung. Den größten Wirtschaftsfaktor stelle der Tourismus mit einen Vermögenswert von 29 Milliarden australischen Dollar (20 Milliarden Euro) dar. Insgesamt würden mehr als 64.000 Jobs direkt von der Arbeit am Riff abhängen. Damit sei das Great Barrier Reef "ein größerer Arbeitgeber als viele andere bekannte australische Unternehmen wie die Fluggesellschaft Qantas Airways", sagte Steve Sargent, Leiter der Stiftung des Riffs. Das Great Barrier Reef ist mit einer Ausdehnung von mehr als 344.000 Quadratkilometern größer als Italien und das größte Korallenriff der Welt. Seit einigen Jahren leidet das Riff an einer gravierenden Korallenbleiche.

+++ 7.03 Uhr: Gefahr neuer Erdrutsche in China: Aufräumarbeiten unterbrochen

Zwei Tage nach dem großen Bergrutsch in China mit 93 Vermissten sind die Aufräumarbeiten unterbrochen worden, weil die Gefahr eines neuen Erdrutsches bestand. Die Radarbeobachtung habe Veränderungen an dem Berghang festgestellt, weshalb die Unglücksstelle evakuiert worden sei, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Bislang wurden auch keine weiteren Opfer mehr gefunden. Es seien erst zehn Leichen geborgen worden, teilten die Behörden des Kreises Mao in der Provinz Sichuan mit. Einige der Opfer dürften bis zu 20 Meter tief unter Erdmassen begraben liegen. Nach tagelangen Regenfällen hatte der Bergrutsch am Samstag das Dorf Xinmo mit rund 60 Häusern unter sich begraben. 

+++ 6.55 Uhr: Sozialisten Sieger der Parlamentswahl in Albanien +++

Die Sozialisten bleiben in Albanien wohl an der Macht. Bei der Parlamentswahl erreichte die Partei von Ministerpräsident Edi Rama Prognosen zufolge zwischen 45 und 49 Prozent, wie der TV-Sender Ora News in Tirana berichtete. Damit könnten die Sozialisten im Parlament mit 71 bis 75 der insgesamt 140 Abgeordneten sogar alleine regieren. Die oppositionellen Demokraten kamen auf 30 bis 34 Prozent (etwa 42 Mandate), drittstärkste Kraft wurde mit bis zu 19 Abgeordneten der bisherige Juniorpartner der Sozialisten in der Regierung, die Bewegung für sozialistische Integration. Die Wahlkommission werde das offizielle Ergebnis erst im Laufe des

Montags veröffentlichen.

+++ 4.50 Uhr: Obstbauern rechnen mit höheren Preisen für Kirschen +++

Nach herben Ernteeinbußen wegen der Kältewelle im Frühjahr rechnen Obstbauern mit höheren Preisen für ihre Früchte. "Der Kirschpreis muss steigen und er wird steigen", sagte der Vizechef der Bundesfachgruppe Obstbau, Franz-Josef Müller, der Nachrichtenagentur DPA. In Baden-Württemberg - einem der Hauptanbaugebiete für Kirschen in Deutschland - gebe es Einbußen von etwa 80 Prozent im Vergleich zu Vorjahren. Grund: Viele Kirschblüten sind bei Frost im April abgestorben. Durch das knappere Angebot am Markt seien höhere Preise unvermeidlich, zumal die Obstbauern ihre finanziellen Engpässe zumindest ansatzweise decken müssten, sagte Müller. Der Branchenvertreter geht von einem deutlichen Preisanstieg aus. So könnte ein Kilo Kirschen, das auf Märkten normalerweise zwischen 4 und 8 Euro kostet, bald für 6 bis 10 Euro zu haben sein.

+++ 2.50 Uhr: Afghanistan von Erdbeben erschüttert +++

Afghanistan ist in der Nacht zu Montag von einem Erdbeben der Stärke 5,4 erschüttert worden. Das teilte das US-Erdbebenzentrum mit. Berichte über Schäden gab es nicht. Der Erdbebenherd lag in der Provinz Badachschan im Nordosten des Landes in einer Tiefe von 204 Kilometern. In den sozialen Netzwerken berichteten einige Menschen, das Beben sei in der pakistanischen Grenzregion zu spüren gewesen. In den vergangenen zwei Jahren war die Region Badachschan von mehreren schweren Erdbeben erschüttert worden.

+++ 2.15 Uhr: Mindestens neun Tote nach Schiffsunglück in Kolumbien +++

Bei einem Schiffbruch in Kolumbien sind mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich nach Angaben der Behörden auf einem Stausee nahe der Stadt Medellín im nördlichen Department Antioquia. An Bord seien rund 150 Passagiere gewesen. Viele konnten schnell aus dem Wasser geholt werden, 28 Menschen werden aber noch vermisst, sagte die Leiterin der örtlichen Katastrophenbehörde, Margarita María Moncada. Einer Mitteilung der Regionalregierung zufolge wurden zudem 24 Menschen in ein Krankenhaus gebracht. Bei der "El Almirante" handelte es sich um ein Freizeit- und Tourismusschiff.

+++ 1.24 Uhr: Mehrere Tote durch Gewaltwelle im Osten Mexikos +++

Gewaltwelle im Osten Mexikos: Am Wochenende wurden bei mehreren Angriffen zehn Menschen getötet. Unten den Opfern in der Unruheregion Veracruz waren vier Kinder und zwei Polizisten, wie die Behörden mitteilten. Die Zahl der Opfer wurde von zunächst elf nach unten korrigiert.  Zunächst seien zwei Polizeibeamte einem Angriff in einem Restaurant in der Stadt José Cardel zum Opfer gefallen, ein weiterer Polizist sei verletzt worden. Bei einem anderen Vorfall habe ein bewaffnetes Kommando zwei Erwachsene und vier Kinder in der Hafenstadt Coatzacoalcos ermordet. An einem anderen Ort seien zudem zwei Frauen getötet worden. Veracruz ist einer der gefährlichsten Bundesstaaten Mexikos. Mehrere Verbrechersyndikate ringen dort um die Vorherrschaft.

+++ 1.04 Uhr: G20-Sicherheitsleute dürfen in Deutschland Waffen tragen +++

Das Sicherheitspersonal der Delegationen beim G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg darf einem Bericht zufolge nur mit Erlaubnis der Bundesregierung Waffen tragen. Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf das Bundesverwaltungsamt (BVA) berichten, haben bereits mehrere Staaten eine solche Waffenerlaubnis beantragt, darunter die USA,

Großbritannien, Mexiko, Südafrika, Vietnam und die Niederlande. Insgesamt seien bisher neun Anträge auf Erteilung von Waffentrageerlaubnisse beim BVA eingegangen. So hätten auch die Vertreter des Internationalen Währungsfonds (IWF) Genehmigungen für ihre Gipfel-Delegation beantragt. Bisher wurde dem Bericht zufolge kein eingehender Antrag eines G20-Teilnehmer-Staates abgelehnt. 

+++ 0.54 Uhr: 76-Jährige kracht mit Auto in Esszimmer +++

Spektakulärer Crash bei Karlsruhe: Eine 76-jährige Frau ist in der Gemeinde Linkenheim mit ihrem Wagen rund einen Meter hoch in das Esszimmer eines Hauses geschleudert worden. In einer Kurve war sie mit dem Auto mit hoher Geschwindigkeit geradeaus gefahren und hatte einen Metallzaun sowie eine Mauer durchbrochen, wie die Polizei mitteilte. Dabei wurde der Wagen auf einen niedrigen Balkon katapultiert und durchbrach schließlich Hauswand und Glastür. Erst im Esszimmer kam das Fahrzeug zum Stehen. Die Fahrerin hatte zuvor wegen eines Kreislaufzusammenbruchs die Kontrolle über das Auto verloren. Sie und ihr 77-jähriger Beifahrer erlitten leichte Verletzungen. Die Bewohner waren während des Unfalls nicht zu Hause. Die Polizei geht von einem Sachschaden von mindestens 50.000 Euro aus.

+++ 0.50 Uhr: Zehntausende Menschen bei Gay Pride Parade in New York +++

Zehntausende Menschen haben sich in New York an der Gay Pride Parade beteiligt. Zu Fuß, auf Motorrädern oder auf Pritschenwagen zogen sie bei strahlendem Sonnenschein durch Manhattan in Richtung Greenwich Village, um für die Rechte von Homosexuellen, Bisexuellen und Transgender zu demonstrieren. Überall waren Regenbogenflaggen als Symbol der Homosexuellen-Bewegung zu sehen. Viele Teilnehmer trugen farbenfrohe, mitunter sehr knappe Kostüme. Auch prominente Politiker marschierten mit - darunter Bürgermeister Bill de Blasio, der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, und Senator Chuck Schumer, die alle drei der Demokratischen Partei angehören. Zur Sicherung der Veranstaltung waren hunderte Polizisten im Einsatz.

+++ 0.06 Uhr: Rentenkasse mit 2,2 Milliarden Euro Minus +++

Die Rentenkasse hat nach einem Zeitungsbericht im vergangenen Jahr ein Minus von 2,2 Milliarden Euro eingefahren. Damit sei das Minus bei der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) gegenüber dem Vorjahr um gut 600 Millionen Euro höher ausgefallen, berichten die Dortmunder "Ruhr Nachrichten" unter Berufung auf die Kabinettsvorlage zum Entwurf für den Bundeshalt 2018, die am Mittwoch beraten werden soll. Grund für das größere Minus seien höhere Ausgaben als 2015. 2014 hatte die GRV noch einen Überschuss von 3,16 Milliarden Euro erzielt, 2015 rutschte sie dann mit 1,59 Milliarden Euro in die roten Zahlen. Das abermals gestiegene Minus im vergangenen Jahr mache indes keinen Anstieg des Beitragssatzes von derzeit 18,7 Prozent erforderlich, heißt es dem Bericht zufolge in dem Regierungsentwurf des Bundesfinanzministeriums. Dieser könne voraussichtlich bis 2021 stabil bleiben.

nik / DPA / AFP