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News des Tages: EVP suspendiert Orbans Fidesz-Partei

EVP setzt Mitgliedschaft von Fidesz aus +++ EU-Ratschef Tusk hält kurze Verschiebung des Brexits für möglich +++ May bittet um Brexit-Aufschub von drei Monaten +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • EVP suspendiert Fidesz-Partei von Viktor Orban (18.42 Uhr)
  • Tusk: Kurze Verschiebung des Brexits wohl möglich (17.22 Uhr)
  • Lebenslange Haft für Ex-Serbenführer Karadzic für Völkermord in Srebrenica (15.09 Uhr)
  • May bittet um Brexit-Aufschub von drei Monaten (13.12 Uhr)
  • EU verhängt Milliardenstrafe gegen Google (12.10 Uhr)

Die News des Tages im stern-Ticker:

+++ 20.53 Uhr: Söder will neue Medienplattformen als Antwort auf Internetgiganten +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich für neue digitale Medienplattformen als Alternative zu den großen Internetkonzernen ausgesprochen. "Wir müssen eigene Plattformen etablieren", sagte der CSU-Vorsitzende am Mittwochabend vor Zeitungsverlegern in Berlin. "Dafür wären auf Dauer auch Gebührengelder sinnvoll angelegt", sagte Söder mit Blick auf die Diskussion um die Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Sender. Bayern werde in Richtung solcher Plattformen erste Schritte machen, weitere nationale und europäische Schritte müssten folgen. Söder kündigte auch an, Geld dafür bereitzustellen: Der Freistaat werde das zusammen mit der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) finanziell begleiten.

+++ 19.29 Uhr: Düsseldorf: Autoeinbruch führt zu Polizei-Einsatz in Supermarkt +++

Ein Autoeinbruch hat mitten in der Düsseldorfer Innenstadt zu einem spektakulären Polizei-Einsatz in einem Supermarkt geführt. Die zwei mutmaßlichen Täter seien am Mittwoch beobachtet worden und dann vor der Polizei geflüchtet, so ein Sprecher. Einer der beiden sei festgenommen worden, der andere in den Supermarkt gelaufen.

Eine Hundertschaft, die zufällig in der Nähe gewesen sei, habe den Markt durchsucht, so die Polizei. Darunter waren auch schwer bewaffnete Polizisten mit Helmen und Schutzwesten. Der Täter entkam dennoch. Bei dem Einsatz gaben die Beamten Warnschüsse in die Luft ab. Verletzt wurde niemand.

+++ 18.42 Uhr: EVP suspendiert Fidesz-Partei von Viktor Orbán +++

Die Mitgliedschaft der rechtsnationalen ungarischen Fidesz-Partei in der Europäischen Volkspartei (EVP) wird vorerst auf Eis gelegt. Eine Experten-Kommission unter der Führung des ehemaligen EU-Ratschefs Herman Van Rompuy soll nun entscheiden, wann und ob die Mitgliedsrechte der Partei des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban wieder in Kraft gesetzt werden, wie EVP-Chef Josepf Daul auf Twitter mitteilte. 190 von 194 Delegierte stimmten bei einem EVP-Vorstandstreffen am Mittwoch für einen entsprechenden Vorschlag, 3 dagegen. Ein Austritt von Orbans Partei scheint damit zunächst abgewendet.

Zuvor hatte Orban erwirkt, dass der Vorschlag der EVP-Spitze - über den letztlich abgestimmt wurde - nochmal in seinem Sinne geändert wurde. In der neuen Variante hieß es, das EVP-Präsidium und Fidesz hätten sich gemeinsam darauf verständigt, dass Fidesz seine Mitgliedschaft bis zum Ende des Berichts ruhen lasse. Zuvor hatte es in dem Vorschlag noch geheißen, Fidesz würde ohne eigene Mitsprache suspendiert, aber freiwillig auf seine Stimmrechte verzichten und nicht an Parteiveranstaltungen teilnehmen.

+++ 17.22 Uhr: Tusk: Kurze Verschiebung des Brexits wohl möglich +++

EU-Ratspräsident Donald Tusk macht eine Verschiebung des Brexits von der Annahme des Austrittsvertrags im britischen Unterhaus abhängig. Eine kurze Verschiebung sei aus seiner Sicht möglich, wenn die britischen Abgeordneten sich für das Abkommen mit der EU aussprächen, sagte Tusk in Brüssel. Beim EU-Gipfel am Donnerstag müsse allerdings noch diskutiert werden, ob der von Premierministerin Theresa May vorgeschlagene Zeitraum bis Ende Juni aufgrund möglicher rechtlicher und politischer Probleme möglich sei.

+++ 16.32 Uhr: Passagierschiff kollidiert bei Nimwegen mit Frachter +++

Ein Passagierschiff und ein Frachter sind auf der Waal bei Nimwegen an der deutsch-niederländischen Grenze frontal zusammengestoßen. Etwa 200 Menschen seien von dem Schweizer Flusskreuzfahrtschiff "MS Edelweiss" vorsorglich an Land gebracht worden, teilten die Einsatzkräfte am Mittwoch mit. Niemand sei bei dem Vorfall in der Nacht verletzt worden. "Passagiere sind erschrocken, aber keine Verletzten", schrieben die Rettungsdienste auf Twitter.

An Bord des Kreuzers waren nach Angaben der Reederei 160 Schweizer Passagiere und 42 Besatzungsmitglieder. Auf dem Frachtschiff waren nach Medienberichten zwei Menschen. Das Kreuzfahrtschiff soll auf dem Weg nach Rotterdam gewesen sein. Warum die Schiffe kollidierten, war laut Reederei zunächst unklar.

+++ 16.27 Uhr: Mann setzt Schulbus in Italien in Brand - Kinder in Panik +++

Ein Mann hat in Italien einen Bus voller Schulkinder in seine Gewalt gebracht und dann in Brand gesetzt. Nach ersten Angaben wurden rund ein Dutzend Kinder ins Krankenhaus gebracht, allerdings ohne schwere Verletzungen. Dem Mailänder Staatsanwalt Alberto Nobili zufolge wird in alle Richtungen ermittelt und auch ein Terrormotiv geprüft.

Der italienische Staatsbürger mit senegalesischen Wurzeln habe den Schulbus bei Mailand vom Weg abgebracht und ihn anschließend angezündet, erklärte Innenminister Matteo Salvini am Mittwoch. Der Mann sei festgenommen worden. An Bord waren nach Medienberichten rund 50 Kinder, die aber noch vor dem Feuer aussteigen konnten.

+++ 15.50 EVP-Spitze schlägt offiziell Suspendierung Orbans vor +++

Die Spitze der Europäischen Volkspartei hat offiziell vorgeschlagen, die Mitgliedschaft der Fidesz-Partei des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban vorerst auf Eis zu legen. Dies teilte EVP-Vorstandsmitglied Esther de Lange von der niederländischen Mitgliedspartei CDV mit. Die Suspendierung soll so lange gelten, bis ein Weisenrat unter Leitung des früheren EU-Ratschefs Herman van Rompuy beurteilt hat, ob der Fidesz langfristig die Kriterien zur Mitgliedschaft in der EVP erfüllt. Bis dahin sollen Rechte wie die Kandidatur für Parteiposten oder die Teilnahme an EVP-Treffen ruhen.

+++ 15.27 Uhr: Polizisten feuern auf Verdächtigen in Dortmund +++

Polizisten haben auf einen 45-Jährigen in Dortmund das Feuer eröffnet und ihn schwer verletzt. Der Mann habe notoperiert werden müssen, Lebensgefahr habe aber nicht bestanden, sagte ein Sprecher der Dortmunder Staatsanwaltschaft.

Eine Polizeistreife hatte den Dortmunder kontrollieren wollen. Als sich die Polizisten näherten, sei der Mann davongerannt. Von den Beamten eingeholt, habe er einen spitzen Gegenstand gezückt und sie bedroht. Trotz mehrfacher Aufforderung, die Stichwaffe fallen zu lassen, habe er sich geweigert. Als die Beamten dann den Eindruck hatten, der Mann würde sie angreifen, feuerten sie.

+++ 15.09 Uhr: UN-Tribunal: Lebenslang für Ex-Serbenführer Karadzic für Völkermord in Srebrenica +++

Gut 20 Jahre nach dem Völkermord von Srebrenica ist der politisch Hauptverantwortliche, Ex-Serbenführer Radovan Karadzic  (73), zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das entschieden die Richter des UN-Tribunals im Berufungsverfahren in Den Haag. In erster Instanz war Karadzic noch zu 40 Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil ist endgültig.

Die Richter verurteilten den früheren Psychiater für Völkermord, Kriegsverbrechen sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Balkan-Krieges in den 1990er Jahren. Er sei schuldig wegen Mordes, Verfolgung und Zwangsvertreibung bosnischer Muslime. Außerdem habe er die 44 Monate dauernde Belagerung der bosnischen Stadt Sarajevo sowie den Völkermord von Srebrenica zu verantworten.  

1995 hatten serbische Einheiten unter dem serbischen General Ratko Mladic die damalige UN-Schutzzone überrannt und dann rund 8000 muslimische Männer und Jungen ermordet. 

+++ 14.27 Uhr: Polizeitaucher suchen unter Wasser nach vermisster Rebecca +++

Die Berliner Polizei hat bei ihrer Suche nach der vermissten 15-jährigen Rebecca erstmals Taucher eingesetzt. Kräfte einer technischen Einsatzeinheit seien von Booten aus im Wolziger See in Brandenburg getaucht, sagte eine Polizeisprecherin. Weitere Angaben zu geplanten Tauchgängen und deren Hintergrund machte die Behörde zunächst nicht. Rebecca verschwand vor mehr als vier Wochen, am 18. Februar, in Berlin. Eine Mordkommission hat ihren 27 Jahre alten Schwager unter Tatverdacht.

Ein Fotograf berichtete, der Einsatz der Polizeitaucher habe sich am Vormittag im nordöstlichen Bereich des Wolziger Sees abgespielt, wo der Storkower Kanal in das Gewässer mündet. Zwei Boote waren demnach zu sehen. Die Einsatzkräfte nahmen auch eine gelbe Trage mit an Bord.

Mit Booten und speziellen Hunden waren Einsatzkräfte bereits an den beiden Tagen zuvor auf dem Gewässer 50 Kilometer südöstlich der Hauptstadt unterwegs gewesen. Diese Tiere können vom Boot aus Geruchsstoffe wittern, die mit Verwesungsgasen von Leichen im Wasser aufsteigen. Nicht äußern wollte sich die Sprecherin zu der Frage, ob die Taucher möglicherweise einer konkreten, von den Hunden gewitterten Spur folgen.

+++ 14.15 Uhr: Weitere Vorwürfe gegen bayerische Polizisten +++

Der Skandal um fremdenfeindliche Vorfälle bei der bayerischen Polizei weitet sich aus. Es gebe aktuelle Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Traunstein gegen zwei Polizisten, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Mittwoch mit. Der eine Polizist sei nach einer Durchsuchung am Montag suspendiert worden, der andere mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden worden.    

Einer der Polizisten soll demnach in einer aus zwölf Polizisten des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd bestehenden Chatgruppe eine volksverhetzende Nachricht verbreitet haben. Ein anderer Polizist meldete dies, bereits 2018 bekam der Beamte deshalb eine Geldstrafe. In diesem Februar seien dann bei Nachermittlungen Ungereimtheiten aufgefallen. Es sei aufgefallen, dass der damals ermittelte Beamte falsch angegeben hatte, den Urheber der von ihm verbreiteten Nachricht nicht feststellen zu können. Deshalb sei der Polizist nun suspendiert worden und seien Ermittlungen gegen den nun gefundenen Urheber der Nachricht eingeleitet worden.

+++ 13.24 Uhr: Lockerbie-Attentat: Schottische Justiz prüft Stasi-Verbindung +++

In den Ermittlungen zum Flugzeug-Attentat von Lockerbie 1988 führt eine neue Spur nach Deutschland. Die "Bild"-Zeitung berichtete, die schottischen Staatsanwälte gingen der Frage nach, ob Stasi-Agenten womöglich Teil der Terror-Verschwörung des ehemaligen libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi waren, der das Attentat angeordnet haben soll.

Nach Angaben einer Sprecherin erhielt die Staatsanwaltschaft in Frankfurt (Oder) zwischen dem 28. Juni 2018 und dem 13. März fünf "europäische Ermittlungsanordnungen". Dabei wurden laut Staatsanwaltschaft bislang keine Verdächtigen verhört. "Es handelt sich ausschließlich um Zeugenvernehmungen", sagte die Sprecherin. Die Befragten seien ehemalige Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR.

+++ 13.21 Uhr: Gericht sieht Schadenersatzansprüche für Justizopfer Mollath +++

Das Landgericht München I sieht Schadenersatzansprüche für das Nürnberger Justizopfer Gustl Mollath. Eine "Vielzahl von Verfahrensfehlern" habe dazu geführt, dass Mollath zur Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik verurteilt worden sei, sagte der Vorsitzende Richter. Das Gericht in Nürnberg sei damals "bemüht gewesen, das Verfahren schnell zu beenden. Da hat wohl der Sachverhalt etwas drunter gelitten."

Wie hoch der Schadenersatz ausfallen könnte, blieb zunächst völlig offen. Darüber sollen sich Mollath und das Justizministerium als Prozessparteien nun in einem schriftlichen Verfahren austauschen. Ein Termin für eine weitere öffentliche Verhandlung wurde nicht angesetzt.

+++ 13.12 Uhr: May bittet EU um Brexit-Aufschub bis zum 30. Juni +++

Die britische Premierministerin Theresa May hat die EU um eine Verschiebung des Brexit bis Ende Juni gebeten. May sagte im Parlament in London, sie habe EU-Ratspräsident Donald Tusk in einem Brief darüber informiert, dass das Vereinigte Königreich eine Verlängerung der Frist nach Artikel 50 des EU-Vertrages bis zum 30. Juni anstrebe. Die Frist läuft eigentlich am 29. März ab.

 +++ 12.40 Uhr: Renten steigen um mehr als drei Prozent +++

Die gut 20 Millionen Rentner in Deutschland erhalten wie geplant ein deutliches Plus ihrer Altersbezüge: Die Renten steigen zum 1. Juli in Westdeutschland um 3,18 Prozent, im Osten um 3,91 Prozent, wie Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) mitteilte. Die Steigerung entspricht damit genau den jüngsten Prognosen.

Das Rentenniveau steigt damit sogar leicht auf 48,16 Prozent an. Das Niveau im Osten erhöht sich damit von 95,8 Prozent auf 96,5 Prozent des aktuellen Werts im Westen. "Auch in diesem Jahr profitieren die Rentner von der guten Lage am Arbeitsmarkt und den Lohnsteigerungen der Vergangenheit in Form von besseren Renten", sagte Heil. Er zeigte sich überzeugt, dass der Rentenwert Ost bis 2024 dem Westniveau entsprechen werde.

+++ 12.10 Uhr: EU-Wettbewerbshüter verdonnern Google zu 1,49 Milliarden Euro Strafe +++

Die EU-Wettbewerbshüter haben eine Strafe von 1,49 Milliarden Euro gegen den US-Internetriesen Google verhängt. Bei Suchmaschinen-Werbung im Teildienst "AdSense for Search" seien andere Anbieter unerlaubterweise behindert worden, teilte die EU-Kommission mit.

+++ 12.02 Uhr: Unverheiratete Paare in Indonesien mit Stockschlägen für Körperkontakt bestraft +++

In der indonesischen Provinz Aceh sind mehrere unverheiratete Paare öffentlich mit Stockschlägen bestraft worden, weil sie verbotenen Körperkontakt hatten. Die fünf Paare wurden vor einer Moschee in der Provinzhauptstadt Banda Aceh zwischen vier und 22 Mal mit einem Rohrstock geschlagen. Alle von ihnen hatten zuvor Haftstrafen von mehreren Monaten abgesessen.

+++ 11.11 Uhr: CDU und CSU sind offenbar für Suspendierung der Orban-Partei aus EVP +++

CDU und CSU sind dafür, die Mitgliedschaft der rechtsnationalen Partei Fidesz des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban in der Europäischen Volkspartei bis auf Weiteres auszusetzen. Die Unionsspitzen werden bei der entscheidenden Abstimmung die Linie unterstützen, dass Fidesz nicht mehr an Sitzungen der Parteienfamilie teilnehmen darf, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Unionskreisen erfuhr. Damit würde der Fidesz auch seine Stimmrechte verlieren. Fraglich ist allerdings, ob Orban bei einer solchen Entscheidung die EVP nicht von sich aus verlassen wird.

+++ 10.46 Uhr: Kabinett billigt Haushaltsentwurf für 2020 und mittelfristige Finanzplanung +++

Das Bundeskabinett hat den Haushalt für 2020 und die Finanzplanungen für die Folgejahre gebilligt. Der Etatentwurf von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sieht vor, dass der Bundeshaushalt im kommenden Jahr um 1,7 Prozent auf 362,6 Milliarden Euro anwächst. Bis 2023 ist in seiner mittelfristigen Finanzplanung ein weiterer Anstieg des Haushaltsvolumens bis auf 375,1 Milliarden Euro vorgesehen. Neue Schulden soll es wie schon in den vergangenen Jahren weiterhin nicht geben.

+++ 10.23 Uhr: Alstom kann mehr als 40 Züge nach Deutschland liefern +++

Der französische Zugbauer Alstom hat sich einen Auftrag über die Lieferung von 41 Regionalbahnen nach Deutschland gesichert. Er unterzeichnete den Vertrag über 150 Millionen Euro mit der Nahverkehrsgruppe Transdev, wie Alstom am Mittwoch in Paris mitteilte. Die Züge sollen am Alstom-Sitz in Salzgitter in Niedersachsen gebaut und bis September 2022 ausgeliefert werden.

+++ 10.01 Uhr: Verfahren um Millionenklage von Gustl Mollath in München begonnen +++

Vor dem Landgericht München I hat der Zivilprozess über eine Millionenklage des jahrelang gegen seinen Willen in der Psychiatrie untergebrachten Gustl Mollath begonnen. Der 62-Jährige verlangt vom Freistaat Bayern 1,8 Millionen Euro unter anderem für Verdienstausfälle und Schmerzensgeld. Der Freistaat hatte ihm nach seiner Entlassung aus der Psychiatrie 70.000 Euro gezahlt, sieht aber keine weitergehenden Ansprüche.

+++ 9.48 Uhr: Gebäude-Einsturz in Indien - mindestens vier Tote +++

Beim Einsturz eines im Bau befindlichen Gewerbekomplexes in Indien sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Nach dem gestrigen Kollaps des dreistöckigen Gebäudes in der südwestindischen Stadt Dharwad werden noch weitere Opfer unter den Trümmern vermutet, wie die Polizei mitteilte. Die Rettungsarbeiten liefen weiter. Mehr als 40 Verletzte mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die Ursache war zunächst unklar. Medienberichten zufolge hatten im Erdgeschoss bereits einige Einzelhandelsgeschäfte eröffnet, obwohl der Komplex noch gebaut wurde. 

+++ 9.18 Uhr: Bayer-Aktie stürzt nach Glyphosat-Urteil um mehr als zehn Prozent ab +++ 

Nach dem erneuten Glyphosat-Urteil in den USA ist die Bayer-Aktie an der Börse in Frankfurt am Main eingebrochen. Das Papier des Konzerns stürzte bei Öffnung der Börse am Morgen um mehr als zehn Prozent ab. Die Jury eines US-Bundesgerichts in San Francisco hatte gestern befunden, dass das glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel Roundup des US-Herstellers Monsanto, der zu Bayer gehört, zur Krebserkrankung eines Klägers beigetragen habe.

+++ 8.53 Uhr: Medien: May will um Brexit-Aufschub von drei Monaten bitten +++

Die britische Premierministerin Theresa May wird Berichten zufolge die Europäische Union nur um einen kurzen Brexit-Aufschub von etwa drei Monaten bitten. Dies wolle sie heute in einem Brief an den Ratspräsidenten Donald Tusk übermitteln, berichteten mehrere britische Medien unter Berufung auf nicht näher genannte Regierungskreise. Downing Street lehnte jegliche Stellungnahme dazu auf Anfrage ab. Ursprünglich wollte sich Großbritannien am 29. März von der Staatengemeinschaft trennen.

+++ 8.33 Uhr: Juncker erwartet diese Woche keine Entscheidung über Brexit-Termin +++ 

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erwartet diese Woche beim EU-Gipfel noch keine Entscheidung über eine Verschiebung des Brexits. Vermutlich werde man nächste Woche erneut darüber beraten müssen, sagte Juncker im Deutschlandfunk. 

+++ 8.32 Uhr: Erdbeben der Stärke 5,5 im Südwesten der Türkei +++ 

Ein Erdbeben der Stärke 5,5 hat am Morgen den Südwesten der Türkei erschüttert. Die Katastrophenschutzbehörde AFAD meldete, das Zentrum habe im Bezirk Acipayam in der Provinz Denizli gelegen. AFAD meldete mehrere kleinere Folgeerschütterungen aus derselben Gegend. Der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge soll es bislang keine größeren Schäden oder Opfer gegeben haben. 

+++ 7.36 Uhr: Israelische Soldaten töten zwei Palästinenser im Westjordanland +++ 

Bei Zusammenstößen am Josefsgrab im besetzen Westjordanland haben israelische Soldaten zwei Palästinenser getötet. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums erlagen beide Männer ihren Schussverletzungen. Laut israelischer Armee waren gestern Sprengsätze aus einem Fahrzeug geworfen worden, als jüdische Pilger das Grab besuchten. Soldaten hätten daraufhin auf das Fahrzeug geschossen. Das Josefsgrab war in den vergangenen Jahren immer wieder Schauplatz von Auseinandersetzungen. Juden und Muslime verehren verehren den Ort. Einmal im Monat erlaubt die israelische Armee jüdischen Pilgern, das Grab zu besuchen. Dabei kommt es immer wieder zu Zusammenstößen mit Palästinensern.

+++ 7.03 Uhr: Zweiter Mann wegen Verbreitung von Live-Video von Moschee-Anschlag angeklagt +++

In Neuseeland ist ein zweiter Mann angeklagt worden, der das Live-Video des Anschlags in einer Moschee in Christchurch im Internet verbreitet hatte. Der 44-jährige wurde nach Polizeiangaben gestern festgenommen und wegen der Verbreitung unzulässigen Materials in zwei Anklagepunkten beschuldigt. Ein Richter ordnete Untersuchungshaft an. In Neuseeland sitzt bereits ein Teenager in Haft, der das Anschlagsvideo ebenfalls verbreitet hatte. Die Ermittler gehen nicht davon aus, dass der 18-Jährige direkt in die Anschläge verwickelt war. 

+++ 5.00 Uhr: Mehr als 120.000 Menschen in Afghanistan von Überflutungen betroffen +++ 

Nach schweren Unwettern in Afghanistan sind mehr als 122.600 Menschen in Afghanistan von Überschwemmungen betroffen und benötigen humanitäre Hilfe. Das teilte die UN-Organisation für Nothilfe (Ocha) mit. Demnach sind 14 der 34 afghanischen Provinzen betroffen. Mindestens 63 Menschen seien infolge der Überschwemmungen im März umgekommen, weitere 32 verletzt worden, heißt es.

In den acht Provinzen Farah, Kandahar, Helmand, Herat, Kapisa, Parwan, Sabul and Kabul seien fast 5000 Häuser zerstört und mehr als 7500 beschädigt worden. In Afghanistan kommt es jedes Jahr zu Überschwemmungen mit vielen Todesopfern. Die Regenfälle folgen auf die schwersten Dürre im Land seit Jahren, was das Risiko von Überschwemmungen erhöht.

+++ 2.17 Uhr: Vermisster Fünfjähriger in Argentinien in Wüste wiedergefunden +++

Nach 24 Stunden in einer Wüste in Argentinien ist ein Fünfjähriger wohlbehalten aufgefunden worden. Rund tausend Freiwillige hatten nach dem Jungen in der Provinz San Juan im Westen des Landes gesucht, nachdem er Behördenangaben zufolge während eines Spazierganges seiner Familie am Montag vermisst wurde. In der Gegend leben wilde Pumas. Gefunden wurde das Kind von einem ehemaligen Rallye-Fahrer. Es war 21 Kilometer von dem Ort entfernt, an des es zuletzt gesehen worden war. "Mir war kalt, ich habe schlecht geschlafen, angelehnt an einen Felsen", sagte der Kleine der Zeitung "Clarin", als er das Krankenhaus gestern verlassen konnte. Dort war er wegen einer leichten Dehydrierung behandelt worden. Er habe Wasser aus einem Bach getrunken und Gras gegessen, berichtete der Junge.

+++  1.22 Uhr: Erste Opfer der Terrorattacke von Christchurch beigesetzt +++ 

In Christchurch in Neuseeland haben am Morgen die Beisetzungen der ersten der insgesamt 50 Opfer des Terroranschlags auf zwei Moscheen begonnen. Zunächst wurden die Leichen eines Mannes und seiner Sohnes im Memorial Park-Friedhof zu Grabe getragen, wie örtliche Medien berichten. Die beiden waren erst vor wenigen Monaten aus Syrien nach Neuseeland gekommen. 

Bei dem rassistisch motivierten Massaker am vergangenen Freitag sind nach bisherigem Stand 50 Menschen getötet worden. Weitere 30 Menschen wurden verletzt. Der mutmaßliche Täter - ein 28 Jahre alter Rechtsextremist aus Australien - sitzt in Untersuchungshaft. Die meisten Opfer kommen aus Einwandererfamilien. Im Islam ist es eigentlich üblich, dass Tote binnen 24 Stunden beigesetzt werden.  Wegen der kriminaltechnischen Untersuchungen mussten die Familien länger auf die Freigabe der Leichen ihrer Angehörigen warten. 

Nach Attentat in Neuseeland: Premierministerin Jacinda Arden trägt  Kopftuch als Zeichen des Mitgefühls

+++ 0.49 Uhr: Australiens Regierungschef sauer auf Erdogan +++

Australiens Regierungschef Scott Morrison hat verärgert auf Äußerungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zum Anschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland reagiert. Morrison kündigte an, den türkischen Botschafter in Canberra einzubestellen. Die Äußerungen Erdogans bezeichnete er als "sehr beleidigend". Erdogan hatte im türkischen Wahlkampf die Anschläge als Angriffe auf den Islam und auch auf die Türkei verurteilt. Zugleich drohte er Australiern mit antimuslimischer Gesinnung dasselbe Schicksal an, wie es den Truppen der Ententemächte aus Großbritannien und Empire-Ländern wie Australien, Neuseeland sowie Frankreich im Ersten Weltkrieg bei der Schlacht von Gallipoli gegen eine vor allem osmanische Streitmacht widerfahren sei. 

 "Ich empfinde das als sehr beleidigenden Kommentar, natürlich tue ich das, und ich werde den türkischen Botschafter heute zu einem Treffen mit mir einbestellen, um diese Angelegenheit zu erörtern", sagte Morrison dem Sender ABC. Bei den Anschlägen in Neuseeland während des vergangenen Freitagsgebets waren 50 Menschen getötet worden. Bei dem mutmaßlichen Schützen handelt es sich um einen 28-jährigen rechtsextremen Australier.

+++ 0.07 Uhr: Polizist schießt auf Mann - Ein Verletzter in Dortmund +++ 

 Ein Polizist hat in Dortmund auf einen Mann geschossen. Dabei sei dieser verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher in Dortmund am Dienstagabend. In Lebensgefahr schwebe der Mann nicht. Zur Identität konnte die Polizei zunächst nichts sagen. Auch warum der Beamte auf den Mann schoss, war zunächst unklar. Zuvor hatte ein "Bild"-Reporter bei Twitter über den Vorfall berichtet.

rw / wue / DPA / AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(