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News des Tages: Frau und Kind tot aufgefunden: Kohlenmonoxid-Vergiftung vermutet

BGH hebt bundesweit erstes Mordurteil gegen Raser auf +++ Butterpreis steigt wieder +++  Putin präsentiert neue Raketentypen gegen US-Raketenabwehr +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker

Polizeieinsatz

Der Patient wurde bei dem Brand laut Polizeiangaben schwer verletzt (Symbolbild)

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • USA reagieren gelassen auf Putins Waffen-Ankündigung (20.19 Uhr)
  • Frau und Kind tot in Wohnung - Kohlenmonoxid-Vergiftung vermutet (19.20 Uhr)
  • Festnahme nach verdächtigem Brief an Trumps Sohn Donald Jr. (18.40)
  • Hackerangriff auf Bund: Russische Gruppe "Snake" verantwortlich (17.26 Uhr)
  • Butterpreis steigt - Aldi macht den Anfang (16.59 Uhr)
  • Bundesgerichtshof hebt Mordurteil gegen Raser auf (15.13 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 20.19 Uhr: USA reagieren gelassen auf Putins Waffen-Ankündigung +++

Die USA haben gelassen auf die Ankündigung des russischen Präsidenten Wladimir Putin reagiert, neue Waffensysteme zu entwickeln. "Das kommt für uns nicht überraschend", sagte eine Sprecherin des Pentagon am Donnerstag in Washington. "Das amerikanische Volk kann sicher sein, dass wir darauf vollends vorbereitet sind", sagte sie.

Die Erklärung, dies sei eine Antwort auf die Entwicklung von Systemen in den USA, die gegen Moskau gerichtet seien, ließ die Pentagon-Sprecherin nicht gelten. "Sie wissen, dass unsere Raketenabwehr nicht von ihnen abhängt", sagte sie.

Putin hatte zuvor in einer überraschenden Demonstration militärischer Macht angekündigt, Russland entwickle neue, nuklear bestückbare Interkontinentalraketen mit unbegrenzter Reichweite. Sie sollen außerdem für feindliche Systeme praktisch unsichtbar sein. 

+++ 20.08 Uhr: Puigdemont verzichtet auf Amt des Regionalpräsidenten +++

Der Anführer der katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter, Carles Puigdemont, hat auf das Amt des Regionalpräsidenten verzichtet. "Ich werde nicht für das Amt des Regionalpräsidenten kandidieren", sagte Puigdemont am Donnerstagabend in einer in sozialen Netzwerken verbreiteten Videobotschaft. Der Politiker war wegen seiner Unabhängigkeitsbestrebungen im Oktober von der spanischen Justiz als Regionalpräsident Kataloniens abgesetzt worden und hatte sich daraufhin ins Exil nach Belgien abgesetzt, um einer Strafverfolgung in Spanien zu entgehen.

+++ 19.20 Uhr: Frau und Kind tot in Wohnung - Kohlenmonoxid-Vergiftung vermutet +++ 

Eine Frau und ein Kind sind in einer Wohnung in Offenbach nach ersten Erkenntnissen der Polizei durch eine Kohlenmonoxid-Vergiftung ums Leben gekommen. Retter fanden die beiden am Donnerstagnachmittag, wie die Polizei berichtete. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät, der Junge starb trotz Wiederbelebungsversuchen. Bei den Opfern soll es sich um eine 46-Jährige und einen Fünfjährigen handeln. Noch unklar war, ob die beiden Mutter und Sohn waren.

Nach Angaben eines Polizeisprechers hatten Anwohner Benzingeruch bemerkt und die Retter gerufen. Ein Kohlenmonoxid-Warngerät schlug Alarm an, so dass die Feuerwehr das Gebäude nur in Schutzkleidung betreten konnte. Offenbar war ein Stromaggregat in der Wohnung betrieben worden. Die genaue Ursache des Unglücks war aber noch unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlung übernommen.

+++ 18.40 Uhr: Festnahme nach verdächtigem Brief an Trumps Sohn Donald Jr. +++ 

US-Ermittler haben den mutmaßlichen Absender des verdächtigen Briefes an den Sohn und die Schwiegertochter von Präsident Donald Trump festgenommen. Der 24-Jährige soll insgesamt fünf mit weißem Pulver gefüllte Umschläge verschickt haben, sagten Bundesermittler in Boston laut Medienberichten. Neben dem Brief an Donald Trump Jr. und seine Frau Vanessa habe er auch Umschläge an Model und Schauspieler Antonio Sabato Jr. geschickt, der derzeit für einen Sitz im Abgeordnetenhaus kandidiert.

Beim weißen Pulver, das die Trumps erreichte, habe es sich um Speisestärke gehandelt, hieß es. "Ich bin überrascht, dass dein Vater dich im Fernsehen sprechen lässt. Du, der Familientrottel. Eric sieht klug aus", hieß es in dem aus Boston verschickten Brief laut einem Bericht des Senders NBC. Eric Trump, 34, ist der jüngere Bruder von Donald Trump Jr., 40.

+++ 17.44 Uhr: Freisprüche nach folgenschwerem Polizistenmord in der Türkei +++

Im Juli 2015 führte der Mord an zwei Polizisten in der Türkei maßgeblich zum Ende des Friedensprozesses mit der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK - nun sind die neun Angeklagten in dem Verfahren freigesprochen worden. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Das Gericht in der südosttürkischen Stadt Sanliurfa folgte nicht der Staatsanwaltschaft, die lebenslange Haft für die Beschuldigten gefordert hatte. Die Angeklagten hatte die Tat bestritten. Nach dem Freispruch erscheint fraglich, ob der Doppelmord je aufgeklärt werden wird.

Die beiden Polizisten waren am im Juli 2015 in ihrer Unterkunft in der Provinz Sanliurfa im Schlaf erschossen worden. Die PKK hatte sich zunächst zu der Tat bekannt und den beiden Polizisten Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorgeworfen, der kurz zuvor ein schwerer Anschlag auf ein kurdisches Kulturzentrum in Suruc angelastet worden war. Nach dem Anschlag auf die Polizisten nahm die türkische Armee wieder Luftangriffe auf die PKK im Nordirak auf. Später dementierte die PKK, dass sie die Tat verübt hatte.

+++ 17.26 Uhr: Russische Hackergruppe "Snake" soll hinter Angriff auf Datennetz des Bundes stecken +++

Eine unter dem Name "Snake" bekannte russische Hackergruppe soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hinter dem Angriff auf das Datennetzwerk des Bundes stehen. Ermittlungen hätten ergeben, dass es sich bei den Cyber-Spionen vermutlich nicht um die zunächst verdächtigte Gruppe "APT28" handele, hieß es in Berlin. Die "Snake"-Cyberspione sind auch unter dem Namen "Turla" oder "Uruburos" bekannt.

+++ 16.59 Uhr: Butter wird teurer - Aldi macht den Anfang +++

Der Butterpreis steigt wieder. Nach einem kräftigen Preisrutsch für das 250-Gramm-Paket Deutsche Markenbutter um 30 Cent auf 1,29 Euro erhöhten die Discounter Aldi Süd und Aldi Nord ihre Preise wieder gemeinsam auf 1,59 Euro. Mit 1,99 Euro hatte der Preis zuletzt im Herbst vergangenen Jahres eine Rekordhöhe erreicht. Es sei voraussichtlich nur eine Frage von Stunden oder wenigen Tagen, bis der neue Preis auch von der Branche übernommen werde, sagte der Handelsexperte Matthias Queck von der Analystengruppe der "Lebensmittel Zeitung".

Traditionell zähle der Butterpreis zu den sogenannten Eckpreisen im Handel und sei für viele Menschen ein gefühltes Indiz für die Entwicklung der Preise 

+++ 16.02 Uhr: Obdachloser in Erfurt vermutlich erfroren +++

In Erfurt ist ein Obdachloser vermutlich erfroren. Zwei andere obdachlose Männer fanden den 44-Jährigen am Vormittag in einem leerstehenden Haus nahe dem Hauptbahnhof, wie die Polizei in der thüringischen Landeshauptstadt mitteilte. Es gebe keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Die Polizei schloss einen Tod durch Erfrieren nicht aus. Die Ermittlungen zu den genauen Todesumständen dauerten noch an.

+++ 15.57 Uhr: Frau stirbt nach Sturz in eiskalten Fluss +++

Einen Tag nach dem Sturz in einen eiskalten Fluss bei Paderborn ist eine 44-Jährige im Krankenhaus gestorben. Das teilte die Polizei mit. Ein Spaziergänger war am Mittwochnachmittag durch den bellenden Hund der Frau auf die 44-Jährige aufmerksam geworden. Der 63-Jährige zog die bewusstlose Frau aus dem Wasser der Alme, alarmierte den Notarzt und leistete Erste Hilfe. Rettungskräfte brachten die Frau ins Krankenhaus. Nach Polizeiangaben kam die 44-Jährige nicht wieder zu Bewusstsein. "Wir gehen von einem Unfall aus", sagte ein Sprecher.

+++ 15.13 Uhr: BGH hebt bundesweit erstes Mordurteil gegen Raser auf +++

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das bundesweit erste Mordurteil gegen Raser aufgehoben. Er gab der Revision zweier Männer statt, die nach einem illegalen Autorennen mit tödlichem Ausgang vom Landgericht Berlin zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt worden waren. Der BGH wies die Sache zur Neuverhandlung an eine andere Kammer des Gerichts zurück.

+++ 14.30 Uhr: Hackerangriff auf Regierung dauert offenbar weiter an +++

Der Hackerangriff auf die Bundesregierung dauert offenbar weiter an. Es handele sich um "einen veritablen Cyberangriff auf Teile des Regierungsnetzes", sagte der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestages (PKGr), Armin Schuster (CDU), nach einer Sitzung des Gremiums in Berlin. Es gehe um einen "noch laufenden Angriff", sagte Schuster im Namen des gesamten PKGr weiter. 

+++ 14.05 Uhr: Mutter legt in Prozess um Babyleiche in Sachsen Geständnis ab +++

Im Prozess um eine im sächsischen Wilkau-Haßlau gefundene Babyleiche hat die Mutter ein Geständnis abgelegt. Die 33-Jährige sagte vor dem Landgericht Zwickau, sie habe das Kind im August 2016 heimlich zu Hause entbunden und nicht versorgt. Sie habe den Jungen zu einer Babyklappe bringen wollen, auf dem Weg dorthin aber festgestellt, dass er tot gewesen sei. Daraufhin habe sie das Baby auf einer Wiese in der Nähe ihres Wohnorts abgelegt, wo die Leiche erst zehn Monate später entdeckt wurde. Im August vergangenen Jahres wurde die 33-jährige aus Wilkau festgenommen. Die Anklage wirft der Frau Totschlag durch Unterlassen vor. Vor Gericht gab die mehrfache Mutter dem Justizsprecher zufolge an, dass ein weiteres Kind nicht in ihre Familienplanung gepasst habe.

+++ 13.30 Uhr: Schneechaos in der Schweiz - Flughafen Genf zeitweise geschlossen +++

Die eigentlich Schnee gewohnten Schweizer sind in Genf und anderswo vom späten Wintereinbruch überrascht worden. Nach den ersten anhaltenden Schneefällen dieser Wintersaison kapitulierte der Flughafen und sagte zunächst sämtliche Flüge ab. Schneechaos gab es nicht nur in Genf, wo nach schneereicher Nacht rund zwölf Zentimeter Schnee lagen. Auch in Zürich und anderswo blieben Autos liegen, der Berufsverkehr stoppte und Busse und Straßenbahnen stellten den Dienst ein.  

+++ 13.38 Uhr: Slowakische Polizei nach Journalisten-Mord auf "italienischer Spur" +++

Im Zusammenhang mit dem Mord an dem slowakischen Enthüllungsjournalisten Jan Kuciak hat die Polizei die Festnahme mehrerer italienischer Geschäftsmänner gemeldet. Die Namen der Männer waren auch im letzten Artikel von Kuciak über mutmaßliche Verbindungen zwischen der Regierungspartei der Slowakei zur italienischen Mafia aufgetaucht, sagte der Polizeichef. Demnach gab es Durchsuchungen und Festnahmen in mehreren Orten der Slowakei. "Wir können von einer italienischen Spur sprechen."

Kuciak war am Sonntag zusammen mit seiner Verlobten in seinem Haus in einem Vorort von Bratislava erschossen aufgefunden worden. Der Journalist schrieb für das zur deutsch-schweizerischen Mediengruppe Ringier Axel Springer Media gehörende Nachrichtenportal "aktuality.sk".

+++ 13.00 Uhr: Flugzeugabsturz bei Waldburg vermutlich durch vereiste Klappe +++

Der Absturz eines Kleinflugzeugs bei Waldburg (Baden-Württemberg) mit drei Toten ist vermutlich durch eine vereiste Klappe ausgelöst worden. Das sagte die Sprecherin der zuständigen Staatsanwaltschaft in Ravensburg. Nach den bisherigen Ermittlungen sei die Klappe beim Landeanflug auf Friedrichshafen nicht ausgefahren worden. Das könne dazu geführt haben, dass das Flugzeug ins Trudeln geriet und abstürzte. Hinweise auf einen technischen Defekt oder eine Erkrankung der Besatzung habe es nicht gegeben.

Die Cessna war Mitte Dezember mit drei Männern an Bord in Hessen gestartet und über einem Waldstück bei Waldburg abgestürzt. Alle Insassen starben, unter den Opfern befand sich auch der 79-jährige Thermen-Investor Josef Wund.

+++ 12.52 Uhr: Rucksack mit voller Windel sorgt für S-Bahn-Räumung +++

Ein Rucksack mit einer vollen Windel hat im Rhein-Main-Gebiet zur Räumung einer S-Bahn im Berufsverkehr geführt. Das auffällig gewordene Gepäckstück sei niemandem zuzuordnen gewesen, begründete die Bundespolizei die drastische Maßnahme. Entschärfungsexperten rückten am Bahnhof Rödermark-Ober-Roden an, auch Polizei, Feuerwehr und Rettungssanitäter standen parat - doch am Ende stellte sich alles glücklicherweise als Fehlalarm heraus. In dem Rucksack habe sich eine Babywindel befunden, sagte ein Polizeisprecher in Offenbach. Der Bahnhof war für etwa drei Stunden gesperrt. 

+++ 12.50 Uhr: Noch kein Fehler in der Rückrunde: Videobeweis "auf einem guten Weg" +++

Der umstrittene Videobeweis funktioniert in der Rückrunde der Fußball-Bundesliga bislang deutlich besser als noch in der ersten Hälfte der Saison. Nach dpa-Informationen ergibt die interne Auswertung des Deutschen Fußball-Bundes, dass es an den ersten sieben Spieltagen der Rückrunde noch zu keiner falschen Entscheidung durch den Eingriff des Videoassistenten gekommen ist.

In den 153 Spielen der Hinrunde konnten laut DFB-Statitik zwar 37 Fehlentscheidungen durch den Videobeweis verhindert werden. In elf Fällen führte aber erst der Eingriff des Videoassistenten dazu, dass der Schiedsrichter auf dem Platz eine falsche Entscheidung traf. In der Rückrunde dieser Saison kam der Videobeweis bislang 64 Mal zum Einsatz. 57 Mal korrigierte der Schiedsrichter daraufhin auch seine Entscheidung. 

+++ 12.43 Uhr: Facebook darf Daten von Whatsapp-Usern weiter nicht nutzen +++

Facebook darf nach einer Entscheidung des Hamburgischen Oberverwaltungsgerichts (OVG) vorerst keine personenbezogenen Daten deutscher Nutzer des Messengerdienstes WhatsApp nutzen. Das OVG bestätigte damit eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts der Hansestadt. Die Richter argumentierten, dass die Zustimmung der Anwender zu den Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien voraussichtlich nicht den deutschen Datenschutzvorschriften entspreche. Dem Verfahren vorausgegangen war eine Anordnung des Hamburger Datenschutzbeauftragten, der Facebook im Herbst 2016 die Pläne zur Verwendung einiger Informationen deutscher WhatsApp-Nutzer untersagt hatte.

+++ 12.33 Uhr: Meteorologen erwarten glatte Straßen zum Wochenende +++

Autofahrer müssen sich am Beginn des Wochenendes auf glatte Straßen einstellen. Denn ab Freitagnachmittag zieht ein Regenband über Deutschland hinweg, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Die Folge: In der Nacht zum Samstag fällt in den Hochlagen Schnee, und im Flachland gibt es Regen - der auf dem eiskalten Boden sofort gefriert.

Wann und wo es kritisch wird, ist noch unklar. "Das kommt darauf an, wann und wie viel es regnet. Tagsüber wird es überhaupt nicht gefährlich", sagte ein Meteorologe des DWD am Donnerstag in Offenbach. Denn dann liegen die Temperaturen vielerorts über dem Gefrierpunkt. Auch dort, wo es besonders viel regne, gebe es kaum Glätte - der Regen taue entstehendes Eis sofort wieder weg.

+++ 12.27 Uhr: Borussia Dortmund: Kein gemeinsamer Fan-Schal mit Salzburg +++

Borussia Dortmund will zu den Europa-League-Spielen gegen RB Salzburg keinen Fan-Schal mit den Logos beider Clubs in den Verkauf bringen. Das berichtete die "Bild"-Zeitung. Zwar firmiert der österreichische Fußballmeister bei internationalen Spielen offiziell unter dem Namen FC Salzburg, im Logo des Vereins ist aber der Schriftzug des Brauseherstellers Red Bull zu sehen.

"Wir bringen grundsätzlich keine Schals in den Verkauf, auf denen ein werbliches Logo gemeinsam mit unserem zu sehen ist", begründete Dortmunds Marketing-Direktor Carsten Cramer.

+++ 12.25 Uhr: AfD-Antrag auf Dauerhaft für "Gefährder" stößt auf Ablehnung +++

Die AfD ist mit einem Vorschlag für eine erweiterte "Gefährder"-Präventivhaft im Bundestag auf Ablehnung und Unverständnis gestoßen. Die AfD-Fraktion begründete ihren Antrag damit, dass mehrere islamistische Terroristen, die in Europa Anschläge verübt hätten, der Polizei vorher bekannt gewesen seien.

Als "Gefährder" bezeichnen die Sicherheitsbehörden Menschen, denen sie einen Terroranschlag oder eine andere "Straftat von erheblicher Bedeutung" zutrauen. Die AfD will ausländische "Gefährder" ins Gefängnis stecken - notfalls ohne zeitliche Begrenzung. Voraussetzung für die Haft soll eine richterliche Anordnung sein. Die Grünen-Innenpolitikerin Irene Mihalic sagte während der ersten Beratung im Bundestag, der Gesetzentwurf der AfD sei mit dem Grundgesetz unvereinbar. 

+++ 12.19 Uhr: Kölner Archiv-Einsturz: Staatsanwaltschaft prüft weitere Anklage +++

Im Prozess um den Einsturz des Kölner Stadtarchivs könnte es bald einen weiteren Angeklagten geben. Die Staatsanwaltschaft ermittle gegen einen Oberbauleiter wegen fahrlässiger Tötung und Baugefährdung, sagte eine Sprecherin der Kölner Behörde. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Im Fall einer Anklage wäre der für den Spezialtiefbau verantwortliche Ingenieur nach einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers" der ranghöchste Vertreter der am U-Bahn-Bau beteiligten Firmen, der sich vor Gericht verantworten müsste. Der Verdacht gegen den Oberbauleiter beruhe auf Angaben, die einer der Angeklagten im Prozess gemacht habe, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. 

+++ 11.55 Uhr: Putin präsentiert neue Raketentypen gegen US-Raketenabwehr +++

Als Reaktion auf die US-Raketenabwehr hat der russische Präsident Wladimir Putin bei seiner Rede an die Nation neue Raketentypen der Streitkräfte vorgestellt. Putin präsentierte unter anderem eine schwere Interkontinentalrakete, einen atombetriebenen Marschflugkörper und einen neuartigen Torpedo. Keine dieser Waffen sei mit herkömmlichen Mitteln abzufangen, sagte Putin.

+++ 11.15 Uhr: Ermittlungen gegen AfD-Politikerin eingestellt +++

Für die saarländische AfD-Politikerin Laleh Hadjimohamadvali bleibt eine islamkritische Aussage ohne juristische Folgen. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken stellte ihre Ermittlungen gegen die im Iran geborene Politikerin wegen des Verdachts der Volksverhetzung ein. Die Ermittlungen drehten sich um Hadjimohamadvalis Aussage, der Islam sei "schlimmer als die Pest". Dieser Ausspruch erfüllt nach Auffassung der Staatsanwaltschaft nicht den Tatbestand der Volksverhetzung, weil er sich nicht gegen eine religiöse Gruppe, sondern gegen die Religion als solche richte. 

+++ 9.56 Uhr: CDU-Politiker Hans ist neuer Ministerpräsident im Saarland +++

Der CDU-Politiker Tobias Hans ist neuer Ministerpräsident des Saarlands. Der bisherige CDU-Fraktionschef wurde auf einer Sondersitzung des Landtags in Saarbrücken mit 40 von 51 abgegebenen Stimmen zum neuen Regierungschef gewählt. Er tritt die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer an, die seit Montag CDU-Generalsekretärin ist.

+++ 9.45 Uhr: Hacker-Angriff auf Bundesnetz lief mindestens bis Mittwoch +++

Der Hacker-Angriff auf das Datennetzwerk des Bundes hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur mindestens bis Mittwoch angedauert. Deutsche Sicherheitsbehörden hätten die Angreifer dabei jedoch beobachtet, um Informationen über Ziele und Herkunft der Attacke zu erfahren, hieß es in Sicherheitskreisen. 

+++ 9.05 Uhr: Lebenslange Haft für Messerstecher von Hamburg +++

Im Prozess um den tödlichen islamistischen Messerangriff in einem Hamburger Supermarkt ist der geständige Angeklagte zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das Urteil des Hamburger Oberlandesgerichts gegen den 27-jährigen Ahmad A. erging wegen Mordes und sechsfachen versuchten Mordes jeweils in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Zudem stellte das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest, was eine vorzeitige Haftentlassung erheblich erschwert.

+++ 8.43 Uhr: Queen Elizabeth entging 1981 nur knapp einem Mordanschlag +++

Queen Elizabeth II. ist laut einem Geheimdienstbericht bei einem Besuch in Neuseeland im Jahr 1981 nur knapp dem Mordanschlag eines offenbar geistig verwirrten 17-Jährigen entgangen. Der Täter Christopher Lewis feuerte damals einen Schuss in Richtung des Autos der britischen Königin, wie jetzt veröffentlichte Unterlagen des neuseeländischen Geheimdienstes SIS zeigen. Durch den Schuss wurde niemand verletzt. Lewis wurde kurze Zeit später in Zusammenhang mit einem anderen Verbrechen festgenommen und habe bei der Vernehmung auch seinen Anschlagversuch auf die Queen gestanden.

+++ 8.43 Uhr: Ausgebüxte Zebras rufen Polizei auf den Plan +++

Einen tierischen Einsatz haben zwei Zebras der Polizei in Ludwigshafen beschert. Wie die Beamten in der rheinland-pfälzischen Stadt mitteilten, büxten die Tiere am Vorabend aus einem Zirkus aus, woraufhin sich Anwohner bei den Ordnungshütern meldeten. "Durch fünf Streifenwagenbesatzungen wurde die Safari beziehungsweise Verfolgung aufgenommen", hieß es im Polizeibericht. Hilfe bei der Suche kam den Angaben zufolge zudem von einem Zirkusmitarbeiter. Gemeinsam sei es gelungen, die Tiere nahe eines Weihers wieder einzufangen, "wo sie gemütlich grasten". Die Zebras wurden zurück in den Zirkus gebracht. 

+++ 8.33 Uhr: Zahl der Studienberechtigten in Deutschland gesunken +++

Im vergangenen Jahr haben weniger Schüler eine Hoch- oder Fachhochschulreife erworben. Die Zahl der Studienberechtigten sank 2017 um drei Prozent auf 440.000, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren 14.000 weniger. Dennoch lag die Zahl immer noch deutlich höher als zehn Jahre zuvor, als 434.000 Schüler eine Studienberechtigung erworben hatten. Generell entwickelte sich die Zahl der Studienberechtigten in den Ländern unterschiedlich. In Ostdeutschland einschließlich Berlin stieg die Zahl im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 3,4 Prozent, während sie in Westdeutschland um 4,1 Prozent sank.

+++ 8.29 Uhr: Polizist erschießt bei Einsatz in Mecklenburg-Vorpommern Einbrecher +++

Bei einem Einsatz gegen drei Einbrecher hat ein Polizist in Mecklenburg-Vorpommern einen Beteiligten erschossen. Nach Polizeiangaben stiegen die Männer in der Nacht zum Donnerstag in einen Kiosk in Neubrandenburg ein und wurden von einer Anwohnerin bemerkt, die Alarm schlug. Die Polizei rückte demnach mit mehreren Streifenwagen an und forderte die Einbrecher auf, sich zu stellen. "In weiterer Folge kam es zu einem Schusswaffengebrauch eines Polizeibeamten gegen einen 27-Jährigen Tatverdächtigen", erklärten die Beamten ohne nähere Angaben. Das Opfer sei am Oberkörper getroffen worden und später im Krankenhaus gestorben. Die genauen Umstände des Einsatzes sollen laut Polizei untersucht werden.

+++ 8.13 Uhr: Einigung in Brüssel auf neue Regeln gegen Lohndumping +++

In der Europäischen Union können neue Regeln gegen Lohndumping bei der Entsendung von Arbeitnehmern in Kraft treten. Vertreter von EU-Parlament, EU-Kommission und den 28 Mitgliedstaaten einigten sich auf die Reform der Entsenderichtlinie, wie sie mitteilten. Über die Entsendung von Arbeitnehmern wird seit geraumer Zeit gestritten. Nach der ursprünglichen EU-Richtlinie von 1996 kann eine Firma ihre Angestellten befristet zur Arbeit in andere Länder schicken und dabei weiter Sozialabgaben wie im Heimatland zahlen. Die Osterweiterung der EU hat dazu geführt, dass Firmen aus Polen und anderen osteuropäischen Länder diese Regelung intensiv nutzen.

+++ 8.05 Uhr: Dritte fünfstündige Feuerpause im syrischen Ost-Ghuta startet +++

Am dritten Tag in Folge sollen im belagerten syrischen Rebellengebiet Ost-Ghuta an diesem Donnerstag für mehrere Stunden alle Kampfhandlungen eingestellt werden. In den vergangenen Tagen brachte die von Russland verkündete temporäre Waffenruhe in dem umkämpften Gebiet einen zeitweisen Rückgang der Gewalt. Sie ermöglichte aber weder die angepeilten Hilfskonvois für Hunderttausende notleidende Menschen noch konnten Zivilisten das Kampfgebiet verlassen. Syrische Jets flogen Aktivisten in Ost-Ghuta zufolge in der Nacht erneut Luftangriffe auf das Gebiet. UN-Vertreter und Hilfsorganisationen halten das fünfstündige Zeitfenster für zu klein, um große Hilfslieferungen mit dringend benötigten medizinischen Produkten und Nahrungsmitteln in die Region zu bringen. Die humanitäre Situation dort ist Helfern zufolge  

+++ 7.35 Uhr: Daimler übernimmt Car2Go komplett +++

Der Daimler-Konzern hat die restlichen Anteile an seiner Carsharing-Tochter Car2Go in Europa komplett von der Autovermietung Europcar übernommen. Damit könnte ein nächster Schritt zu einer möglichen Fusion mit dem bisherigen Konkurrenten DriveNow von BMW vollzogen sein. Wie die Daimler Finanzsparte mitteilte, kaufen die Stuttgarter die übrigen 25 Prozent der Car2Go Europe GmbH, die bisher beim französischen Unternehmen Europcar lagen. Sollten die Aufsichtsbehörden dies genehmigen, kann Daimler so seine bislang 75 Prozent auf sämtliche Anteile an Car2Go aufstocken. In der Branche wird bereits seit längerem damit gerechnet, dass der Carsharing-Anbieter mit dem BMW-Ableger DriveNow zusammengelegt werden könnte.

+++ 7.11 Uhr: Spotify kündigt Börsengang an +++

Der weltgrößte Musikstreamingdienst Spotify hat seinen mit Spannung erwarteten Börsengang angekündigt. Das schwedische Unternehmen teilte mit, es werde an der New Yorker Börse Aktien im Wert von etwa einer Milliarde Dollar (rund 814 Millionen Euro) platzieren. Es war seit geraumer Zeit erwartet worden, dass Spotify sich aufs Börsenparkett wagen würde. Aus den bei der US-Börsenaufsicht (SEC) eingereichten Dokumenten geht hervor, dass Spotify den Wert des Unternehmens auf 23,4 Milliarden Dollar schätzt. Demnach will das Unternehmen keine neuen Aktien ausgeben, sondern bestehende Anteile an der Börse platzieren. So sollen die Gründer und Investoren die Kontrolle behalten. Zudem sollen Kosten für die Beteiligung von Banken an der Emission vermieden werden. 

+++ 6.08 Uhr: Astronomen entdecken Signale der ersten Sterne im Universum +++

Astronomen haben zum ersten Mal Signale der allerersten Sterne empfangen, die vor 13,6 Milliarden Jahren - 180 Millionen Jahre nach dem Urknall - entstanden sind. Die bahnbrechende Entdeckung sei mit Hilfe eines kleinen Radioteleskops in Australien gelungen, teilten die Forscher im Wissenschaftsmagazin "Nature" mit. Sie müsse noch durch weitere Untersuchungen und stärkere Instrumente bestätigt werden. Die Erkenntnis ist das Ergebnis von zwölf Jahren Forschung unter der Leitung des Astronomen Judd Bowman von der Universität von Arizona. Die Astrophysiker waren überrascht von der Intensität der Signale. Dies lasse vermuten, dass sich das Universum schneller als vermutet abgekühlt habe. Die neuen Erkenntnisse könnten dabei helfen, das Geheimnis der dunklen Materie besser zu verstehen, die für die Teleskope unsichtbar ist, aber mehr als ein Viertel des Universums ausmacht.

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++ 5.06 Uhr: Bericht: SPD will Minister erst am 12. März benennen +++

Die SPD-Führung will einem Bericht zufolge ihre Minister für die geplante große Koalition erst am 12. März benennen. Das habe die Fraktionschefin und designierte Parteivorsitzende Andrea Nahles intern im Willy-Brandt-Haus angekündigt, berichtet die "Rhein-Neckar-Zeitung". Durch die Bekanntgabe zu dem späten Zeitpunkt wolle Nahles verhindern, dass ihr Personaltableau eine Woche lang "zerredet wird", hieß es. In Parteikreisen wurde das zunächst nicht bestätigt. Die SPD will am 4. März das Ergebnis ihres Mitgliederentscheids über den mit der Union ausgehandelten Koalitionsvertrag bekanntgegeben. Stimmt eine Mehrheit zu, kann die SPD sechs Ministerposten besetzen: Außen, Finanzen, Arbeit und Soziales, Justiz, Familie und Umwelt.

+++ 4.41 Uhr: Strenger Frost zum meteorologischen Frühlingsbeginn +++

Mit einer eiskalten Nacht hat in Deutschland der meteorologische Frühling begonnen. So fielen die Temperaturen im Erzgebirge auf bis zu minus 18 Grad, wie auf der Internetseite des Wetterdienstes Kachelmannwetter zu sehen war. Auch in Berlin herrschte bei bis zu minus 12 Grad strenger Frost. In München zeigte das Thermometer minus elf Grad, in Hamburg minus 10 Grad. Etwas milder war es bereits im Westen, so wurden in Köln noch minus 6 Grad registriert. Auf den Straßen rollte der Verkehr zunächst ohne Probleme. Mit Beginn des Monats März lässt Deutschland den Höhepunkt der Kältewelle wohl hinter sich. Von Westen her wird es in den nächsten Tagen wärmer.

+++ 4.33 Uhr: Sterilisations-Witz: Keith Richards entschuldigt sich bei Mick Jagger +++

Rolling Stones-Gitarrist Keith Richards hat sich bei Mick Jagger für einen Witz auf dessen Kosten entschuldigt. "Ich bedauere zutiefst die Äußerungen von mir über Mick im 'WSJ', die völlig daneben waren", schrieb er auf Twitter. Er habe sich persönlich entschuldigt. Zuvor hatte Richards Jagger im "Wall Street Journal" als alten Lustmolch bezeichnet, nachdem dieser im Dezember 2016 mit 73 Jahren zum achten Mal Vater geworden war. "Es ist Zeit für einen Schnitt - man kann in dem Alter kein Vater sein. Diese armen Kinder!" scherzte Richards. Jagger hat acht Kinder von fünf Frauen. Er war bereits 2014 Urgroßvater geworden, als die Tochter seiner ältesten Tochter Jade Jagger ein Kind bekam.

+++ 4.01 Uhr: Picasso-Gemälde für knapp 50 Millionen Pfund versteigert +++

Ein Gemälde von Pablo Picasso, auf dem er seine Geliebte Marie-Thérèse Walter porträtiert hatte, ist in London für knapp 50 Millionen Pfund (rund 56 Millionen Euro) versteigert worden. Das teilte das Londoner Auktionshaus Sotheby's mit. Das surrealistische Öl-Gemälde mit dem Titel "Femme au béret et à la robe quadrillée (Marie-Thérèse Walter)" (Frau mit Barett in dem karierten Kleid) stammt aus dem Jahr 1937. Es wurde im Rahmen eines Verkaufs von impressionistischer und moderner Kunst zum ersten Mal versteigert. Der Schätzpreis lag bei umgerechnet rund 41 Millionen Euro. Angaben zum Käufer und Verkäufer machte das Auktionshaus nicht.

+++ 3.31 Uhr: Dokumente belasten Ex-VW-Chef Winterkorn in Dieselaffäre +++

In der Affäre um manipulierte Abgaswerte bei VW geraten der Konzern und der ehemalige Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn stärker unter Druck. Wie das "Handelsblatt" berichtet, hat das Landgericht Stuttgart verfügt, dass der Wolfsburger Autobauer zwei Dokumente aus dem Mai 2014 offen legen muss. Darin wird dem damaligen Konzernchef detailliert über den Verstoß gegen US-Abgasvorschriften berichtet - 16 Monate, bevor der Dieselskandal von den US-Behörden öffentlich gemacht wurde. Die dem "Handelsblatt" vorliegenden Schreiben stammen von Frank Tuch, dem damaligen Chef der Qualitätssicherung, und Bernd Gottweis, der den Ausschuss für Produktsicherheit leitete. Tuch schlug in dem an Winterkorn adressierten Schreiben Alarm: "Bei Real Driving Emission Tests (RDE) in den USA wurden die Stickoxid-Grenzwerte deutlich überschritten - um den Faktor 15 bis 35", zitiert die Zeitung aus dem Brief. Die Behörden erwarteten eine entsprechende Kommentierung, die VW-Aggregateentwicklung habe deshalb eine Arbeitsgruppe gegründet. Das Schreiben erhielt Winterkorn dem Bericht zufolge in seinem Wochenendkoffer Ende Mai 2014.

+++ 3.00 Uhr: Mutmaßlicher deutscher Militärberater der Taliban in Afghanistan gefasst +++

In Afghanistan ist ein Deutscher festgenommen worden, der vermutlich als Militärberater für die Taliban gearbeitet hat. Die afghanischen Behörden teilten mit, der Mann sei am Montagabend im Bezirk Gereschk in der Provinz Helmand gefasst worden. Er sei der Militärberater von Mullah Nasir, dem Kommandeur der Taliban-Elitetruppe "Rote Einheit" in Helmand, sagte der Polizeichef des Bezirks Gereschk, Ismail Chplwak. Die "Rote Einheit" dient als Spezialeinheit der Taliban und hat viele tödliche Anschläge auf die afghanische Armee und Polizei verübt. Die Provinz Helmand, aus der ein Großteil der afghanischen Opiumproduktion kommt, wird in weiten Teilen von den radikalislamischen Taliban kontrolliert. Sie haben in den vergangenen Jahren die Kontrolle über den Drogenanbau und Drogenhandel übernommen und finanzieren sich damit.

+++ 2.17 Uhr: Hacker griffen womöglich Ministerien in ganz Europa an +++

Die Cyberattacke auf deutsche Regierungsstellen könnte nach Einschätzung eines Experten Teil eines größeren organisierten Spionageangriffs auf EU-Staaten sein. Das sagte der Leiter des Cyberspionage-Analyseteams bei der US-Sicherheitsfirma FireEye, Benjamin Read, der Zeitung "Welt". Hinter dem Angriff auf das besonders geschützte Internetnetz der Bundesregierung steckt seinen Angaben zufolge die Hackergruppe APT28. "Wir beobachten seit einigen Monaten, dass APT28 gezielt Außen- und Verteidigungsministerien in der europäischen Union angreift und versucht, sich Zugang zu geschützten Systemen zu verschaffen", sagte Read der "Welt". Die Forscher der Firma FireEye ordnen die Hackergruppe APT28 demnach dem russischen Staat zu. APT28 sei "eindeutig keine gewöhnliche Gruppe krimineller Hacker, die auf finanzielle Gewinne aus ist", sagte Benjamin Read der "Welt".

+++ 2.09 Uhr: Walmart erhöht Mindestalter für Schusswaffenkauf auf 21 Jahre +++

Nach dem Massaker an einer High School in Florida hat der US-Einzelhandelsriese Walmart das Mindestalter für den Kauf von Schusswaffen auf 21 Jahre erhöht, wie das Unternehmen mitteilte. "Im Licht der jüngsten Ereignisse haben wir die Gelegenheit ergriffen, unsere Regeln beim Verkauf von Schusswaffen zu überprüfen." Von jetzt an werde die Altersbegrenzung für den Kauf von Schusswaffen und Munition auf 21 Jahre erhöht, hieß es.

+++ 2.05 Uhr: Krankenhausessen lässt oft zu wünschen übrig

Krankenhausessen in Deutschland lässt oftmals zu wünschen übrig. "Wir Gesunden schaffen es schon kaum, uns täglich gesund zu ernähren. Vielen Kranken gelingt das in Kliniken erst recht nicht", sagt Margret Morlo vom Verband für Ernährung und Diätetik (VFED), der am 7. März zum 21. Mal den "Tag der gesunden Ernährung" veranstaltet. Dass gesundes Essen ein wichtiger Therapiefaktor sei, habe sich zwar in vielen europäischen Ländern, aber noch nicht in Deutschland herumgesprochen, kritisiert auch der Kasseler Arzt Christian Löser von der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM). Laut Deutschem Krankenhausinstitut geben Kliniken im Schnitt fünf Euro pro Tag und Patient für Lebensmittel aus. 

+++ 2.05 Uhr: Griechenland lehnt Rücknahme von Flüchtlingen ab +++

Griechenland und Ungarn weigern sich beharrlich, gemäß den EU-Regeln Flüchtlinge von Deutschland zurückzunehmen. Im vergangenen Jahr habe Athen sich nur in 81 von 2312 deutschen Rücknahmeersuchen überhaupt für zuständig erklärt, berichtet die "Passauer Neue Presse" unter Berufung auf eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion. Zurückgenommen worden sei kein einziger Flüchtling. Nach den Dublin-Regeln der EU muss dasjenige Land ein Asylverfahren übernehmen, in dem ein Flüchtling zuerst EU-Boden betreten hat. Ungarn lehnt das mittlerweile ganz ab. Seit Mai 2017 nahm Budapest dem Bericht zufolge keinen Flüchtling wieder zurück, obwohl die Bundesregierung 3304 Übernahmeersuchen stellte.

+++ 0.14 Uhr: Behälter mit radioaktiver Substanz an libanesischem Strand gefunden +++

An einem Strand in der Nähe der libanesischen Hauptstadt Beirut ist ein Behälter mit einer "radioaktiven Substanz" entdeckt worden. Es bestehe keine Gefahr für die Öffentlichkeit, erklärten die Behörden. Demnach wurde der Metallzylinder am Dienstag am Strand von Usai südlich von Beirut gefunden. Es sei keine Substanz ausgetreten. Laut Umweltminister Tarek al Chatib war unklar, woher der Behälter stammte. Er habe die Staatsanwaltschaft aufgefordert, eine Untersuchung einzuleiten. Die Militärpolizei werde die Ermittlungen vornehmen. "Wenn der Behälter aus dem Meer gekommen ist, müssen wir sicher sein, dass es nicht noch mehr davon gibt."     

+++ 0.07 Uhr: Hendricks fordert kostenlose Diesel-Nachrüstung +++

Nach dem Urteil über mögliche Fahrverbote für Millionen von Dieselfahrzeugen erhöht die geschäftsführende Bundesregierung den Druck auf die Autohersteller. "Wer seinen Diesel nachrüsten kann und will, der sollte einen Anspruch darauf haben, dass der Hersteller das übernimmt", sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) der "Süddeutschen Zeitung". Das stehe den Verbrauchern zu. "Es darf nicht sein, dass jetzt nur noch über Plaketten diskutiert wird und dabei die eigentlichen Verursacher des Problems aus dem Blick geraten."

+++ 0.06 Uhr: Kramp-Karrenbauer hält radikale AfD-Anhänger für unerreichbar +++

Die neue CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer ist davon überzeugt, dass nur ein Teil der AfD-Wähler für die Union noch erreichbar ist. "Selbstverständlich möchte ich Wähler der AfD für uns zurückgewinnen", sagte sie der "Welt". "Aber ich stelle fest, dass in der AfD die Teile stärker werden, die von einem Gedankengut getragen sind, das definitiv nie zur CDU gehört hat. Das ist nichts, was in der CDU Platz hätte und worum man kämpfen müsste." Kramp-Karrenbauer widersprach der These, der Einzug der Rechtspopulisten in den Bundestag sei Folge der Flüchtlingspolitik der vergangenen großen Koalition. Sie sieht langfristige Gründe: "Die AfD hatte eine lange Vorlaufzeit. Im Kern ist sie gegen den Euro gegründet worden. Mit der Flüchtlingskrise ist dann ein Beschleuniger entstanden. Plötzlich hat sich gezeigt, dass vieles in unserem Asylsystem nicht funktioniert."

+++ 0.05 Uhr: Facebook testet Gesichtserkennung in Europa +++

Facebook-Anwender in Europa sollen künftig selbst entscheiden können, ob sie die Gesichtserkennung aktivieren oder nicht. Die umstrittene Funktion war bislang in den Ländern der EU nicht verfügbar. Facebook wolle im Zusammenhang mit der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) Verfahren testen, mit denen die Anwender selbst entscheiden, welche Daten sie öffentlich teilen wollen und welche nicht. "Die Verwendung der Gesichtserkennung ist völlig freiwillig", teilte Facebook in einem Blog-Eintrag mit. Die Aktvierung werde vorgeschlagen und müsse aktiv bestätigt werden. Wenn der User nichts unternehme oder den Vorschlag ablehne, bleibe die von Datenschützern kritisierte Gesichtserkennung ausgeschaltet.


nik/fs/dho / AFP / DPA