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News des Tages: Fünftes Todesopfer nach Anschlag von London

Deutsch-Türken starten Aufruf für Erdogan-Nein +++ Londons Polizei korrigiert Zahl der Toten +++ Beyoncé überrascht krebskranken Fan +++ Duterte droht EU-Politikern mit Erhängen +++ Die Nachrichten des Tages.

Tausende menschen gedachten in London der Opfer des Anschlags vom Mittwoch

Tausende menschen gedachten in London der Opfer des Anschlags vom Mittwoch

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

Die Entwicklung nach dem Anschlag in London können Sie hier gesondert verfolgen.

+++ 22.44 Uhr: Fünftes Todesopfer nach Anschlag von London +++

Nach dem Anschlag von London ist die Zahl der Todesopfer auf fünf gestiegen. Ein 75 Jahre alter Mann sei an den Folgen seiner schweren Verletzungen gestorben, berichtete Sky News unter Berufung auf die Polizei. 

Zuvor hatte Scotland Yard mitgeteilt, dass zwei Opfer des Anschlages weiter in Lebensgefahr schwebten. Der Zustand von fünf weiteren Verletzten sei kritisch. 

+++ 21.37 Uhr: 250 Tote bei Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer befürchtet +++

Nach dem Auffinden zweier gekenterter Schlauchboote vor der libyschen Küste befürchtet die spanische Hilfsorganisation Pro-Activa Open Arms den Tod von etwa 250 Flüchtlingen aus Afrika. In der Nähe der Boote seien fünf Leichen aus dem Mittelmeer gezogen worden, sagte Laura Lanuza, eine Sprecherin der Organisation.

+++ 19.16 Uhr: Ehemaliger russischer Abgeordneter in Kiew erschossen +++

Ein in die Ukraine geflüchteter ehemaliger russischer Abgeordneter ist in Kiew erschossen worden. Der kommunistische Ex-Parlamentarier und Kreml-Kritiker Denis Woronenkow sei vor einem Hotel in der Innenstadt getötet worden, sagte der Polizeichef von Kiew dem Fernsehsender 112 Ukraina. Präsident Petro Poroschenko machte Russland für Woronenkows Tod verantwortlich, er sprach von russischem "Staatsterrorismus". Der Kreml nannte die Vorwürfe "absurd".

Nach Angaben von Polizeichef Andrej Grischtschenko feuerte ein Unbekannter mehrfach auf Woronenkow, als dieser am Vormittag mit seinem Leibwächter das Hotel verließ. Drei bis vier Schüsse hätten den Ex-Abgeordneten tödlich getroffen. Sein Leibwächter, bei dem es sich um einen ukrainischen Geheimdienstagenten handelte, und der Schütze wurden demnach bei dem Schusswechsel verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

Dort erlag der mutmaßliche Täter Stunden später seinen Verletzungen. Seine Identität war zunächst unklar, nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft trug er einen ukrainischen Pass bei sich. Die Ermittler gingen davon aus, dass es sich um einen Auftragsmörder handelte.

+++ 18.58 Uhr: Journalistin in Mexiko erschossen +++

In Mexiko ist eine Korrespondentin der Zeitungen "La Jornada" und "Norte" getötet worden. Wie "La Jornada" mitteilte, wurde die 54-Jährige in der nordmexikanischen Stadt Chihuahua beim Verlassen des Hauses in ihrem Auto von einem oder mehreren Unbekannten attackiert und erschossen. Die Journalistin Miroslava Breach war verantwortlich für die Berichterstattung aus der 800.000-Einwohner-Stadt Chihuahua, sie berichtete auch über das organisierte Verbrechen. Der gleichnamige Bundesstaat an der Grenze zu den USA wird dominiert von der Drogenmafia und gilt als einer der gefährlichsten in Mexiko. 

+++ 18.15 Uhr: Schwarzfahren mit Lebensgefahr: Mann auf S-Bahn-Kupplung unterwegs +++

Ein 26-Jähriger ist auf einer Kupplung zwischen zwei Waggons in Sachsen mit der S-Bahn gefahren. Ein Fahrgast bemerkte ihn nach Abfahrt am Mittwoch und informierte einen Bahnmitarbeiter. Der Zug wurde sofort abgebremst, die Bundespolizei alarmiert. In der Nähe des Ortes Gröbers sprang der 26-Jährige schließlich bei Tempo 25 ab, wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte. Polizisten konnten ihn wenig später stellen. 

Der junge Mann hatte sich am Bahnhof Leipzig/Halle Flughafen zwischen zwei Waggons auf die Mittelpufferkupplung gesetzt. Ihn erwarten nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren und möglicherweise zivilrechtliche Forderungen der Deutschen Bahn wegen der Verspätung des Zuges.

+++ 17.09 Uhr: Deutscher lebt im Flughafen von São Paulo - und attackiert Frauen +++

Ein rätselhafter deutscher Tourist lebt seit Tagen im Flughafen von São Paulo und greift immer wieder Frauen an. Inzwischen berichten auch Nachrichtensendungen in Brasilien über den Deutschen, der sich mit seinem Gepäck meist im offen zugänglichen Bereich in der Nähe der Check-in-Schalter des Flughafens Guarulhos aufhält. Auf einem Video ist zu sehen, wie er im Wartebereich plötzlich aufsteht und eine Frau, die gerade in ihr Telefon tippt, anpöbelt. Er deutet ihr Schläge an. Sie ergreift verstört die Flucht.

Ein anderes Mal attackiert der rund zwei Meter große Mann plötzlich eine Frau, die durch eine Schiebetür das Flughafengebäude betritt. Auf anderen Videos ist zu sehen, wie er entspannt ein Buch liest. Nach Angaben des Portals "O Globo" soll er bisher sieben Menschen bedrängt haben. Der 44-Jährige sei im Dezember legal eingereist. Es habe aber vor ein paar Tagen das Geld zur Bezahlung eines geänderten Rückflugs gefehlt, eine Zahlung per Kreditkarte sei abgelehnt worden. Daraufhin habe der Mann, der eine Rose am Revers trägt, "Stress" gemacht, sagte eine Mitarbeiterin des Flughafens.

+++ 15.24 Uhr: Mehr als 100 Zivilisten sterben bei gewaltiger Explosion in Mossul +++

Bei einer Explosion während der Offensive gegen die IS-Terrormiliz im Westen der nordirakischen Großstadt Mossul sind mehreren Berichten zufolge mehr als hundert Zivilisten getötet worden. Ein irakischer General erklärte, unter Gebäudetrümmern im Viertel Al-Dschadida seien 108 Leichen geborgen worden, darunter Frauen und Kinder. Ein Aktivist mit dem Decknamen "Mosul Eye" meldete 130 Tote. Die kurdische TV-Sender Rudaw spricht sogar von 230 Opfern. Unklar ist die Ursache der Explosion. Der Aktivist "Mosul Eye" hatte lange anonym unter Lebensgefahr direkt aus Mossul berichtet, die Stadt aber vor einigen Monaten aus Sicherheitsgründen verlassen.

+++ 14.35 Uhr: Mann in Antwerpen an Autofahrt in Menschenmenge gehindert +++

In Antwerpen hat die Polizei einen Mann festgenommen, der mit einem Wagen in eine Menschenmenge rasen wollte. Wie die Polizei  in der belgischen Stadt mitteilte, hatte der Wagen ein französisches Kennzeichen. Der Mann trug demnach eine Tarnuniform. Der Vorfall ereignete sich auf der bekannten Meir-Einkaufsstraße.

Im Wagen des Mannes hat die Polizei Waffen gefunden. Verschiedene Stichwaffen, ein Gewehr und ein Kanister mit unbekanntem Inhalt wurden in dem Fahrzeug entdeckt, wie die belgische Staatsanwaltschaft in Brüssel erklärte.

Antwerpens Polizeichef Serge Muyters sagte, der aus Nordafrika stammende Mann sei nach einer Verfolgungsjagd im Stadtzentrum gefasst worden. Am Vortag hatte in London ein Mann mit einem Wagen einen tödlichen Anschlag auf der Westminster Bridge und vor dem Parlament verübt.

+++ 14.11 Uhr: Polizei in Bottrop stößt bei Überprüfung von Wohnungen zufällig auf Leiche +++

Durch Zufall ist die Polizei im nordrhein-westfälischen Bottrop bei der Überprüfung dutzender Wohnungen auf eine Leiche gestoßen. Es handle sich um einen 28-Jährigen, der bereits länger tot sei, sagte ein Sprecher der zuständigen Polizei in Recklinghausen. Hinweise auf ein Verbrechen gebe es nicht. Ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren sei eingeleitet worden. Ob die Leiche obduziert werde, stehe noch nicht fest.

Unter anderem Beamte einer Einsatzhundertschaft hatten in einer groß angelegten Aktion am Morgen die Bewohner von 36 Wohnungen in zwei Gebäuden überprüft, um deren Identitäten festzustellen. Zur Begründung hieß es, einige der Bewohner seien zuvor "strafrechtlich in Erscheinung getreten", vorwiegend durch Eigentums- und Körperverletzungdelikte.

+++ 13.56 Uhr: Le Pen trifft Duma-Chef in Moskau +++

Frankreichs rechte Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen wird an diesem Freitag zu Gesprächen in Moskau erwartet. Geplant sei ein Treffen mit Parlamentspräsident Wjatscheslaw Wolodin, meldete die Agentur Interfax. Zudem solle die Chefin der rechtsextremen Partei Front National (FN) an einer Sitzung des Duma-Ausschusses für internationale Angelegenheiten teilnehmen, sagte der Leiter des Gremiums, Leonid Sluzki.

Der Rechtspopulistin und EU-Gegnerin Le Pen werden enge Verbindungen nach Moskau nachgesagt. Le Pen hat sich immer wieder positiv über die Politik von Kremlchef Wladimir Putin geäußert. Anfang des Jahres hatte sie etwa gesagt, die Einverleibung der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland sei aus ihrer Sicht nicht illegal. Dies hatte scharfe Kritik aus der Ukraine nach sich gezogen.

+++ 13.36 Uhr: Nach Erdogan-Drohung: EU bestellt türkischen Botschafter ein +++

Der Auswärtige Dienst der Europäischen Union hat wegen Drohungen des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan den türkischen EU-Botschafter einbestellt. Man hätte gerne Erklärungen für die Worte von Erdogan, sagte eine Sprecherin in Brüssel.

Erdogan hatte am Mittwoch gesagt: "Wenn ihr euch weiterhin so benehmt, wird morgen kein einziger Europäer, kein einziger Westler auch nur irgendwo auf der Welt sicher und beruhigt einen Schritt auf die Straße setzen können."

+++ 13.19 Uhr: Apple: "Dienste nicht durch Erpressung bedroht" +++

Apple hat Berichte zurückgewiesen, wonach iPhone-Anwender massenhaft von einer Fernlöschung ihrer Smartphones durch Cyberkriminelle bedroht sind. Die Apple-Dienste iCloud und Apple-ID, über den Kunden ihre Geräte bei Verlust oder Diebstahl aus der Ferne löschen können, seien nicht kompromittiert, erklärte das Unternehmen. Es gebe keine Sicherheitslücke. Man habe auch keine vermehrten Attacken auf die Nutzerkonten feststellen können. Eine im Netz aufgetauchte Liste von E-Mail-Adressen und Passwörtern stamme vermutlich aus älteren Einbrüchen in andere Dienste.

Zuvor hatte das Vice-Blog Motherboard berichtet, dass eine Gruppe mit dem Namen "Turkish Crime Family" versuche, Apple zu erpressen, weil man angeblich Zugriff auf bis zu 559 Millionen iCloud-Konten habe. Die Kriminellen fordern demnach umgerechnet 75 000 Dollar in Bitcoins oder 100 000 Dollar in Form von iTunes-Gutscheinen als Lösegeld. Apple erklärte, man arbeite mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen, um beteiligte Kriminelle zu identifizieren.

+++ 13.08 Uhr: Geflüchteter Ex-Abgeordneter aus Russland offenbar in Kiew erschossen +++

Wenige Monate nach seiner Flucht in die Ukraine ist der ehemalige russische Parlamentsabgeordnete Denis Woronenkow in Kiew erschossen worden. Der mutmaßliche Täter sei bei der Schießerei im Zentrum der Stadt verletzt worden, teilte die Polizei mit. Er sei in ein Krankenhaus gebracht und dort festgenommen worden, sagte Stadtpolizeichef Andrej Krischenko. Auch ein Leibwächter des früheren kommunistischen Abgeordneten sei verletzt worden.

Der ukrainische Generalstaatsanwalt Juri Luzenko machte Russland für den Anschlag verantwortlich. "Das war die übliche demonstrative Strafe des Kremls für einen Zeugen", schrieb er auf Facebook. Der russische Politiker Franz Klinzewitsch nannte den Mord eine Provokation des ukrainischen Geheimdienstes SBU. Für die Führung in Kiew galt Woronenkow als wichtiger Zeuge im laufenden Verfahren gegen den 2014 nach Russland geflohenen Ex-Präsidenten Viktor Janukowitsch.

+++ 12.39 Uhr: Polizei in Gelsenkirchen zerschlägt kriminelle Jugendbande +++

Mit einem größeren Einsatz hat die Polizei im nordrhein-westfälischen Gelsenkirchen eine kriminelle Jugendbande zerschlagen. Am Morgen durchsuchten Beamte acht Orte im Stadtgebiet, nahmen drei Jugendliche im Alter von 14, 15 und 17 Jahren fest und beschlagnahmten Beweismittel, wie die örtliche Polizei und die Staatsanwaltschaft Essen mitteilten. Der Bande werden Raubdelikte, Schutzgelderpressungen, gefährliche Körperverletzung, Betrügereien und ein Einbruch vorgeworfen.

Gegen die Jugendbande wurde seit Wochen ermittelt, Haftbefehle lagen vor. Die Gruppe habe sich regelmäßig getroffen, "um gemeinsam Straftaten zu begehen". Sie hielten demnach auch per Handy Kontakt, "sodass bei Bedarf in kurzer Zeit viele Gruppenmitglieder zusammengetrommelt werden konnten". "Die Jugendlichen nutzten das massive Auftreten als Gruppe zur Einschüchterung Gleichaltriger, die nicht freiwillig Wertgegenstände oder Bargeld herausgaben und zur Verhinderung von Anzeigenerstattungen und Zeugenaussagen", hieß es.

+++ 12.22 Uhr: Passant entdeckt Leiche in Hamburger Alster +++

Nachdem die Feuerwehr am Morgen im Hamburger Hafen eine Leiche aus der Elbe geborgen hat, bei der es sich womöglich um die sterblichen Überreste des vermissten HSV-Managers Timo Kraus handeln könnte, ist auch in der Alster ein Toter entdeckt worden. Ein Passant habe die Polizei um 10.55 Uhr darüber informiert, dass er eine leblose Person im Wasser entdeckt hätte, berichtet die "Hamburger Morgenpost". Die nach ersten Informationen männliche Leiche sei gegen 11.30 Uhr von der Polizei geborgen worden.

Am Morgen hatten Rettungskräfte im Hafen einen Toten aus dem Wasser geholt. Ganz in der Nähe der Stelle war Anfang Januar der HSV-Manager Timo Kraus verschwunden.

 

Vermutlich HSV-Manager Timo K.: Wasserleiche im Hamburger Hafen entdeckt

+++ 12.08 Uhr: Freispruch in Prozess um Silvester-Übergriffe +++

Im wohl letzten Prozess um die sexuellen  Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht 2015/16 in hat das Landgericht einen 34-Jährigen freigesprochen. "Der Angeklagte war an den Übergriffen weder als Täter noch als Teilnehmer beteiligt", sagte die Richterin. Für die erlittene Untersuchungshaft bekommt der Iraner eine Entschädigung. Die Richterin kritisierte Polizei und Staatsanwaltschaft. Man könne sich fragen, warum der Angeklagte angesichts der dünnen Beweislage in Untersuchungshaft kam und warum die Staatsanwaltschaft an der Anklage festhielt. Dem 34-Jährigen waren sexuelle Nötigung im besonders schweren Fall, gefährliche Körperverletzung, Raub und tätliche Beleidigung vorgeworfen worden. Zum Ende des Prozesses hatte auch die Anklagevertretung Freispruch gefordert.

Silvester 2015/16 waren mehr als 400 Frauen in Hamburg auf der Großen Freiheit oder am Jungfernstieg Opfer sexueller Übergriffe oder von Diebstählen und Raubtaten geworden. Die leitete 245 Ermittlungsverfahren ein. In vier Fällen erhob sie Anklagen gegen insgesamt sechs Männer. Zwei der Verfahren endeten mit Freisprüchen, in einem erhielt ein Afghane eine Jugendstrafe von zwei Jahren auf Bewährung.

+++ 400.000 Menschen laut Uno in Altstadt von Mossul eingeschlossen +++

In der Altstadt der umkämpften nordirakischen Stadt Mossul sind nach UN-Angaben rund 400.000 Menschen eingeschlossen. Das gab die Uno in Genf bekannt. Die irakischen Truppen versuchen mit militärischer Unterstützung aus dem Ausland seit Wochen, nach dem Ostteil auch den Westteil Mossuls mit der Altstadt aus der Hand der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu befreien.

+++ 11.23 Uhr: Deutsch-Türken starten Aufruf für Nein zu türkischer Verfassungsreform +++

Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) und der Verein Mehr Demokratie haben mit Unterstützung von Prominenten aus Politik und Gesellschaft einen Aufruf für ein Nein zur Einführung des Präsidialsystems in der gestartet. "Ein Nein im Referendum kann den massiven Demokratieabbau stoppen", heißt es in dem verbreiteten Text. Er wurde innerhalb weniger Stunden bereits von mehr als 2500 Menschen vorwiegend mit türkischem Migrationshintergrund unterzeichnet.

Unter den Erstunterzeichnern sind neben dem Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde, Gökay Sofuoglu, und dem Vorsitzenden von Mehr Demokratie, Ralf-Uwe Beck, auch Grünen-Parteichef Cem Özdemir, die Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen (Linke) und Özcan Mutlu (Grüne), die deutsch-türkische Autorin Seyran Ates sowie der Vize-Chef der Alevitischen Gemeinde zu Berlin, Numan Emre. Die Unterzeichner werfen Erdogan vor, er plane eine "Entmachtung des Parlaments, Einschränkung der Justiz, Machtkonzentration in den Händen eines Machthabers".

+++ 11.00 Uhr: Bundestag beschließt Gesetz zur Suche nach Atommüll-Endlager +++

Der Bundestag hat das Gesetz für die Suche nach einem deutschen Endlager für hoch radioaktiven Atommüll beschlossen. Es legt Kriterien und den Ablauf für die Auswahl eines Standorts fest, der bis 2031 gefunden werden soll. Gesucht wird in ganz Deutschland, Mitte des Jahrhunderts soll das Endlager für den strahlenden Abfall aus den deutschen Atomkraftwerken in Betrieb gehen. An dem Gesetzentwurf hatten Politiker, Umweltschützer, Vertreter der Energiebranche, Wissenschaftler und interessierte Bürger jahrelang gearbeitet. Die Fraktionen von Union, SPD und Grünen brachten ihn gemeinsam ein und stimmten ihm zu, die Linksfraktion stimmte dagegen. Der Bundesrat soll in der kommenden Woche zustimmen.

+++ 10.51 Uhr: Flüchtlinge aus brennendem Lkw gerettet +++

In Bulgarien sind 28 Flüchtlinge aus einem brennenden Lastwagen nahe der türkischen Grenze in Sicherheit gebracht worden. Die Menschen wurden in einem Versteck im Fahrzeug mit bulgarischem Kennzeichen entdeckt, wie die Nachrichtenagentur Focus aufgrund von Polizeiinformationen aus der Schwarzmeerstadt Burgas berichtete. Die seien illegal aus der Türkei nach Bulgarien gelangt. Es sei niemand verletzt worden. Die Ursache des Feuers, das während der Fahrt auf einen Waldweg am Mittwoch ausgebrochen sei, wurde nicht genannt. Der Lastwagen habe groben Sand transportiert. Der Fahrer sei geflohen.

Die 259 Kilometer lange bulgarische EU-Außengrenze zur Türkei ist außer an zwei Abschnitten von jeweils 12 Kilometern durch einen Zaun mit Stacheldraht geschützt. Flüchtlingen gelingt es dennoch immer wieder, sie illegal zu passieren. Sie wollen nicht in dem ärmsten EU-Land registriert werden, sondern nach Westeuropa weiterreisen.

+++ 10.44 Uhr: Polizei-Großeinsatz an Schule wegen Spielzeugpistole +++

Wegen einer Spielzeugpistole hat es einen Großeinsatz der Polizei an einer Schule im bayerischen Gunzenhausen gegeben. Mehrere Dutzend Beamte waren nach Angaben der Ermittler beteiligt - darunter auch Spezialeinheiten. Eine Zeugin hatte die Polizei alarmiert, weil sie eine Person mit Schusswaffe gesehen habe, die in die Schule gegangen sei. Die Schulleitung wurde informiert und ließ das Gebäude räumen. Bei der Durchsuchung fand die Polizei zunächst nichts Verdächtiges, doch dann geriet ein 15-jähriger Schüler in den Fokus: Er wurde vorläufig festgenommen. Bei ihm fanden die Beamten eine Spielzeugpistole. Hinweise auf eine geplante Straftat gab es bisher nicht.

+++ 10.42 Uhr: Mann in Australien nach 47 Jahren wegen Mordes an Mädchen verhaftet +++

Ein Fall eines verschwundenen Kindes könnte in Australien nach 47 Jahren vor der Aufklärung stehen. Ein Mann wurde in Melbourne wegen Entführung und Mordes eines Mädchens verhaftet, das 1970 als Dreijährige von einem Strand in Wollongong nahe Sydney verschwunden war, wie ein Polizeisprecher vor Reportern sagte. Der 63-jährige Verdächtige war den Angaben zufolge bereits in den Monaten nach der Entführung vernommen, aber nie offiziell beschuldigt worden.

Die kleine Cheryl war aus dem Umkleidebereich des Strandes verschwunden, wo sie den Morgen mit ihrer Familie verbracht hatte. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Die Polizei gehe davon aus, dass sie innerhalb von einer Stunde nach ihrer Entführung gestorben sei, erklärte der Sprecher. Die Details des Verbrechens seien "äußerst entsetzlich".

+++ 10.30 Uhr: Obdachloser aus Hannover nach Angriff mit Pflasterstein in Lebensgefahr +++

Ein Obdachloser ist am Hauptbahnhof von Hannover mit einem Pflasterstein attackiert und lebensgefährlich am Kopf verletzt worden. Wie die Polizei in der niedersächsischen Hauptstadt mitteilte, bemerkte eine Frau den Mann am späten Mittwochabend neben dem Eingang eines Kinos auf einer unter dem Straßenniveau liegenden Fußgängerebene direkt am Bahnhof. Die Zeugin alarmierte die Polizei, ein Rettungswagen brachte den zunächst nicht identifizierten Mann ins Krankenhaus. Am Ort des Geschehens fanden die Beamten einen Pflasterstein, mit dem einer oder mehrere unbekannte Angreifer dem Mann vermutlich mehrfach auf den Kopf geschlagen hatten.

"Nähere Hintergründe zu der Tat sind noch nicht bekannt, die Ermittlungen dauern an", teilte die Polizei mit. Sie bat Zeugen um Hinweise zur Identität des Obdachlosen und zu möglichen Beobachtungen. Diese sollten sich mit der Kriminalpolizei in Verbindung setzen.

+++ 10.22 Uhr: Zehn ägyptische Soldaten bei Gefechten mit IS im Sinai getötet +++

Bei Gefechten auf der Sinai-Halbinsel sind nach Militärangaben zehn ägyptische Soldaten und 15 Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) getötet worden. Die Soldaten sstarben, als während der Gefechte zwei Bomben am Straßenrand explodierten, erklärten die ägyptischen Streitkräfte. Wann die Kämpfe stattfanden, teilten die Streitkräfte nicht mit.

+++ 10.13 Uhr: Hessen verbietet als salafistisch eingestuften Verein +++

Das hessische Innenministerium hat einen als salafistisch eingestuften Verein in Kassel verboten. Der "Almadinah Islamischer Kulturverein" darf ab sofort nicht mehr tätig werden, wie Innenminister Peter Beuth (CDU) in Wiesbaden mitteilte. Mehrere Besucher einer mit dem Verein verbundenen Moschee reisten demnach nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden bereits nach Syrien aus.

Der hauptverantwortliche Imam der Medina-Moschee ruft laut den Ermittlungen offen zum Dschihad und zur Tötung Andersgläubiger auf. Er ist demnach auch Vorstandsmitglied des nun verbotenen Vereins und hält "fortlaufend salafistische Predigten und Unterrichte" in der Moschee. Dem Verbot gingen laut Innenministerium monatelange Ermittlungen voraus, an denen auch der hessische Verfassungsschutz und das Landeskriminalamt beteiligt waren. "Mit dem Vereinsverbot entziehen wir der dschihadistisch-salafistischen Szene in Kassel einen zentralen Radikalisierungsraum", erklärte Innenminister Beuth. Ein Treffpunkt für Salafisten in Nordhessen sei für immer geschlossen.

+++ 10.06 Uhr: Leipziger Buchmesse öffnet für Besucher - Neues Sicherheitskonzept +++

Die Leipziger Buchmesse hat ihre Tore für die Besucher geöffnet. In diesem Jahr gibt es veränderte Sicherheitsvorschriften. Besucher müssen sich unter anderem auf Taschenkontrollen einstellen, wie die Messe mitteilte. Außerdem haben die Veranstalter auch ihr Konzept zur Lenkung der Publikumsströme angepasst.

Höhepunkt am ersten Messetag ist die Verleihung des mit 60.000 Euro dotierten Preises der Leipziger Buchmesse am Nachmittag. Bis zum Sonntag erwartet die Messe wieder wie im Vorjahr rund 260.000 Besucher auf dem Gelände und dem Lesefestival "Leipzig liest". Knapp 2500 Aussteller aus 43 Ländern präsentieren auf der Frühlingsschau die Neuheiten aus der Buch- und Verlagsbranche.

+++ 9.57 Uhr: Kate Winslet wurde in der Schule "Wabbelspeck" genannt +++

Die britische Schauspielerin Kate Winslet (41) hat erneut über ihre schlechten Erfahrungen als Schülerin gesprochen. "Ich wurde Wabbelspeck genannt, sie haben mich gefoppt, weil ich schauspielern wollte, mich in den Schrank gesperrt und mich ausgelacht", sagte Winslet bei der Veranstaltung einer Hilfsorganisation in London. "Ich war nicht die Schönste und mir wurde sogar gesagt, ich könne von Glück sprechen, wenn ich die Rollen des dicken Mädchens bekäme." Sie habe sich grauenhaft gefühlt, aber hart daran gearbeitet, irgendwann einmal eine erfolgreiche Schauspielerin zu werden. Winslet hat bereits mehrfach über Hänseleien in ihrer Schulzeit gesprochen.

Die Britin erlangte mit ihrer Hauptrolle in "Titanic" 1997 weltweiten Ruhm. Für die Darstellung der Hanna Schmitz in der Literaturverfilmung "Der Vorleser" bekam sie 2009 einen Oscar.

+++ 9.19 Uhr: Rumänische Jugendliche lösen mit vermeintlichem "Attentat" Panik aus +++

Mit einem spaßeshalber gespielten "Terroranschlag" haben fünf Jugendliche die südrumänische Stadt Ploiesti am Mittwochabend in Angst und Schrecken versetzt und einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Einer der jungen Rumänen, bekleidet mit einer weißen Pelerine und einem Turban, hatte vor der Kathedrale der Stadt mit einem Spielzeuggewehr aus einem Auto heraus in die Luft geschossen. Vorher hatte die Gruppe Passanten auf Englisch nach dem Weg gefragt, berichtete die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax. Das vermeintliche "Attentat" hatte auf viele Augenzeugen unter dem Eindruck des Terroranschlags vom Mittwochabend in London echt gewirkt. Denn die Spielzeugwaffe habe den Lärm einer echten Waffe gut nachgeahmt und während der Schüsse Rauch ausgestoßen, berichteten Medien.

Die Polizei sperrte daraufhin alle Zufahrtsstraßen nach Ploiesti und alarmierte Kollegen in den Nachbarregionen. Nach einer langen Verfolgungsjagd durch die Stadt wurde die Gruppe festgenommen. Die Jugendlichen - darunter vier Minderjährige - beteuerten, dass sie nur Spaß hätten machen wollen. Ihnen droht nun ein Strafverfahren wegen Störung der öffentlichen Ordnung und Ruhe.

+++ 9.14 Uhr: Polizei korrigiert Zahl der Toten bei Londoner Anschlag +++

Die britische Polizei hat die Zahl der bei dem Londoner Anschlag getöteten Menschen auf vier korrigiert. Der Attentäter sowie drei weitere Menschen seien getötet worden, sagte der Chef der Terrorabwehr von Scotland Yard, Mark Rowley, in London. Die drei Todesopfer seien eine Frau, ein Mann sowie der vor dem Parlament mit einem Messer attackierte Polizist. Am Mittwochabend hatte die Polizei von insgesamt fünf Toten gesprochen.

+++ 9.12 Uhr: Junger Syrer in Magdeburg gewürgt und getreten +++

Ein 16-jähriger Syrer ist in Magdeburg von einem Unbekannten gewürgt und getreten worden. Der Täter schlug dem Jugendlichen am Mittwochabend auf der Straße zunächst zwei Bälle aus der Hand, schubste ihn anschließend und würgte den 16-Jährigen, wie die Polizei heute mitteilte. Als der Jugendliche am Boden lag, trat der Täter weiter auf ihn ein und beleidigte ihn. Durch den Angriff zog sich der Syrer Verletzungen wie Hautabschürfungen und Hämatome zu. Die Polizei prüft einen möglichen fremdenfeindlichen Hintergrund. Der Angreifer konnte zunächst unerkannt entkommen.

+++ 8.53 Uhr: Sieben Festnahmen im Zusammenhang mit Londoner Attentat +++

 Im Zuge der Ermittlungen zum Attentat im Londoner Parlamentsviertel hat die britische Polizei sieben Menschen festgenommen. Wie der Chef der Terrorabwehr von Scotland Yard, Mark Rowley, mitteilte, wurden die Verdächtigen an sechs verschiedenen Orten festgenommen. Demnach gab es unter anderem Festnahmen in London und Birmingham.

 

+++ 8.39 Uhr: Höhere Inflation dämpft Konsumlaune in Deutschland +++

Gestiegene Preise bei Benzin, Diesel und Heizöl haben die Konsumlaune der deutschen Verbraucher leicht gebremst. "Die gestiegene Inflation in Deutschland und damit einhergehend verstärkte Sorgen um die Kaufkraft der Einkommen haben offenbar eine umfassende Erholung der Verbraucherstimmung im März verhindert", erklärte das Marktforschungsunternehmen GfK in Nürnberg. Insgesamt blicken die Deutschen demnach aber zuversichtlich auf die Konjunktur.

Nach 10,0 Zählern im März prognostiziert GfK für April zum zweiten Mal in Folge einen leichten Rückgang des Konsumklimas auf 9,8 Punkte. Bei den Konjunkturerwartungen gab es nach dem jüngsten Dämpfer wieder eine positive Tendenz: Die Verunsicherung bei vielen Bundesbürgern über die Politik des neuen US-Präsidenten Donald Trump sei einem wieder größeren Konjunkturoptimismus gewichen, hieß es.

+++ 8.06 Uhr: Schlägereien zwischen Flüchtlingen auf Chios +++

Auf der Ägäisinsel Chios ist es in der Nacht zu Schlägereien zwischen Flüchtlingen gekommen. Wie die Insel-Onlinezeitungen "Alitheia" und "Politis" berichteten, gingen Afghanen und Algerier mit Eisenstangen und Steinen aufeinander los. Mehrere Migranten seien leicht verletzt worden. Ein Kind und eine Frau mussten im Krankenhaus der Insel zur Behandlung bleiben. Die Ausschreitungen endeten, nachdem starke Polizeieinheiten am Ort des Geschehens ankamen. Über die Gründe der Schlägereien herrscht Unklarheit. Einige der Migranten sollen betrunken gewesen sein, sagten Augenzeugen im griechischen Rundfunk.

Viele Einwohner und humanitäre Organisationen kritisieren seit Monaten die Lage in dem Lager von Souda am Hafen der Insel. Dort herrschen menschenunwürdige Zustände. Die Migranten versuchen, Asyl zu beantragen, um nicht zurück in die Türkei geschickt zu werden. Die Bearbeitung der Anträge läuft schleppend.

+++ 8.02 Uhr: Polizei stürmt nach Anschlag in London Wohnung in Birmingham +++

Bewaffnete Polizisten haben eine Wohnung in Birmingham gestürmt. Die Polizei wollte sich noch nicht dazu äußern, ob der Einsatz im Zusammenhang mit dem Terroranschlag in London steht. Die britische Nachrichtenagentur PA zitierte einen namentlich nicht genannten Zeugen, demzufolge drei Männer festgenommen worden sind. "Der Mann aus London hat hier gelebt", sagte demnach der Zeuge. Bei dem Terroranschlag in London waren gestern insgesamt fünf Menschen getötet und etwa 40 verletzt worden.

+++ 7.58 Uhr: Beyoncé überrascht krebskranken Fan +++

R&B-Star Beyoncé (35) hat einer jungen Krebspatientin ihren letzten Wunsch erfüllt und sie mit einem Videoanruf überrascht. "Ich liebe dich", sagte die schwangere Musikerin zu Schülerin Ebony Banks aus dem texanischen Houston, wie ein Video im Internet zeigt. Die Freunde der schwer krebskranken Beyoncé-Anhängerin, die mit Spitznamen Ebob heißt, hatten in sozialen Netzwerken eine Kampagne mit dem Hashtag #EBOBMEETSBEYONCE ("Ebob trifft Beyoncé") gestartet. So hatten sie die Aufmerksamkeit des Superstars bekommen.

"Danke an alle, die dabei geholfen haben", twitterte die Schule der Patientin nach dem Anruf von Banks mit ihrem Idol und zeigte ein kurzes Video davon. Die High-School-Schülerin hatte US-Medienberichten zufolge die meiste Zeit ihres Abschlussjahres im Krankenhaus verbracht. Ihre Schule hatte Anfang der Woche für sie eine vorgezogene Abschlussfeier in der Klinik organisiert und als Geschenk die Online-Kampagne auf den Weg gebracht.

+++ 7.34 Uhr: Zwei ausländische Geiseln auf Philippinen befreit +++

Auf den Philippinen haben Regierungstruppen zwei ausländische Geiseln aus den Händen der islamistischen Terrormiliz Abu Sayyaf befreit. Die beiden Männer im Alter von 45 und 62 Jahren stammen nach Angaben eines Armeesprechers aus Malaysia, wo sie vor acht Monaten auch verschleppt worden waren. Befreit wurden sie nun auf der Insel Pata im Südwesten der Philippinen, einer Hochburg von Abu Sayyaf.

Die Terrormiliz kämpft seit Jahrzehnten für einen eigenen Staat. Dabei finanziert sie sich mit Entführungen. Im vergangenen Monat hatte sie einen deutschen Segler nach fast vier Monaten Geiselhaft ermordet. Dessen Lebensgefährtin war bereits im November 2016 bei der versuchten Entführung erschossen worden. Nach Schätzungen hat Abu Sayyaf aktuell noch mehr als 30 Geiseln in ihrer Gewalt.

+++ 7.23 Uhr: Gotti-Enkel nach Raubüberfall in New York in Haft +++

John Gotti, Enkel des gleichnamigen New Yorker Mafioso, eifert offenbar seinem legendären Großvater nach - allerdings mit wenig Erfolg. Der 23-Jährige wurde unter anderem wegen Verdachts auf Beteiligung an einem Raubüberfall inhaftiert, wie die Staatsanwaltschaft in New York mitteilte. Gotti soll bei einem Überfall 2012 auf eine Bank im Stadtteil Queens mitgemacht haben. Er habe mit einem Komplizen vor dem Gebäude Schmiere gestanden, während ein weiterer Kumpan versucht habe, mit einer Bombendrohung von den Angestellten Geld zu erpressen. Nach Angaben der Justizbehörde wurden ihm aber nur 5491 Dollar ausgehändigt.

Zwei Tage vorher habe Gotti mit zwei Begleitern ein Auto angezündet -  auf Geheiß von Vincent Asaro, einem einflussreichen Mitglied der New Yorker Bonanno-Mafia-Clans. Der Autobesitzer soll dem 82-jährigen Asaro die Vorfahrt genommen haben. Gotti junior wurde einem Bundesrichter in Brooklyn vorgeführt und wegen Diebstahls und Brandstiftung angeklagt. Er kam in Untersuchungshaft. Die Justizbehörden schickten zudem sechs weitere Verdächtige hinter Gitter, darunter auch Asaro.

+++ 6.52 Uhr: Vier Tote nach Schüssen an drei Orten in US-Staat Wisconsin +++

Binnen drei Stunden sind in drei benachbarten Dörfern in den USA vier Menschen getötet worden, darunter ein Polizist. Ein Tatverdächtiger sei in Gewahrsam, es bestehe keine Gefahr mehr, hieß es bei einer Pressekonferenz der Polizei in Weston im nördlichen Bundesstaat Wisconsin. Zunächst waren Medienberichten zufolge Mittwochmittag (Ortszeit) bei einem Familienstreit in einer Bank im Ort Rothschild zwei Menschen angeschossen worden. Später fielen demnach auch in einer Anwaltskanzlei in Schofield und schließlich in einem Mehrfamilienhaus in Weston Schüsse - in beiden Orten kam jeweils ein Mensch ums Leben.

Das Wohnhaus wurde evakuiert, als die Polizei dort den mutmaßlichen Täter stellte. Er hatte sich dort verbarrikadiert, wie der Sender ABC berichtete. Nach mehrstündigen Verhandlungen mit der Polizei gab es demnach einen Schusswechsel. Der Verdächtige wurde verletzt abgeführt. Nahegelegene Schulen und ein Krankenhaus wurden zwischenzeitlich abgeriegelt. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt.

+++ 6.31 Uhr: Größtes Munitionslager in der Ukraine in Flammen +++

Das größe Munitionslager der Ukraine in Balakleja in der Nähe von Charkow ist in der Nacht von schweren Explosionen erschüttert worden. Nach ersten Berichten ukrainischer Medien wurde die Bevölkerung in den umliegenden Ortschaften in Sicherheit gebracht. Über eventuelle Opfer oder die Ursachen liegen noch keine Angaben vor.

+++ 6.21 Uhr: Strompreise steigen offenbar für Millionen Privathaushalte +++

Für Millionen Privathaushalte in Deutschland steigen einem Medienbericht zufolge erneut die Strompreise. Dies geht aus einer aktuellen Übersicht des Vergleichsportals Verivox hervor, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegt. 70 regionale Versorger verlangen demnach höhere Preise ab März, April oder Mai 2017. Im Durchschnitt würden die Rechnungen für die Privatkunden um 4,4 Prozent teurer. Nach Angaben von Verivox bedeute das für Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden zusätzliche Kosten von 54 Euro. Die Anhebungen betreffen demnach alle Bundesländer.

Besonders schlügen sie sich jedoch im Versorgungsgebiet von Eon nieder, heißt es in dem Bericht. In Bayern stiegen die Preise in der Grundversorgung des Unternehmens um 14,1 Prozent, in Niedersachsen um 7,9 Prozent. In den Versorgungsgebieten gebe es mehr als zwölf Millionen Haushalte. Die Unternehmen begründeten die höheren Tarife oft mit den gestiegenen Kosten für die Ökostrom-Umlage. "Dieser Kostenentwicklung kann sich nun auch Eon leider nicht mehr entziehen", sagte ein Sprecher. Allerdings sind die Börsenstrompreise gesunken.

+++ 5.19 Uhr: Satiresendung "Extra 3" textet neuen Song über Erdogan +++

Die Satiresendung "extra 3" hat erneut ein Lied über den türkischen Präsidenten getextet. Ein Jahr nach ihrem Beitrag "Erdowie, Erdowo, Erdogan", der damals einen Eklat auslöste, nimmt sich die Redaktion Recep Tayyip Erdogan noch einmal vor - nach Angaben des NDR wieder zur Musik von Nena. Diesmal gibt es zur Melodie von "99 Luftballons" Textzeilen wie "Er will, dass Frau'n fünf Kinder kriegen. Klar, dass alle auf ihn fliegen". Oder über die Journalisten in der Türkei: "Die werden erstmal eingelocht. Todesstrafe kommt dann noch." Zu sehen ist die Sendung heute Abend im Ersten.

Vor einem Jahr hatte das Satiremagazin des Norddeutschen Rundfunks zu Nenas Hit "Irgendwie, irgendwo, irgendwann" das Vorgehen der türkischen Regierung gegen Medien, Demonstranten und Kurden satirisch zum Thema gemacht. Das türkische Außenministerium in Ankara bestellte daraufhin den deutschen Botschafter ein, um dagegen zu protestieren.

+++ 4.34 Uhr: Duterte droht EU-Politikern mit Erhängen +++

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat nach europäischer Kritik an der geplanten Wiedereinführung der Todesstrafe in seinem Heimatland EU-Politikern mit dem Erhängen gedroht. Bei einem Auftritt in Manila sagte er an die Adresse der Europäischen Union: "Ihr Verrückten, ihr Hurensöhne! Hört auf damit, Euch bei uns einzumischen! Ich wäre glücklich, Euch aufhängen zu können! Wenn es nach mir ginge, würde ich Euch alle aufhängen!"

Duterte, der seit Juni 2016 in dem Inselstaat an der Macht ist, hatte schon mehrfach mit wüsten Bedrohungen und Beschimpfungen ausländischer Politiker Schlagzeilen gemacht. In seiner neuesten Schimpftirade nannte er keine europäischen Politiker mit Namen. Auslöser war offenbar eine Entschließung des Europaparlaments, das die Philippinen vor der Wiedereinführung der Todesstrafe gewarnt hatte. Duterte steht auch wegen einer brutalen Anti-Drogen-Kampagne in der Kritik, bei der mehr als 7000 Menschen getötet wurden.

Dutertes Anti-Drogenkrieg auf den Philippinen

+++ 3.54 Uhr: Mann in Hannover erschossen - Täter flüchtet +++

In Hannover ist ein 25-Jähriger erschossen worden. Rettungskräfte versuchten noch, das schwer verletzte Opfer zu reanimieren, jedoch ohne Erfolg, wie die Polizei am Morgen mitteilte. Die Schüsse wurden am späten Mittwochabend abgefeuert. Vorausgegangen waren Streitigkeiten zwischen zwei Personengruppen. Im Verlauf der Auseinandersetzung seien dann mehrere Schüsse gefallen. Die Polizei fuhr mit einem großen Aufgebot zum Tatort und sicherte Spuren. Der Täter flüchtete. Die Hintergründe sind noch unklar.

+++ 2.26 Uhr: Anti-IS-Koalition will Terrormiliz endgültig zerschlagen +++

Die US-geführten Militärkoalition für den Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) hat bei einem Treffen in Washington die endgültige Beseitigung der Bedrohung durch die Dschihadistenmiliz zum Ziel ihres Einsatzes erklärt. In einer gemeinsamen Abschlusserklärung verliehen die Teilnehmer ihrer "Entschlossenheit" Ausdruck, ihre "Bemühungen zur Eliminierung von Isis zu intensivieren und zu beschleunigen". Das Außenministertreffen fand auf Einladung von US-Außenminister Rex Tillersons in Washington statt.

Die Erklärung würdigte zudem die Erfolge der Militärkoalition im Kampf um die IS-Hochburgen Mossul im Irak und Raka in Syrien. Angesichts des sich aus Sicht des Bündnisses abzeichnenden militärischen Zusammenbruchs des IS hieß es in der Abschlusserklärung weiter, dass verhindert werden solle, dass fliehende IS-Kämpfer künftig andere Regionen destabilisieren oder das Internet als Propagandabasis nutzen.

+++ 0.10 Uhr: Regierung warnt vor Spaltung der Gesellschaft +++

Die Bundesregierung warnt laut "Süddeutscher Zeitung" vor einer zu starken sozialen Spaltung der Gesellschaft. "Sind die Unterschiede zwischen Arm und Reich zu groß und wird erworbener Reichtum als überwiegend leistungslos empfunden, so kann dies die Akzeptanz der Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung verringern", heißt es im Armuts- und Reichtumsbericht der Regierung, der dem Blatt vorliegt. Weniger privilegierte Bürger empfänden "ihre Anstrengungen vielfach als nicht ausreichend respektiert". Für die Menschen sei es sehr wichtig, "dass sie und ihre Kinder den erreichten Status verbessern oder wenigstens erhalten können". Gebe es Zweifel, "kann dies in allen Gesellschaftsschichten zu Verunsicherung führen", stellt die Regierung demnach fest. Verwiesen wird nach Angaben der Zeitung auf eine Studie, der zufolge "die berufliche Aufstiegsmobilität von Generation zu Generation abgenommen hat".

In einer früheren Fassung des federführenden Arbeitsministeriums waren nach der Abstimmung mit dem Kanzleramt Passagen gestrichen worden, wonach Menschen mit mehr Geld mehr Einfluss auf politische Entscheidungen haben als Einkommensschwache. Dies war in der SPD sowie bei Grünen und Linken auf Kritik gestoßen. Beim Wegfall dieser Passagen ist es in der vorläufig letzten, an die anderen Ministerien weitergeleiteten Fassung geblieben, wie das Blatt schreibt.

+++ 0.05 Uhr: Steuereinnahmen steigen kräftig an +++

Die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen sind im Februar kräftig gestiegen. Das Gesamtaufkommen (ohne reine Gemeindesteuern) kletterte im Februar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,3 Prozent, wie aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Das Plus sei vor allem auf Zuwächse bei der Lohnsteuer sowie einen kräftigen Anstieg bei der Umsatzsteuer zurückzuführen - was Folge der anhaltend hohen Beschäftigung sowie Lohnsteigerungen ist und des stärkeren Privatkonsums. Auch die Steuereinnahmen aus Unternehmensgewinnen haben zugenommen.

Eine deutliche Zunahme verzeichneten die Staatskassen zudem bei den Einnahmen aus der Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge. "Der Anstieg ... könnte auf Einnahmen aus der Besteuerung von Veräußerungserträgen zurückzuführen sein", heißt es.

+++ 0.04 Uhr: Vier Todesopfer und 40 Verletzte nach Anschlag in London +++

Nach dem Anschlag in London ist die Zahl der Todesopfer auf vier gestiegen. Wie die Polizei mitteilte, tötete der Attentäter gestern am britischen Parlament insgesamt vier Menschen, bevor er selbst von der Polizei erschossen wurde. Die Zahl der Verletzten stieg den Angaben zufolge von 20 auf 40. Die Polizei geht nach eigenen Angaben inzwischen von einem islamistischen Anschlag aus.

Der Angreifer fuhr gestern Nachmittag mit einem Auto Fußgänger auf der Westminster-Brücke an, raste dann von der Brücke zum Parlament, durchbrach dort mit seinem Wagen eine Absperrung und attackierte einen Polizisten vor dem nahe gelegenen Parlament. Der Beamte war laut Scotland Yard eines des Todesopfer. Der Angreifer wurde schließlich von der Polizei erschossen.

In Großbritannien gilt die zweithöchste Terrorwarnstufe 4. Zwischenzeitlich wurden 600 zusätzliche Polizisten in London mobilisiert, insgesamt 2800 sollen derzeit in der britischen Hauptstadt für Sicherheit sorgen.

mad/wue / DPA / AFP