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Anschlag in London: Zwei Opfer weiter in Lebensgefahr

IS bekennt sich +++ Vier statt fünf Tote +++ Identität des Täters bekannt +++ Razzia in Birmingham +++ Acht Verdächtige festgenommen +++ Schweigeminute in London +++ Alle Nachrichten zum Attentat in London im stern-Ticker.

Nachrichten: Mark Rowley Polizei London

Mark Rowley, Chef der Terrorismus-Abwehr, leitet die Ermittlungen zum Anschlag in London

Bei einem Anschlag in London auf der Westminster Bridge und am Parlament hat ein Attentäter drei Menschen getötet und Dutzende verletzt, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Alle Nachrichten zum Anschlag in London im stern-Ticker:

+++ 20 Uhr: Zwei Opfer weiter in Lebensgefahr +++

Zwei Opfer des Anschlags weiter in Lebensgefahr. Das teilte Scotland Yard mit. Fünf weitere Verletzte seien in einem kritischen Zustand, hieß es in einer Mitteilung.

+++ 16.45 Uhr: Polizei gibt Namen von Attentäter bekannt +++

Bei dem Attentäter von London handelt es sich um einen 52-jährigen Mann namens Khalid Masood aus Mittelengland. Das teilte Scotland Yard am Donnerstag mit. Er sei der Polizei bereits aufgrund von Gewaltdelikten und unerlaubtem Waffenbesitz bekannt gewesen, hieß es in einer Mitteilung weiter. Eine Verurteilung wegen terroristischer Aktivitäten habe es nicht gegeben.

+++ 16.41 Uhr: Neue Angaben zu den Opfern +++

Die Polizei hat die Angaben zu den beiden zivilen Opfern konkretisiert. Die Toten auf der Westminster-Brücke sind ein etwa 50-jähriger Tourist aus den USA und eine 43-jährige Britin mit spanischen Wurzeln

+++ 14.49 Uhr: Barack Obama kondoliert Familien der Opfer +++

"Mein Herz ist bei den Opfern und ihren Familien in London. Kein Akt des Terrors kann die Stärke und Widerstandskraft unseres britischen Verbündeten erschüttern", schrieb der ehemalige US-Präsident Barack Obama auf Twitter.


+++ 14.41 Uhr: Papst "tief betrübt" über Anschlag +++

Papst Franziskus hat den Opfern des Anschlags in London und deren Angehörigen seine Anteilnahme überbracht. Das Katholiken-Oberhaupt sei "tief betrübt" über die Tragödie und den Verlust und die Wunden, die die Attacke mitten in der britischen Hauptstadt herbeigeführt habe, hieß es in einem Telegramm aus dem Vatikan. Der Papst versicherte Großbritannien, für die Nation zu beten.

+++ 14.02 Uhr: Bundesregierung bestätigt: Deutsche verletzt +++

Bei dem Terrorangriff in London ist auch eine Deutsche verletzt worden. "Wir müssen leider davon ausgehen, dass auch eine deutsche Staatsangehörige bei dem Anschlag in London verletzt worden ist", sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Donnerstag. Die deutsche Botschaft in London stehe in engem Kontakt mit den zuständigen britischen Behörden. Zum Alter und zum Heimatort der Deutschen machte die Bundesregierung keine Angaben.


+++ 13.22 Uhr: Islamischer Staat bekennt sich zu Anschlag in London +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Terroranschlag in London für sich beansprucht. Ein "Soldat" des IS habe die Operation ausgeführt, meldete das IS-Sprachrohr Amak über das Internet unter Berufung auf nicht näher genannte Kreise der Extremisten. Der Angreifer sei damit Aufrufen gefolgt, Bewohner von Staaten der internationalen Koalition anzugreifen. Die Echtheit der Nachricht ließ sich zunächst nicht überprüfen. Sie wurde aber über die üblichen IS-Kanäle verbreitet. Auf diesem Weg hatten sich die Extremisten auch zu anderen Attentaten in Europa bekannt.

+++ 13.10 Uhr: Für Anschlag verwendetes Auto ist Mietwagen +++

Das bei dem Terroranschlag in London als Waffe verwendete Auto ist ein Mietwagen. Der Hyundai wurde bei einer Enterprise-Filiale gemietet, wie der Autovermieter britischen Medien gegenüber erklärte. Den Berichten zufolge wurde es in einer Filiale in der Stadt Solihull nahe Birmingham abgeholt. Ein Enterprise-Angestellter habe das Fahrzeug identifiziert, nachdem er das Nummernschuld auf Fotos im Internet gesehen habe, erklärte das Unternehmen. 

+++ 12.48 Uhr: Verfassungsschutz: London-Attentäter hatte keinen Deutschland-Bezug +++

Nach bisherigen Erkenntnissen des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) gibt es bei dem Anschlag in London keinen Deutschland-Bezug. BfV-Chef Hans-Georg Maaßen warnt auf der Technologiemesse CeBIT in Hannover allerdings vor einer zunehmenden Radikalisierungs-Offensive der Terrormiliz IS im Internet: "Der IS ist mittlerweile ein digitales Kalifat geworden, er nutzt seine Möglichkeiten dort in brillanter Weise." Allein Deutschland zähle die Salafisten-Szene mittlerweile knapp 10.000 Anhänger.

+++ 12.18 Uhr: Verletzte aus mindestens elf Ländern +++

Insgesamt seien Menschen aus mindestens elf Ländern betroffen, teilte die britische Premierministerin Theresa May im Parlament mit. Unter den Verletzten seien unter anderem zwölf Briten, drei französische Schüler, zwei Rumänen, vier Südkoreaner, zwei Griechen und jeweils eine Person aus Polen, Irland, China, Italien und den Vereinigten Staaten.

+++ 12.14 Uhr: Brandenburger Tor in britischen Farben +++

Nach dem Anschlag in London soll das Brandenburger Tor in Berlin am Abend in den Farben der britischen Flagge erstrahlen. Mit der Geste solle der Opfer des Gewaltakts gedacht werden, teilte eine Senatssprecherin mit.

Schon bei früheren Terror-Akten wurde das Berliner Wahrzeichen als Zeichen der Solidarität in den jeweiligen Landesfarben angestrahlt. Auch nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breischeidplatz wurde das Tor angestrahlt.

+++ 12.11 Uhr: Täter vor Jahren unter Extremismus-Verdacht +++

Der Londoner Attentäter war den britischen Geheimdiensten bekannt. Das sagte die britische Premierministerin Theresa May vor dem Parlament in London. Der Mann sei in Großbritannien geboren und vor einigen Jahren bei einer Untersuchung des Inlandsgeheimdiensts MI5 zu "gewalttätigem Extremismus" im Visier der Ermittler gewesen.

+++ 12.02 Uhr: Briten und Franzosen "Schulter an Schulter" +++

Frankreich und Großbritannien haben nach dem Anschlag in London ihre Partnerschaft bekräftigt. Beide Länder stünden "absolut Schulter an Schulter", sagte der britische Außenminister Alan Duncan auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem französischen Kollegen Jean-Marc Ayrault. Dieser ergänzte, sein Land wolle eine Botschaft der "Solidarität und Barmherzigkeit"
an das Vereinigte Königreich senden.

+++ 11.53 Uhr: Täter stammt aus Großbritannien +++

Der Attentäter stammt aus Großbritannien und war der Polizei bekannt. Das berichtete die britische Premierministerin Theresa May in London. 

+++ 11.48 Uhr: Deutscher in London verletzt +++

Auch ein Deutscher ist bei dem Terroranschlag in London verletzt worden. Das sagte die britische Premierministerin Theresa May im Parlament.

+++ 11.33 Uhr: Polizei nimmt achten Verdächtigen fest +++

Die Metropolitan Police twittert, sie haben nun insgesamt acht Personen im Zusammenhang mit dem Anschlag festgenommen. Mehr Einzelheiten gibt sie bislang nicht bekannt.


+++ 11.10 Uhr: Iran verurteilt Anschlag +++

Der Iran hat die Terrorangriffe in London scharf verurteilt und den Familien der Opfer sein Beileid ausgesprochen. Gleichzeitig aber kritisierte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi die Unfähigkeit der internationalen Gemeinschaft, eine gemeinsame Front gegen den Terrorismus aufzubauen. "Solange es keine gemeinsame Front gibt, erleben wir weiterhin diese teuflischen und unmenschlichen Terroraktionen", sagte der Sprecher. Der Terrorismus kenne keine geografischen Grenzen mehr und daher sei eine gemeinsame internationale Koalition auch so notwendig, so der Sprecher laut Nachrichtenagentur Isna.

+++ 10.56 Uhr: Pariser Anti-Terror-Staatsanwalt ermittelt wegen London +++

Nach dem Londoner Terroranschlag ermittelt auch die Pariser Anti-Terrorstaatsanwaltschaft, da drei französische Schüler verletzt wurden. Es gehe um den Vorwurf eines Mordversuchs in Verbindung mit einem terroristischen Vorhaben, bestätigten Justizkreise der Deutschen Presse-Agentur. Die Untersuchung wurde an die die Anti-Terroreinheit der Kriminalpolizei und den Inlandsgeheimdienst DGSI übergeben.

+++ 10.49 Uhr: Schweigeminute in London +++

Mit einer Schweigeminute im Parlament und vor dem Hauptquartier von Scotland Yard wurde den Opfern des gestrigen Anschlags in London gedacht.


+++ 10.35 Uhr: Londons Bürgermeister: "Dürfen uns nicht beugen" +++

Nach dem Anschlag von London hat sich Bürgermeister Sadiq Khan kämpferisch gezeigt. "Wir dürfen uns nicht beugen; wir dürfen nicht zulassen, dass die Terroristen Erfolg haben und unseren Lebensstil zerstören oder Gemeinden spalten", sagte Khan in einem Interview des Nachrichtensenders Sky News. Zugleich wies er darauf hin, dass die Bedrohungslage in London seit Jahren hoch sei. In den vergangenen Jahren hätten Sicherheitsbehörden mehr als ein Dutzend Anschlagspläne vereitelt.

+++ 10.16 Uhr: Polizei: Momentan keine Gefahr für Bevölkerung +++

Vor den sieben Festnahmen seien insgesamt sechs Wohnungen in London, Birmingham und anderen Orten durchsucht worden, teilte ein Sprecher von Scotland Yard mit. In welcher Beziehung die Festgenommenen zu dem Täter stehen, sagte er nicht.

"Wir gehen immer noch davon aus, dass der Angreifer ein Einzeltäter war", sagte ein Polizeisprecher. Der Mann sei durch den internationalen Terrorismus zu der Tat angeregt worden. Eine Gefährdung der Bevölkerung bestehe derzeit nicht.

+++ 9.56 Uhr: Französischer Außenminister reist nach London +++

Nach dem Terroranschlag in London reist der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault in die britische Hauptstadt. Er werde dort mit den Behörden sprechen und die Familien der französischen Opfer treffen, berichtete das Außenministerium im Kurznachrichtendienst Twitter. Bei der Attacke waren auch drei Schüler aus der Bretagne verletzt worden.


+++ 9.53 Uhr: Verteidigungsminister geht von islamistischem Hintergrund aus +++

Der britische Verteidigungsminister Michael Fallon geht davon aus, dass der Londoner Anschlag "in Verbindung zum islamistischen Terrorismus" steht. Das sagte er laut dem Fernsehsender BBD. Die Sicherheitsmaßnahmen rund um das Parlamentsgebäude würden überprüft.

+++ 9.27 Uhr: Eiffelturm bleibt dunkel +++

Nach dem Anschlag bleibt der Pariser Eiffelturm dunkel. Damit soll der Opfer der Attacke gedacht werden, teilte die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Sie habe entschieden, die Beleuchtung ab Mittwoch Mitternacht auszuschalten. Der Turm an der Seine ist ein Pariser Wahrzeichen und wird jährlich von rund sieben Millionen Menschen besucht. Unter den Verletzten in London sind auch drei Schüler aus Frankreich.


+++ 9.14 Uhr: Vier statt fünf: Polizei korrigiert Zahl der Toten +++

Die britische Polizei hat die Zahl der bei dem Londoner Anschlag getöteten Menschen auf vier korrigiert. Der Attentäter sowie drei weitere Menschen seien getötet worden, sagte der Chef der Terrorabwehr von Scotland Yard, Mark Rowley, in London. Die drei Todesopfer seien eine Frau, ein Mann sowie der vor dem Parlament mit einem Messer attackierte Polizist. Am Mittwochabend hatte die Polizei von insgesamt fünf Toten gesprochen.

+++ 9.00 Uhr: Sieben Festnahmen nach Attentat +++

Im Zuge der Ermittlungen zum Attentat im Londoner Parlamentsviertel hat die britische Polizei sieben Menschen festgenommen. Wie der Chef der Terrorabwehr von Scotland Yard, Mark Rowley, mitteilte, wurden die Verdächtigen an sechs verschiedenen Orten festgenommen. Demnach gab es unter anderem Festnahmen in London und Birmingham. 

+++ 8.06 Uhr: Moderator James Corden würdigt London +++

Der britische Moderator James Corden, 38, hat in seiner US-Late-Night-Show der Opfer des Terroranschlags in London gedacht. "Ich habe mich heute wirklich so verdammt weit weg von Zuhause gefühlt", sagte der in London geborene Comedian in seiner Sendung. "Wenn so etwas in deiner Heimatstadt passiert, bist du nicht froh, dass du so weit weg bist. Du würdest dir wünschen, dass du dort bist an der Seite deiner Lieben."

Corden beschreibt die britische Millionenmetropole als vielfältige, stolze und brillante Stadt. "Wenn dieser Terrorakt begangen wurde, um die Menschen in London zu spalten, kann ich nur sagen: Ich bin sicher, dass so etwas sie noch näher zusammenbringt." Der 38-Jährige moderiert seit 2015 in den USA die "Late Late Show". Auch in Deutschland bekannt wurde er durch seine Rubrik "Carpool Karaoke", bei der er zusammen mit Stars im Auto singt.

+++ 8.02 Uhr: Zeuge: Drei Männer in Birmingham festgenommen +++

Bewaffnete Polizisten haben eine Wohnung in Birmingham gestürmt. Die britische Nachrichtenagentur PA zitierte einen namentlich nicht genannten Zeugen, demzufolge drei Männer festgenommen worden sind. "Der Mann aus London hat hier gelebt", sagte demnach der Zeuge.

+++ 7.59 Uhr: Medien: Razzia in Birmingham +++

Nach den Angriffen in London hat es in der Nacht eine Razzia in Birmingham gegeben. Britische Medien berichteten am Morgen, Polizisten hätten im Zusammenhang mit dem Anschlag eine Wohnung in der nordenglischen Stadt durchsucht. Die Nachrichtenagentur Press Association und der Fernsehsender Sky meldeten, der Einsatz stehe im Zusammenhang mit dem Londoner Anschlag. Die Polizei wollte dies nicht bestätigen.

+++ 7.55 Uhr: Queen sagt Besuch bei Scotland Yard ab +++

Wegen des Terroranschlags ist die feierliche Eröffnung des neuen Scotland-Yard-Gebäudes durch die Queen abgesagt worden. Das teilte der Buckingham-Palast in London mit. Sie war für heute geplant.

Der Sitz der Londoner Polizei liegt an der Themse im Bezirk Westminister - also in der Nähe des Anschlagortes. Ein neuer Termin für den Besuch von Königin Elizabeth II., 90, steht noch nicht fest

+++ 4.59 Uhr: Ermittlungen im Umfeld des Täters +++

Nach dem Anschlag mit mindestens 5 Toten und etwa 40 Verletzten am britischen Parlament in London laufen die Ermittlungen zum Motiv des Attentäters auf Hochtouren. Hunderte Ermittler seien im Einsatz, die sich auf das Motiv, die Vorbereitungen und mögliche Komplizen des Mannes fokussierten. Das sagte ein Polizeisprecher.

+++ 1.03 Uhr: Scottland Yard geht von Einzeltäter aus +++

Es soll sich um einen Einzeltäter gehandelt haben. Hunderte Ermittler seien im Einsatz, die sich auf das Motiv, die Vorbereitungen und mögliche Komplizen des Mannes fokussierten, sagte ein Polizeisprecher.

+++ 0.52 Uhr: Terrorismusforscher: "Passt zum IS" +++

Beim Doppelanschlag am Londoner Parlament deutet nach Einschätzung des Terrorismusforschers Peter Neumann alles auf einen islamistischen Hintergrund hin. "Dieser Anschlag passt genau in das Muster der Anschläge, die wir gesehen haben von Nizza und Berlin. Das ist genau die Art von Anschlag, die der IS promoted und anstiften will", sagte Neumann der Deutschen Presse-Agentur.

+++ 0.21 Uhr: Identität des Attentäters geklärt +++

Scotland Yard geht davon aus, dass die Identität des ebenfalls getöteten Attentäters geklärt ist. "Wir gehen davon aus, dass er vom internationalen Terrorismus inspiriert wurde", sagte der Sprecher.
Weitere Details wollte er zunächst nicht nennen.

+++ 0.04 Uhr: Viertes Todesopfer, bis zu 40 Verletzte +++

Nach dem Anschlag in London ist die Zahl der Todesopfer auf vier gestiegen. Wie die Polizei am Mittwochabend mitteilte, tötete der Attentäter am britischen Parlament insgesamt vier Menschen, bevor er selbst von der Polizei erschossen wurde. Die Zahl der Verletzten stieg den Angaben zufolge von 20 auf 40. Die Polizei geht nach eigenen Angaben inzwischen von einem islamistischen Anschlag aus.

Nachrichten zum Terror-Anschlag in London

tkr / DPA / AFP