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News des Tages: Gegen Ex-Präsident Sarkozy wird wegen Korruption ermittelt

Zuckerberg nimmt Stellung zum Daten-Skandal von Facebook +++ Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungsverfahren gegen Sarkozy ein +++ Staatsanwaltschaft fordert fünf Jahre Haft für Alonso +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Die wichtigsten Meldungen im Kurzüberblick:

  • Zuckerberg räumt Fehler im Facebook-Daten-Skandal ein (21.00 Uhr)
  • Kreise: Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy aus Gewahrsam entlassen (19.33 Uhr) 
  • Porsche zahlt Mitarbeitern 9656 Euro extra (16.45 Uhr)
  • Staatsanwaltschaft fordert fünf Jahre Haft für Alonso (12.33 Uhr) 
  • Polizei bestätigt: Mutmaßlicher Paketbomber von Austin ist tot (11.11 Uhr)
  • Aktionäre verklagen Facebook in Datenaffäre  (6.49 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 21.25 Uhr: Ermittlungsverfahren gegen Ex-Präsident Sarkozy +++ 

Nach zweitägigen Befragungen zu möglichen Wahlkampfspenden aus Libyen hat die französische Justiz ein Ermittlungsverfahren gegen den früheren Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy (63) eröffnet. Ihm werde "passive Korruption", unerlaubte Wahlkampffinanzierung und Hehlerei bei der Hinterziehung öffentlicher Gelder Libyens vorgeworfen, bestätigte eine mit der Sache vertraute Person der Deutschen Presse-Agentur in Paris am Mittwochabend. Sarkozy weise die Anschuldigungen zurück. Er sei nun unter Justizkontrolle, hieß es weiter.

Die Ermittler hatten den früheren Staatspräsidenten zuvor aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Nach Medienberichten kehrte er nach Hause zurück. Der 63-Jährige war seit Dienstag in Nanterre bei Paris zum Verdacht einer Wahlkampffinanzierung aus Libyen befragt worden.

Es geht um schon länger erhobene Vorwürfe, wonach für Sarkozys erfolgreichen Präsidentschaftswahlkampf 2007 illegal Gelder vom Regime des damaligen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi geflossen sein sollen. Der konservative Politiker war von 2007 bis 2012 Präsident. 

+++ 21.00 Uhr: Zuckerberg räumt Fehler in Daten-Skandal ein +++

Im Skandal um mutmaßlichen gigantischen Datenmissbrauch für den US-Wahlkampf hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg am Mittwoch "Fehler" eingeräumt. Facebook habe "Fehler gemacht" und müsse seinen Dienst verbessern, erklärte Zuckerberg in seiner erste Stellungnahme zu dem Daten-Skandal. Facebook steht seit dem Wochenende in der Kritik, nachdem bekannt geworden war, dass das britische Unternehmen Cambridge Analytica laut Medienberichten die Daten von mehr als 50 Millionen Facebook-Nutzern für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump eingesetzt haben soll.


+++ Zwei US-Astronauten und ein russischer Kosmonaut zur ISS gestartet +++

Eine Sojus-Rakete mit zwei US-Astronauten und einem russischen Kosmonauten an Bord ist am Mittwoch zur Internationalen Raumstation (ISS) gestartet. Drew Feustel und Richard Arnold sowie ihr russischer Kollege Oleg Artemjew hoben um 18.44 Uhr MEZ auf dem Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan "erfolgreich" ab, wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos bekanntgab.  

+++ 19.54 Uhr: Maas: USA bleiben unser wichtigster Partner außerhalb Europas +++

Außenminister Heiko Maas hat die Bedeutung der deutsch-amerikanischen Freundschaft trotz aller Differenzen mit US-Präsident Donald Trump hervorgehoben. "Lassen Sie uns das transatlantische Verhältnis nicht alleine von Twitter-Meldungen abhängig machen", sagte er im Bundestag mit Blick auf die fast täglichen Meldungen, die Trump über den Kurznachrichtendienst verbreitet. "Die deutsch-amerikanische Freundschaft besteht aus weitaus mehr als 280 Zeichen."

Die USA blieben der wichtigste Partner Deutschlands außerhalb Europas, betonte der neue Außenminister. "Bei allen Turbulenzen jenseits des Atlantiks sollten wir nicht vergessen, wie tief und breit diese Verbindungen in beiden Gesellschaften verankert sind."

+++ 19.33 Uhr: Kreise: Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy aus Gewahrsam entlassen +++

Der wegen Ermittlungen zu illegalen libyschen Wahlkampfspenden vernommene französische Ex-Präsident Nicolas Sarkozy ist aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus informierten Kreisen. Sarkozy war am Dienstag in Gewahrsam genommen worden und wurde auf einer Polizeidienststelle in Nanterre westlich von Paris vernommen. 

+++ 19.24 Uhr: Evakuierungen aus Harasta in Ost-Ghuta sollen Donnerstagmorgen beginnen +++

Die Evakuierungen aus der Stadt Harasta in der umkämpften syrischen Region Ost-Ghuta sollen nach Regierungsangaben am Donnerstagmorgen beginnen. Der syrische Minister für Versöhnung, Ali Haidar, nannte 07.00 Uhr (06.00 Uhr MEZ) als Startzeit.

Laut Haidar einigten sich russische Einheiten und Kämpfer der Rebellengruppe Ahrar al-Scham auf die Evakuierungen. Die syrische Regierung sei an den Verhandlungen nicht direkt beteiligt gewesen. Sie solle aber jegliche Kompromisslösung umsetzen. Es ist das erste auf diese Art zustande gekommene Abkommen für Ost-Ghuta seit dem Beginn der Offensive der Regierungstruppen vor rund einem Monat. Die Vereinbarung sehe vor, dass die "Rebellen die Stadt mit ihren Waffen verlassen" könnten, hatte zuvor ein Sprecher der Gruppierung mitgeteilt. Auch Zivilisten könnten die Stadt in Richtung Nordsyrien verlassen. Harasta im Westen der Enklave wurde bislang von Ahrar al-Scham kontrolliert.

+++ 19.13 Uhr: Rüstungsbericht: Nur 26 von 93 Tornados einsatzbereit +++

Die Luftwaffe leidet unter erheblichen Defiziten bei der Einsatzbereitschaft. Von 93 Tornados waren Ende 2017 nur 26 einsatzbereit, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf den aktuellen Rüstungsbericht des Verteidigungsministeriums. Damit könne die Luftwaffe im Ernstfall nur noch eingeschränkt ihren Nato-Bündnisverpflichtungen nachkommen, hieß es aus Teilnehmerkreisen des Ausschusses gegenüber der dpa. Das Problem liege demnach nicht nur am Mangel an einsatzbereiten Flugzeugen, es fehle auch an Besatzungen.

Dem RND-Bericht zufolge standen der Bundeswehr zum Jahresende nicht die 33 Tornados zur Verfügung, zu deren Abstellung sie sich im Rahmen der schnellen Einsatztruppe der Nato verpflichtet habe. Von den Eurofightern waren Ende 2017 nach RND-Angaben von 128 dieser Kampfflugzeuge nur 39 einsatzbereit.

+++ 19.09 Uhr: US-Notenbank hebt Leitzins an +++

Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihren Leitzins erneut angehoben. In der ersten Sitzung unter der Verantwortung des neuen Fed-Chefs Jerome Powell erhöhte die Bank die Federal Funds Rate um 0,25 Punkte auf einen Zielkorridor von nun 1,50 bis 1,75 Punkte.

+++ 19.04 Uhr: Holocaust-Leugner ist offizieller Kandidat im Bundesstaat Illinois +++

Der Holocaust-Leugner Arthur Jones ist offizieller Kandidat der republikanischen Partei im US-Bundesstaat Illinois für die Kongresswahlen im November. Er gewann am Dienstag die Vorwahlen und wird für einen Bezirk zu den Halbzeitwahlen antreten. Die Republikaner selbst hatten Jones, 70, zuvor öffentlich für seine Haltung zum Holocaust kritisiert. Sie scheiterten allerdings daran, einen anderen Kandidaten aufzustellen.

Jones' Website hat eine Rubrik, in der er unter dem Titel "Holocaust?" anzweifelt, dass es die Vernichtung der europäischen Juden gegeben hat. Nach Angaben amerikanischer Bürgerrechtler ist Jones seit den 1970er Jahren in anti-semitischen und rassistischen Gruppen aktiv.

+++ 19.00 Uhr: Missbrauchsvorfall von Staufen - Staatsanwaltschaft erhebt Anklage +++

Im Fall eines schwer sexuell missbrauchten neun Jahre alten Jungen hat die Staatsanwaltschaft Freiburg Anklage gegen die Mutter des Jungen und deren Lebensgefährten erhoben. Der 47 Jahre alten Frau werden insgesamt 50 Taten, dem 39 Jahre alten Lebensgefährten 46 Taten zur Last gelegt, wie die Anklagebehörde mitteilte. Beide Angeschuldigten sind in dieser Sache in Untersuchungshaft.

Ihnen werden unter anderem schwerer sexueller Missbrauch von Kindern, schwere Vergewaltigung, schwere Zwangsprostitution sowie Verbreitung, Besitz und Erwerb kinderpornografischer Schriften zur Last gelegt. Beiden wird vorgeworfen, sowohl alleine als auch gemeinsam sexuelle Handlungen an dem Jungen vollzogen zu haben. Der Lebensgefährte der Mutter soll den Jungen mit Wissen der Mutter männlichen Freiern zum sexuellen Missbrauch überlassen haben. Der Lebensgefährte und die Mutter sollen teilweise selbst an den Übergriffen beteiligt gewesen sein.

+++ 18.54 Uhr: Lighthizer deutet vorläufige Ausnahmen für EU-Länder bei US-Zöllen +++

Der Handelsbeauftragte von US-Präsident Donald Trump hat mögliche Ausnahmen für die EU-Staaten und weitere Länder bei den umstrittenen Stahl- und Aluminiumzöllen angedeutet. Die EU-Ländern könnten genauso wie Argentinien und Australien so lange von den von Trump verhängten Zöllen ausgenommen werden, bis die Handelsgespräche im nächsten Monat beendet sind, sagte Lighthizer vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses in Washington. Auch mit Brasilien sollen entsprechende Gespräch aufgenommen werden.

+++ 18.37 Uhr: San Francisco verbietet Verkauf von Pelzen +++

San Francisco will den Verkauf von Pelzmänteln und andere neuen Pelzwaren verbieten. Nach einem einstimmigen Beschluss des Stadtrats der Westküstenmetropole soll das Verkaufsverbot im Januar 2019 in Kraft treten. Als erste größere US-Stadt habe San Francisco am Dienstag diese Verordnung erlassen, teilte die Stadtparlamentarierin Katy Tang, die den Antrag eingereicht hatte, mit. Dies sei "der richtige Schritt" um den Tierschutz voranzutreiben, betonte Tang.

Die Metropole folgt damit dem Beispiel der kleineren kalifornischen Städte Berkeley und West Hollywood. Second-Hand-Läden in San Francisco dürfen weiterhin gebrauchte Pelzprodukte anbieten. Andere Einzelhändler haben bis 2020 Zeit, ihren alten Bestand an Pelzwaren zu verkaufen.

+++ 18.22 Uhr: Tusk äußert "vorsichtigen Optimismus" im Stahlstreit mit den USA +++

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat in den Verhandlungen über drohende US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium "vorsichtigen Optimismus" geäußert. Er habe "gute Gründe zu glauben", dass EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström bei ihren Gesprächen in Washington "noch effektiver sein wird als wir das vor zwei oder drei Tagen erwartet haben", sagte Tusk in Brüssel. Es gebe aber "noch ein "Fragezeichen" mit Blick auf Ausnahmen für die EU. Hier werde erst der Donnerstag Klarheit bringen. Malmström und US-Handelsminister Wilbur Ross hatten nach einem Treffen zuvor eine gemeinsamen Erklärung veröffentlicht. Demnach ist es Ziel, "für beide Seiten akzeptable Ergebnisse" zu erreichen.

+++ 17.58 Uhr: Scheinehen vermittelt? Schlag gegen organisierte Kriminalität +++

Mit Durchsuchungen in sieben Bundesländern sowie in Tschechien haben Polizei und Zoll nach Beweisen für die organisierte Vermittlung von Scheinehen und Schwarzarbeit gefahndet. Mehrere dringend Tatverdächtige seien festgenommen worden, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft. Seit den frühen Morgenstunden seien fast 100 Objekte durchsucht worden. An dem Einsatz waren etwa 850 Beamte von Bundes- und Länderpolizei sowie des Zolls beteiligt. Schwerpunkt der Ermittlungen sei Hessen, insbesondere das Rhein-Main-Gebiet.

Mehrere Gruppen von kosovarischen, bulgarischen und serbischen Staatsangehörigen sollen seit Ende 2015 ihren Kunden zu Scheinehen mit Frauen aus EU-Staaten verholfen haben. Die meisten dieser Männer stammten aus dem Kosovo. Manche zahlten demnach fünfstellige Summen für die Heirat mit Frauen aus Tschechien, Rumänien oder Bulgarien. Die Staatsanwaltschaft geht von mehreren hundert so geschlossenen Scheinehen aus.

+++ 17.26 Uhr: Angriff auf Altenaer Bürgermeister: Mordanklage erhoben +++

Knapp vier Monate nach dem Messerangriff auf den Altenaer Bürgermeister Andreas Hollstein (CDU) hat die Staatsanwaltschaft Hagen Anklage gegen den 56-jährigen Tatverdächtigen wegen versuchten Mordes erhoben. Wie das Hagener Landgericht mitteilte, legt die Anklagebehörde dem Mann ein Tötungsdelikt aus niedrigen Beweggründen, gefährliche Körperverletzung und Bedrohung zur Last.

Sollte das Hagener Gericht die Anklage zulassen und die Hauptverhandlung eröffnen, könnte der Prozess gegen den mutmaßlichen Attentäter am 22. Mai beginnen. Hollstein war Ende November im nordrhein-westfälischen Altena von dem 56-Jährigen mit einem Küchenmesser angegriffen und leicht verletzt worden. Der für seine humane Flüchtlingspolitik bekannte Bürgermeister konnte die Attacke mit zwei Helfern abwehren und Schlimmeres verhindern.

+++ 16.51 Uhr: Stuttgart: Einzelne Taube sorgt für Sperrung des Hauptbahnhofs +++

Eine einzelne Taube Taube hat am Mittwoch für eine halbstündige Teilsperrung des Stuttgarter Hauptbahnhofs gesorgt. Wie die Bundespolizei mitteilte, geriet das Tier am Vormittag an den Stromabnehmer einer S-Bahn und löste damit einen Kurzschluss aus. Dieser wiederum führte zu einem sogenannten Brandmeldealarm, weshalb der S-Bahnbereich geräumt und abgesperrt wurde.

Durch die Sperrungen kam es zu Verzögerungen im Bahnverkehr. Ein Schaden an der Oberleitung entstand offenbar nicht.

+++ 16.45 Uhr: Porsche zahlt Mitarbeitern 9656 Euro extra +++

Die Rekorde in der Porsche-Bilanz lassen auch die Prämien für die Mitarbeiter des Autobauers in diesem Jahr noch einmal steigen. 9656 Euro gibt es zusätzlich, wie Unternehmen und Betriebsrat in Stuttgart mitteilten: 8600 Euro Prämie für besondere Leistung, 700 Euro Sonderbeitrag zur Altersvorsorge und dazu noch 356 Euro Jubiläumszahlung. Porsche feiert in diesem Jahr "70 Jahre Porsche Sportwagen" - der 356 war das erste Modell.

Im Vorjahr hatte es in Anlehnung an den 911er eine Sonderzahlung in Höhe von insgesamt 9111 Euro gegeben. Das Geld wird den Angaben zufolge an rund 23.000 Mitarbeiter der Porsche AG ausgezahlt, unabhängig von Tätigkeit und Hierarchie. Wer nicht Vollzeit arbeitet oder noch neu ist, bekommt allerdings nicht den vollen Betrag. Porsche hatte im vergangenen Jahr rund 246.000 Autos ausgeliefert - vier Prozent mehr als 2016. Der Umsatz stieg auf 23,5 Milliarden Euro, das operative Ergebnis auf 4,1 Milliarden Euro.

+++ 16.44 Uhr: Fall Skripal: Tschechien bestellt russischen Botschafter ein +++

Der russische Botschafter in Tschechien, Alexander Smejewski, ist ins Außenministerium in Prag einbestellt worden. Man habe sich gegen Äußerungen russischer Stellen verwahrt, das bei dem Anschlag auf den Ex-Spion Sergej Skripal in Großbritannien verwendete Nervengift Nowitschok könne aus Tschechien stammen, teilte das Ministerium mit. "Diese Behauptung ist völlig außerhalb der Realität", sagte der tschechische Außenminister Martin Stropnicky vor Journalisten. Er sprach sich für ein gemeinsames Vorgehen der EU-Staaten aus.

In einer Erklärung sprach das Außenministerium in Prag von "beleidigenden und vollkommen unbelegten Behauptungen", die "beträchtliche Schäden" in den gegenseitigen Beziehungen anrichteten.
Tschechien stelle keine chemischen Kampfstoffe her, sondern befasse sich einzig mit der Entwicklung von Gegenmitteln und geeigneten Schutzmaßnahmen. Smejewski habe seinerseits die Beschuldigung Russlands durch Großbritannien kritisiert.

+++ 16.24 Uhr: Neue Missbrauchsvorwürfe gegen Regensburger Domspatzen +++

Nach einem Fernsehbericht über Missbrauchsfälle unter ehemaligen Schülern der Regensburger Domspatzen sucht das Bistum Kontakt zu möglichen Opfern. Betroffene könnten sich an das Bistum Regensburg wenden, heißt es in einer Mitteilung. Den Beitrag des ARD-Magazins "Report Mainz" habe man "mit Erschütterung und Bedauern" gesehen.

Öffentlich bekannt wurden bisher Fälle, in denen Jugendliche Opfer körperlicher und sexueller Gewalt von Priestern und Erziehern geworden waren. Dem ARD-Beitrag zufolge haben sich aber auch ältere Schüler an jüngeren Schülern vergriffen.

+++ 16.18 Uhr: USA: Ostküste leidet unter heftigem Schneefall +++

Einen Tag nach dem kalendarischen Frühlingsanfang hat ein Wintersturm die Ostküste der USA heimgesucht und vielen Orten heftigen Schneefall und starken Wind beschert.
Meteorologen erwarteten für heute und Donnerstag mancherorts bis zu 40 Zentimeter Schnee. Der Nationale Wetterdienst gab eine Wintersturmwarnung aus, die für mehrere Bundesstaaten von Massachusetts im Norden bis in den Westen von North Carolina galt. Mehr als 70 Millionen Menschen waren davon betroffen. In Küstengebieten wurde mit Überflutungen gerechnet.

In New York, Philadelphia, Washington und in anderen Gegenden fiel der Unterricht an öffentlichen Schulen aus. Laut der Webseite "Flightaware" wurden am Vormittag bereits mehr als 4100 Flüge gestrichen, andere waren verspätet. Die Fahrpläne der Bahngesellschaft Amtrak waren eingeschränkt. Das Weiße Haus sagte alle Termine von Präsident Donald Trump ab, darunter ein Treffen mit seinem Kabinett. Viele Regierungsbehörden in Washington blieben geschlossen.

+++ 16.14 Uhr: Frankreich verschärft Gesetze gegen sexuelle Gewalt +++

Frankreich setzt im Kampf gegen sexuelle Gewalt und Sexismus auf strengere Regeln. Die Regierung brachte in Paris einen Gesetzentwurf auf den Weg, mit dem unter anderem sexuelle Übergriffe von Erwachsenen auf Unter-15-Jährige schärfer geahndet werden sollen. Der Text sieht vor, solche Fälle leichter als Vergewaltigung werten zu können. Zudem sollen sexistische Belästigungen auf der Straße künftig mit einem Bußgeld bestraft werden.

Die Maßnahmen sind Teil eines Aktionsplans gegen sexuelle Belästigung und Gewalt, den Präsident Emmanuel Macron im November vorgestellt hatte. Hintergrund ist auch die #MeToo-Debatte um sexuelle Gewalt und Sexismus, die auch in Frankreich hohe Wellen geschlagen hatte.

+++ 15.58 Uhr: Hamburg: Zwei Täter werfen Steine auf türkischen Kulturverein +++

Unbekannte haben Steine gegen das Fenster eines türkischen Kulturvereins in Hamburg geworfen. Bei dem Angriff im Stadtteil St. Pauli sei am Dienstagabend die äußere Verglasung des Fensters beschädigt worden, teilte die Polizei in der Hansestadt mit. Sie sprach von einer "möglicherweise politisch motivierten Sachbeschädigung". Bei einer Sofortfahndung konnten die beiden Täter nicht gefasst werden.

In den vergangenen Wochen hatte es mehrere Brandanschläge und andere Attacken auf Moscheen, Geschäfte und Kulturzentren mit türkischem Hintergrund gegeben. In mehreren Fällen gehen die Ermittler davon aus, dass die Täter aus den Reihen extremistischer Kurden kommen. Eine Offensive des türkischen Militärs auf die mehrheitlich von Kurden bewohnte Stadt Afrin in Nordsyrien sorgt derzeit für starke Spannungen.

+++ 15.57 Uhr: Erzbistum will keinen "Spitzelturm" an der Münchner Frauenkirche +++

Das Erzbistum München und Freising will keine Abhöranlagen des Bundesnachrichtendienstes im Münchner Liebfrauendom erlauben. "Abhörtechnik würden wir im Domturm nicht dulden", versicherte Domdekan Lorenz Wolf in München. "Ich stehe in Gesprächen mit dem BND, auch über einen Abbau der Anlage."

Durch einen "Spiegel"-Bericht war am Wochenende publik geworden, dass im Nordturm des Münchner Doms Sende- und Empfangsanlagen existieren, die von BND-Spionen genutzt worden sein sollen. Nach Erkenntnissen des Domdekans handelt es sich bei den Anlagen um Verstärkerantennen für den Funk, die der BND nach bisherigen Angaben nicht mehr nutzt.

+++ 15.50 Uhr: Karstadt schreibt wieder schwarze Zahlen - Neueröffnungen geplant +++

Das Warenhausunternehmen Karstadt hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 (30. September) erstmals seit zwölf Jahren wieder einen Nettogewinn erzielt. Das sagte eine Unternehmenssprecherin in Essen. Zuvor hatten die "Süddeutsche Zeitung" und die "Welt" darüber berichtet. Karstadt-Chef Stephan Fanderl plane auch dir Eröffnung mehrerer innerstädtischer Warenhäuser, schrieben die Zeitungen.

+++ 14.15 Uhr: Diplomat: Russischer Kampfstoff hätte in Großbritannien viele getötet +++

Das russische Außenministerium hat den Einsatz eines russischen Kampfstoffes im Fall des vergifteten Ex-Agenten Sergej Skripal in Großbritannien entschieden zurückgewiesen. "Jeder respektierte Experte wird Ihnen sagen, dass die Anwendung von Kampfstoffen unvermeidlich zu zahlreichen Opfern am Einsatzort führt", sagte Wladimir Jermakow, zuständig für Rüstungskontrolle im Außenamt in Moskau. Bei dem Fall in Großbritannien sei dies aber nicht eingetreten, sagte er am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge.

+++ 13.37 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Söder entlässt fünf Seehofer-Minister +++

Bayerns neuer Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat mit der Bildung seines ersten Kabinetts für mehrere Überraschungen gesorgt. Söder verzichtete in seiner im bayerischen Landtag vereidigten Ministerriege gleich auf fünf Minister seines Vorgängers Horst Seehofer. Unter den Entlassenen befindet sich Ludwig Spaenle, der ein Superministerium für Wissenschaft und Bildung führte und von Seehofer noch eine Jobgarantie hatte.

Söder sagte, er wolle ein Signal für "Aufbruch und Erneuerung" setzen. Sein Kabinett sei deshalb jünger als das unter Seehofer und das Kabinett mit dem größten Frauenanteil in der bayerischen Geschichte. Er habe auch auf Fachkompetenz besonderen Wert gelegt.

+++ 13.28 Uhr: Anklage gegen Mutter und Lebensgefährten im Stauffener Missbrauchsfall +++

Im Fall des jahrelang missbrauchten Jungen aus dem Raum Freiburg hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Mutter und deren Lebensgefährten erhoben. Ihnen werden unter anderem schwerer sexueller Missbrauch von Kindern, Zwangsprostitution und Verbreitung von Kinderpornografie vorgeworfen, wie die Behörde mitteilte. Die 47-Jährige und ihr 39 Jahre alter Lebensgefährte sitzen in Untersuchungshaft. Sie sollen sich vor dem Landgericht Freiburg verantworten.

Der Mutter des Neunjährigen werden laut Staatsanwaltschaft insgesamt 50 Taten zu Last gelegt, dem 39-Jährigen 46. Beiden wird demnach vorgeworfen, allein und zusammen den Jungen sexuell misshandelt zu haben. Der Mann soll zudem "mit Wissen und Billigung der Mutter" das Kind Freiern überlassen haben. Zum Teil sollen die beiden Angeklagten an den Taten der Männer auch beteiligt gewesen sein. Der Mutter und ihrem Lebensgefährten wird zudem vorgeworfen, in den Jahren 2015 und 2016 ein dreijähriges Mädchen missbraucht zu haben.

+++ 13.01 Uhr: AfD-Landtagsabgeordneter in Göttingen von Vermummten angegriffen +++

Ein AfD-Landtagsabgeordneter und ein Begleiter sind nach Angaben der Polizei im niedersächsischen Göttingen von mehreren Vermummten angegriffen worden. Wie die Beamten mitteilten, wurden der 25-jährige Parlamentarier und sein 24-jähriger Begleiter bei der Attacke am Vorabend leicht verletzt. Die Täter konnten demnach fliehen, eine Fahndung verlief ergebnislos.

+++ 12.43 Uhr: San Francisco verbietet Verkauf von Pelzen +++

San Francisco ist künftig die größte Stadt in den USA, in der der Handel mit Pelzen verboten ist. Der Verwaltungsrat der mehrheitlich liberal gesinnten Westküstenmetropole votierte mit zehn zu null Stimmen für den Bann. Die Tierschutzorganisation Humane Society International (HSI) sprach von einer "historischen Entscheidung sowohl für die Tiere als auch für ein mitfühlendes Konsumverhalten".

Das Verbot, das den Handel mit neuen Pelzen umfasst, tritt nun am 1. Januar kommenden Jahres in Kraft. Neben der Metropole San Francisco, die als eine der progressivsten Städte des Landes gilt, haben im Bundesstaat Kalifornien bereits zwei kleinere Orte den Verkauf von Pelzen aus ihrem Stadtgebiet verbannt: West Hollywood in der Metropolregion Los Angeles und die Universitätsstadt Berkeley.

Die Tierschutzorganisation hatte zuletzt unter anderem die beiden italienischen Modehäuser Versace und Furla scharf kritisiert. Die Unternehmen erklärten daraufhin kürzlich, auf die Verwendung von Pelz verzichten zu wollen. Ein solches Bekenntnis gibt es zudem von Armani, Calvin Klein, Hugo Boss, Ralph Lauren, Michael Kors und Gucci.

+++ 12.34 Uhr: JU-Chef Ziemiak will freie Sonntage für Politiker +++

Der Chef der Jungen Union, Paul Ziemiak, hat freie Sonntage für Politiker gefordert. "Jeden Tag wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Das betrifft die Parlamentsarbeit und den Medienalltag", kritisierte Ziemiak in der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" vom Mittwoch.

Immer seien schnelle Antworten gefordert. "Dabei fände ich es gut, wenn wir den Sonntag wieder zu einem wirklich freien Tag erklären könnten", sagte er. Alle Versuche, Politikern mehr Zeit zum Nachdenken und Zuhören zu verschaffen, seien bisher ins Leere gelaufen.

+++ 12.33 Uhr: Staatsanwaltschaft fordert fünf Jahre Haft für Ex-Bayern-Profi Alonso +++

Dem ehemaligen Bayern-Profi Xabi Alonso droht wegen möglicher Steuerhinterziehung eine langjährige Gefängnisstrafe. Die spanische Staatsanwaltschaft hat für den ehemaligen Fußballer des FC Bayern und von Real Madrid eine Haftzeit von fünf Jahren und eine Geldstrafe von umgerechnet vier Millionen Euro gefordert. Das teilte ein Gerichtssprecher in Madrid mit.

+++ 12.02 Uhr: Mordangeklagter U-Boot-Bauer Madsen bestreitet sexuelles Motiv +++

Der wegen Mordes angeklagte dänische Erfinder Peter Madsen hat abgestritten, erotische Gefühle gehabt zu haben, als er auf die Leiche der schwedischen Journalistin Kim Wall einstach. "Es gab kein erotisches oder perverses Motiv", betonte der 47-Jährige vor dem Kopenhagener Gericht. Zu Beginn des zweiten Verhandlungstages erklärte er sich erneut nicht schuldig. Er blieb dabei, dass die junge Schwedin bei einem Unfall an Bord seines U-Bootes starb.

Die Staatsanwaltschaft dagegen wirft dem Erfinder nicht nur vor, die 30 Jahre alte Wall ermordet zu haben. Er soll sie zudem sexuell missbraucht haben, indem er ihr wiederholt Messer und spitze Schraubenzieher in den Körper rammte. Madsen betonte, er habe das getan, damit Gas aus der Leiche entweiche. Sie habe nicht wieder an die Meeresoberfläche kommen sollen, nachdem er sie über Bord geworfen hatte. Er habe zu dem Zeitpunkt nicht rational gedacht, sondern einfach nur gewollt, dass der Leichnam aus dem U-Boot verschwinde, als sei das Unglück nicht passiert.

+++ 11.49 Uhr: 33-Jähriger aus Niedersachsen wegen grausamen Sexualmords angeklagt +++

Ein Mann aus dem niedersächsischen Ramsloh soll seine Lebensgefährtin bei einem Sexualmord Teile des Darms aus dem Körper gerissen haben. Das Opfer sei an "einem enormen Blutverlust" gestorben, teilte die Staatsanwaltschaft in Osnabrück mit. Sie klagte den 33-Jährigen nun wegen Mordes an. Das Verbrechen wurde demnach im Januar begangen.

Der Mann habe sich "auf besonders grausame Art und Weise an der Geschädigten unter Anwendung erheblicher Gewalt sexuell vergangen", teilte die Behörde mit. Er sei zum Tatzeitpunkt stark betrunken gewesen. Derzeit sei er vorläufig in einer Fachklinik untergebracht. Der Mann bestreite den Vorwurf.

+++ 11.38 Uhr: EU-Kommission genehmigt Monsanto-Übernahme durch Bayer unter Auflagen +++

Die EU-Kommission hat grünes Licht für die Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto durch den Chemieriesen Bayer gegeben. Die Unternehmen hätten durch Zugeständnisse die "wettbewerbsrechtlichen Bedenken" der Kommission ausräumen können, erklärte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Mittwoch zur Begründung. Die Wettbewerbsbehörde knüpfte ihre Genehmigung demnach aber an Bedingungen.

+++ 11.11 Uhr: Polizei bestätigt: Mutmaßlicher Paketbomber von Austin ist tot +++

Der mutmaßliche Paketbomber von Austin ist tot. Er habe sich in seinem Auto in die Luft gesprengt, als er festgenommen werden sollte, teilte die Polizei mit. In den vergangenen Tagen waren in Austin, der Hauptstadt des Bundesstaats Texas, mehrere Sprengsätze explodiert; dabei gab es zwei Tote und mehrere Verletzte. 

+++ 10.59 Uhr: Bürger nutzen Radio mehr als vier Stunden am Tag +++

Die klassische Radionutzung in Deutschland bleibt stabil. Insgesamt hören die Menschen im Schnitt 247 Minuten Radio an einem durchschnittlichen Werktag. Dies geht aus den Eckdaten der Media-Analyse hervor. Das sind zwei Minuten mehr als bei der vorangegangenen Erhebung im Juli vergangenen Jahres.

Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (AGMA), ein Zusammenschluss von Medien- und Werbewirtschaft, wurden rund 70 000 Menschen (ab 14 Jahre) nach ihren Hörgewohnheiten befragt. Danach haben fast 95 Prozent in einem Zeitraum von vier Wochen den klassischen Hörfunk und/oder ein Online-Angebot von Webradios oder anderen Musik-Streamingdiensten genutzt

+++ 10.22 Uhr: Mehr Missbrauchsvorwürfe gegen Schwimmlehrer +++

Immer mehr Missbrauchsvorwürfe gegen einen Schwimmlehrer aus Baden-Württemberg werden bekannt. Dem Mann werden inzwischen Taten an 40 Mädchen im Alter zwischen vier und acht Jahren zur Last gelegt. Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Baden-Baden. Zuvor hatten verschiedene Medien darüber berichtet.

Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen wird nun von 136 Fällen ausgegangen, unter anderem im Raum Rastatt, Baden-Baden und Achern. Hinzugekommen sind zuletzt zwei Fälle aus Lörrach. Festgenommen hatten die Ermittler den Mann zunächst aufgrund von sechs Fällen. Die Staatsanwaltschaft hatte aber früh klar gemacht, dass sehr viel mehr Kinder betroffen sein dürften.

+++ 10.12 Uhr: Zahl der Toten bei  Anschlag in Kabul erhöht sich auf mindestens 26 +++

Bei dem Selbstmordanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind nach neuen Angaben mindestens 26 Menschen getötet worden. 18 Menschen seien verletzt worden, teilte das afghanische Innenministerium mit.

Den Angaben der Behörde zufolge sprengte sich ein Attentäter vor der Kabuler Universität in die Luft. Er habe seine Sprengstoffweste inmitten einer Menschenmenge zur Explosion gebracht. Die meisten hätten das persische Neujahrsfest Newrow gefeiert.

+++ 10.07 Uhr: Wirtschaftsweise heben Konjunkturprognose für 2018 leicht an +++

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr leicht angehoben. Die fünf Wirtschaftsweisen rechnen damit, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2018 um 2,3 Prozent steigen wird, wie sie am Mittwoch mitteilten. Das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als beim bisherigen Gutachten vom November. Als Hauptgrund für die Korrektur nach oben nannten die Wirtschaftsweisen das verbesserte außenwirtschaftliche Umfeld. "Die Weltwirtschaft erlebt derzeit die erste synchrone Expansionsphase seit Ausbruch der Finanzkrise vor rund zehn Jahren."

+++ 9.54 Uhr: Stromausfall am Hauptbahnhof Stuttgart - Zugverkehr beeinträchtigt +++

Am Stuttgarter Hauptbahnhof ist in Teilen der Gleisanlage der Strom ausgefallen. Regionalzüge konnten daher am Morgen zunächst nicht am Hauptbahnhof halten, wie ein Bahnsprecher sagte. Das galt auch für einige Züge des Fernverkehrs. Regionalzüge wurden den Angaben zufolge nach Stuttgart-Bad Cannstatt, Esslingen am Neckar, Bietigheim-Bissingen und Ludwigsburg umgeleitet. Reisende konnten von dort mit der S-Bahn nach Stuttgart fahren.

Um kurz nach 8 Uhr war in der sogenannten Abstellanlage nördlich des Hauptbahnhofs aus zunächst ungeklärter Ursache der Strom ausgefallen. Züge, die im Berufsverkehr nach Stuttgart eingefahren waren und nicht direkt weiter fuhren, konnten daher nicht wie sonst in der Anlage abgestellt werden. Daher staute sich der Zugverkehr auf den Gleisen des Hauptbahnhofs. Wann die Störung behoben ist und wie viele Züge betroffen waren, war zunächst nicht absehbar.

+++ 9.49 Uhr:  Mutmaßlicher Bombenattentäter von Texas angeblich tot +++

Im US-Bundesstaat Texas soll der für eine Serie von Paketbomben verantwortliche Mann bei einem Polizei-Einsatz getötet worden sein. Das meldete der Lokalsender KVUE am frühen Morgen (Ortszeit) unter Berufung auf nicht näher benannte Quellen. Zuvor hatte bereits eine Reporterin des Senders berichtet, die Bundespolizei FBI habe einen Verdächtigen im Zusammenhang mit der Bombenserie festgenommen. Dabei seien Schüsse gefallen, zudem habe der Verdächtige einen Sprengsatz explodieren lassen.

Die rätselhafte Serie von Bombenexplosionen in und um die texanische Hauptstadt Austin hatte seit Anfang März die Behörden und die Bevölkerung in Atem gehalten. Zwei Menschen waren durch Paketbomben getötet, weitere verletzt worden.

+++ 9.46 Uhr: Schneesturm bedroht US-Ostküste - Schulen zu, Flüge abgesagt +++

Ein herannahender Schneesturm hat an der Ostküste der USA bereits zu ersten Vorsichtsmaßnahmen geführt. Fluggesellschaften strichen mehr als 3100 Flüge, die für heute geplant waren, wie die US-Zeitung "USA Today" berichtete. In New York sollen heute alle öffentlichen Schulen geschlossen bleiben, wie Bürgermeister Bill de Blasio auf Twitter mitteilen ließ. Meteorologen erwarten für Mittwoch und Donnerstag bis zu 40 Zentimeter Schnee.

Die Nationale Wetterbehörde gab eine Wintersturmwarnung aus, die bis Donnerstagmorgen gilt und den Nordosten des US-Staates New Jersey, das südliche Connecticut und das südöstliche New York inklusive New York City umfasst. Auch für morgen sorgten erste Airlines "USA Today" zufolge vor und sagten bisher 250 Flüge ab. Erst Anfang März hatte einer der schwersten Winterstürme seit Jahren die Ostküste heimgesucht, mehrere Menschen starben.

+++ 9.35 Uhr: Eltern: Verschleppte Schülerinnen von Boko Haram "zurückgebracht" +++

In Nigeria hat die Islamistengruppe Boko Haram mehr als hundert von ihr entführte Schülerinnen nach Angaben von Eltern zurückgebracht. Die Mädchen seien nach Dapchi im Nordosten des Landes zurückgebracht worden, sagten zwei Eltern der Nachrichtenagentur AFP. Die Mädchen seien in neun Fahrzeugen zurückgebracht und vor ihrer Schule abgesetzt worden.

+++ 9.25 Uhr: Mindestens acht Tote bei Explosion in Kabul +++

In der afghanischen Hauptstadt Kabul sind bei einem Selbstmordanschlag am Neujahrstag des Landes mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Weitere 20 seien verletzt worden, meldete ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Der Polizeisprecher der Stadt sagte, der Attentäter habe sich im Viertel Kart-e Sachi im Westen der Stadt in die Luft gesprengt. In der Nähe liegt auch der sogenannte Blaue Schrein, eine Moschee, an der alljährlich auch große Neujahrsfeierlichkeiten stattfinden. Afghanistan feiert immer um den 20. März herum "Nauros", den Beginn des neuen afghanischen Jahres.

Medien berichteten von einer Explosion nahe der Kabuler Universität im Viertel Kart-e Tschar im Westen der Stadt. Ein Reporter habe mindestens zehn Opfer gesehen, die per Krankenwagen abtransportiert worden seien, meldete der Sender Tolo TV über den Kurznachrichtenkanal Twitter. Ob es sich um Tote oder Verletzte handelte, wurde daraus nicht klar. 

+++ 8.40 Uhr: Fußball-Profi Naki vor UN-Gebäude im Hungerstreik +++

Der Fußball-Profi Deniz Naki nimmt vor dem UN-Gebäude in Genf an einem Hungerstreik teil. Der Deutsch-Kurde will damit gegen die militärische Intervention der Türkei in Syrien protestieren. "Mit diesem Hungerstreik möchten wir die Vereinten Nationen an ihre Verantwortung erinnern und gegen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der türkischen Regierung protestieren", sagte der frühere Profi des FC St. Pauli der "Welt".

Der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler ist von der türkischen Fußballföderation (TFF) lebenslang gesperrt. Naki, der in Düren aufgewachsen ist, spielte zuletzt beim türkischen Drittligisten Amed Sportif Faaliyetler in Diyarbakir. Wegen "massiver Sicherheitsbedenken" hatte der 28-Jährige erklärt, nicht mehr in die Türkei zurückkehren zu wollen.

+++ 8.36 Uhr: Erneut Warnstreiks - Busse und Straßenbahnen stehen still +++

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes haben Warnstreiks bei kommunalen Verkehrsbetrieben erneut den Nahverkehr in vielen deutschen Städten lahmgelegt. So fuhren in Köln und Düsseldorf am Mittwochmorgen viele Straßenbahnen und Busse nicht. Viele Arbeitnehmer wichen auf das Auto oder Taxen aus. Auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen staute sich deshalb der Verkehr. Nach einer Übersicht des WDR summierte sich am Morgen die Länge der verzeichneten Staus auf mehr als 200 Kilometer. Bereits am Dienstag lag der Nahverkehr in vielen Städten des Ruhrgebiets lahm.

+++ 8.18 Uhr: Bitcoin steigt nach G20-Treffen weiter über 9000 US-Dollar +++

Die umstrittene Kryptowährung Bitcoin ist am Mittwoch weiter über die Marke von 9000 US-Dollar gestiegen. Am Morgen erreichte der Kurs auf der führenden Handelsplattform Bitsamp bei 9129 Dollar den höchsten Stand seit einer Woche. Damit konnte der Bitcoin an die Erholung seit Montag anknüpfen, nachdem der Kurs am Wochenende noch unter 8000 Dollar gefallen war.

Marktbeobachter erklärten die jüngste Kurserholung mit dem Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs führender Industrie- und Schwellenländer (G20). Diese hatten in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires zwar erklärt, dass sie Kryptowährungen wie den Bitcoin aufmerksam beobachten werden. Konkrete Maßnahmen zur Regulierung wurden auf dem Treffen aber nicht beschlossen.

+++ 7.22 Uhr: Myanmar hält zwei Journalisten seit 100 Tagen fest +++

Wegen einer Recherche über die Verfolgung von Muslimen sitzen zwei Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters in Myanmar seit 100 Tagen in Haft. Mehrere Journalistenvereinigungen forderten am Mittwoch die sofortige Freilassung der beiden Reporter Wa Lone und Kyaw Soe Oo, die selbst aus dem südostasiatischen Land stammen.

+++ 6:49:  Aktionäre verklagen Facebook in Datenaffäre +++

Im Datenskandal um Facebook haben Aktionäre Klage gegen das weltgrößte soziale Netzwerk eingereicht. Facebook habe "sachlich falsche und irreführende Aussagen" zur Firmenpolitik gemacht, heißt es in der Klageschrift, die am Dienstag (Ortszeit) bei einem Bundesgericht in San Francisco eingereicht wurde, wie CNN und weitere US-Medien berichteten. Hintergrund ist der dramatische Kurseinbruch der Facebook-Aktie seit Bekanntwerden des Datenskandals um die britische Analysefirma Cambridge Analytica.

Facebook habe mitteilen müssen, dass es Dritten Zugriff auf Daten von Millionen Nutzern ohne deren Zustimmung gewährt habe, argumentieren die Kläger. Da das Unternehmen das nicht getan habe, hätten sie große Verluste erlitten.

+++ 6.38 Uhr: Barack Obama spielt Golf in Neuseeland +++

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hat seinen ersten Besuch in Neuseeland mit einem Ausflug auf den Golfplatz begonnen. Zusammen mit dem früheren neuseeländischen Premierminister John Key spielte der 56-Jährige eine Runde in Kauri Cliffs, einem unter Golfern sehr beliebten Platz auf der Nordinsel des Pazifikstaats direkt am Meer. Die beiden ließen sich am Dienstag auch Arm in Arm vor der Meereskulisse fotografieren.

+++ 6:20 Uhr: Australische Post vergisst Briefkasten monatelang +++

Die australische Post hat in einem Kleinstädtchen fast ein halbes Jahr lang einen ihrer beiden Briefkästen vergessen. Die Sammelstelle in der Gemeinde Beechworth - etwa 280 Kilometer nordöstlich von Melbourne - wurde über fünf Monate hinweg nicht mehr geleert. Die Panne fiel erst auf, als der Kasten überquoll. Beim Öffnen wurden dann etwa 500 Schreiben entdeckt - viele Rechnungen, aber auch die Einladung zu einer Hochzeit, verschiedene Weihnachtskarten und auch einige Schecks.

Die Post entschuldigte sich am Mittwoch offiziell bei ihren Kunden. Ein Sprecher begründete die Panne damit, dass das Team, das für die Leerung zuständig war, vor einigen Monaten gewechselt habe.

+++ 6.11 Uhr: Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy verbringt Nacht in Polizeigewahrsam +++

Der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy hat die Nacht zum Mittwoch in Polizeigewahrsam verbracht. Anti-Korruptions-Ermittler hatten am Dienstagmorgen mit der Vernehmung Sarkozys in Nanterre westlich von Paris begonnen. Sie ermitteln wegen des Verdachts auf illegale Wahlkampfspenden aus Libyen. Sarkozy kann bis zu 48 Stunden lang in Polizeigewahrsam gehalten werden. Dann muss er einem Richter vorgeführt oder freigelassen werden.

Konkret geht es um den Verdacht, der frühere libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi habe 2007 Sarkozys erfolgreichen Präsidentschaftswahlkampf mitfinanziert. Dabei sollen bis zu 50 Millionen Euro geflossen sein. Es ist das erste Mal, dass der frühere Staatschef zu den Vorwürfen befragt wird. Untersuchungsrichter gehen dem Verdacht bereits seit April 2013 nach.


+++ 5.38 Uhr: Myanmars Präsident Htin Kyaw tritt überraschend zurück +++

Der Präsident von Myanmar, Htin Kyaw, hat am Mittwoch überraschend seinen Rücktritt erklärt. Der 71-Jährige war seit März 2016 Staatsoberhaupt des südostasiatischen Landes, als erster Zivilist nach mehr als einem halben Jahrhundert Militärherrschaft.

Kyaw ist ein enger Vertrauter von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, die wegen einer Verfassungsklausel selbst nicht Präsidentin werden konnte. Sie führt nun als "Staatsrätin" die Regierung des Landes. Nach der Verfassung muss nun innerhalb von sieben Tagen ein Nachfolger gewählt werden.

+++ 5.38 Uhr: Bericht: Knapp 350 Millionen Euro Kindergeld an Auslandskonten +++

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat im Jahr 2017 rund 343 Millionen Euro Kindergeld an Konten im Ausland gezahlt. Damit haben sich die Kindergeldzahlungen ins Ausland seit 2010 (35,8 Millionen Euro) fast verzehnfacht. Das berichten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND/Mittwoch) unter Berufung auf Zahlen der BA aus einer Kleinen Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion.

Im Dezember 2010 wurde dem Bericht zufolge für 61 615 ausländische Kinder, die nicht in Deutschland leben, Kindergeld gezahlt. Im Dezember 2017 waren es bereits 215.499 Kinder. Die meisten lebten in Polen (103.000 Kinder), Kroatien (17.000 Kinder) und Rumänien (17.000 Kinder), heißt es in dem Bericht. Außerdem erhielten knapp 34.000 im Ausland lebende deutsche Kinder die Leistungen.

+++ 4 Uhr: "Spiegel": Ausbilder sollen Rekruten absichtlich überfordert haben +++

Rund zehn Wochen nach dem Zusammenbruch mehrerer junger Soldaten bei einem Trainingslauf hat die Bundeswehr schwere Vorwürfe gegen Ausbilder der skandalumwitterten Staufer-Kaserne in Pfullendorf erhoben. Der "Spiegel" berichtete am Mittwoch unter Berufung auf einen ihm vorliegenden Bericht des Verteidigungsministeriums, der Trainingslauf am 9. Januar sei von den Ausbildern der Spezialausbildungskompanie 209 "überfordernd" und "nicht angemessen durchgeführt" worden. Laut dem Bericht besteht nach den internen Recherchen sogar "der Verdacht, dass der Geländelauf als 'Selektionslauf' angelegt und zumindest die Überforderung einiger Rekruten beabsichtigt war".

+++ 0.20 Uhr: Haus im sizilianischen Catania explodiert - drei Tote +++

Bei der Explosion eines Hauses im sizilianischen Catania sind drei Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern sind auch zwei Feuerwehrmänner, wie die Feuerwehr am Dienstagabend auf Twitter mitteilte. Ein weiterer Mann habe sich in dem Gebäude befunden. Laut Nachrichtenagentur Ansa war er es, der die Feuerwehr am Abend wegen eines Gaslecks alarmiert hatte. Als sich die Einsatzkräfte Zugang zu dem Gebäude im historischen Zentrum der Stadt verschaffen wollten, sei es zur Explosion gekommen. Zwei weitere Rettungskräfte wurden der Feuerwehr zufolge verletzt.

+++ 0.20 Uhr: US-Regierung verhängt erneut Anti-Dumping-Zölle gegen mehrere Länder +++

Ungeachtet der Diskussion über eine mögliche Befreiung der EU-Länder von Zöllen auf Stahl und Aluminium hat die US-Regierung erneut Anti-Dumping-Zölle verhängt. Das teilte das Handelsministerium am Dienstag mit. Betroffen sind auch die EU-Länder Großbritannien, Spanien und Italien. Es geht konkret um Importe von Draht aus Stahllegierungen und aus Kohlenstoffstahl. Im britischen Falle würden die Waren um bis zu 147,63 Prozent unter dem Marktwert in die USA eingeführt.

Edelstahlflansche aus China und Indien sollen ebenfalls mit Anti-Dumping-Zöllen belegt werden. Die Erkenntnisse des Handelsministerium müssen noch von der Aufsichtsbehörde, der International Trade Commission (ITC) bestätigt werden.

+++ 0.18 Uhr: JU-Chef fordert freien Sonntag für Politiker +++

Politiker sollten nach Ansicht des Vorsitzenden der Jungen Union, Paul Ziemiak, sonntags künftig grundsätzlich frei haben. Alle Versuche, Politikern mehr Zeit zum Nachdenken und Zuhören zu verschaffen, seien bisher ins Leere gelaufen, sagte Ziemiak der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Mittwoch). "Jeden Tag wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Das betrifft die Parlamentsarbeit und den Medienalltag." Immer seien schnelle Antworten gefordert. "Dabei fände ich es gut, wenn wir den Sonntag wieder zu einem wirklich freien Tag erklären könnten. Ohne Parteiveranstaltungen, Medienanfragen oder offene Einkaufsläden."


anb/fs / DPA / AFP