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+++ Ticker +++

News des Wochenendes: Frontalcrash auf der A1: Geisterfahrer rammt Wagen einer Familie und stirbt

Vier Tote bei Geiseldrama in den USA +++ SPD schiebt sich in Umfrage an Grünen vorbei auf Platz zwei +++ Mehr Hacker-Angriffe auf kritische Infrastruktur beim BSI gemeldet +++ Die Nachrichten des Wochenendes im stern-Ticker.


Auf einer Autobahn sind Polizisten und Feuerwehrleute zwischen vier Autowracks unterwegs

Ein Geisterfahrer hat auf der Autobahn A1 einen Unfall mit mindestens einem Todesopfer verursacht

DPA

Die wichtigsten Meldungen am Sonntag im Kurz-Überblick:

  • Autobahn 1: Geisterfahrer rammt Auto einer Familie (18.46 Uhr)
  • Paris: Geköpfte Frauenleiche in Wohnung gefunden (17.04 Uhr)
  • Messerangriff in Nürnberg: Verdächtiger festgenommen (15.15 Uhr)
  • Vier Tote bei Geiseldrama in den USA (5.29 Uhr)
  • Mehr Hacker-Angriffe auf kritische Infrastruktur beim BSI gemeldet (0.05 Uhr)


Die Nachrichten vom Sonntag im stern-Ticker:

+++ 21.29 Uhr: Autoexperte Dudenhöffer sieht keine große Gefahr durch mögliche US-Strafzölle +++

Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht die Pläne der USA, Importautos als Bedrohung für die nationale Sicherheit einzustufen und mit Strafzöllen zu belegen, nicht als ernsthafte Gefahr für die deutsche Automobilindustrie. Die Strafzölle könnten sich als unwirksam erweisen, sagte Dudenhöffer der Nachrichtenagentur AFP. So könnten etwa Strafzölle von 25 Prozent die Käufer teurer Oberklasse-Wagen nicht abschrecken.

Für deutsche Automodelle der mittleren Preisklasse könnten die Produktionskapazitäten in den USA erhöht werden. Autos der unteren Preisklassen würden schon jetzt in Mexiko gebaut und könnten im Rahmen des Freihandelsabkommens Nafta problemlos in die USA eingeführt werden. Auch bei der Zulieferung von Autoteilen sieht Dudenhöffer kein Problem. Große Autoteile würden schon jetzt von amerikanischen Zulieferern hergestellt. 

+++ 21.21 Uhr: AKK zieht im Karneval als Putzfrau vom Leder +++

Im närrischen Einsatz als Putzfrau Gretel hat die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer ordentlich aufgeräumt. Die Regierung in Berlin habe im vergangenen Jahr immer nur geredet und nichts geschafft: "Viel geschwätzt und nichts beschlossen", sagte sie mit Kittelschürze und Kehrbesen bei der Narrenschau des Verbandes Saarländischer Karnevalsvereine am Abend in St. Ingbert. Dabei würde die Regierung ja gerne arbeiten: "Aber die dürfen nicht, weil die Deutsche Umwelthilfe hat das verboten. Die haben gesagt, wenn Ihr jetzt anfangt zu schaffen in der Regierung, dann wirbelt das zu viel Staub auf."

+++ 20.42 Uhr: Westerwald: 87-Jähriger missachtet Vorfahrt - Tote und Schwerverletzte +++

Ein 87 Jahre alter Autofahrer hat im Westerwald einen Unfall mit drei Toten und zwei Schwerverletzten verursacht. Auch der Mann selbst sei unter den Getöteten, teilte die Polizei Montabaur mit. Der Senior war am Abend mit drei weiteren Menschen im Auto in Streithausen unterwegs und missachtete beim Linksabbiegen die Vorfahrt einer 23-Jährigen. Der 87-Jährige und zwei Frauen im Alter von 85 und 83 Jahren starben. Ein 91-Jähriger, der ebenfalls in dem Wagen gesessen hatte, sowie die 23 Jahre alte Autofahrerin wurden schwer verletzt.

+++ 20.20 Uhr: Israel will Millionensumme für Palästinenser blockieren +++

Die Palästinensische Autonomiebehörde muss wohl auf umgerechnet rund 124 Millionen Euro von den Israelis verzichten. Das israelische Sicherheitskabinett stimmte zu, diesen Betrag für die Palästinenser zu blockieren. Israel wirft der Palästinenserregierung vor, 2018 Geld in gleicher Höhe an Terroristen und ihre Familien bezahlt zu haben. Das Geld wird von Israel für die Autonomiebehörde eingezogen und stammt aus Steuern und Zöllen. Das israelische Parlament hatte das entsprechende Gesetz zum Einfrieren des Geldes im Juli verabschiedet.

Die Palästinensische Autonomiebehörde verwendet einen Teil ihrer Ausgaben für die Familien von rund 6000 Palästinensern in israelischer Haft sowie Angehörige getöteter Attentäter. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte die Zahlungen in der Vergangenheit verteidigt und von "sozialer Verantwortung" gegenüber den Familien gesprochen. Die Häftlinge seien "Opfer der (israelischen) Besatzung".

+++ 20.04 Uhr: Mali: Armee beschießt Bundeswehr-Konvoi +++

eim Bundeswehr-Einsatz in Mali ist es zu einem Schusswechsel zwischen deutschen und malischen Soldaten gekommen. Wie der "Spiegel" berichtete, wurde im Norden des westafrikanischen Landes am späten Samstagabend ein deutscher Konvoi von lokalen Soldaten beschossen. Bei dem Zwischenfall wurde ein malischer Soldat verletzt. Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam bestätigte den Bericht auf Anfrage von AFP. Demnach wurde der deutsche Konvoi am Samstag gegen 21.15 Uhr (MEZ) etwa 50 Kilometer westlich des Camps Castor in Gao beschossen.

Der Bundeswehr-Konvoi hatte ein UN-Fahrzeug geborgen und wurde auf dem Rückweg ins Camp der UNO-Mission Minusma plötzlich mit Handwaffen beschossen. Die Bundeswehr-Soldaten erwiderten das Feuer und kehrten dann unverletzt ins Camp Castor zurück.   Aufgrund der Dunkelheit habe es zunächst ein unklares Lagebild gegeben, sagte der Sprecher. Erst später habe sich herausgestellt, dass es sich offenbar um einen Schusswechsel mit der malischen Armee gehandelt habe, mit der die UNO-Mission Minusma eigentlich zusammenarbeitet.

+++ 19.00 Uhr: Neuer Job für Botschafter Grenell? US-Botschaft dementiert +++

Die US-Vertretung in Berlin hat einen Bericht zurückgewiesen, nach dem Botschafter Richard Grenell neuer UN-Botschafter der USA werden soll. "Wir haben den Bericht gesehen. Da ist absolut nichts Wahres dran", sagte ein Sprecher am Abend der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte der "Tagesspiegel" berichtet, Grenell solle den vakanten Posten in New York übernehmen. Dort war Grenell von 2001 bis 2008 Kommunikationsdirektor für vier US-Botschafter. Die Besetzung des Botschafterpostens ist wieder offen, nachdem Kandidatin Heather Nauert aus familiären Gründen überraschend abgesagt hatte.

+++ 18.46 Uhr: Geisterfahrer verletzt vier Menschen schwer und stirbt bei Unfall auf der A1 +++

Ein Geisterfahrer ist bei einem Frontalzusammenstoß auf der Autobahn 1 bei Stuhr (Niedersachsen) ums Leben gekommen. Zwei Erwachsene und zwei Kinder einer Familie aus dem anderen Wagen wurden verletzt - drei lebensgefährlich und eines der Kinder schwer, wie eine Sprecherin der Autobahnpolizei mitteilte. Der Geisterfahrer fuhr aus bislang unbekannter Ursache am Nachmittag an der Anschlussstelle Groß Ippener im Landkreis Oldenburg auf die Gegenfahrbahn der Autobahn 1. Einige Fahrer konnten noch ausweichen. Nach etwa drei Kilometern kam es jedoch zu dem Zusammenprall. 

Die beiden beteiligten Autos seien bei dem Unfall am Nachmittag quer auf der Fahrbahn liegen geblieben. Daraufhin fuhr eine Frau mit ihrem Wagen in die Wracks. Sie und ihr Beifahrer verletzten sich leicht. Rettungshubschrauber brachten die drei lebensgefährlich Verletzten in eine Klinik. Das schwer verletzte Kind kam mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus. Für den Geisterfahrer kam jede Hilfe zu spät.

+++ 18.22 Uhr: Angetrunkener Autofahrer verursacht tödlichen Unfall auf der A2 +++

Ein angetrunkener Autofahrer ohne Führerschein hat auf der Autobahn 2 bei Gütersloh einen tödlichen Auffahrunfall verursacht, bei dem ein serbischer Sänger ums Leben kam. Der 34-Jährige fuhr am frühen Morgen in einer Baustelle auf einen Wagen mit drei Insassen auf, wie die Polizei in Bielefeld mitteilte. Die Fahrzeuge gerieten ins Schleudern und prallten in die Schutzplanken. Der 34-Jährige kam mit leichten Verletzungen davon. Ein Beifahrer des vorausfahrenden Wagens erlag wenig später in einem Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Die beiden anderen Menschen in diesem Wagen wurden ebenfalls schwer verletzt in Kliniken gebracht.

Bei dem Todesopfer handelte es sich um den 68-jährigen serbischen Volkssänger Saban Saulic, wie seine Familie in einer Erklärung im Onlinedienst Instagram mitteilte. Mit ihm sei "die schönste Stimme der Region verstummt", hieß es. Laut serbischen Medien war Saulic, im früheren Jugoslawien ein bekannter Sänger, kurz nach einem Konzert auf der Fahrt zum Flughafen verunglückt.

+++ 17.04 Uhr: Paris: Geköpfte Frauenleiche in Paris entdeckt +++

Grausiger Fund in Paris: Einsatzkräfte haben die geköpfte Leiche einer Frau in ihrer Wohnung entdeckt. Das bestätigten Polizeikreise der Deutschen Presse-Agentur. Über die Hintergründe gab es zunächst keine Angaben. Laut Sender France Bleu wurde der Kopf der Frau im Ofen gefunden. Unter Verdacht steht demnach der psychisch kranke Sohn der Toten, der schon im Herbst damit gedroht haben soll, seine Mutter umzubringen. Die Wohnung der Frau befindet sich nach Angaben aus den Polizeikreisen im 12. Arrondissement im Osten der französischen Hauptstadt.

+++ 16.53 Uhr: Dänemark weist Trumps Forderung wegen IS-Kämpfern zurück +++

Die Forderung von US-Präsident Donald Trump zur Rückführung von Hunderten gefangenen Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nach Europa ist in Dänemark auf Ablehnung gestoßen. "Es handelt sich um einige der gefährlichsten Menschen der Welt, und wir sollten sie nicht zurücknehmen", sagte Michael Aastrup Jensen, der außenpolitische Sprecher von Ministerpräsident Lars Løkke  Rasmussen, am Sonntag. 

Die verfahrene Situation sei schließlich Trumps Schuld, weil er sich entschlossen habe, die US-Kräfte aus Syrien abzuziehen, bevor das Land stabilisiert worden sei, wurde Jensen von der Nachrichtenagentur Ritzau zitiert. Bei den oppositionellen Sozialdemokraten hieß es, die IS-Kämpfer müssten in der Region selbst vor Gericht gestellt werden. 

+++ 16.32 Uhr: Feuerwehr München hilft Nashorn mit Bauchschmerzen +++

Tierischer Einsatz bei der Münchner Feuerwehr: Mehrere Feuerwehrleute haben am Samstag bei der Untersuchung eines kranken Nashorns assistiert. Der schwergewichtige Patient - der 45-jährige Nashornbulle Tsavo - gehört zum Zirkus Krone, der in München sein Winterquartier hat. Tsavo leidet nach Aussage eines Zirkussprechers seit Wochen an Verdauungsproblemen. 

Da das zwei Tonnen schwere Tiere nur in Vollnarkose und aufrechter Position untersucht werden kann, holte sich der Zirkus die Feuerwehr zur Unterstützung. Die Einsatzkräfte rückten mit Lufthebekissen und Gurten an, teilte die Berufsfeuerwehr am Sonntag mit. Auch bei der Kontrolle der Zähne halfen die Feuerwehrmänner tatkräftig mit und hielten unter anderem das Maul offen. Woran Tsavo, der in den vergangenen Monaten bereits 300 Kilo abgenommen hat, leidet, soll laut Zirkussprecher eine Probe im Labor klären. Das Ergebnis stehe noch aus, die Untersuchung habe er gut überstanden

+++ 15.39 Uhr: EU kündigt neue Sanktionen gegen Russland an +++

Die EU hat Sanktionen gegen acht Russen wegen des Vorfalls im Asowschen Meer angekündigt, bei dem die russische Küstenwache im November drei ukrainische Schiffe angegriffen hatte. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Sonntag aus EU-Kreisen in Brüssel erfuhr, soll das Vermögen der acht Betroffenen in der EU eingefroren und eine Einreisesperre verhängt werden. Am Montag sollen die EU-Außenminister bei ihrem Treffen in Brüssel ihre Zustimmung geben.

Ende November hatte die russische Küstenwache drei ukrainische Schiffe angegriffen und aufgebracht, die auf dem Weg vom Schwarzen Meer durch die Meerenge von Kertsch ins Asowsche Meer waren. 24 ukrainische Seeleute wurden dabei festgenommen. Es war die erste direkte militärische Konfrontation zwischen der Ukraine und Russland seit der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim 2014 und dem Konflikt im Osten der Ukraine.

+++ 15.15 Uhr: Nach Messerattacke in Nürnberg: Polizei nimmt Verdächtigen fest +++

Nach der Messerattacke auf eine Frau in Nürnberg hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 25-Jährige stehe im Verdacht, am frühen Morgen der 21-Jährigen mit einem Messer mehrfach in den Oberkörper gestochen zu haben (siehe Einträge von 8.27 und 11.44 Uhr), teilte die Polizei mit. Sie wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Wie die Ermittler auf die Spur des Mannes aus dem Irak gekommen waren, wollten sie aus taktischen Gründen zunächst nicht bekannt geben. Die Begleiterin der Frau hatte kurz nach der Tat der Polizei Hinweise geben können, sagte ein Sprecher. Den Aufenthaltsstatus des Verdächtigen konnten die Beamten am frühen Nachmittag nicht klären.

Hintergründe und Details wollten die Ermittler bei einer Pressekonferenz am Montag bekannt geben.

+++ 15 Uhr: Pferd versinkt im Schlamm und führt die Polizei so zu einem Waffenversteck  +++

Zu einem ungewöhnlichen Rettungseinsatz mit Überraschungsfund sind Feuerwehrleute am Wochenende in Hessen ausgerückt. Die Einsatzkräfte wurden nach Angaben der Polizei Darmstadt von einer 26-jährigen Reiterin um Hilfe gebeten, die in der Gemarkung Eppertshausen mit ihrem Pferd im Schlamm stecken geblieben war. Die Helfer befreiten Reiterin und Pferd aus der misslichen Lage – und fanden dabei Waffen im Schlamm.    

Dort lagen zwei Flinten und eine Büchse mit rund 70 Schuss Munition. Eine Polizeistreife stellte den Zufallsfund sicher. Erste Ermittlungen ergaben, dass Einbrecher die drei Langwaffen im vergangenen Jahr aus einem Haus im Rheingau-Taunus-Kreis gestohlen hatten.

+++ 13.49 Uhr: 79-Jähriger rund 60 Kilometer als Geisterfahrer auf der A 2 unterwegs +++

Ein 79-Jähriger ist am frühen Sonntagmorgen rund 60 Kilometer auf der Autobahn 2 als Geisterfahrer unterwegs gewesen. Mehrere Autofahrer hatten den Falschfahrer um 06.15 Uhr bei den Leitstellen in Herford und Minden-Lübbecke in Nordrhein-Westfalen gemeldet, wie die Polizei in Bielefeld mitteilte. Der Senior fuhr demnach mit seinem Wagen Richtung Hannover - allerdings auf der Fahrspur Richtung Dortmund. Erstmals aufgefallen war der Mann in Höhe der Anschlussstelle Vlotho-West in Ostwestfalen. Anschließend fuhr er etwa 60 Kilometer in verkehrter Fahrtrichtung bis zur Anschlussstelle Bad Nenndorf in Niedersachsen, wo Polizisten ihn stoppen konnten. "Der besonnenen Fahrweise der übrigen Verkehrsteilnehmer ist es zu verdanken, dass niemand zu Schaden gekommen ist", hieß es im Polizeibericht.

+++ 13.35 Uhr: Deutscher Adnan Sütcü darf die Türkei verlassen +++

Nachdem er sieben Wochen unter dem Verdacht der "Propaganda für eine Terrororganisation" in der Türkei festgehalten worden war, darf der Deutsche Adnan Sütcü das Land wieder verlassen. Sein Anwalt Abüdmenaf Kiran sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Ausreisesperre gegen seinen Mandanten sei aufgehoben worden. Der 56-jährige Münchner habe bereits ein Flugticket gekauft und werde am Dienstag nach Deutschland zurückkehren.

Sütcü war Ende Dezember auf dem Weg zur Beerdigung seiner Mutter in Ankara festgenommen worden und wurde der "Terrorpropaganda" verdächtigt. Er soll in mehreren Einträgen auf Facebook Freiheit für Kurdistan gefordert haben.

+++ 12.12 Uhr: Drei Tote bei Unfall auf niederländischer Autobahn +++

Bei einem schweren Unfall auf einer niederländischen Autobahn sind drei Menschen in ihrem brennenden Fahrzeug ums Leben gekommen. Aus zunächst ungeklärter Ursache prallte der Wagen am frühen Morgen auf der A59 in Höhe der Ortschaft Rosmalen (Provinz Nordbrabant) gegen einen Pfeiler und überschlug sich, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Der Wagen habe sofort Feuer gefangen. Einsatzkräfte bargen die Leichen aus dem ausgebrannten Wrack. Ihre Identität war zunächst unklar. Laut Polizeiangaben war an dem Unfall kein anderes Fahrzeug beteiligt. 

+++ 11.59 Uhr: Große Nachfrage nach staatlicher Förderung von Abbiegeassistenten bei Lastwagen +++     

Ein von der Bundesregierung aufgelegtes Förderprogramm für die Ausrüstung von Lastwagen mit Abbiegeassistenten ist auf große Nachfrage gestoßen. "Wir hatten fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt, und rund 560 Anträge sind eingegangen", sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Unternehmen hätten "ordentlich zugegriffen".    

"Wenn wir gewollt hätten, könnten wir noch 560.000 Euro mehr Förderung verteilen", sagte Scheuer. Er werde jetzt mit dem Haushaltsausschuss des Bundestags sprechen, um noch mehr Geld für das Projekt zu bekommen.Durch die Abbiegeassistenten sollen Unfälle von Lkw mit Radfahrern oder Fußgängern verhindert werden.

+++ 11.44 Uhr: Großfahndung nach Messerangriff in Nürnberg – Polizei veröffentlicht Täterbeschreibung +++

Nach dem Messerangriff auf eine Frau in Nürnberg hat die Polizei eine Täterbeschreibung veröffentlicht. Die Beamten suchen nach einem 1,60 Meter bis 1,70 Meter großen Mann "mittleren Alters" mit Glatze. Er trug ein rotes Oberteil mit Kapuze, eine blaue Jeanshose und hat am Tatort im Stadtteil Bärenschanze einen grauen Sportschuh verloren.

Die Polizei sucht mit einem Großaufgebot nach dem Angreifer, auch Hunde und ein Hubschrauber waren im Einsatz.

Das 21-jährige Opfer wird im Krankenhaus behandelt, Lebensgefahr soll nicht bestehen.

Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer (0911) 21123333 oder unter dem Notruf 110 entgegen.

Fürther Straße in Nürnberg

Die Tat ereignete sich gegen fünf Uhr morgens in der Fürther Straße in Nürnberg

DPA

(Sie auch Eintrag von 8.27 Uhr.)

+++ 11:12 Uhr: Männer stechen auf 44-jährige Radfahrerin ein – schwer verletzt +++

Eine 44-jährige Radfahrerin ist in Lingen im Landkreis Emsland von zwei Männern mit einem Messer schwer verletzt worden. Die Täter zogen die Frau in der Nacht auf einem Radweg vom Fahrrad und "stachen mehrfach an verschiedenen Körperstellen auf sie ein", wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte. Als die 44-Jährige um Hilfe rief, flohen die Männer. Die Frau alarmierte den Rettungsdienst, der sie in eine Klinik brachte. Sie wurde noch in der Nacht operiert. Lebensgefahr bestand nicht, so die Sprecherin. Die Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Die Hintergründe der Attacke waren zunächst unklar. Die Angreifer sollen sehr jung gewirkt haben, eventuell handele es sich um Jugendliche, hieß es. Einer der Täter war demnach maskiert.

+++ 10.16 Uhr: "BamS": Deutsche Bahn will mehr Geld für Regionalnetze +++

Die Deutsche Bahn will einem Bericht der "Bild am Sonntag" zufolge mehr Geld ins Regionalnetz stecken. Bei den Verhandlungen mit dem Bund dränge das Staatsunternehmen auf ein "Ergänzungspaket Regionalnetze", um den ländlichen Raum zu stärken, so das Blatt, das sich auf einen Konzernbericht beruft. Demnach hat die Bahn die Regionalnetze jahrelang zulasten der Ballungszentren vernachlässigt. Ein Bahnsprecher wollte sich am Sonntag auf Anfrage nicht zu internen Unterlagen äußern.

+++ 8.27 Uhr: Mann greift Frau in Nürnberg mit Messer an – Fahndung läuft +++

Ein Mann hat in Nürnberg eine Frau mit einem Messer angegriffen. Das teilte die Polizei auf Twitter mit. Die Polizei startete eine Fahndung "mit starken Kräften". Weitere Details, etwa zu möglichen Verletzungen der Frau, teilte die Polizei auf Anfrage zunächst nicht mit.

+++ 7.04 Uhr: Mehr als 183.000 unbesetzte Stellen in Engpassberufen +++

Die Zahl der unbesetzten Stellen in sogenannten Engpassberufen steigt weiter an. Laut einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit waren 2018 im Jahresdurchschnitt 183.874 Stellen in Mangelberufen nicht besetzt. Im Vorjahr waren es etwa 170.000 offene Stellen gewesen. Fünf Jahre zuvor, 2013, hatten erst rund 114.000 Arbeitskräfte gefehlt. Ein Mangel an Fachkräften herrscht derzeit unter anderem bei Informatikern, Ingenieuren für Elektrotechnik und Metallbau, in den Bereichen Gesundheit und Pflege sowie in einigen Handwerksberufen. 

+++ 5.29 Uhr: Vier Tote bei Geiseldrama in den USA +++

Bei einem Geiseldrama in der Kleinstadt Clinton im US-Staat Mississippi sind vier Menschen ums Leben gekommen. Nach ersten Berichten örtlicher Medien hatte ein bewaffneter Mann am frühen Morgen nach einem Streit mehrere Verwandte als Geiseln genommen und sich mit ihnen in einem Haus verschanzt. Der Polizei sei es noch am Vormittag gelungen, mehrere Kinder aus der Gewalt des Mannes zu befreien. Später seien mehrere Schüsse zu hören gewesen. Nach etwa zwölf Stunden sei das Geiseldrama beendet worden, hieß es ohne nähere Informationen. Der Mann sei festgenommen worden.

+++ 4.58 Uhr: Bericht: Bernie Sanders nimmt Video zu Präsidentschaftskandidatur auf +++

US-Senator Bernie Sanders hat laut einem Medienbericht ein Video aufgenommen, in dem er seine Kandidatur die Präsidentschaftswahl 2020 bekannt gibt. Es sei jedoch noch unklar, wann und ob überhaupt das Video veröffentlicht wird, berichtete das Magazin "Politico".

Der bei vielen jungen Wählern beliebte Senator war im Kandidatenrennen der Demokraten für die Präsidentschaftswahl 2016 der früheren Außenministerin Hillary Clinton unterlegen. Viele seiner Anhänger sind überzeugt, dass der linke Politiker Trump bei der Wahl besiegt hätte. Allerdings gibt es in der Partei auch kritische Stimmen die hinterfragen, ob die Demokraten wirklich mit einem weißen Mann Ende 70 bei der nächsten Präsidentschaftswahl antreten sollten.

+++ 4.27 Uhr: Medien: Schwester von Jackie Kennedy gestorben +++

Lee Radziwill, die prominente Schwester der einstigen US-First Lady Jackie Kennedy, ist laut Medienberichten tot. Radziwill starb demnach am Freitag im Alter von 85 Jahren in New York. Geboren als Caroline Lee Bouvier, arbeitete Radziwill als Schauspielerin, Innenarchitektin und zuletzt als Markenbotschafterin für das Modehaus Giorgio Armani. Berühmt war die Society-Dame Radiziwill für ihre Schönheit und ihr Stilbewusstsein sowie als Freundin von Berühmtheiten wie Pop Art-Künstler Andy Warhol und Schriftsteller Truman Capote. Den Namen Radziwill übernahm sie vom zweiten ihrer drei Ehemänner, dem polnischen Prinzen Stanislas Radiziwill.

Abschiede 2018: Diese großen Persönlichkeiten haben uns in diesem Jahr verlassen
France Gall

07.01. France Gall (70): Die französische Chanson-Ikone begann ihre Karriere in den 1960er-Jahren. Mit "Poupée de cire, poupée de son" gewann sie 1965 für Luxemburg den Grand Prix Eurovision de la Chanson. Die Sängerin feierte auch große Erfolge in Deutschland, unter anderem mit "Ella, elle l'a".

DPA

+++ 2.11 Uhr: Zahlreiche Leichen aus überschwemmten Goldminen in Simbabwe geborgen +++ 

Nach der Überflutung zweier Goldminen in Simbabwe haben Rettungskräfte 24 Leichen geborgen. Acht illegale Goldschürfer seien lebend gerettet worden, berichtete das Staatsfernsehen. Dutzende Menschen würden noch vermisst. Die beiden nahe der Stadt Kadoma 145 von der Hauptstadt Harare entfernt gelegenen stillgelegten Goldminen waren in der Nacht zum Mittwoch nach heftigen Regenfällen mit Wasser vollgelaufen, als dutzende Menschen dort illegal nach Gold suchten. 

+++ 2.02 Uhr: Grabstätte von Karl Marx in London erneut geschändet +++

Unbekannte haben erneut das Grab des Philosophen und Ökonomen Karl Marx am Londoner Highgate-Friedhof beschädigt. Wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete, hatten die Vandalen auf Englisch die Schriftzüge "Doktrin des Hasses" und "Architekt des Genozids" mit roter Farbe auf die Grabplatte geschmiert. Die Polizei suche jetzt nach Zeugen, hieß es. Erst vor wenigen Tagen war der Name des kommunistischen Vordenkers aus einer Marmorplatte entfernt worden – wohl mit einem Hammer.  

+++ 1.25 Uhr: SPD schiebt sich in Umfrage an Grünen vorbei auf Platz zwei +++

Erstmals seit Mitte Oktober liegt die SPD im Emnid-"Sonntagstrend" für "Bild am Sonntag" wieder vor den Grünen. Wie die Zeitung mitteilte, gewannen die Sozialdemokraten zwei Punkte hinzu auf 19 Prozent. Die Grünen hingegen büßten zwei Punkte ein und erreichten 15 Prozent. Stärkste Kraft blieben die Unionsparteien mit unverändert 30 Prozent. Die AfD verharrte bei 13 Prozent. Die Linke legte einen Punkt auf zehn Prozent zu, die FDP verlor dagegen einen Punkt auf acht Prozent. Die SPD hatte zuletzt mehrere sozialpolitische Vorhaben wie etwa die Grundrente vorgelegt.

+++ 1.01 Uhr: Surfer von Hai attackiert und verletzt +++

Ein Surfer ist am Morgen vor der Ostküste Australiens von einem Hai angegriffen und schwer verletzt worden. Nach einer Erstbehandlung sei der am Bein verletzte 41-Jährige in ein Krankenhaus geflogen worden, teilte die Polizei des Bundesstaats New South Wales mit. Der Strand in der bei Urlaubern beliebten Byron Bucht wurde vorerst gesperrt.

+++ 0.05 Uhr: Mehr Hacker-Angriffe auf kritische Infrastruktur beim BSI gemeldet +++

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat einem Medienbericht zufolge eine deutliche Zunahme von Hacker-Angriffen auf Betreiber kritischer Infrastrukturen registriert. In der zweiten Jahreshälfte 2018 habe das BSI von 157 solchen Attacken erfahren, davon 19 auf das Stromnetz, berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf bislang unveröffentlichte Zahlen. Im vorherigen Berichtszeitraum (01.06.2017 bis 31.05.2018) erreichten das BSI nach eigenen Angaben 145 Meldungen, im entsprechenden Zeitraum davor waren es 34. Das BSI geht dem Zeitungsbericht zufolge von einer nicht näher benannten Dunkelziffer bei Cyber-Attacken aus.

In Deutschland werden zu den Betreibern kritischer Infrastrukturen Organisationen und Einrichtungen aus den Bereichen Energie, Informationstechnik und Telekommunikation, Transport und Verkehr, Gesundheit, Wasser, Ernährung, Finanz- und Versicherungswesen, Staat und Verwaltung sowie Medien und Kultur gezählt. 

+++ 0.00 Uhr: Deutsche und Türke in Kairo wegen Drogenschmuggels festgenommen +++

Eine Deutsche und ein Türke sind auf dem Internationalen Flughafen von Kairo wegen Drogenschmuggels festgenommen worden. Nach Angaben der Behörden wurden bei der Durchsuchung des Türken elf Kilogramm Kokain entdeckt. Ein Staatsanwalt ordnete eine viertägige Untersuchungshaft für die Festgenommenen an.


Die wichtigsten Meldungen am Samstag im Kurz-Überblick:

  • Frankfurt: Polizei evakuiert ICE nach Waffenfund (18.07 Uhr)
  • Russland: Unigebäude in St. Petersburg eingestürzt (17.02 Uhr)
  • Freiburg: 16-Jähriger von Zug erfasst und getötet (14.07 Uhr)
  • Schauspieler Bruno Ganz ist tot (11.04 Uhr)
  • Schütze eröffnet Feuer nahe Chicago – Toter und Verletzte (0.20, 0.50 und 5.04 Uhr)

Die Nachrichten vom Samstag im stern-Ticker:

+++ 21.50 Uhr: Brexit-Unsicherheit zwingt britische Airline Flybmi in Insolvenz +++

Die britische Regional-Fluggesellschaft Flybmi hat unter anderem wegen des Brexits Insolvenz angemeldet. Das teilte die Fluggesellschaft auf ihrer Webseite mit. Alle Flüge wurden mit sofortiger Wirkung gestrichen. Flybmi-Kunden wurden gebeten, für die Erstattung des Flugpreises ihre Kreditkartenanbieter, Reiseagenturen oder Partnerfluggesellschaften von Flybmi zu kontaktieren. Die Airline hat mit 17 Maschinen Flüge zu 25 europäischen Zielen angeboten, auch nach Deutschland. 

Für die Entscheidung gebe es mehrere Gründe, darunter allgemeine Schwierigkeiten in der Branche, aber eben auch der für Ende März geplante Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, teilte das Unternehmen mit. Dazu gehörten höhere Kerosinpreise, die auf den teilweisen Ausschluss britischer Airlines vom Emissionshandel durch die EU zurückzuführen seien. Die anhaltende Unsicherheit habe auch dazu geführt, dass der Fluggesellschaft wertvolle Verträge entgangen seien.

+++ 20.27 Uhr: Goldener Bär der Berlinale geht an "Synonyme" +++ 

Das Drama "Synonyme" des israelischen Regisseurs Nadav Lapid hat den Goldenen Bären der 69. Berlinale gewonnen. Das gab die Jury am Abend in Berlin bekannt.

+++ 19.48 Uhr: Rund 200.000 Menschen in Barcelona fordern Freiheit für Unabhängigkeitsführer +++

Aus Protest gegen den Prozess gegen zwölf katalanische Unabhängigkeitsführer sind in Barcelona nach Polizeiangaben 200.000 Menschen auf die Straße gegangen. "Selbstbestimmung ist kein Verbrechen", stand auf einem großen Banner. Angeführt wurde der Protestzug von dem katalanischen Regionalpräsidenten Quim Torra. Die Organisatoren sprachen von 500.000 Teilnehmern. Die Demonstranten schwenkten die Fahne der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung und trugen Banner mit der Aufschrift "Freiheit für politische Gefangene".  Zwölf Anführern der Unabhängigkeitsbewegung wird seit Dienstag vor dem Obersten Gerichtshof in Madrid der Prozess gemacht, ihnen drohen langjährige Haftstrafen.

+++ 19.46 Uhr: "Gelbwesten" protestieren wieder in Frankreich – weniger Teilnehmer +++

Fast auf den Tag genau drei Monate nach Beginn der "Gelbwesten"-Proteste in Frankreich haben erneut Tausende Menschen gegen die Politik der Pariser Mitte-Regierung demonstriert. Am Samstag gingen in ganz Frankreich rund 41.500 Menschen auf die Straße, davon 5000 in der Hauptstadt, wie eine Sprecherin des Innenministeriums sagte. Damit sank die Teilnehmerzahl weiter: Am vorangegangenen Samstag hatte die Bewegung offiziellen Angaben zufolge noch rund zehntausend Menschen mehr mobilisieren können. 

Der Protest der Gelbwesten wird auch von der Pariser Straßenkünstler-Szene aufgegriffen.

+++ 18.58 Uhr: Dachbox rutscht von Auto – Schwerer Unfall mit fünf Wagen auf der A2+++

Weil eine Dachbox bei voller Fahrt von einem Auto rutschte, sind insgesamt fünf Fahrzeuge in einen schweren Unfall auf der A2 bei Peine verwickelt worden. Acht Menschen wurden leicht verletzt und vom Rettungsdienst versorgt, wie die Feuerwehr mitteilte. Auf der Autobahn nahe der Anschlussstelle Hämelerwald habe sich den Einsatzkräften ein Trümmerfeld geboten. Ersthelfer befreiten alle betroffenen Auto-Insassen aus den Wagen – ein Fahrzeug hatte sich auch überschlagen. Zunächst war auch ein Rettungshubschrauber angefordert worden, dieser musste dann aber nicht landen. Nach Polizeiangaben wurde die Autobahn zwischenzeitlich in beide Richtungen gesperrt.

+++ 18.38 Uhr: Italien: Mann lebt halbes Jahr mit Leiche seiner Mutter in Wohnung +++

Ein Mann hat seine tote Mutter in Norditalien sechs Monate lang auf der Couch liegen lassen, um weiter ihre Rente kassieren zu können. Die mumifizierte Leiche der 90-Jährigen sei von Polizisten entdeckt worden, die vom Hausarzt der Frau gebeten worden waren, einmal nach dem Rechten zu sehen, teilten Ermittler mit. Der Körper hatte demnach seit etwa Mitte August in der Wohnung in Albisola, einer kleinen Stadt nahe Savona, gelegen. Seine Mutter sei beim Füttern mit Joghurt gestorben, habe der 63-jährige Sohn erklärt. Nachbarn bemerkten offenbar weder Verwesungsgeruch noch das Fehlen der Seniorin. 

+++ 18.07 Uhr: Frankfurt: ICE wegen Waffe auf Toilette evakuiert +++

Eine Pistole auf der Toilette eines ICE-Zuges hat einen größeren Einsatz am Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens ausgelöst. Rund 700 Menschen mussten den Zug verlassen. Eine Reinigungskraft der Bahn habe die Waffe am Samstag an Bord des Zuges auf dem Weg von Dortmund nach München entdeckt, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Frankfurt. Der ICE sei daraufhin am Airport-Fernbahnhof gestoppt und geräumt worden. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. 

Die Waffe sei nicht geladen gewesen, sagte der Sprecher der Bundespolizei. Wie sie auf die Toilette kam, war zunächst noch völlig unklar. Sicherheitshalber wurde der gesamte Zug mit Hilfe von Sprengstoffspürhunden kontrolliert. Die Bundespolizei gab etwas später Entwarnung, weitere gefährliche Gegenstände wurden nicht gefunden. Die Waffe und ein leeres Magazin wurden sichergestellt. Die meisten der gestrandeten Fahrgäste konnten laut Bundespolizei ihre Fahrt verspätet mit anderen Zügen fortsetzen. Der ICE selbst verließ den Bahnhof schließlich gegen 17.20 Uhr Richtung München.

+++ 17.56 Uhr: Burkina Faso: Spanischer Missionar angegriffen und getötet +++

Bei einem Angriff mutmaßlicher radikaler Islamisten im Süden Burkina Fasos ist ein spanischer Missionar getötet worden. Der 72-Jährige Geistliche war aus Togo kommend auf dem Rückweg zu seiner Gemeinde in der Hauptstadt Ouagadougou, als seine Gruppe von Dschihadisten angegriffen worden sei, teilte die katholische Gemeinschaft der Salesianer in Spanien mit. 

Der Angriff vom Freitag galt offenbar einer Zollstation rund 40 Kilometer nördlich der togolesischen Grenze, wie örtliche Medien am Samstag berichteten. Demnach wurden auch mindestens drei Zollbeamte getötet. Die Behörden machten zu dem Angriff zunächst keine Angaben. 

+++ 17.23 Uhr: Nigeria: Mindestens elf Tote bei Selbstmordanschlag auf Moschee +++

Bei einem Selbstmordanschlag mutmaßlicher radikaler Islamisten in einer Moschee im Nordosten Nigerias sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 15 Menschen seien bei dem Angriff im Ort Kushari nahe der Stadt Maiduguri teils schwer verletzt worden, erklärte der Polizeichef des betroffenen Bundesstaates Borno, Damian Chukwu. Drei Attentäter waren demnach am Morgen in die Moschee eingedrungen und hatten begonnen, um sich zu schießen, bevor sich zwei von ihnen schließlich in die Luft sprengten. 

Der Anschlag soll der Polizei zufolge von Anhängern der islamistischen Terrormiliz Boko Haram begangen worden sein. Der Angriff kam am gleichen Tag, an dem in Nigeria die Präsidentenwahl hätte stattfinden sollen. Sie war jedoch in den frühen Morgenstunden überraschend um eine Woche verschoben worden. Es blieb zunächst unklar, ob der Anschlag mit der geplanten Wahl in Verbindung stand.

+++ 17.02 Uhr: Unigebäude in St. Petersburg stürzt ein +++

Ein Gebäude der Universität in der russischen Stadt St. Petersburg ist teilweise eingestürzt. Dabei seien möglicherweise mehrere Menschen eingeschlossen worden, teilte der Zivilschutz der Ostseemetropole der Agentur Interfax zufolge mit. Mehrere Stockwerke seien am späten Nachmittag aus bislang ungeklärten Gründen eingestürzt, hieß es. Mindestens 60 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden. In dem Gebäude wurden Medienberichten zufolge Reparaturarbeiten vorgenommen.

+++ 16.52 Uhr: Pferd versinkt in Tümpel und führt Polizei zu Waffendepot +++

In Südhessen ist ein Pferd in einem Tümpel versunken – und hat so die Polizei zu einem Waffenversteck geführt. "Die Waffen stammen aus einem Einbruch aus diesem Jahr", sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten hätten in dem Tümpel bei Eppertshausen insgesamt "drei Langwaffen samt Munition" gefunden. Die Besitzerin des Pferdes hatte am Samstag die Feuerwehr alarmiert, weil das Tier in dem Tümpel versunken war und sich nicht mehr befreien konnte. Beim Bergen des Tieres fanden die Rettungskräfte eine Waffe im Matsch. Daraufhin untersuchte die Polizei das Gelände und fand weitere Waffen und Munition. "Der Zufall macht's", sagte ein Polizeisprecher. Das Pferd konnte nach anderthalb Stunden befreit werden. Es blieb

+++ 16.45 Uhr: Indien: Zehntausende trauern um Anschlagsopfer von Kaschmir +++

Nach dem Anschlag auf indische Sicherheitskräfte in Kaschmir haben Zehntausende Menschen in ganz Indien an Trauerzügen und Kundgebungen für die 40 Todesopfer teilgenommen. "Das Opfer unserer Märtyrer wird nicht vergebens gewesen sein. Wir werden die Terrorgruppen finden, die das getan haben", sagte Premierminister Narendra Modi im Bundesstaat Maharashtra. Indien macht das benachbarte Pakistan für das Attentat verantwortlich. Die Regierung in Islamabad wies dies zurück.

Ein junger Mann hatte am Donnerstag auf einer Autobahn im indischen Teil Kaschmirs mit einem Geländewagen, der mit etwa 350 Kilogramm Sprengstoff beladen war, einen Bus in einem Konvoi der paramilitärischen Polizeitruppe CRPF gerammt. Die aus Pakistan stammende Terrorgruppe Jaish-e-Mohammed, die seit vielen Jahren in Indien aktiv ist, reklamierte den Anschlag für sich. Es war der tödlichste Angriff auf indische Sicherheitskräfte in Kaschmir seit Beginn des Aufstandes von Separatisten und Islamisten vor 30 Jahren.

+++ 16.21 Uhr: Rund 2000 Teilnehmer an "Bunte Westen"-Demos +++

Nach dem Vorbild der französischen "Gelbwesten" haben  in vielen deutschen Landeshauptstädten die "Bunten Westen" demonstriert. Addiert man die Angaben von Polizei und Beobachtern, versammelten sich rund 2000 Menschen bei den Protestkundgebungen. Die "Aktion #Bunte Westen" fordert bundesweit bessere Arbeitsbedingungen, bessere Bildung und Pflege. Zu den Demonstrationen in 14 Städten unter dem Motto "Wir sind Viele. Wir sind vielfältig. Wir haben die Schnauze voll!" hatte die Sammlungsbewegung "Aufstehen" der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht aufgerufen. 

An einer Kundgebung in Berlin beteiligten sich nach Polizeiangaben etwa 500 Menschen. Mehrere Hundert Teilnehmer kamen in Hamburg, Kiel und Schwerin zusammen. In der Innenstadt von Magdeburg zählte die Polizei rund 100 Teilnehmer. Es habe sich um eine friedliche Kundgebung gehandelt, teilte die Polizei mit. Auch in Erfurt trafen sich nach Polizeiangaben rund 100 Menschen zu einer Kundgebung. Menschen mit farbigen Westen seien allerdings nur vereinzelt darunter gewesen, sagte ein Sprecher.

+++ 16.02 Uhr: Frankreich: Gelbwesten demonstrieren wieder +++

Fast auf den Tag genau drei Monate nach Beginn der "Gelbwesten"-Proteste in Frankreich haben erneut Tausende Menschen gegen die Politik der Pariser Mitte-Regierung demonstriert. In der Hauptstadt verlief der Protest zunächst überwiegend friedlich, wie die Polizei mitteilte. Vereinzelt setzten die Sicherheitskräfte demnach Tränengas ein. Teilnehmerzahlen gab es zunächst nicht. 

Auch in vielen anderen Städten fanden wieder "Gelbwesten"-Demonstrationen statt, darunter Marseille, Bordeaux und Straßburg. Auch hier blieb es Berichten zufolge weitgehend friedlich. In Toulouse blockierten einige Dutzend "Gelbwesten" einen Standort des Online-Versandhändlers Amazon, wie der Sender BFMTV berichtete. Die Demonstranten versperrten demnach Lastwagen zeitweilig die Zufahrt zu dem Warenlager. 

+++ 15.55 Uhr: Dresden: 18 Ermittlungsverfahren nach Nazi-Aufmarsch +++

Nach einem Aufmarsch von Rechtsextremen in der Dresdner Innenstadt hat die Polizei 18 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Unter anderem werde wegen Verstößen gegen das Versammlungsrecht und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt, in einem Fall auch wegen Körperverletzung und Bedrohung von Polizisten, sagte ein Polizeisprecher. Mehr als 1200 Rechtsextreme hatten am Freitagabend an einem sogenannten Trauermarsch zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens im Februar 1945 teilgenommen. Etwa gleich groß war die Zahl der Gegendemonstranten. Kritik am Polizeieinsatz äußerten unter anderen die Grünen im Landtag. Es gebe eine Vielzahl von Berichten und Videos, die Behinderungen von Journalisten zeigten. Die sächsische Polizei rief Medienvertreter auf, sich zu melden, "die sich in ihrer Arbeit durch Einsatzkräfte behindert gesehen haben."

+++ 15.36 Uhr: Verletzte bei Zusammenstößen in Albanien +++

Bei einem Protest gegen die albanische Regierung ist es in der Hauptstadt Tirana zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Eine Gruppe von Demonstranten drang zum Amtssitz von Ministerpräsident Edi Rama vor und schlug Fensterscheiben ein, berichtete das Nachrichtenportal "exit.al".

Die Polizei setzte daraufhin Tränengas und Gummigeschosse gegen die Demonstranten ein. Sechs Menschen wurden nach diesen Angaben verletzt. Zu dem Protest hatte die oppositionelle rechte Demokratische Partei (DP) aufgerufen. Zuvor hatten Tausende Demonstranten friedlich vor dem Sitz des Regierungschefs demonstriert.

+++ 14.46 Uhr: China lehnt Beitritt zum Verbot von Mittelstreckenwaffen ab +++

China lehnt einen Beitritt zum INF-Verbotsabkommen für nukleare Mittelstreckenraketen ab. Sein Land orientiere sich bei der militärischen Rüstung "streng an defensiven Notwendigkeiten", sagte der oberste Außenpolitiker Chimas, Yang Jiechi, auf der Münchner Sicherheitskonferenz. "Wir sind gegen die Multilateralisierung des INF-Vertrags."

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte China zuvor aufgerufen, sich an Versuchen zur Rettung des INF-Abrüstungsvertrages zwischen Russland und den USA zu beteiligen. Sie wisse, dass es bei dem Thema auf chinesischer Seite viele Vorbehalte gebe. Abrüstung sei aber ein Thema, das alle umtreibe.

+++ 14.07 Uhr: Freiburg: Jugendlicher von Zug erfasst und getötet +++

Ein 16-jähriger Jugendlicher ist am Freiburger Hauptbahnhof von einem Zug überrollt und getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Unfall in der Nacht zum Samstag gegen 01.30 Uhr. Erste Ermittlungen ergaben demnach, dass der junge Mann zusammen mit sechs weiteren Menschen zu Fuß über die Gleise in Richtung Innenstadt gelaufen war, statt die vorhandenen Überführungen zu nutzen.

Dabei sei der 16-Jährige etwas hinter der übrigen Gruppe zurückgeblieben, hieß es. Der Fahrer eines vom Bahnhof her herannahenden Zuges habe trotz Notbremsung den Unfall nicht verhindern können. Ein Notarzt habe nur noch den Tod des Jugendlichen feststellen können.

+++ 13.31 Uhr: Großbritannien: Eltern bitten um Rückkehrerlaubnis ihrer IS-Tochter +++

Die Eltern der schwangeren Britin Shamima Begum, die sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen hatte, haben die Regierung in London um eine Rückkehrerlaubnis für ihre Tochter angefleht. Es handele ich um eine "dringliche Angelegenheit", teilte die Familie in einer Stellungnahme am späten Freitagabend mit. Sie sorgten sich um den psychischen Zustand ihrer Tochter und um das Baby. Die rechtliche Lage ist nach britischen Medienberichten nicht eindeutig.  

Die junge Frau will nach Großbritannien ausreisen, um dort ihr Kind zur Welt zu bringen. Zwei Babys, die sie in Syrien geboren hatte, sind ihren Angaben zufolge bereits gestorben. In einem Interview der "Times" (Samstag) bat die 19-Jährige die britischen Behörden aber darum, ihr das Kind nicht nach der Geburt wegzunehmen. "Und falls doch, sollte es zumindest zu meiner Familie kommen", sagte Begum, die eine Schule in London besucht hatte. Sie habe bereits erste Wehen. 

+++ 12.45 Uhr: Mann attackiert und beleidigt 14-Jährige rassistisch +++

Ein Mann soll in Berlin ein Mädchen attackiert und rassistisch beleidigt haben. Der 32-Jährige schlug die 14-Jährige laut Zeugen am Freitagabend in Berlin-Lichtenberg ohne Anlass in die Rippen. "Scheiß Kanaken" rief er dabei, wie ein Polizeisprecher sagte. Das Mädchen wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Angreifer sei zunächst geflüchtet, dann aber zurückgekehrt und von der Polizei vernommen worden, die die Personalien notierte. Er habe ausgesagt, er sei zuvor selbst von einem Jugendlichen angegriffen worden.

+++ 12.27 Uhr: Polizei stoppt Bräutigam auf Drogen auf dem Weg zur Hochzeit +++

Die Fahrt zur eigenen Hochzeit hat einen Bräutigam in Wildeshausen bei Bremen am Samstag den Führerschein gekostet. Wie die Polizei mitteilte, stoppte eine Streife am Morgen den Wagen des 18-Jährigen. Den Beamten war ein Kleinkind auf dem Rücksitz aufgefallen war, das nicht ordnungsgemäß gesichert war. 

Wie sich herausstellte, lag auf dem Rücksitz ein großes Brautkleid, wodurch der Sicherheitsgurt nicht benutzt werden konnte. Der Autofahrer, ein 18 Jahre alter Mann aus Delmenhorst, stand für die Polizisten deutlich sichtbar unter Drogeneinfluss. Ein Test bestätigte das. Auch die Braut saß im Auto. Die Beamten untersagten dem 18-Jährigen die Weiterfahrt. Seinen Führerschein wird er demnächst abgeben müssen. Die Anreise zu ihrer Hochzeit konnten Braut und Bräutigam dann aber mit einiger Verspätung doch noch fortsetzen.

+++ 12.19 Uhr: 28-Jähriger nach "Cybersex" erpresst +++

Nach einem kurzen "Cybersex"-Abenteuer ist ein 28-jähriger Mann mit einem Nacktvideo erpresst worden. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, hatte der Mann aus der rheinland-pfälzischen Verbandsgemeinde Rhein-Nahe über eine soziale Plattform mit einer ihm unbekannten Frau gechattet. Nach kurzem Smalltalk vereinbarten die beiden ein Video-Telefonat. Dabei habe sich die Frau ausgezogen und den Mann aufgefordert, es ihr gleich zu tun.

Nachdem der 28-Jährige dem Wunsch nachgekommen war, brach nach seinen Angaben das Videotelefonat ab. Dafür erhielt der Mann laut Polizei einen Link zu einer aufgezeichneten Videosequenz sowie Sprachnachrichten in gebrochenem Deutsch, in denen er aufgefordert wurde, über eine ausländische Bank 300 Euro zu zahlen. Andernfalls würde das Video veröffentlicht. Die zuständige Polizeiinspektion in Bingen mahnte aus diesem Anlass generell zur Vorsicht bei Online-Kontakten mit Unbekannten. Die Beamten wiesen darauf hin, dass bei der Übermittlung von Daten, Fotos und Videos keinerlei Kontrolle über deren weitere Verwendung besteht.

+++ 12.16 Uhr: Ägypten: 15 Soldaten auf Sinai-Halbinsel getötet +++

Bei einem Angriff auf einen Kontrollposten der ägyptischen Armee sind auf der Sinai-Halbinsel nach Militärangaben mindestens 15 Soldaten getötet oder verletzt worden. Ein Armeesprecher teilte am Samstag mit, mutmaßliche Dschihadisten hätten einen Kontrollposten im Norden der Halbinsel angegriffen, woraufhin es zu einem Feuergefecht gekommen sei. Dabei seien auch sieben mutmaßliche Dschihadisten getötet worden.

Vertreter der Rettungskräfte sagten der Nachrichtenagentur AFP, elf Soldaten seien bei dem Angriff getötet worden. Die Armee kämpft in dem Wüstengebiet im Osten des Landes seit Langem gegen Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Angesichts einer Zunahme der Angriffe startete die Armee vor einem Jahr die Offensive "Sinai 2018", um die IS-Miliz von der Halbinsel zu vertreiben und das Land vom "Terrorismus zu säubern".

+++ 12.03 Uhr: Autobauer brauchen länger bei Diesel-Umrüstung +++

Bei der versprochenen Umrüstung von Millionen Diesel-Autos mit neuer Abgas-Software kommen die deutschen Autobauer langsamer voran als angekündigt. "Bisher wurden bei rund vier Millionen Fahrzeugen Software-Updates durchgeführt", heißt es in der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine kleine Anfrage der Linken-Fraktion, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Eigentlich hatten die Hersteller im Sommer 2017 zugesagt, bis Jahresende 2018 insgesamt 5,3 Millionen Wagen für den Kampf gegen Fahrverbote nachzubessern, seither kam noch eine Million Diesel hinzu. Zuvor hatte die "Rheinische Post" (RP, Samstag) darüber berichtet.

+++ 11.57 Uhr: AfD-Nachwuchs schließt Journalisten teilweise aus +++

Die AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative (JA) hat auf ihrem Bundeskongress in Magdeburg die Presse teilweise ausgeschlossen. Journalisten mussten für eine Aussprache zum Thema Verfassungsschutz den Saal verlassen. Es gehe bei der Diskussion um sensible Daten, argumentierte eines der rund 120 anwesenden JA-Mitglieder. Nach dem Tagesordnungspunkt sollte die Presse wieder zugelassen werden.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte im Januar angekündigt, bei der AfD-Nachwuchsorganisation wie auch beim rechtsnationalen "Flügel" der AfD genauer hinzuschauen. Es erklärte beide Gruppierungen zum Verdachtsfall. Das ist immer dann der Fall, wenn nach Auffassung der Verfassungsschützer "hinreichend gewichtige Anhaltspunkte" dafür vorliegen, "dass es sich um eine extremistische Bestrebung handelt".

+++ 11.25 Uhr: Papst verstößt Ex-Kardinal wegen Missbrauchs aus Priesteramt +++

Papst Franziskus hat erstmals einen Kardinal wegen sexuellen Missbrauchs aus dem Priesteramt verstoßen. Wie der Vatikan am Samstag mitteilte, wurde der frühere US-Kardinal Theodore McCarrick des Priesteramts enthoben, nachdem er im Januar von einem Gericht des Vatikans schuldig befunden worden war, vor 50 Jahren einen Jugendlichen sexuell missbraucht zu haben. Die Entscheidung wurde im Februar vom Papst bestätigt und ist damit endgültig.

Die katholische Kirche organisiert Ende kommender Woche eine mehrtägige Konferenz im Vatikan, auf der Bischöfe aus aller Welt über den Schutz von Kindern diskutieren wollen. Die Kirche wird seit Jahren von immer neuen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger erschüttert. Angesichts der jüngsten Skandale in den USA und Chile hat der Papst eine Politik der "Nulltoleranz" angekündigt, die selbst für führende Mitglieder der Kirche gelten soll.

+++ 11.08 Uhr: Merkel: USA stufen europäische Autos als Sicherheitsgefahr ein +++

Das US-Handelsministerium ist nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel offensichtlich zu der Einschätzung gekommen, dass europäische Autos eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstellen. Das sei für Deutschland erschreckend, sagte Merkel bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Auf der Grundlage der Einschätzung des Handelsministeriums könnte US-Präsident Donald Trump neue Sonderzölle einführen.

+++ 11.04 Uhr: Schauspieler Bruno Ganz ist tot +++

Schauspieler Bruno Ganz (u.a. "Himmel über Berlin", "Der Untergang") ist im Alter von 77 Jahren in seinem Züricher Wohnhaus gestorben. Sein Management bestätigte einen entsprechenden Bericht der  "Frankfurter Allgemeinen Zeitung"

Schauspieler Bruno Ganz

Schauspieler Bruno Ganz wurde 77 Jahre alt

Picture Alliance

Er sei am Morgen seiner Krebserkrankung erlegen. Erst im August hatte Ganz seine Darmkrebserkrankung öffentlich gemacht und daher auch seine Teilnahme an den Salzburger Festpielen abgesagt.

Ganz galt auf der Bühne und im Film einer der Großen seines Fachs. Von der Kritik in höchsten Tönen gelobt und nach seinen eigenen Worten ein Einschnitt in seinem künstlerischen Wirken war seine Verkörperung des Diktators Adolf Hitler in "Der Untergang" (2004). Zuletzt spielte Ganz in "Der Trafikant" (2017) den Psychoanalytiker Sigmund Freud.

Tod einer Schauspielgröße: Bruno Ganz - das waren seine größten Rollen

+++ 10.54 Uhr: Polizistin stirbt bei Einsatzfahrt +++

Eine Polizistin ist im Saarland bei einem Unfall während einer Einsatzfahrt ums Leben gekommen. Der Fahrer des Streifenwagens wurde am Samstagmorgen mit schweren Verletzungen in eine Klinik gebracht, wie die Polizei auf Twitter mitteilte. Weitere Details zu dem Unfall im Saarbrücker Stadtteil Güdingen lagen zunächst nicht vor.

+++ 10.45 Uhr: Historischer Großsegler "Seute Deern" durch Feuer veschädigt +++

Ein Feuer hat in der Nacht zum Samstag das Museumsschiff "Seute Deern" in Bremerhaven beschädigt, das als Wahrzeichen der Stadt gilt. Menschen wurden bei dem Brand auf dem knapp 100 Jahre alten Holzschiff nicht verletzt, wie das Deutsche Schifffahrtsmuseum mitteilte. Weder Brandursache noch Schadenshöhe waren zunächst bekannt. Brandermittler der Kriminalpolizei wollen am Montag Untersuchungen aufnehmen, wenn die Feuerwehr das Schiff dafür freigegeben hat. Der Brand war in einem Hohlraum zwischen Außen- und Innenwand ausgebrochen. Die 1919 in den USA gebaute "Seute Deern" war bereits vor dem Brand sanierungsbedürftig. Der Bund beteiligt sich mit 17 Millionen Euro an der Instandsetzung, die ursprünglich 32 Millionen Euro kosten sollte.

Löscharbeiten an der "Seute Deern"

Der Brand an Bord der "Seute Deern" ist inzwischen unter Kontrolle

DPA

+++ 10.42 Uhr: Merkel fordert China zu Mitwirkung bei internationaler Abrüstung auf +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat China zur Mitwirkung bei den internationalen Bemühungen zur Abrüstung aufgefordert. Das Thema Abrüstung gehe nach der Kündigung des INF-Abrüstungsvertrags nicht nur die bisherigen Vertragsmächte Russland und die USA an, "sondern auch China", sagte Merkel bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Über einen Beitrag der Volksrepublik bei den weiteren Abrüstungsbemühungen würde sie sich "freuen", sagte die Kanzlerin.

+++ 8.56 Uhr: Sea-Eye-Rettungsschiff nach dreiwöchiger Pause wieder im Einsatz +++

Zur Rettung schiffbrüchiger Flüchtlinge im Mittelmeer ist wieder ein deutsches Hilfsschiff im Einsatz. Das Schiff "Alan Kurdi" habe nach einer entsprechenden Erlaubnis der Behörden in der Nacht den Hafen von Palma de Mallorca verlassen, teilte die Hilfsorganisation Sea-Eye mit. Es sei "das letzte verbliebene Schiff einer Hilfsorganisation, das nicht von Behörden blockiert oder von Staaten festgehalten" werde.    

Das Schiff steuerte demnach nach einer dreiwöchigen Pause und verschiedenen Wartungsarbeiten in Richtung Libyen, um in den internationalen Gewässern vor der Küste des nordafrikanischen Landes die Lage zu beobachten. An Bord waren auch drei Seeleute und eine Krankenschwester der spanischen Hilfsorganisation Proem Aid.

+++ 8.07 Uhr: Ostdeutsche CDU-Politiker gegen Auftritte von Merkel in Landtagswahlkämpfen +++

Führende Vertreter der ostdeutschen CDU-Verbände lehnen Wahlkampfauftritte von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor den Landtagswahlen im Herbst ab. "Ein Wahlkampfauftritt der Bundeskanzlerin wird uns in Sachsen nicht helfen", sagte der sächsische Landtagspräsident Matthias Rößler dem "Spiegel". Der thüringische CDU-Fraktionsvize Michael Heym sagte, über mögliche Wahlkampfauftritte Merkels werde es "sicher noch Diskussionen in der Thüringer CDU geben". "Einen Mehrwert für uns hätte es wahrscheinlich nicht."    

Merkel ist zwar nicht mehr CDU-Bundesvorsitzende, aber noch immer die beliebteste Politikerin in Deutschland. Dass sie in den ostdeutschen Bundesländern nicht auftreten soll, liegt vor allem an den Erfahrungen der CDU mit aggressiven Gegendemonstrationen des AfD-Milieus im Bundestagswahlkampf. 

+++ 6.31 Uhr: Feuer in Gotha – elf Verletzte +++

Bei einem Wohnhausbrand in Gotha in Thüringen sind elf Menschen verletzt worden. Sie erlitten leichte Rauchvergiftungen und wurden von Sanitätern versorgt, wie die Polizei mitteilte. Das Feuer war am späten Abend in dem Mehrfamilienhaus ausgebrochen. Die Wohnung einer 54 Jahre alten Frau brannte aus. Weitere Wohnungen wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die obdachlosen Bewohner kamen bei Freunden und Verwandten unter. Wie hoch der Sachschaden ist, stand noch nicht fest. Auch die Brandursache war zunächst noch unklar.

+++ 5.32 Uhr: Rettungswagenfahrer mit Laserpointer geblendet +++

Der Fahrer eines Rettungswagens ist in der Nähe von Speinshart im Landkreis Neustadt an der Waldnaab in der Oberpfalz mit einem Laserpointer geblendet und an den Augen verletzt worden. Wie die Polizei weiter mitteilte, war der 35-Jährige am Abend mit seinem Fahrzeug unterwegs, als er in der Nähe eines Klosters plötzlich von dem grünen Licht getroffen wurde. Der Mann wurde anschließend von einem Arzt behandelt. Von dem unbekannten Täter fehlte zunächst jede Spur.

Rettungsgasse THW Freising

+++ 5.04 Uhr: Sechs Tote bei Schießerei in Fabrik im Vorort von Chicago +++

Bei der Schießerei in einer Fabrik in einem Vorort von Chicago sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Fünf Polizisten wurden bei dem Schusswechsel in dem Werk für Wasserventile in dem Städtchen Aurora im US-Staat Illinois verletzt, teilte die örtliche Polizeichefin Kristen Ziman mit. Dabei sei auch der Schütze getötet worden. Bei dem Schützen handelt es sich nach örtlichen Medienberichten um einen 45-jährigen ehemaligen Angestellten der Firma, der erst vor zwei Wochen entlassen worden sei. US-Präsident Donald Trump sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus.

Polizei am Tatort

Bei dem Schützen handelt es sich nach örtlichen Medienberichten um einen 45-jährigen ehemaligen Angestellten der Firma, der erst vor zwei Wochen entlassen worden sei

DPA

+++ 5.03 Uhr: Oscar-Akademie lenkt nach Protest ein – alle Preise Live verliehen +++

In wenigen Tagen werden in Hollywood die Oscar-Trophäen verliehen, doch der Wirbel um den Ablauf der Preisgala reißt nicht ab. Prominente Filmschaffende waren gegen eine geplante Straffung der Show auf die Barrikaden gegangen – nun lenkt die Oscar-Akademie ein. Bei der Gala am 24. Februar werden die Trophäen in allen 24 Sparten während der Live-Übertragung ausgehändigt. Dies gab die Film-Akademie bekannt.

Man werde das "traditionelle Format" beibehalten, hieß es in der Mitteilung. Die Academy habe das "Feedback" seiner Mitglieder gehört – und nun offenbar zu Herzen genommen. Eine umstrittene Entscheidung der Show-Produzenten und des Vorstands hatte den Wirbel in den eigenen Reihen am Montag losgetreten. Erstmals sollten die Trophäen in vier Sparten – Kamera, Schnitt, Live Action-Kurzfilm sowie Make-up und Haarstyling – in den Werbepausen ausgehändigt werden, um damit die Gala kürzer zu halten.

+++ 3.00 Uhr: Wahlkommission verschiebt Wahlen in Nigeria +++ 

Die Wahlkommission in Nigeria hat die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in dem Land um eine Woche verschoben. Es sei nicht möglich, am ursprünglich geplanten Wahltag einen freien, fairen und glaubwürdigen Urnengang zu garantieren, sagte der Präsident der Wahlkommission, Mahmood Yakubu, nach einer nächtlichen Krisensitzung wenige Stunden vor der zunächst vorgesehenen Öffnung der Wahllokale. Als Grund nannte er logistische Probleme.

+++ 1.04 Uhr: Bilanz für 2017: Zahl der Wolfsangriffe auf Nutztiere gestiegen +++

Die Zahl der Wolfsangriffe auf Nutztiere ist bundesweit stark gestiegen. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" mit Verweis auf die Schadensbilanz für das Jahr 2017 der zuständigen Dokumentationsstelle des Bundes. Demnach stieg die Zahl der Risse gegenüber dem Vorjahr um knapp 66 Prozent auf 472 dokumentierte Fälle. Die Zahl der getöteten, verletzten oder vermissten Tiere – meist Schafe – beziffert die Dokumentationsstelle auf 1667 – fast 55 Prozent mehr als noch 2016.

+++ 0.50 Uhr: Polizei: Fünf Zivilisten bei Schießerei bei Chicago getötet +++

Bei der Schießerei in einem Vorort der US-Großstadt Chicago sind am Abend nach Polizeiangaben fünf Zivilisten getötet worden. Das teilte eine Sprecherin der Polizei vor laufenden Kameras mit. Der Schütze sei später im Städtchen Aurora im US-Staat Illinois bei einem Schusswechsel mit Beamten ums Leben gekommen.

+++ 0.47 Uhr: Festnahmen bei rechtsextremer Demo in Dresden +++

Am Rande eines Neonazi-Aufmarsches und einer Gegendemonstration sind in Dresden laut Polizei 15 Menschen vorübergehend in Gewahrsam genommen worden. In der sächsischen Landeshauptstadt marschierten Rechtsextreme am Abend in einem als "Gedenkmarsch" an die alliierten Luftangriffe vom Februar 1945 angemeldeten Aufzug durch die Stadt. Dagegen demonstrierte das linke Bündnis "Nazifrei! Dresden stellt sich quer".

Laut Polizei gab es am Rande der Versammlungen einen Verstoß gegen das Verbot von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, einen Landfriedensbruch sowie mehrere Verstöße gegen das Versammlungsgesetz. Laut Polizei beschwerten sich am Rande der Proteste mehrere Journalisten darüber, sie seien in ihrer Arbeit behindert worden.

+++ 0.37 Uhr: USA stellen 200 Tonnen Hilfsgüter für Venezuela bereit +++

Die USA wollen weitere Hilfsgüter an die kolumbianisch-venezolanische Grenze bringen. Die für die notleidende Bevölkerung in Venezuela bestimmte Lieferung im Umfang von 200 Tonnen werde in den kommenden Tagen per Militärtransportflugzeug erfolgen, hieß es aus dem US-Verteidigungsministerium. Venezuelas Regierung lehnt humanitäre Hilfe aus den USA bislang kategorisch ab. Die Armee blockiert seit Tagen einen Grenzübergang zu Kolumbien, um die Lieferung von bereitstehenden Hilfsgütern zu verhindern. Präsident Nicolás Maduro warf den USA vor, Venezuela zu berauben und im Gegenzug mit "verfaultem und verseuchtem Essen" abspeisen zu wollen.

+++ 0.20 Uhr: Schütze eröffnet Feuer nahe Chicago – Toter und Verletzte +++

Ein Unbekannter hat in einem Vorort von Chicago das Feuer eröffnet und dabei mehrere Menschen verletzt. Der Mann sei kurz darauf ums Leben gekommen, berichtete unter anderem die Lokalzeitung "Daily Herald" unter Berufung auf Polizeiquellen. Unklar war, ob der Täter von der Polizei erschossen worden sei oder sich selbst gerichtet habe. 

Bei dem Zwischenfall in Aurora im US-Staat Illinois wurden mindestens vier Polizisten und eine unbekannte Zahl von Zivilisten verletzt, berichtete unter anderem der Sender CNN unter Berufung auf Polizei und Staatsanwaltschaft. Die Verletzten seien mit Hubschraubern in umliegende Krankenhäuser gebracht worden, Sondereinheiten der Polizei durchsuchten die Gebäude am Tatort nach möglichen weiteren Opfern.

Offiziellen Angaben zufolge fielen die Schüsse in einem Werk für Wasserventile. Fernsehsender zeigten Polizei-, Rettungs- und Feuerwehrwagen am Tatort. Umliegende Schulen wurden vorübergehend abgeriegelt. Zu den Hintergründen der Tat lagen zunächst keine Angaben vor.

wue/tkr / DPA / AFP