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News des Tages Jennifer Rostock wehrt sich gegen Drohungen


Jennifer Rostock wehrt sich gegen Drohungen +++ Die Füße! Britin will sich von Ambulanz heimfahren lassen +++ Türkei entlässt weitere 10.000 Beamte +++ Arbeitnehmer arbeiten länger und öfter +++ Die News des Freitags im Rückblick.

Die News des Freitags im Rückblick.

+++ 23.08 Uhr: Jennifer Rostock will juristisch gegen Drohungen vorgehen +++

Nach der Veröffentlichung eines AfD-kritischen Liedes will sich die Band Jennifer Rostock juristisch gegen Drohungen wehren. "Das ist nicht unser erster Shitstorm und sicherlich auch nicht unser letzter. Wenn Jennifer in ihrem Briefkasten Drohungen auffindet, ist das allerdings etwas anderes. Alles, was strafrechtlich relevant ist, wird von uns deshalb verfolgt" sagten Bandmitglieder dem "Spiegel". Die Sängerin der Band, Jennifer Weist, hatte zuvor einen beleidigenden Brief, der an sie adressiert war, im Internet veröffentlicht.

Jennifer Rostock hat mit ihrem Anti-AfD-Song einen Netzhit gelandet. Darin warnt die Band, bei den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern (4.9.) und Berlin (18.9.) für die rechtspopulistische AfD zu stimmen. Das Video wurde bislang mehr als 12 Millionen Mal geklickt.

+++ 21.05 Uhr: Spaniens Regierungschef Rajoy verliert erneut Vertrauensabstimmung +++

Spaniens geschäftsführender Ministerpräsident Mariano Rajoy ist im Madrider Parlament mit seinem Versuch einer Regierungsbildung gescheitert. Die meisten Oppositionsparteien stimmten wie bereits beim ersten Votum am Mittwoch gegen den 61-jährigen Konservativen. Rajoy kam erneut nur auf 170 Ja-Stimmen bei 180 Nein-Stimmen und verfehlte damit die einfache Mehrheit.

Die spanischen Parteien blockieren sich seit Monaten bei der Regierungsbildung gegenseitig. Sollte es binnen zwei Monaten keine Bewegung geben, wird Ende Oktober das Parlament aufgelöst und die Spanier müssten voraussichtlich im Dezember zum dritten Mal innerhalb von nur einem Jahr an die Urnen.

+++ 18.32 Uhr: Explosion auf Philippinen: Mindestens zehn Tote +++

Bei einer Explosion in Davao, der Heimatstadt des neuen philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte, sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Das sagte ein Präsidentensprecher in Manila. Mindestens 60 Menschen wurden verletzt. Es handele sich vermutlich um eine Bombe, wie ein eine Polizeisprecherin berichtete. Die Explosion ereignete sich beim Markt im Stadtzentrum, wo sich zu dem Zeitpunkt viele Menschen aufhielten. Duterte ist umstritten, weil er seinen rigorosen Kampf gegen Drogendealer in Davao auf das ganze Land ausweiten will. Er hat offen dazu aufgerufen, Rauschgifthändler umzubringen.

+++ 17.31 Uhr: 10-jähriges Mädchen in Mannheim getötet +++

Ein zehn Jahre altes Mädchen ist in Mannheim getötet worden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilten, kam das Kind gewaltsam zu Tode. Derzeit ermittelten die Staatsanwaltschaft Mannheim und das Dezernat für Kapitaldelikte bei der Kriminalpolizeidirektion vor allem im familiären Umfeld des Mädchens, hieß es. Weitere Details nannten die Beamten mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht.

+++ 15.12 Uhr: Füße schmerzten vom Shopping - Britin ruft Krankenwagen +++

Weil ihr nach stundenlanger Shoppingtour die Füße schmerzten, hat eine Britin den Krankenwagen gerufen. "Ich bin den ganzen Tag gelaufen und meine Beine tun jetzt so weh, dass ich nicht mehr laufen kann", erklärte die 32-Jährige in ihrem Notruf. Ein Rettungswagen solle kommen und sie nach Hause fahren. Die Rettungsdienste der Stadt Stratford-upon-Avon fanden dies gar nicht lustig. "Wir sind kein Taxi", schrieb Sanitäter Jo Bird bei Twitter. Zugleich wurde der aufgezeichnete Notruf der Frau veröffentlicht. Darin sagt sie weiter: "Ich habe schon versucht, meine Schuhe fester oder lockerer zu binden. Aber das hat nichts gebracht." Sie könne einfach nicht nach Hause gehen - "nicht in diesem Zustand". Doch alles Jammern half der 32-Jährigen nicht: "Ihnen ist klar, dass wir sie nicht nach Hause bringen werden", antwortete Bird, der den Anruf entgegennahm. Die Rettungswagen seien für Notfälle reserviert. Und wenn es einen solchen gäbe, würden die Betroffenen ins Krankenhaus gebracht - und nicht zu sich nach Hause.

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+++ 15.33 Uhr: Türkei entlässt weitere 10.000 Beamte +++

Als Reaktion auf den gescheiterten Putsch hat die türkische Regierung mehr als 10.000 weitere Staatsbedienstete entlassen. Betroffen seien 7669 Polizisten und 323 Gendarmen, hieß es in einem Dekret. Zudem mussten 2346 Hochschulmitarbeiter sowie insgesamt mehr als tausend Soldaten, Richter und Staatsanwälte ihre Posten räumen. Unterdessen wurden fast 34.000 Häftlinge vorzeitig entlassen, um Platz in den überfüllten Gefängnissen zu schaffen. Präsident Recep Tayyip Erdogan, der den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen als Drahtzieher des Umsturzversuches betrachtet, hatte nach dem gescheiterten Putsch am 15. Juli umfangreiche "Säuberungen" im Staatsapparat angekündigt. Seither wurden zehntausende Mitarbeiter der Sicherheitskräfte, der Justiz und des Bildungswesens entlassen. 

+++ 14.55 Uhr: Bushido unterliegt vor Gericht - Album ist jugendgefährdend +++

Das Album "Sonny Black" von Bushido bleibt weiter als jugendgefährdend eingestuft und darf nicht an Jugendliche verkauft werden. Das Verwaltungsgericht Köln bestätigte eine entsprechende Entscheidung der Bundesprüfstelle in Bonn. Es stufte das Album zwar als Kunstwerk ein, setzte den Jugendschutz aber höher an.

Die Bundesprüfstelle hatte das 2014 erschienene Album auf die Liste der jugendgefährdenden Medien gesetzt. Die Bundesbehörde stufte die Liedtexte als verrohend, gewaltverherrlichend und diskriminierend ein. Dagegen klagte der Rapper. Das Verwaltungsgericht wies die Klage nun  ab und bewertete die Entscheidung als rechtmäßig.

Bushido, der nicht selbst im Gericht erschien, kann dagegen Berufung beim Oberverwaltungsgericht Münster einlegen. In einem ähnlichen Fall hatte er dort im vergangenen Jahr einen Erfolg erzielt. Das Gericht entschied, dass der Bushido-Song "Stress ohne Grund" zu Unrecht auf der Liste jugendgefährdender Medien stehe.

+++ 14.23 Uhr: Frau bringt Kind auf Betriebsgelände in Freiburg zur Welt +++

Weil die Zeit bis zur Entbindung im Krankenhaus nicht mehr ausreichte, hat eine schwangere Frau ihr Kind auf dem Gelände der Freiburger Verkehrs AG zu Welt gebracht. Die schwangere Frau hatte sich am Morgen zusammen mit ihrem Schwiegervater auf den Weg zum Krankenhaus gemacht, unterwegs aber festgestellt, dass das Kind schon unterwegs war, teilte die Freiburger Verkehrs AG mit. Daraufhin suchten beide Hilfe auf dem Gelände des Unternehmens. Mitarbeiter kümmerten sich um die Schwangere und halfen bei der Geburt. Noch bevor ein alarmierter Notarzt eintraf, brachte die Frau ein Mädchen zur Welt. Beide sind wohlauf. 

+++ 13.15 Uhr: Deutsche arbeiten immer länger und öfter +++

Arbeitnehmer sind hierzulande immer länger und immer häufiger auch am Wochenende oder abends im Einsatz. Die Zahl der Beschäftigten, die regelmäßig länger als 48 Stunden pro Woche arbeiten, stieg in den vergangenen 20 Jahren um gut 30 Prozent auf 1,7 Millionen im Jahr 2015, wie aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervorgeht. Im Jahr 1995 hatten 1,3 Millionen Arbeitnehmer überlange Arbeitszeiten; im vergangenen Jahr waren es 1,7 Millionen und damit 4,8 Prozent der abhängig Beschäftigten, wie das Bundesarbeitsministerium mit Verweis auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes mitteilte. Etwa jeder vierte Arbeitnehmer muss demnach am Wochenende ran: Im vergangenen Jahr arbeiteten 8,8 Millionen abhängig Beschäftigte "ständig" oder "regelmäßig" am Wochenende. Frauen sind dabei etwas häufiger betroffen als Männer. Das Arbeitsministerium verwies darauf, dass der Anteil der Beschäftigten mit Wochenendarbeit vor allem zwischen 1995 und 2010 "deutlich" gestiegen sei - von etwa sechs Millionen Betroffenen auf 8,3 Millionen. Es betonte zudem, dass im Umkehrschluss die Zahlen zeigten, dass drei Viertel der abhängig Beschäftigten nie oder nur gelegentlich am Wochenende arbeiten.

+++ 13.05 Uhr: Putin will chinesischem Präsidenten ein Eis mitbringen +++

Wegen eines angeblichen Importverbots für russisches Speiseeis in China will Präsident Wladimir Putin seinem Pekinger Kollegen Xi Jinping ein Eis mitbringen. Als ihm ein russischer Geschäftsmann bei einem Wirtschaftsforum in Wladiwostok von dem Embargo berichtete, sagte Putin überrascht: "Ich höre zum ersten Mal davon."Mit einem Lächeln auf den Lippen sagte Putin der Agentur Tass zufolge: "Wenn ich jetzt (nach China) reise, werde ich Xi Jinping als spezielles Geschenk ein Eis überreichen, wenn das so schwer zu bekommen ist." Putin fährt an diesem Samstag nach China, wo er am Sonntag und Montag am Gipfel führender Industrie- und Schwellenländer teilnimmt. Am Rande des G20-Treffens plant der russische Präsident auch Gespräche mit dem chinesischen Präsidenten Xi. 

+++ 12.49 Uhr: Löscharbeiten im Hamburger Hafen ziehen sich hin +++

Es brennt und brennt: Die Löscharbeiten an einem Containerschiff im Hamburger Hafen dauern an. "Wir rechnen damit, dass die Löscharbeiten auch heute noch nicht abgeschlossen werden können und sich aufs Wochenende ausweiten", sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Freitag. Der Brand war am Donnerstag im Laderaum eines Containerschiffes ausgebrochen. 

Nach ersten Erkenntnissen entwickelte sich der Brand bei einer Verpuffung während Schweißarbeiten an Bord des Schiffs. Dabei wurden drei Arbeiter verletzt. 

+++ 12.19 Uhr: Acht Monate Haft für Holocaust-Leugnerin +++

Das Amtsgericht Detmold hat die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck wegen Volksverhetzung zu acht Monaten Haft verurteilt. Die 87-Jährige aus Vlotho musste sich verantworten, weil sie im Februar in einem Schreiben an den Detmolder Bürgermeister Rainer Heller und eine Zeitung behauptet hatte, das Konzentrationslager Auschwitz sei ein Arbeitslager gewesen. Ebenso seien die beim Detmolder Auschwitz-Prozess aussagenden Holocaust-Überlebenden nur "angebliche Zeugen", mit denen die Existenz eines Vernichtungslagers nachgewiesen werden solle.

Die Richterin ging am Freitag mit dem Strafmaß über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus und schloss eine Bewährung aus. Haverbeck fehle "jegliche Einsicht", sie habe im Gerichtssaal erneut strafbare Äußerungen gemacht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die mehrfach verurteilte Rechtsextremistin kündigte an, Berufung einlegen zu wollen.

+++ 11.35 Uhr: Regierung distanziert sich nicht von Armenien-Resolution +++

Die Bundesregierung weist Berichte zurück, wonach sie sich von der Einstufung der Massaker an den Armeniern als Völkermord durch den Deutschen Bundestag distanziere. "Davon kann überhaupt keine Rede sein", sagt Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. "Es steht der Bundesregierung nicht zu, sich in die Angelegenheiten eines anderen Verfassungsorgans einzumischen." Er weist allerdings darauf hin, dass die Entschließung des Parlaments keine rechtlich bindende Wirkung habe.

+++ 11.14 Uhr: Heckler & Koch gewinnt Prozess um Sturmgewehr G36 +++

Im Rechtsstreit um die Treffsicherheit des Sturmgewehrs G36 hat sich der Waffenhersteller Heckler & Koch gegen die Bundesrepublik durchgesetzt. Das Landgericht Koblenz wies am Freitag Schadenersatzforderungen des Beschaffungsamtes der Bundeswehr zurück.

+++ 10.43 Uhr: 42 Prozent der Deutschen wünschen sich CSU-Kanzlerkandidaten +++

42 Prozent der Deutschen wünschen sich bei der Bundestagswahl 2017 einen eigenen Kanzlerkadidaten der CSU. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Freitag veröffentlichte repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid für das Nachrichtenmagazin "Focus". Im Osten Deutschlands sind demnach sogar über die Hälfte der Befragten (52 Prozent) für einen Kandidaten der Christsozialen, im Westen 40 Prozent. Besonders bei den Anhängern der rechtskonservativen AfD genießt ein CSU-Kandidat mit 64 Prozent hohe Zustimmung, von den Anhängern der Unionsparteien CDU und CSU sind es dagegen nur 34 Prozent.

Die CSU hat noch nicht entschieden, ob sie bei der Bundestagswahl einen eigenen Kandidaten aufstellen will. Parteichef Horst Seehofer betonte erst Anfang der Woche, dass noch keine Entscheidung zu Personalien gefallen sei: "Dass man ein Jahr vor der Bundestagswahl ohne Inhalte einfach Namen ausruft, das wäre falsch." Dabei macht Seehofer auch klar, dass eine gemeinsame Lösung von CDU und CSU für die Bundestagswahl zwar Wunsch, aber keineswegs gesichert sei.

+++ 10.12 Uhr: Berichte: Explosionen in Iraks Hauptstadt Bagdad +++

Explosionen haben Medienberichten zufolge am Freitagmorgen die irakische Hauptstadt Bagdad erschüttert. Es seien mindestens zehn Menschen verletzt worden, berichtete die Nachrichtenseite "Almada Press" unter Berufung auf einen Mitarbeiter des Innenministeriums. Ob bei den Explosionen Menschen getötet wurden, war zunächst unklar. Dem Bericht zufolge wurden die Explosionen durch Mörsergranaten ausgelöst. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht. Bagdad war in den vergangenen Monaten Ziel einer Welle von Bombenattentaten der Terrormiliz IS. Allerdings handelte es sich meist um Selbstmordattentäter mit Sprengstoffgürteln oder in Autos, die die Anschläge verübten.

+++ 9.46 Uhr: Fast die Hälfte der Bundesbürger für eigenen CSU-Kanzlerkandidaten +++

Fast die Hälfte der Bundesbürger ist einer Umfrage zufolge dafür, dass die CSU zur kommenden Bundestagswahl mit einem eigenen Kanzlerkandidaten antritt. In der vom Meinungsforschungsinstitut Emnid für das Magazin "Focus" erhobenen Umfrage äußerten 42 Prozent der Befragten den Wunsch, dass die bayerische Schwesterpartei der CDU einen Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 2017 aufstellt. Im Osten Deutschlands sind demnach 52 Prozent dafür, im Westen 40 Prozent. Unter Anhängern der Unionsparteien CDU und CSU befürworten 34 Prozent den Vorschlag, unter Anhängern der AfD sogar 64 Prozent.

+++ 9.45 Uhr: Gut 60 Kilogramm Marihuana gefunden - LKA nimmt fünf Verdächtige fest +++

Spezialeinheiten des Landeskriminalamts (LKA) Sachsen-Anhalt haben in Magdeburg fünf Männer wegen des Verdachts des unerlaubten Handelns mit Betäubungsmitteln festgenommen. In einem von ihnen genutzten Fahrzeug wurden 61 Kilogramm Marihuana in Einkaufstaschen und Koffern gefunden, wie das LKA mitteilte. Die Drogen haben laut Polizei einen geschätzten Marktwert von mehr als einer halben Million Euro. Die Tatverdächtigen im Alter zwischen 21 und 56 Jahren wurden bereits am Mittwoch festgenommen und kamen am Donnerstag in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

+++ 9.05 Uhr: Türkische Regierung entlässt weitere 8000 Sicherheitsbeamte +++

Im Rahmen der angekündigten "Säuberungen" nach dem gescheiterten Putsch vom 15. Juli hat die türkische Regierung weitere 8000 Sicherheitsbeamte entlassen. Betroffen seien 7669 Polizisten und 323 Gendarmen, hieß es in einer im Amtsblatt veröffentlichten Mitteilung. Präsident Recep Tayyip Erdogan, der den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen als Drahtzieher des Umsturzversuches betrachtet, hatte umfangreiche "Säuberungen" im Staatsapparat angekündigt. Seither wurden zehntausende Mitarbeiter der Sicherheitskräfte, der Justiz und des Bildungswesens entlassen. Von der jüngsten Entlassungswelle waren nicht nur die Polizeieinheiten betroffen. Knapp 520 Mitarbeiter der Direktion für religiöse Angelegenheiten seien entlassen worden, hieß es im Amtsblatt weiter.

+++ 8.51 Uhr: Lindsay Lohan scheitert mit Klage gegen Videospiel +++

Die US-Schauspielerin Lindsay Lohan ist mit einer Klage gegen die Entwickler des Computerspiels "Grand Theft Auto V" vorerst gescheitert. Das teilte das oberste Gericht von New York mit. Lohan wirft dem Spieleentwickler Take-Two Interactiv vor, die Figur Lacey Jonas ohne ihr Einverständnis nach ihrem Vorbild geschaffen zu haben. So seien Kleidung, Frisur, Stimme und die auf Werbefotos zu sehende Pose der Figur - das Zeigen des Peace-Zeichens - Lohan ungefragt nachempfunden worden. 2014 hatte die 30 Jahre alte Schauspielerin deshalb Klage eingereicht und Schadenersatz gefordert. 

Das Gericht urteilte nun, dass die Figur durch den ersten Zusatzartikel der US-Verfassung, der unter anderem die Meinungsfreiheit beinhaltet, geschützt sei. Das Spiel nutze weder den Namen, noch die Stimme oder echte Fotos von Lohan, die Handlung finde außerdem in einer fiktiven Stadt (San Andreas) statt. Lohan kann gegen das Urteil in Berufung gehen. Ob sie einen neuen Anlauf wagt, teilte die 30-Jährige zunächst nicht mit. 

+++ 8.25 Uhr: Bericht: Bundesregierung will sich von Armenien-Resolution distanzieren +++

Die Bundesregierung will nach "Spiegel"-Informationen mit einer Distanzierung von der Armenien-Resolution des Bundestages erreichen, das die türkische Regierung deutsche Abgeordnete wieder die Soldaten der Bundeswehr in Incirlik besuchen lässt. Das Kanzleramt und das Auswärtige Amt in Berlin hätten sich darauf geeinigt, dass Regierungssprecher Steffen Seibert vor die Presse treten und sich im Namen der Regierung von der Armenien-Resolution des Bundestages distanzieren solle, berichtete "Spiegel Online".

Am 2. Juni hatte der Bundestag die ab 1915 im damaligen Osmanischen Reich an den Armeniern begangenen Massaker als Völkermord eingestuft und damit die Türkei erbost. Daraufhin verweigerte die Regierung in Ankara deutschen Abgeordneten den Besuch des Luftwaffenstützpunktes Incirlik im Osten der Türkei. Von dort fliegt die internationale Militärkoalition gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak ihre Einsätze. Auch Aufklärungs-Tornados der Bundeswehr sind beteiligt.

+++ 7.16 Uhr: Fluglinie verwechselt Kinder und schickt sie in falsche Städte +++

Der US-Fluglinie Jet Blue ist ein schlimmer Fehler unterlaufen: Das Unternehmen verwechselte offenbar zwei Jungen und brachte sie in falsche Städte, wie die "New York Daily News" berichtet. Demnach landete ein 5-Jähriger, der alleine aus der Dominikanischen Republik nach New York City fliegen sollte, in Boston. Seine panische Mutter Maribel Martinez wartete vergeblich auf ihn am John F. Kennedy Flughafen in der Millionenmetropole. "Ich dachte, mein Sohn wurde gekidnapped und dass ich ihn nie wieder sehen würde", sagte sie der Zeitung.

Ahnungslose Mitarbeiter der Fluglinie brachten kurz nach der Landung einen 5-Jährigen zu der Frau, hieß es. Doch sie kannte das Kind nicht. "Das ist nicht mein Sohn", sagte sie. Es stellte sich heraus, dass der Fremde nach Boston hätte fliegen müssen - dort, wo nun ihr Sohn fest saß. Martinez will Jet Blue nun verklagen. Eine Stellungnahme der Fluglinie blieb bislang aus.

+++ 6.31 Uhr: Spektakulärer Feuerkranz am Himmel über Afrika +++

Am Himmel über Afrika hat sich am Donnerstag ein spektakuläres und sehr seltenes Naturschauspiel ereignet: Bei der so genannten Feuerkranz-Sonnenfinsternis schob sich der Mond genau zwischen Erde und Sonne - jedoch ohne die Sonne gänzlich abzudecken, so dass sie kranzförmig hinter den Rändern des dunklen Monds hervorschien.

Am wolkenlosen Himmel war das Ereignis prächtig zu beobachten - jedoch nur auf einem rund hundert Kilometer breiten Landstreifen von Zentralafrika über die Inseln Madagaskar und La Réunion im Indischen Ozean.

Auf der französischen Insel La Réunion verfolgten zahlreiche Menschen das Himmelsspektakel, das nach genau zwei Minuten und 33 Sekunden wieder vorbei war. "Ich wollte es unbedingt miterleben, weil selbst meine Töchter zu alt wären, um die nächste Kranzfinsternis in 200 Jahren zu sehen", sagte der Bewohner Jeremy Grondin. Der Astronom Pascal Descamps von der Pariser Sternwarte sprach von einem "magischen Moment".

+++ 6.22 Uhr: Frankreichs Innenminister will Flüchtlingscamp in Calais schließen lassen +++

Die französischen Behörden wollen einen neuen Anlauf zur Schließung des Flüchtlingscamps in Calais nehmen. Das Lager solle in mehreren Schritten geräumt und abgebaut werden, wobei er "mit der größten Entschlossenheit" vorgehen wolle, sagte der französische Innenminister Bernard Cazeneuve der Regionalzeitung "Nord Littoral". 

Noch in diesem Jahr sollten 8000 weitere Unterkunftsplätze geschaffen werden, um die Flüchtlinge zum freiwilligen Verlassen des Lagers zu bewegen, sagte der Minister. Derzeit sei in Calais die Rekordzahl von 1900 Polizisten im Einsatz. 200 weitere sollten bald hinzukommen, um im Vorgehen gegen die illegalen Ärmelkanal-Überquerungen "den Kampf zu verstärken".

Cazeneuve äußerte sich kurz vor seinem Besuch in dem Lager, das im Volksmund auch als "Dschungel" tituliert wird. Die Behörden hatten schon mehrere Versuche unternommen, das Lager zu schließen.

+++ 6.20 Uhr: Wertverlust bei Modehändlern drückt Rocket Internet tief ins Minus +++

Die Berliner Start-up-Fabrik Rocket Internet ist vor allem wegen Wertberichtigungen bei mehreren Modehändlern tief ins Minus gerutscht. Im ersten Halbjahr gab es einen Verlust von 617 Millionen Euro, wie das Berliner Unternehmen mitteilte. Die Global Fashion Group habe die Bilanz mit 383 Millionen Euro belastet. Die Bewertung des Bereichs war bei der im April gestarteten Finanzierungsrunde von 2,8 Milliarden Euro im Vorjahr auf eine Milliarde Euro gesunken.

Rocket Internet hält Beteiligungen an Online-Firmen, mit dem Fokus auf Online-Handel sowie Essenszustellung. Rocket-Chef Oliver Samwer bekräftigte auch nach dem Halbjahresverlust das Ziel, bis Ende 2017 drei Beteiligungen operativ profitabel zu machen. Bisher schreiben sie allesamt rote Zahlen. Samwer betont, im Online-Handel seien Anfangsjahre mit hohen Investitionen und Verlusten nötig.

Der Halbjahresumsatz der Rocket-Holding, bei der unter anderem Verwaltungsaufgaben liegen, fiel im Jahresvergleich von 71 auf 29 Millionen Euro. Ausführliche Zahlen soll es am 22. September geben.

kis DPA AFP

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