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News des Tages: Mehr als 20 Verletzte bei Unruhen am Tempelberg

Elon Musk: "Hyperloop" mündlich genehmigt +++ Gabriel gibt Statement zu Türkei-Spannungen ab +++ Kinderporno-Razzia in Deutschland +++ AfD blickt sorgenvoll auf Wahlkampf +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Unruhen Jerusalem

Wegen Unruhen in Jerusalem kontrollieren israelische Grenzpolizisten Palästinenser am Löwentor

Die Nachrichten des Tages.

+++ 23.13 Uhr: Mondgestein-Beutel für 1,8 Millionen Dollar versteigert +++

Ein Beutel für Mondgestein ist in New York für rund 1,8 Millionen Dollar versteigert worden. Wer den kleinen weißen Reißverschlussbeutel mit der Aufschrift "Lunar Sample Return" für umgerechnet etwa 1,6 Millionen Euro kaufte, mit dem der 2012 gestorbene Astronaut Neil Armstrong 1969 Steinproben vom Mond zurückbrachte, teilte das Auktionshaus Sotheby's nach der Versteigerung zunächst nicht mit. Am Donnerstag jährte sich die erste Mondlandung zum 48. Mal. Ursprünglich hatte sich das Auktionshaus für den Beutel, in dem keine Steine mehr sind, aber noch ein Rest Mondstaub, bis zu vier Millionen Dollar erhofft. Das Täschchen war nach dem Ende der Mission fehlerhaft ausgezeichnet worden und fast im Müll gelandet. Ein weiteres Stück der Raumfahrt-Auktion bei Sotheby's brachte dagegen deutlich mehr ein als erwartet. Der komplette Flugplan der "Apollo 13"-Mission wurde nach einem Wettstreit zwischen neun Bietern für 275.000 Dollar verkauft, dabei hatte sich das Auktionshaus nur rund 40.000 Dollar dafür erhofft. 

+++ 22.11 Uhr: Mehr als 20 Verletzte bei Unruhen am Tempelberg +++

Bei neuer Gewalt am Tempelberg in Jerusalem sind am Donnerstagabend mehr als 20 Palästinenser verletzt worden. Nach Angaben des palästinensischen Roten Halbmonds wurden zwei Menschen mit schweren Schussverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Eine israelische Polizeisprecherin teilte mit, Dutzende Muslime hätten in der Altstadt Steine und Glasflaschen auf Polizisten geworfen. Israel hat seine Sicherheitskräfte aus Furcht vor einer neuen Eskalation der Gewalt am Freitag in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Hintergrund der angespannten Lage sind verschärfte Sicherheitskontrollen für Muslime am Tempelberg.

+++ 22.01Uhr: Freiburg trifft in Europa-League-Qualifikation auf Domzale +++

Der SC Freiburg bekommt es in der 3. Qualifikationsrunde für die Europa League mit dem slowenischen Pokalsieger NK Domzale zu tun. Die Slowenen setzten sich im entscheidenden Zweitrunden-Rückspiel mit 3:2 (1:2) gegen den isländischen Pokalsieger Valur Reykjavik durch. Zuvor hatte Domzale bereits das Hinspiel in Island mit 2:1 gewonnen. Die 3. Qualifikationsrunde ist die letzte Hürde auf dem Weg in die Playoffs um die Teilnahme an der Gruppenphase. Das Hinspiel gegen Domzale findet am kommenden Donnerstag im Freiburger Schwarzwald-Stadion statt. Das Rückspiel folgt am 3. August.


+++ 21.56 Uhr: Elon Musk: Untergrund-"Hyperloop" mündlich genehmigt +++

Tesla-Chef Elon Musk hat laut eigenen Angaben eine mündliche Genehmigung der US-Regierung für ein geplantes Hochgeschwindigkeits-Transportsystem an der Ostküste erhalten. Die Untergrund-Magnetbahn, die Musk vorschwebt, solle die Strecke zwischen New York City und der US-Hauptstadt Washington in 29 Minuten schaffen, twitterte der Tech-Milliardär. Bislang braucht die schnellste Eisenbahnverbindung knapp drei Stunden dafür. Allerdings bleiben zahlreiche Fragen ungeklärt.

+++ 21.53 Uhr: Kaffeemaschine defekt: Flugzeug landet außerplanmäßig auf Zypern +++

Wegen einer defekten Kaffeemaschine an Bord ist eine Lufthansa-Maschine am Donnerstag außerplanmäßig auf Zypern gelandet. Der Flug mit der Nummer LH 608 war am Nachmittag in München gestartet und hatte das Ziel Riad (Saudi-Arabien). Der Airbus landete allerdings in Larnaka (Zypern), weil die Crew einen undefinierbaren Geruch wahrgenommen habe, teilte eine Lufthansa-Sprecherin mit. Die 186 Passagiere hätten das Flugzeug normal verlassen. Es werde nun geprüft, ob die Kaffeemaschine ausgebaut und der Flug noch am Abend fortgesetzt werden kann.

+++ 21.34 Uhr: Exhumierung der sterblichen Überreste von Dalí hat begonnen +++

Die Exhumierung der sterblichen Überreste des spanischen Künstlers Salvador Dalí hat begonnen. Bis zum Freitagmorgen sollen die Arbeiten an seinem Grab im Museum im nordostspanischen Figueres abgeschlossen sein, wie die Dalí-Stiftung mitteilte. Ende Juni wurden DNA-Tests angeordnet, weil die 61-jährige Pilar Abel Martínez seit Jahren behauptet, die einzige Tochter des berühmten Malers zu sein. Ergebnisse würden in wenigen Wochen erwartet, sagte Abels Anwalt Enrique Blánquez. Die DNA-Proben werden direkt von seinem Grab in dem katalonischen Dalí-Museum entnommen und sollen anschließend zur Untersuchung nach Madrid geschickt werden. Die transparente Kuppel des Museums wurde am Donnerstag abgedeckt, um zu verhindern, dass Drohnen Fotos von der Exhumierung machen.

+++ 19.51 Uhr: Junge französische Sängerin stirbt während Konzert auf der Bühne +++

Eine französische Sängerin ist während eines Konzerts mutmaßlich durch einen Stromschlag ums Leben gekommen. Wie die Behörden mitteilten, ereignete sich der tragische Vorfall in einer Bergkirche im Südwesten Frankreichs. Barbara Weldens brach während eines nächtlichen Stromausfalls plötzlich auf der Bühne zusammen, herbeigeeilte Sanitäter konnten die 35-Jährige nicht wiederbeleben. Die Folk-Sängerin trat bei einem Festival im Dorf Gourdon auf. Derzeit gibt es in der Region viele Gewitter. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein. Weldens hatte im Februar ihr erstes Studioalbum herausgebracht.

+++ 19.16 Uhr: 44-Jähriger stürzt sich während Polizeieinsatzes vom Balkon +++

Während eines Polizeieinsatzes in Berlin hat sich ein 44-Jähriger von einem Balkon gestürzt und ist später an seinen Verletzungen gestorben. Vorausgegangen war ein Missverständnis mit der Polizei über einen vermeintlichen Haftbefehl, wie die Behörde mitteilte. Als die Beamten am Mittwochnachmittag die Personalien des Mannes überprüften, wurde ihnen mitgeteilt, dass dieser per Haftbefehl wegen einer nicht gezahlten Geldstrafe gesucht werde. Dies stellte sich später aber als falsch heraus. Wie es zu der Falschinformation kommen konnte, wurde am Abend noch geprüft. Als die Beamten den 44-Jährigen über den Haftbefehl aufgeklärt hatten, gab der Mann vor, für den Haftaufenthalt packen zu wollen. Statt aber Kleidung vom Wäscheständer auf dem Balkon zu holen, kletterte er über die Brüstung und ließ sich aus dem vierten Stock fallen, so die Polizei. Trotz Notoperation starb er am Abend.

+++ 18.14 Uhr: Salafisten aus Moscheeverein "Fussilet" als Terrorhelfer verurteilt +++

Der ehemalige Vorsitzende des mittlerweile verbotenen Berliner Moscheevereins "Fussilet 33", in dem auch Anis Amri verkehrte, ist zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Staatsschutzsenat des Kammergerichts Berlin sprach den 43 Jahre alten Angeklagten der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland schuldig. Ein 45-jähriger Angeklagter wurde ebenfalls zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt, er war den Angaben zufolge Kassenwart im Verein. Den Moscheeverein besuchte auch Amri, der islamistische Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt. 

+++ 17.53 Uhr: Frau und drei Kinder tot - Verdächtiger in Schweden gefasst +++

In Schweden soll ein Mann eine Frau und drei kleine Kinder getötet haben. Die Polizei hat ihn unter Mordverdacht verhaftet, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur in Göteborg mitteilte. Unklar war zunächst, ob es sich bei dem Verdächtigen um den Vater der zwei bis acht Jahre alten Kinder oder einen anderen Familienangehörigen handelt.

Ein Nachbar hatte den Notdienst wegen eines vermuteten Feuers in dem Haus im Norden von Göteborg alarmiert. Rettungskräfte fanden dann in der Wohnung die Leiche der Frau und eines Kindes - sowie zwei schwer verletzte Kinder, die später starben. "Die vier Leichen weisen Verletzungen auf, die nicht von einem Feuer stammen können", sagte Polizeisprecher Thomas Fuxborg. 

+++ 17.44 Uhr: Aktivisten: 28 syrische Regierungssoldaten in Hinterhalt getötet +++

Islamistische Rebellen haben nach Angaben von Aktivisten mindestens 28 Regierungssoldaten in der syrischen Region Ost-Ghuta getötet. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte am Donnerstag mit, die Rebellen hätten aus dem Hinterhalt angegriffen, als die Soldaten in die Stadt Al-Rihan vorrücken wollten. Nach Angaben des Leiters der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, war es der tödlichste Angriff auf Regierungstruppen in der Region seit fast anderthalb Jahren.

+++ 17.29 Uhr: Elf Soldaten und Polizisten bei Anschlägen in Afghanistan getötet +++

Bei zwei Anschlägen in Afghanistan sind elf Sicherheitskräfte ums Leben gekommen. Radikalislamische Taliban griffen eine Militärbasis in der südlichen Provinz Kandahar an und töteten fünf Soldaten sowie zwei Polizisten, wie es aus dem Verteidigungsministerium und von der örtlichen Polizei hieß. Vier weitere Polizisten wurden in der östlichen Provinz Nangarhar nach Angaben der Provinzregierung durch eine am Straßenrand versteckte Bombe getötet. Der TV-Sender ToloNews berichtete sogar von 16 Toten aufseiten der Regierungskräfte bei dem Überfall auf die Militärbasis im Bezirk Schah Walkot, auf der Soldaten und Polizisten gemeinsam untergebracht sind. 

+++ 17.22 Uhr: Polizei nimmt 15-Jährigen wegen Spielzeugpistole fest +++

Mit gezogenen Waffen haben Polizisten am Düsseldorfer Hauptbahnhof einen 15-Jährigen gestellt, der mit einer täuschend echt aussehenden Spielzeugpistole unterwegs war. Eine Frau hatte der Polizei gemeldet, dass ein Junge mit einer Waffe im Hosenbund am Bahnhof herumlaufe, wie die Ermittler mitteilten. Die Beamten zögerten nicht und forderten den 15-Jährigen mit vorgehaltenen Pistolen auf, sich sofort auf den Boden zu legen. Anschließend legten sie ihm Handschellen an und durchsuchten ihn. Dabei fanden sie die Spielzeugpistole und ein Cuttermesser. Ausweisen konnte sich der Junge mit seinem Schülerausweis. Seine Mutter durfte ihn dann auf dem Polizeirevier abholen. Ein Anscheinswaffe mit sich zu führen, wie es im Amtsdeutsch heißt, ist eine Ordnungswidrigkeit.

+++ 17.12 Uhr: Ermittler in den USA und Europa schließen zwei "Darknet"-Plattformen +++

Fahnder in den USA und Europa haben zwei große Online-Plattformen für den Handel mit Drogen, Hacker-Software und Waffen im sogenannten Darknet geschlossen. Wie US-Justizminister Jeff Sessions mitteilte, waren auf den Websites AlphaBay und Hansa im versteckten Teil des Internets, der über normale Suchmaschinen nicht zugänglich ist, tausende Händler weltweit mit mehr als 200.000 Kunden verbunden. Das Vorgehen der Behörden sei ein klares Signal an die Betreiber und Interessenten, dass sie "entdeckt werden, ihre Organisationen und Netzwerke zerschlagen werden und wir sie strafverfolgen", sagte Sessions. "Sie sind nicht sicher, Sie können nichts verbergen." Den Angaben zufolge wurde auf den beiden Plattformen unter anderem mit harten Drogen wie Fentanyl gehandelt. Das Opioid wird medizinisch bei der Behandlung schwerer Schmerzen eingesetzt. Es fällt unter das Betäubungsmittelgesetz. Es wird aber auch von Drogensüchtigen konsumiert und kann bei Missbrauch tödlich wirken.  

+++ 16.46 Uhr: US-Justizminister Sessions will trotz Trump-Kritik im Amt bleiben +++

Trotz der massiven Kritik von Donald Trump an seiner Person will US-Justizminister Jeff Sessions im Amt bleiben. "Ich habe die Absicht, dies so lange zu tun, wie es angemessen ist", antwortete Sessions auf entsprechende Fragen bei einer Presskonferenz in Washington. Trump hatte den Minister zuvor in scharfen Worten abgekanzelt und ihm "extrem unfaires" Verhalten vorgeworfen.

+++ 16.42 Uhr: Diskussionen wegen zu hellhäutiger Beyoncé bei "Madame Tussauds" +++

Der New Yorker Ableger des Londoner Wachsfigurenmuseums "Madame Tussauds" macht mit einer angeblich zu hellhäutigen Beyoncé-Figur von sich reden. Die neue Figur der Popsängerin gleiche ihrer Hautfarbe nach eher Lindsey Lohan, Jessica Simpson, Britney Spears oder Mariah Carey, schrieben Nutzer auf Twitter. Einige verwendeten den Hashtag #TussaudsSoWhite in Anspielung an das Stichwort #OscarsSoWhite, das in der Kontroverse um überwiegend weiße nominierte Schauspieler bei der Oscar-Verleihung genutzt worden war.

Das Museum wies die Kritik zurück und erklärte, die Beleuchtung sowie Blitzlichter beim Fotografieren könnten Gründe für abweichende Hauttöne sein. "Unser talentiertes Bildhauer-Team tut alles, um sicherzustellen, dass wir unsere Wachsfiguren mit den dargestellten Prominenten farblich abstimmen", sagte eine Sprecherin. Auf Abweichungen wegen der Beleuchtung in den Ausstellungsräumen und durch Blitzlicht hätten die Bildhauer aber keinen Einfluss.

+++ 16.36 Uhr: Bundesanwaltschaft klagt bundesweit aktiven Islamistenprediger Abu Walaa an +++

Die Bundesanwaltschaft hat den als maßgebliche Schlüsselfigur der radikalislamischen Szene in Deutschland geltenden Prediger Ahmad Abdulaziz Abdullah A. angeklagt. Der 33-Jährige, der sich selbst auch Abu Walaa nennt, werde der Mitgliedschaft in der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verdächtigt, teilte die Karlsruher Behörde mit. Zusammen mit vier Mitangeklagten habe er ein überregionales Netzwerk gebildet.

+++ 15.47 Uhr: Neun Jahre Haft für Mutter wegen Totschlags an Baby +++

Wegen Totschlags an ihrem neugeborenen Baby ist eine junge Mutter aus Hessen zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Auch wenn das Kind bis heute verschwunden ist, sah es das Landgericht Limburg als erwiesen an, dass die 23-Jährige ihr Kind kurz nach der Geburt im Dezember 2015 getötet hat. Die Frau aus Waldsolms im Lahn-Dill-Kreis hatte in dem sieben Monate laufenden Indizienprozess geschwiegen. Ihre Verteidiger hatten Freispruch für sie gefordert, die Staatsanwaltschaft elf Jahre Haft wegen Totschlags. Angeklagt war die Frau ursprünglich wegen Mordes.

+++ 15.36 Uhr: Selbsternannter "Emir" wegen Terrorunterstützung zu sechs Jahren Haft verurteilt +++

Gefängnisstrafe für den selbsternannten Berliner "Emir" Ismet D.: Der ehemalige Vorsitzende des inzwischen verbotenen Moscheevereins "Fussilet 33" ist wegen Unterstützung der in Syrien aktiven Dschihadistengruppe Dschunud al-Scham zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Der Staatsschutzsenat des Kammergerichts der Hauptstadt sah es als erwiesen an, dass er die Organisation von Berlin aus durch finanzielle und organisatorische Hilfe förderte.

Den wegen derselben Vorwürfe mitangeklagten Emin F. verurteilte das Gericht ebenfalls zu sechs Jahren Haft. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin erklärte der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung, der 43-jährige D. sei eine "Schlüsselfigur der islamistischen Szene Berlins" gewesen. Er habe in Predigten und Unterrichtseinheiten für den bewaffneten Dschihad geworben.

+++ 15.20 Uhr: Polnisches Parlament verabschiedet umstrittenes Gesetz zum Obersten Gerichtshof +++

Trotz massiver Proteste hat das polnische Parlament ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, mit dem der Oberste Gerichtshof des Landes unter Regierungskontrolle gestellt werden soll. Die Abgeordneten des von der rechtskonservativen Regierungspartei PiS kontrollierten Unterhauses stimmten mit 235 Ja-Stimmen für das Gesetz, 192 Parlamentarier stimmten dagegen, es gab 23 Enthaltungen. Gemäß dem Gesetzesvorhaben soll der Justizminister künftig die Macht haben, die Richterkandidaten für den Obersten Gerichtshof auszuwählen.

+++ 15.17 Uhr: Verdächtiger Gegenstand - Terminal in Berlin-Schönefeld gesperrt +++

Am Flughafen Berlin-Schönefeld ist ein verdächtiger Gegenstand gefunden worden. Das Terminal D wurde abgesperrt und geräumt, wie die Bundespolizei Berlin auf Twitter schrieb. Spezialkräfte seien vor Ort. Der Flughafen teilte ebenfalls auf Twitter mit, dass die Ermittlungen liefen und es zu Verspätungen kommen könne.

+++ 15.01 Uhr: Zwei Jugendliche bei leichtsinniger Moped-Fahrt schwer verletzt +++

Zwei Jugendliche sind bei einer gefährlichen Moped-Spritztour auf der Autobahn in Thüringen schwer verletzt worden. Der 16 Jahre alte Fahrer und seine 15 Jahre alte Begleiterin waren kurz vor Mitternacht mit ihrem Moped verbotenerweise auf die Autobahn bei Weimar gefahren und von einem Auto erfasst worden, wie die Autobahnpolizei berichtete. "Es war dunkel, regnete stark und obendrein war ihr Moped hinten unbeleuchtet", heißt es im Polizeibericht. Eine 22 Jahre alte Autofahrerin sah das Moped zu spät, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Mädchen über den Wagen geschleudert und ebenso wie der 16-Jährige schwer verletzt. Warum die Jugendlichen die leichtsinnige Tour gewagt hatten, war zunächst unklar.

+++ 14.59 Uhr: Mindestens neun Soldaten in der Ostukraine getötet +++

Trotz mehrerer Anläufe für eine Waffenruhe sind im ostukrainischen Kriegsgebiet bei Kämpfen mindestens neun Soldaten getötet worden. Fünf weitere seien verletzt worden, sagte Armeesprecher Andrej Lyssenkoin Kiew. Sechs der Opfer seien bei einer Minenexplosion umgekommen. Die von Russland unterstützten Aufständischen hätten in der Nacht das Feuer mit schwerer Artillerie und Panzern eröffnet. Bereits am Vortag waren zwei Regierungssoldaten getötet und vier verwundet worden. Die von Moskau unterstützen Aufständischen warfen ihrerseits den Regierungstruppen den Beschuss der westlichen Vorstadt von Donezk vor. Ein Kämpfer sei dabei getötet, mindestens drei Zivilisten seien verletzt worden, sagte Separatistensprecher Eduard Bassurin.

+++ 14.51 Uhr: Koks per Lieferservice - sechs Männer auf der Anklagebank +++

Gegen eine mutmaßliche Drogenbande, die in Berlin eine Art Kokain-Lieferservice gegründet haben soll, hat der Prozess vor dem Landgericht begonnen. Angeklagt sind sechs Männer im Alter von 19 bis 37 Jahren. Ihnen werden insgesamt 62 Taten zur Last gelegt. Fünf der Verdächtigen sollen seit Dezember 2016 als Bande agiert und in wechselnder Beteiligung Rauschgift an Endabnehmer verkauft haben. Ob sich die Angeklagten zu den Vorwürfen äußern werden, blieb zu Beginn der Verhandlung zunächst offen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass ein 28-Jähriger der Koordinator der Gruppe war. Ein 26-Jähriger sei mit der Auslieferung von Kokain und der Eintreibung von Schulden betraut gewesen. Ein 37-Jähriger habe eine Bunkerwohnung in Berlin-Reinickendorf zur Verfügung gestellt. Zwei 19- und 20-Jährige sollen als sogenannte Läufer eingesetzt worden sein.

+++ 14.21 Uhr: Frau stürzt beim Putzen aus dem Fenster und stirbt +++

Eine Frau ist in Sachsen-Anhalt beim Fensterputzen aus dem vierten Stock eines Hauses gestürzt und gestorben. Die 65-Jährige habe in Barleben im Kreis Börde nach ersten Ermittlungen das Gleichgewicht verloren, teilte die Polizei mit. Sie erlag noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Ein Seelsorger betreute ihren Ehemann. Er kam vorsichtshalber in eine Klinik.

+++ 14.20 Uhr: CIA stellt laut Bericht Unterstützungsprogramm für syrische Rebellen ein +++

Der US-Geheimdienst CIA stellt nach Informationen der "Washington Post" nach vier Jahren seine Unterstützung für syrische Rebellen ein, die gegen den Machthaber Baschar al-Assad kämpfen. Der verdeckte Einsatz zur Unterstützung der Assad-Gegner habe nur eine eingeschränkte Wirkung gehabt, berichtete die Zeitung unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Der Effekt sei insbesondere seit dem Eingreifen der russischen Armee an der Seite der syrischen Regierungstruppen gering gewesen. US-Präsident Donald Trump habe daher nach einem Treffen mit CIA-Chef Mike Pompeo und dem Nationalen Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster vor knapp einem Monat die Entscheidung gefällt, das CIA-Programm zu beenden, schrieb die "Washington Post" weiter. Vertreter des Weißen Hauses und der CIA wollten sich zu dem Bericht nicht äußern.

+++ 14.17 Uhr: Ankara wirft Berlin "große politische Verantwortungslosigkeit" vor +++

Nach der Verschärfung der Reisehinweise für die Türkei hat Ankara der Bundesregierung eine "große politische Verantwortungslosigkeit" vorgeworfen. Das sagte der Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, Ibrahim Kalin, vor Journalisten. Angesichts der zahlreichen Konflikte mit der Türkei hatte Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) kurz zuvor eine "Neuausrichtung" der Politik der Bundesregierung gegenüber Ankara angekündigt, darunter die verschärften Reisehinweise.

+++ 13.56 Uhr: Einflussreicher US-Senator McCain wegen Hirntumors operiert +++

Bei dem einflussreichen US-Senator und ehemaligen Präsidentschaftsbewerber der Republikaner, John McCain, ist ein Hirntumor entdeckt worden. Das Krebsgeschwür sei bei einer Operation vollständig entfernt worden, teilte sein Büro in Washington mit. Noch ist unklar, wann der 80-Jährige in den Senat zurückkehren kann - dort hoffen die Republikaner bei der Gesundheitsreform auf die Unterstützung von McCain, der US-Präsident Donald Trump schon häufig deutlich kritisiert hat.

Zuletzt waren die Beratungen des US-Kongresses über die Gesundheitsreform verschoben worden, weil McCain sich wegen eines Blutgerinnsels über dem Auge einer Operation unterziehen musste. Im Zuge dieser Operation sei ein damit zusammenhängender Hirntumor festgestellt worden, teilte McCains Büro nun mit. Es habe sich bei dem Tumor um ein Glioblastom gehandelt, wurde in der Erklärung die Mayo Clinic in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona zitiert. "Der Senator und seine Familie prüfen nun weitere Behandlungsoptionen", hieß es. Möglich sei eine Kombination aus Chemotherapie und Bestrahlung. 

+++13.54 Uhr: Ödzemir warnt vor Gleichschaltung türkischer Vereine in Deutschland +++

Grünen-Chef Cem Özdemir hat vor einer Gleichschaltung türkischer Vereine in Deutschland durch die Regierung in Ankara gewarnt. In immer mehr Moscheen werde der Vorstand ausgewechselt und kritische Vertreter verließen die Organisationen, sagte Özdemir in Berlin. Dazu vermisse er eine Stellungnahme der Bundesregierung.

+++ 13.47 Uhr: Mutter und zwei Kinder verbrennen im slowakischen Ferienhaus +++

Eine 41-jährige Frau und ihre zwei Kinder sind beim Brand eines Ferienhäuschens in der Slowakei ums Leben gekommen. Wie eine Feuerwehrsprecherin am Donnerstag berichtete, überlebte nur der Vater der vierköpfigen Familie. Er wurde bei dem Feuer verletzt. Die Ursache des Brands war zunächst noch unklar.

+++ 13.22 Uhr: Amnesty wirft Kamerun Kriegsverbrechen im Kamapf gegen Boko Hram vor +++

m Kampf gegen die Terrormiliz Boko Haram hat Kamerun Menschenrechtlern zufolge brutale Folter eingesetzt. Amnesty International habe 101 Fälle von Menschen dokumentiert, die zwischen 2013 und 2017 von Sicherheitskräften - oftmals ohne Beweise - der Unterstützung der Terrorgruppe beschuldigt und gefoltert wurden, wie die Organisation am Donnerstag mitteilte. Einige Gefangene seien auch getötet worden.

+++ 13.20 Uhr: 23-Jähriger steht nach Anschlagsdrohung auf Disco vor Gericht +++

Rund vier Monate nach einer Anschlagsdrohung auf eine Diskothek im badischen Offenburg hat der Prozess gegen einen heute 23-Jährigen begonnen. Der aus der islamisch geprägten russischen Teilrepublik Tschetschenien stammende Mann habe im März in einem Chat im Internet einen Anschlag auf eine Diskothek angedroht und einen islamistischen Hintergrund genannt, sagte der Staatsanwalt zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Offenburg am Donnerstag. Die Drohung löste einen Großeinsatz der Polizei aus, die Diskothek wurde geräumt. Zu einem Anschlag kam es nicht. Der Mann wurde festgenommen. 

+++ 12.26 Uhr: Audi entschuldigt sich für als sexistisch kritisierte Werbung in China +++

Nach heftiger Kritik an einer Werbung des Autobauers Audi in China hat sich das deutsche Unternehmen entschuldigt und das als sexistisch verurteilte Video zurückgezogen. Die Öffentlichkeit sehe die Werbung als "respektlos Frauen gegenüber", erklärte die Audi-Sparte für Gebrauchtwagen in ihrer "aufrichtigen Entschuldigung". Die Audi AG drückte in einer eigenen Erklärung ihr "tiefes Bedauern" über jegliche Beleidigung durch die Werbung aus. Das Video entspreche "in keiner Weise" den Werten des Unternehmens. In der chinesischen Werbung für die Gebrauchtwagen-Sparte von Audi testet eine Schwiegermutter während der Hochzeit ihres Sohnes dessen Braut wie ein Stück Vieh. So öffnet sie ihr gewaltsam den Mund, um die Zähne zu überprüfen. Mit dem Video soll offensichtlich suggeriert werden, dass ein Auto vor dem Kauf ebenso gründlich durchgecheckt werden sollte wie eine Braut vor der Hochzeit.

+++ 12.21 Uhr: Neuer Anwalt will Kinderschänder Dutroux bis 2021 aus der Haft holen +++

Der belgische Kinderschänder und Mörder Marc Dutroux hofft, mit Hilfe seines neuen Anwalts bis 2021 aus der Haft entlassen zu werden. Der zu lebenslanger Haft verurteilte Sexualstraftäter solle nach seiner Freilassung in ein Kloster überwiesen oder mit einer Fußfessel in seinem Haus leben, sagte der Anwalt Bruno Dayez der belgischen Zeitung "Sudpresse".

2021 hätte Dutroux 25 Jahre seiner Strafe abgesessen. Dayez übernahm vor einem Jahr das Mandat und hat sich somit vier Jahre Zeit gegeben, Dutroux aus dem Gefängnis zu holen. Bis dahin will er Dutrouxs Haftbedingungen dem Bericht zufolge verbessern. "Eine Strafe ist sinnlos, wenn sie kein Ende hat", erklärte Dayez in dem Interview. Jeder Mensch brauche Hoffnung. Dutroux, der in Charleroi lebte, hatte in den 1990er Jahre sechs Mädchen entführt und vergewaltigt. Zwei von ihnen konnten gerettet werden, zwei wurden verhungert in einem seiner Häuser in Marcinelle unweit von Charleroi gefunden, zwei weitere hatte Dutroux bei lebendigem Leib im Garten eines weiteren Hauses in dem Ort begraben. 1996 wurde er festgenommen, 2004 zu lebenslanger Haft verurteilt. 

+++ 12.20 Uhr: Drei Tote bei Autounfall im Allgäu - ein Mitfahrer im Kofferraum +++

Drei Menschen sind bei einem schweren Autounfall in Bayern ums Leben gekommen. Drei andere wurden lebensgefährlich verletzt - einer von ihnen fuhr im Kofferraum mit. Die sechs jungen Leute saßen in einem Auto, wie die Polizei berichtete. Die 23 Jahre alte Fahrerin hatte auf einer Landstraße im Ostallgäu in der Nacht zum Donnerstag die Kontrolle über den Kleinwagen verloren und war gegen einen Baum geprallt. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte das Fahrzeug noch gegen einen zweiten Baum. Die drei Mitfahrer auf der Rückbank im Alter von 20 bis 27 Jahren starben noch an der Unfallstelle. Die Fahrerin, ihr Beifahrer (21) und der 27-Jährige, der ungesichert im Kofferraum saß, wurden mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Wer den Notruf verständigte, war zunächst genauso unklar wie die Unfallursache.

+++ 12.18 Uhr: 79-jährige Raserin in Belgien zu Geldstrafe und Führerscheinentzug verurteilt +++

Weil sie in ihrem Porsche mit 238 Stundenkilometern über die Autobahn in Belgien raste, ist eine 79 Jahre alte Frau zu einer Geldstrafe und Führerscheinentzug verurteilt worden. Die mehrfache Großmutter muss nach der Entscheidung des Amtsgerichts in Namur 1200 Euro Strafe zahlen und darf 45 Tage lang kein Auto fahren, wie die belgische Zeitung "DH" berichtete. Auf belgischen Autobahnen sind maximal 120 Stundenkilometer erlaubt. Der Frau wurde deshalb nicht sofort eine Geldbuße auferlegt, stattdessen wurde sie vor Gericht bestellt.

Die 1937 geborene Raserin fuhr einen Porsche Boxster GTS, der laut Hersteller bis zu 280 Stundenkilometer fahren kann. Die nächtliche Ausfahrt hatte die ältere Dame nach eigenen Angaben unternommen, weil sie nicht schlafen konnte. Dass sie so schnell unterwegs war, habe sie gar nicht gemerkt, gab die Frau dem Bericht zufolge an. 

+++ 12.12 Uhr: Europäischer Gerichtshof prüft Aldis "Champagner Sorbet" +++

Im jahrelangen Rechtsstreit um ein von Aldi vermarktetes "Champagner Sorbet" könnte der deutschen Discounterkette eine Schlappe ins Haus stehen. Der zuständige Generalanwalt am Europäischen Gerichtshof äußerte am Donnerstag erhebliche Zweifel, ob die geschützte Ursprungsbezeichnung des weltberühmten französischen Schaumweins bei dem Eisdessert zu Recht genutzt wurde, um Käufer an die Kühltruhe zu locken. Bewerten soll dies aber aus Sicht des Gutachters letztlich der Bundesgerichtshof, der in Deutschland mit dem Fall betraut ist. Das ist auch zunächst nur eine rechtliche Bewertung des Gutachters. Das Urteil des EuGH steht noch aus.

Aldi Süd hatte das "Champagner Sorbet" eines belgischen Produzenten 2012 kurz vor Weihnachten im Sortiment, seitdem aber nach Unternehmensangaben nicht mehr. Das Eisdessert enthielt zwölf Prozent Champagner. Geklagt hat der französische Winzerverband "Comité Interprofessionnel du Vin de Champagne", der EU-Recht verletzt sieht. Er argumentiert, Aldi und sein Lieferant hätten sich zu Unrecht des exklusiven Images der Champagne für ihre Geschäfte bedient.

+++ 12.11 Uhr: Generalstaatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage gegen terrorverdächtigen Syrer +++

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen einen 25-jährigen Syrer wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrorvereinigung erhoben. Der Angeklagte soll sich Anfang 2014 in Syrien der Miliz Dschabhat al-Nusra angeschlossen haben, wie die Strafverfolgungsbehörde mitteilte. Nach dem Willen der Anklagebehörde soll sich der Syrer vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Dresden verantworten. Nach einer militärischen Ausbildung an Schusswaffen und im Häuserkampf soll der Syrer in der Provinz Idlib an Kampfaktionen gegen syrische Regierungstruppen teilgenommen und an der Entführung von Journalisten beteiligt gewesen sein. Der 25-Jährige befindet sich seit Februar in Untersuchungshaft. Das Ermittlungsverfahren gegen ihn gab der Generalbundesanwalt an die Generalstaatsanwaltschaft Dresden ab.

+++ 11.34 Uhr: Kurzzusammenfassung: Gabriel über Maßnahmen gegen Türkei +++

Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat die Entwicklung in der Türkei scharf kritisiert und Konsequenzen angekündigt. "Wir müssen zu einer Neuausrichtung unserer Türkei-Politik kommen", sagte Gabriel am Donnerstag in Berlin. Dies sei auch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem SPD-Vorsitzenden Martin Schulz abgestimmt. Auf die jüngsten Eskalationen im deutsch-türkischen Verhältnis habe die Bundesregierung wieder und wieder besonnen reagiert und gehofft, dass Vernunft auf der türkischen Seite zurückkehren werde. Wieder und wieder sei man aber enttäuscht worden. Gabriel verwies unter anderem auf die Verhaftung des deutschen Menschenrechtlers Peter Steudtner.

+++ 11.28 Uhr: Pressekonferenz von Gabriel beendet +++

Sigmar Gabriel hat seine Pressekonferenz nach einer Fragerunde mit Journalisten beendet. Zwar sprach der Außenminister Verschärfungen der Reise- und Sicherheitshinweise "für alle Bundesbürger" aus - um eine offizielle Reisewarnung handelt es sich aber offenbar nicht.

+++ 11.17 Uhr: Reise- und Sicherheitshinweise für Türkei werden verschärft +++

Gabriel hat neue Reise- und Sicherheitshinweise für die Türkei angekündigt. Diese könne man auf der Website des Auswertigen Amt ansehen. Auf Nachfrage bestätigt Gabriel, dass diese "für alle Bundesbürger" gelten.

+++ 11.12 Uhr: Neuausrichtung der Türkei-Politik +++

"Wir können nicht so weitermachen wie bisher, damit die Verantwortlichen in Ankara begreifen, dass eine solche Politik nicht möglich ist", sagt Gabriel. Es werde eine Neuausrichtung der Türkei-Politik geben. Dabei gehe es um Investitionen in die Türkei, sowohl aus Deutschland als auch der EU, aber auch um die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. 

+++ 11.07 Uhr: Gabriel: "Vorwürfe an den Haaren herbeigezogen" +++

Gabriel begrüßt die Gäste zu der Pressekonferenz über ein "schwieriges Thema". Der Bundesaußenminister habe die Thematik sowohl mit der Bundeskanzlerin und CDU-Parteivorsitzenden Angela Merkel und dem SPD-Parteivorsitzenden Martin Schulz abgesprochen.

Der Bundesaußenminister nennt die Verhaftung von Peter Steudtner und den Seminarteilnehmern "offensichtlich eine geplante und gut vorbereitete Aktion". Die Vorwürfe seien "unbegründet und an den Haaren herbeigezogen".

+++ 11.00 Uhr: Gleich: Gabriels Statement zum Umgang mit der Türkei +++

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel will im Außenministerium in Berlin über Maßnahmen gegen die Türkei sprechen. Ursprünglich sollte die Pressekonferenz um 10.30 Uhr beginnen. 

Gabriel hat seinen Urlaub unterbrochen, um persönlich einzugreifen. Nach der Verhaftung eines deutschen Menschenrechtlers muss der türkische Botschafter im Außenamt vorsprechen. 

Alle aktuellen Entwicklungen lesen Sie hier im stern-Liveticker.


+++ 10.48 Uhr: Sarah Wagenknecht: "Ich hätte gern ein Kind gehabt" +++

Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht wäre gerne Mutter geworden. "Ich hätte gern ein Kind gehabt, diese Leerstelle bleibt", sagte die 48-Jährige dem Magazin "Bunte". Irgendwann sei es zu spät gewesen. "Vorher ging es mir wie vermutlich vielen Frauen, die im Beruf sehr eingespannt sind: Man denkt, man hat noch viel Zeit. Und dann verfliegen die Jahre und plötzlich stellt man fest: Es ist vorbei", sagte die Fraktionsvorsitzende der Linken. Wagenknecht ist mit ihrem Parteifreund Oskar Lafontaine (73) verheiratet. Das Paar lebt im Saarland.

+++ 10.45 Uhr: Polizei weist Eindruck massiver Krawalle bei Schorndorfer Volksfest zurück +++

Die Ereignisse seien "nicht mit ähnlichen Vorkommnissen in der jüngeren Vergangenheit in Deutschland vergleichbar", erklärte das zuständige Polizeipräsidium Aalen. Es wurden demnach aber insgesamt 53 Straftaten angezeigt und damit fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Darunter waren neun Sexualdelikte.

Nach dem Volksfest vom Wochenende war vielfach von Randale bei der Veranstaltung die Rede. Vergleiche mit den Krawallen beim G20-Gipfel in Hamburg oder den massenhaften Übergriffen in der Silvesternacht in Köln von 2015 bis 2016 wiesen Verantwortliche aber zurück. Die Polizei verwies nun darauf, dass es Fehlinterpretationen wegen der Darstellung gegeben habe, dass sich rund tausend Jugendliche und junge Erwachsene versammelt hätten. Vielfach sei der gesamten Gruppe öffentlich unterstellt worden, an den Taten beteiligt gewesen zu sein. "Das entspricht jedoch nicht den Tatsachen", erklärte die Polizei.

+++ 10.21 Uhr: Wegen Kopfschuss verurteilter israelischer Soldat im Hausarrest +++

Ein wegen Totschlags an einem palästinensischen Attentäter verurteilter israelischer Soldat ist in den Hausarrest entlassen worden. Für Elor Asaria endete am Donnerstag der Militärdienst, wie israelische Medien berichteten. Weil es in seinem Fall noch keine endgültige Entscheidung gab, befand er sich bisher in einer Militärbasis im offenen Vollzug.

Der Soldat hatte im März 2016 einen verletzt am Boden liegenden palästinensischen Attentäter mit einem Kopfschuss getötet. Die Tat in Hebron im besetzten Westjordanland wurde von einem Mitarbeiter der israelischen Menschenrechtsorganisation Betselem gefilmt.

+++ 10.14 Uhr: PKK-Funktionär in Berlin festgenommen +++

Die Generalstaatsanwaltschaft Celle hat einen Türken festgenommen, der dringend verdächtig ist, Mitglied der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) zu sein. Wie die Behörde mitteilte, verhafteten Beamte des Landeskriminalamts (LKA) Niedersachsen den Mann am Dienstag in Berlin. Gegen ihn gibt es seit 20. April einen Haftbefehl des Oberlandesgerichts Celle.

Dem 56-jährigen Beschuldigten wird vorgeworfen, von März 2014 bis Juni 2015 als Gebietsleiter der PKK und ihrer Europaorganisation "Kurdische Demokratische Gesellschaft in Europa" in Salzgitter tätig gewesen zu sein. Den Ermittlungen zufolge soll er sich um organisatorische, finanzielle, personelle und propagandistische Angelegenheiten gekümmert haben. 

+++ 10.11 Uhr: Nebenklageanwalt nennt Verzögerung in NSU-Prozess unwürdig +++

Einer der Nebenklagevertreter im NSU-Prozess hat die Aufschiebung der Plädoyers wegen der geforderten Aufzeichnung als Verzögerungstaktik der Verteidigung kritisiert. "Jeder andere macht sich Notizen - die Richter machen sich Notizen, die Nebenklägeranwälte machen sich Notizen, oben auf der Tribüne sitzen Journalisten", sagte Mehmet Gürcan Daimagüler im Bayerischen Rundfunk. Dass aber fünf Verteidiger nicht in der Lage sein sollten, einem Vortrag zu folgen und sich Notizen zu machen, sei "nicht überzeugend".

"Hier wird doch Tag für Tag verzögert", sagte Daimagüler. Für die Hinterbliebenen sei eine weitere Aufschiebung der Plädoyers unwürdig. Wegen des Streits um die von der Verteidigung geforderte Aufzeichnung des Plädoyers der Bundesanwaltschaft hatte das Gericht das Verfahren am Mittwoch auf den kommenden Dienstag vertagt.

+++ 09.58 Uhr: Kardinal Müller kontert Kritik vom Missbrauchsbeauftragtem Rörig +++

In der "Passauer Neuen Presse" warf Müller Johannes-Wilhelm Rörig "Falschaussagen und falsche Informationen" vor. Er verlangte eine Entschuldigung von Rörig, der zuvor eine Entschuldigung des Kardinals gegenüber den Missbrauchsopfern gefordert hatte.

Laut dem Abschlussbericht eines unabhängigen Rechtsanwalts wurden über die Jahrzehnte insgesamt 547 Kinder der Regensburger Domspatzen Opfer von körperlicher und sexueller Gewalt. Bei der Vorlage des Berichts warf der Anwalt auch Kardinal Müller Versäumnisse vor, weshalb der Beauftragte der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs diesem eine "verschleppte Aufarbeitung" vorhielt. Müller sagte der "Passauer Neuen Presse", er weise "den Vorwurf der Verschleppung zurück, weil er den Tatsachen diametral widerspricht". Er selbst habe noch als Regensburger Bischof die "Initialzündung" für die Aufklärung der Taten gegeben. Rörig wolle ganz offensichtlich nicht die Faktenlage akzeptieren.


+++ 09.55 Uhr: Abenteuerlicher Drogenschmuggler-Plan zwischen USA und Australien aufgeflogen +++

Fahnder aus den USA und Australien haben den waghalsigen Plan mutmaßlicher Drogenschmuggler durchkreuzt, mehr als 250 Kilogramm Crystal Meth in einem Leichtflugzeug über den Pazifik zu bringen. Nach Angaben der australischen Behörden wurden in den vergangenen Tagen drei Männer festgenommen, darunter ein 72-jähriger Pilot, der die Maschine von der US-Westküste bis nach Australien über den Ozean steuern sollte. Die Drogen wurden von den US-Behörden bereits im vergangenen Monat im Bundesstaat Kalifornien sichergestellt. Der Schwarzmarktwert des Methamphetamins wird auf umgerechnet mehr als 175 Millionen Euro geschätzt.     

+++ 09.37 Uhr: Mittlerweile 17 Tote nach Tropensturm Talas in Vietnam +++

Nach einem Tropensturm in Vietnam ist die Zahl der Todesopfer auf 17 gestiegen. Weitere sechs Menschen wurden noch vermisst, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. Der Sturm namens "Talas" mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde riss am Montag mehr als 6600 Hausdächer mit sich. Am schlimmsten betroffen war die Region Nghe An, etwa 320 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Hanoi. Zudem kenterten laut Behörden 72 Schiffe. In Hanoi standen zahlreiche Straßen unter Wasser. 


+++ 08.52 Uhr: Baum stürzt auf Frau - 51-Jährige bei Unwetter in Dortmund gestorben +++

Beim Unwetter in Nordrhein-Westfalen ist eine Frau ums Leben gekommen. Eine 51-Jährige wurde in Dortmund von einem Baum getroffen und erlag am Mittwochabend in einem Krankenhaus ihren schweren Verletzungen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Zuvor berichtete der WDR über den Vorfall. Das Unglück habe sich im Garten eines Hauses ereignet, in dem gerade auch Nachbarn zu Gast gewesen seien. Die Polizei geht davon aus, dass der Baum durch das Unwetter mit Gewitter, Wind und Regen umfiel und die Frau unter sich begrub.

+++ 08.49 Uhr: Kinderporno-Razzia gegen 67 Verdächtige in ganz Deutschland +++

Polizei und Staatsanwaltschaft sind mit einer bundesweiten Razzia gegen die Besitzer von Kinderpornografie vorgegangen. Die in den vergangenen zwei Wochen durchgeführte und vom Bundeskriminalamt koordinierte Razzia habe sich gegen 67 Beschuldigte im Alter von 18 bis 80 Jahren gerichtet, teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Main mit. Dabei seien zahlreiche Beweismittel wie Computer und Datenträger sichergestellt worden.

Nach Angaben der Ermittler stehen die Beschuldigten im Verdacht, über den Internetdienst "Chatstep" kinderpornografische Bild- und Videodateien getauscht zu haben. Getauscht worden seien Darstellungen des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern, darunter auch von Kleinstkindern, sowie von sexueller Gewalt gegen Kinder. 

+++ 08.39 Uhr: Jobcenter beklagen zu wenig Ausbildungsplätze für Flüchtlinge +++

Die Jobcenter haben von der deutschen Wirtschaft mehr Mut und Risikobereitschaft bei der Beschäftigung von Flüchtlingen gefordert. Matthias Schulze-Böing, Mitglied im Sprecherkreis des Bundesnetzwerks Jobcenter, sagte der "Wirtschaftswoche", es gebe bei Arbeitgebern eine "Diskrepanz zwischen der öffentlich bekundeten Unterstützung der Integration von Flüchtlingen und dem praktischen Handeln vor Ort." Der Chef des Offenbacher Jobcenters sagte, die Zahl der angebotenen Praktikums- und Ausbildungsplätze reiche bei weitem nicht aus. Flüchtlinge könnten aus Sicht der Jobcenter zudem deutlich besser gefördert werden. Dafür forderte das Netzwerk mehr eigene Kompetenzen bei Sprachkursen, die bislang beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) liegen.

+++ 07.54 Uhr: Amnesty: Dutzende mutmaßliche Boko-Haram-Mitglieder in Haft in Kamerun getötet +++

Dutzende mutmaßliche Mitglieder der Islamistengruppe Boko Haram sind einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge in Gefängnissen in Kamerun getötet worden. Rund hundert Menschen hätten angegeben, zwischen März 2013 und März 2017 von einer Elitetruppe und dem Geheimdienst in dem afrikanischen Land heimlich festgehalten und gefoltert worden zu sein, heißt es in einem am Amnesty-Bericht. In den 101 dokumentierten Fällen gaben demnach 32 Menschen an, sie hätten den Tod eines Mithäftlings beobachtet.

+++ 07.13 Uhr: Mehrere Brände nach Blitzeinschlägen in Niedersachsen +++

Ein schweres Unwetter hat in Niedersachsen zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr geführt. In der Nacht entstanden nach Blitzeinschlägen in vielen Regionen mehrere Brände, wie Polizei und Feuerwehr mitteilten. Im Landkreis Göttingen zerstörte ein Feuer eine Scheune mit landwirtschaftlichen Maschinen. In Bersenbrück bei Osnabrück ging der Dachstuhl eines Bauernhofs in Flammen auf. Auch bei Gifhorn und Oldenburg brannte es nach Blitzen. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen der Polizei niemand.

+++ 07.11 Uhr: VW wird Klage von US-Anleihegläubigern nicht los +++

Volkswagen muss sich im Abgas-Skandal weiter mit einer Klage von Anleihegläubigern in den USA auseinandersetzen. Das zuständige Gericht wies einen Antrag auf Abweisung ab, auch wenn es einige Klagepunkte verwarf. Bei dem Rechtsstreit, der sich auch gegen den früheren Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn und Ex-USA-Chef Michael Horn richtet, geht es um VW-Anleihen im Nennwert von 8,3 Milliarden Dollar (7,2 Mrd Euro), die institutionelle Anleger in den Jahren 2014 und 2015 gekauft hatten. Die Investoren werfen VW vor, bei der Ausgabe der Wertpapiere Falschangaben über die Risiken gemacht zu haben und fordern Schadenersatz für erlittene Kursverluste. 

+++ 06.20 Uhr: 18-Jährige mit Schusswunde bringt vor ihrem Tod noch ihr Baby zur Welt +++

Der Ex-Freund der im achten Monat schwangeren Camila Castells sei in ihre Wohnung in Mariano Acosta, einem Vorort der Hauptstadt Buenos Aires in Argentinien, eingedrungen, teilten die Behörden mit. Dort habe der Mann auf die Jugendliche und ihren ebenfalls 18 Jahre alten Freund geschossen.

Castells wurde lebensgefährlich am Rücken getroffen worden. Dennoch brachte sie noch ihren Sohn zur Welt. Das Kind sei vorzeitig in der 34. oder 35. Schwangerschaftswoche zur Welt gekommen, sagte der Leiter des behandelnden Krankenhauses, Fabián Muzzopappa, dem Sender TN. Der Junge sei "Gott sei Dank in einem sehr guten Gesundheitszustand". Castells überlebte den Angriff nicht. Ihr Freund wurde mit zwei Kopfschüssen ins Krankenhaus eingeliefert, wo er weiter mit dem Tod kämpfte. Der Angreifer entkam, die Polizei fahndete nach dem aus Paraguay stammenden Mann.

+++ 06.18 Uhr: Heftige Gewitter treffen Westen und Süden Deutschlands +++

Über dem Westen und Süden Deutschlands haben bis in den Mittwochabend hinein heftige Gewitter getobt. Allein in Köln rückte die Feuerwehr zu rund 550 Einsätzen aus. Straßen waren überflutet, Keller standen unter Wasser, im Flug- und Bahnverkehr kam es zu Verspätungen. Zahlreiche Autos blieben liegen. Am Flughafen Köln/Bonn wurde der Flugbetrieb für 90 Minuten unterbrochen.

Die Düsseldorfer Rheinkirmes, die zu den vier größten Volksfesten in Deutschland zählt, wurde nach einer Unwetterwarnung für etwa zwei Stunden unterbrochen. Gegen 17.45 Uhr wurde das Kirmesgelände wieder geöffnet.

In Dortmund musste die Feuerwehr zu etlichen vollgelaufenen Kellern und umgestürzten Bäumen ausrücken. Eine 51 Jahre alte Frau kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus, weil ein Baum auf sie gestürzt war. In Mönchengladbach wurde ein Radfahrer von einem Baum schwer verletzt, der beim Sturm abgebrochen war. In Baden-Württemberg fand ein Musikfestival mit Tausenden Besuchern am Mittwochabend ein vorzeitiges Ende. Wind und Regen waren so heftig, dass etwa 3200 Festivalgäste die Karlsbastion auf dem Hohentwiel nahe Singen verlassen mussten. 

Unwetter: Unwetter in Deutschland - eine Tote, Festival abgebrochen, Zugausfälle
Eine Unwetterfront zieht über Windräder in der Region Hannover (Niedersachsen) hinweg.

Eine Unwetterfront zieht über Windräder in der Region Hannover (Niedersachsen) hinweg.

+++ 05.09 Uhr: Reisende müssen noch an vielen Bahnhöfen Stufen überwinden +++

An knapp jedem vierten Bahnhof in Deutschland müssen Reisende auf dem Weg zum Zug noch Stufen überwinden. Der Anteil der stufenfreien Bahnhöfe ist in den vergangenen Jahren nur leicht von 76 auf 77 Prozent gestiegen, wie aus einer Rangliste des Bahn-Lobbyvereins Allianz pro Schiene hervorgeht. Spitzenreiter ist Schleswig-Holstein, wo Rollstühlen, Kinderwagen, Fahrrädern und Rollkoffern an 96 Prozent der Bahnhöfe keine Stufen mehr im Weg sind.

Im Saarland gilt das nur für 56 Prozent. Der Verein forderte mehr öffentliches Geld für den barrierefreien Ausbau. Bundesweit gibt es etwa 5500 Bahnhöfe.

+++ 03.26 Uhr: Trump wünscht McCain gute Besserung +++

US-Präsident Donald Trump hat dem an einem Hirntumor erkrankten republikanischen Senator John McCain eine baldige Genesung gewünscht. Sein Parteifreund sei schon immer ein Kämpfer gewesen, erklärte Trump. Er bete gemeinsam mit First Lady Melania für den 80-Jährigen und dessen Familie. "Gute Besserung!", fügte der Präsident hinzu. Zuvor war bekannt geworden, dass bei McCain ein Hirntumor diagnostiziert worden war. Auch Trumps Amtsvorgänger, Barack Obama, spricht McCain nach der Krebs-Diagnose Mut zu: "Der Krebs weiß nicht, mit wem er es hier zu tun hat. Mach ihm die Hölle heiß, John.", schrieb Obama bei Twitter


+++ 03.15 Uhr: Drei Tote bei Autounfall im Allgäu +++

Drei Menschen sind bei einem schweren Autounfall in Bayern ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, verlor eine Autofahrerin in der Nacht zum Donnerstag im Allgäu die Kontrolle über ihren Wagen, der nahe dem Dorf Frankenhofen von der Straße abkam und mit voller Wucht gegen einen Baum krachte. Drei der sechs Insassen starben wenig später an ihren Verletzungen. Die Frau am Steuer und zwei weitere Mitfahrer kamen schwer verletzt in eine Klinik. Einer von ihnen schwebte in der Nacht in Lebensgefahr. Mehr Einzelheiten zu dem Unfall teilte die Polizei zunächst nicht mit.

+++ 02.34 Uhr: Spielzeug mit seltsamen Kräften? Russland untersucht Fidget Spinner +++

Der Verbraucherschutz in Moskau lässt aus Sicherheitsgründen den Kreisel Fidget Spinner untersuchen. Das propellerähnliche Spielzeug könne süchtig machen und Jugendliche negativ beeinflussen, zitierte die Zeitung "Moskowski Komsomolez" die Behörde. Der Sommertrend könne der Gesundheit schaden. Experten sollen dies nun untersuchen. Auch die "aggressive Vermarktung" des Spielzeuges sei gefährlich. Die Warnung kam wenige Tage nach einem Bericht des Staatsfernsehens, der die "mysteriösen Kräfte" des Spielzeugs thematisierte. Der Fidget Spinner könne dem Sender zufolge die Emotionen kontrollieren. Er mache demnach anfällig für Manipulation, zum Beispiel durch die Opposition um Kremlkritiker Alexej Nawalny: Ein Video zeigt, wie der 41-Jährige noch vor seiner Verurteilung wegen der Organisation illegaler Proteste im Gerichtssaal mit dem Fidget Spinner spielt. 

+++ 02.21 Uhr: Trump bricht öffentlich mit seinem Justizminister +++

In einem Interview der "New York Times" drückte der US-Präsident Donald Trump im Nachhinein sein Bedauern aus, Sessions überhaupt für den Posten nominiert zu haben. Hintergrund ist die Entscheidung des Justizministers vom März, sich wegen persönlicher Befangenheit aus den Russland-Ermittlungen des FBI rauszuhalten.

Sessions hatte sich während des Wahlkampfes mit dem russischen Botschafter Sergei Kisljak getroffen. In einer Anhörung verneinte er solche Kontakte aber unter Eid. Die Bundespolizei ermittelt zu möglichen Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland. "Sessions hätte sich niemals wegen Befangenheit zurückziehen sollen, und wenn er sich zurückziehen wollte, hätte er es mir sagen sollen, bevor er den Job angenommen hat. Dann hätte ich jemand anderen ausgewählt", sagte Trump der "New York Times". Sessions habe sich "extrem unfair" verhalten.

+++ 01.37 Uhr: Madonna verhindert in letzter Minute Versteigerung von persönlichen Gegenständen +++

Pop-Diva Madonna hat in letzter Minute eine Versteigerung von mehr als hundert persönlichen Objekten und intimen Erinnerungsstücken - wie etwa dem Trennungsbrief des ermordeten Rappers Tupac Shakur - verhindert. Der New Yorker Richter Gerald Lebovits setzte eine Anhörung zu dem Streit für den 6. September an. Bis dahin dürfe das Auktionshaus Gotta Have Rock and Roll die Gegenstände nicht versteigern.

Die dafür vorgesehenen Gegenstände seien ihr von einer ehemaligen Freundin gestohlen worden, um daraus nun Profit zu schlagen, gab die US-Musikerin zur Begründung an. Der Wert des Trennungsbriefs von Tupac Shakur aus dem Jahr 1995 wird auf umgerechnet fast 350.000 Euro geschätzt - bisher ist nur wenig über seine Beziehung mit Madonna bekannt. Unter den Gegenständen, die versteigert werden sollten, befinden sich auch Kassetten mit unveröffentlichter Musik sowie eine gebrauchte Haarbürste der Musikerin.

+++ 01.00 Uhr: US-Liga: Schweinsteiger bei All-Star-Spiel in der Startaufstellung +++

Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger wird beim diesjährigen MLS-All-Star-Game von Anfang an auf dem Platz stehen. Die nordamerikanische Profi-Liga gab nun den Kader für das alljährliche Fußballspektakel bekannt. Schweinsteiger, der Ende März von Manchester United zu Chicago Fire in die USA gewechselt war, wurde von den Fans in die Startaufstellung gewählt.

Neben Schweinsteiger, der seit Ende März für Chicago Fire kickt, sind auch die früheren Weltmeister David Villa und Kaká vertreten, die jeweils ihr drittes All-Star-Spiel bestreiten werden. Das diesjährige All-Star-Game findet am 2. August in Chicago statt, dabei trifft die MLS-Auswahl im Soldier Field auf den amtierenden spanischen Meister und Champions-League-Sieger Real Madrid.  

+++ 00.46 Uhr: Bericht: CIA stellt Unterstützerprogramm für syrische Rebellen ein +++

Der US-Geheimdienst CIA stellt laut einem Zeitungsbericht nach vier Jahren seine Unterstützung für syrische Rebellen ein, die gegen den Machthaber Baschar al-Assad kämpfen. Die verdeckte Operation zur Unterstützung der Assad-Gegner habe nur eine eingeschränkte Wirkung gehabt, berichtete die "Washington Post" unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Der Effekt sei insbesondere seit dem Einschreiten der russischen Armee an der Seite der syrischen Regierungstruppen gering gewesen.

US-Präsident Donald Trump habe daher nach einem Treffen mit CIA-Chef Mike Pompeo und dem Nationalen Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster vor knapp einem Monat die Entscheidung gefällt, das CIA-Programm zu beenden, schrieb das Blatt weiter. Vertreter des Weißen Hauses und der CIA wollten sich zu dem Bericht nicht äußern.

Der "Washington Post" zufolge spiegelt Trumps Entscheidung gegen eine weitere Unterstützung der Rebellen durch Kampfausbildung und Waffen durch die CIA sein Interesse wider, "Wege der Zusammenarbeit mit Russland" zu finden. Zudem gestehe er damit ein, dass die USA eine Entmachtung Assads nur eingeschränkt befördern könnten und wollten.

+++ 00.34 Uhr: "Bild": AfD blickt sorgenvoll in den Wahlkampf - "Image aufpolieren" +++

Die AfD leide auf der inhaltlichen Ebene daran, dass ihr "derzeit die zentralen Kernbotschaften fehlen, die die Wähler mit der AfD assoziieren", zitiert die "Bild"-Zeitung aus einem Strategiepapier des AfD-Spitzenkandidaten Alexander Gaulands. "Es verschwimmt, wofür die AfD eigentlich steht." Dadurch werde die Partei "für die Wähler zunehmend nicht mehr greifbar". In Umfragen stagniert die rechtspopulistische Partei um das Spitzenduo Gauland und Alice Weidel derzeit mit sieben Prozent auf dem tiefsten Stand seit Ende 2015.

Als schädlich identifiziert wird zudem auch das Image der Partei, "das nach rechts scheinbar offen ist und von breiten Teilen der Gesellschaft abgelehnt wird". Aus dem Papier geht laut "Bild" hervor, dass ein siebenköpfiges Gremium mit dem Spitzenduo im Zentrum faktisch die Steuerung des Wahlkampfs übernommen hat. Die Spezialeinheit um Gauland und Weidel soll demnach "kluge Provokationen" entwickeln, die der AfD eine "erhöhte Medienaufmerksamkeit" verschaffen und außerdem "Botschaften" formulieren, mit denen es gelingt, "das Parteiimage aufzuwerten". 

+++ 00.32 Uhr: Senatsausschuss setzt Anhörung mit Trump Jr. und Manafort an +++

In der Russland-Affäre hat der Justizausschuss des US-Senats eine Anhörung mit dem ältesten Sohn von Präsident Donald Trump und dem früheren Wahlkampfmanager Paul Manafort angesetzt. Die Sitzung soll am kommenden Mittwoch stattfinden, wie der Ausschuss mitteilte. US-Medien berichteten zudem, dass sich Trumps Schwiegersohn und Berater Jared Kushner zu einer Aussage vor dem Geheimdienstausschuss des Senats am Montag bereit erklärt habe.

Hintergrund ist ein Treffen zwischen Donald Trump Jr. und einer russischen Anwältin während des Wahlkampfs, bei dem auch Kushner und Manafort anwesend waren. Trump Jr. hatte dem Gespräch zugestimmt, nachdem ihm belastende Informationen über die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton versprochen worden waren.

+++ 00.18 Uhr: "Bild": Diplomaten werfen Ankara Missbrauch deutscher Häftlinge als Geiseln vor +++

Deutsche Diplomaten sind laut einem Zeitungsbericht der Überzeugung, dass die türkische Regierung inhaftierte Deutsche als Geiseln benutzt. Konkret wolle Ankara so erreichen, dass die Bundesregierung diejenigen türkischen Staatsbürger an die Türkei ausliefert, die nach dem Putschversuch vor einem Jahr in Deutschland Asyl beantragt hatten, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen im Auswärtigen Amt.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan habe der Bundesrepublik bereits vor Wochen diskret angeboten, den seit Mitte Februar inhaftierten "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel gegen zwei nach Deutschland geflüchtete Ex-Generäle der türkischen Armee auszutauschen, schreibt die "Bild" weiter. "Außer dem Fall Yücel und weiteren in der Türkei inhaftierten Deutschen belastet derzeit insbesondere die Inhaftierung des deutschen Menschenrechtsaktivisten Peter Steudtner das deutsch-türkische Verhältnis. 

+++ 00.05 Uhr: Steuereinnahmen stark gesunken - Kernbrennstoffsteuer zurückgezahlt +++

Die Steuereinnahmen des Staates sind im Juni erstmals seit Monaten wieder gesunken. Ursachen für den deutlichen Rückgang um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat sind vor allem die Milliarden-Rückzahlung der Kernbrennstoffsteuer an Energiekonzerne sowie ein starkes Minus bei der Erbschaftsteuer und der Besteuerung von Dividendenausschüttungen der Unternehmen. Das geht aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervor.

Demnach sank das Aufkommen von Bund, Ländern und Kommunen (ohne Gemeindesteuern) gegenüber dem Vorjahresmonat im Juni um 6,5 Prozent auf gut 63,66 Milliarden Euro. Nach den ersten sechs Monaten dieses Jahres steht aber immer noch ein Plus von 3,0 Prozent auf ein Aufkommen von gut 326,38 Milliarden Euro. Das liegt inzwischen aber unter dem für das Gesamtjahr geschätzten Zuwachs von 3,9 Prozent. Auch die Länder mussten bei ihren Steuern einen Einnahmerückgang um 21,4 Prozent hinnehmen. 

fs/fin / DPA / AFP