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News des Tages: Mit Jeans zu Physik - Lehrer in Tadschikistan verprügelt Schüler

Zwei französische Soldaten bei Geisel-Befreiung in Burkina Faso getötet +++ Thyssenkrupp will 6000 Stellen streichen +++ Fall Lügde: Hauptbeschuldigter macht erstmals Angaben +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Jeans sind in Tadschikistan bis zur zehnten Klasse tabu

Die Meldungen des Tages im Kurz-Überblick:

  • Zwei französische Soldaten bei Geisel-Befreiung getötet (16.11 Uhr)

  • Lehrer in Tadschikistan verprügelt Schüler wegen Jeans (15.48 Uhr)

  • Thyssenkrupp will 6000 Stellen streichen (13.46 Uhr)

  • Fall Lügde: Hauptbeschuldigter macht erstmals Angaben (12.43 Uhr)

  • Karlsruhe nimmt Verfassungsbeschwerde im Fall Sami A. nicht an (10.34 Uhr)

  • USA heben Sonderzölle auf Waren aus China an (6.56 Uhr) 

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 19.33 Uhr: Palästinenser bei Zusammenstößen mit israelischen Soldaten getötet +++ 

Bei Protesten und erneuten Zusammenstößen an der Grenze zum Gazastreifen ist ein Palästinenser getötet worden. Wie das Gesundheitsministerium in dem von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Gebiet mitteilte, starb der 24-Jährige durch Schüsse israelischer Soldaten. 13 weitere Demonstranten wurden demnach durch Schüsse an verschiedenen Orten entlang der Grenze des Palästinensergebiets verletzt. Nach Angaben eines Sprechers der israelischen Armee beteiligten sich rund 6000 Menschen an den Protesten - die ersten seit der Eskalation der Gewalt am vergangenen Wochenende. Militante Palästinenser im Gazastreifen hatten am Wochenende hunderte Raketen auf Israel abgefeuert und damit israelische Vergeltungsangriffe ausgelöst. Vier Menschen in Israel und 23 Menschen im Gazastreifen wurden getötet. Es waren die schwersten Zusammenstöße seit dem Gazakrieg im Jahr 2014.

+++ 18.08 Uhr: Tunesische Behörden beschlagnahmen Korallen im Wert von zwei Millionen Euro +++ 

Tunesischen Ermittlern ist ein Schlag gegen den illegalen Korallenhandel gelungen. Es seien 671 Kilogramm der bedrohten Roten Koralle im Wert von zwei Millionen Euro beschlagnahmt worden, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums in Tunis. Es handele sich um den größten Fund dieser Art in Tunesien. Zehn Verdächtige, unter ihnen zwei Spanier und ein Algerier, seien festgenommen worden. Das Abtragen der von Juwelieren hoch geschätzten Roten Koralle wird in Tunesien streng kontrolliert, im Nachbarland Algerien ist dies seit zwei Jahrzehnten verboten. Taucher plündern trotzdem immer wieder Korallenriffe und exportieren das Raubgut hauptsächlich nach Europa. Wegen des unkontrollierten Abtragens und des Klimawandels ist die Rote Koralle trotz Umweltschutzbemühungen vom Aussterben bedroht. 

+++ 17.46 Uhr: Vermisster Deutscher soll in Paraguay getötet worden sein +++ 

Ein vermisster Deutscher aus dem Baden-Württemberg soll in Paraguay getötet worden sein. Die schwangere Freundin des Mannes und ein weiterer Mann seien festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Konstanz. Die beiden stünden im Verdacht, den 34 Jahre alten Auswanderer aus dem Kreis Konstanz erschossen und seine Leiche verbrannt zu haben. Der Mann war seit Ende April vermisst worden. "Wir sind dabei, die Identität zu bestätigen", sagte die zuständige Staatsanwältin in Paraguay, Lourdes Soto der Deutschen Presse-Agentur. Mit einem Ergebnis sei in der kommenden Woche zu rechnen. Die Festgenommenen seien Paraguayer. Medien hatten berichtet, dass die Freundin des 34-Jährigen ihn als vermisst gemeldet hatte.

+++ 17.37 Uhr: Landesbeauftragter fordert Entfernung antisemitischer Wahlplakate +++

Der Antisemitismusbeauftragte der baden-württembergischen Landesregierung, Michael Blume, hat Kommunen aufgefordert, gegen judenfeindliche Wahlplakate der rechtsextremen Partei "Die Rechte" vorzugehen. Dort heiße es unter anderem: "Israel ist unser Unglück. Schluss damit!" oder "Wir hängen nicht nur Plakate". Dies gefährde die öffentliche Sicherheit und Ordnung, erklärte Blume. "Und ich rufe die Kommunen in ganz Baden-Württemberg auf, dieser widerlichen Form des Antisemitismus durch Entfernen der Plakate mutig entgegenzutreten." Zuvor hatte der SWR darüber berichtet. 

+++ 17.14 Uhr: Bahn sieht "echte Trendwende" im Kampf gegen Verspätungen +++

Die Deutsche Bahn sieht im Kampf gegen Verspätungen eine Trendwende erreicht. Derzeit gebe es im Fernverkehr Pünktlichkeitswerte von 78,6 Prozent, sagte Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Wenn sich dieser Trend fortsetzt, wären wir bei der Pünktlichkeit auf das Jahr gerechnet so gut wie seit 2013 nicht mehr." Kundenbefragungen würden die Erfolge inzwischen deutlich bestätigen. Die Zufriedenheit sei gestiegen: "Ich sehe eine echte Trendwende", sagte Pofalla.

+++ 17.10 Uhr: Priesterausbilder entschuldigt sich für Aussagen zu Homosexualität +++

Der katholische Priesterausbilder Pater Romano Christen hat sich für abwertende Aussagen über Homosexualität entschuldigt. "Mein Vortrag war, wie ich in den letzten Tagen in vielen Gesprächen gelernt habe, unzulänglich", erklärte Christen am Freitag in einer vom Erzbistum Köln verbreiteten Stellungnahme. "Es war nicht meine Absicht, homosexuelle Menschen zu verletzen. Sofern das doch geschehen ist, bitte ich um Entschuldigung." Er halte Homosexuelle nicht für "krank" und habe das in seinem Vortrag auch so nicht gesagt.

+++ 17.09 Uhr: Mindestens drei Menschen sterben bei Untergang von Flüchtlingsboot vor Tunesien +++

Erneut sind beim Untergang eines Flüchtlingsbootes im Mittelmeer Menschen ums Leben gekommen. Mindestens drei Flüchtlinge ertranken vor der tunesischen Küste, Dutzende weitere wurden nach Angaben der tunesischen Behörden noch vermisst. Das Unglück ereignete sich in internationalen Gewässern, wie das Verteidigungsministerium in Tunis mitteilte. Ein Fischerboot habe 16 Schiffbrüchige retten können, sagte ein Ministeriumssprecher der Nachrichtenagentur AFP.

+++ 16.38 Uhr: 167 angebliche Terrorverdächtige in der Türkei in einer Woche verhaftet +++

ast drei Jahre nach dem Putschversuch in der Türkei reißt die Serie der Fahndungen und Festnahmen nicht ab. Allein am Freitag ließen Staatsanwälte bei Razzien in vielen Provinzen 58 Menschen festnehmen, unter ihnen ehemalige Lehrer und Sicherheitskräfte, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Ihnen würden Verbindungen zur Bewegung des in den USA lebenden islamischen Predigers Fethullah Gülen vorgeworfen. Den macht die Regierung für den Putschversuch von 2016 verantwortlich. 

+++ 16.11 Uhr: Zwei französische Soldaten bei Geisel-Befreiung in Burkina Faso getötet +++

 Eine Spezialeinheit der französischen Armee hat in der Sahelzone vier ausländische Geiseln befreit. Zwei französische Touristen sowie eine US-Bürgerin und eine Südkoreanerin sind wieder auf freiem Fuß, wie der Elysée-Palast am Freitag in Paris mitteilte. Zwei französische Soldaten wurden demnach bei dem Einsatz im Norden von Burkina Faso getötet, auch vier der Entführer kamen ums Leben. Die Geiseln waren den Angaben zufolge am 1. Mai in Benin entführt worden. Die beiden Franzosen verschwanden nach einer Safari im Pendjari-Nationalpark spurlos. In dem Gebiet an der Grenze zu Burkina Faso sind bewaffnete Gruppen sowie Dschihadisten aktiv, die mit den Terrorgruppen Al-Kaida und Islamischer Staat (IS) verbündet sind. Bisher bekannte sich jedoch niemand zu der Entführung.

+++ 16.00 Uhr: Irisches Parlament erklärt symbolisch Klima-Notstand +++

Das Parlament in Irland hat in einem symbolischen Akt einen Klima-Notstand ausgerufen. Das beschlossen die Abgeordneten am späten Donnerstagabend einstimmig. Die 16 Jahre alte Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg aus Schweden begrüßte die Entscheidung. "Gute Neuigkeiten aus Irland. Wer ist als nächstes dran?", schrieb sie im Kurznachrichtendienst Twitter.

+++ 15.48 Uhr: Mit Jeans zu Physik - Lehrer in Tadschikistan verprügelt Schüler +++

 In Jeans zum Physikunterricht - einen Lehrer einer Schule im Süden Tadschikistans hat das in Rage gebracht: Er verprügelte den Zehntklässler und riss ihm Teile seiner Kleidung kaputt. Nun ist er deswegen von einem Gericht zu einer Geldstrafe von umgerechnet mehr als 500 Euro verurteilt worden, wie örtliche Medien am Freitag berichteten. Der Zehntklässler sei verletzt worden. In dem islamisch geprägten Land in Zentralasien tragen Schüler bis zur elften Klasse eine Schuluniform. Jeans und Miniröcke sind deshalb tabu. Auch dürfen Handys nicht mit zur Schule gebracht werden. Verboten ist auch, mit dem eigenen Auto zum Unterricht zu fahren.

+++ 14.42 Uhr: Tödlicher Streit an Schule in Polen: Teenager ersticht Mitschüler +++

Ein Teenager hat an einer Schule in Polen seinen Mitschüler erstochen. Das Opfer habe trotz Reanimation nicht gerettet werden können, teilte die polnische Polizei nach Angaben der Agentur PAP mit. Zwischen den beiden Jungen sei es zum Streit gekommen, dann habe einer von ihnen den anderen mit einem "scharfen Gegenstand" attackiert, hieß es. Der 15-jährige mutmaßliche Täter zog ein Messer und stach mehrfach auf seinen Mitschüler ein, berichteten polnische Medien. Die polnischen Behörden, die in dem Fall ermittelten, wollten zunächst keine näheren Angaben zu dem Vorfall machen. Warschaus Bürgermeister Rafal Trzaskowski sprach von einer "Tragödie" und sicherte der Schule, an der sich die Tat ereignet hatte, Unterstützung zu.

+++ 14.38 Uhr: Trotz Verlusten: Südafrikas Regierungspartei ANC gewinnt Wahl +++

Südafrikas Regierungspartei ANC hat sich bei der Parlamentswahl trotz Einbußen erneut eine absolute Mehrheit gesichert. Der Stimmanteil des Afrikanischen Nationalkongresses fiel von 62 Prozent im Jahr 2014 auf 57 Prozent, wie die Wahlkommission nach Auszählung von fast 90 Prozent der Wahlkreise erklärte. Das entspricht dem bisher schlechtesten Ergebnis der Partei seit dem Ende des rassistischen Apartheid-Regimes 1994.

+++ 14.14 Uhr: Laser-Attacke auf Passagierflugzeug - Maschine landet sicher +++

Der Pilot eines Passagierflugzeuges ist beim Landeanflug auf den Flughafen Luxemburg mit einem grünen Laser geblendet worden. Die Maschine, die in Wien gestartet war, konnte sicher landen, wie ein Polizeisprecher im auf deutscher Seite gelegenen Trier (Rheinland-Pfalz) mitteilte.

Nach Angaben des Piloten soll der unbekannte Täter über einen längeren Zeitraum den Himmel über Trier mit einem kräftigen grünen Laserstrahl ausgeleuchtet haben, bis er schließlich das Cockpit der Maschine traf. Luxemburgische Behörden, die den Vorfall registrierten, alarmierten die Trierer Polizei. 

+++ 13.46 Uhr: Thyssenkrupp will 6000 Stellen streichen +++

Der Industriekonzern Thyssenkrupp will nach der geplatzten Stahlfusion mit dem indischen Konkurrenten Tata in den kommenden drei Jahren 6000 Stellen abbauen. Davon entfallen etwa 4000 Stellen auf Deutschland, sagte Vorstandschef Guido Kerkhoff. Betriebsbedingte Kündigungen könnten bei einem Abbauprogramm dieser Größenordnung nicht ausgeschlossen werden, ergänzte Personalvorstand Oliver Burkhard. In der Gesamtzahl seien 2000 Stellen enthalten, die auch bei der Stahlfusion mit Tata gestrichen werden sollten. "Es ist ein recht tiefgreifender Einschnitt", sagte Burkhard.  

+++ 13.24 Uhr: Deniz Yücel erhebt in Gerichtsaussage Foltervorwürfe gegen Erdogan +++

Der "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel ist während seiner Haftzeit in der Türkei eigenen Angaben zufolge gefoltert worden. Yücel machte dafür in einer Aussage vor dem Amtsgericht in Berlin den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan verantwortlich. In der schriftlichen Fassung der Aussage, die der dpa vorliegt und über die zunächst die "Welt" berichtete, erwähnt Yücel Schläge, Tritte, Erniedrigungen und Drohungen durch Vollzugsbeamte in seinen ersten Tagen im Hochsicherheitsgefängnis Silivri bei Istanbul.

Gegen Yücel läuft in der Türkei ein Prozess, ihm wird unter anderem "Propaganda für eine Terrororganisation" vorgeworfen. Das Gericht in der Türkei hatte zugestimmt, dass Yücel im Rahmen der Rechtshilfe vor einem Richter in Deutschland aussagen kann. 

+++ 13.13 Uhr: Frankreich: Vier ausländische Geiseln in Burkina Faso befreit +++

Vier ausländische Geiseln sind nach französischen Angaben bei einem Militäreinsatz in der Sahelzone befreit worden. Zwei französische Staatsbürger sowie eine US-Bürgerin und eine Südkoreanerin seien wieder auf freiem Fuß, teilte der Elysée-Palast in Paris mit. Zwei französische Soldaten wurden demnach bei dem Einsatz im Norden von Burkina Faso getötet.    

Die Geiseln waren den Angaben zufolge am 1. Mai in Benin entführt worden. Die Franzosen waren als Touristen in das westafrikanische Land gereist und nach einer Safari im Pendjari-Nationalpark spurlos verschwunden. In dem Gebiet an der Grenze zu Burkina Faso sind bewaffnete Gruppen und Dschihadisten aktiv. Bisher bekannte sich niemand zu der Entführung.

+++ 12.43 Uhr: Fall Lügde: Hauptbeschuldigter macht erstmals Angaben +++

Im Fall des massenhaften sexuellen Missbrauchs von Kindern auf einem Campingplatz in Lügde hat der Hauptverdächtige erstmals Angaben gegenüber den Ermittlern gemacht. Der Verteidiger des Hauptbeschuldigten habe "eine Einlassung eingereicht", die allerdings "nicht die eigene Tatbeteiligung betrifft", teilten die Polizei Bielefeld und die Staatsanwaltschaft Detmold mit. Darüber hinaus habe der 56-Jährige "keine Angaben zur Sache gemacht". Mit Blick auf die laufenden Ermittlungen gaben die Behörden keine konkreteren Auskünfte. 

Die "Neue Westfälische" zitierte den Verteidiger des 56-Jährigen, sein Mandant sei bereit, "die Taten schnell aufzuklären". Von ihm sei auch der Hinweis auf den 21-Jährigen gekommen, gegen den seit Kurzem wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs ebenfalls Ermittlungen aufgenommen wurden.

+++ 12:34 Uhr: Merkel findet Nationalhymne "sehr schön" +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) schließt sich der Forderung nach einer neuen Nationalhymne nicht an. "Die Bundeskanzlerin findet unsere Nationalhymne sehr schön, in Musik und Text", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte sich zuvor für eine neue Hymne ausgesprochen. Viele Ostdeutsche stimmten die Hymne in der Öffentlichkeit nicht an, sagte er zur Begründung. Merkel ist in der DDR aufgewachsen.

+++ 12.22 Uhr: Irland erklärt als zweites europäisches Land den Klimanotstand +++

Irland hat nach Großbritannien als zweites europäisches Land den Klimanotstand ausgerufen. Das irische Parlament nahm einen entsprechenden Zusatz zu einem Bericht ohne gesonderte Abstimmung an. Der Antrag beinhaltet neben einer Erklärung des "Klimanotstandes" die Forderung an Parlament und Regierung, eine "bessere Antwort auf die Problematik des Verlustes der Artenvielfalt" zu finden.

+++ 11.45 Uhr: Thyssenkrupp rechnet mit Scheitern von Stahlfusion mit Tata +++

Die Stahlfusion zwischen Thyssenkrupp und dem indischen Konkurrenten Tata kommt voraussichtlich nicht zustande. Man erwarte, dass die EU-Kommission die Fusion untersage, teilte Thyssenkrupp mit.

+++ 11.08 Uhr: Mann in Berliner Café durch Schüsse lebensgefährlich verletzt +++

Nach einem Streit ist in einem Berliner Café am späten Donnerstagabend ein Mann durch Schüsse lebensgefährlich verletzt worden. Ein weiterer Gast sei durch einen Streifschuss leicht verletzt worden, teilte die Polizei in der Hauptstadt mit. Die Hintergründe waren noch unklar.    

Der lebensgefährlich verletzte 54-Jährige war demnach gegen 23.00 Uhr in einem Lokal im Stadtteil Tiergarten mit einem Unbekannten in Streit geraten, der das Geschäft betrat und auf ihn zu kam. Nach einem Gerangel soll sich der Unbekannte zunächst entfernt haben, kehrte dann aber nach kurzer Zeit zusammen mit einem Begleiter zurück. Dieser schoss dann mehrfach auf den 54-Jährigen.

+++ 10.46 Uhr: Ex-Gesundheitsminister Bahr an Krebs erkrankt +++

Der frühere Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat Krebs. Die Erkrankung sei in einem frühen Stadium entdeckt worden, sagte eine Sprecherin von Bahrs Arbeitgeber, dem Versicherungskonzern Allianz, am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. "Die Prognosen der Ärzte sind sehr gut und die Erkrankung ist sehr gut behandel- und heilbar." Zuvor hatten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland darüber berichtet.     Bahr ist seit Ende 2014 für die Allianz Private Krankenversicherung tätig. Seit 2017 ist er dort als Vorstand für Leistungsmanagement und Vertrieb zuständig. Bis zum Sommer hat Bahr der Sprecherin zufolge Reisen und öffentliche Termine abgesagt. "Er plant, ansonsten weitestgehend normal zu arbeiten." Bahr fühle sich durch seine Ärzte und Pfleger gut betreut.

+++ 10.34 Uhr: Karlsruhe nimmt Verfassungsbeschwerde im Fall Sami A. nicht an +++

Das Bundesverfassungsgericht hat eine Beschwerde des nach Tunesien abgeschobenen mutmaßlichen Islamisten Sami A. nicht zur Entscheidung angenommen. Die Beschwerde richtete sich gegen zwei Beschlüsse des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen im einstweiligen Rechtsschutzverfahren, wie das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe mitteilte. (Az.: 2 BvR 10/19)

Der Beschwerdeführer habe wesentliche Unterlagen nicht vorgelegt und deshalb eine Grundrechtsverletzung nicht ausreichend dargelegt, begründete die Kammer den Beschluss vom 10. April. Seine Rügen gegen die Abschiebehaft und gegen die trotz verwaltungsgerichtlichen Verbots durchgeführte Abschiebung sowie seine Haft in Tunesien gehen nach Angaben der Kammer ins Leere, weil sie nicht Gegenstand der Verfassungsbeschwerde sind.

+++ 10.21 Uhr: Menschenrechtler: Drei Monarchiegegner in Thailand verschwunden +++ 

Menschenrechtler haben von Thailand Aufklärung über das Schicksal von drei Kritikern des Königshauses verlangt. Die Organisation Human Rights Watch (HRW) forderte die Regierung des südostasiatischen Landes auf, Auskunft über den Verbleib der drei Männer zu geben. Nach unbestätigten Berichten waren sie Anfang des Jahres in Vietnam verhaftet und diese Woche in ihre Heimat überstellt worden. Dort wird ihnen "Majestätsbeleidigung" zur Last gelegt, was mit langen Haftstrafen geahndet werden kann.

+++ 10.13 Uhr: Prozess um Vergewaltigung in Fanzug begonnen - Angeklagter bestreitet +++

Rund ein Jahr nach der mutmaßlichen Vergewaltigung einer jungen Frau in einem Fußball-Fanzug hat in Mönchengladbach der Prozess gegen einen 31-Jährigen begonnen. Der in einem früheren Fall bereits rechtskräftig verurteilte Vergewaltiger soll die Frau laut Anklage auf der Rückfahrt vom Bundesligaspiel FC Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach kennengelernt haben. Nach Alkohol und Küssen hätten sich die beiden auf die Zugtoilette zurückgezogen, wo es zu der Vergewaltigung gekommen sein soll. Die junge Frau ist Nebenklägerin in dem Verfahren.

+++ 9.53 Uhr: Zwei Kinder in Dresden tot - Vater unter Mordverdacht +++

In einer Familie in Dresden sind zwei Kinder getötet worden. Gegen den Vater (55) des zwei Jahre alten Mädchens und des fünf Jahre alten Jungens wird wegen zweifachen Mordes ermittelt, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden sagte. Die Polizei hatte zunächst von einem getöteten und einem lebensgefährlich verletzten Kind berichtet. Die Tat ereignete sich am Donnerstagabend.

Es werde Haftbefehl beantragt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Weitere Angaben machte die Behörde zunächst nicht, verwies aber auf ausführlichere Informationen im Laufe des Tages. Die Mutter der Geschwister wurde verletzt.

+++ 9.27 Uhr: Spieler und Trainer der Red Sox boykottieren Besuch im Weißen Haus +++

US-Präsident Donald Trump hat beim Empfang des amtierenden US-Baseballmeisters nur einem Teil der Mannschaft gratulieren können. Etliche Spieler sowie der Trainer der Boston Red Sox boykottierten die Veranstaltung im Weißen Haus am Donnerstagabend aus Protest gegen die Politik des Präsidenten. "Glückwünsche zu eurem unglaublichen Sieg", sagte Trump in einer kurzen Rede, in der er den Boykott nicht erwähnte.    

+++ 9.18 Uhr: Autonome randalieren im Zentrum Athens +++

Eine Gruppe von rund 30 Vermummten hat im Athener Stadtzentrum die Schaufenster zahlreicher Geschäfte beschädigt. Augenzeugen berichteten, die linksgerichteten Autonomen hätten dabei lautstark Partei für einen Top-Terroristen ergriffen, dem die griechische Justiz vor einigen Tagen einen Hafturlaub verweigert hatte. Die Polizei konnte bei den Attacken am Donnerstagabend keinen der Täter festnehmen. Dutzende Kunden seien panisch aus der Fußgängerzone rund um die Bukarester Straße im Zentrum Athens geflüchtet, berichteten mehrere griechische Medien.

+++ 8.47 Uhr: Stromprobleme am Hauptbahnhof Hannover - viele Züge verzögert +++

Wegen einer zu geringen Spannung an den Oberleitungen am Hauptbahnhof in Hannover müssen sich Reisende am Freitagmorgen auf Verzögerungen im Nah- und Fernverkehr einstellen. Die gesamten Oberleitungsanlagen seien aktuell stromlos, teilte die Deutsche Bahn via Twitter mit. Wie ein Sprecher sagte, war die Ursache zunächst unklar. Viele Züge - etwa auf den Strecken nach Braunschweig, Berlin und Wolfsburg - wurden vorläufig umgeleitet. Andere Züge warteten in umliegenden Bahnhöfen. Wie lange die Störung noch dauert, war am Morgen unklar. Die Techniker seien am Ort, hieß es seitens der Bahn. Der Hauptbahnhof in Hannover ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte im Norden Deutschlands.

+++ 8.38 Uhr: 27-Jähriger in Thüringen von Regionalzug erfasst und getötet +++

In Thüringen ist ein Mann an einem Bahnübergang von einem Regionalzug erfasst und getötet worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte der 27-Jährige am späten Donnerstagabend mit seinem Fahrrad einen unbeschrankten Übergang bei Kleindemnach überquert, als er von der durchfahrenden Bahn erfasst wurde. Er starb noch an der Unfallstelle.    

Der Zug befand sich auf einer sogenannten Leerfahrt ohne Passagiere von Pößneck in Richtung Orlamünde, wie die Polizei in Saalfeld an der Saale weiter mitteilte. Der genaue Unfallhergang war noch unklar und sollte von der Kriminalpolizei ermittelt werden.

+++ 8.12 Uhr: Bericht: Brinkhaus verbietet Maaßen-Auftritt im Fraktionssaal +++

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hat laut einem Medienbericht einen Auftritt des ehemaligen Verfassungsschutzchefs Hans-Georg Maaßen im Fraktionssaal der Union im Berliner Reichstag verboten. Nach Informationen der "Welt" muss der für diesen Samstag geplante Auftritt Maaßens bei einer Veranstaltung des konservativen Berliner Kreises in einen anderen Raum verlegt werden.

Geplant ist eine Veranstaltung über den "sogenannten politischen Islam" unter anderem mit der Islamismus-Expertin Sigrid Herrmann-Marschall. Laut der Sprecherin des Berliner Kreises, Sylvia Pantel, werden rund 150 Teilnehmer erwartet.

+++ 6.56 Uhr: USA heben Sonderzölle auf Waren aus China an +++

Die USA haben die Sonderzölle auf Wareneinfuhren aus China empfindlich erhöht. Die Sonderabgaben auf Importe im Wert von 200 Milliarden Dollar stiegen von bisher zehn auf 25 Prozent. Die Neuregelung trat am Freitag kurz nach Mitternacht (Ortszeit) in Kraft. Ungeachtet dessen gingen die Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen den USA und China in Washington weiter, um möglicherweise doch noch eine Einigung zu erzielen. Die erste Runde der jüngsten Gespräche endete am Donnerstagabend. Man habe sich darauf geeinigt, die Verhandlungen in Washington am Freitag fortzusetzen, teilte das Weiße Haus mit.

+++ 5.26 Uhr: Uber stemmt Mega-Börsengang - Hohe Erwartungen aber nicht erfüllt +++

Beim größten Börsengang seit Jahren hat der US-Fahrdienstvermittler Uber seine Aktien nicht so erfolgreich wie erhofft bei Investoren losschlagen können. Das Unternehmen setzte den Ausgabepreis am Donnerstagabend auf 45 Dollar je Aktie fest und bewegt sich damit am unteren Ende der anvisierten Preisspanne von 44 bis 50 Dollar. Uber erlöst rund 8,1 Milliarden Dollar (7,2 Mrd Euro). Mit Spannung wird nun erwartet, wie die Aktien sich am Freitag beim ersten Handelstag an der New York Stock Exchange schlagen.

+++ 4.38 Uhr: Chelsea Manning aus Beugehaft entlassen - aber nächste Haft droht +++

Die frühere Wikileaks-Informantin Chelsea Manning ist nach zwei Monaten Beugehaft in einem Gefängnis in Alexandria im US-Bundesstaat Virginia wieder auf freiem Fuß - zumindest vorübergehend. Mannings Anwälte teilten mit, Grund für die Freilassung sei, dass die Amtszeit der Grand Jury abgelaufen sei. Manning hatte sich geweigert, den Geschworenen Fragen zur Enthüllungsplattform des australischen Wikileaks-Gründers Julian Assange zu beantworten, der im vergangenen Monat in London festgenommen worden war. Die USA fordern Assanges Auslieferung. 

+++ 4.08 Uhr: Mexiko-Stadt verbietet ab kommendem Jahr Plastiktüten +++

In der mexikanischen Hauptstadt dürfen ab Ende kommenden Jahres keine Einweg-Plastiktüten mehr benutzt werden. Ab Januar 2021 sollen auch Plastikgeschirr, Strohhalme und Luftballons in Mexiko-Stadt verboten werden, wie aus dem vom Stadtparlament gebilligten Gesetz hervorgeht. Bislang erhalten die Kunden in den Supermärkten und Geschäften der Millionenmetropole kostenlos Plastiktüten für ihre Einkäufe.  

"Die Hauptstadt hat ein Gesetz verabschiedet, das einen Wendepunkt in der Umweltpolitik darstellt und den anderen Regionen des Landes als Beispiel dienen wird", sagte die Abgeordnete Alessandra Rojo de la Vega, die die Initiative angestoßen hatte. 

+++ 3.43 Uhr: Zehn Millionen Unterschriften für Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Trump +++

Mehr als zehn Millionen Menschen haben in den USA Petitionen unterschrieben, die den Kongress zur Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen US-Präsident Donald Trump auffordern. Aktivisten übergaben die Unterschriftensammlungen vor dem Kapitol in Washington - auf einem Speicherstick und in dutzenden Pappkartons, die an die demokratische Abgeordnete Rashida Tlaib geliefert wurden.     

Vor dem Sitz des Kongresses präsentierten Tlaib, ihr Parteikollege Al Green und Aktivisten verschiedener Organisationen den USB-Stick mit den gesammelten Unterschriften. In "dieser außergewöhnlich dunklen Zeit in unserem Land ist das für mich ein lichter Moment", sagte Tlaib, die seit Monaten ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten fordert. "Trump muss gehen" stand auf einem Schild am Rednerpult. 

+++ 2.27 Uhr: Pussy-Riot-Aktivistin in Moskau festgenommen +++

Die Pussy-Riot-Aktivistin Veronika Nikulschina ist nach Angaben einer Sprecherin der russischen Protestgruppe festgenommen worden. Nikulschina sei in der Nacht zum Donnerstag gemeinsam mit vier Freunden in ihrer Moskauer Wohnung von der Polizei festgenommen worden, sagte die Sprecherin weiter. Im Tagesverlauf seien zwei weitere Aktivisten ebenfalls in Gewahrsam genommen worden. Der Sprecherin zufolge gab die Polizei an, Nikulschina wegen der Beschädigung von Regierungseigentums durch eine Gruppe Jugendlicher befragen zu wollen. Wie russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf ein Pussy-Riot-Mitglied berichteten, sollen die Festgenommenen am Freitag vor einem Moskauer Gericht erscheinen.

+++ 1.13 Uhr: Frau in Offenbach erschossen - Täter auf der Flucht +++

Eine 44 Jahre alte Frau ist im hessischen Offenbach auf offener Straße erschossen worden. Wie die Polizei mitteilte, soll der Täter am Donnerstagabend in einem Auto geflüchtet sein. Die Polizisten fanden wenig später einen Wagen, bei dem es sich wohl um das Fluchtfahrzeug handelt. Die Suche nach dem Schützen ging weiter. Die Frau erlag noch am Tatort ihren Verletzungen. Zum Hintergrund der Tat machte die Polizei in Absprache mit der Staatsanwaltschaft keine Angaben. Medienberichte, wonach die Schüsse aus einem fahrenden Auto abgefeuert worden sein sollen, bestätigte ein Sprecher der Polizei nicht. "Mehr Einzelheiten geben wir nicht bekannt", sagte er.

+++ 0.24 Uhr: KCNA: Nordkoreas Machthaber Kim ordnete Übung zu "Langstrecken-Angriff" an +++ 

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA eine Übung zu einem "Langstrecken-Angriff" beaufsichtigt. "Auf dem Kommandoposten hat der Oberste Führer Kim Jong Un (...) die Anweisung zum Start der Übung gegeben", berichtete KCNA. Die südkoreanische Armee hatte am Donnerstag mitgeteilt, der Norden habe zwei Kurzstreckenraketen abgefeuert.

Video: Südkoreas Militär: Nordkorea feuert Geschosse ab
vit / tis / rw / DPA / AFP