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News des Tages: Neunjährige stirbt, nachdem sie ein Eis gegessen hat

Bundestag stimmt für Reform von §219a +++ Lindner wirft Grünen "Fake News" bei Herkunftsstaaten" vor +++ Juncker lobt Schülerproteste gegen Klimawandel  +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Fuengirola an der Costa del Sol

Der Ferienort Fuengirola an der Costa del Sol

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Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Neunjährige stirbt, nachdem sie ein Eis gegessen hat (21.10 Uhr)
  • Abtreibungen: Bundestag stimmt für Reform von §219a (18.55 Uhr)
  • Söder geht wegen Anti-Juncker-Kampagne auf Distanz zu Orban (16.43 Uhr)
  • Nach Dammbruch in Brasilien: Konzern will Einwohner entschädigen (15.58 Uhr)
  • Juncker lobt Schülerproteste gegen Klimawandel (13.41 Uhr)
  • US-Polizisten strecken Rapper Willie McCoy mit 25 Schüssen nieder (13.26 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 21.10 Uhr: Neunjährige stirbt, nachdem sie ein Eis gegessen hat +++

An der Costa del Sol ist ein neunjähriges Mädchen aus Großbritannien gestorben, nachdem sie ein Eis gegessen hat. Das Kind war vermutlich allergisch gegen Milch und Nüsse - der Körper habe daher mit einem anaphylaktischen Schock regiert, berichtet das spanische Portal "Sur". Dem Bericht zufolge hatte sich Familie sofort nach Ankunft im südspanischen Ferienort Fuengirola ein Shoppingcenter besucht, um Eisessen zu gehen. Das Mädchen fühlte sich schnell unwohl, die herbei gerufene Ambulanz fuhr die Neunjährige ins Krankenhaus, wo sie später starb. 

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+++ 18.55 Uhr: Abtreibungen: Bundestag stimmt für Reform von §219a +++

Der Bundestag hat dem Koalitionskompromiss zum sogenannten Werbeverbot für Abtreibungen zugestimmt. Die Reform des Paragrafen 219a wurde in namentlicher Abstimmung mit deutlicher Mehrheit beschlossen. Die Reform sieht vor, dass Ärzte, Krankenhäuser und weitere Einrichtungen künftig darüber informieren dürfen, dass sie Abtreibungen vornehmen.

+++ 18.17 Uhr: Venezuela schließt Grenze zu Brasilien +++

Im Tauziehen um geplante Hilfslieferungen aus den USA schließt Venezuela seine Grenze zu Brasilien. Staatspräsident Nicolás Maduro verkündete nach einem Treffen mit Armeechefs, die Grenze werde ab 20.00 Uhr Ortszeit (Freitag 01.00 Uhr MEZ) bis auf Weiteres vollständig geschlossen. Die Regierung will verhindern, dass von den USA bereit gestellte und von der Opposition geforderte Hilfslieferungen ins Land gelangen.

+++ 17.34 Uhr: Missbrauch in Lügde: Beweismittel bei Polizei verschwunden +++

Im Fall des vielfachen Kindesmissbrauchs auf einem Campingplatz bei Detmold ist seit mehreren Wochen Beweismaterial verschwunden. Ein Koffer und eine Hülle mit 155 Datenträgern würden seit dem 20. Dezember in der Kreispolizeibehörde Lippe vermisst, teilte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) in Düsseldorf mit. Vier Sonderermittler seien eingesetzt worden, um das Verschwinden aufzuklären. 

Das Fehlen der Asservate sei erst am 30. Januar bemerkt worden. Nur drei CDs davon seien bisher ausgewertet worden. Ob auf den Datenträgern mit 0,7 Terabyte Speicherplatz auch kinderpornografisches Material war, sei daher unklar. "Man muss hier klar von Polizeiversagen sprechen", sagte Reul. Der größte Teil von 15 Terabyte Filmmaterial war von der Polizei aber bereits gesichert worden.

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+++ 17.25 Uhr: Autobombe im Osten Syriens tötet mindestens 20 Menschen +++

Bei der Explosion einer Autobombe unweit der letzten IS-Bastion im Osten Syriens sind Aktivisten zufolge mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Die Bombe sei nahe dem Ort Al-Schachil detoniert, als ein Konvoi mit Arbeitern eines Ölfeldes und einer lokalen Miliz vorbeigefahren sei, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag. Weitere Menschen seien verletzt worden.

Zunächst war unklar, wer für die Explosion verantwortlich war. Südlich von Al-Schachil gehen die Truppen der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) unter kurdischer Führung derzeit gegen die letzte Bastion der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in dem Bürgerkriegsland vor. Dort sollen sich noch einige Hundert Dschihadisten in dem Ort Baghus verschanzt haben.

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+++ 17.21 Uhr: Macron will Neonazi-Gruppen auflösen +++

In der Debatte um Antisemitismus in Frankreich hat Präsident Emmanuel Macron die Auflösung von rechtsextremistischen Gruppierungen angekündigt. Es solle mit den Gruppen Blood & Honour Hexagone, Combat 18 und Bastion social angefangen werden, sagte Macron beim Treffen des Dachverbandes der jüdischen Organisationen in Frankreich (CRIF) in Paris. Blood & Honour und Combat 18 haben nach ergänzenden Angaben auch Ableger in Deutschland.

Die Zahl judenfeindlicher Vorfälle in Frankreich war im vergangenen Jahr sprunghaft angestiegen. Macron hatte zu Wochenbeginn den jüdischen Friedhof im elsässischen Quatzenheim besucht, wo zahlreiche Gräber mit Hakenkreuzen geschändet worden waren. Tausende Menschen in Frankreich hatten am Dienstag gegen Antisemitismus demonstriert. "Der Antisemitismus ist nicht ein Problem der Juden. Er ist ein Problem der Republik", sagte Macron.

+++ 16.43 Uhr: Söder geht wegen Anti-Juncker-Kampagne auf Distanz zu Orban +++

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich nach den Angriffen der ungarischen Regierung auf EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker von Ministerpräsident Viktor Orban distanziert. "Bayern und die CSU hatten immer gute Verbindungen zu Ungarn. Aber die Äußerungen von Viktor Orban sind nicht akzeptabel", sagte Söder der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Der von Orban eingeschlagene Weg gehe "leider in die falsche Richtung".

Ungarns nationalkonservative Regierung  wirft Juncker und dem US-Milliardär George Soros in einer neuen Medienkampagne die Förderung illegaler Einwanderung vor. Die EU-Kommission hatte sich empört über die Kampagne gezeigt. Juncker forderte, Orbans Fidesz-Partei aus der Europäischen Volkspartei (EVP) auszuschließen. Das ist der Zusammenschluss der konservativen Parteien im Europaparlament. Auch CDU und CSU gehören dieser an.

+++ 16.36 Uhr: Lindner wirft Grünen "Fake News" bei "sicheren Herkunftsstaaten" vor +++

In der Debatte um "sichere Herkunftsstaaten" von Migranten bezichtigt FDP-Chef Christian Lindner die Grünen einer "Fake-News-Kampagne". Behauptungen, die Einstufung von Marokko als "sicheres Herkunftsland" würde den individuellen Asylanspruch dort verfolgter Homosexueller in Deutschland einschränken, seien "einfach falsch", sagte Lindner am Donnerstag in Berlin.

Die Bundesregierung will Tunesien, Algerien, Marokko und Georgien zu "sicheren Herkunftsstaaten" erklären. Als solche werden Staaten eingestuft, bei denen vermutet wird, dass es in der Regel weder politische Verfolgung noch unmenschliche oder erniedrigende Bestrafung oder Behandlung gibt. Das soll schnellere Asylentscheidungen und Abschiebungen ermöglichen. Der Bundestag hat dem Gesetz bereits zugestimmt. Es bedarf jedoch auch der Zustimmung der Länderkammer, um in Kraft treten zu können. Das scheiterte zuletzt am Widerstand von Ländern mit grüner und linker Regierungsbeteiligung.

Lindner gegen Merkel

+++ 15.58 Uhr: Nach Dammbruch in Brasilien: Konzern will Einwohner entschädigen +++

Nach dem verheerenden Dammbruch an einer Eisenerzmine im Südosten Brasiliens mit mindestens 171 Toten hat der Bergbaukonzern Vale einer Entschädigung für die Einwohner zugestimmt. Alle Menschen, die zum Zeitpunkt des Unglücks im Januar offiziell in der Stadt Brumadinho sowie im Umkreis von einem Kilometer als Einwohner gemeldet waren, werden ein Jahr lang nach Alter gestaffelt einen Geldbetrag erhalten, wie der Betreiber am Mittwochabend nach einer Anhörung vor Gericht mitteilte.

Brumadinho im Staat Minas Gerais hat laut Statistikamt etwa 40 000 Einwohner. Erwachsenen will das börsennotierte Unternehmen in dem Zeitraum monatlich einen Betrag in Höhe des brasilianischen Mindestlohns von 998 brasilianischen Real (etwa 236 Euro) zukommen lassen. Jugendliche sollen demnach die Hälfte dieser Summe erhalten und Kinder ein Viertel, was umgerechnet knapp 59 Euro entspricht. Das endgültige Schema der Entschädigung solle in den kommenden Tagen bei einem Treffen unter anderem mit Vertretern der Staatsanwaltschaft festgezurrt werden, schreibt die Zeitung "Folha de S. Paulo".

+++ 13.41 Uhr: Juncker lobt Schülerproteste gegen Klimawandel +++

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die europaweiten Schülerdemonstrationen für mehr Klimaschutz gelobt. "Ich begrüße sehr, was junge Menschen zur Zeit in Europa bewirken", sagte Juncker in Brüssel. "Ich habe die letzten Jahre oft bedauert, dass junge Menschen sich eigentlich nicht ins Zeug werfen, wenn es darum geht, wichtige Dinge von der Stelle zu bewegen."

+++ 13.26 Uhr: US-Polizisten strecken Rapper Willie McCoy mit 25 Schüssen nieder +++

Die Familie eines in seinem Auto von US-Polizisten erschossenen Schwarzen hat den Beamten übertriebene Gewaltanwendung vorgeworfen. Der junge Rapper Willie McCoy sei bei dem Vorfall in Nordkalifornien von rund 25 Kugeln getötet worden, sagte die Anwältin Melissa Nold am Mittwoch. Nold sprach von einem Gewaltexzess: "Nichts rechtfertigt ein solches Ausmaß an Gewalt", sagte Nold. Es wirke fast, als ob die Beamten Schießübungen gemacht hätten.    

Laut Nold hatte der 20-Jährige im Tonstudio eines Verwandten in der Stadt Vallejo Aufnahmen gemacht, als er spätabends zu einem Fastfood-Restaurant fuhr. Laut Polizei alarmierten Angestellte die Behörden, weil ein Auto mit laufendem Motor auf der Drive-In-Spur stand, während der Fahrer offenbar am Steuer schlief.

Die herbeigeeilten Beamten hätten eine Schusswaffe in dem Wagen gesehen, erklärte die Polizei. Während sie die Lage überprüften, sei McCoy aufgewacht und habe nach der Waffe gegriffen. "Aus Angst um ihre Sicherheit haben sechs Beamte mit ihren Dienstwaffen geschossen", erklärte die Polizei.

+++ 13.15 Uhr: Medienbericht: AfD soll Bundestag falsche Spenderliste vorgelegt haben +++

Die AfD soll im Skandal um eine umstrittene Wahlkampfspende aus der Schweiz dem Bundestag eine in Teilen falsche Spenderliste übermittelt haben. Das berichten Spiegel Online und  das ARD-Magazin Report Mainz.

Konkret gehe es um eine Reihe von Personen, die dem Kreisverband der heutigen AfD-Fraktionschefin Alice Weidel im Bundestagswahlkampf 2017 insgesamt rund 130.000 Euro gespendet haben sollen. Auf Anfrage von Report Mainz bestätigte ein Sprecher der in der Sache ermittelnden Staatsanwaltschaft Konstanz: "Die bisherigen Vernehmungen haben die Zweifel bestätigt, dass es sich bei den Personen tatsächlich um die angeblichen Spender handelt."

Beide Magazine wollen bei ihren Recherchen erfahren haben, dass einige der angeblichen Spender inzwischen bestreiten, tatsächlich Geld an die Partei gegeben zu haben. Vielmehr hätten sie lediglich ihre Namen hergegeben.

+++ 12.57 Uhr: Rot-Rot-Grün in Thüringen plant Paritätsgesetz +++

Die rot-rot-grüne Regierung in Thüringen will Parität zwischen Frauen und Männern auf den Landeswahllisten der Parteien einführen. Die Grünen stimmen derzeit den Entwurf für ein Paritätsgesetz mit den Koalitionspartnern SPD und Linkspartei ab, wie die "Thüringer Allgemeine" berichtete. Damit sollen alle Parteien im Freistaat per Gesetz dazu gezwungen werden, auf ihren Wahllisten für den Landtag ähnlich viele Männer wie Frauen aufzustellen.

Damit die Parität auch bei den Direktmandaten gilt, will Rot-Rot-Grün dem Bericht zufolge die Zahl der 44 Wahlkreise halbieren. Pro Wahlkreis sollen dann für jede Partei oder Wählergemeinschaft jeweils eine Kandidatin und ein Kandidat antreten. Gewählt würden beide als eine Art Tandem. Bei den Landtagswahlen Ende Oktober wird das Gesetz noch nicht angewendet. Der nächste reguläre Wahltermin wäre 2024.

Ende Januar hatte der brandenburgische Landtag als erstes Parlament in Deutschland ein sogenanntes Paritégesetz verabschiedet. Es schreibt Parteien vor, dass sich auf ihren Kandidatenlisten Männer mit Frauen abwechseln.

+++ 11:27 Uhr: Syrische Kurden übergeben 150 IS-Anhänger an den Irak +++

Die syrischen Kurden haben 150 irakische IS-Anhänger an die Sicherheitskräfte im Nachbarland übergeben. Die meisten von ihnen würden von der irakischen Justiz gesucht, erklärte der Kommandeur einer Stammesmiliz im Westen des Iraks, Katri al-Ubaidi, in einem Video, das am Donnerstag von lokalen Medien verbreitet wurde. Die IS-Anhänger hätten seit 2014 gegen Iraker gekämpft.

+++ 11:13 Uhr: Heidelberger Forscher entwickeln Bluttest zur Erkennung von Brustkrebs +++

Heidelberger Forscher haben einen marktreifen Bluttest zur besseren Erkennung von Brustkrebs entwickelt. Das neue Verfahren erkennt eine Krebserkrankung mit Hilfe sogenannter Biomarker und kann damit bisher gängige Diagnoseverfahren wie Mammografie, Ultraschall oder MRT erweitern, wie das Universitätsklinikum Heidelberg und die Firma HeiScreen GmbH am Donnerstag mitteilten. In einer aktuellen Studie an 500 Brustkrebspatientinnen habe der Bluttest eine Trefferquote von 75 Prozent erzielt.

Großeinsatz: Zwei Tote bei Schießerei auf Baustelle in München

+++ 11:02 Uhr: Zwei Tote nach Schüssen auf Baustelle in München +++

Mit Schüssen auf einer Baustelle in München sind zwei Männer getötet worden. Unter den Toten sei auch der mutmaßliche Schütze, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Seine Schusswaffe sei gefunden worden. Die Mordkommission ermittle. Details und Hintergründe zur Tat im Stadtteil Au waren zunächst unklar. Für die Bevölkerung bestand keine Gefahr, wie die Sprecherin betonte.

Spezialisten der Kriminalpolizei begannen am Vormittag, Spuren zu sichern, wie ein Sprecher vor Ort sagte. Die Leichen seien zwischen Baucontainern gefunden worden. Es habe mehrere Zeugen gegeben.

Anrufer hatten der Polizei gegen 8.50 Uhr telefonisch Schüsse gemeldet. Mit 30 bis 40 Streifenwagen und Zivilfahrzeugen eilten die Beamten zu der Baustelle in der Ohlmüllerstraße, wie der Sprecher sagte. Auch schwerbewaffnete Spezialeinsatzkräfte seien im Einsatz gewesen.

Auf einem Foto waren Polizisten, teilweise bewaffnet und mit Schutzausrüstung, zu sehen. Bauarbeiter mit Helmen standen in der Nähe und beobachteten die Einsatzkräfte.

Das Landratsamt nahe der Baustelle wurde vorübergehend geschlossen, öffnete aber kurze Zeit später wieder. Der Bus- und Trambahnverkehr in der Gegend wurde eingestellt.

+++ 10:50 Uhr: Museum muss 30.000 Euro für Dalí-Werke in Videoclip zahlen +++

Das Museum Dalí Berlin muss wegen Urheberrechtsverletzungen 30.000 Euro an die Dalí-Stiftung zahlen. Das Kunsthaus zog am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht München seine Berufung zurück. Damit gilt das erstinstanzliche Urteil.

Das Museum hatte von 2011 bis 2015 mit einem Video auf seine Ausstellung hingewiesen. Darin wurden surrealistische Motive des spanischen Künstlers Salvador Dalí mit Berliner Sehenswürdigkeiten kombiniert. So waren beispielsweise ein kubistischer Engel am Fernsehturm zu sehen und eine zerlaufende Uhr an der Gedächtniskirche. Insgesamt 13 Dalí-Motive waren zu sehen, in 6 davon sah das Oberlandesgericht eine Urheberrechtsverletzung.

Das Gericht wies das Museum darauf hin, dass es unter diesen Umständen mit den 30.000 Euro aus dem Urteil des Landgerichtes noch günstig davon gekommen sei und riet, die Berufung zurückzunehmen. Die Stiftung, die im Auftrag des spanischen Staates Dalís Nachlass verwaltet, hatte mindestens 200.000 Euro gefordert.

+++ 10:46 Uhr: FDP will Hartz IV vereinfachen und Arbeitslose besser motivieren +++

In der Diskussion um die Zukunft von Hartz IV hat die FDP-Fraktion ein eigenes Reformkonzept vorgestellt. Ein zentraler Punkt seien die Zuverdienstregeln, die derzeit "geradezu grotesk demotivierend" auf die Betroffenen wirkten, sagte der Arbeitsmarktexperte der Fraktion, Johannes Vogel, am Donnerstag in Berlin. Eine Arbeit aufzunehmen oder die Arbeitszeit auszuweiten, müsse sich immer lohnen.

Das Konzept für ein "liberales Bürgergeld" sieht außerdem vor, mehrere Sozialleistungen zusammenzulegen, wie der sozialpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Pascal Kober, ausführte. Arbeitslosengeld II, die Kosten für Unterkunft und Heizung, das Wohngeld und der Kinderzuschlag sollten zusammengefasst werden, um das "nervenaufreibende Ämter-Hopping" zu beenden.

+++ 10:44 Uhr: Anklage wegen Mordes an Tramperin Sophia L. erhoben +++

Die Staatsanwaltschaft Bayreuth hat im Fall der getöteten Tramperin Sophia L. Anklage erhoben. Einem aus Marokko stammenden Lastwagenfahrer werde Mord an der 28-Jährigen vorgeworfen, teilten die Ermittler am Donnerstag mit. Er soll die Anhalterin Mitte Juni auf ihrem Weg von Leipzig nach Nürnberg in seine Gewalt gebracht und getötet haben, um zuvor begangene Straftaten zu verdecken. Die Leiche soll er dann im Norden Spaniens abgelegt haben.

+++ 10:44 Uhr: Deutsche Telekom will fast 13 Milliarden Euro in den Netzausbau investieren +++

Die Deutsche Telekom will in diesem Jahr rund 12,7 Milliarden Euro in Mobilfunknetze und Breitbandnetze im Boden stecken. Davon entfallen 4,8 Milliarden Euro auf den brummenden US-Markt, wie der Konzern am Donnerstag bei Vorlage der Bilanz für das vergangene Jahr mitteilte. Eine Zahl für Deutschland nannte die Telekom nicht.

+++ 10:37 Uhr: BGH: Kunsthalle durfte "Mannheimer Loch" beim Umbau zerstören +++

Künstler haben grundsätzlich das Recht, die Vernichtung eines ihrer Werke zu verbieten - ist es allerdings Teil eines Bauwerks, gehen die Interessen des Eigentümers an einer Neugestaltung in aller Regel vor. Dieses Urteil hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Donnerstag verkündet.

Damit steht nach jahrelangem Streit fest, dass die Kunsthalle Mannheim zwei Installationen der Künstlerin Nathalie Braun Barends dem großangelegten Um- und Neubau opfern durfte. Dazu gehört die als "Mannheimer Loch" bekannt gewordene Arbeit "HHole", die sich in einem Gebäudeteil durch Öffnungen in den Decken über sämtliche Ebenen zog. Möglicherweise stehen der Künstlerin aber noch bis zu 66.000 Euro Vergütung für diese Arbeit zu. Darüber muss das Oberlandesgericht Karlsruhe neu verhandeln. Laut BGH sind die Ansprüche nicht verjährt.

+++ 9:55 Uhr: Millionenbuße und Bewährungsstrafen in Prozess um Waffenhersteller Heckler & Koch +++

Im Prozess gegen fünf ehemalige Mitarbeiter des Waffenherstellers Heckler & Koch wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz sind zwei Angeklagte zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Zudem erlegte das Stuttgarter Landgericht im Zusammenhang mit der Lieferung von fast 5000 Sturmgewehren und Zubehör in mexikanische Unruheprovinzen dem Unternehmen am Donnerstag ein Bußgeld in Höhe von 3,7 Millionen Euro auf. Eine frühere Mitarbeiterin wurde zu 17 Monaten und ein ehemaliger Angestellter zu 22 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

+++ 9:51 Uhr: Behindertenbeauftragter begrüßt "klare Entscheidung" aus Karlsruhe +++

Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel, hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Wahlrecht von Behinderten begrüßt. "Ich freue mich sehr über diese klare Entscheidung", erklärte er am Donnerstag." Ich fordere die Koalitionsfraktionen auf, den Koalitionsvertrag nun umgehend und ohne Wenn und Aber umzusetzen." Insbesondere die Unionsfraktion müsse "ihre zögerliche Haltung" aufgeben. Das Bundesverfassungsgericht hatte am Morgen entschieden, dass die bisherigen Regelungen zum Wahlrechtsausschluss für Behinderte verfassungswidrig sind. Die Vorgaben im Bundeswahlgesetz verstießen gegen den Grundsatz der Allgemeinheit der Wahl und gegen das Verbot der Benachteiligung wegen einer Behinderung, befanden die Karlsruher Richter.

+++ 9:15 Uhr: Dreijährige in Berlin gestorben - Mutter festgenommen +++

 Nach dem Tod eines drei Jahre alten Mädchens in Berlin hat die Polizei dessen Mutter festgenommen. Die Mordkommission ermittelt wegen des Verdachts auf ein Tötungsdelikt, wie die Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte. Demnach hatte der Vater das Mädchen am späten Mittwochabend schwer verletzt in einer Wohnung gefunden. Das Kind kam in ein Krankenhaus, wo es nach Polizeiangaben starb. Die Rettungskräfte wurden gegen 21.30 Uhr alarmiert. Nähere Angaben waren zunächst nicht bekannt. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen. 

+++ 9:34 Uhr: Karlsruhe: Ausschluss betreuter Menschen von Wahlen verfassungswidrig +++

Menschen, die auf gerichtlich bestellte Betreuung angewiesen sind, dürfen nicht pauschal von Wahlen ausgeschlossen werden. Das gilt nach einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe vom 29. Januar auch für Straftäter, die wegen Schuldunfähigkeit in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht sind. Der Zweite Senat monierte einen Verstoß gegen den Grundsatz der Allgemeinheit der Wahl nach Artikel 38 und gegen das Verbot der Benachteiligung wegen einer Behinderung nach Artikel 3 des Grundgesetzes.

+++ 9.13 Uhr: Papst Franziskus eröffnet Krisengipfel zu sexuellem Missbrauch im Vatikan +++

Auf Einladung von Papst Franziskus beraten die katholischen Bischöfe seit Donnerstagmorgen über Konsequenzen aus den Missbrauchsskandalen der Kirche. Papst Franziskus verspricht sich von dem Krisengipfel eine Schärfung des Bewusstseins von Bischöfen für das Thema sexueller Missbrauch und die Verständigung auf ein Regelwerk für den Umgang damit. Teilnehmer der viertägigen Konferenz sind die Vorsitzenden von mehr als 110 Bischofskonferenzen aus aller Welt. Zudem sollen Experten und Opfer zu Wort kommen. Franziskus hatte angesichts der Skandale, die die katholische Kirche weltweit tief erschüttert haben, eine "Null-Toleranz"-Haltung gegenüber Missbrauch versprochen. Wenige Tage vor der Konferenz setzte er ein Zeichen, indem er den Ex-Kardinal Theodore McCarrick nach Missbrauchsvorwürfen aus dem Klerikerstand entließ. 

+++ 8:25 Uhr: Durchsuchungen in Hessen bei mutmaßlichen Islamisten +++

Die Polizei hat am Donnerstagmorgen in Südhessen mehrere Wohnungen mutmaßlicher Islamisten durchsucht. Ermittelt wird wegen des Verdachts auf Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt sagte. In Rüsselsheim, Biebesheim und Raunheim durchsuchten die Beamten zwölf Objekte, in denen die Verdächtigen wohnen. Weitere Details und Ergebnisse des Einsatzes sollten im Laufe des Tages bekanntgegeben werden. Zunächst hatte "hessenschau.de" darüber berichtet.

+++ 8:17 Uhr: Frau in Paderborner Innenstadt mit Messer angegriffen +++

Eine 19-Jährige ist in der Paderborner Innenstadt mit einem Messer angegriffen worden. Nach ersten Ermittlungen stach ein Mann der Frau an einer Fußgängerampel vor dem Bahnhof am Mittwoch unvermittelt in den Oberarm, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag mitteilte. Wenig später nahm die Polizei den mutmaßlichen Täter fest. Er soll nach Angaben des Sprechers "psychisch labil" und geistig verwirrt sein. Der Mann wurde demnach in eine psychiatrische Klinik gebracht. Wie schwer die Frau verletzt wurde, war zunächst unklar. Der Mann soll sich sein Opfer nach ersten Erkenntnissen willkürlich ausgesucht haben.

+++ 8:12 Uhr: Spaziergängerin in Bayern findet Leiche - Mordkommission ermittelt +++

Eine Spaziergängerin hat in Bayern eine Leiche gefunden. Der Tote lag in Roth südlich von Nürnberg in einer Böschung, wie die Polizei mitteilte. Die Frau verständigte den Rettungsdienst, der allerdings nur noch den Tod des Mannes feststellen konnte. Weil der Fundort und der Zustand der Leiche auf ein Verbrechen hindeuten, nahmen Spurensicherung und Mordkommission noch am Mittwochabend ihre Arbeit auf. Im Laufe des Donnerstags soll eine Obduktion der Leiche erfolgen. Die Identität des Toten war zunächst unklar.

+++ 7:59 Uhr: Audi-Chef Schot will zehn Prozent der Führungsjobs streichen +++

Der angeschlagene Autobauer Audi will zahlreiche Führungsposten streichen. "Wir haben heute zu viele Führungskräfte an Bord", sagt Audi-Chef Bram Schot dem "Handelsblatt" vom Donnerstag. "Eine Ebene - also rund zehn Prozent der Leitung - werden wir rausnehmen können." Schot strebt mit diesem Umbau auch einen Kulturwandel an: "Wir müssen jünger, dynamischer und weiblicher werden."

+++ 7:44 Uhr: UN-Sicherheitsrat hebt vor Hanoi-Gipfel Reisesanktionen gegen Nordkoreaner auf +++

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat das Reiseverbot für nordkoreanische Spitzenkader vorübergehend aufgehoben, um ihnen die Teilnahme am Gipfel mit den USA in Vietnam zu ermöglichen. Vietnam habe als Gastland einen entsprechenden Antrag in New York eingereicht, dem der zuständige Ausschuss entsprochen habe, hieß es am Mittwoch (Ortszeit) von UN-Diplomaten. Der Gipfel soll am 27. und 28. Februar in Vietnams Hauptstadt Hanoi stattfinden.

+++ 6:27 Uhr: Wichtigste Netanjahu-Herausforderer schmieden Wahlallianz +++

Vor den vorgezogenen Parlamentswahlen in Israel haben die beiden wichtigsten Herausforderer von Regierungschef Benjamin Netanjahu ein Bündnis geschmiedet. Ex-Generalstabschef Benny Gantz und der Zentrumspolitiker Jair Lapid kündigten am Donnerstag die Bildung einer gemeinsamen Liste an. Im Falle eines Erfolgs bei der Wahl am 9. April wollen sie sich demnach im Amt des Regierungschefs abwechseln.

Menschen stehen nach einem Brand in der Nähe eines von den Flammen zerstörten Gebäudes in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka

Menschen stehen nach einem Brand in der Nähe eines von den Flammen zerstörten Gebäudes in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka

DPA

+++ 5:01 Uhr: Mindestens 69 Tote bei Inferno in Dhaka +++

Bei einem Großbrand in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka sind mindestens 69 Menschen ums Leben gekommen und Dutzende weitere verletzt worden. Das sagte der diensthabende Offizier der Feuerwehr und des Zivilschutzes, Kamrul Hasan, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagmorgen. Der Rettungseinsatz laufe weiter. Befürchtet wurde eine steigende Zahl an Opfern. Das Feuer war den Angaben zufolge am Mittwochabend im Erdgeschoss eines vierstöckigen Gebäudes ausgebrochen, in dem Chemikalien gelagert wurden. Danach breitete es sich auf drei benachbarte Häuser aus. Über die Ursache für den Brand in der Altstadt Dhakas gab es zunächst offiziell keine Auskünfte.

+++ 4:51 Uhr: Zentralkomitee der Katholiken dämpft Erwartungen an Missbrauchs-Konferenz +++

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, hat vor zu großen Erwartungen an die Missbrauchs-Konferenz im Vatikan gewarnt. "Ich befürchte, dass wir große Reformschritte nicht von einer solchen Tagung erwarten können", sagte Sternberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Das Thema sexueller Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche steht ab diesem Donnerstag im Zentrum einer viertägigen Konferenz im Vatikan. Auf Einladung von Papst Franziskus sollen Bischöfe, Experten und Opfervertreter über die Konsequenzen der Missbrauchsskandale beraten, welche die Kirche in den vergangenen Jahren erschüttert haben. Papst Franziskus verspricht sich von dem Treffen eine Schärfung des Bewusstseins von Bischöfen für das Thema Missbrauch und die Verständigung auf ein Regelwerk für den Umgang damit.

+++ 4:34 Uhr: Berlin-Köpenick nach großem Stromausfall wieder am Netz +++

Aufatmen im Berliner Südosten: Nach 31 Stunden ohne Strom ist der Stadtteil Köpenick seit Mittwochabend wieder am Netz. Tausende Menschen hatten seit Dienstag ohne Licht, Heizung oder Telefon auskommen müssen, nachdem bei Bauarbeiten neben dem Hauptkabel auch das Ersatzkabel beschädigt worden war. Insgesamt waren mehr als 30.000 Haushalte und 2000 Gewerbebetriebe vom Stromnetz abgeschnitten.

Der Blackout hatte am Dienstagnachmittag begonnen, am Mittwochabend kurz vor 21.30 Uhr gingen dann überall wieder die Lichter an. Spätestens am Donnerstagmorgen dürfte sich der Alltag vieler Bewohner nun wieder normalisieren.

+++ 4:15 Uhr: Weibliche Person" stirbt nach mutmaßlichem Familienstreit in Berlin +++

Nach einem mutmaßlichen Familienstreit in Berlin ist am Mittwochabend ein dabei schwer verletzter Mensch gestorben. Die "weibliche Person" wurde zuvor mit Stichverletzungen ins Krankenhaus gebracht, konnte jedoch nicht mehr gerettet werden, wie ein Polizeisprecher in der Nacht mitteilte. Einem Bericht der "B.Z." zufolge soll es sich bei dem Opfer um ein Kind handeln. Die Polizei wollte keine Angaben zum Alter machen.

Gegen 21.30 Uhr waren die Rettungskräfte in ein Haus im Stadtteil Lichtenrade gerufen worden. Eine verdächtige Person wurde dort vorläufig festgenommen. Ob es sich bei dem mutmaßlichen Täter und der Toten um Elternteil und Tochter handelte und die Beteiligten gemeinsam an dem Tatort wohnten, war in der Nacht zunächst unklar. Auch wer den Notruf abgesetzt hatte, wollte der Sprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht verraten. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen.

+++ 3:30 Uhr: Samsung bringt aufklappbares Smartphone für 2000 Euro auf den Markt +++

Samsung wagt im umkämpften Smartphone-Markt den Vorstoß in eine neue Geräte-Kategorie mit einem Telefon, das sich zu einem Tablet auffalten lässt. Das Gerät mit dem Namen Galaxy Fold soll zum Preis von 2000 Euro im Mai in den Handel kommen. Zugleich weitet Samsung sein Angebot klassischer Smartphones aus: Das neue Premium-Gerät Galaxy S10 gibt es in vier Varianten in verschiedenen Preisklassen. Darunter ist auch eine Version für den superschnellen 5G-Datenfunk. Obwohl der Aufbau entsprechender Netze in Deutschland sich unter anderem durch Klagen zu verzögern droht, soll das Telefon auch hierzulande erhältlich sein.

+++ 2:55 Uhr: US-Rassist soll Anschläge auf Demokraten und Journalisten geplant haben +++

Ein rechtsradikaler Offizier der US-Küstenwache soll Anschläge auf demokratische Politiker und bekannte Journalisten geplant haben. Der 49-jährige Bewunderer des norwegischen Massenmörders Anders Behring Breivik wurde vergangene Woche festgenommen, wie aus am Mittwoch freigegebenen Gerichtsdokumenten hervorgeht. In seinem Haus in einem Vorort der Bundeshauptstadt Washington fanden die Ermittler ein großes Waffenarsenal mit 15 Schusswaffen und mehr als 1000 Schuss Munition.

+++ 0:06 Uhr: Hunderte Migranten greifen Behörden-Mitarbeiter in Mexiko an +++

Hunderte Migranten aus Mittelamerika haben Mitarbeiter der mexikanischen Migrationsbehörde angegriffen und Steine nach ihnen geworfen. Der Vorfall vom Dienstag im südlichen Bundesstaat Chiapas stehe im Zusammenhang mit kriminellen Menschenhändler-Gruppen, die eine Registrierung in Mexiko umgehen wollten, sagte der Vizeminister für Migrationsthemen, Alejandro Encinas, am Mittwoch. "Wir haben unsere Grenzen geöffnet, aber die Menschen, die Zutritt zu unserem Land haben wollen, müssen sich an Einreisevorgaben halten."

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tis/anb / DPA / AFP