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+++ Ticker +++

News des Tages: Spion gegen Spion: Moskau und Tallinn tauschen Agenten aus

Estland und Russland tauschen Spione aus +++ Nordkoreas Machthaber Kim lädt Südkoreas Präsidenten ein +++ Israels Kampfjet nach Einsatz in Syrien abgestürzt +++ Eurojackpot geht nach Finnland +++ Die News des Tages.

Der estnische Offizier Eston Kohver wurde in Russland wegen Spionage verurteilt

Der estnische Offizier Eston Kohver wurde in Russland wegen Spionage verurteilt, aber gegen den in Estland inhaftierten russischen Spion Aleksej Dressen ausgetauscht

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Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Fünfjährige in und Gummistiefeln auf nächtlicher Einkaufstour (11.26 Uhr)
  • Machthaber Kim Jong Un lädt südkoreanischen Präsidenten ein (8.14 Uhr)
  • Israelischer Kampfjet nach Einsatz in abgestürzt (7.28 Uhr
  • mit 90 Millionen Euro geht nach Finnland (5.05 Uhr)
  • rauscht nah an der Erde vorbei (1.52 Uhr)

Die News des Tages im stern-Nachrichtenticker:

+++ 20.03 Uhr: Trump bietet Demokraten Freigabe von überarbeitetem Memo an +++

Nach Kritik an der Entscheidung von US-Präsident Donald Trump gegen die Veröffentlichung eines vertraulichen Dokumentes der Demokraten zu den Ermittlungen in der Russland-Affäre hat dieser das Angebot bekräftigt, das Dokument in überarbeiteter Form doch freizugeben. Das Dokument der Demokraten sei ein "sehr politisches" Papier, von dem sie selber gewusst hätten, dass es "stark redigiert" werden müsste, schrieb Trump am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Hab ihnen gesagt, dass sie es neu machen  und in ordentlicher Form zurückschicken sollen", fügte der Präsident hinzu.

Trump hatte am Freitag vergangener Woche die Veröffentlichung eines Geheimberichts zur Russland-Affäre aus dem Lager der Republikaner erlaubt. Darin geht es um angebliche Verfehlungen des FBI und des Justizministeriums in der Russland-Affäre. Kritiker sahen darin den Versuch, die Glaubwürdigkeit des FBI zu untergraben und Sonderermittler Robert Mueller zu schwächen. Die oppositionellen Demokraten wollten daraufhin ihrerseits ein vertrauliches Dokument veröffentlichen, mit dem die von den Republikanern erhobenen Vorwürfe gegen das FBI widerlegt werden sollten. Der Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses hatte am Montag für die Freigabe des Papiers gestimmt, Trump lehnte dies aber am Freitag ab.

+++ 18.41 Uhr: Religiöser saudiarabischer Würdenträger stellt Abaja-Pflicht für Frauen in Frage +++

Frauen in Saudi-Arabien sollten nach Ansicht eines einflussreichen religiösen Würdenträgers des Landes nicht mehr zum Tragen des langen Mantels Abaja verpflichtet werden. "Mehr als 90 Prozent der frommen Frauen in der muslimischen Welt tragen keine Abaja", sagte Scheich Abdullah al-Mutlak, der der höchsten religiösen Instanz des erzkonservativen Landes angehört, in einer Fernsehsendung. "Wir sollten die Menschen also nicht zwingen, Abajas zu tragen." Es sind die ersten Äußerungen dieser Art eines so hohen geistlichen Würdenträgers in Saudi-Arabien über die Abaja. In dem Land, wo eine besonders strenge Auslegung des Islam gilt, herrschen für Frauen zahlreiche Einschränkungen. Die Kleiderordnung schreibt für Frauen in der Öffentlichkeit den langen schwarzen Mantel Abaja vor. Zuletzt hat Riad einige Regeln aber gelockert. So sollen Frauen ab diesem Jahr in Autos am Steuer sitzen dürfen. Außerdem dürfen sie inzwischen in einigen Stadien Sportveranstaltungen besuchen.

+++ 16.55 Uhr: Günther fordert Verjüngung der CDU auch auf der Regierungsbank +++

Durch eine Verjüngung auch im Bundeskabinett muss die CDU nach Ansicht des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther (CDU) ihre Regierungsperspektive über die Kanzlerschaft von Angela Merkel hinaus sichern. Die CDU-Vorsitzende habe nun die Chance, bei der Kabinettsbildung "für neue Gesichter zu sorgen", sagte Günther dem Deutschlandfunk. Es müsse eine Verjüngung geben, da "die CDU im Moment vor einem historischen Prozess" stehe. "Denn es ist ja noch nie gelungen, innerhalb einer Kanzlerschaft auch zu organisieren, dass eine Partei über die Zeit einer Kanzlerin hinaus auch eine Regierungsperspektive hat", sagte der 44-Jährige. "Und ich wünsche mir, dass viele Kabinettsposten von neuen talentierten jungen Menschen, aber vor allem auch zur Hälfte aus Frauen bestehend, von der Union besetzt werden." Die CDU müsse sich verändern. In der Vergangenheit habe sich die Partei "viel zu sehr darauf ausgeruht", Merkel "im Prinzip alle Aufgaben" übertragen zu haben, sagte der schleswig-holsteinische Regierungschef.

+++ 16.47: 48 mutmaßliche IS-Mitglieder in der Türkei festgenommen +++

Die türkischen Sicherheitsbehörden haben Staatsmedien zufolge 48 mutmaßliche Mitglieder der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen. In Istanbul seien bei Anti-Terror-Razzien 31 Ausländer wegen mutmaßlicher Anschlagspläne festgenommen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Weitere 17 Festnahmen habe es in der Hauptstadt Ankara gegeben. Angaben über die Nationalität der Festgenommenen wurden nicht gemacht. Unklar blieb auch, wann die Razzien stattfanden.

Die Türkei ist in den vergangenen Jahren wiederholt Ziel von Anschlägen geworden. Verantwortlich dafür gemacht wurden die IS-Miliz oder kurdische Extremisten. Die türkische Polizei geht immer wieder mit Razzien gegen mutmaßliche Mitglieder des sogenannten Islamischen Staates vor. Justizminister Abdulhamit Gül sagte am Samstag, mehr als 1350 IS-Verdächtige befänden sich in Untersuchungshaft oder seien bereits verurteilt worden.

+++ 16 Uhr: Estland und Russland tauschen Gefangene in Spionagefällen aus +++

Im Streit um Spionagevorwürfe haben Estland und Russland zwei Gefangene ausgetauscht. Ein in Russland verurteilter estnischer Geschäftsmann sei gegen einen in dem EU-Land inhaftierten Russen getauscht worden, teilte die estnische Sicherheitspolizei mit. Die Übergabe fand an einem Grenzübergang zwischen den beiden Nachbarstaaten statt, wie estnische Medien berichteten. Eine Stellungnahme aus Russland lag zunächst nicht vor.

Der Este war Dezember 2017 von einem russischen Gericht der Spionage für schuldig befunden und zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Der Russe war zuvor im Mai 2017 in Estland wegen desselben Vergehens zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der baltische EU- und Nato-Staat Estland, in dem eine große russische Minderheit lebt, und Russland hatten in den vergangenen Jahren wiederholt gegenseitige Spionagevorwürfe erhoben. Die Beziehungen zwischen Tallinn und Moskau sind wegen der Ukraine-Krise gespannt.

+++ 15.50 Uhr: Polizei löst Kurden-Demo in Duisburg auf +++

Die Polizei hat eine Demonstration von Kurden in Duisburg mit mehreren Hundertschaften aufgelöst. Die Demo gegen die türkische Militäroffensive im syrischen Afrin habe dort nicht stattfinden dürfen, teilte die Polizei mit. Dennoch hätten sich in der Spitze bis zu 250 Menschen am Hauptbahnhof eingefunden. Ausschreitungen habe es keine gegeben, allerdings "einzelne Rangeleien zwischen Polizisten und Demonstrationsteilnehmern", wie die Beamten mitteilten.

+++ 12.57 Uhr: Merkel: Deutschland steht zur Verantwortung für den Holocaust +++

Vor dem Hintergrund des polnisch-israelischen Streits über den Umgang mit dem Holocaust hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf die historische Schuld Deutschlands verwiesen. "Wir sind verantwortlich als Deutsche für die Dinge, die während des Holocaust, der Shoah, im Nationalsozialismus passiert sind", sagte die Kanzlerin in ihrem Video-Podcast. Diese Verantwortung dauere an und jede Bundesregierung werde ihr gerecht werden. Am kommenden Freitag kommt der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki zu seinem Antrittsbesuch nach Berlin. 

+++ 12.30 Uhr: Helene Fischer sagt weitere Konzerte in Berlin krankheitsbedingt ab +++

Schlagersängerin Helene Fischer (33) hat auch die letzten beiden von fünf geplanten Auftritten in Berlin abgesagt. "Trotz intensiver medizinischer Betreuung hat sich Helenes Gesundheitszustand entgegen aller Erwartungen nicht verbessert", hieß es auf ihrer offiziellen Facebookseite. Ursprünglich waren für Samstag und Sonntag Konzerte in der Mercedes-Benz-Arena geplant gewesen. Alle Shows waren mit je 12.000 Tickets ausverkauft. Die Planung von Nachholkonzerten sei jetzt sehr schwierig geworden, weil in der Halle im möglichen Zeitraum im März nicht mehr genügend freie Termine zur Verfügung stünden, hieß es. Bis spätestens kommenden Mittwoch solle eine Lösung bekanntgegeben werden. Tickets könnten aber ab sofort an den Vorverkaufsstellen, an denen sie gekauft wurden, zurückgegeben werden.

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+++ 11.26 Uhr: Fünfjährige in Windeln und Gummistiefeln auf nächtlicher Einkaufstour +++

Auf einen nächtlichen Shopping-Ausflug ist in Ludwigshafen eine Fünfjährige gegangen - nur bekleidet mit Windeln, Gummistiefeln und einer Jacke. Ein Passant rief die Polizei, als er in der Nacht auf Samstag gegen 01.00 Uhr das Mädchen ihren Puppenwagen durch die Stadt in Rheinland-Pfalz schieben sah. Das Mädchen gab dann gegenüber den Beamten an, dass sie in der Stadt einkaufen wolle, wie das Polizeipräsidium Rheinpfalz mitteilte. Während die Polizei das Elternhaus der Kleinen ermittelte, schlief das Mädchen in einer Polizeijacke gehüllt immer wieder auf dem Arm der Beamten ein. "Am Ende konnte sie wohlbehalten ihren erleichterten Eltern überstellt werden", teilte die Polizei mit. Das Mädchen sei über einen Stuhl an den Schlüsselkasten gelangt und habe dann selbstständig die Wohnungstür aufgeschlossen.

+++ 10.39 Uhr: Ärzte ohne Grenzen: Luftangriff in Syrien trifft Krankenhaus +++

Bei Luftangriffen auf ein syrisches Rebellengebiet ist in dieser Woche nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen auch ein Krankenhaus getroffen worden. Die Bombardierung des Ortes Mischmischan im Nordwesten Syriens habe sechs Menschen getötet und 17 verletzt, erklärte Ärzte ohne Grenzen. Die Klinik sei teilweise zerstört worden. Infolge der Luftangriffe werde die medizinische Versorgung der Menschen in der Region immer schwerer. Syriens Luftwaffe und ihr Verbündeter Russland hatten in den vergangenen Wochen immer wieder Luftangriffe auf die dortige Provinz Idlib geflogen. Diese steht größtenteils unter Kontrolle von Rebellen, die von radikal-islamischen Kräften dominiert werden.


+++ 10.37 Uhr: Mann und Junge nach Beben tot geborgen - jetzt 14 Tote in Taiwan +++

Die Zahl der Todesopfer nach dem schweren Erdbeben an der Ostküste Taiwans ist auf mindestens 14 gestiegen. Ein Mann und ein Junge wurden in der Stadt Hualien aus den Trümmern eines teilweise eingestürzten Wohn- und Geschäftshochhauses tot geborgen, wie die Rettungsstelle der Stadt mitteilte. Drei Menschen wurden immer noch vermisst, die Suche nach ihnen hielt an. Das Beben der Stärke 6,0 hatte am späten Dienstabend kurz vor Mitternacht (Ortszeit) vor allem in Hualien große Schäden verursacht. Mindestens 280 Menschen wurden verletzt. 

+++ 10.03 Uhr: Studie: In Deutschland fehlen 300.000 Betreuungsplätze für unter Dreijährige +++

In Deutschland fehlen laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln fast 300.000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. Im vergangenen Jahr sei "der Ausbau der Betreuungsinfrastruktur sehr dynamisch vorangeschritten", heißt es in der Studie. Im März 2017 seien rund 42.000 Kinder unter drei Jahren mehr in Betreuung gewesen als noch im März 2016.

"Gleichzeitig ist aufgrund höherer Geburtenzahlen und Zuwanderung allerdings auch die Kinderzahl deutlich gestiegen, sodass die Betreuungslücke nach wie vor bei rund 300.000 Plätzen liegt", erklärte das Institut. 

++ 8.14 Uhr: Nordkoreas Machthaber lädt südkoreanischen Präsidenten ein +++

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat den südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In nach Pjöngjang eingeladen. Kim habe über seine Schwester Kim Yo Jong verbal übermitteln lassen, dass er Moon zu einem baldigen Treffen einlade, teilte ein Sprecher des Präsidialamts in Seoul am Samstag mit. In einem Brief an Moon habe er über seine Absicht geschrieben, die innerkoreanischen Beziehungen zu verbessern. Sollte Moon nach Pjöngjang fahren, käme es zum dritten Gipfeltreffen zwischen beiden Ländern.

++ 7.28 Uhr: Israelischer Kampfjet nach Einsatz in Syrien abgestürzt +++

Ein israelisches Kampfflugzeug ist bei einem Einsatz in Syrien unter Beschuss geraten und anschließend in Israel abgestützt. Der F16-Kampfjet sei nach einem Angriff auf "iranische Ziele" abgestürzt, teilte das israelische Militär am Samstag mit. Die Piloten konnten sich demnach retten.

Ein israelischer Hubschrauber hatte den Angaben zufolge zunächst eine Drohne abgefangen, die in den israelischen Luftraum eingedrungen war. Anschließend habe der Kampfjet das "iranische Kontrollsystem" in Syrien bombardiert, von wo aus die Drohne gestartet worden sei. Das Flugzeug sei dann unter "massiven Beschuss" der syrischen Flugabwehr geraten. Nach Angaben der Polizei stützte der Kampfjet in der Jesreel-Ebene im Norden Israels ab.

+++ 5.05 Uhr: Eurojackpot mit 90 Millionen Euro geht nach Finnland +++

Ein Lottospieler aus Finnland hat den Eurojackpot von 90 Millionen Euro geknackt. Der Glückliche - oder eine Tippgemeinschaft - hatte nach Angaben von Westlotto bei der Ziehung in Helsinki die 7-8-24-34-46 plus die zwei Zusatzzahlen 4 und 8 richtig angekreuzt. Zudem gab es acht weitere "Lotto-Millionäre", fünf davon aus Deutschland. Jeweils gut 3,5 Millionen Euro streichen demnach Gewinner aus Berlin, Niedersachsen, Baden-Württemberg und zwei Mal Nordrhein-Westfalen ein.

+++ 1.52 Uhr: Asteroid rauscht nah an der Erde vorbei +++

Ein erst vor rund einer Woche entdeckter Asteroid ist relativ nah an der Erde vorbeigeflogen. Der Himmelskörper namens "2018 CB" rauschte gegen 23.30 Uhr MEZ in einer Entfernung von rund 64.000 Kilometern an unserem Planeten vorbei, wie der leitende Forscher des Beobachtungszentrums an der Universität von Arizona, Eric Christensen, bestätigte. Diese Entfernung entspricht weniger als einem Fünftel der Strecke zwischen Erde und Mond. Der Asteroid wird auf einen Durchmesser zwischen 15 und 40 Metern geschätzt. Eine Gefahr für die Erde stellte "2018 CB" nicht dar.

+++ 1.14 Uhr: "Psycho"-Schauspieler John Gavin ist tot +++

Der US-Schauspieler John Gavin ("Psycho") ist tot. Er starb im Kreise seiner Familie in seinem Haus in Beverly Hills, wie US-Medien unter Berufung auf einen Sprecher seiner Ehefrau, Schauspielerin Constance Towers, berichteten. Gavin war 86 Jahre alt.

Bekannt wurde er unter anderem durch Rollen in Alfred Hitchcocks Thriller "Psycho", David Millers "Mitternachtsspitzen" und Stanley Kubricks "Spartacus" (alle 1960). Neben seiner Schauspielertätigkeit war Gavin in den 80er-Jahren unter anderem US-Botschafter in Mexiko unter der Regierung von Präsident Ronald Reagan.

kng / DPA / AFP