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+++ News des Tages +++: Terrorverdächtiger in Berlin festgenommen

Tote und Verletzte bei Wohnungsbrand in München +++ MH370 in unkontrolliertem Sturzflug? +++ Dündar kritisiert Bundesregierung +++ Assad will bis mindestens 2021 regieren +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Die News des Tages im Überblick:

+++ 22.07 Uhr: Terrorverdächtiger in Berlin festgenommen +++

In Berlin ist am Mittwoch ein Terrorverdächtiger aus Syrien festgenommen worden. Er stehe im Verdacht, "Mitglied einer ausländischen terroristischen Vereinigung zu sein", teilte die Polizei am Abend über den Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Die Bundesanwaltschaft habe die Ermittlungen übernommen. Der nach eigener Aussage 27 Jahre alte Mann wurde den Angaben zufolge in einer Wohnung im Stadtteil Schöneberg festgenommen. Er sei seit 2015 in Deutschland.


+++ 17.31 Uhr: Baustaub an der Elbphilharmonie löst großen Feuerwehreinsatz aus +++

 Bauarbeiten an der offiziell fertiggestellten Elbphilharmonie haben noch so viel Staub aufgewirbelt, dass die Hamburger Feuerwehr mit einem Großaufgebot anrückte. Ein Rauchmelder habe Alarm gegeben, auch auf einer Videokamera habe es nach einer Rauchentwicklung ausgesehen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Zwei Löschzüge, ein Löschboot und weitere Einsatzwagen mit insgesamt 45 Mann seien losgeschickt worden. Kurze Zeit später sei klar gewesen, dass es sich bei dem vermeintlichen Qualm nur um aufgewirbelten Baustaub gehandelt habe.

+++ 16.45 Uhr: Religiöse Trauungszeremonien bei Kindern sollen Ordnungswidrigkeit werden +++

In der Debatte um Kinderehen wird darüber diskutiert, religiöse Trauungszeremonien bei Minderjährigen als Ordnungswidrigkeit zu ahnden. Einen entsprechenden Vorschlag erarbeitete das Bundesinnenministerium, wie ein Sprecher in Berlin bestätigte. Einem Bericht der "Welt" zufolge könnte in solchen Fällen künftig ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro drohen.
Mit den nach Deutschland gekommenen Flüchtlingen ist hierzulande auch die Zahl der verheirateten Minderjährigen gestiegen.

+++ 16.05 Uhr: Verdächtiger nach Polizistenmorden in den USA festgenommen +++

Nach der Tötung zweier Polizisten im US-Bundesstaat Iowa ist der mutmaßliche Täter festgenommen worden. Dies teilte die Polizei in Des Moines mit. Es handele sich um einen 46-jährigen Weißen.

Die Opfer waren nach Angaben der Polizei "aus dem Hinterhalt" erschossen worden. Die Beamten waren auf Patrouille und saßen in ihren Polizeiautos, als sie angegriffen wurden. Nachdem zunächst völlig unklar war, wer für die beiden Angriffe verantwortlich war, identifizierte die Polizei relativ schnell den nun gefassten mutmaßlichen Täter.

+++ 15.20 Uhr: Mord in Hamburg: Ermittler fahnden mit Phantombild +++

Gut zwei Wochen nach dem tödlichen Messerangriff auf einen 16-Jährigen in Hamburg, zum dem es ein IS-Bekennerschreiben gibt, hat die Polizei ein Phantombild eines Verdächtigen veröffentlicht. Nach der umfangreichen Medienberichterstattung habe sich eine Zeugin gemeldet, sagte ein Polizeisprecher. Sie habe einen möglichen Tatverdächtigen gesehen und gut beschreiben können.

Am 16. Oktober hatte ein Unbekannter den Jugendlichen an der Hamburger Alster mit mehreren Stichen getötet. Seine 15 Jahre alte Begleiterin wurde von dem Angreifer ins Wasser gestoßen. Die Polizei prüft derzeit eine Mitteilung des IS-Sprachrohrs Amak, wonach ein "Soldat" der Terrororganisation IS am 16. Oktober zwei Menschen in Hamburg angegriffen habe. 

Nach dem Tötungsdelikt an einem 16-jährigen Schüler veröffentlicht die Mordkommission Hamburg dieses Phantombild des möglichen Täters

Nach dem Tötungsdelikt an einem 16-jährigen Schüler veröffentlicht die Mordkommission Hamburg dieses Phantombild des möglichen Täters

+++ 14.03 Uhr: Busunfall in Duisburg - Fahrer stirbt +++

Bei einem schweren Unfall in Duisburg ist der Fahrer eines Linienbusses ums Leben gekommen. Neun Fahrgäste wurden verletzt, einer von ihnen schwer. Der Bus war aus noch nicht bekannten Gründen gegen einen Baum gefahren. Wodurch der dabei schwer verletzte 46-jährige Fahrer wenig später im Krankenhaus starb, ist laut Polizei unklar. 

Mehr Informationen zu dem Unfall finden Sie in dem folgenden Artikel:

+++ 13.56 Uhr: China kritisiert "Schlitzaugen"-Äußerung von Oettinger +++

Nach einer abfälligen Äußerung von EU-Kommissar Günther Oettinger über "Schlitzaugen" hat sich China bestürzt gezeigt. Seine Bemerkungen würden verdeutlichen, dass manche westliche Politiker "ein irritierendes Gefühl der Überlegenheit haben", sagte eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums. "Wir hoffen, dass sie lernen, wie man andere als gleichwertig ansieht und mit Respekt behandelt." 

Oettinger hatte in einer Rede in Hamburg unter anderem Chinesen als "Schlitzaugen" bezeichnet, von einer "Pflicht-Homoehe" gesprochen und durchblicken lassen, Frauen könnten ohne Quotenregelung keine Spitzenpositionen erreichen. Später spielte er die Aussagen, für die er von vielen Seiten kritisiert wurde, herunter. Seine Worte über "Schlitzaugen" seien eine "saloppe Äußerung" gewesen, sagte er der Zeitung "Die Welt".


+++ 13.33 Uhr: DNA-Spur nach Betonklotzwurf in Dänemark +++

Zehn Wochen nach dem tödlichen Betonklotzwurf auf eine Deutsche auf einer dänischen Autobahn könnte eine unbekannte DNA auf dem Stein die Ermittler zum Täter führen. "Wir haben ein DNA-Profil gefunden, das wir nicht aus dem Polizeiregister kennen", sagte Ermittlungsleiter Michael Lichtenstein laut Mitteilung. "Deshalb wollen wir untersuchen, ob die DNA von möglichen Verdächtigen mit dem gefundenen Profil übereinstimmt."

Für den entscheidenden Hinweis auf den oder die Täter lobte die Polizei eine Prämie von über 250.000 Kronen (rund 33.600 Euro) aus, zu der neben Privatpersonen zwei große dänische Gewerkschaften beigetragen haben. Seit der Tatnacht hat die Polizei über 450 Hinweise aus der Bevölkerung erhalten.


+++ 12.35 Uhr: Trotz großen Stellenangebots 20.000 Jugendliche ohne Lehrstelle +++

Trotz wachsenden Lehrstellenangebots sind bis Ende September 20.600 junge Leute bei der Ausbildungsplatz-Suche leer ausgegangen - und das, obwohl noch 43.500 Plätze unbesetzt waren. Die Zahlen zeigten, dass die Lage damit für Bewerber etwas günstiger sei als in den Vorjahren, sagte das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA), Raimund Becker, bei der Vorlage der Lehrstellenbilanz. "Zugleich zeigen sich auf dem Ausbildungsmarkt aber weiter große Ungleichgewichte." Insgesamt hätten 547.000 Bewerber bis Ende September 546.000 angebotenen Lehrstellen gegenüber gestanden. "Damit ist die Schere zwischen Angebot und Nachfrage erstmals geschlossen", sagte Becker. "Es bestehen aber weiterhin erhebliche regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Ungleichgewichte", machte der BA-Manager deutlich.

+++ 12.35 Uhr: Innenministerium will Imamen für Schließung von Kinderehen mit Bußgeldern drohen +++

In der Debatte um ein Verbot von Kinderehen will das Bundesinnenministerium einem Bericht zufolge mehr Druck auf Imame ausüben. Das Ministerium von Bundesinnenminister Thomas de Maizière fordere, von Imamen in Deutschland geschlossene Kinderehen zu verbieten und mit Bußgeldern zu ahnden, berichtet die "Welt". Einen entsprechenden Vorschlag habe das Ministerium in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zu den Kinderehen gemacht. Demnach sollen alle religiösen Eheschließungen von Minderjährigen verboten werden. In Moscheen dürften Imame dann keine Heiratsrituale etwa mit minderjährigen Mädchen mehr vollziehen, hieß es in dem Bericht. Wer dagegen verstößt, begehe nach den Vorstellungen des Ministeriums eine Ordnungswidrigkeit und solle mit einem Bußgeld bestraft werden. Im Gespräch seien bis zu 1000 Euro.

+++ 12.14 Uhr: Rund 30.000 Mücken für die Forschung gefangen +++

Mückenjäger aus ganz Deutschland haben in diesem Jahr rund 30.000 Tiere für die Forschung gesammelt - ein neuer Rekord. Seit Beginn des Mückenatlas-Projekts 2012 habe es noch nie so viele Einsendungen wie in diesem Jahr gegeben, sagte Biologin Doreen Walther vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF). "Wir hatten schon die Befürchtung, dass die Menschen das Interesse an dem Projekt verlieren. Doch dieses Jahr hat uns eines Besseren belehrt." Für die Mücken hätten in diesem Jahr auch sehr gute Bedingungen geherrscht. Seit 2012 arbeitet das ZALF mit dem Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit in Greifswald an der Kartierung der in Deutschland vorkommenden Mückenarten.

Fragen, die sich jeder stellt: Was machen Mücken eigentlich tagsüber?

+++ 11.52 Uhr: Mordaufruf in Schweizer Moschee - Imam festgenommen +++

Wegen mutmaßlicher Anstachelung zum Mord an moderaten Muslimen hat die Schweizer Polizei einen Imam und drei weitere Personen aus dem Umfeld einer Moschee in Winterthur festgenommen. Gegen die Verdächtigen sei ein Strafverfahren "wegen öffentlicher Aufforderung zu Verbrechen oder zur Gewalttätigkeit" eröffnet worden, teilte die Oberstaatsanwaltschaft in Zürich mit. Der aus Äthiopien stammende Imam der An'Nur Moschee wird beschuldigt, bei seiner Predigt am 21. Oktober Anhänger aufgerufen zu haben, Muslime zu ermorden, die sich weigerten, an Gebeten in dieser Moschee teilzunehmen. Laut Medienberichten gilt sie als Treffpunkt für Sympathisanten der Terrororganisation IS. Mehrere Jugendliche seien dort radikalisiert worden und hätten sich in Syrien dem IS angeschlossen, berichtete die Zeitung "Blick".

+++ 11.46 Uhr: Erneut Konfrontation zwischen Rechten und Asylbewerbern in Bautzen +++

Im sächsischen Bautzen ist es erneut zu Auseinandersetzungen zwischen mutmaßlich Rechtsextremen und jungen Asylbewerbern gekommen. Die Polizeidirektion Görlitz sprach von einer Bedrohung und Steinwürfen auf Flüchtlinge am Dienstagabend. Die Vorwürfe beruhen auf Angaben Betroffener und Zeugen. Die Polizei sucht nach weiteren Augenzeugen. Zudem soll ein 20 Jahre alter Flüchtling einen Einheimischen angegriffen haben. Verletzte gab es nicht. Darstellungen, wonach es eine Hetzjagd auf Flüchtlinge gab, dementierte die Polizei. In Bautzen war es vor allem im September wiederholt zu Ausschreitungen gekommen. Die Stadt geriet daraufhin bundesweit in die Schlagzeilen.

+++ 11.38 Uhr: Hilfloser Mann in Bank: Vernehmung der Verdächtigen ab nächster Woche +++

Nach dem Fall unterlassener Hilfeleistung an einem alten Mann in einer Essener Bankfiliale will die Polizei vier Verdächtige bald vernehmen. "Die vier Personen, gegen die ermittelt wird, laden wir jetzt vor und gehen davon aus, dass die Vernehmungen im Laufe der nächsten Woche stattfinden", sagte ein Polizeisprecher. Der Mann war am 3. Oktober im Vorraum einer Bank zusammengebrochen. 20 Minuten lang hatte er keinerlei Hilfe bekommen, obwohl Menschen im Raum waren.


+++ 11.35 Uhr: Zwei Polizisten in Iowa erschossen +++

Im US-Bundesstaat Iowa sind zwei Polizisten erschossen worden. Die Vorfälle ereigneten sich an zwei verschiedenen Orten in der Stadt Des Moines, wie der TV-Sender KCCI unter Berufung auf die Polizei berichtete. Es sehe so aus, als seien die beiden Polizisten in einen Hinterhalt gelockt worden. Sicherheitskräfte seien nach Berichten über Schüsse ausgerückt und hätten am Tatort einen angeschossenen Polizisten gefunden, schrieb die Zeitung "Des Moines Register". Er wurde so schwer verletzt, dass er starb. Wenig später sei ein Polizist an einer anderen Straßenkreuzung erschossen worden. Auch er starb. Nähere Hintergründe waren zunächst unklar.

+++ 11.19 Uhr: Hilfsorganisationen stellen sich auf massive Fluchtbewegung aus Mossul ein +++

Angesichts der Kämpfe um die Stadt Mossul im Norden Iraks stellen sich Hilfsorganisationen auf eine massive Fluchtbewegung ein. "Wir bereiten uns auf das Schlimmste vor", erklärt der Direktor des Norwegischen Flüchtlingsrats, Wolfgang Gressmann. "Das Leben von 1,2 Millionen Menschen ist in großer Gefahr." Die Internationale Organisation für Migration teilte mit, seit dem Beginn der Offensive Mitte Oktober seien bereits mehr als 20.000 Menschen vertrieben worden. "In den vergangenen Wochen haben Tausende ihre Wohnungen verlassen, Familien wurden auseinandergerissen, viele Zivilisten verletzt oder durch Heckenschützen oder Sprengsätze getötet", erklärte Gressmann.

+++ 10.36 Uhr: Schlag gegen organisierte Kriminellenbande in drei Bundesländern +++

Mit einer Razzia in drei Bundesländern hat die Polizei eine mutmaßliche Bande von Kriminellen ausgehoben. Der Schwerpunkt der Aktion gegen 16 tschetschenische Tatverdächtige lag in Sachsen, wie das Landeskriminalamt (LKA) mitteilt. Die Staatsanwaltschaft wirft den überwiegend russischen Asylbewerbern mit tschetschenischer Volkszugehörigkeit unter anderem die Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie räuberische Erpressungen und weitere Straftaten vor. Mehrere Beschuldigte konnten bei den Einsätzen unter anderem in Dresden, Leipzig sowie in Thüringen und Rheinland-Pfalz festgenommen werden. Der Präsident des sächsischen LKA, Jörg Michaelis, geht davon aus, das die Beschuldigten Teil der sogenannten Russisch-Eurasischen Organisierten Kriminalität sind.

+++ 10.27 Uhr: Hamburger Landgericht verhandelt über Böhmermanns Schmähgedicht+++

Der zivilrechtliche Streit um die Unterlassungsklage des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen den ZDF-Moderator Jan Böhmermann wegen dessen Schmähgedichts ist vor dem Hamburger Landgericht in eine weitere Runde gegangen. Mit einer mündlichen Verhandlung begann in dem Streit das Hauptsacheverfahren. In einem vorgelagerten einstweiligen Verfahren hatte das Gericht Erdogan im Mai teils Recht gegeben und Böhmermann die Wiederholung bestimmter Passagen seines Gedichts untersagt. Erdogan scheiterte allerdings mit der Forderung, das gesamte Gedicht verbieten zu lassen. Die Entscheidung im Hauptsacheverfahren wird die Regelung aus dem einstweiligen Verfahren ersetzen.

+++ 10.19 Uhr: Neuer Waffenfund in Serbien befeuert Anschlagsgerüchte +++

Ein neuer Waffenfund hat in Serbien die Sorgen vor Anschlägen auf führende Politiker verstärkt. In Belgrad sei am Dienstagabend in einem gestohlenen Auto ein Waffenarsenal sichergestellt worden, berichten die Medien in der serbischen Hauptstadt. Neben automatischen Waffen und Munition sei auch hochexplosiver Sprengstoff entdeckt worden. Die Waffen stünden im Zusammenhang mit einem ähnlichen Fund am Samstag ganz in der Nähe des Wohnorts von Serbiens Regierungschef Aleksandar Vucic, teilten die Sicherheitsbehörden mit. Vucic befürchte einen Anschlag auf seinen Bruder Andrej, sagte Innenminister Nebojsa Stefanovic.

+++ 10.17 Uhr: Zahlreiche Verletzte bei Busunfall in Duisburg +++

Bei einem Busunfall in Duisburg hat es am Morgen zahlreiche Verletzte gegeben. Nach ersten Angaben einer Polizeisprecherin ist ein Linienbus gegen einen Baum gefahren. Demnach sind 15 Menschen verletzt worden. Zur Rettung seien auch Hubschrauber angefordert worden.

+++ 10.01 Uhr: Im Dschungel verirrt: Tourist überlebt in Malaysia fast zwei Wochen +++

Übersät mit Blutegeln und ausgemergelt ist ein vor fast zwei Wochen verschwundener Rucksacktourist aus Australien in einem Dschungel in Malaysia gefunden worden. "Er lässt sich durch nichts entmutigen und ist mental unheimlich stark, das dürfte ihm das Leben gerettet haben", sagte sein Freund Mitchell Carnes dem australischen Sender Sky News. Andrew Gaskell war nach diesen Angaben am 20. Oktober zu einer Wanderung im Mulu Nationalpark im Norden der Insel Borneo aufgebrochen. Trotz dringender Empfehlung, nur mit einem einheimischen Führer zu gehen, wandern er allein los und verirrte sich. Sein Freund schlug Alarm, als Gaskell sich nicht mehr meldete. Dutzenden Rettungskräfte machten sich auf die Suche und fanden ihn am Dienstag. Der Wanderer sei schwach auf den Beinen, aber ansonsten bei guter Gesundheit, berichtete der Sender. Gaskell selbst äußerte sich zunächst nicht, wie er die zwei Wochen überlebte. 

+++ 10 Uhr: Arbeitslosenzahl sinkt im Oktober auf 2,54 Millionen +++

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Oktober um 68.000 auf 2,54 Millionen gesunken. Das sind 109.000 Erwerbslose weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilt. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 5,8 Prozent zurück.


+++ 9.43 Uhr: Frau beim Wandern von Hirsch niedergestreckt +++

Eine Wanderung hat für eine Frau in Rheinland-Pfalz ein schmerzhaftes Ende gefunden: Wie die Polizei in Koblenz mitteilt, war sie in einer Gruppe im Wald im Hunsrück unterwegs, als Rotwild den Weg querte. "Einer der Hirsche erfasste hierbei eine 58-jährige Fußgängerin und schleuderte diese zu Boden", erklärten die Beamten. Die Frau erlitt den Angaben zufolge schwere Gesichtsverletzungen und wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Auch den Ehemann der Frau erwischte der Hirsch demnach und verletzte ihn leicht.

+++ 8.23 Uhr: Instagram testet Kauf-Button +++

Das Internet-Fotonetzwerk Instagram will am Onlinehandel mitverdienen. Die Facebook-Tochter kündigte an, ab nächster Woche in den USA in kleinem Rahmen eine Funktion zu testen, mit der Nutzer "leichter" Produkte kaufen können, die sie auf Instagram-Bildern entdecken. Zunächst soll demnach auf Fotos bestimmter Marken ein Symbol angezeigt werden, über das weitere Informationen zu den abgebildeten Produkten eingeblendet werden können. Ein Kauf-Button solle die Kunden auf die Internetseite des Händlers weiterleiten. Langfristig solle eine Kauf-Funktion weltweit verfügbar sein. Kauf-Funktionen in sozialen Netzwerken sind nicht neu. Sie bringen Händler und Käufer zusammen - die Plattformen selbst verdienen an den Verkäufen mit. Im vergangenen Jahr war bereits die virtuelle Pinnwand Pinterest mit dem Kauf-Button gestartet, der seither auf einigen Fotos von Nutzern zu sehen ist.

+++ 7.03 Uhr: Val Kilmer bestreitet Krebserkrankung +++

US-Schauspieler Val Kilmer ist nach eigenen Angaben nicht an Krebs erkrankt. In einem Eintrag auf seiner Facebookseite versichert der frühere "Batman"-Darsteller, dass er gesund sei und mehrere Auftritte plane. Sein Freund Michael Douglas sei wohl falsch informiert gewesen. Kilmer reagiert damit auf Medienberichte, nach denen Hollywoodstar Michael Douglas kürzlich in einem Interview in London erklärt haben soll, dass es um Kilmers Gesundheit nicht gut stehe. Demnach würde sein Kollege an der gleichen Krankheit leiden, die er einst hatte. 2010 war bei dem Oscar-Preisträger ein Krebstumor in der Mundhöhle festgestellt worden. Im Januar 2011 sagte er in einer Fernsehshow, dass er die Erkrankung besiegt habe.

+++ 6.03 Uhr: MH370 laut neuer Analyse am Ende in unkontrolliertem Sturzflug +++

Die im März 2014 verschwundene Malaysia-Airlines-Boeing mit der Flugnummer MH370 ist nach einer neuen Analyse wahrscheinlich nach einem unkontrollierten Sturzflug im Meer versunken. Dieses Ergebnis legten Experten der australischen Behörde für Transportsicherheit (ATSB) vor. Die Experten zogen ihre neuen Schlüsse unter anderem aus der Untersuchung einer Landeklappe der Boeing, die in Tansania in Ostafrika angespült worden war. Sie sei wahrscheinlich nicht ausgefahren gewesen, teilten die Experten mit. Piloten fahren die Klappe bei Landungen aus, um die Geschwindigkeit zu reduzieren. "Dies bedeutet, dass die Maschine nicht auf eine kontrollierte Landung ausgerichtet war", sagte ATSB-Experte Peter Foley in Canberra.

MH370 war auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Menschen an Bord spurlos verschwunden. Das Wrack wird im Indischen Ozean westlich von Australien vermutet. Spekuliert wurde unter anderem, ob ein Pilot versuchte, die Maschine auf dem Meer zu landen. Warum die Maschine aber vom Kurs abwich, ist völlig ungeklärt.


+++ 5.05 Uhr: Imame sollen offenbar demnächst Bußgeld für Besiegelung von Kinderehen zahlen +++

Von Imamen in Deutschland geschlossene Kinderehen sollen einem Medienbericht zufolge verboten und muslimische Geistliche in solchen Fällen mit Bußgeldern belegt werden. Diesen Vorschlag machte laut der "Welt" das Bundesinnenministerium in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zu Kinderehen. In Moscheen dürften Imame dann keine Heiratsrituale mehr mit minderjährigen Mädchen vollziehen. Im Gespräch sei ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro.

Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe zu Kinderehen war Anfang September ins Leben gerufen worden. Sie soll die Praxis der Anerkennung von im Ausland geschlossenen Ehen Minderjähriger erörtern und diskutieren, inwiefern die Vorschriften zur Ehemündigkeit im deutschen Recht geändert werden sollen. Die Arbeitsgruppe, die das Ressort von Justizminister Heiko Maas einberufen hatte, will spätestens bis Jahresende eine gesetzliche Änderung des Eherechts vorlegen. In Deutschland dürfen Ehen derzeit grundsätzlich erst mit der Volljährigkeit geschlossen werden - in Ausnahmefällen aber schon mit 16 Jahren.

+++ 4.35 Uhr: Drei Tote bei Wohnungsbrand in München +++

Bei einem Wohnungsbrand nahe des Münchner Hauptbahnhofes sind am frühen Morgen drei Personen getötet und zehn weitere verletzt worden. Bei den Toten handelte es sich nach Polizeiangaben um zwei Erwachsene und ein Kind, genauere Angaben konnten zunächst nicht gemacht werden. Das Feuer in der Dachauer Straße brach gegen zwei Uhr am Mittwoch aus, wie die Polizei mitteilte. Von den zehn Verletzten mussten vier wegen einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Feuerwehr war mehrere Stunden mit den Löscharbeiten in dem sechsstöckigen Gebäude beschäftigt. Die Brandursache war zunächst unklar.

+++ 3.38 Uhr: 13 Tote bei Brand in Karaoke-Bar in Vietnam +++

Bei einem Brand in einer Karaokebar sind in Vietnam 13 Menschen ums Leben gekommen. Nach ersten Ermittlungen hatte die Einrichtung keine Lizenz, weil keine Feuerschutzmaßnahmen installiert waren, wie die Behörden berichteten. Das Feuer war in Hanoi in einem Gebäude ausgebrochen und hatte sich auf drei Nachbargebäude ausgebreitet. Dutzende Besucher konnten sich retten, aber zwölf Männer und eine Frau wurden von den Flammen eingeschlossen und verbrannten, wie die Zeitung VNexpress berichtete.
Die Feuerwehr brauchte fünf Stunden, um die Flammen zu löschen. Karaoke-Bars bieten Räume mit Musik-Anlagen, die in der Regel Freundesgruppen oder Kollegen mieten, um zu Musikvideos selbst zu singen. Feuerschutzmaßnahmen sind in Vietnam zwar vorgeschrieben, werden aber oft falsch installiert und selten inspiziert.

+++ 2.41 Uhr: US-Armee will auch Tätowierte und Ex-Kiffer aufnehmen +++

Die US-Armee will Tätowierten, früheren Kiffern, Übergewichtigen und alleinerziehenden Eltern neue Karrierewege eröffnen. Verteidigungsminister Ashton Carter kündigte eine Überprüfung der strengen Restriktionen an, die bei solchen Bewerbern bislang dem Dienst an der Waffe entgegenstanden. Die Armee müsse mit der Zeit gehen und durch das Streichen "unnötig strenger" Bestimmungen ihre Rekrutierungsbasis verbreitern. Es gebe "herausragende potenzielle Rekruten", die derzeit wegen der restriktiven Regeln zurückgewiesen müssten, so Carter. Die Ansprüche an die Bewerber dürften zwar nicht allgemein sinken. Allerdings müssten sie "relevant für die Streitkräfte von heute und morgen" sein.

Das Pentagon will nach eigenen Angaben sechs bisherige Kriterien auf den Prüfstand stellen: "Körperbau, körperliche Fitness, Schwimmtests, früherer Marijuana-Gebrauch, alleinerziehende Elternschaft und Tätowierungen." Bislang wurden Bewerber für die Armee wegen solcher Kriterien abgewiesen. Ein Pentagon-Sprecher ergänzte, dass Fitness auch weiterhin gefordert sei. Übergewichtige könnten künftig aber zugelassen werden, wenn sie bereit seien, in der Ausbildung ein Programm zum Abspecken zu durchlaufen. Das Abweisen Alleinerziehender sei ebenfalls nicht mehr zeitgemäß, sagte er: "Wir haben in unseren Rängen bereits viele alleinerziehende Eltern."

+++ 2.06 Uhr: Ex-"Cumhuriyet"-Chefredakteur kritisiert Bundesregierung +++

Der ehemalige Chefredakteur der türkischen Oppositionszeitung "Cumhuriyet", Can Dündar, hat die Bundesregierung nach den Verhaftungen in der Türkei kritisiert. "Die Reaktion der deutschen Regierung war wirklich schwach. Auch im Vergleich mit anderen westlichen Partnern der Türkei, wie etwa der Reaktion der USA", sagte Dündar der "Welt". "Berlin hat die Verhaftungen nicht einmal verurteilt. Besorgt sein hilft uns türkischen Journalisten nicht." Von den europäischen Regierung erwarte er sich ein klares Signal für die Demokratie in der Türkei. "Seit Jahren sind die Europäer dauernd besorgt. Aber das ändert nichts", sagte Dündar, der im Exil in Deutschland lebt.

Die Behörden hatten am Montag 13 Mitarbeiter, darunter auch "Cumhuriyet"-Chefredakteur Murat Sabuncu, wegen angeblicher Unterstützung einer terroristischen Organisation festgenommen. Regierungssprecher Steffen Seibert hatte daraufhin in Berlin gesagt: "Die Bundesregierung hat wiederholt - und das will ich hier auch noch einmal tun - ihrer Sorge Ausdruck gegeben über das Vorgehen gegen Presse in der Türkei und gegen Journalisten in der Türkei." Pressefreiheit sei "zentral für jeden Rechtsstaat".

+++ 1.45 Uhr: Assad will bis mindestens 2021 regieren +++

Syriens Präsident Baschar al-Assad will ungeachtet des seit fünf Jahren tobenden Bürgerkriegs in seinem Land bis mindestens 2021 an der Macht bleiben. Das sagte Assad in einem Gespräch mit westlichen Journalisten, wie die "New York Times" in ihrer Online-Ausgabe berichtet. In diesem Jahr endet seine dritte Amtszeit. Politische Änderungen werde es vor einem Sieg der Regierungstruppen nicht geben.

Assad sieht die USA als treibende Kraft hinter dem blutigen Geschehen in Syrien. Die USA unterstützten seiner Ansicht nach sowohl die Terrormiliz Islamischer Staat als auch andere militante Extremisten. "Gute Regierung oder schlechte Regierung, es ist nicht ihre Mission", kritisierte er jede westliche Einmischung. Trotz allem werde weiterhin ein Dialog "über verschiedene Kanäle" geführt, selbst mit den Vereinigten Staaten. "Aber das bedeutet nicht, dass wir unsere Souveränität aufgeben oder Syrien in einen Marionettenstaat umwandeln."

+++ 1.04 Uhr: Hendricks fordert Klimaschutz-Machtwort der Kanzlerin +++

Im Koalitionsstreit um den deutschen Klimaschutzplan hat Umweltministerin Barbara Hendricks ein Machtwort von Kanzlerin Angela Merkel gefordert. Sie habe ihre Vorschläge zur Einhaltung der Klimaziele vorab mit dem Kanzleramt besprochen, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wenn die Richtlinienkompetenz der Kanzlerin etwas wert ist, müsste der Vorschlag nahezu unverändert aus den Ressorts zurückkommen." Im Klimaschutzplan 2050 soll aufgezeigt werden, wie Deutschland das Ziel einer weitgehenden Treibhausgasneutralität bis zur Mitte des Jahrhunderts erreichen kann. Der Plan sollte eigentlich bis zur UN-Klimakonferenz in Marokko Mitte November stehen. Er kann laut Hendricks wegen der Widerstände in der Union aber erst im Dezember verabschiedet werden.  

+++ 0.45 Uhr: Zwei Tote bei Verkehrsunfall - 21-Jährige schwer verletzt +++

Bei einem schweren Verkehrsunfall im bayerischen Landkreis Lindau sind zwei Personen getötet und eine weitere schwer verletzt worden. Ein 31-Jähriger geriet mit seinem Auto nach Polizeiangaben in einer Kurve ins Schleudern und prallte mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen. Dabei wurden der 31-Jährige und seine 26 Jahre alte Beifahrerin getötet. Die 21-jährige Fahrerin des zweiten Fahrzeugs musste von einem Rettungshubschrauber mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden

+++ 0.41 Uhr: Wähler in Elfenbeinküste stimmen neuer Verfassung zu +++

Bei einem Referendum in der Elfenbeinküste hat sich Präsident Alassane Ouattara erwartungsgemäß mit seinem Entwurf für eine neue Verfassung durchgesetzt. Rund 93 Prozent der Wähler hätten der Vorlage zugestimmt, von der sich Ouattara eine Stabilisierung des Landes verspricht, teilte die Wahlkommission in Abidjan mit. Die Wahlbeteiligung bezifferte sie auf lediglich 42 Prozent. Die Opposition hatte zum Boykott des Referendums aufgerufen: Sie wertete die neue Verfassung als Versuch des Präsidenten, seine Macht auszubauen.

Präsident Ouattara verspricht sich nach eigenen Angaben von der neuen Verfassung eine Stärkung der Institutionen und eine Überbrückung der tiefen politischen Gräben, die das Land in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder in die Krise gestürzt hatten. Das künftige Staatsmodell orientiert sich an der US-Verfassung mit einer starken Exekutive, der Schaffung eines Senats als zweiter Parlamentskammer sowie der Berufung eines Vizepräsidenten.

+++ 0.04 Uhr: Sechs Tote bei Busunfall in Baltimore +++

Beim Zusammenstoß zweier Busse in der US-Großstadt Baltimore sind sechs Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, war ein Schulbus außer Kontrolle geraten und frontal gegen einen anderen Bus geprahlt. Beide Fahrer kamen ums Leben. Zehn weitere Menschen wurden verletzt. Im Schulbus saßen keine Kinder. Der Fahrer war nach Angaben der Polizei gerade auf dem Weg, die ersten Schüler abzuholen. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist unklar. Eine Obduktion soll klären, ob der 67-Jährige einen medizinischen Notfall erlitten hatte. Ein Polizeisprecher sagte, die Szene gleiche der einer Bombenexplosion.

jen/mad/kis / DPA / AFP