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News des Tages: Toter Teenager im Sauerland: 14-Jähriger hat gestanden, Mitschüler erwürgt zu haben

Widmann-Mauz fordert umfassende Sexualaufklärung für Asylbewerber +++ Massenproteste gegen Freilassung von Christin in Pakistan +++ Flugschreiber von abgestürzter Maschine in Indonesien gefunden +++ Die Nachrichten des Tages im Überblick.

Sauerland - 16-Jähriger - Schüler - Wald - Festnahme

Die Leiche des Jungen wurde in einem Waldstück nahe eines Schulzentrums entdeckt

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick: 

  • Getöteter Teenager im Sauerland: Tatverdächtiger ist 14 Jahre alt (19.11 Uhr)
  • Grusel-Clown von Vater verschreckter Kinder verprügelt (16.51 Uhr)
  • Jagdhund schießt auf Jäger (15.12 Uhr)
  • Integrationsbeauftragte will Asylbewerber über Sex aufklären (10.28 Uhr)
  • Flugschreiber von angestürzter Maschine gefunden (6.48 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 19.13 Uhr: Toter Teenager im Sauerland: Tatverdächtiger ist 14 und geständig +++

Der im Sauerland tot aufgefundene Schüler ist nach Ermittlungen der Polizei von einem 14 Jahre alten Freund und Mitschüler getötet worden. Er habe gestanden, den Mitschüler in der Nähe des Schulgeländes erwürgt zu haben, sagte am Abend Staatsanwalt Rainer Hoppmann in Olpe.

+++ 19.01 Uhr: Görlitz: Zu Unrecht abgeschobene Familie kehrt zurück +++

Eine zu Unrecht aus Sachsen abgeschobene syrische Familie ist zurück in Deutschland. Wie ihr Betreuer Habib Acam der Deutschen Presse-Agentur in Dresden mitteilte, landeten die Flüchtlinge in München und wollten noch heute nach Görlitz weiterreisen. Die Familie mit drei Kindern habe nach ihrer Abschiebung unter unwürdigen Bedingungen in Rumänien gelebt. Zunächst habe sie tagelang in einem Park kampieren müssen und sei anschließend in einer Garage ohne fließend Wasser und Toilette untergekommen. Die Abschiebung erfolgte am 6. September. Am 9. Oktober ordnete das Verwaltungsgericht Dresden die Rückholung an.

+++ 18.48 Uhr: Hessen: CDU und FDP vereinbaren neue Gespräche +++

CDU und FDP in Hessen haben bei einem ersten Treffen nach der Landtagswahl eine weitere Gesprächsrunde verabredet. Die Generalsekretäre von Christdemokraten und Liberalen, Manfred Pentz und Bettina Stark-Watzinger, sprachen am Abend von einem konstruktiven Treffen, das nächste Woche fortgesetzt werden solle.

Stark-Watzinger betonte jedoch, dass sich nichts an der Haltung der FDP geändert habe: Die Partei könne sich eine Jamaika-Koalition mit CDU und Grünen und ein Ampel-Bündnis mit Grünen und SPD unter Führung der Ökopartei nicht vorstellen.

+++ 17.31 Uhr: Bayern: Verfassungsschutz beobachtet AfD-Landtagsabgeordneten +++

Der AfD-Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten im bayerischen Landtag, Uli Henkel, wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Das geht aus der Antwort des bayerischen Innenministeriums vom 25. Oktober auf eine Anfrage der Grünen hervor. Darüber hinaus stünden noch zwei weitere Mitglieder der neuen AfD-Fraktion im bayerischen Landtag unter Beobachtung. "Der Vizepräsident des Bayerischen Landtags darf kein Feind unserer Verfassung sein!", sagte die Grünen-Fraktionschefin im Bayerischen Landtag, Katharina Schulze, laut Mitteilung.

Mitte Oktober war bekannt geworden, dass einige Mitglieder der neuen AfD-Fraktion vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Nach einem Bericht des "Münchner Merkur" sollte geprüft werden, ob die betreffenden Politiker, die damals noch nicht namentlich genannt wurden, auch noch als Abgeordnete beobachtet werden. Für die Beobachtung von Mandatsträgern gelten erhöhte Schwellen. Ob diese Prüfung abgeschlossen ist, war am Donnerstag nicht zu klären.

+++ 17.29 Uhr: Google-Mitarbeiter protestieren gegen sexuelle Belästigung +++

Google-Beschäftigte weltweit haben am Donnerstag gegen sexuelle Übergriffe am Arbeitsplatz protestiert. In Dublin, dem europäischen Hauptsitz von Google, gingen rund 500 Mitarbeiter auf die Straße, in London beteiligten sich mehrere hundert Angestellte, auch in New York und in Singapur kam es zu Protesten. Google hat diese Woche erklärt, dass in den vergangenen zwei Jahren 48 Mitarbeiter wegen sexueller Übergriffe entlassen wurden.

Beschäftigte weltweit wurden per Twitter zu einem "Walk Out for Real Change" aufgerufen. In Dublin sagte eine der Organisatorinnen, Kate, es gehe darum, "Solidarität zu zeigen mit jedem, der irgendeine Form von sexueller Belästigung an unserem Arbeitsplatz erfahren hat". Es sei wichtig zu zeigen, "dass wir mit einem solchen Verhalten nicht einverstanden sind und dass es nicht passieren sollte".      Laut den Organisatoren gab es auch Zusammenkünfte von Google-Beschäftigten in Berlin, Zürich, Haifa, Jerusalem und Tokio. 

+++ 16.51 Uhr: Grusel-Clown von Vater verschreckter Kinder verprügelt +++

Ein Grusel-Clown ist im Landkreis Leipzig an Halloween von einem Vater verschreckter Kinder verprügelt worden. Der 19-Jährige hatte mehrere Kinder mit seinem Kostüm und einer Kreuzhacke erschreckt, wie die Polizei mitteilte. Als die Mutter der Kinder dazukam, verlangte sie von dem jungen Mann, ihr zu folgen und sich zu entschuldigen. Auf dem Hof des Wohnhauses soll der Vater der Kinder dem Mann die Hacke entrissen und zweimal damit zugeschlagen haben.

Zudem gab es für den 19-Jährigen den Angaben zufolge eine Ohrfeige und er zwang ihn, sich auf Knien bei den Kindern zu entschuldigen. Der 19-Jährige erstattete nach der Behandlung in einem Krankenhaus Anzeige gegen den 34-Jährigen. Gegen den Vater wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

+++ 15.46 Uhr: Mutmaßlicher Todesschütze von Pittsburgh plädiert auf nicht schuldig +++

Der mutmaßliche Todesschütze von Pittsburgh, der laut Anklage am Samstag elf Menschen in einer Synagoge erschossen haben soll, hat sich vor Gericht für "nicht schuldig" erklärt. Das berichteten übereinstimmend mehrere Lokalmedien in Pittsburgh. Dort war der 46 Jahre alte Mann nach einem Schusswechsel mit der Polizei festgenommen worden.

Die Bundesstaatsanwaltschaft erhob Anklage in 44 Fällen gegen ihn, darunter antisemitische Hassverbrechen. Er soll während der Tat auch antisemitische Parolen gerufen haben. Die Anklage erwägt, die Todesstrafe gegen ihn zu fordern. Mindestens dürfte er im Falle einer Verurteilung lebenslange Haft erhalten.

+++ 15.12 Uhr: Jagdhund schießt versehentlich auf Jäger +++

Ein Jagdhund soll in der Nähe von El Paso im US-Bundesstaat Texas seinen Besitzer mit dessen Flinte angeschossen und lebensgefährlich verletzt haben. Der 74 Jahre alte Jäger überlebte den Schuss in die Brust, weil er sich noch ans Mobiltelefon retten und Hilfe rufen konnte, wie er der Lokalzeitung "Las Cruces Sun News", einem Ableger der "USA Today" erklärte. Er wurde in einem Krankenhaus in El Paso operiert und befindet sich inzwischen in einem Reha-Zentrum.

Der Mann hatte in der Wüste bei Las Croces Präriehasen gejagt und wollte mit seinem Pickup-Wagen nach Hause fahren. Die Schusswaffe lag laut dem Bericht geladen auf dem Rücksitz, als sich der Rottweiler-Mischling Charlie mit dem Fuß im Abzug verfing. Der Schuss traf den Mann durch die Lehne des Fahrersitzes in die Brust. "Ich habe großes Glück gehabt, ich konnte an mein Telefon gelangen", sagte der Mann der Zeitung. Die Rettungskräfte hätten ihn nach erheblichem Blutverlust wiederbelebt und ins Krankenhaus gebracht.

+++ 12.42 Hundert Festnahmen nach Halloween-Ausschreitungen in Frankreich +++

Bei Ausschreitungen in französischen Städten in der Halloween-Nacht rund hundert Menschen festgenommen worden. Nach Angaben des französischen Innenministers Christophe Castaner waren am Abend und in der Nacht rund 15000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Halloween müsse ein Fest bleiben, erklärte Castaner am Donnerstag. Castaner nannte die Ausschreitungen "skandalös". "Wir lassen das nicht durchgehen."

Ausschreitungen gab es demnach in der Nacht zum Donnerstag auch in der Pariser Region, in Metz und in Rennes. Als Polizisten die Plünderung eines Einkaufszentrums in Montgeron im Département Essonne südlich der Hauptstadt verhindern wollten, wurden sie mit einer Säureflasche beworfen. Eine 13-Jährige sei festgenommen worden. Bereits in den vergangenen Jahren hatte es in der Halloween-Nacht Ausschreitungen gegeben.

+++ 12.21 Uhr: Mehr Seehundwelpen im Wattenmeer als jemals zuvor gezählt +++

Im Wattenmeer der Nordsee hat es in diesem Jahr so viele Seehundwelpen wie nie zuvor seit Beginn der Zählungen gegeben. Bei den offiziellen Beobachtungsflügen seien in Dänemark, Deutschland und den Niederlanden 9285 Jungtiere gesehen worden, teilte das Gemeinsame Wattenmeersekretariat im niedersächsischen Wilhelmshaven. 6734 davon wurden in dem Schutzgebieten vor den Küsten der drei Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen gezählt.    

Der Gesamtbestand der Seehunde in der Nordsee blieb nach Angaben der Experten aus den drei Wattenmeer-Anrainerstaaten stabil. Bei den Zählflügen wurden 27.492 Tiere dokumentiert, davon 16.892 in Deutschland. Die Population der Meeressäuger hält sich seit 2012 auf einem Niveau von 25.000 bis 27.000 Tieren konstant. Dem Wattenmeersekretariat zufolge könnte dies darauf hindeuten, dass der Bestand unter den gegebenen Umweltbedingungen die maximale Größe erreicht haben könnte.

+++ 11.59 Uhr: Staatsanwaltschaft fordert Einstellung des Verfahrens gegen Salvini +++

Die Staatsanwaltschaft in Catania hat die Einstellung des Verfahrens gegen den italienischen Innenminister Matteo Salvini beantragt. Das geht aus einem Schreiben der Behörde hervor, das Salvini live in einem Video auf Facebook vorlas. "Das heißt: Der Minister ist unschuldig. Freude, Glückseligkeit, Heiterkeit. Ich war mir sicher, dass ich die Interessen meines Landes verteidigt und dass ich keine Straftat begangen habe", sagte Salvini.

Die italienische Justiz hatte im August Ermittlungen gegen den Vize-Premier und Chef der fremdenfeindlichen Lega wegen seines harten Vorgehens gegen im Mittelmeer gerettete Migranten aufgenommen. Salvini hatte veranlasst, dass Dutzende Migranten tagelang auf dem Rettungsschiff "Diciotti" im Hafen von Catania ausharren mussten, da er erst klären wollte, welches EU-Land sie aufnimmt. Salvini wurde deshalb Freiheitsberaubung vorgeworfen.

+++ 11.40 Uhr: Italien stoppt neue Handgepäck-Regeln von Ryanair und Wizz Air +++

Die italienische Kartellbehörde hat die Billigflieger Ryanair und Wizz Air daran gehindert, von diesem Donnerstag an neue Gebühren für Handgepäck einzuführen. Handgepäck sei ein "wesentlicher Bestandteil" im Luftverkehr, teilte die Behörde am Mittwochabend mit. Müsse der Reisende dafür extra zahlen, verzerre das nicht nur den realen Preis für die Flugreise, sondern führe den Verbraucher auch in die Irre, argumentierten die Wettbewerbshüter.

Die neuen Gepäckrichtlinien der beiden Billigflieger, die an diesem Donnerstag auch in Deutschland in Kraft treten sollten, sehen vor, dass Reisende im Standardtarif lediglich eine kleine Tasche mit an Bord nehmen können, ohne mehr zu bezahlen. Bislang war auch ein Rollkoffer mit bestimmten Maßen und Gewicht kostenlos, wenn er am Gate in den Frachtraum eingecheckt wurde. Nur gegen einen Aufpreis von 6 Euro dürfen nun zwei Gepäckstücke in die Kabine mitgenommen werden.

Die Behörde forderte Ryanair und Wizz Air auf, vorübergehend alle Aktivitäten auszusetzen, die darauf abzielen, einen Zuschlag für ein "großes Handgepäckstück" zu verlangen.

+++ 11.09 Uhr: Verformter Sensorstift für Sojus-Fehlstrat verantwortlich +++

Ein Defekt an einem Sensor ist russischen Ermittlern zufolge verantwortlich für den Fehlstart der bemannten Sojus-Rakete vor drei Wochen. Der Stift sei beim Zusammenbau des Sensors im kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur verformt worden, teilte ein Vertreter der nach dem Fehlstart gebildeten Untersuchungskommission, Oleg Skorobatow, mit.     

Am 11. Oktober waren bei einer Sojus-Rakete kurz nach dem Start zur Internationalen Raumstation ISS Probleme aufgetreten, die Kapsel mit den beiden Raumfahrern Alexej Owtschinin und Nick Hague musste in der kasachischen Steppe notlanden. Bereits am Mittwoch war bekannt geworden, dass es wegen des Sensors Probleme bei der Trennung der ersten von der zweiten Raketenstufe gegeben hatte.

+++ 11.08 Uhr: Leere Seilbahn-Gondel abgestürzt - andere Fahrgäste abgeseilt +++

In der Schweiz ist eine leere Seilbahngondel einer neuen Bergbahn entgleist und zwölf Meter in die Tiefe gestürzt. Die Gegengondel mit acht Passagieren blieb deshalb stehen, wie der Sprecher der Bergbahn Staubern, Ralph Dietsche, sagte. Die Bergrettung habe die Menschen abgeseilt, niemand sei verletzt worden. Zur Unglücksursache gebe es noch keine Angaben, sagte Dietsche. Der Unfall passierte am Mittwochabend über dem St. Galler Rheintal nahe Liechtenstein.

+++ 10.54 Uhr: Russland belegt ukrainische Elite mit Sanktionen +++

Russland hat wirtschaftliche Sanktionen gegen 322 ukrainische Politiker und Unternehmer verhängt. Auch 68 Firmen kamen auf die Sperrliste, die die russische Regierung in Moskau veröffentlichte. Bei den Einzelpersonen werden eventuelle Vermögen in Russland eingefroren. Auf der Liste stehen unter anderen Innenminister Arsen Awakow, Verteidigungsminister Stepan Poltorak und Parlamentschef Andrej Parubij. 

Präsident Petro Poroschenko, Ministerpräsident Wladimir Groisman und Außenminister Pawel Klimkin sind aber ausgenommen. Auch die EU und die USA haben bei ihren Russland-Sanktionen die direkte Staatsführung ausgespart. Allerdings steht Poroschenkos Sohn Alexej auf der Moskauer Liste. Ebenfalls bestraft werden die Ex-Regierungschefs Arseni Jazenjuk und Julia Timoschenko, wobei Timoschenko aussichtsreiche Kandidatin für die Präsidentenwahl im März 2019 ist. 

+++ 10.28 Uhr: Politikerin fordert umfassende Sexualaufklärung für Asylbewerber +++

Als Konsequenz aus der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer Frau in Freiburg fordert die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), eine umfassende Sexualaufklärung von Asylbewerbern. "Alle Asylsuchenden müssen unmittelbar nach ihrer Ankunft in Deutschland, noch in der Erstaufnahmeeinrichtung, Wegweiserkurse über das Zusammenleben in Deutschland erhalten - und dazu gehört auch, dass es für sexuellen Missbrauch und andere Gewalttaten null Toleranz gibt", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

"Schon länger hier lebende Männer müssen mit neu zugewanderten Männern unmissverständlich darüber reden, wie Sexualität und Gleichberechtigung in Deutschland gelebt werden - wenn nötig auch in ihrer Muttersprache", sagte Widmann-Mauz. Deshalb unterstütze sie Projekte für Gewaltprävention, die gezielt männliche Mentoren ausbilden.

+++ 10.21 Uhr: Konzert mit Feine Sahne Fischfilet kommt ins Fernsehen +++

Das Konzert der Band Feine Sahne Fischfilet in Dessau soll auch im Fernsehen gezeigt werden. Es ist am 6. November in der Alten Brauerei geplant - nachdem der ursprünglich vorgesehene Auftritt im Bauhaus von der Stiftung Bauhaus Dessau abgesagt worden war. Das ZDF zeichnet das Konzert auf, der Sender 3sat zeigt es am Samstag, 1. Dezember (23.30 Uhr), im Rahmen der von Jo Schück moderierten Musiksendung "zdf@bauhaus". Dazu gehören auch Interviews mit den Künstlern, wie das ZDF mitteilte.

+++ 9.29 Uhr: Radikale Proteste nach Freispruch von Christin in Pakistan +++

Einen Tag nach dem Freispruch einer Christin in Pakistan ist es in dem vorwiegend muslimischen Land wieder zu Straßenprotesten radikalislamischer Gruppen gekommen. "Wir werden unser Leben opfern, aber wir werden niemals weichen", sagte der radikalislamische Prediger und Anführer der Gruppe Tehreek-e-Labaik Pakistan (TLP), Khadim Rizvi, in Lahore. 

Landesweit kündigten Anhänger der radikalen Gruppe an, die Proteste fortzuführen. Sie blockierten auch eine der Hauptzufahrten in die Hauptstadt Islamabad, wie die Polizei mitteilte. Aus Angst vor heftigen Ausschreitungen blieben landesweit Schulen geschlossen und Straßen menschenleer.

+++ 8.12 Uhr: Hunderte Nägel auf Bundesstraße verteilt +++

Mehrere Hundert Schiefernägel sind auf einer Strecke von etwa zehn Kilometern auf der Bundesstraße 42 bei Kamp-Bornhofen in Rheinland-Pfalz verteilt worden. Wie die Polizei mitteilte, hatten mehrere Menschen am Mittwochabend Nägel auf der Strecke gemeldet. Später hätten Anwohner mitgeteilt, dass sie zwei Menschen auf einem Roller beobachtet haben, die die Nägel auf die Straße warfen. Die Beamten suchen weitere Zeugen und ermitteln wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Zusammen mit der Feuerwehr hat die Polizei die Nägel inzwischen aufgesammelt. 

+++ 7.31 Uhr: Eine Million Venezolaner flüchten ins Nachbarland Kolumbien +++

Kolumbien hat mehr als eine Million Einwanderer aus dem krisengeplagten Nachbarland Venezuela aufgenommen. "Derzeit leben mehr als 1,032 Millionen Venezolaner in unserem Land, rund 50 Prozent derer, die (ihr Land) verlassen haben", sagte der Chef der kolumbianischen Migrationsbehörde, Christian Krüger, vor dem Kongress in der Hauptstadt Bogotá. 

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) und der UN-Flüchtlingsorganisation (UNHCR) haben schon mehr als 2,3 der ehemals rund 31 Millionen Menschen wegen der schweren politischen und wirtschaftlichen Krise Venezuela verlassen.

+++ 7.25 Uhr: Laut Studie toleriert Nordkoreas Führung Gewalt gegen Frauen durch Beamte +++

Frauen in Nordkorea sind nach einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hilflos sexueller Gewalt durch Staatsbeamte und Parteifunktionäre ausgeliefert. Die Organisation wirft der Führung von Machthaber Kim Jong Un in dem in Seoul veröffentlichten Bericht vor, nichts gegen den weit verbreiteten Missbrauch von Frauen zu unternehmen und die Opfer mundtot zu machen. "Unfreiwilliger sexueller Kontakt und Gewalt sind so normal in Nordkorea, dass sie als Teil des alltäglichen Lebens akzeptiert werden", hieß es in einer Mitteilung von Human Rights Watch, das sich auf Interviews mit Flüchtlingen aus dem abgeschotteten Land beruft.

+++ 6.48 Uhr: Erster Flugschreiber von abgestürzter Maschine in Indonesien gefunden +++

Nach dem Flugzeugabsturz in Indonesien mit 189 Toten ist ein erster Flugschreiber der verunglückten Maschine geborgen worden. "Wir haben eine der Blackboxes gefunden", sagte der Leiter des nationalen Komitees für Verkehrssicherheit, Soerjanto Tjahjono, der Nachrichtenagentur AFP. Unklar ist noch, ob es sich um den Flugdatenschreiber oder den Stimmenrekorder handelt, der die Unterhaltungen im Cockpit aufzeichnet.    

Bilder zeigten, wie zwei Taucher im Absturzgebiet ein orangefarbenes Gerät auf ein Boot brachten. Die Behörden hatten bereits am Mittwoch Signale der Flugschreiber empfangen. Wegen des hohen Wellengangs und der starken Strömung konnten die Flugschreiber, die bei der Suche nach der Unglücksursache eine zentrale Rolle spielen, aber zunächst nicht geborgen werden.

Lion-Air-Unglück: Nach Flugzeugabsturz: Indonesische Taucher bergen Blackbox

+++ 6.31 Uhr: Weinstein soll auch 16-Jährige belästigt haben +++

Der ehemalige Hollywood-Produzent Harvey Weinstein soll laut einer Zivilklage 2002 eine 16-Jährige sexuell belästigt und angegriffen haben. Das geht aus neuen Gerichtsdokumenten hervor, aus denen US-Medien zitierten. Demnach hatte Weinstein den Teenager aus Polen bei einer Veranstaltung ihrer Modelagentur in den USA kennengelernt. Wenige Tage später habe er die junge Frau in seiner New Yorker Wohnung bedrängt und sexuelle Handlungen von ihr gefordert. 

Noch über Jahre hinweg habe Weinstein die Frau belästigt, hieß es weiter. Er habe ihr versprochen, ihr zu einer Filmrolle zu verhelfen, dies aber nicht getan, weil sie seinen sexuellen Forderungen nicht nachgegeben habe.

+++ 5.49 Uhr: Mindestens 15 Tote durch Taifun auf den Philippinen - Dutzende vermisst +++

Auf den Philippinen sind vermutlich mehrere Dutzend Menschen durch den schweren Wirbelsturm "Yutu" ums Leben gekommen. Die Behörden sprachen am Donnerstag von mindestens 15 Todesopfern. Befürchtet wird jedoch, dass die Opferzahl noch deutlich steigt. Mehrere Dutzend Menschen werden noch unter den Trümmern von Häusern vermisst, die durch den Sturm zusammenbrachen oder von Wassermassen mitgerissen wurden. 

+++ 4.05 Uhr: Über 1000 Fälle von Wilderei pro Jahr - hohe Dunkelziffer vermutet +++

In Deutschland werden pro Jahr mehr als 1000 Fälle von Wilderei erfasst - die Bundesregierung geht aber von einer hohen Dunkelziffer aus. Im vergangenen Jahr wies die polizeiliche Kriminalstatistik 1020 Fälle von Jagdwilderei aus, heißt es in der Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Anfrage der Grünen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Verlässliche bundesweite Zahlen über das Ausmaß illegaler Verfolgung wildlebender Arten liegen aufgrund einer hohen Dunkelziffer und mangels systematischer Erfassung nicht vor." Die Zahl der in der Statistik erfassten Fälle bewegte sich in den vergangenen zehn Jahren zwischen 864 und 1052.

Im laufenden Jahr wurden bis Mitte Oktober acht Wölfe illegal getötet, heißt es in der Antwort weiter, davon je drei in Brandenburg und Niedersachsen. Seit dem Jahr 2000 fielen insgesamt 35 Wölfe der Wilderei zum Opfer. Der Umgang mit dem Wolf ist politisch sehr umstritten, insbesondere die Frage, ob der Abschuss angesichts der zunehmenden Ausbreitung von Wolfsrudeln in Deutschland erleichtert werden sollte. Wölfe sind streng geschützt.

+++ 2.53 Uhr: Schmiererei an Synagoge in Kalifornien entdeckt +++

Wenige Tage nach dem antisemitischen Anschlag auf eine Synagoge in den USA ist in Kalifornien ein jüdisches Gotteshaus beschmiert worden. Ein Unbekannter sprühte in der Nacht auf Mittwoch unter anderem das Wort "Juden" an die Beth-Jacob-Synagoge in der Stadt Irvine, wie Gemeindevertreter Allen Berezovsky der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Polizei in der südöstlich von Los Angeles gelegenen Stadt nahm die Ermittlungen auf.

+++ 2.36 Uhr: Verletzte Autofahrerin erst sechs Tage nach schwerem Unfall gerettet +++

Nach einem schweren Autounfall im US-Bundesstaat Arizona hat die verletzte Fahrerin sechs Tage bis zu ihrer Rettung ausharren müssen. Die 53-Jährige wurde schließlich durch Zufall entdeckt und ins Krankenhaus gebracht, wie die Polizei des Wüstenstaates im Südwesten der USA mitteilte.    

Die Frau war Mitte Oktober nahe der Stadt Wickenburg auf der Bundesstraße 60 unterwegs, als sie die Kontrolle über ihr Auto verlor. Das Fahrzeug durchbrach die Leitplanke, stürzte einen Abhang herunter mehr als 15 Meter in die Tiefe und landete auf einem Baum, wo der Wagen hängen blieb.

+++ 1.11 Uhr: Morawiecki kritisiert polnische Medien in deutschem Besitz +++

Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hat vor einem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) scharfe Kritik an polnischen Medien in deutschem Besitz geübt. Solche Medien würden "interne Angelegenheiten Polens" beeinflussen und "die derzeitige Regierung angreifen", sagte Morawiecki dem Privatsender Republika.    

"Heute sind die Medien in ausländischer Hand, zum Großteil in deutscher Hand", sagte der Politiker der rechtsnationalistischen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS). "Diese deutschen Medien sind besonders im Wahlkampf für die Kommunalwahlen aktiv geworden." In Ländern wie Frankreich und Spanien wäre es "undenkbar", dass andere Staaten sich "indirekt, über die Medien offen und so stark" in einen Wahlkampf einmischen und die Regierung "angreifen".

tis / wue / DPA / AFP