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News des Tages: Historische Dampflok überrollt Mann bei Festival und verletzt ihn schwer

Todkrankes britisches Kleinkind Alfie Evans gestorben +++ Messerangriff in China: Zahl der Todesopfer steigt +++ Bill Cosby bekommt Hausarrest +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Eine Dampflok Dampflok der Baureihe 01 steht im Bahnbetriebswerk Trier

Eine Dampflok Dampflok der Baureihe 01 steht im Bahnbetriebswerk Trier

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Mann im Bahnhof von Trier durch historische Dampflok schwer verletzt (17.42 Uhr)
  • Fortuna Düsseldorf macht sechsten Bundesliga-Aufstieg perfekt (14.56 Uhr)
  • Bericht: Seehofer-Pläne könnten Flüchtlingsnachzug verzögern (14.47 Uhr)
  • Bericht: 8,5 Prozent der Tatverdächtigen sind Zuwanderer (12.09 Uhr)
  • Todkrankes britisches Kleinkind Alfie Evans gestorben (8.49 Uhr)

Die News des Tages im -Ticker:

+++ 18.55 Uhr: Gesundheitsminister Spahn will Hartz IV nicht ausprobieren +++

Gesundheitsminister Jens Spahn will nicht ausprobieren, wie es sich anfühlt, einen Monat lang von Hartz IV zu leben. Das teilte er nach einem Gespräch mit seiner Kritikerin Sandra Schlensog in Karlsruhe mit. Schlensog übergab dem CDU-Politiker eine Online-Petition mit rund 210.000 Unterschriften, in der er dazu aufgefordert worden war. Mit seiner Äußerung, Hartz IV bedeute nicht Armut, hatte der Minister viel Kritik auf sich gezogen.

+++ 17.42 Uhr: Mann im Bahnhof von Trier durch historische Dampflok schwer verletzt +++

Bei einem Dampflok-Festival im rheinland-pfälzischen Trier ist ein Mann unter eine Dampflok geraten und schwer verletzt worden. Aus noch ungeklärten Gründen sei der Mann während des sogenannten Dampfspektakels am Bahnhof Trier ins Gleisbett gefallen, teilte die Bundespolizeiinspektion Trier mit. Er sei vom Tender einer historischen Dampflok erfasst und eingeklemmt worden. Der Mann wurde von der Feuerwehr befreit und ins Krankenhaus gebracht. Während der Rettungsaktion sei ein Großteil des Trierer Bahnhofs für den Zugverkehr gesperrt gewesen, teilte die Polizei weiter mit. Die Bundespolizei habe Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen. 

+++ 16.55 Uhr: Ferrari und Porsche nach illegalem Autorennen in Berlin beschlagnahmt +++

Nach einem illegalen Autorennen mitten in Berlin hat die Polizei einen Porsche sowie einen Ferrari beschlagnahmt. Die 23 und 18 Jahre alten Fahrer der beiden Luxuskarossen lieferten sich nach Angaben der Polizei am Freitagabend ein Rennen im Stadtteil Gesundbrunnen. Augenzeugen berichteten demnach, dass die beiden Wagen mit überhöhter Geschwindigkeit mehrfach die Fahrstreifen wechselten. Am Hanne-Sobek-Platz ließen die Fahrer die Reifen der Autos immer wieder durchdrehen und die Motoren aufheulen. Zivilpolizisten stoppten die beiden Raser schließlich. "Richterlich angeordnet durften sich der 23-jährige Porsche-Fahrer und der 18-jährige Ferrari-Pilot von den Fahrzeugen und Führerscheinen verabschieden", erklärte die Polizei. Die Beamten nahmen Anzeigen wegen der Durchführung eines verbotenen Autorennens auf.

+++ 16.37 Uhr: Herausgeber der größten Reformzeitung im Iran verhaftet +++

Der Herausgeber der iranischen Zeitung "Shargh", des größten Blatts der Reformbewegung, ist verhaftet worden. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Isna wurde Mehdi Rahmanian von einem Gericht in Maschhad in Nordosten der islamischen Republik wegen eines kritischen Artikels verurteilt. Da er die verlangte Kaution nicht bezahlen konnte, musste er ins Gefängnis. Laut Isna wusste sein Anwalt zunächst nichts über den Aufenthaltsort Rahmanians. Zunächst blieb auch unklar, welcher Bericht Anlass des Urteils war. "Shargh" ("Osten") ist die wichtigste Tageszeitung der Reformbewegung, das Blatt ist auch online und auf den sozialen Medien sehr aktiv.

+++ 15.46 Uhr: "Reichsbürger"-Szene wächst weiter +++

Die sogenannten Reichsbürger verzeichnen weiter Zulauf. Die Verfassungsschutzbehörden von Bund und Ländern kämen bereits auf 18.000 Personen, die der Szene zuzurechnen seien, sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) dem Berliner "Tagesspiegel" (Sonntag). Etwa 950 würden als rechtsextrem eingestuft.

Im Jahresbericht des Bundesamtes für 2016 war von 10.000 "Reichsbürgern" mit 500 bis 600 Rechtsextremisten die Rede. Im Januar 2018 hatte Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen die Gesamtzahl mit 16.500 beziffert, von denen rund 900 als Rechtsextremisten gelten. "Reichsbürger" erkennen die Bundesrepublik nicht als Staat an. Sie sprechen dem Grundgesetz, Behörden und Gerichten die Legitimität ab und akzeptieren keine amtlichen Bescheide. Die gesamte Bewegung gilt als sicherheitsgefährdend und wird seit Herbst 2016 vom Verfassungsschutz beobachtet. Die Splitterbewegung wurde lange nicht ernstgenommen.

+++ 15.16 Uhr: Hartz-IV-Kritikerin übergibt Petition an Gesundheitsminister Spahn +++

Die Hartz-IV-Kritikerin Sandra Schlensog hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine von rund 210.000 Menschen unterzeichnete Online-Petition übergeben. Die beiden trafen sich zu einem gut einstündigen Gespräch in Karlsruhe. Beide äußerten sich anschließend zunächst nicht.

Die arbeitslose und alleinerziehende Schlensog hatte Spahn vor mehreren Wochen für seine Aussage kritisiert, dass Hartz IV nicht Armut bedeute, sondern die Antwort der Solidargemeinschaft auf Armut sei. Sie hatte die Online-Petition gestartet, mit der sie den Minister auffordert, selbst einen Monat lang von dem Geld zu leben, das sie bekommt. Spahn hatte Schlensog daraufhin angerufen und ihr ein Gespräch unter vier Augen angeboten.

+++ 15.01 Uhr: Huthi-Rebellen feuern Raketen nach Saudi-Arabien +++

Huthi-Rebellen im Jemen haben mehrere Raketen in Richtung des benachbarten Saudi-Arabien geschossen. Der Huthi-nahe TV-Sender Al-Masirah berichtete, dass acht Raketen auf die saudische Region Dschisan abgefeuert wurden. Dem saudischen Militär zufolge handelte es sich um vier Geschosse, die alle abgefangen worden seien. Sie seien absichtlich in Richtung von bewohnten Gebieten geschossen worden.

+++ 14.56 Uhr: Fortuna Düsseldorf macht sechsten Bundesliga-Aufstieg perfekt +++

Fortuna Düsseldorf hat den sechsten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga perfekt gemacht. Der Zweitliga-Tabellenführer gewann 2:1 (1:0) bei Dynamo Dresden und hat zwei Spieltage vor Saisonende einen der beiden direkten Aufstiegsplätze sicher.

+++ 14.49 Uhr: Papst von Alfies Tod "tief getroffen" +++

Papst Franziskus hat sich angesichts des Todes des britischen Jungen Alfie Evans erschüttert gezeigt. "Ich bin vom Tod des kleinen Alfie tief getroffen", ließ das katholische Kirchenoberhaupt auf Twitter mitteilen. "Heute bete ich besonders für seine Eltern, während Gott der Vater ihn in seine zärtliche Umarmung aufnimmt." Der Pontifex hatte sich für die Weiterbehandlung des fast zwei Jahre alten Kindes ausgesprochen und dessen Vater Thomas Evans im Vatikan empfangen.

Alfie sei natürlich kein Einzelfall, hatte eine Vatikan-Sprecherin vergangene Woche gesagt. Aufgrund der großen Aufmerksamkeit, die seinem Schicksal zuteil wurde, sei es für den Papst eine Möglichkeit gewesen, "die Heiligkeit des Lebens zu betonen". Alfie erlag um 3.30 Uhr (MESZ) einer Erkrankung, die sein Hirn weitgehend zerstört hatte.

+++ 14.47 Uhr: Bericht: Seehofer-Pläne könnten Flüchtlingsnachzug verzögern +++

Im Auswärtigen Amt wird nach einem Medienbericht erwartet, dass Pläne des Bundesinnenministeriums den Familiennachzug für Flüchtlinge stark einschränken könnten. Hintergrund ist die anstehende Neuregelung des Familiennachzugs für Menschen mit eingeschränktem Schutzstatus, darunter viele Syrer.

Nach internen Plänen des Innenministeriums sollen die deutschen Auslandsvertretungen überprüfen, welche der im Ausland lebenden Familienmitglieder berechtigt sind, ihren Angehörigen nach Deutschland zu folgen, wie das Magazin "Der Spiegel" berichtet. Das könnte nach Ansicht des Außenamts aber zu starken Verzögerungen bei der Bearbeitung führen. Dann sei pro Monat nur mit 20 genehmigten Anträgen zu rechnen, sagte ein Spitzenbeamter des AA dem "Spiegel" - also deutlich weniger als die bis zu 1000 monatlichen Nachzügler, auf die sich Union und SPD im Koalitionsvertrag geeinigt haben.  

+++ 14.27 Uhr: Türkischer Ex-Präsident Gül will nicht gegen Erdogan antreten +++

Der ehemalige türkische Präsident Abdullah Gül will nach eigener Aussage bei der vorgezogenen Neuwahl des Staatschefs im Juni nicht gegen Amtsinhaber Recep Tayyip Erdogan antreten. Sein Name sei ohne seine Einwilligung von einer kleinen islamischen Partei in den Ring geworfen worden, sagte Gül Reportern. Er hätte nur im Falle einer Unterstützung durch eine größere Bewegung eine Kandidatur in Erwägung gezogen. Eine solche Bewegung sei aber nicht zustande gekommen, so Gül. Die Atmosphäre in der Türke vor der Wahl sieht er demnach als negativ. Erdogan hat die ursprünglich für November 2019 geplanten Wahlen auf den 24. Juni vorgezogen. Dann sollen erstmals zeitgleich der Präsident und ein neues Parlament gewählt werden.

+++ 14.24 Uhr: Lawrow: Russland, Iran und Türkei wollen Spaltung Syriens verhindern +++

Im Syrien-Konflikt wollen Russland, der Iran und die Türkei eine Spaltung des Bürgerkriegslandes verhindern. Die drei Länder seien "aufrichtig daran interessiert, dass Syrien ein Einheitsstaat" bleibe, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow in Moskau.

Mit seinen Kollegen aus Teheran und Ankara habe er Schritte vereinbart, die Lage in Syrien zu stärken, sagte Lawrow der Agentur Interfax zufolge bei einem Treffen mit den Chefdiplomaten Mohamed Dschawad Sarif und Mevlüt Cavusoglu. Details nannte er zunächst nicht.

+++ 13.49 Uhr: Polizei in Uganda befreit über 90 entführte Kinder +++

Die Polizei in Uganda hat mehr als 90 entführte Kinder befreit. 94 Kinder und 18 Frauen seien in einer Moschee in der Hauptstadt Kampala gefangen gehalten worden, sagte Polizeisprecher Emilio Kayima. Die Moschee sei wahrscheinlich als Deckung für die Entführungen genutzt worden. Die Polizei nahm demnach 36 Menschen fest, zwei mutmaßliche Täter wurden bei der Befreiung am Freitag getötet. Die Kinder stammten vor allem aus Uganda sowie aus Ruanda und Burundi, sagte Kayima. Bei den Entführungen ging es womöglich um Lösegeldforderungen. Jüngst kam es in dem ostafrikanischen Land verstärkt zu Entführung von Frauen und Kindern, oftmals aus wohlhabenden oder bekannten Familien.

+++ 12.38 Uhr: Bahn-Bilanz für März: deutlich mehr Verspätungen im Fernverkehr +++

Im März sind lediglich drei Viertel der Fernzüge der Deutschen Bahn ohne größere Verspätung ans Ziel gekommen. Damit sackte das Pünktlichkeitsniveau im Fernverkehr seit Jahresbeginn weiter ab. Im Januar hatte es noch bei 82 Prozent gelegen, im Februar bei 80,4 Prozent, im März nun bei 75,3 Prozent, wie aus der monatlichen Bahn-Statistik zur Pünktlichkeitsentwicklung hervorgeht. Zuvor hatte der "Spiegel" darüber berichtet. Als Ursachen gibt das Unternehmen Großstörungen auf den Hauptstrecken sowie den erneuten Wintereinbruch im Norden und Osten Deutschlands an.

+++ 12.27 Uhr: Pjöngjangs Nudelgericht werden nach Koreagipfel der Hit in Seoul +++

Die De-Nuklearisierung Koreas dürfte noch eine Weile dauern, zunächst geht es eher um De-Nudelisierung: In Südkoreas Hauptstadt Seoul finden die typischen Pjöngjanger Kaltnudeln reißenden Absatz, seit sie beim historischen Korea-Gipfel am Freitag auf dem Speiseplan standen und zum Politikum wurden.

In der Seouler Nudelbar "Nampo Myeonok" standen sich die Kunden am Samstag beim Warten auf die Spezialität die Beine in den Bauch. "40 Minuten dauert es noch", rief die Besitzerin der langen Schlange vor ihrer Tür zu. Das mit einer kalten Brühe servierte Gericht "Pjöngjang Naengmyeon" ist im Süden schon länger beliebt, aber der "Friedensgipfel" im Grenzort Panmunjom verhalf ihm zu außergewöhnlicher Popularität. Tausende Menschen schlürften die Nudeln und stellten Fotos davon beim Online-Bilderdienst Instagram ein - versehen mit den Hashtags #summit (Gipfel) und #peacenaengmyeon.

+++ 12.14 Uhr: Brasiliens Mannschaftsarzt: "Neymar trainiert sehr gut" +++

Brasiliens verletzter Superstar Neymar wird bei der Fußball-Weltmeisterschaft "gut vorbereitet zurückkehren".
Dies sagte Mannschaftsarzt Rodrigo Lasmar, der den Stürmer operiert hatte, in einem Interview bei "GloboEsporte.com". "Neymar trainiert sehr gut. Er erholt sich auf die bestmögliche Weise, im Rahmen des festgelegten Programms. Die Vorbereitung ist nicht beeinträchtigt", sagte der Mediziner. Der Stürmer von Paris Saint-Germain war am 3. März am Mittelfußknochen operiert worden und absolviert derzeit sein Reha-Training in seinem Haus in Mangaratiba bei Rio de Janeiro.

"Die letzte Untersuchung ist am 17. Mai. Dann werde ich besser sehen, wann ich wieder spielen kann", hatte Neymar kürzlich gesagt. Der 26-Jährige, für den der französische Hauptstadtclub die Rekordablösesumme von 222 Millionen Euro an den FC Barcelona gezahlt hatte, hatte sich Ende Februar verletzt.

+++ 12.09 Uhr: Bericht: 8,5 Prozent der Tatverdächtigen sind Zuwanderer +++

Im vergangenen Jahr waren 8,5 Prozent aller Straftat-Verdächtigen nach einem Medienbericht Zuwanderer. Das entspricht 167.268 Taten, wie die Zeitung "Die Welt" unter Berufung auf die noch unveröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für 2017 berichtet. Ausländerrechtliche Verstöße wie die illegale Einreise sind dabei ausgeklammert. Offiziell soll die Datensammlung am 8. Mai vorgestellt werden.

Als Zuwanderer erfasst die PKS dem Bericht zufolge Asylbewerber, Geduldete, "unerlaubt Aufhältige", subsidiär Geschützte (in der Regel Bürgerkriegsflüchtlinge) sowie die wenigen Kontingentflüchtlinge, die über internationale Hilfsprogramme in Deutschland Aufnahme fanden. Anders als in den Vorjahren werden nun auch anerkannte Flüchtlinge, wie zum Beispiel politisch Verfolgte, mitgezählt. Deshalb lässt sich die Statistik nur schwer mit der von 2016 vergleichen.

Damit gäbe es mehr Verdachtsfälle gegen Zuwanderer als es ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung entspricht: Der als Zuwanderer definierte Personenkreis habe Ende 2017 nach Angaben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge nur etwa zwei Prozent der Bevölkerung ausgemacht, schreibt "Die Welt".

+++ 11.12 Uhr: Russland will sich an Lösung des Korea-Konflikts beteiligen +++

Russland will bei der Lösung des Korea-Konfliktes mit am Tisch sitzen. Das traditionelle Sechs-Parteien-Format bestehend aus Russland, China, den USA, Japan und den beiden Koreas sei optimal und alternativlos, sagte Vizeaußenminister Igor Morgulow in Moskau.

Russland wolle sich weiter in den Friedensprozess einbringen, sagte er der Agentur Interfax. Morgulow nannte unter anderem mögliche gemeinsame Wirtschafts- und Infrastrukturprojekte mit Nord- und Südkorea, die Moskau fördern könne. Die Sechs-Parteien-Gespräche waren Anfang der 2000er Jahre etabliert worden.

+++ 10.43 Uhr: Merkel: Bis 2025 wollen wir Vollbeschäftigung erreichen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat das Ziel bekräftigt, bis zum Jahr 2025 Vollbeschäftigung zu erreichen. "Im Augenblick haben wir die beste Arbeitsmarktsituation seit der deutschen Einheit", sagte Merkel in ihrem neuen Podcast. Auch wenn es in Deutschland inzwischen weniger als 2,5 Millionen Arbeitslose gebe, dürfe sich keiner auf dieser Situation ausruhen.

Vollbeschäftigung bedeute nichts anderes, als dass alle, die arbeiten möchten, auch eine Möglichkeit dazu bekommen, sagte Merkel. Dies wolle die Bundesregierung mit einer Weiterbildungsstrategie und der Förderung des sozialen Arbeitsmarkts erreichen. Die Weiterbildungsstrategie solle sowohl für Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung gelten als auch für jene, die sich beruflich verändern wollten. Merkel kündigte an, dazu auch mit den Arbeitgebern, den Kommunen und den Ländern zu sprechen

+++ 10.23 Uhr: Spahn strebt mehr als 8000 zusätzliche Altenpfleger an +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) strebt für die Altenpflege mehr als die im Koalitionsvertrag vereinbarten 8000 zusätzlichen Stellen an. "Mein Ziel ist, dass in jeder der 13 000 stationären Altenpflegeeinrichtungen in Deutschland zusätzliches Personal ankommt", sagte er dem "Spiegel". Das sei im vereinbarten Pflege-Sofortprogramm zu regeln. "Dazu will ich im Mai einen Entwurf vorlegen, den das Kabinett noch vor der Sommerpause beschließen könnte."

Im vergangenen Jahr fehlten nach früheren Angaben der Bundesregierung in der Altenpflege 14.785 Fachkräfte und 8443 Helfer. In der Krankenpflege fehlten 10.814 Fach- und 1413 Hilfskräfte. 

+++ 10.05 Uhr: Französische Eisenbahner setzen Streik fort +++

Eisenbahner haben wieder weite Teile des Zugverkehrs in Frankreich lahmgelegt. Laut einer Mitteilung des staatlichen Bahnbetreibers SNCF dürfte allein die Hälfte der TGV-Hochgeschwindigkeitszüge ausfallen. Betroffen sind auch direkte Verbindungen nach , die meisten Züge ins Nachbarland verkehren aber.

Es ist bereits der elfte Streiktag bei der Bahngesellschaft. Die Regierung will den hoch verschuldeten Betreiber umbauen und den Bahnverkehr - wie auf EU-Ebene beschlossen - für Wettbewerber öffnen. Neu eingestellte -Mitarbeiter sollen künftig nicht mehr den beamtenähnlichen Eisenbahner-Status bekommen.

+++ 9.11 Uhr: Medien: Dutzende Rebellen bei Luftangriff im Jemen getötet +++

Bei einem Luftangriff des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses auf die jemenitische Hauptstadt Sanaa sind Medienberichten zufolge dutzende Rebellen getötet worden. Der Fernsehsender Al-Arabija berichtete, bei dem Angriff auf ein Gebäude des von Huthi-Rebellen kontrollierten Innenministeriums seien am Freitagabend 38 Rebellen getötet worden. Unter den Toten sollen sich nach Angaben des saudiarabischen Staatssenders Al-Echbarija mindestens zwei Anführer der Rebellen befinden.

+++ 8.49 Uhr: Todkrankes britisches Kleinkind Alfie Evans gestorben +++

Das sterbenskranke britische Kleinkind Alfie Evans, dessen Schicksal international Mitgefühl geweckt hatte, ist tot. Der 23 Monate alte Junge sei gestorben, teilten seine Eltern mit. Das Beatmungsgerät des Jungen war am Montag abgeschaltet worden. Die Eltern hatten in einem monatelangen Rechtsstreit vergeblich eine Weiterbehandlung von Alfie gefordert.

+++ 8.04 Uhr: Fünf Tote bei Selbstmordanschlag in Südafghanistan +++

Bei einem Selbstmordanschlag in der südafghanischen Provinz Helmand sind fünf Menschen getötet und zehn verletzt worden. Die Autobombe explodierte nahe einem Stützpunkt der afghanischen Armee im Distrikt Nad Ali, wie die Provinzregierung mitteilte. Die Opfer waren überwiegend zivile Passanten. Unter den Toten war auch ein afghanischer Soldat, zu den Verletzten zählten drei Sicherheitsleute. Erkenntnisse über den Urheber der Tat lagen zunächst nicht vor.

+++ 7.24 Uhr: Jodelnder 11-Jähriger bekommt Plattenvertrag in den USA +++

Ein durch ein Internet-Video zum Star gewordener jodelnder 11-Jähriger hat jetzt seinen ersten US-Plattenvertrag. Mason Ramsey unterzeichnete mit den Musiklabels Atlantic Records und Big Loud einen Vertrag und brachte am Freitag seine erste Country-Single "Famous" (Berühmt) auf den Markt. Jetzt arbeitet der Blondschopf an einem Musikvideo für die Single.

Ramsey war Ende März schlagartig berühmt geworden: Ein im Internet veröffentlichtes Video zeigte den Jungen, wie er in Harrisburg im US-Bundesstaat Illinois in einem Walmart sang und jodelte. Das Video wurde zum Hit und millionenfach angeklickt.

+++ 6.41 Uhr: Mutmaßlicher "Golden State Killer" zunächst wegen zwei Morden beschuldigt +++

Der mutmaßliche US-Serienmörder Joseph James DeAngelo ist formell in zwei Fällen des Mordes beschuldigt worden. Der 72-jährige mutmaßliche "Golden State Killer" erschien am Freitag erstmals zu einer kurzen Verlesung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe vor einem Gericht in Sacramento, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Kalifornien.

Bei dem Gerichtstermin wurde er formell beschuldigt, im Februar 1978 das frisch verheiratete Ehepaar Brian und Katie Maggiore getötet zu haben. Die beiden waren erschossen worden, als sie mit ihrem Hund in einem Vorort von Sacramento spazieren gingen. Neben dem Fall Maggiore wird verdächtigt, zwischen 1976 und 1986 zehn weitere Morde verübt und mehr als 50 Frauen vergewaltigt zu haben. Zudem soll er rund 150 Einbrüche verübt haben.

+++ 5.24 Uhr: Nach tödlichem Notfall: Passagier reicht Klage gegen US-Fluglinie ein +++

Eine gute Woche nach einem tödlichen Zwischenfall an Bord eines Flugzeugs von Southwest Airlines hat ein Passagier die US-Fluglinie verklagt. Örtliche Medien berichteten am Freitag, dass sich die Klage von Lilia Chavez auch gegen den Motorenhersteller CFM International richte. Beiden Unternehmen wirft sie Fahrlässigkeit vor, wie die Zeitung "Dalling Morning News" schrieb.

Am 17. April wurde in 10.000 Meter Höhe das Triebwerk des Flugzeugs beschädigt, seine Splitter schossen durch ein Fenster, eine Frau wurde fast herausgerissen und starb. Sieben weitere von insgesamt 144 Menschen an Bord wurden verletzt. Chavez erlitt unter anderem eine posttraumatische Belastungsstörung. Die Maschine war auf dem Weg von New York nach Dallas.

+++ 5.20 Uhr: Antisemitismusbeauftragter: AfD hat Erinnerungskonsens aufgekündigt +++

Die AfD hat aus Sicht des designierten Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Felix Klein, dazu beigetragen, dass Antisemitismus in Deutschland heute deutlicher zu spüren ist. Klein sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Der Antisemitismus ist schon unverhohlener geworden." Dies habe wohl auch damit zu tun, dass das politische Klima insgesamt roher geworden sei.

"Die AfD hat dazu beigetragen", führte Klein aus. Ein Beispiel dafür sei die Erinnerungspolitik. "Wenn Björn Höcke von der AfD eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad fordert, dann kündigt diese Partei den breiten Konsens auf, den es bisher über die Parteigrenzen hinweg in dieser Frage gab", fügte er hinzu.

AfD-Chronologie: Fünf Jahre AfD - eine Erfolgsgeschichte?

+++ 5.04 Uhr: Giffey will Gesetz für bessere Kitas nächste Woche auf Weg bringen +++

Als erstes großes Projekt will Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) in der kommenden Woche ein Gesetz zur Verbesserung der Qualität von Kitas in die Ressortabstimmung geben. Das kündigte Giffey im Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe an. Das "Gute-Kita-Gesetz" sei ihr erstes großes Gesetzesvorhaben. "Das Gesetz enthält neun verschiedene Instrumente, um die Länder bei der Verbesserung der Kita-Qualität zu unterstützen - von der Gebührenbefreiung über den Betreuungsschlüssel bis zur Sprachförderung", sagte sie. Der Bund wolle den Ländern dafür in dieser Wahlperiode zusätzlich 3,5 Milliarden Euro bereitstellen.

+++ 2.18 Uhr: Zahl der Todesopfer nach Messerangriff auf Schüler in China steigt auf neun +++

Nach einem Messerangriff auf Schulkinder in Nordchina ist die Zahl der Todesopfer auf neun gestiegen. Bei dem Angriff in der Stadt Mizhi am Freitag seien sieben Mädchen und zwei Jungen ums Leben gekommen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Ein 28-jähriger Verdächtige wurde demnach festgenommen.

Der Mann hatte die Schüler einer Mittelschule nach Behördenangaben angegriffen, als sie auf dem Heimweg waren. Iin einem ersten Verhör gab er demnach an, er habe als Kind selbst die betroffene Schule besucht und sei dort von seinen Mitschülern gemobbt worden.

+++ 0.28 Uhr: Bill Cosby bekommt Hausarrest und elektronische Fußfessel +++

Der wegen schwerer sexueller Nötigung schuldig gesprochene US-Entertainer Bill Cosby darf bis zur Verkündung seines Strafmaßes sein Haus nicht mehr verlassen. Zudem müsse der 80-Jährige eine elektronische Fußfessel tragen, ordnete Richter Steven O'Neill an. Lediglich für Arzt- oder Anwaltsbesuche darf er das Haus nach schriftlicher Genehmigung vom Bewährungshelfer verlassen und sich dann im Heimatbezirk Montgomery County oder einem der vier umliegenden Bezirke bewegen. Cosbys Haus liegt in einem Vorort von Philadelphia im Staat Pennsylvania. Cosbys Strafmaß soll bis Anfang Juli verkündet werden, ein Termin dafür steht noch nicht fest. Der einst sehr beliebte Entertainer könnte den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen.

+++ 0.27 Uhr: Israelische Armee beschießt Hafen von Gaza +++

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben den wichtigsten Hafen des Gazastreifens beschossen. Der Angriff am Freitagabend habe sich gegen sechs "militärische Ziele" der radikalislamischen Hamas-Organisation gerichtet, erklärte die Armee. Nach palästinensischen Angaben wurde niemand verletzt, zwei Schiffe im Hafen von Gaza seien beschädigt worden.

Zuvor waren am Freitag bei neuerlichen Protesten an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel drei Palästinenser erschossen worden. Im Gazastreifen versammeln sich seit dem 30. März jeden Freitag tausende Demonstranten zu Protesten an der Grenze zu Israel.

+++ 0.09 Uhr: Polizei prüft mögliches Terrormotiv nach Vorfall vor Moschee in Birmingham +++

Nach einem Vorfall vor einer Moschee im englischen Birminigham prüft die Polizei einen möglichen terroristischen Hintergrund. Nach Polizeiangaben hatte ein Auto am frühen Freitagnachmittag vor dem muslimischen Gotteshaus zwei junge Männer angefahren und verletzt. Die Ermittlungen befänden sich noch in einem frühen Stadium, sagte ein Polizeisprecher. Ein terroristischer Hintergrund könne zunächst weder ausgeschlossen noch bestätigt werden. Die Polizei leitete eine Fahndung nach dem Fahrer ein. Sollte jemand über Aufnahmen von Überwachungskameras verfügen, die den Vorfall zeigen, solle er sich melden.

fs/fin / DPA / AFP