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News des Tages: Verprügelt und fast erdrosselt: Vater in Hamburg wegen versuchten Mordes an Tochter verhaftet

Mann in Hamburg prügelt Tochter fast tot +++ Unfall beim Roskilde-Festival +++ Drachenflieger kommt bei Absturz ums Leben +++ Kein Nowitschok bei britischem Polizisten +++ AfD steigt auf Rekordwert +++ Die Nachrichten des Tages im Ticker.

Nachrichten aus Deutschland - Polizei Blaulicht

Ein Polizeiauto im Einsatz

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Tote bei Angriff auf Sicherheitskräfte in Tunesien (14.40 Uhr)
  • Gorillaz-Sänger stürzt bei Roskilde-Festival von der Bühne (12.08)
  • Drachenflieger stirbt bei Absturz in Hessen  (08.08Uhr)
  • Rettungsaktion in Thailand hat begonnen (06.04)
  • AfD steigt in Umfrage auf Rekordwert (00.16 Uhr)

Die Nachrichten des Tages: 

+++ 20.05 Uhr: Brasilianischer Richter erklärt Anordnung zu Lulas Freilassung für ungültig +++

Ein brasilianischer Richter hat die Anordnung zur umgehenden Freilassung des inhaftierten ehemaligen Staatschefs Luiz Inácio Lula da Silva für ungültig erklärt. Ein Richterkollege hatte Stunden zuvor angeordnet, Lulas Entlassung aus dem Gefängnis in Curitiba müsse umgehend erfolgen. Lula verbüßt dort eine langjährige Haftstrafe wegen Verwicklung in eine weitverzweigte Korruptionsaffäre und Geldwäsche.

+++ 19.41 Uhr: Zehn Tote und 73 Verletzte bei Zugunglück in der Türkei +++

Bei einem Zugunglück im Nordwesten der Türkei sind mindestens zehn Menschen getötet worden. Mindestens 73 weitere Menschen seien verletzt worden, berichtete das Staatsfernsehen am Abend. Der Zug mit rund 360 Passagieren an Bord war auf dem Weg von Kapikule an der bulgarischen Grenze nach Istanbul.

+++ 17.50 Uhr: Brasilien: Gericht ordnet Freilassung von Ex-Präsident Lula an +++

Ein Berufungsgericht in Brasilien hat die Freilassung des ehemaligen Staatschefs Luiz Inácio Lula da Silva angeordnet. Lula, von 2003 bis 2010 Brasiliens Präsident, ist seit Anfang April im Gefängnis. Im vergangenen Jahr war er wegen Verwicklung in einen weitverzweigten Korruptionsskandal und Geldwäsche zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden.

+++ 17.30 Uhr: Italien will Häfen auch für internationale Rettungseinsätze sperren +++

Italien will künftig auch Schiffen internationaler Missionen im Mittelmeer das Einlaufen in seine Häfen verwehren. Innenminister Matteo Salvini schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter, er werde das dem EU-Innenministertreffen am kommenden Donnerstag in Innsbruck unterbreiten. Leider hätten die italienischen Regierungen der vergangenen fünf Jahre Vereinbarungen unterschrieben, wonach "alle diese Schiffe Migranten in Italien abladen", fügte der stellvertretende Regierungschef und Chef der rechtsextremen Lega hinzu.

Salvini bezog sich damit auf das in der Nacht im sizilianischen Hafen Messina vor Anker gegangene irische Marineschiff "Samuel Beckett" mit 106 Flüchtlingen an Bord. Zu den von ihm erwähnten "Missionen" macht er keine Angaben. Eine von ihnen ist der EU-Militäreinsatz "Sophia" zum Aufbringen von Flüchtlingsbooten und zur Festnahme vermeintlicher Schlepper. "Sophia" untersteht italienischem Kommando. Hauptquartier ist Rom.

+++ 17.28 Uhr: Frankreich: Ermittler beschlagnahmen Millionen-Zahlung an Rechtspopulisten +++

Die französische Justiz behält einen Millionenbetrag der Partei der Rechtspopulistin Marine Le Pen ein. Zwei Ermittlungsrichter hätten eine Zuweisung aus der öffentlichen Parteienfinanzierung beschlagnahmt, die am Montag überwiesen werden sollte, teilte die Nationale Sammlungsbewegung (Rassemblement National) mit. Es geht um zwei Millionen Euro, wie aus Ermittlerkreisen bestätigt wurde. Hintergrund ist die Affäre um EU-Parlamentsjob.

Die Partei, die bis vor Kurzem Front National (FN) hieß, sieht sich dadurch in ihrer Existenz bedroht. Parteichefin Le Pen kritisierte auf Twitter, die Ermittlungsrichter wendeten ""vorsorglich" die Todesstrafe gegen uns an". In einem offenen Brief schrieb sie, diese Blockade ihrer Mittel bedeute für die Partei die Zahlungsunfähigkeit Ende August.

+++ 16.22 Uhr: Ernährungsministerin Klöckner hält nichts von Verkaufsverbot für Energy Drinks +++

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) lehnt Überlegungen aus der SPD ab, den Verkauf stark koffeinhaltiger Energy Drinks an Jugendliche einzuschränken. Angesichts laufender Forschungen dazu sowie schon geltender nationaler und EU-rechtlicher Regeln sei dies derzeit nicht angebracht, sagte eine
Ministeriumssprecherin dem "Tagesspiegel". Statt auf Verbote setze Klöckner auf Aufklärung, hieß es: Faltblätter, Internet- und Hörfunkbeiträge sollen Eltern und Heranwachsende vor übermäßigem Genuss warnen.

+++ 15.58 Uhr: Österreich: Bundespräsident warnt vor der Zerstörung Europas +++

Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen warnt vor einem selbst verschuldeten Bedeutungsverlust der Europäischen Union. Europa müsse sich entscheiden: "Wollen wir weitermachen wie bisher und zusehen, wie die EU und damit Österreich auf der Weltbühne an Bedeutung verlieren?", fragte er in einem per E-Mail geführten Interview der österreichischen Nachrichtenagentur APA. "Oder wollen wir ein starkes Europa, das in der Welt gehört wird, weil es mit einer Stimme spricht?" Europa stehe an einem Scheideweg, bilanzierte er.

Van Bellen forderte mehr Zusammenhalt in Europa: "Eine Zerstörung der Union würde die einzelnen Nationalstaaten wie ein Schiff ohne Steuer auf hoher See Wind und Wellen aussetzen und letztlich neue Armut in Europa bedeuten."

+++ 15.43 Uhr: Frontex-Chef warnt vor neuer Flüchtlingsroute +++

Der Chef der europäischen Grenzschutzagentur Frontex, Fabrice Leggeri, hat vor einer Verschiebung der Flüchtlingsrouten nach Europa gewarnt. Statt von Libyen nach Italien überzusetzen versuchten immer mehr Migranten, von Marokko über das westliche Mittelmeer nach Spanien zu gelangen, sagte der 50-jährige Franzose der "Welt am Sonntag". "Wenn Sie mich fragen, was meine größte Sorge derzeit ist: Dann sage ich Spanien."

Allein im Juni zählte Frontex rund 6000 irreguläre Grenzübertritte aus Afrika nach Spanien, wie Leggeri sagte. Bei etwa der Hälfte handele es sich um Marokkaner, die anderen stammten aus Westafrika. "Wenn die Zahlen dort so steigen wie zuletzt, wird sich dieser Weg zum wichtigsten entwickeln." Nach Frontex-Angaben schlagen Schlepper im Transitland Niger vielen Migranten seit kurzem vor, die Route über Marokko statt über Libyen zu nehmen. 

+++ 15.13 Uhr: Vater in Hamburg wegen versuchten Mordes an Tochter verhaftet +++

In Hamburg ist der Vater einer 14-Jährigen wegen versuchten Mordes an seiner Tochter verhaftet worden. Wie die Polizei mitteilte, schlug der Vater am Freitagabend nach einem Streit massiv auf seine jugendliche Tochter ein und würgte sie bis zur Bewusstlosigkeit. Schließlich gelang es ihr demnach, aus der Wohnung zu fliehen und Freunde zu informieren, die wiederum die Polizei und Rettungskräfte alarmierten.

Den bisherigen Ermittlungen zufolge habe der 44-jährige Ägypter vor dem Streit erfahren, dass seine Tochter einen Freund hat, erklärte die Polizei. Die 14-Jährige wurde demnach in ein Krankenhaus eingeliefert, dort seien ihre Verletzungen als "akut lebensbedrohlich zum Zeitpunkt der Gewalteinwirkung" eingestuft worden. Gegen den Vater wurde ein Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Am Sonntagmorgen wurde er in Untersuchungshaft gebracht.

+++ 14.40 Uhr: Mehrere Tote bei Angriff auf Sicherheitskräfte in Tunesien +++

Bei einem Angriff auf einen Posten der Nationalgarde in Tunesien sind mehrere Sicherheitskräfte getötet worden. Mindestens acht Soldaten seien getötet worden, berichtete das tunesische Staatsfernsehen. Der Tod eines neunten Mannes sei noch nicht bestätigt. Dem Bericht zufolge hätten mehrere Bewaffnete einen Grenzposten in der Region Jendouba an der tunesisch-algerischen Grenze angegriffen. Die Details waren nach Angaben des Innenministeriums zunächst noch unklar. Das Staatsfernsehen sprach von einem Angriff durch "Terroristen".

+++ 14.36 Uhr: Hündin überlebt 60-Meter-Absturz in Österreich +++

Eine Hündin hat in St. Wolfgang in Österreich einen 60 Meter tiefen Absturz in eine Schlucht unversehrt überstanden. Der 14 Monate alte Vierbeiner eines Ehepaares aus Deutschland stürzte beim Abstieg über den sogenannten Wirersteig ab und fiel in eine wasserführende schmale Schlucht, wie die Polizei mitteilte. Die 49-jährige Frau und ihr 52 Jahre alter Ehemann konnten ihrer "Lotta" nicht selbst helfen. Vier Mann der Bergrettung und zwei Beamte der Alpinpolizei Gmunden konnten die Hündin schließlich bergen. Das Tier wurde nicht verletzt.

+++ 11.55 Uhr: Onlinehandel legt im zweiten Quartal stark zu +++

Die deutschen Verbraucher haben im zweiten Quartal erneut deutlich mehr im Internet eingekauft. Wie der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel in Berlin berichtete, stiegen die Brutto-Umsätze im Onlinehandel von April bis Juni verglichen mit dem zweiten Jahresviertel 2017 von knapp 14 Milliarden auf jetzt 15,6 Milliarden Euro. Das Plus der Einzelhändler im Netz sei etwa bei Bekleidung und Schuhen (9 Prozent), bei Lebensmitteln, Drogerieartikeln und Tierbedarf (15,4 Prozent) oder bei Unterhaltung und Elektronik (15,5 Prozent) besonders groß gewesen. Grundlage der Daten sind die Ergebnisse einer Verbraucherstudie.

+++ 11.50 Uhr: Schriftstellerin Tanja Maljartschuk gewinnt Bachmann-Preis +++

Die Schriftstellerin Tanja Maljartschuk ist mit dem 42. Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet worden. Die aus der Ukraine stammende und in Wien lebende Autorin erhielt die mit 25.000 Euro dotierte Ehrung am Sonntag in Klagenfurt für ihren Text "Frösche im Meer". Darin thematisiert Maljartschuk (Jahrgang 1983) das fehlende Interesse der jüngeren Generation an ihren betagten Verwandten.

Der deutsche Schriftsteller und Kabarettist Bov Bjerg gewann den Deutschlandfunk-Preis, der mit 12 500 Euro dotiert ist.

Der Ingeborg-Bachmann-Preis wird seit 1977 in Erinnerung an die in Klagenfurt geborene Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926-1973) verliehen und gilt als eine der renommiertesten Literaturauszeichnungen im deutschsprachigen Raum.

+++ 11.29 Uhr: Langzeit-Rivalen Äthiopien und Eritrea beraten über Frieden +++

Erstmals seit fast 20 Jahren haben sich die Staatsführer der Langzeit-Rivalen Äthiopien und Eritrea zu direkten Friedensgesprächen getroffen. Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed traf in Asmara ein, der Hauptstadt des Nachbarlandes, wo er von Eritreas Präsident Isaias Afwerki empfangen wurde. Die Bemühungen um einen dauerhaften Frieden sollten verstärkt werden, schrieb Fitsum Arega, Stabschef des äthiopischen Regierungschef, dazu auf Twitter.

Eritrea gehörte bis zu seiner Unabhängigkeit 1993 zu Äthiopien. Fünf Jahre später brach ein Krieg zwischen den beiden Staaten aus, in dem Zehntausende Menschen ums Leben kamen. Mit dem sogenannten Abkommen von Algier wurde 2000 der Konflikt beendet. Um den Grenzdisput zu lösen, legte eine Expertenkommission eine Kompromisslinie fest, die aber nicht akzeptiert wurde. Bis heute sind die Länder verfeindet und die Lage an der Grenze ist angespannt.

+++ 11.20 Uhr: Roskilde-Festival: Gorillaz-Sänger fällt von Bühne +++

Es passierte beim letzten Song auf der großen Bühne: Beim Abschluss des Roskilde-Festivals in Dänemark ist ein Sänger der britischen Popband Gorillaz von der hohen Bühne gefallen. Der Rapper mit Künstlernamen Del the Funkee Homosapien musste ins Krankenhaus gebracht werden, wie schwer er verletzt wurde, war zunächst nicht bekannt. Die Band brach das Konzert in der Nacht zum Sonntag vorzeitig ab. 

Beim Roskilde-Festival hatten rund 100.000 Besucher und 30.000 freiwillige Helfer vier Tage lang durchgefeiert. Der Auftritt von Rapper Eminem am Mittwoch war nach Veranstalterangaben mit mehr als 100.000 Zuschauern das größte Konzert in der Geschichte des Roskilde-Festivals. Am Donnerstagabend stand Bruno Mars auf der berühmten Orange Stage, am Freitag begeisterte Nick Cave die Massen.

+++ 10.55 Uhr: Emmanuelle Seigner erteilt Oscar-Akademie wegen Polanski eine Absage +++

Die französische Schauspielerin Emmanuelle Seigner will aus Protest gegen den Rauswurf ihres Mannes Roman Polanski nicht der amerikanischen Oscar-Akademie beitreten. Mit scharfen Worten lehnte die 52-Jährige die Einladung der Akademie in einem offenen Brief ab, der in der französischen Sonntagszeitung "Le Journal du Dimanche" veröffentlicht wurde. "Dieser beleidigende Vorschlag ist der Wassertropfen, der das Fass meiner relativen Diskretion zum Überlaufen gebracht hat", schrieb Seigner.

+++ 08.08 Uhr: Drachenflieger kommt bei Absturz in Hessen ums Leben +++

In Hessen ist ein 58-jähriger Drachenflieger abgestürzt und dabei ums Leben gekommen. Der Mann aus Nordrhein-Westfalen erlitt bei dem Absturz auf einer Wiese in der Nähe von Biebertal schwerste innere Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Er wurde demnach mit einem Rettungshubschrauber in die Uniklinik Gießen gebracht, wo er am frühen Abend starb.

Zeugen hatten nach Polizeiangaben beobachtet, wie der Mann mit seinem Luftsportgerät kurz nach dem Start einen Richtungswechsel vornahm und danach zu Boden stürzte. Die Kriminalpolizei Gießen nahm Ermittlungen zu dem Vorfall auf.

+++ 07.39 Uhr: 18.500 türkische Staatsbedienstete verlieren Arbeit durch neues Dekret +++

In der Türkei verlieren mehr als 18.500 Staatsbedienstete durch ein veröffentlichtes Dekret der Regierung ihre Arbeit. Das Dekret wurde am frühen Morgen im Amtsblatt der Türkei veröffentlicht und betrifft demnach rund 9000 Polizisten und 6000 Angestellte der Armee, aber auch Universitätsmitarbeiter. Türkischen Medienberichten zufolge handelt es sich um das letzte derartige Dekret vor der möglichen Aufhebung des Ausnahmezustands am Montag.

Insgesamt werden durch den Gesetzestext 18.632 Staatsbedienstete entlassen, darunter auch rund 1000 Angestellte des Justizministeriums und 650 Angestellte des Bildungsministeriums. Überdies wurde in dem Dekret die Schließung von zwölf Verbänden, drei Zeitungen und einem Fernsehsender angeordnet. Dagegen wurden 148 durch frühere Dekrete entlassene Beamte wieder in den Staatsdienst aufgenommen.

+++ 06.56 Uhr: Opferzahl nach Unwettern in Japan steigt auf 65  +++

Die Zahl der durch die heftigen Unwetter in Japan getöteten Menschen ist auf mindestens 65 gestiegen. Weitere 45 Menschen würden noch immer vermisst, berichtete der Nachrichtensender NHK. Vier weitere Personen befänden sich im kritischen Zustand. Fotos zeigten schlimme Folgen des seit Donnerstag andauernden Regens: überflutete Straßen, verschlammte Häuser, Erdrutsche.

Besonders betroffen von den starken Regenfällen war die Region um die Millionenstadt Hiroshima. Allein dort wurden 27 Tote und 21 Vermisste gemeldet. Auf der südwestlichen Hauptinsel Shikoku starben 19 Menschen. Die Zahl der Opfer könnte noch weiter steigen. Rund 3,6 Millionen Menschen in 18 Präfekturen waren aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen, darunter alleine 1,8 Millionen in Hiroshima. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete, wurden Hunderte Häuser beschädigt, Tausende Helfer waren im Einsatz. 

+++ 06.04 Uhr: Rettungseinsatz für Jungen in Höhle in Thailand begonnen +++

Der Einsatz zur Rettung der in einer überschwemmten Höhle in Thailand eingeschlossenen Jungen hat begonnen. "Heute ist der Tag X", sagte der Leiter des Rettungsteams, Narongsak Osottanakorn, vor Journalisten in der Nähe der Höhle. Die Jungen seien "bereit für jede Herausforderung." Zuvor hatten die Behörden bereits die Evakuierung des Geländes in der Nähe des Eingangs zur Höhle angeordnet, in der die zwölf Jungen einer Fußballmannschaft und ihr Trainer festsitzen. Das Gelände werde für den Rettungseinsatz benötigt, teilte die Polizei mit. "Von der Lagebewertung her brauchen wir das Gebiet, um den Opfern zu helfen", hieß es. Die vor der Höhle versammelten Journalisten mussten das Gebiet umgehend verlassen.

Narongsak hatte zuvor mit Blick auf den Wasserstand, das Wetter und die Gesundheit der Jungen gesagt, die Bedingungen für einen Rettungsversuch seien derzeit "perfekt".

+++ 04.18 Uhr: Ein Todesopfer bei Buschfeuern in Kalifornien +++

Bei starker Hitze und anhaltender Trockenheit in Kalifornien kämpfen tausende Feuerwehrleute gehen ein Dutzend Buschbrände an. Hunderte Häuser waren in dem Westküstenstaat von Flammen bedroht. In mehreren Regionen wurden Wohngebiete evakuiert. Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown rief in den gefährdeten Gebieten den Notstand aus.

In Nordkalifornien, nahe der Grenze zu Oregon, stießen Feuerwehrleute in einem ausgebrannten Haus auf eine Leiche. Die Flammen zerstörten dort eine Fläche von mehr als 88 Quadratkilometern.

+++ 00.19 Uhr: Nowitschok-Verdacht bei britischem Polizisten: Klinik gibt Entwarnung +++

Im Fall eines wegen des Verdachts auf Nowitschok-Vergiftung im Krankenhaus untersuchten britischen Polizisten hat die Klinik Entwarnung gegeben. Der Test sei negativ ausgefallen, sagte ein Sprecher des Salisbury District Hospital.

Der Beamte war für Spezialuntersuchungen in die Klinik in Salisbury gebracht worden, nachdem er ein Krankenhaus im etwa 65 Kilometer entfernten Swindon aufgesucht hatte. Er habe medizinische Beratung im Zusammenhang mit dem Vorfall im nahe gelegenen Amesbury gesucht, bestätigte ein Sprecher.

Ein Paar aus Amesbury war am vergangenen Samstag mit Nowitschok-Vergiftungen in die Klinik eingeliefert worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 45-jährige Mann und seine 44-jährige Freundin versehentlich mit dem tödlichen Nervengift in Berührung gekommen waren. Sie sollen sich weiterhin in einem kritischem Zustand befinden.

+++ 00.16 Uhr: Umfrage: AfD steigt auf Rekordwert von 17 Prozent und ist so stark wie die SPD +++

Die AfD ist in einer Umfrage in der Wählergunst auf einen Rekordwert gestiegen und ist jetzt erstmals so stark wie die SPD. Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid wöchentlich für die "Bild am Sonntag" erhebt, kann die AfD drei Prozentpunkte hinzugewinnen und erreicht jetzt 17 Prozent. Es ist der bisher höchste Wert der Partei im Sonntagstrend. Da die SPD zwei Zähler nachgibt, erreicht sie ebenfalls 17 Prozent.

Auch CDU/CSU verlieren zwei Punkte, nur noch 30 Prozent der Befragten würden aktuell die Union wählen. Insgesamt kommt die Große Koalition in der Umfrage nur noch auf insgesamt 47 Prozent und hätte damit keine Mehrheit mehr im Bundestag.

Die übrigen Oppositionsparteien können davon nicht profitieren. Die Grünen erreichen wie in der Vorwoche 12 Prozent, Linke und FDP liegen erneut bei jeweils 9 Prozent. Auf die sonstigen Parteien entfallen 6 Prozent (Plus 1).

Für den Sonntagstrend befragte Emnid zwischen dem 28. Juni und dem 4. Juli 1894 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger.

kng/fs / AFP / DPA