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News des Tages: Hurrikan und Erdbeben: Gleich zwei Naturkatastrophen treffen Nicaragua

+++ AfD: Martin Schulz wird uns weitere Wähler bringen +++ Regierungsbildung in Island gescheitert +++ 40 Tote bei Einsturz von Bauplattform +++ Neuer Friedensvertrag in Kolumbien unterzeichnet +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

In Nicaragua flohen Menschen vor Hurrikan "Otto". Dann kam auch noch ein Erdbeben

In Nicaragua flohen Menschen vor Hurrikan "Otto". Dann kam auch noch ein Erdbeben

Die Nachrichten des Tages im Überblick.

+++ 22.11 Uhr: Koalition will Ost- und Westrenten bis 2025 angleichen +++

Union und SPD haben sich darauf verständigt, die Renten in Ost- und Westdeutschland bis 2025 anzugleichen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Abend nach einem Gipfeltreffen der Koalition im Kanzleramt aus Koalitionskreisen.

+++ 21.40 Uhr: Rentengipfel im Kanzleramt beendet +++

Das Spitzentreffen der Koalition zur Rente im Kanzleramt ist beendet. SPD-Chef Sigmar Gabriel, Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sowie Unionsfraktionschef Volker Kauder verließen nach zweieinhalb Stunden zuerst das Kanzleramt. Die Partei- und Fraktionsvorsitzenden von Union und SPD waren mit Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) und Schäuble zusammengekommen.
Zu Ergebnissen gab es zunächst keine Informationen. Zu den Themen zählten die Angleichung der Ostrenten an das Westniveau sowie die CSU-Forderung nach einer Ausweitung der Mütterrente. Bei der Zukunftsfrage der längerfristigen Weiterentwicklung der Rente angesichts des Älterwerdens der Gesellschaft waren keine großen Reformschritte erwartet worden.

+++ 21.17 Uhr: Drei deutsche Soldaten bei Manöver verletzt +++

Drei deutsche Soldaten sind bei einem Manöver in Litauen leicht verletzt worden. Nachdem bei einer Feuergefechtsübung am Donnerstag mehrere Geschosse in ihrer Nähe eingeschlagen waren, wurden sie nach Angaben der litauischen Armee mit Ohrenklingeln in eine Klinik gebracht. Die Soldaten konnten aber kurze Zeit später wieder auf den Übungsplatz zurückkehren, sagte ein Militärsprecher der Agentur BNS. Sie sollen am Samstag noch einmal medizinisch untersucht werden. Auch die Militärpolizei hat Ermittlungen aufgenommen zu dem Vorfall bei dem Manöver "Iron Sword", an dem etwa 4000 Soldaten aus elf Nato-Ländern teilnehmen.

+++ 20.17 Uhr: Erdbeben der Stärke 7,0 in Mittelamerika +++

Ein schweres Erdbeben hat El Salvador und Nicaragua erschüttert. Das Zentrum des Bebens der Stärke 7,0 lag rund 150 Kilometer südsüdwestlich der salvadorianischen Ortschaft Puerto El Triunfo im Pazifik, wie die US-Erdbebenwarte mitteilte.

In El Salvador war das Beben vor allem in den Regionen Chalatenango, San Salvador, Cabañas und San Miguel zu spüren. Die Region liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der immer wieder von heftigen Erdbeben erschüttert wird.

+++ 19.37 Uhr: Hurrikan "Otto" erreicht Nicaragua +++

Hurrikan "Otto" ist auf die Karibikküste von Nicaragua getroffen. Nach Angaben des Hurrikan-Zentrums in Miami erreichte er eine Windgeschwindigkeit von bis zu 175 Kilometern pro Stunde und könnte Springfluten von bis zu zwei Meter Höhe auslösen. Bis zum Freitag rechneten die Experten in Nicaragua und im benachbarten Costa Rica mit starkem Regen.

+++ 18.11 Uhr: Lufthansa-Piloten streiken auch Samstag +++

Die Piloten bei der Lufthansa wollen auch am Samstag streiken. Es seien alle Langstreckenverbindungen betroffen, die in dieser Zeit aus Deutschland abfliegen sollen, teilte die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit mit.

+++ 17.44 Uhr: Neuer Friedensvertrag für Kolumbien unterzeichnet +++

Kolumbiens Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos und der Kommandeur der linken Guerillaorganisation Farc, Rodrigo "Timochenko" Londoño, haben einen neuen Friedensvertrag geschlossen. Sie unterzeichneten das überarbeitete Abkommen im Theater Colón in der Hauptstadt Bogotá. In der kommenden Woche soll der Vertrag im Kongress gebilligt werden.

Nachdem die Kolumbianer das ursprüngliche Abkommen Anfang Oktober in einem Referendum abgelehnt hatten, wurde der Text in einigen Punkten geändert. So sollen die Strafen für die Guerillakämpfer härter ausfallen. Zudem wird das Vermögen der Farc für die Entschädigung der Opfer herangezogen.

Für seine Initiative zur Beilegung des seit Jahrzehnten andauernden Konflikts war Santos in diesem Jahr der Friedensnobelpreis zuerkannt worden. Bei den Auseinandersetzungen zwischen staatlichen Sicherheitskräften, linken Guerillagruppen und rechten Paramilitärs kamen über 220 000 Menschen ums Leben. 

+++ 17.37 Uhr: Syrischer Flüchtling in Baden-Württemberg soll Bombenbau geplant haben +++

Ein in Baden-Württemberg lebender syrischer Flüchtling soll sich Material zum Bombenbau beschafft haben. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart teilte mit, dass der 20-Jährige bereits am Wochenende bei der versuchten Ausreise von Deutschland nach Dänemark vorläufig festgenommen worden sei. Der junge Mann steht im Verdacht, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben. Details nannten die Ermittler nicht.

Der Beschuldigte soll sich den Angaben zufolge "Gegenstände oder Stoffe verschafft haben, die für die Herstellung von Waffen oder Spreng- und Brandvorrichtungen geeignet sind". Die Polizei habe im Zuge der Ermittlungen das Zimmer des 20-Jährigen in einer Flüchtlingsunterkunft in Oberschwaben durchsucht.

Der Beschuldigte sei nach Vorführung beim Haftrichter in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert worden, hieß es. Erkenntnisse, die für eine konkrete Gefährdung sprechen, lagen demnach aber nicht vor.

+++ 17.03 Uhr: Geldstrafe für DJ-Auftritt in Polizeiuniform +++

Für einen Auftritt in echter muss der Düsseldorfer Discjockey Theo 375 Euro Geldstrafe zahlen. Das Amtsgericht verurteilte ihn wegen Missbrauchs von Titeln und Dienstabzeichen. Mehrere echte Polizisten hatten den 54-Jährigen vor dem Club in der Düsseldorfer Altstadt am Rosenmontag während einer Pause gesehen. Trotz Karnevals und obwohl er weder Schirmmütze noch Uniformjacke trug, geschweige denn eine Dienstwaffe, hatten die Beamten ihn angezeigt. 

Der stadtbekannte DJ hatte gegen einen Strafbefehl über 1200 Euro Widerspruch eingelegt. Den Vorschlag des Richters, das Verfahren gegen eine Geldbuße von 600 Euro einzustellen, hatte er ebenfalls abgelehnt: "Ich wusste nicht, dass so etwas strafbar ist." Der DJ hofft nun, die Strafe abarbeiten zu können: als "musikalische Abendgestaltung bei der Weihnachtsfeier des Gerichts". 

+++ 16.53 Uhr: Acht tote Pferde und drei Verletzte bei Autounfall auf der A65 +++

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A65 in Rheinland-Pfalz sind acht Pferde getötet worden, drei Autofahrer wurden verletzt. Nach Angaben der fuhren am Morgen zwei Autos und ein Lastwagen in die Gruppe von Pferden. Sie gehörten zu insgesamt 15 Tieren, die von einer nahe der Autobahn gelegenen Koppel ausgebrochen waren. Neun von ihnen liefen auf die Fahrbahn.

Bei der Kollision wurde ein 40-jähriger Autofahrer und der 41-jähriger Lkw-Fahrer leicht verletzt, eine 51-jährige Autofahrerin erlitt schwere Verletzungen. Sieben starben bei dem Unfall sofort, ein achtes musste wegen seiner schweren Verletzungen eingeschläfert werden. 

Die Polizei war mit acht Streifenwagen und der Hundestaffel des Polizeipräsidiums Rheinpfalz im Einsatz, die mit mehr als siebzig Männern. Die sieben noch freilaufenden Pferde wurden von den Einsatzkräften eingefangen. Die Autobahn war für drei Stunden voll gesperrt. Wie die Pferde aus ihrer Koppel entkommen konnten, ist unklar. Es werde derzeit noch ermittelt, ob es sich um einen Unglücksfall handele oder der Pferdehalter die Koppel nicht ausreichend gesichert habe. Auch Fremdeinwirkung werde nicht ausgeschlossen, sagte eine Polizeisprecherin.

+++ 16.25 Uhr: Seehofer lädt Trump nach Bayern ein +++

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat den designierten US-Präsidenten zu einem Besuch nach München eingeladen. Der CSU-Chef hatte nach Angaben aus Regierungskreisen dem künftigen Staatsoberhaupt bereits kurz nach dessen Wahlsieg schriftlich gratuliert und betont, er sei "jederzeit im Freistaat Bayern willkommen". Zuvor hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe darüber berichtet. Als möglichen Besuchstermin habe Seehofer die Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2017 genannt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Politikern aus Deutschland und Europa hatte Seehofer nach der Wahl vor überzogener Kritik am künftigen Politikstil von Trump gewarnt: "Mein Plädoyer ist: Warten wir doch die praktischen Handlungen ab." Politiker und Medien sollten sich vor vorschnellen Einschätzungen über Trumps politische Schwerpunkte hüten. Erst nach gemeinsamen Gesprächen seien Aussagen über eine gemeinsame Politik zwischen Deutschland, Europa und den USA möglich.

+++ 15.31 Uhr: Mann liegt hilflos neben Rollstuhl - Passanten ignorieren ihn +++

Er wäre auf Hilfe angewiesen gewesen, doch die kam nicht: Ein Rollstuhlfahrer in Essen ist beim Aussteigen aus seinem Auto gestürzt - und Passanten sollen einfach an ihm vorbeigegangen sein. Laut der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" hatte der 44-Jährige seinen Wagen geparkt und hangelte sich dann an dem Fahrzeug entlang, um seinen Rollstuhl aus dem Kofferraum zu holen. Doch er rutschte aus und blieb auf dem Gehweg liegen. "Mindestens zehn Passanten gingen achtlos an mir vorbei , obwohl ich wie ein Käfer auf dem Rücken lag und um Hilfe bat“, sagte er der Zeitung.

Zwei junge Leute hätten auf ihre Smartphones geschaut, andere wendeten sich "wie peinlich berührt" ab, heißt es. Schließlich sei eine Anwohnerin aus einem Haus gekommen und habe dem Mann geholfen.

Erst im Oktober hatte sich, ebenfalls in Essen, ein ähnlicher, aber weitaus dramatischer Fall zugetragen: Ein Rentner war in einer Bankfiliale zusammengebrochen - und die Bankkunden stiegen einfach über hin hinüber, ohne ihm zu helfen. Später starb der Mann im Krankenhaus. 

+++ 15.13 Uhr: Vogelgrippe - Weitere 92.000 Tiere müssen in Niedersachsen sterben +++

Nach dem Geflügelpest-Ausbruch in einem Putenmastbetrieb in Niedersachsen lassen die Behörden in umliegenden Ställen mehr als 90.000 Tiere töten, um die Ausbreitung der Seuche zu verhindern. In der unmittelbaren Umgebung des betroffenen Betriebs würden "kurzfristig weitere 92.000 Tiere getötet und unschädlich beseitigt", erklärte der Landkreis Cloppenburg. In dem Betrieb war der hochansteckende Vogelgrippe-Erreger H5N8 festgestellt worden. Der Landkreis Cloppenburg ist eine wichtige Agrarregion mit vielen Geflügelmast- und Legehennenhaltungen, dort leben mehr als 13 Millionen Tiere.

Das für Vögel tödliche H5N8-Virus breitet sich derzeit mutmaßlich über Wildvögel in Deutschland und mehreren anderen europäischen Ländern aus. Auch in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern befiel er bereits Nutztierbestände.

+++ 14.14 Uhr: Lufthansa sagt für Freitag 830 Flüge ab +++

Wegen des fortgesetzten Pilotenstreiks hat die Lufthansa für diesen Freitag 830 Flüge abgesagt. Betroffen sind nahezu ausschließlich die Kurz- und Langstrecken mit rund 100.000 Passagieren, wie das Unternehmen in Frankfurt mitteilte.

+++ 13.54 Uhr: Pistenraupe aus Versehen nach Seefeld in Schleswig-Holstein geliefert +++

Statt in die Alpen hat ein Lkw-Fahrer eine Pistenraupe statt nach Tirol aufs platte Land nach Schleswig-Holstein geliefert. Der für den Skiort Seefeld bestimmte Pistenbully sei im zur Kreisstadt Bad Oldesloe gehörenden Ortsteil Seefeld aufgetaucht, sagte der Geschäftsführer des Tourismusverbandes im österreichischen Seefeld, Elias Walser. Der Fahrer hatte die etwa 200 000 Euro teure Raupe vom Hersteller aus Baden-Württemberg rund 800 Kilometer in die falsche Richtung transportiert. Plötzlich stand er mit seinem Laster zwischen herbstlichen norddeutschen Klinkerhäusern statt an verschneiten Skipisten in Tirol.

+++ 13.46 Uhr: Verbraucherminister dringen auf Datenschutz bei Internet-Angeboten +++

Die Verbraucherminister von Bund und Ländern dringen auf klarere Datenschutzregeln für neue vernetzte Haushaltsgeräte und Internet-Dienste. Bei online steuerbaren Fernsehern, Lichtschaltern oder Heizungsanlagen müssten Kunden auf einen Blick erkennen können, wie datenintensiv diese Angebote sind, beschlossen die Ressortchefs bei einer Konferenz in Berlin. Geprüft werden könnte hierfür auch ein Logo wie zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs. Für Online-Käufe sollte eine gesonderte Schaltfläche geprüft werden, mit der Kunden eine Datenweitergabe extra per Klick bestätigen.

+++ 13.15 Uhr: Streik bei Lufthansa bekommt Bahn kaum zu spüren +++

Der Pilotenstreik bei der Lufthansa hat bei der Deutschen Bahn nicht zu einem Ansturm geführt. Es gebe keine Rückmeldungen über besonders volle Züge als Folge des Streiks, sagte ein Bahnsprecher am Donnerstag in Berlin. Er wies darauf hin, dass die meisten Inlandsflüge inzwischen von Töchtern der Lufthansa abgewickelt werden, die derzeit nicht bestreikt würden. Außerdem steige nicht jeder Passagier, dessen Flug ausfällt, auf die Bahn um. Nach Angaben der Lufthansa wurden am Mittwoch rund 2200 Flugtickets in Bahnfahrscheine umgewandelt. Eine ähnliche Größenordnung sei für Donnerstag zu erwarten, sagte eine Sprecherin. Die Bahn befördert im Fernverkehr täglich etwa 360 000 Fahrgäste. Der Fernbusanbieter Flixbus spricht von einer steigenden Nachfrage auf Metropolverbindungen wie Berlin-München und Frankfurt-Paris. Dort gebe es bis zu zehn Prozent mehr Buchungen als sonst, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit.

+++ 13.08 Uhr: Frühere CSU-Rebellin Pauli verkauft jetzt Schmuck +++

Die frühere CSU-Rebellin Gabriele Pauli hat mit der Politik Schluss gemacht und ist jetzt Juwelierin. Die 59-Jährige übernahm vor zwei Monaten in Zirndorf bei Nürnberg das Schmuckgeschäft ihrer im September gestorbenen Mutter, wie die ehemalige Fürther Landrätin am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Ihre Mutter sei fast 70 Jahre lang berufstätig gewesen. "Es war ihr Wunsch, dass ihr Lebenswerk weitergeführt wird, und das mache ich jetzt." Zuerst hatte die Illustrierte "Bunte"
darüber berichtet.

+++ 12.43 Uhr: Langstrecken-Airbus A350-1000 hebt erstmals ab +++

Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat erstmals eine besonders lange Variante seines Langstreckenflugzeugs A350 starten lassen. Die Maschine vom Typ A350-1000 absolvierte am Donnerstag einen ersten Testflug über Südwest-Frankreich, wie der Hersteller mitteilte.

Mit der fast 74 Meter langen Maschine mit zwei Triebwerken will Airbus seine Position gegenüber dem US-Erzrivalen Boeing im Langstreckengeschäft stärken. Das Flugzeug bietet Platz für 366 Passagiere und hat eine Reichweite von mehr als 14.000 Kilometern.

Die Maschine soll laut Zeitplan vom zweiten Halbjahr 2017 an in Linienverkehr eingesetzt werden. Noch vor der ersten Auslieferung hat der Hersteller bereits 195 Bestellungen in seinen Büchern.

Der Listenpreis beträgt 355,7 Millionen US-Dollar (rund 336 Millionen Euro). Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen in der Regel Rabatte im zweistelligen Prozentbereich üblich.

+++ 12.16 Uhr: EU-Parlament fordert Einfrieren der Beitrittsgespräche mit Türkei +++

Das Europaparlament hat ein "vorläufiges Einfrieren" der Beitrittsgespräche mit der Türkei gefordert. Die Europäische Kommission und die EU-Staaten müssten eine entsprechende Initiative ergreifen, verlangte das Parlament in einer Entschließung. Begründet wird die Forderung mit den "unverhältnismäßigen Repressionen", die seit dem gescheiterten Militärputsch vom 15. Juli in der Türkei ergriffen worden seien.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte schon vor der Abstimmung seine Missachtung erklärt: "Ich rufe allen, die uns vor den Bildschirmen zusehen, und der ganzen Welt zu: Egal wie das Resultat ausfällt, diese Abstimmung hat für uns keinen Wert", sagte Erdogan am Mittwoch in Istanbul.

+++ 11.35 Uhr: Nasa sucht neue Ideen für Toilettengang im Weltall +++

Die US-Raumfahrtagentur Nasa sucht kreative Lösungen für einen Toilettengang im Weltall. Bis zum 20. Dezember kann jeder Mensch Vorschläge einreichen, wie Raumfahrer solche Bedürfnisse in der Schwerelosigkeit künftig ohne Windeln erledigen können. Das in den Astronautenanzug integrierte System müsse so konzipiert sein, dass es über eine Dauer von sechs Tagen Urin, Kot und Menstruationsblut sammle, schreibt die Nasa in ihrem Internetaufruf mit dem Titel "Space Poop Challenge". Die drei besten Ideen werden mit je 30 000 Dollar (aktuell rund 28 000 Euro) prämiert. 

Raumschiffe haben zwar Toiletten - beim Start, der Landung oder während eines Einsatzes im Außenbereich müssen Astronauten jedoch spezielle Windeln tragen. Das kann auch gelten, falls im All Unfälle passieren. Die Windeln halten den Angaben nach höchstens einen Tag lang, ohne Hautausschläge und Infektionen zu verursachen. Mit ihrem Raumschiff Orion will die Nasa irgendwann Menschen zum Mars bringen. 

+++ 11.19 Uhr: AfD: Martin Schulz wird uns weitere Wähler in die Arme treiben +++

Die AfD sieht durch den Wechsel von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz nach Berlin ihre Chancen im Bundestagswahlkampf steigen. "Martin Schulz wird weitere Wähler zur AfD treiben; er ist die personalisierte EU, verkörpert die Arroganz der Institutionen und den EU-Zentralstaat", sagte die stellvertretende Parteivorsitzende Beatrix von Storch am Donnerstag. Der SPD-Politiker sei das Gegenteil von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), erklärte von Storch: "Er ist der Anti-Lammert, der wie kein zweiter für Vetternwirtschaft und verfilzte Sozialdemokratie steht."

+++ 10.30 Uhr: Treppen-Element des Eiffelturms für halbe Million Euro versteigert +++

14 Stufen der Original-Wendeltreppe des Pariser Eiffelturms sind in Paris für eine halbe Million Euro versteigert worden. Das 2,60 Meter hohe Element war Teil des Aufstiegs vom zweiten zum dritten Stockwerk des Eiffelturms. Im Jahr 1983 war die eiserne Treppe abgebaut und in 24 Teile zerlegt worden, als dort ein Aufzug installiert wurde. Eines der Elemente wird in der ersten Etage des 1889 gebauten Pariser Wahrzeichens ausgestellt, drei weitere sind in französischen Museen - der Rest wurde an Sammler verkauft. Eins davon kam nun wieder unter den Hammer. Nach Angaben des Auktionshauses Artcurial wurde es bereits am Dienstagabend für 523.800 Euro verkauft, mehr als das Zehnfache des Schätzwertes.

+++ 9.52 Uhr: Zwölf Leichen in mexikanischem Bundesstaat Guerrero gefunden +++

Die mexikanische Polizei hat im Süden des Landes zwölf Leichen entdeckt. Die menschlichen Überreste befanden sich in Erdlöchern und einer Kühlbox, wie die Sicherheitsbehörden des Bundesstaats Guerrero am Mittwoch (Ortszeit) mitteilten. Zunächst waren sieben Leichen gefunden worden. In der Region waren am Wochenende fast 30 Menschen getötet worden. Bereits am Montag hatte die Polizei nahe der Ortschaft Tixtla zwölf geköpfte Leichen entdeckt. Bei beiden Funden gehen die Beamten davon aus, dass die Taten im Zusammenhang mit Kämpfen zwischen rivalisierenden Verbrechersyndikaten stehen. Die Suche nach versteckten Gräbern sollte am Donnerstag weitergehen.

Der südlich von Mexiko-Stadt gelegene Staat Guerrero mit dem Badeort Acapulco ist in den vergangenen Jahren zu einem der Hauptschauplätze des Drogenkriegs geworden.

+++ 9.11 Uhr: Höchste Wasserrutsche der Welt wird nach tödlichem Unfall abgerissen +++

Knapp vier Monate nach dem Tod eines Jungen auf einer Wasserrutsche in den USA haben die Betreiber den Abriss der Anlage angekündigt. Dies sei die einzig richtige Maßnahme nach der Tragödie, teilte die Leitung des Freizeitparks "Schlitterbahn" in Kansas City mit. Mit dem Abbau des Fahrgeschäfts solle begonnen werden, sobald die Ermittlungen zu dem Unglück abgeschlossen seien und eine Erlaubnis des Gerichts vorliege.

Auf der Wasserrutsche mit dem deutschen Namen "Verrückt" war der zehnjährige Caleb Anfang August tödlich verunglückt. Nach Angaben von Ermittlern wurde der Junge enthauptet. Bei der Fahrt sollen sich Augenzeugen zufolge die Nylon-Sicherheitsgurte gelöst haben. Caleb war der Sohn eines republikanischen Abgeordneten im Parlament von Kansas. Die Anlage ist laut einem Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde die höchste Wasserrutsche der Welt mit gut 51 Metern Höhe. Seit dem Unglück ist sie geschlossen.

+++ 8.53 Uhr: Lufthansa-Pilotenstreik geht weiter - bundesweite Flugausfälle +++

Die Piloten der Lufthansa haben ihren Streik am Donnerstagmorgen fortgesetzt. Eine Sprecherin der Airline sagte in Frankfurt, dass im Laufe des Tages bundesweit 912 Flüge ausfallen werden. Die Vereinigung Cockpit (VC) hat ihren am Mittwoch begonnenen Ausstand zuvor noch einmal verlängert. Auch am Freitag soll weiter gestreikt werden, wie die VC ankündigte. Dann sind Verbindungen auf der Kurzstrecke, die aus Deutschland starten, betroffen.

Am neben Frankfurt zweiten großen Lufthansa-Drehkreuz in München blieben die meisten Maschinen am Morgen am Boden. Am Terminal gab es jedoch keine größere Unruhe: Viele Passagiere hatten sich offenbar auf die massiven Ausfälle eingestellt und waren erst gar nicht zum Flughafen gekommen. Nur einige wenige Lufthansa-Maschinen hoben ab - unter anderem nach Hongkong, Lissabon, Turin und Dresden. Reisende können sich über die Internetseite lufthansa.com informieren, ob ihre Verbindung unter den gestrichenen Flügen ist. Gestrandeten Passagieren wurden Umbuchungen angeboten. Ein Ende des bis Anfang 2014 zurückreichenden Tarifkonflikts zwischen Europas größtem Luftverkehrskonzern und der Pilotengewerkschaft VC ist weiter nicht absehbar. Es ist die inzwischen 14. Streikrunde.

+++ 7.23 Uhr: November-Schnee in Tokio - erstmals seit 54 Jahren +++

Wetterkapriole in der japanischen Hauptstadt: Zum ersten Mal seit 54 Jahren hat es in einem November geschneit. Kalte Luftmassen hatten die Temperaturen in und um die japanische Hauptstadt am Morgen auf nahe Null Grad sinken lassen, wie der Wetterdienst mitteilte. In der Stadt fielen bis zu zwei Zentimeter Schnee, in den Bergen im Osten Japans waren es bis zu 15 Zentimeter. Auf der nordjapanischen Insel Hokkaido hüllten 34 Zentimeter Schnee die Stadt Kutchan ganz in weiß.

+++ 6.55 Uhr: Tote und Verletzte bei Explosion im südtürkischen Adana +++

Bei einem mutmaßlichen Terroranschlag vor dem Gouverneursamt in der südtürkischen Provinzhauptstadt Adana sind mehrere Menschen verletzt worden. Nach Angaben des Gouverneurs Mahmut Demirtas wurden bei der schweren Explosion auf dem Parkplatz vor dem Amtsgebäude zwei Menschen getötet und 21 verletzt. EU-Minister Ömer Celik teilte auf Twitter mit, er habe mit dem Gouverneur gesprochen. Celik sprach von einem "feigen Angriff" in Adana. Er verurteilte den "Terror", den die Regierung bis zum Ende bekämpfen werde.

Auf Fernsehbildern war zu erkennen, dass die Wucht der Explosion Fensterscheiben in dem mehrstöckigen Gebäude zum Bersten brachte. Feuer war zu sehen, Rauch stieg von dem Parkplatz auf. Straßen um das Amtsgebäude wurden gesperrt. Die Feuerwehr bemühte sich, brennende Autos zu löschen.

+++ 6.23 Uhr: Streik: Kein Fährverkehr in der Ägäis +++

Erhebliche Probleme im Bereich Fährverkehr in der Ägäis: Aus Protest gegen die harten Sparmaßnahmen der Regierung unter Alexis Tsipras streikt die Gewerkschaft der griechischen Seeleute. Seit 06.00 Uhr Ortszeit (05.00 MEZ) am Donnerstagmorgen läuft keine Fähre aus Piräus und den anderen Häfen der Ägäis aus. Der Streik wird bis Freitagmorgen um 06.00 Uhr Ortszeit (05.00 MEZ) andauern, wie die Gewerkschaft der Seeleute (PNO) mitteilte. Inseln, die keinen Flughafen haben, bleiben wegen des Streiks für 24 Stunden von der Außenwelt abgeschnitten. Die Seeleute protestierten laut PNO gegen Rentenkürzungen und die in ihrer Branche weit verbreitete Kurz- und Schwarzarbeit.

Auch die Gewerkschaft der Staatsbediensteten (ADEDY) streikt für 24 Stunden. Wichtigste Auswirkung hier: Die Ärzte in staatlichen Krankenhäusern behandeln nur Notfälle. Die Staatsbediensteten fordern mehr Geld und die Einstellung zusätzlichen Personals. Um die Mittagszeit sind Demonstrationen der Staatsbediensteten und der Seeleute geplant.

+++ 5.55 Uhr: Innenminister wollen Verkehrssünder stärker zur Kasse bitten +++

Die Innenminister von Bund und Ländern wollen einem Bericht zufolge die Bußgelder für Verkehrssünder drastisch erhöhen. Dies gehe aus einer Beschlussvorlage für die Innenministerkonferenz Ende   November in Saarbrücken hervor, berichteten die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland". Höhere Strafen seien besonders für "Verkehrswidrigkeiten mit einem hohen Gefährdungsgrad" geplant, zitierten die Zeitungen aus der Vorlage. Dies gelte vor allem in den Bereichen Geschwindigkeit, Abstand, Überholen und dem Bilden einer Rettungsgasse.

Er danke dabei "an Bußgelder von bis zu 1000 Euro und mehr", sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) dem Redaktionsnetzwerk. Nach dem Willen der SPD-Innenminister soll sich die genaue Höhe des Bußgelds zudem künftig nach der Höhe des Einkommens staffeln. Pistorius nannte pauschale Bußgelder "sozial ungerecht".

+++ 5.02 Uhr: Kolumbiens Regierung und Rebellen unterzeichnen neuen Friedensvertrag +++

Nach dem vorläufigen Scheitern des Friedensvertrags zwischen der kolumbianischen Regierung und der linken Guerillaorganisation Farc in einem Referendum wird am Donnerstag ein überarbeitetes Abkommen geschlossen. Kolumbiens Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos und Farc-Chef Rodrigo "Timochenko" Londoño wollen den neuen Vertrag im Theater Colón in der Hauptstadt Bogotá unterzeichnen. Geplant ist eine bescheidenere Zeremonie als bei der Unterzeichnung des ersten Friedensvertrags Ende September in der Küstenstadt Cartagena. Damals waren eine ganze Reihe ausländischer Staats- und Regierungschefs sowie UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zugegen. Ein Chor sang Friedenslieder, Kampfflugzeuge donnerten über den Hafen hinweg. Diesmal soll alles ganz schnell gehen. Eine Sängerin werde zu Beginn die Nationalhymne anstimmen, dann soll der Vertrag unterzeichnet werden, wie die Zeitung "El Tiempo" berichtete.

+++ 4.19 Uhr: Schockfotos auf Zigarettenschachteln im Ladenregal verdeckt +++

Ein halbes Jahr nach ihrer Einführung werden die Schockbilder auf Zigarettenschachteln von immer mehr Händlern im Ladenregal verdeckt. Davon geht der Verein Forum Rauchfrei aus, der eine Reihe von Fällen öffentlich gemacht hat. Inzwischen gehen in Berlin und Leipzig erste Behörden dagegen vor. Während das Bundesernährungsministerium einen Rechtsverstoß sieht, betont der Deutsche Zigarettenverband, das Verdecken der Schockbilder diene der Übersichtlichkeit.

Seit dem 20. Mai gilt in Deutschland die EU-Tabakrichtlinie, nach der auf Zigarettenpackungen abschreckende Fotos gezeigt werden müssen. Zu sehen sind etwa Krebsgeschwüre, Raucherlungen oder verfaulten Zähnen. Die Bilder müssen zusammen mit Warnungen wie "Rauchen ist tödlich" mindestens zwei Drittel der Vorder- und Rückseite der Packungen einnehmen. Zuvor waren solche Hinweise kleiner.

+++ 4.06 Uhr: Supermarkt in Kastellaun abgebrannt - Millionenschaden befürchtet +++

Beim Brand eines Supermarktes im Hunsrück ist ein erheblicher Sachschaden im möglicherweise siebenstelligen Bereich entstanden. Wie die Polizei mitteilte, bezifferten Mitarbeiter des Marktes in Kastellaun die Summe auf mehr als eine Million Euro. Der Brand war am Mittwochabend ausgebrochen. Die Feuerwehr kämpfte mit rund 145 Mann gegen die Flammen. Das Gebäude brannte nieder. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache war zunächst unklar. Ein technischer Defekt sei aber wahrscheinlich, hieß es.

+++ 3.23 Uhr: Feuer in Flüchtlingsunterkunft nahe Aachen - Brandstiftung vermutet +++

Im nordrhein-westfälischen Baesweiler ist in einer Notunterkunft für Flüchtlinge ein Brand ausgebrochen. "Wir gehen zur Stunde von Brandstiftung aus", sagte ein Polizeisprecher in Aachen am Donnerstagmorgen. Die Feuerwehr rückte in der Nacht mit einem großen Aufgebot an und versuchte, die Flammen zu löschen. "Das Gebäude war derzeit nicht bewohnt", betonte der Sprecher. Es wurde niemand verletzt. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt.

+++ 2.49 Uhr: 40 Tote bei Einsturz einer Bauplattform in chinesischem Kraftwerk +++

Bei einem schweren Unglück auf der Baustelle eines Kraftwerkes sind im Osten Chinas mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, stürzte eine Plattform an einem Kühlturm des Kohlekraftwerkes Fengcheng in der Provinz Jiangxi ein. Das Unglück passierte am Donnerstagmorgen. Eine unbekannte Zahl von Menschen wurde unter den Trümmern verschüttet. Die Staatsagentur sprach auch von Verletzten. Die genaue Zahl war unklar. Wie viele Arbeiter zum Zeitpunkt des Unglücks auf der Baustelle waren, ist ebenfalls offen. Über die Ursache des Einsturzes der Bauplattform wurde zunächst nichts berichtet. Rettungsarbeiten sind angelaufen.

+++ 1.12 Uhr: Neunte Schach-Partie endet remis - Karjakin behauptet Vorsprung +++

Im neunten Spiel der Schachweltmeisterschaft hat es wieder eine Punkteteilung gegeben. Herausforderer Sergej Karjakin eröffnete am Mittwochabend (Ortszeit) in New York gegen Weltmeister Magnus Carlsen auch diesmal wieder mit seinem Königsbauern, worauf zum fünften Mal im Match die Spanische Partie gespielt wurde. Nach langwierigem Lavierspiel einigten sich beide WM-Finalisten im 74. Zug schließlich auf das Remis. Die Partie dauerte fünfeinhalb Stunden.

Im Gesamtklassement führt der Russe Karjakin jetzt mit 5:4 Punkten. Der 26-jährige Großmeister aus Moskau benötigt aus den restlichen drei Spielen nur noch 1,5 Punkte, um Weltmeister zu werden. In der zehnten Partie am Donnerstag hat der norwegische Titelverteidiger Carlsen - anders als am Mittwoch - die weißen Figuren. Der mit 1,1 Millionen Dollar dotierte Wettkampf geht über insgesamt zwölf Partien.

+++ 0.34 Uhr: Links-Politikerin scheitert mit Versuch der Regierungsbildung in Island +++

Mehr als drei Wochen nach der Parlamentswahl in Island ist ein neuerlicher Anlauf zur Regierungsbildung gescheitert. Die Parteichefin der Links-Grünen, Katrin Jakobsdottir, gab am Mittwochabend den Abbruch der Gespräche zur Bildung einer Koalition mit der konservativen Reformpartei bekannt. Sie sehe "keinen Spielraum für weitere Verhandlungen", sagte sie dem TV-Sender RUV.

Auf die Frage, ob sie nun den Auftrag zur Regierungsbildung zurückgibt, sagte sie: "Darüber muss ich noch eine Nacht schlafen." Eine Mitte-links-Allianz, die aus den Links-Grünen und drei weiteren kleinen Parteien besteht, hatte seit Sonntag mit der Reformpartei über eine Koalition verhandelt.

amt/kis/tim / DPA / AFP