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News des Tages: Radfahrer überfährt Vierjährigen und flieht

Sexueller Übergriff auf Polizeianwärter +++ Trump droht Russland im Syrien-Konflikt +++ Hunderte Tote nach Flugzeugabsturz in Algerien +++ Weiter Streiks im öffentlichen Dienst +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Ein Radfahrer fährt mit Schwung eine Kurve und wirft dabei einen langen Schatten auf graues Straßenpflaster

Ein Radfahrer hat in Wittlich ein Kind überfahren, ohne sich hinterher um den verletzten Jungen zu kümmern (Symbolbild)

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Wittlich: Radfahrer fährt Vierjährigen über Kopf und flieht (21.28 Uhr)
  • Syrien: Assads Armee räumt Stützpunkte (16.44 Uhr)
  • Prominentester Republikaner Ryan kündigt Rückzug aus US-Kongress an (15.43 Uhr)
  • Trump kündigt Raketenangriff auf Syrien an: "Russland, mach dich bereit" (13.09 Uhr)
  • Militärmaschine nahe der algerischen Hauptstadt abgestürzt (10.32 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im -Newsticker.

+++ 23.57 Uhr: Niger: Deutscher Entwicklungshelfer laut Behörden entführt +++

Im Niger ist nach örtlichen Behördenangaben ein deutscher Entwicklungshelfer entführt worden. Bewaffnete Männer hätten den Deutschen nahe Ayorou in der Region Tillaberi an der Grenze zu Mali verschleppt, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP vom Präfekt von Ayorou. Der Deutsche sei auf dem Rückweg von einem Hilfseinsatz in der Region gewesen, hieß es.

+++ 22.36 Uhr: Weißes Haus: "Militärschlag gegen Syrien nicht die einzige Option" +++

Ein Militärschlag der USA gegen Syrien ist nach Aussage des Weißen Hauses nicht die einzige US-Option zur Lösung der Syrien-Krise. "Es ist sicher eine Option, aber das heißt nicht, dass es die alleinige Option ist", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, in Washington. Zunächst sollten die Gespräche mit den Partnern Israel, Saudi-Arabien, Frankreich und Großbritannien fortgeführt werden. Es gebe keinen Zeitplan, sagte Sanders.

+++ 22.18 Uhr: Aserbaidschan: Präsident Alijew laut Hochrechnung mit 86 Prozent wiedergewählt +++

Bei der vorgezogenen Präsidentschaftswahl in Aserbaidschan hat der autoritär regierende Staatschef Ilham Alijew laut ersten Hochrechnungen mit deutlicher Mehrheit gesiegt. Nach Auszählung von rund 67 Prozent der Stimmen kam Alijew auf rund 86 Prozent, wie die Wahlkommission mitteilte. Die wichtigsten Oppositionsparteien in der Kaukasusrepublik hatten den Urnengang boykottiert.

Zur Wahl aufgerufen waren 5,2 Millionen Bürger. Neben Amtsinhaber Alijew standen zwar sieben weitere Kandidaten zur Wahl. Sie sind aber kaum bekannt und führten so gut wie keinen Wahlkampf. Oppositionsführer sprachen von Scheinkandidaten, die der Wahl einen legitimen Anstrich verleihen sollten.

+++ 22.14 Uhr: Julia Skripal möchte keine Hilfe von russischer Botschaft +++

Die vor fast sechs Wochen gemeinsam mit ihrem Vater vergiftete Julia Skripal lehnt die angebotene Hilfe der russischen Botschaft in London ab. "Im Moment möchte ich von deren Leistungen nicht Gebrauch machen. Aber wenn ich meine Meinung ändere, lasse ich sie es wissen", teilte die 33-jährige Russin am Abend in einer über Scotland Yard verbreiteten Stellungnahme mit.

Sie möchte auch keinen Kontakt zu ihrer Cousine Viktoria Skripal in Russland haben. "Ihre Meinungen und Behauptungen sind nicht meine und die meines Vaters." Die Cousine spielt eine undurchsichtige Rolle. Unter anderem hatte sie behauptet, die Skripals könnten auch unter einer Fischvergiftung leiden. London fürchtet nach einem BBC-Bericht, dass sie vom Kreml instrumentalisiert wird. 

+++ 22.03 Uhr: Investigativ-Plattform: Assads Truppen wohl für Giftgas-Einsatz verantwortlich +++

Ein Bericht der investigativen Internetplattform Bellingcat zum mutmaßlichen Giftgaseinsatz in Ost-Ghuta legt nahe, dass die syrischen Streitkräfte den folgenschweren Angriff ausführten. Es sei "sehr wahrscheinlich", dass Dutzende Menschen bei der gemeldeten Attacke am Samstag durch einen Giftgas-Angriff von Helikoptern getötet wurden, die von einem nahen syrischen Luftwaffenstützpunkt kamen. Das berichtete Bellingcat. 

Flugzeug-Beobachter hätten Hubschrauber vom Typ Mi-8 Hip etwa eine halbe Stunde vor dem Angriff von der Dmeir-Basis in Richtung Ost-Ghuta losfliegen sehen. Dieselben Helikopter seien kurz vor dem Angriff in der Stadt Duma in Ost-Ghuta selbst gesichtet worden. Zudem zeige Bildmaterial nach dem Angriff einen Gaszylinder auf dem Dach eines Hauses, in dem eine große Anzahl von Toten gefunden wurde. Ähnliche Zylinder seien schon bei vorherigen Gas-Attacken von Mi-8 Hip-Hubschraubern abgeworfen worden. Bellingcat verglich für die Schlussfolgerungen mehrere Videoaufnahmen und Fotos zu dem Vorfall und glich Aussagen von Beobachtern, Aktivisten und Hilfsorganisationen miteinander ab.

+++ 21.52 Uhr: Nach US-Drohung: Airlines ändern Flugrouten +++

Nach der Drohung von US-Präsident Donald Trump mit einem Angriff in Syrien ändern mehrere internationale Airlines ihre Flugrouten. Air France modifizierte die Flugpläne für Reiseziele in der Nähe des Bürgerkriegslands, darunter die Städte Beirut und Tel Aviv, wie die französische Fluglinie mitteilte. Auch die libanesische Fluggesellschaft Middle East Airlines kündigte ab Donnerstag abgeänderte Routen für Flüge nach Beirut an. Besonders bei Verbindungen in die Golfregion werden nach Angaben eines Sprecher dann Verspätungen von 30 bis 40 Minuten erwartet. Die Flugzeuge würden Nordsyrien meiden und stattdessen eine Route über die Sinai-Halbinsel in Ägypten nehmen.

Die Lufthansa-Gruppe erklärte auf AFP-Anfrage, der betreffende Luftraum im östlichen Mittelmeer werde durch ihre Airlines als "Vorsichtsmaßnahme" bereits seit längerem nicht überflogen. 

+++ 21.28 Uhr: Wittlich: Radfahrer fährt Kind über Kopf und flieht +++

Ein Radfahrer hat einen vierjährigen Jungen in Wittlich erfasst und ist mit dem Hinterrrad über den Kopf des Kindes gefahren. Der Junge war am Nachmittag mit seiner Mutter unterwegs, als ein Radfahrer ungebremst in die Straße einbog, wie die Polizei mitteilte. Dieser erfasste das Kind, riss es zu Boden und etwa einen Meter mit. Schließlich rollte er über den Kopf des Vierjährigen. Nach dem Unfall fuhr der Radfahrer davon, ohne sich um das verletzte Kind zu kümmern. Der kleine Junge wurde in ein Krankenhaus gebracht, in Lebensgefahr war er nach Angaben der Polizei aber nicht.

+++ 21.13 Uhr: UN: Bolivien beantragt neue Sitzung des Sicherheitsrats zu Syrien +++

Der UN-Sicherheitsrat soll sich nach der Angriffsdrohung der USA erneut mit dem Syrien-Konflikt befassen. Bolivien beantragte für Donnerstag ein Treffen des höchsten UN-Gremiums, um über "die jüngste rhetorische Eskalation" und die Gefahr "einseitiger Maßnahmen" zu beraten, hieß es in dem Antragstext, den die Nachrichtenagentur AFP einsehen konnte.

Der Sicherheitsrat hatte erst am Dienstag zu Syrien getagt. Russland legte bei der Dringlichkeitssitzung erwartungsgemäß sein Veto gegen einen von den USA vorgelegten Resolutionsentwurf zu dem jüngsten mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien ein. Auch Bolivien stimmte dagegen. In dem Entwurf wurde ein neuer "unabhängiger Mechanismus" zur Untersuchung der Giftgasvorwürfe vorgeschlagen. Zwei von Russland zur Abstimmung vorgelegte Resolutionsentwürfe wurden ebenfalls abgelehnt.

+++ 20.23 Uhr: Baden-Württemberg: Anklage gegen elf mutmaßliche Mafiosi +++

Ermittlern aus Deutschland und Italien ist ein Schlag gegen die Mafia gelungen. Gegen elf Verdächtige aus dem Mafia-Milieu hat die Staatsanwaltschaft in Konstanz Anklage erhoben - wegen insgesamt 54 Tatvorwürfen, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Demnach hatten die Ermittlungen Bezüge zur sizilianischen Cosa Nostra und zur kalabrischen 'Ndrangheta hervorgebracht. Die Männer sind Italiener oder kommen gebürtig aus Italien.

Im Mittelpunkt steht den Angaben zufolge Rauschgifthandel in großem Stil, den die zwischen 25 und 52 Jahre alten Männer von Ende 2013 an bis Mitte 2017 betrieben haben sollen. Bei den Taten geht es um insgesamt 250 Kilo Marihuana sowie Haschisch im zweistelligen und Kokain im einstelligen Kilobereich. Zudem wurde Vermögen im Wert von 400.000 Euro beschlagnahmt; ebenso wie Gegenstände im Wert 4,5 Millionen Euro. 

+++ 19.50 Uhr: Kolumbien: Acht Polizisten sterben bei Sprengstoffanschlag +++

Bei einem Sprengstoffanschlag auf eine Polizeikolonne im Norden von Kolumbien sind acht Beamte ums Leben gekommen. Die Angreifer ließen nahe der Ortschaft San Pedro de Urabá einen Sprengsatz detonieren, als die Polizisten in einem Geländewagen vorbeifuhren, wie die Behörden mitteilten. Die Beamten begleiteten Regierungsvertreter, die sich in der Region um die Rückgabe von Ländereien kümmern, die während des Bürgerkriegs enteignet worden sind.

Die Behörden gingen davon aus, dass das Verbrechersyndikat Golf-Clan hinter dem Anschlag steckt. Die Bande ist aus rechtsgerichteten Paramilitärs hervorgegangen und in Drogenschmuggel, illegalen Bergbau sowie Schutzgelderpressung verwickelt. Zudem wird sie für zahlreiche Morde und Vertreibungen verantwortlich gemacht. Der Anführer Dairo Úsuga alias "Otoniel" ist der meistgesuchte Mann des Landes. Auf ihn ist ein Kopfgeld von fünf Millionen US-Dollar ausgesetzt.

+++ 19.28 Uhr: Saudi-Arabien fängt Raketen aus Jemen ab +++

Saudi-Arabiens Luftabwehr hat nach Militärangaben erneut aus dem Jemen abgefeuerte Raketen sowie zwei Drohnen abgefangen. Eine Rakete sei über der Hauptstadt Riad in der Luft zerstört worden, sagte ein Militärsprecher. Zwei weitere Geschosse seien in den südlichen Provinzen Dschisan und Nadschran abgefangen worden. Zudem wurden nach Angaben des saudiarabischen Militärs zwei jemenitische Drohnen im Süden des Landes abgeschossen.

+++ 19.13 Uhr: Südosthessen: Neun Verletzte bei Verkehrsunfall +++

Bei einem schweren Unfall in Südosthessen sind neun Menschen verletzt worden, einige von ihnen lebensgefährlich. Sie seien am Nachmittag in einem Kleintransporter zwischen Offenthal und Messel unterwegs gewesen, als das Fahrzeug aus bisher ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn fuhr und gegen ein Verkehrsschild schleuderte, sagte eine Polizeisprecherin in Offenbach.

Durch den Aufprall wurde der Kleinbus nach den ersten Erkenntnissen herumgeschleudert und überschlug sich. Erst etwa hundert Meter weiter blieb das Fahrzeug im Wald liegen. Die Landesstraße war auch am Abend noch voll gesperrt. Ein Gutachter wurde zur Untersuchung der Unfallursache hinzugezogen. 

+++ 19.12 Uhr: Toronto: Mutmaßlicher Serienmörder wegen siebten Mordes angeklagt +++

Der mutmaßliche Serienmörder Bruce McArthur aus der kanadischen Metropole Toronto ist eines siebten Mordes angeklagt worden. Der 66-Jährige wurde per Video aus dem Gefängnis in den Gerichtssaal zugeschaltet und trug eine orangefarbene Häftlingsuniform, wie die Zeitung "Toronto Star" berichtete. Die Polizei hatte Anfang März bei den Ermittlungen Überreste einer siebten Leiche gefunden.

Bei der Anklage geht es um den Tod des Afghanen Abdulbasir Faizi, der im Raum Toronto arbeitete und zuletzt Ende 2010 gesehen worden war. McArthur war im Januar festgenommen worden und wurde bereits wegen Mordes in sechs weiteren Fällen angeklagt. Die Polizei hat insgesamt Überreste von sieben Leichen auf einem Grundstück gefunden, in dem McArthur als Gärtner arbeitete. Ihm wird vorgeworfen, die sieben Männer zwischen 2010 und Mitte 2017 getötet zu haben. Die nächste Gerichtsanhörung soll in zwei Wochen stattfinden.

+++ 19.10 Uhr: Peter Beyer: CDU-Politiker befürwortet US-Schlag in Syrien +++

Der neue Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Peter Beyer (CDU), hat sich für eine Vergeltungsaktion der USA in Syrien ausgesprochen. "Ich halte es für richtig, dass man mit einem Militärschlag auf den Chemiewaffeneinsatz reagiert", sagte Beyer den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (Donnerstagsausgaben). Die Regierung von US-Präsident Donald Trump müsse sich aber mit den Bündnispartnern über die geplanten Maßnahmen abstimmen. Der frisch vom Bundeskabinett ernannte Beyer mahnte zudem zu einem Einsatz mit Augenmaß: "Die Region ist ein Pulverfass."

+++ 19.07 Uhr: Chef von Cambridge Analytica gibt Posten nach nur drei Wochen wieder auf +++

Der kommissarisch amtierende Chef der umstrittenen Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica gibt den Posten nach nur drei Wochen wieder auf. Alexander Tayler werde in seinen vorherigen Job des Daten-Verantwortlichen zurückkehren, wie das Unternehmen mitteilte. Cambridge Analytica machte einen Zusammenhang mit dem aktuellen Facebook-Datenskandal deutlich: Tayler werde sich auf diverse technische Untersuchungen und Nachfragen fokussieren.
Darüber, wie nun der Chefposten besetzt werde, gab es zunächst keine Angaben.

+++ 18.53 Uhr: Syrien: Russland verlegt Militärpolizei nach Duma +++

Russland will Einheiten seiner Militärpolizei in die syrische Stadt Duma in Ost-Ghuta verlegen. Sie sollen ab Donnerstag für Sicherheit sorgen und die Rechtsordnung wieder herstellen, sagte Viktor Posnichir vom Generalstab der russischen Streitkräfte der Agentur Tass zufolge in Moskau.

Nach einem mutmaßlichen Giftgasangriff hatten sich die Rebellen aus der Region zurückgezogen. Die Evakuierung der Stadt war unter Beteiligung Russlands ausgehandelt worden. Der Abzug aus Duma hatte bereits am Sonntagabend begonnen.  

+++  18.52 Uhr: US-Verteidigungsminister: "Werten Informationen zu mutmaßlichem Giftgasangriff noch aus" +++

Die USA arbeiten nach Darstellung von Verteidigungsminister James Mattis noch daran, Informationen zu dem mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien zu prüfen. Als Mattis am Mittwoch gefragt wurde, ob er genügend Beweise dafür gesehen habe, um die syrische Regierung für den Angriff zu beschuldigen, sagte er: "Wir sind noch dabei, die Geheimdienstinformationen auszuwerten, wir selbst und unsere Verbündeten. Wir arbeiten noch daran." Das Pentagon sei bereit, Trump militärische Optionen zur Verfügung zu stellen, erklärte er.

Trump hatte Russland am Miorgen mit einem Raketenangriff in Syrien gedroht. In den vergangenen Tagen hatten Vertreter der US-Regierung wiederholt den syrischen Machthaber Baschar al-Assad für den Angriff am Samstag in der Stadt Duma verantwortlich gemacht. 

+++ 18.44 Uhr: Paderborn: Polizei sucht mit Blitzerfoto nach mutmaßlichem Autodieb +++

Er rauschte mit einem gestohlenen Wagen durch eine Radarfalle - nun sucht die Paderborner Polizei mit dem Blitzerfoto nach dem mutmaßlichen Autodieb. Wie die Beamten mitteilten, gehört der Unbekannte möglicherweise zu einer Bande, die im Februar eine Reihe von Einbrüchen im Kreis Paderborn verübte. Offenbar nutzte die Gruppe für ihre Taten das gestohlene Auto, das Mitte Februar geblitzt worden war. Tage später wurde der verlassene Wagen entdeckt - mit Diebesgut beladen. Die Polizei vermutet, dass die Unbekannten auch für weitere Einbrüche außerhalb des Kreises Paderborn verantwortlich sind.

+++ 17.17 Uhr: Berlin: U-Bahn-Treter muss mehr als zwei Jahre ins Gefängnis +++

Nach einer brutalen Attacke gegen einen Touristen auf einem U-Bahnhof in Berlin-Kreuzberg ist ein 27-Jähriger zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt worden.
Er habe auf das bereits am Boden liegende Opfer eingetreten und sich der gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht, begründete das Amtsgericht Tiergarten sein Urteil.

Ein gleichaltriger Mitangeklagter erhielt eine zehnmonatige Bewährungsstrafe. Er hatte dem 26-jährigen Italiener einen Faustschlag in das Gesicht versetzt. Das Opfer hatte bei der Attacke im Mai 2015 auf einer Treppe im U-Bahnhof Schlesisches Tor schwere Kopfverletzungen erlitten. Einer der Angeklagten hatte erklärt, er habe den Mann fälschlicherweise für einen Angreifer gehalten. Die Verteidiger hatten Freispruch verlangt. In Berlin hatten Trittattacken in U-Bahnhöfen wiederholt Entsetzen ausgelöst.

+++ 16.44 Uhr: Syrien räumt nach Angriffsdrohungen weitere Stützpunkte +++

Die syrischen Streitkräfte haben nach Angriffsdrohungen von Donald Trump weitere Stützpunkte geräumt. Unter diesen sei auch die Militärbasis Dmeir, von der aus zuletzt die Luftangriffe der Regierung auf die belagerte Rebellenhochburg Ost-Ghuta ausgeführt wurden, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.  

Bereits am Dienstag hatte die syrische Armee damit begonnen, sich von einigen Stützpunkten zurückzuziehen, um einer möglicherweise bevorstehenden amerikanischen Attacke weniger Angriffsfläche zu bieten. Die Streitkräfte sind in volle Alarmbereitschaft versetzt worden.

+++ 15.43 Uhr: Republikaner Ryan kündigt Rückzug aus US-Kongress an +++

Einer der prominentesten Republikaner in den USA, Paul Ryan, hat seinen Rückzug aus dem US-Kongress angekündigt. Der Fraktionschef im Repräsentantenhaus werde sich im November nicht zur Wiederwahl stellen und sich im Januar aus dem Kongress zurückziehen, berichtete Ryans Vertrauter Brendan Buck in Washington. Der 48-Jährige Ryan hatte zeitweise ein sehr konfliktreiches Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump.

+++ 15.18 Uhr: Trittin kritisiert Trump nach dessen Ankündigung eines Angriffs auf Syrien +++

Der Grünen-Außenpolitiker Jürgen Trittin hat Donald Trump für dessen Ankündigung eines Raketenangriffs auf Syrien scharf kritisiert. "Es ist unverantwortlich über Twitter Russland den Krieg zu erklären, während die Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen zur Aufklärung anreist", sagte Trittin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Erst schießen, dann untersuchen" - diese Politik sei noch von dem früheren US-Präsidenten George W. Bush bekannt. Dabei habe diese Vorgehensweise wenig mit Syrien zu tun, sagte Trittin weiter - "aber viel mit dem innenpolitischen Druck auf Trump hier in Washington". Trittin hält sich am Mittwoch zu politischen Gesprächen in Washington auf.

+++ 14.54 Uhr: Zwei Polizeianwärter sollen einen minderjährigen Kollegen sexuell missbraucht zu haben +++

Zwei Polizeianwärter sollen sich in Hessen an einem minderjährigen Kollegen sexuell vergangen haben. Man ermittele zusammen mit der Polizei gegen zwei 24-jährige Männer, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Kassel. Die angehenden Polizeimeister hätten im Aus- und Fortbildungszentrum der Bundespolizei in Eschwege Dienst gehabt. Sie stünden unter Verdacht, gemeinschaftlich im Februar ein Sexualdelikt begangen zu haben. Das Opfer sei ebenfalls Polizeimeister-Anwärter.

Die Tat soll sich auf dem Ausbildungsgelände ereignet haben. Zur Art des sexuellen Übergriffs wollte sich die Staatsanwaltschaft aus Gründen des Opferschutzes nicht äußern. Auch Details zum Opfer und zu den Konsequenzen für die Verdächtigen nannte der Sprecher nicht. Wann die Ermittlungen abgeschlossen werden, sei gegenwärtig nicht absehbar. Die Bundespolizei in Potsdam erklärte nur, es habe "einen Vorfall gegeben, zu dem strafrechtliche Ermittlungen anhängig sind". Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

+++ 13.55 Uhr: Nach Fund von Säuglingsknochen Ermittlungen gegen Mutter +++

Rund ein halbes Jahr nach dem Fund von Säuglingsknochen in einem Wald in Südhessen hat die Polizei die Mutter des Kindes ermittelt. Es handele sich um eine 31-jährige Frau aus Mannheim, teilte die Polizei in Darmstadt mit. Sie sitze seit Juni vergangenen Jahres wegen kleinerer Delikte eine Haftstrafe in einem Gefängnis in Baden-Württemberg ab. Im März 2017 habe sie einen Jungen namens Michael zur Welt gebracht, der etwa drei Wochen lang lebte. Die Ursache seines Todes muss noch ermittelt werden. Seine Knochen waren im September 2017 von einem Pilz-Sucher in einem Wald bei Viernheim entdeckt worden.

+++ 13.23 Uhr: Offenbar mehr als 250 Tote bei Flugzeug-Absturz in Algerien +++

Bei dem Absturz eines Militärflugzeuges in Algerien sind nach jüngsten Medienberichten offenbar mindestens 257 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtet der regierungsnahe Sender Ennahar. Eine offizielle Bestätigung der Opferzahlen gibt es noch nicht. Die Maschine war gegen Mittag nahe der Hauptstadt Algier verunglückt.


+++ 13.09 Uhr: Trump kündigt Raketenangriff auf Syrien an: "Russland, mach dich bereit" +++

US-Präsident Donald Trump hat als Vergeltung für den mutmaßlichen Giftgaseinsatz in Duma einen Raketenangriff auf Syrien angekündigt. "Russland, mach dich bereit", twitterte Trump. Raketen würden kommen.

+++ 11.54 Uhr: Nach Amokfahrt in Münster noch ein Opfer in Lebensgefahr +++

Vier Tage nach der Amokfahrt von Münster hat sich die Lage der verletzten Opfer weiter stabilisiert. Nur noch ein Patient schwebe weiter in Lebensgefahr, teilte die Uniklinik Münster (UKM) mit. Anfang der Woche hatten die Ärzte in zwei Krankenhäusern noch bei fünf der angefahrenen Opfer um deren Leben gekämpft. Im UKM liegen insgesamt noch sechs Verletzte. Eines der Opfer wurde inzwischen in ein anderes Münsteraner Krankenhaus verlegt. Dort werden jetzt drei Patienten versorgt, von denen aber keiner mehr in Lebensgefahr schwebt. Zwei dieser Patienten haben schwere Verletzungen. Einer der beiden liegt im künstlichen Koma.

+++ 11.51 Uhr: Russland warnt den Westen: Lage bereits "sehr angespannt" +++

Nach dem mutmaßlichen Chemiewaffen-Einsatz in Syrien hat Russland den Westen vor einem Vergeltungsangriff gewarnt. Es müsse alles vermieden werden, "was die bereits instabile Lage in der Region destabilisieren würde", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in Moskau. "Alle Seiten" müssten Schritte unterlassen, die in Wirklichkeit "durch nichts gerechtfertigt" seien. Die Lage sei bereits "sehr angespannt". Die USA und andere westliche Staaten machen die Truppen von Syriens Machthaber Baschar al-Assad für mutmaßliche Giftgasangriffe in der syrischen Stadt Duma am Samstag verantwortlich. Derzeit wird über einen möglichen Vergeltungsangriff der USA und ihrer Verbündeten, insbesondere Frankreich, spekuliert. Das mit Assad verbündete Russland bestreitet, dass es einen Giftgasangriff gegeben hat.

+++ 11.34 Uhr: Symptome bei verletzten Syrern deuten laut WHO auf Giftgas +++

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht deutliche Anzeichen für einen Giftgaseinsatz in Syrien. Die Symptome der rund 500 Betroffenen in Duma in der Rebellenhochburg Ost-Ghuta entsprächen einer Belastung mit giftigen Chemikalien, teilte die WHO in Genf mit. Die Behörde stützt sich dabei auf Angaben von Gesundheitspartnern vor Ort. Besonders Anzeichen von schweren Irritationen der Schleimhäute, Atemversagen und Störungen des Zentralnervensystems seien bei den Frauen, Männern und Kindern aufgetreten. 

+++ 10.32 Uhr: Militärmaschine in Algerien abgestürzt - viele Tote +++

Ein algerisches Militärtransportflugzeug ist laut Berichten der amtlichen Nachrichtenagentur APS kurz nach dem Start von einem Luftwaffenstützpunkt nahe der Hauptstadt Algier abgestürzt. Fernsehberichten zufolge waren rund hundert Soldaten an Bord der Maschine, eine genaue Zahl war zunächst nicht bekannt. Auf TV-Bildern vom Absturzort nahe dem Luftwaffenstützpunkt Boufari war ein in Flammen stehendes Flugzeugwrack zu sehen. Laut des Senders al Arabia sind bei dem Unglück 100 Menschen ums Leben gekommen, die lokale Zeitung Asharq al Awsat schreibt von 200 Toten und beruft sich auf -Quellen.

+++ 10.28 Uhr: Speditionsfahrer soll in großem Stil Pakete unterschlagen haben +++

Ein Speditionsfahrer aus dem Ostalbkreis in Baden-Württemberg wird verdächtigt, über einen längeren Zeitraum in großem Stil Pakete unterschlagen zu haben. Ermittler fanden bei einer Durchsuchung in seiner Wohnung zahlreiche Paketsendungen, wie die Staatsanwaltschaft Ellwangen und die Polizei Aalen mitteilten. Eine noch unbekannte Zahl von Paketinhalten verwertete der 61-Jährige demnach möglicherweise schon. Er sitzt in Untersuchungshaft. Der Fahrer wird der Unterschlagung in knapp hundert Fällen verdächtigt. Die Ermittler kamen ihm nach einem Hinweis an die Polizei in Bopfingen auf die Spur. Er wurde daraufhin bei einer Fahrt in der vergangenen Woche kontrolliert, bei der sich der Verdacht gegen ihn erhärtete.

 +++ 10.20 Uhr: Verfahren wegen Aktenmanipulation im Fall Amri eingestellt +++

Das Ermittlungsverfahren gegen zwei Berliner Polizisten wegen Manipulation von Akten im Fall des Weihnachtsmarkt-Attentäters Anis Amri ist eingestellt worden. Es gebe nicht den erforderlichen hinreichenden Tatverdacht gegen die Beamten des Landeskriminalamtes (LKA), teilte die Staatsanwaltschaft mit. Wegen der Bedeutung des Falles sei die Bearbeitung durch zwei Staatsanwälte gemeinschaftlich erfolgt. Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen seien 38 Zeugen vernommen worden. Amri hatte im Dezember 2016 einen Lastwagen entführt und auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gesteuert. Dabei wurden zwölf Menschen getötet und annähernd 100 verletzt.

+++ 9.48 Uhr: Thermomix in Australia muss Millionenstrafe zahlen +++

Nach mehreren Unfällen mit der Küchenmaschine muss eine Vertriebsfirma in Australien eine Geldstrafe von umgerechnet knapp 2,9 Millionen Euro zahlen. Der Bundesgerichtshof in Melbourne sieht als erwiesen an, dass das Unternehmen namens Thermomix in Australia (TiA) trotz eines bekannten Sicherheitsproblems die Küchengeräte verkauft hat. Außerdem habe es die Öffentlichkeit über die Sicherheit der Produkte in die Irre geführt und Rückerstattungen verweigert, hieß es. In mindestens 14 Fällen wurden Thermomix-Kunden beim Hantieren mit einem älteren Modell der Küchenmaschine verletzt. Die Küchenmaschinen werden von Vorwerk hergestellt, die deutsche Firma aber hatte mit dem Verfahren nichts zu tun. Das Gericht befand, dass TiA das Thermomix-Modell knapp drei Monate lang weiterverkaufte, obwohl das Unternehmen das potenzielle Verletzungsrisiko kannte.

+++ 9.45 Uhr: Strafprozess gegen Ex-Sparkassenchef Fahrenschon +++

Der ehemalige Sparkassenpräsident kommt wegen Steuerhinterziehung vor Gericht. Das Amtsgericht München hat einen zweitägigen Strafprozess angesetzt, wie ein Sprecher mitteilte. Der frühere bayerische Finanzminister und CSU-Politiker hatte seine Steuererklärungen für die Jahre 2012 bis 2014 verspätet abgegeben, wie er eingeräumt hatte. Fahrenschon bezog als Chef des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands ein sechsstelliges Gehalt, außerdem hatte er mehrere lukrative Aufsichtsratsposten inne. Er hatte wegen der Affäre seinen Spitzenposten bei den Sparkassen räumen müssen. Nun muss er am 26. April auf der Anklagebank Platz nehmen, das Urteil ist für den 3. Mai terminiert.

+++ 9.16 Uhr: Ehemann erschlägt Frau im Streit +++

Ein 71-Jähriger hat im hessischen Kelsterbach offenbar im Streit seine Frau erschlagen. Wie und Staatsanwaltschaft mitteilten, soll es zwischen den beiden zu heftigen körperlichen Auseinandersetzungen gekommen sein. Dabei soll der Mann die 63-Jährige mit einem unbekannten Gegenstand am Kopf getroffen haben. Die 22-jährige Tochter fand die beiden im Keller des Mehrfamilienhauses und rief die Polizei. Der Notarzt konnte die Frau nicht wiederbeleben, der Mann ließ sich laut Mitteilung widerstandslos festnehmen.

+++ 9.11 Uhr: Straßenbahn in Mainz entgleist - 25 Verletzte +++

Bei einem Straßenbahnunglück in Mainz sind 25 Menschen leicht verletzt worden. Unter den Verletzten sind auch einige Schulkinder, wie die Polizei mitteilte. Der Unfall ereignete sich im Stadtteil Bretzenheim nahe einer Grundschule. Es kam zu Behinderungen im Berufsverkehr. Der Straßenbahnverkehr rund um die Unfallstelle wurde eingestellt. Warum die Bahn entgleiste, war zunächst nicht bekannt. 

+++ 8.53 Uhr: Sängerin der Staples Singers stirbt mit 80 Jahren +++

Die Sängerin der Gospelband The Staple Singers, Yvonne Staples, ist tot. Sie starb im Alter von 80 Jahren an Darmkrebs, wie die "New York Times" unter Berufung auf einen Freund der Familie berichtete. Die US-Gruppe hatte vor allem in den 1970er-Jahren mehrere Hits, darunter den populären Song "Respect Yourself", der später von den Pointer Sisters neu aufgelegt wurde, oder "I'll Take You There".  Rosebuck "Pops" Staples hatte die Familienband 1948 mit seinen Kindern Pervis, Mavis und Cleotha gegründet. Sie traten zunächst in Kirchen in der Gegend um Chicago auf. Yvonne stieß 1971 dazu und war auf allen großen Hits als Backgroundsängerin zu hören. 

+++ 8.50 Uhr: Von Tengelmann-Chef fehlt weiterhin jede Spur +++

Von dem vermissten Chef der Tengelmann-Gruppe, Karl-Erivan Haub, fehlt weiter jede Spur. Eine Sprecherin des Unternehmens teilte am Morgen auf Anfrage mit, dass Haub weiterhin in den Alpen vermisst werde. "Die Suchmannschaften vor Ort tun alles, um ihn zu finden", erklärte die Unternehmenssprecherin. Vermisst wird er seit Samstag. Weitergehende Informationen habe der Konzern nicht. Das "Handelsblatt" hatte am Dienstagabend über Haubs Verschwinden berichtet. Demnach war der 58-jährige Tengelmann-Chef zuletzt in einem Skigebiet am Matterhorn im italienisch-schweizerischen Grenzgebiet unterwegs.

+++ 8.36 Uhr: NRW-Staatssekretärin: Bei Kopftuchverbot geht es nicht um Religion +++

Die nordrhein-westfälische Integrationsstaatssekretärin Serap Güler bestreitet, dass der Vorstoß zu einem Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 die Religionsfreiheit tangiert. "Es geht hier nicht um religiöse Symbole", sagte die CDU-Politikerin im ZDF-"Morgenmagazin". "Das Kopftuch sollte man auch nach islamischen Brauch erst mit Anfang der Pubertät tragen. (...) Deshalb kann sich auch niemand auf die Ausübung der Religionsfreiheit berufen, wenn die Religion das in diesem Alter noch nicht mal vorschreibt." Beim Tragen des Kopftuchs nach islamischer Sitte gehe es darum, die Reize der Frau vor Männern zu verhüllen. "Dass Mädchen im Kita- und Grundschulalter die Reize vor Männern verhüllen müssten - genau das sexualisiert das Kind." Deshalb müsse diese Debatte geführt werden, damit die Mädchen sich frei entfalten könnten. "Wenn eine junge Frau dann sagt 'Ich möchte das Kopftuch tragen', ist das ihr gutes Recht, was wir genauso akzeptieren und respektieren müssen."

+++ 6.20 Uhr: Mehr als 80 Tote durch Billig-Schnaps in Indonesien +++

Mindestens 82 Menschen sind auf der indonesischen Insel Java durch selbstgebrannten Billigschnaps ums Leben gekommen. Die Opfer starben diesen Monat in der Provinz Westjava und in der Hauptstadt Jakarta, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Mehr als 80 weitere Menschen seien mit Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es. Die Behörden von Bandung, der Provinzhauptstadt Westjavas, hatten zuvor einen Gesundheitsnotstand ausgerufen.

+++ 5.40 Uhr: Wintersturm sorgt für Chaos in Neuseeland +++

Nach einem heftigen Wintersturm mit Orkanböen und starkem Regen ist der Strom in rund einem Viertel aller Haushalte und Unternehmen in Neuseelands größter Stadt Auckland ausgefallen. "Bis zu 120.000 Immobilien sind derzeit ohne Strom", teilte die Stadtverwaltung mit. Die Stromversorgung für alle Haushalte wieder herzustellen, könne einige Tage dauern, erklärte der Energiekonzern Vector. In der Millionenstadt im Norden des Landes rissen starke Sturmböen Strommasten, Bäume und Hausdächer mit sich. Die Feuerwehr und Rettungsdienste waren im Dauereinsatz.

+++ 5.25 Uhr: Städtebund - Kommunen können auf Einnahmen aus Grundsteuer nicht verzichten +++

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Grundsteuer hat der Deutsche Städte- und Gemeindebund die Notwendigkeit der Steuer für die Kommunen betont. "Die Kommunen können auf die Einnahmen durch die Grundsteuer nicht verzichten", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Passauer Neuen Presse". Er warnte zugleich vor einer "Steuererhöhung durch die Hintertür". Bund und Länder müssten sich jetzt sofort an einen Tisch setzen und einen Gesetzentwurf für eine Reform der Grundsteuer erarbeiten, forderte Landsberg. "Wir reden bereits seit fast 25 Jahren über eine Reform der Grundsteuer", kritisierte er. Damit, dass Eigentümer höhere Kosten auf die Mieter abwälzen und das zur Verschärfung auf dem Wohnungsmarkt führen könnte, rechne er aber nicht.

+++ 5.05 Uhr: Zahl der Hartz-IV-Sanktionen leicht gestiegen +++

Die Zahl der Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger ist im vergangenen Jahr leicht auf knapp 953 000 gestiegen. Das waren rund 13 700 mehr als im Vorjahr, wie die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Die Sanktionsquote - also das Verhältnis von verhängten Sanktionen zu allen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten - lag unverändert bei 3,1 Prozent. "Die allermeisten Leistungsberechtigten halten sich an die gesetzlichen Spielregeln. Nur ein ganz geringer Teil wird überhaupt sanktioniert", sagte dazu BA-Chef Detlef Scheele. 

+++ 5.04 Uhr: USA überweisen Hilfsgelder nach Puerto Rico +++

Rund ein halbes Jahr nach dem verheerenden Hurrikan "Maria" in der Karibik unterstützt die Regierung in Washington den Wiederaufbau im US-Außengebiet Puerto Rico mit 18,4 Milliarden US-Dollar (14,9 Milliarden Euro). "Dieses Geld ist entscheidend, um unsere Vision von einem neuen und widerstandsfähigerem Puerto Rico zu verwirklichen, das wir für künftige Generationen aufbauen wollen", sagte Gouverneur Ricardo Rosselló. Insgesamt gab das US-Wohnungsbauministerium (HUD) fast 28 Milliarden US-Dollar für neun Bundesstaaten, Puerto Rico und die US-Jungferninseln frei. Das war die höchste Hilfssumme, die in der Geschichte des HUD jemals bereitgestellt wurde.  

+++ 5.00 Uhr: Streiks im öffentlichen Dienst gehen weiter +++

Die Bürger in mehreren Regionen Deutschlands müssen sich auch an diesem Mittwoch wieder auf Warnstreiks im öffentlichen Dienst einstellen. Die Ausstände dürften erneut für Einschränkungen in Kitas, Krankenhäusern, im Nahverkehr und in der Verwaltung sorgen. Betroffen sind unter anderem Rheinland-Pfalz, das Saarland, der Norden Bayerns und Düsseldorf. Im baden-württembergischen Mannheim will Verdi-Chef Frank Bsirske zu Streikenden sprechen (gegen 9.15 Uhr). Mit den Warnstreiks will Verdi kurz vor der dritten Tarifrunde für die Beschäftigten der Kommunen und des Bundes den Druck erhöhen.

+++ 3.53 Uhr: Dobrindt springt Seehofer bei: Islam soll für Deutschland nicht prägend werden +++

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat in der Islam-Debatte den Ton weiter verschärft. Der Islam sei für Deutschland "kulturell nicht prägend und er soll es auch nicht werden", sagte Dobrindt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der Islam habe "keine kulturellen Wurzeln in Deutschland und mit der Scharia als Rechtsordnung nichts gemeinsam mit unserem christlich-jüdischen Erbe", sagte der CSU-Politiker. Dobrindt verteidigte zugleich die Einschränkung des Familiennachzugs für Flüchtlinge. Flüchtlinge sollten in ihre Heimat zurückkehren, "wenn dies möglich" sei, sagte er. Familienzusammenführungen könnten "auch in befriedeten Heimatregionen stattfinden - und nicht nur in Deutschland".

+++ 2.34 Uhr: Giftgasangriff in Syrien - Drei Resolutionen scheitern im UN-Sicherheitsrat +++

Nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien sind drei Resolutionsentwürfe im UN-Sicherheitsrat gescheitert. Zunächst verhinderte Russland bei der Sitzung in New York per Veto einen Entwurf der USA zu der Frage, wie genau der Einsatz von Chemiewaffen in Syrien untersucht werden soll. Auch Bolivien stimmte dagegen, China enthielt sich. Danach stimmten unter anderem die USA und Großbritannien gegen einen russischen Resolutionsentwurf, der zudem insgesamt nicht ausreichend Ja-Stimmen einsammeln konnte. Russland und die USA sind - gemeinsam mit China, Frankreich und Großbritannien - ständige Mitglieder mit Veto-Recht im Sicherheitsrat und können jede Resolution zu Fall bringen. Nach einer kurzen Unterbrechung scheiterte dann auch ein dritter, ebenfalls von Russland vorgelegter Resolutionsentwurf, der die Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen (OPCW) zu einer Untersuchung des Vorfalls in der syrischen Stadt Duma aufrief. Der Text "erreiche nichts", sagte die US-Botschafterin Nikki Haley, denn die OPCW habe bereits von sich angekündigt, in Kürze Experten nach Duma schicken zu wollen. 

+++ 2.32 Uhr: Österreicher Hollein wird Direktor des Metropolitan Museums in New York +++

Der Österreicher Max Hollein wird neuer Direktor des renommierten Metropolitan Museums in New York. Der derzeitige Leiter des Fine Arts Museums in San Francisco sei vom Aufsichtsrat gewählt worden und werde seinen Job im Sommer antreten, teilte das Metropolitan Museum mit. Zuvor hatte der Aufsichtsrat rund ein Jahr lang gesucht und etwa 100 Nominierungen erhalten. Der 48-jährige Hollein gilt als erfahrener Kunstexperte, der aber auch Brücken zu moderner Technologie schlagen kann. Hollein sei ein "innovativer und inspirierender Museumsleiter", sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Daniel Brodksy. Er fühle sich sehr geehrt, sagte Hollein laut Mitteilung.

+++ 2.12 Uhr: Kleinflugzeug stürzt auf Golfplatz - Alle Insassen tot +++

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs auf einen Golfplatz im US-Staat Arizona sind alle sechs Insassen der Maschine ums Leben gekommen. Die einmotorige Piper sei kurz nach dem Start in Scottsdale auf dem nahe gelegenen Golfplatz zerschellt, berichtete der Sender CNN. Zur Absturzursache lagen zunächst keine Erkenntnisse vor.

+++ 0.39 Uhr: USA streiben Tschad von Liste der Länder mit Einreisbeschränkung +++

Die USA haben Einreisebeschränkungen für Bürger des Tschad aufgehoben. Das afrikanische Land habe seine eigenen Bestimmungen hinsichtlich der Weitergabe von Informationen und der Identitätsfeststellung seiner Bürger so verbessert, dass dieser Schritt möglich sei, teilte das Weiße Haus am Dienstag in Washington mit. Präsident Trump hatte den Tschad nachträglich zu mehreren anderen Ländern in seinem umstrittenen Einreisestopp hinzugefügt.

+++ 0.11 Uhr: Krebsgefahr durch Acrylamid: Neue EU-Verordnung für Pommes und Co. greift +++

Lebensmittelhersteller sowie Restaurants und Imbissbetriebe müssen von diesem Mittwoch an neue EU-Regeln zur Eindämmung des als krebserregend geltenden Stoffes Acrylamid einhalten. Die Vorgaben sehen unter anderem vor, ein übermäßiges Frittieren von Pommes frites zu vermeiden und Brot möglichst hell zu backen. Zudem müssen Produkte künftig bereits so hergestellt werden, dass bei ihrer Zubereitung so wenig Acrylamid wie möglich entstehen kann. Acrylamid bildet sich unter hohen Temperaturen beim Rösten, Backen, Braten oder Frittieren von stärkehaltigen Lebensmitteln aus der Aminosäure Asparagin und aus Zuckern. Betroffen sind vor allem Produkte auf Kartoffel- oder Getreidebasis sowie Kaffee.

+++ 0.06 Uhr: Mindestens 20 Tote bei Gefängnisaussbruch in Brasilien +++

Mindestens 20 Menschen sind bei einem Gefängnisausbruch in Belem im Norden Brasiliens ums Leben gekommen. Nach einem Bericht des Nachrichtenportals Globo hatten Komplizen der Inhaftierten eine Außenmauer des Gefängnisses Santa Izabel gesprengt und die Wächter unter Beschuss genommen. Bei Explosionen und Schusswechsel seien schließlich ein Polizist und 19 Gefängnisinsassen getötet worden. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Aus dem Bericht ging nicht hervor, ob eventuell Gefangenen die Flucht gelungen war.

dho/wue/tkr / DPA / AFP